(Kai Winkler/ Gründer EPR European Peace Ride) - Vom Punk zum Eventmanager und Unternehmer
Shownotes
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00:00:02: Herzlich willkommen im C Level Podcast, dem Podcast, wo ich die Business-Ebene mit dem C für Chemnitz verbinden möchte.
00:00:09: Im Radsport will jeder den Windschatten des Vordermanns haben und ich freue mich, dass dieser Podcast für mich im Windschatten endete, denn heute zu Gast ist Kai Winklar, Gründer und Erfinder des European Peace Rides oder der neuen Friedensfahrt.
00:00:26: Geboren wurde Kai, neunundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.
00:00:46: dass er die Schule abbrechen musste und stattdessen eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer machte, weil er dort nicht trinken konnte, stieg in dieser Position nicht nur in den Lkw, sondern wurde auch Disponent und Lagerleiter und beschloss dann sein Abitur nachzuholen.
00:01:03: Etwas später entschied er dann, ein eigenes Unternehmen zu gründen mit dem wunderbaren Namen Reiferservice Gummistiefel und gleichzeitig blieb er fest verwurzelt in der alternativen Szene und während der Kulturhauptstadt Bewerbung kam es dann mit zur bereits genannten Erfindung der neuen Friedensfahrt und er war Teil der Kulturhauptstadtbewerbung mit dem European Peace Ride, den er seit nunmehr fast fünf Jahren organisiert.
00:01:29: Was er da tun muss, was es mit dem Genehmigungsverfahren auf sich hat, all das erzählt er hier in dem Podcast und ich bin total glücklich, dass er da war und wünsche euch viel Spaß mit dieser Folge.
00:01:54: Ich habe es gerade gemacht.
00:01:55: Es läuft schon.
00:01:57: Lieber Kai.
00:01:58: Erste Frage.
00:01:59: Du hast gerade erzählt, dass du regelmäßig Radio machst.
00:02:02: Das heißt, ich kann mich jetzt zurücklehnen, weil du ziehst das jetzt hier alleine durch den Dreck, so den Karren aus dem Dreck.
00:02:09: Erste Frage.
00:02:10: Wie bist du nicht nur hierher gekommen, sondern wie lief dein Leben bis zu dem Moment, wo du dich gerade in diesen wunderschönen Sitz hier im Büroland hast fallen lassen?
00:02:19: Das ist aber... dann ist die Sendung aber auch zu Ende, ne?
00:02:22: Wenn ich das sage, das hat's hier... Also hergekommen in Deutschland in Audua, das wollt ihr jetzt mit sicher hätten.
00:02:27: Wo bist du geboren?
00:02:29: Wann bist du geboren am besten?
00:02:30: Und wie lieben so die ersten zwanzig Jahre?
00:02:33: Ah, das ist ja Leimer.
00:02:36: Ja, ich mache eine Radio-Sendung, aber keine Radio-Stimme, von daher hört man das immer noch raus.
00:02:40: Wir erlauben uns und unsere eigenen Sendung auch das sexische Dialekt, das wir den benutzen dürfen.
00:02:45: Ich
00:02:46: hab gar kein Problem.
00:02:47: Nee,
00:02:48: ich auch mehr.
00:02:48: Ich kannte mich nichts anderes.
00:02:50: Nee, aber ich bin tatsächlich geboren im beschaulichen Radeboil, was jetzt so der sogenannte Speckkirrtel von Dresden ist und auch die Stadt im Osten mit der höchsten Millionärstichte.
00:03:01: Das konnte ich mir nicht mehr leisten.
00:03:03: Das war, wenn ich nur noch zu sagen, ausig, war das absehbar schon.
00:03:07: Und dann nicht rausgeschmissen.
00:03:08: Nee, nee, ich bin dann mit meiner Mama, die hat sich von meinem Papa getrennt und dann sind wir nach Karl-Marx stattgezogen, was natürlich ein Kulturschock für mich war.
00:03:17: Ich bin aufgewachsen oben in den Weinbergen, wo heute eine Wohnung so fünf, sechs Millionen Euro kostet.
00:03:23: Also wirklich auch in so einem Gutshaus sind wir groß geworden, das war mega.
00:03:26: Zum Mieter für fünfzig Städte am Markt.
00:03:29: und bin in den Weinbergen, habe ich dann meine ersten Jahre verbracht, was sehr toll war.
00:03:32: Ja, dann sind wir nach Karmarkstadt gezogen, aber als Kind, nehmst du sowas ja nicht mit, dass du da eigentlich wunderschön gewohnt hast, du hast als Kind beachtest wie andere Sachen.
00:03:41: Wie alt warst du denn, als du dann nach... sieben, also bist du in neunundsebzehn Jahren?
00:03:45: Neunundsebzehn,
00:03:45: bin ich geboren, genau.
00:03:47: In der Investigative.
00:03:48: Ja,
00:03:49: genau, bin ich mit sieben Jahren nach Chemnitz oder Karmarkstadt gezogen, noch in die Schule, in die Alexander von Humboldt ober Schule eingeschult wurden, die heute Keppler Gymnasium heißt, was ich nicht verzeihen werde, weil das ist... komisch.
00:03:59: Ich bin dann, ja, hab mich relativ schnell in die Stadt gewöhnt, bin im Sonnenberg, im Problemviertel groß geworden.
00:04:05: Ja, Sonnenberg war schon immer eine schräge Ecke.
00:04:07: Und hab dann so die nach, also es kam dann die Wende, da war ich irgendwie in der sechsten oder fünften Klasse, ich bin noch, hab noch mit Russisch angefangen, hab dann auch noch Russisch weitergemacht und ich glaube, wo ich in der sechsten Klasse war, siehnte Klasse war dann so die Wendezeit, was eine sehr spannende Zeit war.
00:04:23: Ich glaube, ich muss doch Russisch bis zur Elften machen.
00:04:26: Ich habe dann russisch auch weitergemacht, aber das kommt dann in der Biografie weiter, es waren dann doch Brüche drin.
00:04:33: Aber ich habe die Wendezeit als sehr, sehr, sehr, sehr spannend erlebt, weil als elfjähriger war ich gezwungen, da sowohl mein richtiger Vater sehr politisch aktiv zu dir der Zeiten war, er hatte auch in Schwedt gesessen, als auch mein Stiefvater, der hatte aufgrund seiner Position im Reichsbahnauspassungswerk, hatte der eine Stasiagde, die war echt mehr als dick.
00:04:51: Weil er nicht in die Partei wollte, also der war auch im Gedanken oppositionell.
00:04:54: Was hat er mit der
00:04:55: Reisbahn zu tun?
00:04:57: Der war leider der Ausbildungsstätte im R.A.W.
00:05:00: und solche... Positionen sind ja meistens von sehr lineeren, treuen Menschen besetzt wurden und er wollte halt nie in die Partei entreden.
00:05:06: Deswegen gab es eine Stasi-Akte über ihn, das ist mit Sicherheit auch abgehört worden, aber das will ich gar nicht so dramatisieren.
00:05:11: Das meiste ich auch nicht genau, auf jeden Fall gab es eine fette Akte.
00:05:13: Das sind deine Liebe zum Radio, dass die Leute dich hören.
00:05:16: So, und dann war halt Wende und das war natürlich, das war, also da ist eine Zeit für mich angebrochen mit zwölf, dreizend, vierzehn, die war mega, also es war...
00:05:27: Weißt du noch was du mit den ersten hunderten D-Mark dir gekauft hast, durfte es dir selber ausgeben?
00:05:31: Die durfte ich nicht selber ausgeben, weil ich hatte noch zwei kleine Geschwister.
00:05:34: dann, die haben die Eltern schon eingepackt und ich habe bekommen einen Taschenbrechner und einen Wurgmänn.
00:05:38: Ich glaube das war so der Klassiker.
00:05:39: Ich kann mich aber noch genauer erinnern, als wir über die Grenze nach Hof, wie sie damals alle gefahren sind, wir sind dann bloß Richtung Kulmbach gefahren, weil Hof uns zu überlaufen war und äh... Hatte ich nicht
00:05:47: schon von Hof dann ein bisschen enttäuscht.
00:05:50: Ah naja, als Kind war es trotzdem irgendwie der Geruch.
00:05:53: Wir hatten West-Vorwandtschaft, wir hatten Westpaction gehabt, also immer, wenn wir in so einem Paction aufging, war so ein Geruch, so ein Intershop-Geruch.
00:05:59: Die Aussies unter uns kennen das, ne?
00:06:01: Und das war natürlich, wenn man ins Erstmann-Einwulfurt-Restaurant, sag ich schon, wenn ein Wulfurt-Kaufal was reingeht, das ist schon als Kind wie in einer Art Schlagraffen-Land, wenn man so die Kaufalle um die Ecke gewohnt war.
00:06:11: Von daher fand ich das erst mal toll.
00:06:12: Es war spannend, mit dem Trabi da rüber zu fahren, im Stau zu stehen.
00:06:15: Wenn ich heute drüber nachdenke, denke ich mir, ach du Scheiße, also da hat man sich auch, denke ich schon, die Seele... verkauft und diese angewöhnlichen Blicke da les deutschen.
00:06:23: Also das war schon schräg.
00:06:25: Aber
00:06:25: es war ja auch in Bayern, das war ja nochmal eine andere Nummer.
00:06:28: Ja, aber die Bayern, also es waren wirklich am Grenzebetrieb, die Leute waren freundlich, die haben sich schon gefreut.
00:06:32: Ich glaube, die haben damals noch nicht gewusst, was auf sie zukommt.
00:06:35: Aber das war erstmal so eine tiefe, pure Freude.
00:06:38: Und dann war die ja die Zeit danach ja auch sehr politisch, ne?
00:06:40: Also es war dann hemmelt cool, war permanent oben hier in der Stadt, hat ja gesprochen und war nicht permanent da, aber zumindest mal da.
00:06:46: Im Haus hingen plötzlich Kleber von der CDU, CSU, DSU gab es damals noch ne demokratische Aufbruch mit Reinhard Eppel.
00:06:52: Ich hab die Zeit sehr intensiv erlebt, weil wir mussten immer.
00:06:55: Aktuelle Kamera, neunzehn und dreißig gucken, und zwanzig auf fünfzehn die Tage.
00:06:58: Wir hatten ja Westfernsehen.
00:07:00: Wenn mein Vater das immer gucken wollte, und der wollte immer, dass ich mitguck, und ich hab das auch gefressen.
00:07:04: Damals diese Flüchtlingswelle, die Flüchtlingszahlen, die permanent gestiegen sind, Tragerbotschaft und so, das ist mir alles sehr, sehr real geblieben.
00:07:12: Du kannst das natürlich als Elfjähriger, zwölfjähriger nicht einordnen.
00:07:15: Das machst du dann später, aber das war, ich bin abends wirklich vor dem Fernsehen geblieben und wollte das alles wissen.
00:07:21: Und dann natürlich mir auch meine eigenen Gedanken zu machen.
00:07:23: Und dann kam aber so eine Zeit, die war dann eben geprägt von, ja, Faschus, Kiez, Sonnenberg.
00:07:29: Wir hatten ja keine Zeit, die hat dreihundertzwanzig tausend Einwohnungen zu dem Zeitpunkt ohne Eingemeindungen.
00:07:33: Also wir waren auch mehr, denn es gab halt überall Kids, Jugendliche und so, das war schon eine ganz, das war eine andere Zeit.
00:07:38: Ja, und das Sonnenberg war tief rechts, also ähnlich wie Heckertgebiet, also bei uns gab es nur Nazis.
00:07:43: Das war schon sehr schwer in der Zeit.
00:07:44: Da gab es auch viel auf die Mütze, auf die Mappe.
00:07:47: Auf der anderen Seite hatte ich Kumpels, die waren achtzehn, die hatten Führerschein.
00:07:50: Du konntest besoffen damals Auto gefahren.
00:07:52: Das hat keiner so interessiert.
00:07:54: Die Polizei wusste überhaupt nicht, was sie machen sollte.
00:07:56: Wir haben, als ich vierzehn war, haben wir wirklich ... illegal Veranstaltungen schon gemacht, deswegen meine Liebe zum Veranstaltungs-Business.
00:08:04: Wir haben da Punkkonzerte veranstaltet, haben da ohne Schank geniemen, ohne Klos, haben wir alte Fabrik-Heilen genommen und haben da drin wilde Punkrock-Geschichten gemacht und das wäre in der heutigen Zeit überhaupt nicht möglich gewesen.
00:08:14: und damals waren bis zu drehundert, vierhundert Leute bei den Konzerten über mehrere Jahre.
