(Katrin Kastell / CEO Chemnitz Inside Verlag GmbH) -Chemnitz Inside: Von der Krippenerzieherin zur Verlegerin

Shownotes

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00:00:02: Herzlich willkommen beim C-Level-Podcast, dem Podcast, wo ich die Business-Ebene mit dem C für Kettenlitz verbinde.

00:00:08: Heute zu Gast ... Katrin Castell.

00:00:11: Die Ur-Kämmnitzerin wurde in nineteen- sechzig geboren und blieb ihrer Heimatstadt immer treu.

00:00:17: Die ersten Jahre der DDR waren geprägt von ihren schulischen Erlebnissen und einer Ausbildung zur Verkäuferin.

00:00:25: Sie arbeitete allerdings nie als Verkäuferin, sondern ging danach sofort in die Krippe und wurde dort erzieherin, was ihr viel viel Freude machte.

00:00:34: Nach der Wende begann dann eine komplett andere Zeit und sie durch Schritt wie viel die jemalige DDR-Bürger eine Irrfahrt durch die Wirtschaftswelt von Chemnitz und landete dann als Assistentin der Geschäftsführung bei sehr großen Konzernen wie zum Beispiel der jetzigen CHC und Siemens.

00:00:54: Aber sie machte auch ihren Industriefachwirt und war ständig auf der Suche nach dem beruflichen Glück.

00:01:00: Und so kam es, dass sie letztlich eine Ausbildung in der Farmerprong gemachte, wo sie aber auch nicht anfing zu arbeiten, sondern stattdessen im Anzeigenvertrieb beim Stadtstreicher ihre Erfüllung fand.

00:01:15: Nach

00:01:15: erfolgreichen Jahren beim Stadtstreicher hatte sie aber kurz vor dem Lockdown den Mut zur Gründung und wurde Geschäftsführerin und Gesellschafterin des Chemnitz-Inside-Verlags und macht seitdem eines der Wirtschaftsmagazine in Chemnitz.

00:01:33: Ich habe mich sehr, sehr gefreut, Katrin in diesem Podcast kennenzulernen und wir haben über alles gesprochen.

00:01:42: Und jetzt viel Spaß mit dieser Folge.

00:01:52: Katrin.

00:01:54: Hier gerade noch für das Profilfoto, die richtigen Bilder macht.

00:01:59: Ich freue mich, dass ich bei dir bin, liebe Katrin.

00:02:01: Ich habe im Vorstand, im Vorwort Vorspann schon ein bisschen erzählt, wer du bist.

00:02:06: Und jetzt freue ich mich, dass wir uns hier eigentlich das erste Mal so richtig kennenlernen.

00:02:11: Wir haben uns bei der Überstunde kurz gesehen, mal eben auch drüber geredet.

00:02:14: Du hast gesagt, es ist ein gutes Format, finde ich sehr gut.

00:02:16: Und die erste Frage, die ich immer stelle, ist, wie bist du hierhergekommen?

00:02:21: Ja, erst mal vielen Dank für die Einladung.

00:02:23: Ich freue mich sehr.

00:02:24: Mein erster Podcast.

00:02:26: und ja, zu meinem Weg.

00:02:28: Wie bin ich hierhergekommen?

00:02:29: Ich bin geboren, fünfundsechzig in Chemnitz.

00:02:32: Also ich bin wirklich die ganze Zeit über mein ganzes Leben hier gewesen.

00:02:38: Nicht mal zwei Wochen oder oder irgendwie halbes Jahr in Australien, sondern wirklich die ganze Zeit.

00:02:44: Hier, was sicherlich auch dem Fakt geschuldet ist, dass es zu DDR-Zeiten einfach nicht die Möglichkeiten gab, jetzt mal kurz irgendwo ein Walk-in-Travel in Neuseeland zu machen.

00:02:55: So, und dann hat sich das einfach so ergeben.

00:02:57: Was ich aber überhaupt nicht bereue, also Chemnitzer durch und durch.

00:03:01: Und ja, bin hier zur Schule gegangen.

00:03:03: Die normale POS für die Chemnitzer.

00:03:08: Meine Area war das Beimler-Gebiet, also das ist die Wilhelm-Pig-Ober-Schule gewesen.

00:03:14: Und dort die Schule beendet, die zehnte Klasse.

00:03:18: Und das war dann, der Stadt war ein bisschen heulbrig.

00:03:22: Ich habe erst Verkäuferin gelernt.

00:03:25: Wann mal, jetzt muss ich mal kurz rechnen.

00:03:27: Nee, du warst fünfundsvierundzwanzig zur Wende.

00:03:30: Das heißt, deine berufliche Karriere war ja richtig DDR so.

00:03:34: Der Stadt,

00:03:35: die ersten Jahre war DDR klassisch.