00:08:18: Also wir haben das dann in anderen Lokalitäten noch weitergeführt und damals war Chemnitz in Hochburg für Feierkultur, es gab illegale Refs, es gab Techno-Partys, es gab Punkrock, es gab Hardcore, die ganze TV-Uken-Zentrum entstanden.
00:08:31: Die ganzen amerikanischen Hardcore-Bands, die sind aus dem Amieland rübergekommen, weil sie im Osten spielen wollten, weil es für die absolutes Wunderland war.
00:08:37: Und das waren so geile Jahre, diese Übergang, dass die Behörden erst mal lernen mussten.
00:08:42: Und ich konnte das damals gar nicht so für mich begreifen, was das für eine Freiheit und für ein Wert hatte.
00:08:47: Das weiß ich erst jetzt, weil jetzt ist man unter professionellen Vereinstellungsbrunchen und hat mit Behörden... so eigentlich am meisten Stress und das war schon damals cool.
00:08:57: Natürlich denke ich, wenn dort mal was passiert wäre, wären meine Eltern glaube ich nicht froh geworden.
00:09:01: Ja, und dann ging es eigentlich schnell, dann in die Schule geflogen, wie es halt so ist, aufs Gymnasium gekommen, dann haben sie gesagt, mach mal russisch weiter, war eine Scheißentscheidung.
00:09:08: Irgendwann kein Bock auf Schule gehabt, das klassische Punkrock, ne, arbeiten gegangen, faul, Alkohol, Drogen, alles in der Zeit wirklich bis zum siebzehnten, achzehnten Lebensjahr alles, alles durchgemacht, was man durchmachen konnte, Schlägereien, Vorstrafen und... Das war jetzt ich aus Besetzungen und alles.
00:09:24: Ja, ja, ich war schon ein Rischobhanger.
00:09:26: Also wir waren schon richtig Zecken.
00:09:28: Wir waren unterhaare, Ero.
00:09:30: Da haben wir ja eine Verbindung.
00:09:33: Wir haben eben schon darüber geredet.
00:09:35: Bei mir war es halt in Marzahn.
00:09:36: Ja.
00:09:37: Marzahn war für uns Berlin, gab ein gutes Berlin und es gab Marzahn.
00:09:41: Genau.
00:09:42: Marzahn war, also selbst in Chemnitz hatten wir Respekt vor Marzahn und ich wäre dort nicht hingefahren.
00:09:47: Ja,
00:09:47: ich habe da gelebt und es war also zumindest bis würde ich sagen, fünfundneunzig sechsenneunzig war es so.
00:09:54: und dann kamen die Wolker Deutschen und haben, war bestimmt hier ein Kamm jetzt ähnlich.
00:09:58: Kamm jetzt hat auch eine große Wolker Deutsche gemeint und die waren genauso scheiße.
00:10:01: Die waren
00:10:02: genauso scheiße, aber im Herzen haben sich erst mal um die Nazis gekümmert, um nochmal... Wir haben es einmal geschafft, haben das noch ein zweites Mal gemacht und dann bin ich ja nach Chemnitz.
00:10:14: Dann habe ich das nicht mehr so aktiv miterlebt, dass die dann halt übernommen haben den Laden.
00:10:19: Dann war es genauso.
00:10:21: Ja, in Chemnitz haben sie das nicht übernommen, aber in Chemnitz hatten es eine sehr große Community gegeben und also wenn Volker Deutsche kamen, war eigentlich die Party vorbei.
00:10:29: Die waren ja völlig kompromisslos.
00:10:32: Also die haben gleich zugeschlagen.
00:10:33: Also jedenfalls schon Blick.
00:10:35: Das haben die Nazis auch gemacht, aber die hat man zumindest noch vorher erfahren, dass sie kommen.
00:10:38: Also das war schön.
00:10:39: Und es war eine sehr brutale Zeit, muss ich auch sagen, war definitiv alle, die so ein bisschen... Also ich möchte jetzt nichts schönreden, was heute passiert, auf gar keinen Fall.
00:10:47: Aber damals wo es noch kein Internet und keine... keine... diese schnelle Berichterstattung gab, waren die Leute auch wesentlich skrupellose und haben also... also Bootsteinen fressen und so.
00:10:55: Das waren Begriffe.
00:10:56: Also Leute saßen hier und kämmten jetzt im Knastweise andere Leute ans Auto reingebunden haben, und durch die... Die größten Nazigrößen hier in Chemnitz saßen auch im Knast.
00:11:04: Man hatte Respekt und Angst vor denen.
00:11:06: Man musste immer irgendwie in Chemnitz aufpassen, wo man sich bewegt.
00:11:10: Und dann gab es immer so Punkte, wo man nicht aneinander vorbeikam, wie zum Beispiel die Zentralhättestelle oder so.
00:11:14: Da hat es permanent geschärbelt und muss auch ehrlich sagen, in dieser Zeit hat auch die Polizei keine gute Rolle gespielt.
00:11:19: Und natürlich auch die Landesregierung, weil wir dort schon als linke Kaoden eher den Eindruck hatten, dass die Polizei uns gerne auch woanders gesehen hätte.
00:11:29: wirklich ein sehr, sehr gespeitenes Verhältnis zu unserem Staat und unserer Staatsführung.
00:11:32: Das habe ich über die Jahre abgelegt und habe mir dabei ein sehr gutes Verhältnis zur Polizei.
00:11:36: Ich habe das überwunden irgendwann mal, weil auch in den Dienstgraden der Polizei und so natürlich die Strukturen sich auch gewandelt haben.
00:11:43: Aber damals war das so, die mussten ja in Plitzausbildungen, junge Polizisten ausbilden und da hast du natürlich genommen, was du kriegst und das war vom Intelligenz-Kurzenten ja nicht das Beste, was du bekommen hast.
00:11:53: Und ich muss dort ganz klar sagen, dort gab es eben auch viel Gewalt seitens der Polizei und die hatte das irgendwie anders.
00:11:58: Das sieht einschließlich meiner Eltern erzählt quatsch, weil er es selber nicht erlebt hat.
00:12:02: Aber, viel liebe Zuhörer, ich bin da heute komplett gereinigt und ich habe ein sehr gutes Verhältnis zur Polizei.
00:12:07: Also bis dahin, das ist schon selber Witze drüber macht, als alter Linker da irgendwie Zunahme der Polizei manchmal zusammenzuarbeiten.
00:12:15: Aber das ist ein gutes Stichwort, alter Linker, wie würden Panga dann Unternehmer?
00:12:22: Ich habe immer die Extreme geliebt und ich wollte immer nicht angepasst sein.
00:12:27: Ich bin noch gar nicht so sehr der politische Panker und es gibt ja auch innerhalb des Pankse auch so Strömungen.
00:12:32: Ich habe ein ganz klares Verhältnis zu Nazis und also ein Verhältnis.
00:12:35: Ein Anti-Verhältnis zu Nazis.
00:12:36: Ich habe ganz klare Einstellungen zu gewissen Dach und die sind für mich auch, die haben sich nie geändert.
00:12:40: Aber ich war nie so einer von diesen, ich verzeute, das Bösewort Anti-Fahr, es hat totaler Quatsch gibt seine.
00:12:45: Aber es gab natürlich auch unter uns in unseren Kreisen sehr politische Linke.
00:12:50: Pranker zu denen gehörte ich nie, ich gehörte schon eher zu trinkenden, saufenden und also zu Hause besetzenden Formen, weil sich Freiheit zu nehmen, ich krieg gleich noch die Brücke zum Unternehmertum, aber die Freiheit, Dinge selber zu bestimmt kontrollieren und zu machen, das hat mich schon immer angetrieben.
00:13:09: Und als ich dann irgendwann auch mit siebzehn, achtzehn gemerkt habe, das ist jetzt rot, so geht es irgendwie noch weiter, du kommst jetzt an eine Stelle, wo du komplett versachst, es schwappte dann auch diese ganze Crystal Meth Welle aus Chesschen.
00:13:20: habe ich dann damals gesagt, jetzt muss ich irgendwas machen, wo ich mal auch eine Zukunft dann habe, aus Donau Future in die Future, Geschichte reinwachsen und da bin ich halt immer sehr extrem.
00:13:30: Ich habe dann abgesagt, ich muss einen Beruf erlernen, wo ich möglichst nicht trinken kann, weil man ist auch auf der Schwelle, dass man dann schnell kippt in so einem Leben.
00:13:38: und wo ich auch mal rauskomme, wo ich mal wegkomme aus diesem ganzen Chemnitzer MIEF.
00:13:43: Wir haben die damals Berufskraftfahrer-Leerlinge gesucht.
00:13:46: Und da habe ich Berufskraftfache angefangen zu lernen.
00:13:49: Ich habe einen Führerschein damals gemacht.
00:13:51: Das
00:13:51: ist ja jetzt auch für dich total praktisch.
00:13:53: Ich habe einen LKW, ich kann vierzig Tonnen durch ganz Europa fahren.
00:13:57: Ich kann es noch, ich mache es aktuell nicht mehr, aber ich gucke mir Tracker Babes an, weil ich liebe irgendwie die LKWs immer noch.
00:14:05: Und ich habe immer noch ja indirekt, ich bin ja LKW-Reifenhändler.
00:14:08: Ich habe immer noch mit diesem Business zu tun.
00:14:09: Ich habe das dann auch drei Jahre aktiv als Fernfahrer gemacht.
00:14:12: Ich bin wirklich quer durch die Welt gefahren, bin sonntags los.
00:14:15: nach Hause, hatte den Vorteil, was weg vom Alkohol und hat mal andere Sachen hoch gesehen, hat mal einen anderen Blick auf die Welt gekriegt und habe dann in meiner Lehre auch angefangen auf dem Lager noch zu pfushen, weil ich Kohle brauchte, meine erste Tochter wurde geboren, ich hatte geheiratet damals, meine Frau kennengelernt und also es klingt jetzt alles ganz bürgerlich, total ich biesig, aber ich brauchte Pankerhoch, ich brauchte plötzlich, ja ja, war wirklich eine Pankerhochzeit, mein Trauzeiger hatte einen in dreißig Zentimeter Iroh und habe dann aber bei Kohle gebraucht.
00:14:42: So, da hab ich dann angefangen zu arbeiten und das hab gemerkt, eile Scheiße arbeiten, sehr okay, kannst du ja auch verwirklichen.
00:14:46: Kannst du auch eigentlich machen, was du willst, wenn du so deine Grenzen immer so ein bisschen auslöltest, kannst du eigentlich auch im Berufsleben ganz gut vorankommen.
00:14:52: Und so ist es dann gekommen.
00:14:55: Ich hab den Punk nie abgelegt, bin immer noch Partysfeiern gegangen, hab immer noch ein Chemnitz, wenn ich das Wochenende da war.
00:15:00: Ich bin ins ARZ gegangen, hab dann später im ARZ Booking Kettering gemacht, hab den Vorstand dort mitbekleidet, viele, also Baumvorstand selber.
00:15:08: Also... Eine Relative Instanz in Chemnitz, das alternative Jugendzentrum auch heute noch.
00:15:12: Wolle Fälle.
00:15:13: Es ist mir damals schon mal aufgefallen, dass ziemlich interessante Bands ins IOZ gekommen sind.
00:15:19: Was glaubst
00:15:19: du, wer unser größter Künstler war, der jemals im IOZ gespielt hat?
00:15:23: Ich glaube,
00:15:23: ich hab's irgendwann mal, sagen wir mal.
00:15:24: Ich glaube, ich hab's irgendwann
00:15:25: mal, sagen wir mal.
00:15:26: Ich glaube, ich hab's irgendwann mal, sagen wir mal.
00:15:28: Wenn du mal auf dem Chemnitz als Anderdoc sprichst, ist genau das zu eine Geschichte, die ist ziemlich geil, ne?
00:15:32: Wenn nur die
00:15:32: Geschichte wie André Donard hat, ist ziemlich geil, ne?
00:15:34: Wenn nur die Geschichte
00:15:35: wie André Donard hat, ist ziemlich geil, ne?
00:15:36: Wenn nur die Geschichte wie André Donard hat, ist ziemlich geil, ne?
00:15:38: Wenn nur die Geschichte wie André Donard hat, ist ziemlich geil, ne?
00:15:40: Ja, aber EMI-NM hat tatsächlich gespielt und ich hatte auch damals schon, ich hatte keine Ahnung, wer das ist.
00:15:42: Hiphop war cool, entstand ja als Paralleles zu dem ganzen Punk-Hotcode-Ding.
00:15:46: Sagst
00:15:47: du noch zum Hiphop?
00:15:48: Dann machen wir weiter.
00:15:49: Ich finde, es hat viele Parallelen zum Punk.
00:15:51: Na
00:15:52: klar, also es ist ein bisschen so viel
00:15:53: cool.
00:15:54: Ja, aber damals durfte man nicht als Punk sagen, dass man Hiphop hört.
00:15:58: Naja, so wird es nicht ganz nennen, aber wir haben ja quasi zwei Häuser gehabt, das war das Haus Einheit.
00:16:05: Also das Kraftwerk des Ehemalige, das hat Sven Boges quasi betrieben und das AJZ mit Mike Scholler.
00:16:11: Die beiden haben dann später die Firma in Move gegründet, die heute das WFK-Dicktreffen in Leipzig machen und auch die erste Rammstein-Tour veranstaltet haben und das Philippua in Klaurao und das Full Force Festival, also so wie zu kennenlitz.
00:16:25: Parallel ist aber auch die Firma Good Life, was heute zur Live-Nation gehört, auch in Chemnitz entstand mit dem Mirko Rosener, der wiederum auch in Kraftverkehr war und dort sind die ganzen Hip-Hop-Chams entstanden.
00:16:35: Also es gab sowohl im Kraftwerk als auch im Alternativen Jugendzentrum, gab es Hip-Hop-Chams.
00:16:40: Das war eine ganze Weile, wir haben auch ARZ relativ für Hip-Hop gemacht.
00:16:44: Ja, die Musik hat einen Gefallen.
00:16:46: Ich
00:16:47: hab's heimlich gehört.
00:16:48: Ich fand den deutschen Hip Hop damals ziemlich peinlich, wobei die Acts, die bei uns gespielt haben, jetzt nicht ganz so peinlich waren.
00:16:55: Aber ich war zu der Zeit immer faszinierter von Breakdancing und Skatebooten und der ganze Spaß.
00:16:59: Und da gibt's durchaus schon Überschneidungen.
00:17:01: Es gibt das auch Skatepunk.
00:17:02: Es gibt da ganz, ganz viel Punk, wenn die ihren Ursprung im BMX und Skate nahmen.
00:17:05: Und das gab er dann damals.
00:17:07: Ich bin ein absoluter Hardcore-Fan.
00:17:09: Und Hardcore ist eigentlich eine Mischung aus Punk, Metal.
00:17:11: Und Hip-Hop.
00:17:12: Also Hardcore hat ganz viele Hip-Hop-Enflüsse und dann so Benz, wie das sagt.
00:17:17: Für die Mainstreamer unter uns, Rage Against the Machine, ist halt so ein Crossover-Dink.
00:17:21: Und Rage Against the Machine ist ja nichts anderes als Hip-Hop nur mitgetan.
00:17:24: Und deswegen kannte man sich.
00:17:26: Und das war eine Subkultur, die mir total gefallen hätte, wenn die Musik anders gewesen wäre.
00:17:31: Ich wäre auch gerne mit den Maikenhosen und den Basecaps rumgelaufen.
00:17:34: Und mit den Bitches auf dem Rücksitz nähe.
00:17:37: Also Spaß, aber... Also und es gab so ein Dosshaus an mehreren Orten in Chemnitz.
00:17:40: Ne, Teffler und Jalee waren damals so die bekanntesten und das Blechfestival ist ja hier entstanden.
00:17:45: Und das ist ja durch... der dann heute die Firma Good Life, ich weiß nicht, ob er es jetzt noch hat, aber das ist schon das zweite große Konzert-Player.
00:17:53: Hier in Chemnitz entstanden ist ein Produkt dieser wilden Zeit, weil die alle in der Subkultur eigentlich angefangen haben.
00:17:59: Und ohne Subkultur wäre niemals diese großen Player entstanden.
00:18:04: Parallel ist auch in der Zeit Artumino Chemnitz entstanden mit dem Jan Kummer und Renny Fischer, die haben im Prinzip diesen Club da gemacht, wo dann natürlich die Band Kraftclub und die Band Blond groß geworden sind.
00:18:16: Man kannte es sich auch, es war halt so die Pop- und Titzerwelt.
00:18:19: Es gab jede Menge Überschneidungen, das war auch das Geile an Chemnitz.
00:18:21: Auf der einen Seite Großstadt, auf der anderen Seite sehr provinziell.
00:18:24: Also und das ist das, was uns bis heute auch in Richtung Kulturabstatt und gehen kennen wir uns mittlerweile ungern auf Business-Veranstaltungen, weil du eigentlich die Fressen alle schon dreimal gesehen hast.
00:18:34: Aber da bin ich mal gespannt, wenn du das erste Mal bei der Überstunde bist, ob das auch so ist.
00:18:38: Äh, da bin ich auch sehr gespannt drüber.
00:18:39: Ich brauche bis erst mal so einen gewissen Abstand von Vernetzungstreffen, aber ich verspreche dir irgendwann erstmal dort.
00:18:44: Ja und kurz noch zu mir, ich habe da ein paar Jahre Kraftverkehr.
00:18:48: Fahrer hinter mir, hab dann in der Zeit trotzdem eine Punkband gehabt.
00:18:52: Wir haben weitere Konzerte veranstaltet.
00:18:53: Ich hab mal eine Zeitkonzerte veranstaltet.
00:18:55: Man hat auf Festivals gearbeitet.
00:18:56: Also ich bin in dieser Branche immer nah geblieben und mach das immer noch sehr gerne.
00:19:01: Ich bin eigentlich viel lieber Veranstalter als das, was ich dann klassisch in der Selbstständigkeit mit einem Reifenhandel bekommen habe.
00:19:08: Das wollt ihr mal wissen.
00:19:09: Genau.
00:19:10: ... zur Gummistiefel gekommen.
00:19:13: So heißt dir deine Reife
00:19:14: her.
00:19:14: Meine Brümer haben so was Gummistiefel, ja.
00:19:16: Ja, auch wieder, wie ich halt zu vielen Sachen komme.
00:19:19: Ich dann selber frage, was machst du dir eigentlich?
00:19:21: Ich war ja Kraftfahrer.
00:19:22: So, und irgendwann nach drei Jahren merkst du, du verblötest du nur dem Lenkrad, ne?
00:19:25: Es ist halt ein... Also, meine lieben Kraftfahrer gelegen, ich liebe euch alle und ihr macht einen tollen Job, aber es ist... Es ist auch ein sehr wichtiger Job, aber es ist für mich dann, ich hab mein Kind nicht aufwachsen sehen.
00:19:36: Ich hatte doch immer Heimweh in der Woche, ne?
00:19:37: Es war immer scheiße außerhalb zu sein und man hat dann irgendwie... Man führte so ein Einsiedlerleben und man verblötete irgendwann.
00:19:43: Also ich hatte das Gefühl, da zu verblöden.
00:19:45: Da habe ich gesagt, das kann jetzt auch nicht sein.
00:19:47: Das kann jetzt nicht, wenn ihr morgen aufwachen, um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um um.
00:20:08: Chef, weil ich wusste, der ist sehr sozial.
00:20:09: Da hab ich damals gefragt, ich sag, du, ich will dir mich weiterbilden.
00:20:12: Ich würde mal das mit dem Abi nochmal nachholen.
00:20:15: Also, das hatte ich ja damals geschmissen.
00:20:17: Und kann ich nicht irgendwie im Büro was machen, kann ich nicht mehr.
00:20:20: Und dann hab ich gesagt, klar, und kommst du in dieses Buch rein?
00:20:22: Dann hab ich als ziemlicher Jungesbund, mit zwanzig Jahren hab ich dann die alten Säcke disponiert, also aus der kalten Inhalte von Nichts, nur, dass man nichts lernen musste.
00:20:30: Und dann ist eine Kollegin schwanger geworden, die, und jetzt komme ich dazu.
00:20:33: Das Reifenlager dieser Spätition für einen, die haben im Prinzip ein Pufferlager für einen Reifengroßhändler gemacht.
00:20:38: Sie hatten Zehntausend Pkw-Reifen und nochmal so ein Hunderttausend Pkw-Reifen und Zehntausend Lkw-Reifen liegen, die für einen Großhändler im Prinzip haben, die die Logistik gemalt haben.
00:20:47: Plötzlich sollte ich das Lagerleiten mit sieben Leuten unter mir, die haben kommissioniert den ganzen Tag, dann musst du das immer zusammenstellen, hochschaffen zu dem Großhändler oder teilweise selber.
00:20:56: Ausliefern und das hat Spaß gemacht.
00:20:58: Das war geil.
00:20:59: Und du hast
00:20:59: nebenbei noch Abi gemacht?
00:21:00: Ich habe nebenbei noch Abi gemacht, genau.
00:21:02: Ich bin dann, also ich bin früh um vier aufgestanden, bin um fünf auf Arbeit gewesen, habe mein Zeug gemacht und bin dann, äh, sechzehn Uhr in Schule gegangen bis zwanzig Uhr.
00:21:10: Das waren die drei aller, aller härtesten Jahre in meinem Leben.
00:21:13: Wie?
00:21:14: Also jetzt ohne allen Punkern auf die Füße zu treten, auf die Springerstiefe.
00:21:18: Äh, warum?
00:21:20: Was war deine Motivation?
00:21:21: Warum?
00:21:23: Warst du bereit, das alles auf dich zu nehmen?
00:21:25: Ja, es ist jetzt blöd, wenn ich das verrat, weil dann würde das jeder für sich ausnutzen.
00:21:28: Aber immer, wenn zu mir jemand sagt, es geht nicht, versuche ich immer zu beweisen, dass es doch geht.
00:21:31: Und es ist ein wahre Kern drin.
00:21:33: Ich hatte es damals gestört, dass ich so demisch war, mein Appi geschmissen habe.
00:21:36: Das ist im Prinzip Zeit, heute bin ich dankbar, dass ich so gemacht habe, weil die Erfahrung nimmt mir keiner.
00:21:41: Aber ich hatte damals... Ich bin nie mit meinen Verwandten klargekommen.
00:21:45: Ich war immer schwarze Schaf.
00:21:46: Die haben mich immer nicht gemacht.
00:21:47: Und das waren alles irgendwie Akademiker.
00:21:49: Und da war ich immer der Arsch und schwarze Schaf der Familie.
00:21:52: Und die haben immer gesagt, wir haben es ja eh schon gewusst, aus dir wird nichts.
00:21:55: Und da habe ich gesagt,
00:21:56: das verwandt.
00:21:57: Ja, ja,
00:21:57: ich habe, also ich habe... Bis auf meine Mutter habe ich Kehnen und meine Schwester und so, also meine direkten Geschwister habe ich Kehnen, guten Draht zu meiner Verwandtschaft.
00:22:06: Eigentlich wollte ich es dir noch mal zeigen, Kramer hatte dann anders zugeschlagen, in Form von Krebs bei allen irgendwie, also die hatten irgendwie nicht so viel Glück, das wünschten wir jetzt.
00:22:13: okay, aber ich habe in der Zeit so viel Hass auf die gehabt, dass ich mich gefreut habe.
00:22:17: Und habe aber gesagt, naja, das Abi ist jetzt doch, das ist Scheiße, wenn sie eben angefangen hat.
00:22:21: Das musste irgendwie noch hinkriegen und vielleicht auch ein bisschen studieren nochmal, mal gucken, was so auf mich zukommt.
00:22:26: Ich habe halt keine Angst vor der Zukunft.
00:22:28: Das ist so eine positive Eigenschaft von mir.
00:22:31: Ich habe vor nichts Angst, außer von Krankwerden, aber ich habe keine Zukunftsängste.
00:22:35: Und da habe ich gesagt, das habe ich noch traurisch irgendwie noch.
00:22:37: Also wenn ich irgendwie weiterkommen will mit dem realen Schulabschluss, den ich mit einer Zwege gemacht habe und zwar mit Provoter durchgelaufen, ohne was zu investieren dafür, habe ich das gemacht und das war hart.
00:22:46: Das war echt hart, also machtend.
00:22:47: Also macht euer Abi gleich an der Abendschule mit einem Volltime-Trop ist echt schwierig, weil ich ja auch in dem Volltime-Trop zu dem Moment ja noch lernen musste.
00:22:55: Und es
00:22:55: ist ja Zentral-Abi.
00:22:58: Ich hab mich am Zentral-Abi gemacht, ja.
00:23:00: Also das gleiche Abi, was jeder im ersten Bildungsweg eben machen kann, ja, das war schon ohne.
00:23:05: Also Sport und so halt ich nicht.
00:23:06: Das gebe ich zu einem Künstlerziehung, das haben sie weglassen, aber Deutschmatte und so.
00:23:09: Ich hab dann Deutsch-Geschicht-Gleisenskurs gemacht.
00:23:12: Gott sei Dank und... Hier kam mir zu gut, dass ich Russisch machen musste.