00:03:38: Und ja, also... Wie gesagt, diese Ausbildung zu verkäuferen, das war halt einfach mal der absolute Fehlgriff.

00:03:43: Ich glaube damals sind noch aus der Lehrgruppe alle direkt irgendwo an was hin verschwunden.

00:03:48: Wir haben das noch fertig gemacht und ich hatte eine Freundin, die ja war Krimaziererin und... Die hat mich dann mal mitgenommen und das hat mich absolut fasziniert, dass man für so was Schönes, für so eine schöne Tätigkeit Geld bekommt.

00:04:01: Und da habe ich dann noch so eine, gab es noch so eine Möglichkeit, da nochmal so einen Abschluss zu machen und habe dann dort praktisch fünf oder sechs Jahre als Krippenarzt gearbeitet, was wirklich ganz toll war.

00:04:13: Ich habe in der Zeit meinen Sohn auch bekommen und... Auch

00:04:16: gleich in der Krippe dann?

00:04:17: Das war das Praktische, dass er dann mit da war.

00:04:21: Und das waren ja damals auch immer Kinder.

00:04:23: Wie ist das Kombination?

00:04:25: Also da war Krippe und Kindergarten nebeneinander.

00:04:27: Also bis der sechs war, hatte ich den sozusagen immer greifbar in der Nähe und das war halt sehr praktisch.

00:04:34: So und dann kam die Wände und da, ich kann jetzt nicht mehr sagen, warum aber irgendwas hatte mir... ob es jetzt der Verdienst war oder keine Ahnung, ich geahnt habe, dass ich jetzt was anderes machen muss.

00:04:46: Ich habe dann auf jeden Fall bei der EHK so eine Ausbildung angefangen zum Bürokaufmann-Kauffrau und die ging zwei Jahre und hatte dann erst mal was in der Tasche, mit dem ich was anfangen konnte.

00:04:57: und dann begann eigentlich meine, ich nenne es immer meine Bürokarriere oder meine Bürophase, die sich dann über viele Jahre zog.

00:05:06: und ja zuerst vier Jahre bei so einer Büroorganisationsfirma.

00:05:10: Ich hatte halt ganz verschiedene Sachen gemacht im Vertrieb und im Einkauf, also dann zwei Jahre bei einer Baufirma.

00:05:18: Das war die C-Bug für alle, die das vielleicht sich noch erinnern.

00:05:23: Es gab zwei große Baufirmen, Nietzsche und Weiß und die C-Bug, die danach, da wenn die so groß geworden sind und drei bis hünftunderte Mitarbeiter hatten.

00:05:31: Ja, ja, also die waren richtig groß und waren aber fast zeitgleich dann auch insolvent.

00:05:37: Und ich hatte das dann schon so ein bisschen kommen sehen und habe da den Absprung geschafft und bin zur Logi Live Science GmbH, heute CAC.

00:05:46: Das war damals eine Tochter von der Logi AG, die wiederum zum Länsches Konzern gehörten, also Chemieanlagenbau.

00:05:54: Und da war ich Assistenz beim Geschäftsführer, beim Kaufmännischen Geschäftsführer.

00:06:01: Den hatte man damals so ein bisschen vom Konzern zur Seite gestellt.

00:06:05: Das war so ein Frankfurter.

00:06:07: Damals nannte man das U-Pies.

00:06:10: Und da sollte ich ein bisschen Auge auf die Zahlen haben, glaube ich.

00:06:13: Und bei dem war ich.

00:06:14: Und als dann die Firma ins Trudeln geriet und der Konzern gesagt hat, wir schlagen den Arm ab, wir trennen uns und schließen das unter.

00:06:23: war der auch weg.

00:06:24: und damit war ich auch weg.

00:06:26: also es war meine stelle sozusagen nicht mehr da was.

00:06:29: aber es war trotzdem für die firma selber toll weil dann halt der herr engelmann senior damals noch halt diese kraft gefunden hat die firma raus zu kaufen und weiter zu führen.

00:06:41: also es gab dann so ein management buyout und was wo die cac heute steht sehen war ja.

00:06:47: also das ist ja wirklich wenn auch holprig eine absolute Erfolgsgeschichte und ein großartiges innovatives Unternehmen.

00:06:56: Also sprich, ich war aus wirtschaftlichen Gründen wieder arbeitslos, habe dann bei Siemens eine Stelle gefunden.

00:07:05: Das war eine Schwangerschaftsvertretung, also auf ein Jahr begrenzt, das war beim Geschäftsführer.

00:07:10: der Niederlassung.

00:07:11: Und das war fantastisch.

00:07:13: Also da habe ich mich absolut angekommen, gefühlt.

00:07:16: Es ging dann halt leider auch wieder nur zwei Jahre.