00:23:16: Ich hatte eigentlich irgendwo unter siebten angefangen.
00:23:18: Bei uns haben die die Zeugnüsse einfach reingeschrieben, dass wir sechs Jahre eigentlich hatten, obwohl wir es gar nicht hatten.
00:23:22: Das war am Einigungsgetrag irgendwie so.
00:23:24: Steht bei mir sechs Jahre drin, stimmt aber nicht.
00:23:26: Das ist ja nachweislich falsch.
00:23:27: Und dadurch konnte ich aber englisch abwählen auf dem Gymnasium.
00:23:30: War der Einzige, der das getan hatte, weil ich dann mit Russisch auf dem Gymnasium wieder angefangen habe, weil, und das habe ich rostaktischen Gründen gemacht, weil wir beim Alphabet wieder angefangen haben und habe ich mir überlegt, okay, die drei Jahre, das kriegst du irgendwie hin.
00:23:41: Ich musste nur mit nur vier das Schuljahr beenden.
00:23:44: Und dann hatte ich meine zweite Fremdsprache, wie ich fürs Abhi braucht, war mega.
00:23:47: Habe ich wirklich mit A, B, W, G, D?
00:23:50: Habe ich wieder angefangen und hatte am ersten Jahr eine Eins, im zweiten Jahr eine Drei und hab dann genau um Abi die Vier grad so.
00:23:56: Also ich hab da auch geland mit Ressourcen orientiert.
00:23:59: Das Abi zum Mal hatten zwei Nuller Durchschnitt trotzdem noch geschafft.
00:24:02: Okay, das war schon gut.
00:24:05: Ich bin nicht ganz so auf dem Kopf gefallen, das passt schon.
00:24:07: Ich kapiere schon das.
00:24:08: Das wollte ich damit gar nicht sagen.
00:24:10: Aber
00:24:10: es war schon hart.
00:24:11: Das gebe ich zu.
00:24:13: Der Psychologe in mir sagt, eine hohe Leistungsmotivation.
00:24:16: Ja, also ich wollte das.
00:24:17: Und wenn man was will, kriegt man es irgendwie auch hin.
00:24:19: Dann hatte ich das Abi in der Tasche und irgendwie habe ich gedacht, es fühlt sich besser an, aber es war das Leben gegen irgendwie trotzdem weiter.
00:24:25: Und ich hatte dann zwischenzeitlich gemerkt, dass die bei dem reifen Großhändler ... ...doppelt verdient haben als das, was ich in der Spendition hatte.
00:24:33: Das war also meine erste Stunde und mal sechs Euro vier übrigens, ne?
00:24:36: Also das war schon auch witzig.
00:24:37: Und ja, da hab ich ein paar Testballons dort hochgeschickt und bin dann auch von denen übernommen worden.
00:24:43: Hab dann dort als Verkäufer für LKW Reifen angefangen und wollte nebenbei eigentlich auf Lehramt studieren, weil ich auch Lehrerokul fand.
00:24:50: Lücklich.
00:24:50: Fand ich cool.
00:24:52: War aber der Nummer aus.
00:24:53: Klaus ist so hart und ich hab da hab ich dann noch keine Ahnung, aber kam der Realist immer tot und ... Also bin ich viel zu neugierig.
00:24:58: und dann habe ich mich so als alter Verknücher der Lehre gesehen, vielleicht.
00:25:01: Ja, und hab dann trotzdem gedacht, mach's was Praktisches, studierst mal ein Semester an der Fern-Uni-BWL, hab das auch gemacht, ihr ein Semester studiert, um zu merken, dass das definitiv spellig freigeste ist, als wenn wir machen können.
00:25:11: Also, die Zahlenkombination ist, das liegt nur gar nicht.
00:25:14: Ja, und dann hat mir diese Reifenwert aber gefallen.
00:25:16: Tatsächlich.
00:25:17: Das war mega.
00:25:18: Das ist so eine ganz komische, eigenartige Welt, in der ich mich aber sofort vorgefühlt habe und hab.
00:25:23: dann bin dann dort über den Großhändler wieder an einen Großhändler, der an den so genannten Parallelmarkt bedient.
00:25:30: Es gibt so Wege, über die Industrie Reifen in den Markt zu schleusen, über Euromaster, Vergelst und WDS, wie sie alle heißen, werde alle kennen.
00:25:37: Und dann gibt es aber auch noch so eine ... Wir reden jetzt nur noch über LKW-Reifen.
00:25:40: Ich bin dann für LKW-Reifen zuständig gewesen und gibt es eben einen Markt?
00:25:43: auch der in Europa wie an der Börse immer Überkapazitäten aufkauft.
00:25:47: Eigentlich wie so ein Schnäppchenjäger.
00:25:50: Und das hat mich auch überfasziniert, dass es noch so eine Welt neben dem regulären Weg gibt.
00:25:55: Und da habe ich mich über das interessiert und dann ließ es auch nicht lange auf sich warten.
00:25:59: Da hat mich dann diese Firma angeschrieben, ob ich nicht bei denen als Verkäufer als selbstständiger Handelsvertreter einsteigen möchte.
00:26:05: und das habe ich gemacht.
00:26:06: und dann bin ich ein paar Jahre mit meinem Auto quer durch die DDR gefahren.
00:26:10: Es war ein Kaufgebiet Ost und habe jeden Reifenhändler, der mit LKW-Reifen handel, LKW-Reifen zu tun hatte, LKW-Reifen verkaufen.
00:26:17: Das hat mir übelst Spaß gemacht.
00:26:19: Der war dann nichts mehr mit Studierenden so zwar.
00:26:20: Er hat gefetzt, weil ich bin im Fünfo BMW unterwegs gewesen und hatte meine Raster schon.
00:26:24: Am Anfang kommst du zu einem Chef von der Euro-Master, kommst rein, der hätt ich natürlich total bescheuert und denkt, dass du nichts kannst.
00:26:29: Wenn du aber nach drei Sätzen dem klar machst, dass du schon weißt, von was du redest, bleibst du in Erinnerung.
00:26:34: Das habe ich damals gar nicht bewusst eingesetzt.
00:26:36: Das ist mir jetzt erst bewusst gewohnt.
00:26:37: Wir wurden in der Vergangenheit, weil für mich waren wir in der Haare normal.
00:26:40: Da war ich relativ erfolgreich und das mache ich auch heute noch.
00:26:43: Ich mache das tatsächlich heute noch, weil es mir einfach Spaß macht, weil mir das fetzt.
00:26:46: Und reifen verkaufen.
00:26:47: Genau.
00:26:47: Und nebenbei habe ich dann gesagt, wenn ich aber an der Quelle des Großhandels sitze.
00:26:51: macht es ja auch Sinn, noch ein Rufgeschäft zu machen, weil billiger als ich, kann kein anderer Händler die Reifen einkaufen.
00:26:56: Ich sitze an der Quelle, schläge also sofort die Strömungen mit.
00:26:59: und durch mein Job im Außendienst, habe ich natürlich bei allen anderen Reifenhändlern auch immer gucken können, was die so machen, was die gut machen, was die schlecht machen und das kann ich dann alles bei mir probieren, einsetzen, austauschen, machen.
00:27:08: und ja, dann... hab ich mittlerweile, also ich hatte zwischendurch da an zwölf Angestellte, da war ein relativ großer Reifenhandel, hab das jetzt wieder ein bisschen nach unten reduziert, weil ich mich reinweg auf das Lkw-Geschäft konzentrieren will, weil das einfach, mir geht dieses Pkw, ich brauche für meinen Fünfer-Golf Alufelgen und traut mich mal zwei Stunden und dann geh ich um Internet kaufen, das nervt mich halt einfach und ich mag dieses Lkw-Geschäft, weil das zu dem, als ich sonst mach, so was geerdetes ist.
00:27:32: Du hast halt Spediteure, das sind meistens recht einfache Menschen, ohne das jetzt irgendwie zu werden und... Da machst du zweimal im Jahr, gehst da halt mal mit ihnen trinken, gehst was essen, machst dein Business, dann läuft das durchs ganze Jahr und du musst eigentlich dafür sorgen, dass die Ruhe haben, dass die im Problem abgewälzt haben und das liefert eigentlich viele Jahre sehr erfolgreich.
00:27:51: Jetzt hatte ich aber auch mal das Bequiesenjahre, also ich hatte auch schon mal, also ich weiß auch wie es mal ist, wenn es dann schlecht ist, wenn man sich mal an die Syrische um sein Laden kümmert und wenn man... Das
00:27:59: war ein
00:27:59: Friedensfahrt.
00:28:03: Man ist immer selber schuld.
00:28:04: Wenn man die Weichenrechtseite stellt.
00:28:05: Ich hätte jetzt gedacht, die werden gefühlt immer mehr Lkw.
00:28:11: Also eigentlich, der LKW-Verkehr von deutschen Spätetouren wird immer weniger, also der Markt wird immer geringer, die was zunimmt sind ausländische LKWs, die Fahrten übernehmen, aber auch das geht gerade zurück, weil die Wirtschaft echt spechelt, das produzierende Gewerbe geht massiv zurück.
00:28:26: und ich merke das mal bei meinen Kunden, ich habe so einen gleichen Kundenstamm, nur die haben die Anzahl der LKWs hat sich verringert, also wo die früher fifteen LKWs haben, haben sie jetzt noch zehn und wo sie früher fünf haben, haben sie jetzt noch dreißig.
00:28:35: und das merkst du halt auch in deinen Umsätzen.
00:28:37: und die Lohnkosten sind extrem explodierend, das sind die Nebenkosten extrem... Und das habe ich mir zeitlich genug auf dem Schirm gehabt, weil ich mich in anderen Sachen eben mehr gekümmert habe.
00:28:46: und dann hast du irgendwann die Kündung.
00:28:47: Und jetzt haben wir ein Jahr wieder richtig Gas gegeben und haben es wieder ins Lot gekriegt, weil ich will das Geschäft noch behalten.
00:28:53: Das macht mir echt Spaß.
00:28:55: Ich sitze über den Chemnitz ausgestrahlt, ne?
00:28:57: Ich sitze lieber beim Kranwalter, essen mit dem Eierschecken, trinken Kaffee dazu und quatsche halt auch mal über die Romark, Preise für den Gummi oder über Schütku oder über Autobahnbau.
00:29:05: Das ist halt unwahrscheinlich spannend, weil das ja trotzdem... Das sind ja Geschichten, die das Leben zuschauen.
00:29:11: Heute ist Sachsen-Guss.
00:29:12: Sachsen-Guss, ja.
00:29:13: Das kenne ich auch, ja.
00:29:14: Es fahren viele späte Dörre für den.
00:29:16: Das
00:29:16: ist auch was dir an Energie.
00:29:19: Also dass die inzwischen den Schichtbetrieb nach den Energiepreisen ausrichten, weil die halt ihre Öfen mit Strom.
00:29:29: Aber
00:29:29: was ist das?
00:29:31: Dieser Spruch Notmacht erfinderisch, kann man ja auch übersetzen in Notmacht Innovation.
00:29:38: Und das ist halt auch ein Ding, wo ich immer sage, man ist trotzdem selber dran schuld.
00:29:43: Klar sind die Rahmenbedingungen hier von Unternehmen gerade scheiße, aber trotzdem hat man immer irgendwie eine Möglichkeit, was zu tun, ist der Meinung.
00:29:50: Und selbst wenn man es mal verreist in Israel, kriegt man einen Firmenkredit erst, wenn man drei Firmen in den Sand gesetzt hat.
00:29:57: Das ist jetzt nicht mein Ziel.
00:29:58: Aber was wollen die da mit den Leuten suggerieren?
00:30:02: Du musst auch mal aus einer Käse des Schreus kämpfen.
00:30:05: Oder dein Eigenkapital erst mal vernichten.
00:30:10: Ja, aber das war, also nebenbei ging halt der Wahnsinn mit dem European Peace Rate los.
00:30:15: Und wie ist es dazu gekommen?
00:30:17: Weißt du es noch?
00:30:17: Ja,
00:30:18: sehr genau.
00:30:19: Neben dem ganzen Studium, Reifen, war es ja trotzdem immer unter Kulturbubble in Chemnitz unterwegs.
00:30:28: Lampen wir ja trotzdem relativ über die Stadt, über die Kultur.
00:30:31: Wir waren auch immer die Subkulturen, wir waren immer die mit den Stinkefingern.
00:30:33: Auch wenn es viele nicht glauben.
00:30:35: Aber jetzt hat im Konzertbetrieb keine Kulturverdruhung bekommen.
00:30:38: Das war immer marktwirtschaftlich, der größte Zeckenschub.