00:07:18: Also ich konnte dann nochmal nach Penig wechseln.

00:07:20: Und dann gab es, war das, was war das?

00:07:22: Was war das?

00:07:23: Was war das?

00:07:24: Was war das?

00:07:26: Was war das?

00:07:27: Was war das?

00:07:28: Was war das?

00:07:29: Was war das?

00:07:31: Was war das?

00:07:33: herumgedreht hat und gesagt hat, also alle Befristungen laufen aus und eine zwei Jahre waren noch nicht ganz rum.

00:07:38: Da war ich wieder draußen.

00:07:39: Und das war dann...

00:07:40: Aber das ist ja das

00:07:42: finale Schuss.

00:07:43: Also die Nachwände, die direkten Nachwändejahre waren ja ständig wieder aufhören müssen, wieder wo Annalas sich sagt.

00:07:50: Und war das auch der Grund, warum du dann in die Freiberuflichkeit gegangen bist?

00:07:54: Ja, schon.

00:07:55: Aber gar nicht mal so unbedingt schon die Erkenntnis, dass das vielleicht nicht der super Beruf für mich ist.

00:08:01: Weil es war immer sehr anstrengend.

00:08:02: Also ich sag mal, diese Assistenz-Jobs, die sind absolut unterbewertet.

00:08:06: Die Frauen haben alle wahnsinnig viel auf dem Kasten.

00:08:09: Also die machen die Präsentationen, keine Ahnung.

00:08:13: Die nehmen ihrem Chef unheimlich viel ab.

00:08:15: Ich hab damals immer Schulungen gemacht für die ganze Ingenieursabteilung und hab die in diese ganzen Programme da eingeführt.

00:08:22: Und nebenbei hat man aber immer, wenn's ... Telefon klingelt, musste man selber rangehen und jemand anders... Wenn

00:08:27: ich den bei dir gelesen habe, dass du bei Siemens hast diese Bezeichnung als Chefsekretärin.

00:08:33: Ja,

00:08:34: ich glaube, das gibt es jetzt so nicht mehr, die Bezeichnungen.

00:08:37: Jetzt heißt es Team Assistenz oder aber der Assistenz, der Geschäftsführung hat schon eine andere Funktion als nur ans Telefon gehen.

00:08:45: Also es gibt da auch wirklich, gerade bei der Logi war das so, da gab es dann vom Konzern in Frankfurt am Main Schulungen für die ganzen Assistenzen.

00:08:54: Also da kamen da zehn Frauen zusammen.

00:08:56: Die meisten hatten studiert.

00:08:57: Ich war der Einzige aus dem Osten und die haben aber auch alle doppelt so viel verdient wie ich.

00:09:02: Also das war damals schon so und ich glaube das hat sich auch bis heute nicht wirklich geändert.

00:09:07: Aber ich habe halt unheimlich viel gelernt in der Zeit.

00:09:10: Also das ist so.

00:09:11: Aber es war auch wirklich immer anstrengend.

00:09:13: Es war viel überstunden, wenn der Chef dann halt irgendwo hinfliegt oder so oder der Chef aus dem Westen dem Abend noch ein bisschen lang war.

00:09:22: ist und er will noch nicht ins Hotel, dann arbeitet er halt bis um acht und dann muss man halt bis um acht mit da bleiben.

00:09:27: Also solche Sachen gab es halt auch.

00:09:31: Das war mehr der Grund, dass ich wirklich auch gesagt habe, ich habe jetzt die Faxenlicke, also immer auf die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen angewiesen zu sein.

00:09:40: Eigentlich war es auch ganz typisch für die Zeit, dass Unternehmen plötzlich groß geworden sind und dann auch plötzlich wieder abgebaut haben und weg waren oder eben irgendwelche Maßnahmen ergriffen haben, wie bei Siemens, wo man das praktisch personal abbaut, sozial verträglich, also Gehenheits, die Leute dienen.

00:09:59: Okay, jetzt war herrschend, die dürfen wieder gehen.

00:10:02: Ja, aber es hat auf jeden Fall aus heutiger Sicht sein Gutes, dass das so gelaufen ist, weil ich habe dann wirklich mir ein bisschen Zeit... Das war eigentlich das einzige Mal, dass ich wirklich mal zwei Monate, glaube ich, Lücke hatte bis zu einem nächsten Job oder einer nächsten Entscheidung und habe dann mich entschieden, eine Ausbildung zum Farmereferenten zu machen.

00:10:22: Was völlig anderes war.

00:10:24: Ich hatte einen guten Freund damals, der das gemacht hat und der mir davon erzählt hat und das klang für mich absolut.

00:10:29: Interessant und es war halt auch was völlig anders.

00:10:32: Also du kannst einen Tag weitestgehend selber gestalten und dieses draußen rumfahren und mit Leuten ins Gespräch kommen.

00:10:39: Du hast versucht Medikamente in Arztpraxen unterzubringen.

00:10:43: Soweit ist es dann nicht gekommen.

00:10:44: Ich habe aber die Ausbildung gemacht, dass ich das tun darf.

00:10:48: Genau.

00:10:49: Das Produkt

00:10:49: wäre es gewesen?

00:10:50: Das kann ich nicht sagen.

00:10:52: Ich weiß nur, dass es gab die zwei Optionen entweder.

00:10:55: Man berät die Ärzte.

00:10:57: Da hat man aber eigentlich überhaupt kein Feedback oder wirklich nur sehr mittelfristig, ob da dann im nächsten halben Jahr in der Region ein bisschen mehr umgesetzt wurde.

00:11:04: Oder man konnte auch in den Apothekenvertrieb gehen.

00:11:07: Da ging es dann wirklich um Verkaufszahlen und das hatte ich eigentlich angestrebt.

00:11:11: Das war so mein Plan.

00:11:13: Aber guck, das war ja schon vom Mindset, dass du jetzt Vertreplerin wirst.

00:11:18: Aber da warst du ja eigentlich nie.

00:11:19: Nee,

00:11:20: das ist genau das Ding.

00:11:21: Und da, das war eben diese Zeit, wo ich mich intensiv damit beschäftigt habe.

00:11:26: Was kann ich denn gut?

00:11:27: Was kann ich denn, was ich bis jetzt noch nicht genutzt habe?

00:11:30: Und speziell eben, wo ich mich mit dem Freund unterhalten habe, habe ich gedacht, das wäre genau mein Ding.

00:11:35: Weil ich bin, ich kann gut auf Leute zugehen.

00:11:38: Ich habe da nie ein Problem.

00:11:39: Ich komme immer ins Gespräch und... Musstest

00:11:42: du denn... Ich

00:11:42: war mir da sicher, ich kann das.

00:11:44: In der Position, der Assistenz so oft irgendwie... kalt jemand anrufen, dass du gemerkt hast, dass du das kannst?

00:11:50: Nein, das eigentlich nicht.

00:11:51: Ja, wo

00:11:52: ist es, dass du das kannst?

00:11:53: Also, weil die meisten würden ja sagen, oh Gott, ich möchte nicht gehen.

00:11:55: Ja,

00:11:55: ich überlege gerade, ich kann es gar nicht sagen, ich wusste das einfach.

00:12:00: Es ist ja auch die Frage, auch bei anderen Themen, kann man Menschen... von irgendwelchen Dingen überzeugen.

00:12:06: Das muss ja nicht im Verkauf sein, sondern kann ich empathisch auf Menschen eingehen, die zum Beispiel eine andere Meinung haben, ob das jetzt nun Verkauf ist oder ob ich jemanden von irgendetwas anderen überzeugen will.

00:12:18: Und ich weiß nicht mehr, ob ich mich da irgendwie ausprobiert habe.

00:12:21: Ich musste dann auch so ein ganz schöner Balanceakt dann das Arbeitsamt zu überzeugen, weil ich war ja die Top-Kraft, die haben ja gesagt, du findest sofort wieder was mit deiner Expertise hier und deiner Vita im Büro.

00:12:33: Das wollte

00:12:34: ich gar nicht.

00:12:36: Die wollten da nicht ran, aber ich habe gesagt, nein, ich mache jetzt was anderes.

00:12:39: Ich muss aus denen und den Gründen, muss ich das machen, weil da bin ich besser.

00:12:43: Und da, ich muss ja schon hier noch ein paar Jahre arbeiten und es soll mir ja auch Spaß machen.

00:12:48: und ja, das... Was ich unterschätzt hatte, wie kompliziert das ist.

00:12:52: Also es ist ja wirklich ein Dreivierteljahr, wenn man da mit biochemischen komplexen Dingen, also die dann wirklich eigentlich auch nur in den Kurzzeitspeicher gehen, das ist so.

00:13:03: Aber ich hatte da fasenweise, gab es wirklich Situationen, wo mich irgendwelche Freunde und so was ein bekanntes Bekannter ist, wenn jemand was hatte, haben die mich angerufen.

00:13:13: Ich war mit der Erregungsleitung zum Herz und so, ich wusste da alles, aber genauso... schnell war es dann halt, da ich es eben dann nicht angewendet habe, auch wieder weg.

00:13:23: Also ich habe den Abschluss gemacht, habe dann angefangen mich zu bewerben und hatte dann über irgendeinen Bekannten gehört, dass beim Stadtstreicher Leute gesucht werden.

00:13:35: die Anzeigen vertreiben.