00:30:41: Er hat sein Geld selber verdient.
00:30:44: Also im Musikbereich, ne?
00:30:45: Im Sozialarbeiterbereich, da ist klar, das geht nicht ohne staatliche Hilfe.
00:30:49: Und ich habe das Thema Kulturabschad am Anfang.
00:30:51: Wie jeder aus der Subkultur.
00:30:53: Eben, hey.
00:30:54: Braucht keine Sau.
00:30:56: Wir haben damals schon die Museen alle kritisch gesehen, dafür können ich mich heute in den Arsch beißen, weil das eben zu einer Froschperspektive ist, aus der man mal rausgehen muss.
00:31:03: Ich bin heilfroh über alle Museen, die wir haben, über alle Sammlungen.
00:31:05: Es sind so teile Häuser, aber so weit für uns Hochkultur.
00:31:07: Da haben wir drauf gespuckt, das ging uns auf den Sack.
00:31:09: Hat mit uns Punkern, wir waren die Ethik-Würsten.
00:31:12: Ungefähr hat sich das angeführt, wenn wir von Chemnitz zum Kultursprach.
00:31:16: Ich habe im ersten Moment angefangen, darüber nachzunehmen, als wir Drehsten rausgekickt haben.
00:31:21: Da habe ich gesagt, warte mal, wir haben jetzt Drehsten rausgekickt.
00:31:23: Unsere geile Stadt, die haben die Frauenkörche aufgebaut, die sieht schön aus, ich komme da her.
00:31:27: Kultur gibt es doch gar nicht.
00:31:28: Da habe ich mich angefangen, mit dem Prozess erst einmal zu beschäftigen.
00:31:31: Und dort habe ich gedacht, naja, eigentlich ist es ja ganz anders.
00:31:33: Eigentlich wollen die ja genau so eine Standel, die uns... um Kulturabstatt zu machen.
00:31:37: und dann bräuchte ich plötzlich sehr begeistert mit dem ganzen Thema.
00:31:41: Parallel habe ich aber damals, ich war mal sehr dick, bin schon jetzt wieder, aber zwischendurch habe ich mal mit einem Kunden von mir eine Wette gemacht, das ist beim Heavy-Vierundzwanzig, beim größten Mountain-Bike-Rennen mitgefahren.
00:31:50: Ich verkürze das jetzt ganz sehr, aus der Wette ist dann gewohnt ein Fortschkilo abnehmen und immer Top-Ten im Zweierteam im Heavy gefahren.
00:31:58: Also ich bin dort in diese Mountain-Bike-Rennenrad-Batte reingekommen und dort haben wir dann auch nebenbei noch eine Firma gegründet, wir hatten ja nichts zu tun und haben die neunte sich fit vorbei, gibt es auch heute noch und haben dort ein eigenes Mountain-Bike-Team gehabt.
00:32:10: haben wir ein bisschen zwischen den ganzen Veranstaltern, haben wir ein bisschen Netzwerkarbeit betrieben und haben versucht, ein bisschen Community aufzubauen, haben die Mittwochsrunden entwickelt, die es heute noch gibt, wo bis zu siebzig Radfahrer uns anschließen, mit uns Radfahren und haben natürlich dort probiert, ein eigenes Business-Kiss draus zu machen.
00:32:25: Wir wollten schlussendlich im Erzgebirge eine Radvermietung installieren und zwar eine flächendeckende.
00:32:30: Das gibt es nämlich nicht.
00:32:31: Aber wenn wir einfach radig nehmen, die Idee ist nämlich jetzt wieder am Kischeln.
00:32:34: Fakt ist, es kam Corona.
00:32:36: Ja und da kein Radhersteller könnte uns Räder zur Verfügung herstellen und die U-Tails wollten alle nicht mit uns reden, weil sie keine Gäste hatten.
00:32:42: Also bist du in dem Moment zwar nicht in den Loch gefallen, weil ich hatte ja meinen Räfendienst, mein Kollege hatte seine Spätition, Fahrradfahren konnte man derzeit ja immer noch, aber ich habe damals gemerkt, dass wir eine sehr, sehr, sehr große Sportbappel in Chemnitz haben.
00:32:53: Also wir haben sehr viele sportinteressierte Menschen und Chemnitz definiert sich auch sehr über Sport.
00:32:57: Also Michael Baller, Katharina Wittin.
00:33:00: unser Sportgymnasium.
00:33:01: Das ist ein großer Bevölkerungsanteil.
00:33:04: Und ich hatte den Eindruck, meine Mutti ist zwar gebürtiger Meisnerin, hat in Radebeul gelebt, ist aber dann nach Karl-Marx-Stadt gezogen, ist genauso wie ich.
00:33:11: Mir bleiben ja Hengens, so unsere Stadt.
00:33:13: Mir gehen ja nie wieder weg.
00:33:14: Die ist für mich gerade mehr so verkennt.
00:33:17: Ah, wenn die Mutti nicht weiß, dass wir uns bewerben zum Thema Kulturabstatt und die Themen inhaltlich nicht kennt, läuft ja irgens falsch.
00:33:24: Und zwar in der Kommunikation.
00:33:25: Die Kommunikation hatte damals nicht ohne Grund, in dem Moment die CWE von der alten Bürgermeisterin übertragen bekommen, die kennen unsere Wirtschaftsförderung, hat es übertragen bekommen, weil dies als erste Mal richtig verstanden haben in die Kommunikation mit dem geilen Themen der Kulturabstatt.
00:33:38: Das ist in des Bitbuck, das war ja alles toll.
00:33:39: Die Ideen von Ulf Kayscheid und das ganze Drumherum war ja toll.
00:33:42: Es hat noch keiner irgendwie geschafft, das mal jemanden zu erzählen.
00:33:44: Und genau in das Loch bin ich reingelogen.
00:33:47: Ich bin Susir und Ule damals bei einer Veranstaltung, das weiß ich noch.
00:33:50: Heute ist es die Fabrik, früher war das hier das täusche Gebäude.
00:33:55: Die sind an den Tag seine Firma Edox, genau.
00:33:59: Und die haben wir immer
00:34:00: so...
00:34:00: Ja, die haben wir in das Business Village da... Wir
00:34:03: sind doch gerade... Ja,
00:34:03: da sind wir gerade.
00:34:04: Und da habe ich Søren getroffen, Søren ist ein cooler Typ, hört zur dritte Wahl und zählt das Karlensuppankbinds an.
00:34:09: Was
00:34:09: verrückt ist, weil er ja diese Bundeswehr...
00:34:12: Ja, das war generell, ne?
00:34:13: Sogar, glaube ich.
00:34:14: Generell
00:34:15: nicht.
00:34:15: Ich glaube, der war generell.
00:34:17: Ich glaube, der war... Das ist generell
00:34:18: nicht das Größte, was es gibt.
00:34:19: Generell nicht.
00:34:20: Wie ist es auf der Spezialschuldigung?
00:34:22: Generell.
00:34:23: Generell, ja.
00:34:25: Na ja, auf jeden Fall bin ich zu ihm in der Anxaktion.
00:34:27: Pass mal auf, wollen wir nicht mal irgendwas mit dem Sport machen, dass wir irgendwie durch eine Aktion, vielleicht mal das Thema Kulturabstatt noch mal anderen Leuten erzählen, weil unsere Sportler, die würden das gerne allen erzählen in der Welt.
00:34:37: Und ich wusste nicht, was für eine Diode ist da ein Rente.
00:34:40: Und er sagt, der sagte damals, ja, lass uns was machen.
00:34:44: Irgendwas, irgendwas Dämisches.
00:34:45: und da haben wir dann abends uns mutterisch betrunken am Ufer Strand.
00:34:48: und da haben wir überlegt, wir tun die Friedensfahrt, wie wir uns Leben rufen.
00:34:51: Das war so der Skredo, so bin ich abends ins Bett gegangen, im nächsten Frühjahr natürlich, wie es nach so einem Vollrausch ist.
00:34:56: Ich hätte das Verrückte finde.
00:34:57: Diese Idee habt ihr, ihr habt die Rechte an der Friedensfahrt.
00:35:00: Ja.
00:35:00: Ihr seid die Einzigen, die Friedensfahrt das nennen dürfen?
00:35:03: Also wir dürfen, Kostela País dürfen ja in fünf Ländern nicht verwenden, da haben die Chesschen noch ein Recht drauf.
00:35:10: Das ist in Frankreich, Belgien, Chesschen, Polen und glaube noch irgendeinem Fahrrad verrückten Land, aber nur auf das Thema Kostela País in Verbindung mit dieser Friedensdaube.
00:35:18: Das sind aber die einzigen Rechte, die die haben.
00:35:19: Ansonsten internationale Friedensfahrt, European Peace Trade und Kostela País.
00:35:23: in allen anderen europäischen Ländern haben wir uns damals gesichert, weil... Die Tschechen es vergessen hatten zu verlängern und die Rechte ausgelaufen sind.
00:35:32: Und deswegen konnten wir damals für sehr wenig Geld uns diese Rechte schon.
00:35:35: Es ist sehr spannend, ja.
00:35:36: Ja,
00:35:37: Frinsfahrt
00:35:39: zu haben.
00:35:40: Das ist schon was Gutes, ja.
00:35:41: Ja, und was ich nicht wusste, dass der Sohn wusste, dass in dem Bitbook... Gab's ein Projekt, das nannte sich European Peace Rate, tatsächlich.
00:35:48: Und das sollte eine gemeinschaftliche Ausfahrt von Pilzen nach Chemnitz mit Fahrrad begeisterten Menschen sein.
00:35:54: So war der Ursprungsgedanke.
00:35:55: Und das ist ein Projekt, was ich so rein ... Das ist nicht zündelig gewesen, gar nichts.
00:36:00: Das haben die auch ... So ein Bewerbungsbuch schreibt man ja auch, ums zu gewinnen, muss man ja ehrlich sagen.
00:36:05: Stefan Schmittre sagt, normalerweise läuft's anders.
00:36:08: Vielleicht
00:36:09: schon Quatsch.
00:36:09: Aber bei uns war's so ... Da stand ja auch ein Heartbeat Festival, was eine Parodie auf ein ... Auf dem anderes Festival, was es in der Stadt geben sollte, war also sehr Quatsch.
00:36:19: Auch diese Fahrt war mit nichts hinterlegt, weil Veranstalter war Polizeisportverein und der Stadtsportbund kennnet.
00:36:24: Und beide Protagonisten wussten gar nichts davon, dass die da drin stehen.
00:36:28: Und wir zu dem Zeitpunkt aber auch nicht.
00:36:29: Also uns durfte das der Söhren noch nicht verraten, weil das Buch noch nicht veröffentlicht war.
00:36:32: Hat aber durch gezielte Taktik halt auch uns in die Richtung gedrückt.
00:36:35: Und wir wussten nichts von unserem Glück.
00:36:37: Und da ist es halt entstanden, die Idee dieses Bewerbungsbuch dieses Bitbook wird mit einer Fahrradaktion nach Berlin zu fahren und das ganze zu Corona-Zeiten, also wir könnten es nicht groß aufpimpfen, das müsste eine Gehörreaktion sein.
00:36:48: Da haben wir uns halt ein Setting überlegt, wie wir das machen können, weil einfach mit einem Rennrad nach Berlin fahren.
00:36:51: Mit Verlaub, auch wenn ich jetzt nicht so aussehe, ist aber jetzt nicht spektakulär, das sind zu zweieinhalb Kilometer.
00:36:56: das schaffte geübte Rennrad in den Rennrad in den Berliner Ringels.
00:36:58: Also ich käme jetzt Pots.
00:36:59: dann, habe ich früher öfter mal mit der Rennrad in den Rennrad in den Rennrad in den Rennrad
00:37:02: in den Rennrad in den Rennrad in den Rennrad in den Rennrad in den Rennrad
00:37:05: in den Rennrad in den Rennrad in den Rennrad in den Rennrad in den Rennrad in den Rennrad in.
00:37:09: da waren es zweihundert Kilometer sogar bloß, aber bin ich wirklich gerade runtergefahren.
00:37:12: Naja, da haben wir uns gesagt, wir malen uns ein C in die Landkarte, wir lassen uns tracken, wir fahren ein C ab und als wir das C ausgelegt haben, haben wir gesehen, dass Nuremberg-Kano, Verhildersheim und Magdeburg zuwälsch auf dem C liegen.
00:37:22: Und da war die Idee natürlich noch umso geiler.
00:37:24: Ja, und das sind wir kurz um, tausend, zwehundert Kilometer und achtundvierzig Stunden gefahren und haben das Bewerbungsbuch nach Berlin gefahren.
00:37:31: Und das Ganze haben wir natürlich medial aufgeblasen.