00:13:40: Du hattest Pharma?

00:13:41: Ja, ja, naja.

00:13:42: Du hast aber dich dann beim Stadtstreicher

00:13:45: gewonnen.

00:13:45: Ja, ist auch eine.

00:13:46: Also ich wollte das nur als Überbrückung eigentlich machen, bis ich eine Stelle gefunden habe.

00:13:49: Ich wollte mir keinen Druck machen, weil da tummelten sich viele und ich hatte schon ein, zwei Gespräche gehabt, wo da wirklich so zehn Leute immer im Vorzimmer saßen und ich habe schon gesehen, okay, so schnell wird das hier vielleicht nicht gehen.

00:14:01: und um daneben bei mir was dazu zu verdienen und Weil ich absolute Stadtstreicher-Fan war, hab ich gedacht, ja gut, das machst du, da kannst du dort mal reinschnubbern.

00:14:10: Ich hatte den abonniert, was kaum jemand damals gemacht hat, weil der Stadtstreicher lag überall aus.

00:14:15: Und ich hab aber gesagt, nee, das ist so toll, was die da machen.

00:14:20: Das ist wirklich hochwertiger Journalismus.

00:14:22: Die Geschichten, die die schreiben, das bezahle ich, ich abonnier denen.

00:14:26: würde mich freuen, wenn das heute beim Insight noch ein paar mehr Leute auch tun würden.

00:14:29: Ist das möglich?

00:14:30: Ja, das ist möglich.

00:14:31: Und ab und zu frage auch Leute und Sachen, Mensch, ja, können das doch nicht verschenken.

00:14:35: Aber ja, da muss man an anderer Stelle mehr dazu sagen.

00:14:38: Das ist halt, wenn das Konzept einmal so ist, dann ist es so.

00:14:41: Nein, dann kann man schlecht sagen.

00:14:44: Wir verkaufen es jetzt, aber es kommt schon vor.

00:14:46: Leute, die außerhalb, wo in Berlin zum Beispiel, die abonnieren das.

00:14:51: Du bist jetzt beim Stadtstreichen.

00:14:52: Richtig.

00:14:55: Ja, weil ich glaube, so habe ich dich das erste Mal wahrgenommen.

00:14:59: Wahrscheinlich, weil mir schon immer der Name so war.

00:15:02: Das

00:15:02: kann sein, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das

00:15:07: Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das

00:15:08: Wort, das Wort,

00:15:08: das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, das Wort, Deshalb, es waren mal drei, sieben, eins und Stadtstraße.

00:15:28: Ja,

00:15:28: genau.

00:15:29: Und das war halt ja auch wirklich noch die Zeit, wo man das war, das Magazin, das man haden musste.

00:15:34: Das kam jeden Monat.

00:15:35: Und man musste da auch schauen, dass es nicht vergriffen ist, weil wenn man wissen wollte, was wohl los ist, das waren noch die Hochzeiten der Stadtmagazine.

00:15:45: Dann musste man das einfach haben.

00:15:47: Dort war alles drin.

00:15:49: Irgendwann ging das dann auch los.

00:15:50: Ich weiß nicht, ob das Jahr Jahrzehnte schon war mit den Partypics.

00:15:54: Das wurde immer größer dann.

00:15:56: Das kriegte dann eine Dimension.

00:15:59: Aber wie gesagt, so war mein Einstieg.

00:16:01: Mein Stadtstreicher sollte nur nebenbei sein, eigentlich.

00:16:05: Aber ich habe es dir eben schon gesagt, wir haben ja selber... Magazine gemacht und ich weiß ja wir haben dann sozusagen auch anzeigen.

00:16:14: Wir haben gar nicht verkauft.

00:16:15: Wir haben eine E-Mail rausgeschickt und kamen mal so ein Fax und dann haben die Leute drittel halbe Anzeige, Vollseite.

00:16:23: Das war total... Das

00:16:25: haben wir ein

00:16:28: bisschen gemacht.

00:16:30: Also, wo ich das angefangen habe, dann wurde, da wurde mir noch beim Stadtstreiter immer erzählt, ach, vor Jahren, als es noch Zigrettenwerbung gab und das und das und da haben wirklich noch die großen Agenturen überregional eingebucht und man hat dann einfach da seinen Fund mit abbekommen, ne?

00:16:45: Und das war da schon vorbei.

00:16:47: Also, in der Höchstdach.

00:16:48: Ich glaube, sie hatten die, ich

00:16:48: glaube, Zehntausend, meine ich, hatten die und ja, Verteilung war über Kartell und das war aber halt wirklich so, also erstens mal ... Ich war damals schon gut vernetzt, sonst hätte ich es nicht gemacht.

00:17:00: Also ich hatte

00:17:01: den großen...