00:37:33: Ja, also ich nicht, das war's im Auto.
00:37:37: Wir mussten alle vierhundert Kilometer mindestens fahren und dann haben wir gewechselt.
00:37:45: Wir haben Teams gebildet und sind das in achtundvierzig Stunden, aber komplett haben wir das durchgezogen, das Ding.
00:37:49: Und die Chemnitzer konnten dann an der Landkarte verfolgen, wie das C gewachsen ist.
00:37:52: Und damals war ich auch das erste Mal sehr, sehr überzeugt von der Stadt Chemnitz, weil auch die Barbara Ludwig war.
00:37:58: für mich, also die hat das ja im Prinzip ... Angeleiert, also die Wahlen an, dass sie offen war, was das anging.
00:38:03: Aber die Kombination Ludwig Ule war schon auch geil.
00:38:06: Weil der Ule sagt, wir machen das am Brandenburger Tor.
00:38:09: Und er hat gesagt, ihr kriegt mir deine Genehmigung.
00:38:11: Und dann sagt der Ule, jetzt schaff ich schon, wie er halt so war.
00:38:13: Ich hatte mich dann mit Leuten in Berlinur halten, die haben gesagt, niemals, du musst doch schon der deutsche Nationalmannschaft sein oder das CDF, diese Kulisse geben, die ihn einfach so her.
00:38:21: Zumal wir nicht wissen, was es ist.
00:38:24: Der Uli hat immer gesagt, kriege ich hin, kriege ich hin.
00:38:26: Und dann hat er gesagt, er richtet euch trotzdem mal darauf ein, dass er dann direkt zu dieser europäischen Kommission, vielleicht kriegt man es doch nicht ganz so hin.
00:38:32: Also der hat wirklich keinen, da bis Samstag Mittag haben wir nicht gewusst, wo wir hinfahren.
00:38:38: Und es war aber auch egal.
00:38:39: Also wir hatten genug Spaß auf der Strecke.
00:38:41: Könnte da Bücher drüber schreiben, was auf der Strecke alles passiert ist.
00:38:44: Nur eine kleine Anekdote.
00:38:45: Die Barbara Ludwig hatte zwischendurch Angst, dass wir auch.
00:38:47: durch die Städte durchfahren und arrogant wirken mit dieser Aktion.
00:38:50: Und die hat eine Woche vorher gesagt, wir sehen die Strecke im Plan.
00:38:53: Dann hat das Jörg gesagt, ihr müsst Jörg ins erste Mal eingeknickt vor der Bürgermeisterin.
00:38:56: Da muss er es richtig geschärbelt haben.
00:38:59: Dann sagt er zu mir, ihr müsst da unterhalb von Hannover.
00:39:02: und ich sage, Jörg, guckt dir meine Deutschlandkarte an, ob ich in den Südlösen wirklich fahre.
00:39:07: Das wird immer so aussehen, dass fahre ich durch die Stadt durch.
00:39:09: Also muss man es sehr anders rum über Bullen legen.
00:39:11: Ich sage, das macht keinen Sinn.
00:39:13: Oh ja, müsst ihr machen, müsst ihr machen.
00:39:14: Und dann gesagt, ja, mach mal.
00:39:15: Mach mal, alles klar.
00:39:18: Dann sind wir durch Stürmberg durchgefahren in Thursch, da gab es einen Schuss.
00:39:21: Dann ruf mich nachts da über Ule ein, wo wir gerade Richtung Hannover unterwegs waren.
00:39:26: Winter, ich saß das jetzt noch einmal.
00:39:28: Ihr fahrt definitiv nicht durch den Hannover-Dos, sonst gibt's hier Tute.
00:39:31: Ich sag, ja, sie wollen alles klauen.
00:39:33: In dem Moment kommt der Hannover-Fahrerneite.
00:39:35: Das war das Eingangsschild an mir vorbei gefahren.
00:39:37: Also es ging, ging einfach gar nicht.
00:39:39: Und ich hatte da auch keine Angst, was würden wir machen.
00:39:42: Und weißt du, Höhle, vierzehn Uhr Samstag?
00:39:44: Und irgendwann, es ist ja Sonntag erst angekommen.
00:39:47: Irgendwann in der Nacht sagt er, ja, es geht ans Brandenburger Doe.
00:39:49: Wir sind das gemacht.
00:39:51: Ja, was ich vergessen habe, dass es ja in Deutschland Demonstrationsrecht gibt und Demonstrationsrecht steht vor Versammlungsrecht.
00:39:57: An dem Tag ist dort nichts.
00:40:00: nur für andere Demonstrationen, wie in Berlin halt üblich.
00:40:03: Und da habe ich eine Demonstration angemeldet.
00:40:05: Und für den Väteranteil von der Demonstration darf ich auch eine Bühne aufbauen.
00:40:08: Da haben Sie mir erlaubt.
00:40:08: Der Ministerpräsident hat es dann zwischendurch abgesagt, weil er gesagt hat, das verstehe ich auch, ne, weil er gesagt hat, wenn es eine offizielle Veranstaltung ist, kann ich das irgendwie protokollarisch klarmachen.
00:40:15: Ich kann aber nicht zu euch kommen, wenn ich eine Demonstration angemeldet habe.
00:40:18: Und da haben wir gesagt, gut, wir verzichten auf dem MP, aber der Effekt ist es uns wert.
00:40:21: Und das war dann auch cool so.
00:40:22: Und dann haben wir dieses Buch offiziell auf der Bühne vom Brandenburg-Gutro bei Streien und Sandscheiden, das sind die Straße des siebzehn Juni.
00:40:29: war überhaupt nichts abgesperrt, gar nichts, die Polizei hat mitgespielt, die hat sich kalt totgelacht, zwei Leute dort, Jan Kummer stand auf der Bühne und hat eine Rede gehalten, über nichts, wirklich über nichts.
00:40:38: Ich, nach achtundvierzig Stunden, voll wach, zwei Bier getrunken, schon völlig besoffen, ich krieg ja das Telefon in der Hand gedrückt von der DPA und musste Interviews geben, das ist das erste Mal mehr neben Interviews geben, ne?
00:40:48: Und das war... Die Geburtstunde.
00:40:49: Und dort haben wir dann, mit dieser Aktion haben wir.
00:40:51: mit der Aktion haben wir.
00:40:52: mit der Aktion haben wir.
00:40:53: mit der Aktion haben wir.
00:40:54: mit der Aktion haben wir.
00:40:55: mit der Aktion haben wir.
00:40:56: mit der Aktion haben wir.
00:40:57: mit der Aktion haben wir mit der Aktion haben wir mit der Aktion haben wir.
00:40:59: mit der Aktion haben wir.
00:41:00: mit der Aktion haben wir.
00:41:01: mit der Aktion haben wir.
00:41:02: mit der Aktion haben wir.
00:41:03: mit der Aktion haben wir.
00:41:04: mit der Aktion haben wir.
00:41:05: mit der Aktion haben wir.
00:41:06: mit der Aktion haben wir.
00:41:07: mit der Aktion haben wir.
00:41:08: mit der Aktion haben wir mit der Aktion haben wir.
00:41:09: mit der Aktion haben wir.
00:41:10: mit der Aktion haben wir mit der Aktion haben wir mit der Aktion
00:41:12: haben wir mit der Aktion haben wir mit der Aktion haben wir mit der Aktion haben wir mit der Aktion haben wir mit der Aktion haben wir mit der Aktion haben wir mit der Aktion haben wir mit der Aktion haben wir mit der Aktion haben wir mit der Aktion haben wir mit der hat, weil das eine internationale Kurifilie ist.
00:41:22: Ich kann die noch nicht.
00:41:23: Da ist ja eine Ausholung von Eiweyweyen so beteiligt gewesen und er konnte aber im Erzgebirge, er konnte damit den stinkischen Erzgebirgern, kommst in den ins Geschäft, wenn du von dieser Höhe halt kommst.
00:41:32: Deswegen hat er clevererweise gesagt, ah das ist klein gemacht als er ist und das ist eine Riesen-Nur der Ochst.
00:41:37: Ochse?
00:41:38: Keine Frage, ne?
00:41:38: Aber ein sehr sympathischer Ochse.
00:41:40: Und Sabrina Zodowski ist unsere in den Landen vom Ballett, vom Chemnitzer Ballett.
00:41:44: Und es gab immer so mehrere Gruppen, die dann vor diesem internationalen Jury mussten die halt sprechen.
00:41:50: Jetzt kam es wieder, ne?
00:41:51: Mein Englisch war ja der Yellow from the Egg.
00:41:54: Yes, in Englisch.
00:41:55: We must speak in Englisch vor der internationalen Jury.
00:41:57: Ja, und ich meine Fahrradklamotte dort, also ich war dann nur noch mal sehr aufgeregt, weil da fühlte ich es das erste Mal richtig krasse Verantwortung auf meinen Schultern, weil wir in der Jury-Visit... gegangen wäre, da nimmt sich das ja selber trotzdem ein bisschen an.
00:42:09: Ja, ich denke, wir waren mit dieser Aktion natürlich nicht verantwortlich für den Kulturabstatt.
00:42:15: Titel.
00:42:15: Das haben viele, viele andere vorher vorbereit.
00:42:17: Es gehörte viel, viel mehr dazu.
00:42:18: Aber ich glaube, dass wir zum Schluss noch mal dieser Eyecatcher waren, der dann noch mal auf eine andere Ebene geworben hatte.
00:42:24: Und deswegen sage ich heute noch mit Stolz, wir sind also auch mit beteiligt gewesen am Titel.
00:42:28: Ja, und dann haben wir gesagt, ne gut, jetzt gibt's das Projekt.
00:42:31: Projekt Nr.
00:42:32: fifty war das, glaube ich, ein bisschen.
00:42:33: So, kann man nachlesen.
00:42:34: Da habe ich mal einen Polizeisportverein angerufen und einen Stadtsportbund kennengelernt.
00:42:37: Die wussten, wie gesagt, gar nichts davon.
00:42:39: Habe ich gesagt, kann ich das machen?
00:42:40: Ich glaube, wir haben gar keine Leid und Lust, das zu tun.
00:42:43: Und dann haben wir gesagt, Jetzt legen wir los und jetzt müssen wir für das Jahr zwanzig, zwanzig, irgendwas machen, wo wir mal schon üben können.
00:42:49: Wann war die erste Friedensfahrt?
00:42:51: Die
00:42:51: war jetzt noch in achtundviertig zwischen... zwischen Marschau und Rack.
00:42:56: Deine Mission?
00:42:57: Die erste offizielle Friedensfahrt, also wir sind glaube ich jetzt fünfmal gefahren, also muss es zwanzig gewesen sein.
00:43:04: Ich muss mal kurz durchziehen in meinem Kopf.
00:43:06: Das erste Mal kennen wir jetzt Prag, dann sind wir schon in Protzlaff gestartet, da sind wir in Görlitz gestartet.
00:43:11: Dann sind wir in Bad Ischlik gestartet und jetzt in Pasaul.
00:43:16: Also, im Jahr zwanzig war dann die erste, ne, jetzt wurde es in den Jahr zwanzig, genau.
00:43:20: Einundzwanzig, zwanzig, zwanzig, drehundzwanzig, vierhundzwanzig, fünfhünft, fünfhünft, genau.
00:43:23: Einundzwanzig war die erste, da sind wir von Chemnitz nach Prag gefahren und wieder zurück von Prag nach Chemnitz.
00:43:29: Über eine andere Strecke, Abo.
00:43:30: Und jetzt... Versuchen wir ein bisschen die Dimension zu erklären, was passiert da?
00:43:35: Also,
00:43:35: wir fahren zweihundertfünfzig Radfahrer in einem geschlossenen Pelettong mit einem achtenzwanziger Schnitt über zweihundert Kilometer pro Etappe an drei aufeinander folgenden Tagen von einem Startort in die Stadt Chemnitz zum Zielort.
00:43:47: Und das, was uns von einem Radsport-Rennsport-Event unterscheidet ist, dass wir eben kein Mann, also wir fahren nicht gegeneinander, sondern wir fahren alle miteinander.
00:43:55: Wir selektieren vorher die Fahrernfahrerinnen aus, dass die auch möglichst in der Lage sind, das zu schaffen.
00:43:59: Und die Geschichte ist, dass wir im Prinzip nicht... Ich muss den Sport zelebrieren als Brücke zwischen Sportkultur und Wirtschaft, sondern dass wir auch dieses Gemeinschaftsgefühl ausprägen.
00:44:09: und die Sportler symbolisieren im Prinzip für uns diesen europäischen Gedanke der Verbindung.