00:17:02: Ja, den hatte ich einfach, den Freundeskreis.

00:17:04: Das hängt halt wahrscheinlich damit zusammen, dass ich ziemlich kommunikativ bin, ich weiß es nicht.

00:17:09: Und habe natürlich das mal mit denen angefangen, die ich kannte und habe mich dann so ran getastet und habe dann aber ganz schnell gemerkt, auch an der Reaktion des Inhabers damals, dass die ganz überrascht waren, wie gut das läuft und dass ich da was kann, offensichtlich.

00:17:24: Es waren schon unheimlich viele Anzeigen vor Käufe, vor mir.

00:17:27: Und es war halt, es konnte niemand wirklich.

00:17:30: Und da habe ich so ein bisschen gemerkt, okay, du hast da was, was andere so nicht können.

00:17:35: Und es hat mir Spaß gemacht.

00:17:36: Es war für mich immer wie so ein Contest, so jeder Tag.

00:17:39: Also man hat halt wieder jemanden überzeugt und man hat da wieder was geschafft und es ist messbar.

00:17:46: Und dazu kam aber noch, dass das wirklich ein tolles Team war und dass es von Anfang an so war, dass dort eigentlich alle alles gemacht haben.

00:17:53: Also man war sofort auch mit dabei die Themen auszuwählen.

00:17:56: und konnte sich inhaltlich auch einbringen.

00:17:59: Ihr hattet zwar ein Abo-Geschäft, aber damit hast du versucht, die Portokosten wahrscheinlich zu decken.

00:18:05: Also diese Stadtmagazin...

00:18:07: Das refinanziert sich komplett Überwerbung.

00:18:09: Ja, komplett.

00:18:11: Und das ist schon eine Hausnummer, aber wie gesagt, das hat funktioniert und ich habe dann relativ schnell entschieden... Wobei meine Kommilitoren aus der Ausbildung vom Farmerrewerenten mir alle an den Kopf gefasst haben und gesagt, das kannst du doch nicht machen.

00:18:25: Aber ich habe wirklich auf meinen Bauch gehört und habe gedacht, nein, ich mache das jetzt.

00:18:28: Ich kann jetzt hier nicht weiter diesem Farmerrewerenten hin und her.

00:18:32: Das ist interessant.

00:18:33: Wie Sie, wie waren damals die ... Hast du das als Freiberufler?

00:18:37: Ja.

00:18:37: Und immer auf ...

00:18:39: Das war auch eine Umstellung.

00:18:40: Festbetrag

00:18:41: bekommen oder immer Prozente?

00:18:43: Das hat sich geändert.

00:18:45: Ich glaube, am Anfang war ich da erst mal ein bisschen abgefedert.

00:18:48: Man hatte da ein Sockel.

00:18:51: Und später, wo das dann wirklich richtig gut lief, dann haben wir das auch umgestellt.

00:18:55: Also das war schon so, dass man immer gut davon leben konnte.

00:18:59: Und vor allem hat es eben immer Spaß gemacht.

00:19:03: Die ersten Jahre wirklich nur für den Stadtsteiger gemacht, hatte dann dort auch eigene, wie Tochterpublikationen, da hatte ich einfach die Idee und hab gesagt, wir müssten mal so einen Moderheft machen.

00:19:14: Und da hatte dann Markus Wolf gesagt, ja, dann mach doch.

00:19:17: Dann habe ich da praktisch zweimal im Jahr so ein eigenes Moderheft.

00:19:20: Produziert.

00:19:21: Dann hast du nicht nur die Anzeigen, du brauchst auch noch Redaktionen.

00:19:25: Ja,

00:19:25: und da habe ich mich dann dort auch das erste Mal ausprobiert und das hat halt einfach totalen Spaß gemacht.

00:19:31: Damals war ja noch Einzelhandel da, der auch noch ein bisschen Geld hatte.

00:19:37: mit rein zu gehen und zu sagen, wir machen hier ein Fotoshooting, keine Ahnung, all möglichen Locations und haben dort Shootings gemacht draußen im Hotel Rabenstein.

00:19:46: Dann hat man ein eigenes Hochzeitsheft und das wurde dann aber immer in einem Streicher beigelegt.

00:19:50: Das wurde immer, hatte maximal zu vierzig, fünfzig Seiten, so dass man das dort noch mit einbringen, ein Kleben, glaube ich, konnte und war aber schon hochwertig.

00:20:00: Ich glaube insgesamt haben wir da vier oder fünf produziert.

00:20:04: Und wie lange hast du das gemacht?

00:20:06: Ich glaube dann insgesamt fast zehn Jahre.

00:20:09: Also, im Jahr Jahrzehnte habe ich angefangen, genau.

00:20:12: Und im Jahr Jahrzehnte kam dann die Anfrage fürs In-Site-Magazini.