00:44:14: Also uns jetzt mal so ein bisschen Marketing-Speech gemeinsam verbinden, das erfahren.
00:44:19: Das war am Anfang eine reinweg sportliche Veranstaltung und das hat sich komplett gekippt, was es auch sollte in eine sportlich-kulturell-politische Veranstaltung.
00:44:26: und politisch jetzt nicht im Sinne von... weiß, dass du das Frieden wehrhaft sein musst.
00:44:33: Also, wir sind ja noch nicht an diesen postkommunistischen Gedanken der alten Friedensfahrt, aber eben Frieden ist ja auch schon ein sehr politischer Begriff.
00:44:39: Und der eigentliche EPR hat mit dieser Radfahrt aber gar nicht mehr für mich zu tun.
00:44:44: Die Radfahrer sind wichtig, die sind für mich ein Element.
00:44:47: die die Brücke zum Sport herstellen.
00:44:48: Das eigeneste sind die Begegnungen, die überall stattfinden.
00:44:51: Also wir haben an jedem Start, Ziel und Etappenort und an den Verpflegungsstationen haben wir kulturelle Events, wo Leute im Prinzip aufeinander Zug kommen, wo die zusammen feiern, wo es zusammen entweder politisch, wirtschaftlich oder kulturelles Veranstehungen gibt.
00:45:04: Wir haben einen Reisen mit dem Zug zu den Startorten an.
00:45:06: Da drin findet ein Wirtschaftszialog statt in dem Zug, der hochkarätisch besetzt ist und wir arbeiten natürlich immer wieder mit neuen Behörden, Politikern, Wirtenträgern bzw.
00:45:15: Bürgermeistern.
00:45:16: dann in Otenburg durchfahren.
00:45:17: Ganzjährig zusammen, dadurch entsteht so eine riesige Community gerade, und ich behaupte immer noch, und es ist ja kein Geheimnis, dass ich der größte Kulturabstatt-Fan bin, den es überhaupt gibt, aber die Institution Kulturabstatt GKBH natürlich immer kritisch betrachtet.
00:45:30: Ich finde, trotzdem, dass wir eines der wenigen Projekte sind, die überhaupt eine europäische Ausstrahlung hat, kann ich auch mit genug.
00:45:39: Was mich jetzt als Veranstalter mal interessiert, ich weiß ja, Genehmigungsverfahren, was es in einzelnen Städten bedeutet.
00:45:47: Wie lange braucht ihr um die Strecke, also zweieinhalb Kilometer pro Tag, durch verschiedene Länder, durch Städte und ihr Fahrt in einem Riesenpulk.
00:45:56: Das heißt, das muss ja alles abgesperrt sein.
00:45:59: Das ist eben, also erstmals ein, was ist unser riesen Vorteil.
00:46:02: Wir sind kein professionelles Radrennen, wo es eine Ausreisokruppe gibt, wo es eine Hauptpellettung und die Nachbereitung gibt, wo komplett abgesperrt sein muss.
00:46:09: Das ist wirklich ein wesentlicher Vorteil, was mir jetzt aber auch erst bewusst wird.
00:46:13: Wir werden begleitet, für die, die sich nicht vorstellen können, wie ein Schwerlastransport.
00:46:16: Also wir haben eine erst kurze Motorräder.
00:46:18: Polizeimotorräder und Führungs- und Endfahrzeuge.
00:46:21: Das macht es für die Planung der Polizei wesentlich einfacher, weil die mit ihren Motorrädern punktuell die Kreuzung, die Ampel und alles sperren müssen.
00:46:28: Also wenn wir die komplette Strecke absperren müssten und sei es immer nur vor zwei, drei Stunden und die reisen dann nach und ab und bauen wieder auf, wie es bei der Tour ist, wäre das Projekt schon im ersten Jahr erledigt gewesen.
00:46:38: Es würde einfach nicht funktionieren, also wir sind auf das Setting angewiesen, Schwerlastransport, das war in Pulen.
00:46:44: Gab es für die Form der Veranstaltung nicht mal eine Gesetzesgrundlage?
00:46:49: Aber wie geht ihr daran?
00:46:51: Wie rufst du eine Polnische Genehmigungsbehörde
00:46:57: an?
00:46:58: Es hat auch Journalismus studiert und Gamanistik.
00:47:21: Und dadurch war uns im Prinzip der Weg in die polnischen Behörden ein bisschen geebnet.
00:47:26: Es hat trotzdem ewig gedauert.
00:47:27: Es gab, wie gesagt, in Polen gar keine gesetzliche Grundlage für das, was wir machen.
00:47:31: Es gab eigentlich nur Vollsperrung.
00:47:32: Wir haben dort ein siebensechzigseitiges Verkehrskonzept abgegeben, was zwei Monate gedauert hat, es zu erstellen oder abgelehnt.
00:47:38: Bis dann irgendwann.
00:47:39: Also irgendwie läuft es dann eben doch so, dass man auch bei der Polizeiefeuerwehr und bei den Behörden immer sportbegeisterte Menschen hat.
00:47:45: Und irgendwann hat dort an der richtigen Stelle immer gesagt, nee, das ist mir jetzt egal, wir machen es jetzt zu.
00:47:48: Und das war geil, Pullen, mega.
00:47:51: Also das war wirklich, die Feuerwehr hilft dort mit, die polnische Polizei, die wissen jetzt, jetzt wissen sie auch, was zu tun ist.
00:47:57: Nützt ja jedes mal andere Strecken.
00:47:59: Das heißt, ihr bleibt ja nie... Aber
00:48:01: jetzt gibt's ja Bildmaterial.
00:48:02: Ah, okay.
00:48:03: Jetzt kann man ja zur Polizei jetzt... Das ist dieses Jahr sehr spannend, erklär ich gleich warum.
00:48:06: Aber in Tschechien zum Beispiel, da habe ich unsere liebe Lenka kennengelernt, die bis heute bei mir beschäftigt ist und die ich nie wieder hergebe.
00:48:11: Das ist eine Mitarbeiterin, die war früher Polizistin.
00:48:16: Die ist natürlich Meka, die wurde uns deswegen empfohlen.
00:48:18: Die ist Dollmatcherin heute und Dollmatcherin die Polizistin.
00:48:22: Na ja, einfach kannst du das ja erst mal nehmen.
00:48:24: Und die haben wir am Anfang ins kalte Wasser gestohlen.
00:48:26: Wir haben die losgeschickt einfach.
00:48:27: Und mittlerweile sitzt sich das in einer Aussprache.
00:48:29: Die Chesschen waren von Anfang an kein Problem mehr.
00:48:30: Die Chesschen waren von Anfang an kein Problem.
00:48:32: Die sind in ihren Amtsbehörden immer ein bisschen mufflisch.
00:48:34: Aber es sind Meka.
00:48:35: Also Arbeiten in den Chesschen und Polizei ist Meka wirklich auch alle toll.
00:48:38: Auch zu uns nett und so.
00:48:39: Klappt Zubo und die haben ja unwahrscheinlich viel Kleinteilisches.
00:48:42: Die haben ganz viele Kreie und so.
00:48:43: Also man muss das, die braucht trotzdem.
00:48:45: Trotz aller Genehmigungen zur die brauchfasten Jahr dafür, die fängt so im Februar fängt sie an und hat es dann so.
00:48:50: im August hat sie dann die Genehmigungen mündlich und im September kriegt sie dann schriftlich.
00:48:53: und in Deutschland muss ich sagen, war es im ersten Jahr hatten wir gar keine Unterstützung.
00:48:58: Da habe ich dann mir auch einen Mund ganz gut verbrannt bei der Kämmer zur Polizei.
00:49:00: Das führte aber dann Gott sei Dank dazu, dass die Polizei dann sich mit uns beschäftigt und dann gesagt hat, nein, klar, unterstützen wir euch.
00:49:06: Wir hatten abonniere direkte Ansage seitens der Staaten.
00:49:09: Also Kommunikation ist dann häufig mal.
00:49:11: Jetzt stehen wir in direkter Kommunikation auch über den Herrn Kraner, den Leiter der Verkehrspolizei, der uns unwahrscheinlich unterstützt hat, auch der Herr Kempf als Polizeipräsident hier.
00:49:19: Wir mögen uns und da war es in Deutschland relativ einfach, weil wir nur im Landkreis Chemnitz unterwegs sind und da haben wir im Prinzip mit der Polizei im Vorfeld schon so zusammengearbeitet, dass wir dann den Antrag zu stellen konnten, dass er gar nicht mehr abgelehnt werden konnte und das war eine super Zusammenarbeit.
00:49:32: Eigentlich ist das Wichtigste bei der Streckenplanung ja nur die, wir geben einen Vorschlag ab.
00:49:36: Dann guckt die Baubehörden, gucken dann drüber, weil er ist im Wasserrohrbruch.
00:49:39: Dort wird in den nächsten Jahren eine Straße getärt, dort können wir gar nicht lang fahren.
00:49:41: Und dann warten wir auf die Rückmeldungen von denen, dann bauen wir die Strecke entsprechend um, oder müssen wir mal komplett neu planen.
00:49:47: Was ja diesen Jahr wichtig ist, sind Grenzeübergänge.
00:49:50: Naja, das sind ja wieder zu.
00:49:52: Dann haben wir wieder Kontrollen.
00:49:53: Okay.
00:49:53: So, das ist nicht einfach so, wenn wir mit so einer Fünfzig Radfahrerin an die Grenze fahren, ist nicht einfach so.
00:49:57: Die müssen eigentlich Ausweise kontrollieren, geht natürlich nicht.
00:49:59: Ähm, sie haben uns dann quasi auch in Gruppengruppen geleitet, ging.
00:50:03: Die wussten, dass wir kommen, das hat schon gepasst, ne, wird mehr so ein Polen halt spannend, wie die es machen.
00:50:07: Und dann, was man nie machen darf, vor allem im Ausland, man darf dort nicht als Deutscher hin kommen und sagen, so machen wir das in Deutschland, das darfst du nicht bringen.
00:50:13: Also das erst mal vom Anstand her würde ich das nicht machen, aber die, also die Wertschätzung muss ehrlich sein und die ist von uns ehrlich.
00:50:20: Und mittlerweile ist es halt so, dass wir auch Videomaterial haben.
00:50:22: Wir können zeigen, so läuft das ab und das letzte Jahr ist das erste Mal Westdeutschen, Boden unter die Fiese genommen.
00:50:28: Es ist die bayerische Voliozeit, die hat sich ja nochmal, also es war von Anfang an nett, strukturiert, es gab immer Austausch, es gab immer Telefonate, ich muss die noch mal hinladen, nach Chemnitz war es so toll und ich freue mich auch darauf, die haben ja Bock auf so was.
00:50:41: Ich muss leider ein bisschen, weil ich zur Überstunde muss.
00:50:45: Ich muss da noch aufbauen und so.
00:50:47: Aber sagt trotzdem nochmal, zweihundertfünfzig Radfahrer.
00:50:51: Wie viel ist das noch?
00:50:52: Das
00:50:52: ist Voluntäre.
00:50:53: Ihr
00:50:53: müsst ja auch immer in allen Städten, dreihundertzwanzig, die Pelz, oder auch wer schlafen die in Gemeinschaftsunterkünften?
00:50:59: Ja, wir haben es dieses Jahr mal in Studentenbundheim gehabt.
00:51:02: Das war so ein tschechischer Standort von uns.
00:51:04: Da sind sie sich, das war jetzt echt eine so toll.
00:51:06: Ansonsten müssen wir aus praktischen Gründen, die schon relativ zusammen haben, weil wenn die sich selber um ihre eigene Unterkünfte kommen müssen, dann kriegst du keine Ruhe in das Feld rein.
00:51:13: Also die Radfahrer müssen bei uns ankommen und müssen ihr Gehirn abgeben.
00:51:17: Und werden dann von uns quasi geführt, weil ansonsten würdest du das in dieser Kleinteiligkeit, Mitvorpflegung, Die
00:51:28: Leute fahren los und ihr versorgt sie.
00:51:31: Wir haben die ins Bett.
00:51:32: Wir feiern mit denen.
00:51:33: Wir suchen von deren Sicherheit.
00:51:34: Und das Einzige, was wir dem machen, den Händern ablesen auf den Klo.
00:51:37: Die kriegen von uns Anziehsachen.
00:51:39: Also im Formen Rad, Trikots und Freizeit-T-Shirts.
00:51:42: Und das Einzige, was die machen müssen, sind drei Tage vom Event, die Räder bei uns abgeben und dann pünktlich in den Zug einsteigen.
00:51:47: Bis die wieder in Chemnitz sind.
00:51:49: Also normalerweise, äh, und es ist viele Sachen, aber warum macht ihr das?
00:51:52: Ich sag, weil, wenn du zweiundundfünfzig Menschen hast, hast du zweiundundfünfzig Probleme.
00:51:56: Wenn du dir noch erklären musst, dein Hotel ist dort, ach, jetzt hast du vergessen zu buchen, oh nee.
00:52:00: Und was bei dir gibt's kein Frühstück, du kriegst das nicht gesteuert.
00:52:04: Also nimm dir alles ab, dann hast du aber die Leute pünktisch am Start, die Leute sind motiviert.
00:52:08: Die sind satt und die können sich aufs Radfahren konzentrieren, weil sie sehr trotzdem, es ist ja nicht mehr LH rausflogen.
00:52:13: Weiner
00:52:13: Kilometer pro Tag.
00:52:17: Das ist
00:52:17: eine Art.
00:52:20: Ich frage jedes Mal, da bin ich jetzt gespannt, was du sagst, es gibt einen Talent, was man erst sehr, sehr spät in seinem Leben entdeckt.
00:52:29: Und dann ist man ein bisschen traurig, dass man es vielleicht nicht so verwirklicht hat, weil man vielleicht ein ganz anderes Leben hätte geführt.
00:52:36: hätte man dieses eine Talent vielleicht ausgelebt.
00:52:39: Bei mir ist es, dass ich sehr spät festgestellt habe, dass ich sehr musikalisch bin, vielleicht auch durch Punk, dass man sich alle zutraut.
00:52:48: Und ich glaube, aus mir wäre ein sehr brutalierter Macher geworden.
00:52:53: Was wäre es bei dir?
00:52:54: Also ich habe mein Talent, was ich später erst benennen konnte, schon immer unbewusst angewendet.
00:53:01: Also ich bin authentisch und kann Leute anzünden.
00:53:03: Und das habe ich aber nie bewusst gemacht.
00:53:05: Ich bin immer über die Sache gekommen.
00:53:06: Wenn ich von weiß überzeugt war, bin ich schon zu lange auf den Nerv gegangen, bis ich auch überzeugt war.
00:53:10: Also nicht auf den Nerv gegangen, sondern habe die mitgenommen.
00:53:13: Und hätte ich das Ero gewusst, dass man so eine Fähigkeit besitzt, hätte ich das Ero schon angewendet und mir an manche Stellen einfach weiter geworden.
00:53:20: Und ich wäre, glaube ich, ein guter Politiker.
00:53:21: Ja, gut.
00:53:22: Aber kannst du immer noch werden?
00:53:24: Also ja, haben da vorhin schon mal das Thema gehabt, dass man vielleicht gerade in diesen Zeiten nicht nur meckern darf, sondern vielleicht auch politische Verantwortung übernimmt.
00:53:33: Wobei wir, glaube ich, beide dann in Strukturen kommen, wo wir sagen.
00:53:36: Ja, ob man nach dem ersten Wahl noch Politiker sein will und es ist vielleicht auch ein bisschen schwierig zu sagen, da bin ich geb' ich dir recht.
00:53:42: Aber für mich gibt es ein paar Sachen, die, ein paar Kenzen, die ich nicht überschreide, ne.
00:53:46: Also das ist ganz klar, Faschismus in jeder Art und Weise und das ist totalitäre Geschichten.
00:53:51: Ansonsten bin ich unwahrscheinlich neugierig.
00:53:53: Mich interessiert immer, was der Gegenüber oder die Gegenüber will, was die anträgt und so.
00:53:59: Ich rede viel, keine Frage, aber ich höre auch viel zu.
00:54:01: Das ist immer wichtig.
00:54:02: Dann kann man immer sagen, jeder Mensch ist trotzdem cool.
00:54:05: Auch Arschlöcher können cool sein.
00:54:07: Und man findet eigentlich immer einen Konsens.
00:54:10: Und wenn man den auch nicht gleich findet.
00:54:12: Ein letztes Beispiel ist ein flaschischen Ruh.
00:54:14: Ich arbeite im Spätitionsgewerbe.
00:54:16: Und jetzt ist hier an Sachsen die Späteteure.
00:54:18: Na was weinst denn du, wie viele linke Späteteure wir haben?
00:54:20: Kann ich an einer Hand abziehen?
00:54:21: Gibt welche?
00:54:22: Gibt eine Frage?
00:54:22: Ja, gibt dort aus politisch Wohl eigentlich.
00:54:24: Aber das Spätitionsgewerbe ist auch eigentlich von sehr konservativen Patriagen dort besetzt.
00:54:29: Warum?
00:54:29: Warum mache ich denn trotzdem mit den Geschäften?
00:54:31: Warum jagen die mich denn nicht vom Hof?
00:54:33: Weil die eben bei mir dann doch mal auch was anderes zu hören kriegen und vielleicht, ne, dass ich komme und sage, ne, gerade für die ist Elektromobilität, ist für die ein Thema, ne, da haben die Angst davor.
00:54:42: Mittlerweile gibt es so viele Spetitore, die sich jetzt ein E-Lkw holen, weil sie, ne, weil ich da war, aber weil sie eben drüber nachdenken, weil du manchmal durch die Gespräche bewegst, du mehr als wenn du, und das ist heute, in der heutigen Zeit finde ich das schlimm, ihr seid auch oben im Zeigefinger, ne.
00:54:55: Die geiste Politik machen in meinen Augen eigentlich... Die geisten Ansätze der Politik haben in meinen Augen die Grünen, weil es ist ja unumwindbar, aber die haben die schlechtesten Politiker und bringen es am beschissensten rüber.
00:55:07: Nämlich mit dieser arroganten Fingerhochmentalität.
00:55:10: Und da bin ich auch aus die, wenn mir nur erklärt, wie der Welt funktioniert, bin ich grundsätzlich erstmal der Gegen.
00:55:15: Das
00:55:16: sind Gegenbewegungen.
00:55:17: Und
00:55:17: das ist nicht aus Prinzip, sondern, weil, sobald ihr noch klug scheißt, ne, ist das nicht so, dann bähne ich das ab und melde ich.
00:55:24: Das ist ja jetzt, das hat nichts mit Ostdeutschland zu tun an sich, sondern, ich glaube, das ist eine Eigenschaft, die niemand so richtig mag, von oben her ab so zu predigen.
00:55:33: Und das nehme ich den Grünen zum Beispiel auch übel, weil die Politik, die die brauchen wir ja, wir müssen uns doch nur mal umstellen.
00:55:39: Das wissen wir ja nur, begrenkt ja nur jeder.
00:55:40: Aber das kann man doch anders verkürfen, ne, wenn wir waren mal, wir haben ein Auto erfunden vor hundert Jahren, dann können wir denn jetzt den... Saubersten Antrieb der Welt auf hinten und den Land mal irgendwo hinverkaufen.
00:55:49: So würde ich doch reingehen.
00:55:50: Ich würde die Probleme, ich würde doch nicht mal aus dem Problem.
00:55:53: Ich würde die Chancen immer hinten vor der Grunde heben.
00:55:55: Perfekt.
00:55:56: Das ist die Überleitung zu meiner letzten Frage.
00:55:59: Chemnitz, zwei Tausend zweiundvierzig.
00:56:01: Wie sieht das aus?
00:56:02: Und zweiundvierzig eigentlich?
00:56:03: Weil zweiundvierzig die Antwort auf alles ist.
00:56:05: Stimmt.
00:56:05: Hattest du auf meinem Telefon, auf meinem anderen hinten draufgekleben?
00:56:08: Chemnitz, zweiundvierzig.
00:56:10: Ach du Scheiße.
00:56:11: Das ist eine echt schwere Frage.
00:56:13: Es ist mir eigentlich egal.
00:56:15: Ist dir egal.
00:56:15: Ich werde noch hier sein.
00:56:17: Wenn ich gesund bleibe, müsste ich eigentlich noch schaffen.
00:56:20: Zu jeden Fall ist man noch nicht ganz so alt.
00:56:23: Ja, das könnte noch gut sein.
00:56:26: Ich werde hier sein und irgendwie wird es trotzdem, also ich denke, schwer.
00:56:29: irgendwie, also wenn jetzt nicht irgendwie eine völlige Machtagreifung von jemandem völlig falsch ist, dann überlegst du mir hoch abzaubern.
00:56:36: Die Frau ist ja real.
00:56:38: Wenn wir es irgendwie noch rumgerissen kriegen, das Ruder, ist es ein Wunsch oder ist es die tatsächliche?
00:56:44: Nein, es geht um vielleicht eine Vision.
00:56:46: Also in der positive Vision.
00:56:47: Ja, nachher heißt es.
00:56:49: Also ich komme ja aus der Jugend und vertrete auch häufig noch die Jugend, aber ich habe es langsam aufgegeben.
00:56:54: Wir kriegen ja einfach auf den Mogen per Finger und schnipp hier einfach zwei Millionen Jugendliche her, die die Stadt neu beleben.
00:57:01: Ich glaube, das wird anders passieren.
00:57:02: Wir werden jetzt alle alt werden.
00:57:03: In zwanzig Jahren bin ich vielleicht auch pflegebedürftig.
00:57:05: Das wird einfach dazu führen, dass hier pflegekräfte andere Nationalitäten, also die Stadt wird sich grundlegend verändern.
00:57:10: Wir werden eine multikulturelle Stadt werden und dann können sich die Populisten... ist egal, auch die liegen dann im Pflegebett und wo.
00:57:17: wir sind froh, wenn der Arsch abgewischt wird.
00:57:18: Dadurch wird es eine Veränderung in der Stadt geben, die vielleicht vielen Angst bereitet.
00:57:23: weil es klärt sich irgendwie selber, wenn die Rahmenbedingungen dann geschafft sind und man das hier vielleicht schon zehn Jahre eher als in anderen deutschen Städten testen kann.
00:57:31: Ich finde, Veränderungen haben eigentlich immer was Positives gebracht, wenn sie aus sich selber heraus entstanden sind.
00:57:37: Und ich denke, dass wir eine sehr multikulturelle Stadt haben werden, weil wir ja ja Kinder Deutsch namen, die uns in Aushalt wischen.
00:57:42: Das werden dann eben romänische, brasilianische oder was will ich auch für immer Menschen machen.
00:57:47: Und da freue ich mich eigentlich, weil ich wirklich ... Ich bin ein Ami-Fan nicht von der Politik und um Gottes Willen nicht von Trump und um Gottes Willen auch nicht von deren Außenpolitik und deren Machtstreben, aber ich fühle mich bei den Amis immer wohl, weil ich zumindest das Gefühl habe, eine multikulturelle Gesellschaft zu haben, die irgendwie organisch gewachsen ist.
00:58:03: Jetzt nicht in den Südstaaten, da ist es immer noch sehr getrennt, aber wenn ich an der Ostküste oder in den europäisch geprägten Städten unterwegs bin, nicht im Land des Inneren, habe ich mich immer wohl gefühlt, weil die Welt in mich drumherum irgendwie divers und bunt auch war.
00:58:15: Zumindest in der Wahrnehmung.
00:58:17: In Sachsen kannte man das.
00:58:18: Ich war mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit mit wenn Fremde zu uns gekommen sind oder wir zu Fremden gegangen sind.
00:58:48: Es
00:58:48: gab auch noch nie eine Zivilisation, die nicht durch andere Kulturen durchmüscht wurde.
00:58:55: Wir versuchen Affolksmodell, weil die eh unterüber sind.
00:59:00: Ach,
00:59:00: er hat mir total viel Spaß gemacht.
00:59:02: Ich hoffe, wir wiederholen das nochmal.
00:59:04: Ich wünsche euch viel Glück bei der Friedensfahrt oder European Peace Ride Finanzierung.
00:59:11: Schwierig.
00:59:12: Sehr schwierig.
00:59:12: Genau.
00:59:13: Und man hat es vielleicht so nebenbei gehört, da muss ganz schön was geleistet werden, was nur mit Geld funktioniert, also wer Geld hat.
00:59:23: Ja, bitte zu mir.
00:59:24: Auch ungefragt.
00:59:25: Ich nehme alles.
00:59:26: Bei mir gibt es keine Spendenskanteil.
00:59:28: Alte Packer, Mentalität.
00:59:30: Geht mir genug.
00:59:31: Ich habe es verdient.
00:59:33: Nee, aber...
00:59:34: Vielen Dank.
00:59:34: Und ich würde mich natürlich freuen, dich irgendwann bei der Überstunde zu sehen.
00:59:38: Ich verstehe aber... Das sind die vielen Netzwerkevents, die du schon machst, gerade zu einem Overload geführt.
00:59:44: Aber das juckt schon wieder in den Händen, weil ich den T-Shirt getroffen habe.
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