00:20:19: Aber hat man da schon gemerkt, dass die Probleme der Produkte begann?

00:20:26: Ja, auf jeden Fall.

00:20:27: Es wurde eigentlich immer schwieriger, Anzeigen zu verkaufen.

00:20:32: Und gut, es gab dann noch andere Produkte.

00:20:34: Der Stadtstreicher hatte, wie wir jetzt auch nicht nur den Stadtstreicher produziert, also die Stadtstreicher GmbH als Agentur, sondern hatte eben auch noch andere Produkte, Auftragsprodukte, wo man dann bestimmte Sachen abwetern konnte.

00:20:47: Aber es wurde immer schwieriger.

00:20:49: wirklich in dem Zusammenhang wieder Einzelhandel schwächelt hat.

00:20:53: Also gerade diese Mode heftet.

00:20:55: Das ging dann überhaupt nicht mehr, weil die Läden einfach alle weg waren.

00:20:58: Also wenn ich mir die Hefte jetzt durchschaue, da ist fast nichts von diesen Läden.

00:21:03: Noch da.

00:21:04: Und ich weiß noch, dass ich damals immer gesagt habe, wir müssen mehr auf die Wirtschaft gehen.

00:21:09: Also, da habe ich den Markus, glaube ich, immer nur abgekaut.

00:21:14: Weil ich es gesehen habe, eben bei der Ausbildungsbroschüre, dass das lief.

00:21:18: Und das war eigentlich immer so meine Prognose.

00:21:22: Dort wird noch Geld ausgegeben für Personalsuche, weil das ist es unfair.

00:21:29: Also, das hat sich da schon ganz deutlich abgezeichnet.

00:21:33: Okay, und da hast du gesagt, Chemnitz-Inzeit kam zu dir.

00:21:36: Ja, den Verlag gab es ja damals noch nicht, aber der Ronald Anschitz, der Grafikchef oder von der... Klang von Blau GmbH, der kannte mich.

00:21:47: Der hatte auch immer mal was für einen Stadtschreiter gemacht und da hatten wir uns kennengelernt.

00:21:50: Und dann ist ja sowieso Chemnitz eine große Bubble.

00:21:54: Und der hatte irgendwo da Funken hören, dass ich nicht mehr so viel für den Streiter mache und hat mich daraufhin halt angesprochen und hat gesagt, wir haben hier eine Idee, würde mir dir gern mal vorstellen.

00:22:06: Es war aber schon so ein bisschen, also er hat es angeteasert, dass es auf jeden Fall um Magazin geht für Unternehmer und Netzwerker.

00:22:14: meine Antennen sofort ausgefahren, weil das ja eigentlich genau die Richtung ist oder war, wo ich hin wollte oder wo ich eine Zukunft gesehen habe im Printbereich überhaupt.

00:22:27: wurde mir das sozusagen vorgestellt von Volker Zucke, Rikolider, Ronald Anschütz.

00:22:32: Der Volker Zucke hat die Zauberberg-Agentur und gehört sozusagen zur Klang von Blaugruppe.

00:22:38: Rikolider und Ronald Anschütz sind die Geschäftsführer und Klang von Blau.

00:22:41: Schöner Name.

00:22:43: Ja, ja.

00:22:44: Das war vorher, war das Triposee, meine ich.

00:22:46: Und irgendwann ist dann Klang von Blau draus geworden.

00:22:49: Und Triposee spielt insofern eine Rolle.

00:22:51: Ich habe mich halt gerade nochmal unterhalten, weil da schon mal ein Inselmagazin entstanden war.

00:22:58: Es gab sozusagen eine Urform des Inselmagazins, was aber sehr touristisch ausgerichtet war.

00:23:04: Also sozusagen auch, um Chemnitz nach außen zu präsentieren.

00:23:09: Das wurde dann halt über Touristinfo, aber auch aufmessen und so weiter verteilt.

00:23:13: Also da war ganz viel Kultur drin und nur so ein paar Wirtschaft auch.

00:23:17: Und das hatte dann damals TrepoC in Produktion.

00:23:20: Und weil es jetzt nicht ganz genau, bis wann, irgendwann gab es dann mal in Break, ich meine, im Jahr zwei tausendsechzehn.

00:23:28: Da wurde dann, war das Geld nicht mehr da.

00:23:31: Und da hat dann Klang von Blau praktisch die Produktion übernommen, wurde noch ein bisschen unterstützt von der CWE finanziell.

00:23:38: Und genau, das war das, was es gab.

00:23:41: Es

00:23:41: gab es auch beständig.

00:23:43: Ja,

00:23:43: ja, ja.

00:23:45: Und es hieß auch ganz genau so.

00:23:47: Also das war zum Beispiel so ein Punkt, wo ich erst so ein bisschen bedenken hatte.

00:23:52: den Namen genauso zu lassen, weil es schon mehr als ein Relounge war, was die vorhatten, die Jungs.

00:23:58: Es war eigentlich ein völlig neues Konzept, außer dass es auch Print war.

00:24:02: Wirklich die Zielgruppe, völlig andere, aber es hat mich überzeugt.

00:24:06: Also die hatten da eine schöne Präsentation vorbereitet und es war alles langdurchschtig.

00:24:12: Du

00:24:12: hattest die Kontakte so möglich

00:24:14: sein.

00:24:15: Genau.

00:24:15: Ich war sozusagen... die Frau, die das Ganze umsetzen konnte.

00:24:20: Die Idee war halt wirklich ein Verlag zu gründen, also auszukründen.

00:24:23: Die Gesellschaften sind praktisch die beiden Unternehmen und ich und im Geschäftsführer der Gesellschaft.

00:24:30: Es hat nicht sehr lange gedauert, bis ich da gesagt habe, okay, lass uns das machen.

00:24:35: Und jetzt haben wir es

00:24:37: in den Anfang des Jahrhunderts.

00:24:40: Genau, Anfang des

00:24:41: Jahrhunderts

00:24:42: gründen wir.

00:24:43: Das war wirklich ein schöner Zeitpunkt.

00:24:45: Wenn da irgendwas dazwischen gekommen wäre und wir hätten irgendwie nur Tatamin bekommen, dann hätten wir es wahrscheinlich nicht mehr gemacht.

00:24:54: Also da ging das dann schon langsam los mit Corona.

00:24:59: Aber

00:24:59: es war doch auch ein reines Printprodukt.

00:25:03: Es war aber schon, ja, es war schon im Hintergrund alles geplant.

00:25:06: Es soll mal eine App geben.

00:25:07: Das haben wir bis jetzt noch nicht umgesetzt.

00:25:09: Es war auf jeden Fall die Website, die enge Verknüpfung mit der Website, der Business-Kalender als feste Bestandteil und auch als das, was uns abhebt von anderen Magazinen halt.

00:25:20: Auch im Endeffekt ist es eigentlich das, was früher im Stadtstreiche war, jetzt Veranstaltung.

00:25:25: Aber das ist eben ja so eine Sache.

00:25:27: Es gibt nirgends online die Möglichkeit, gebündet alle Veranstaltungen.

00:25:32: auf irgendeiner Plattform zu finden.

00:25:33: Also, wenn ich jetzt bei LinkedIn filtre, sehe ich nicht alle Veranstaltungen, die nächste Woche in Chemnitz sind.

00:25:39: Das gibt es nicht.

00:25:40: Und das war halt das, wo wir auch gesagt haben, in die Lücke gehen wir rein.

00:25:43: Aber in dem Business-Kontext immer.

00:25:47: Zielgruppe,

00:25:48: Unternehmer und Netzwerke, wobei ich Netzwerke jetzt zu definieren würde, das sind die sich auch bei LinkedIn tummeln, also die sich wirklich vernetzen wollen, weil es einfach wichtig ist und weil heute niemand einen Leben lang einen Job hat oder ganz wenige.

00:26:03: Jetzt mache

00:26:04: ich mal wieder ein bisschen Werbung für die Überstunde.

00:26:06: Der Gast muss ja selber konsumieren.

00:26:07: Er muss ja die ganze Zeit selbst aktiv werden und das ist ja nur für Menschen interessant.

00:26:12: die bereit sind, auf andere zuzugehen.

00:26:13: Ich weiß nicht, wie deine Erfahrung war, es laufen da schon, es hat schon irgendwie auch was Komisches, wenn jemand kommt und sagt, hallo, ich bin Micha, wer bist denn du?

00:26:20: Aber es ist ja, ja, es ist halt praktisch.

00:26:23: Das Recht, also die meisten, das machen wir ja mit uns im Beat to Brunch auch, den wir hier veranstalten, zusammen mit Ich Bin Mittelstand und Yunako und Satsink, da ist es auch so.

00:26:37: Also wir sind bei jemandem zu Gast bei einem Unternehmen, das Unternehmen wird vorgestellt.

00:26:41: in einem Interview präsentiert sich und dann gibt es leckere Schnittchen und danach wird die Netzwerke nicht in so einem großen Kreis.

00:26:48: Also das ist wieder das, was uns zum Beispiel von der Überstunde unterscheidet.

00:26:53: Also wir sind in den twenty-fünf, maximal dreißig Leute.

00:26:56: Aber... Ich finde wirklich diese Idee, dass du willst Netzwerken, also gehst du hin und es geht auch gleich los.

00:27:04: Und du hast ein schönes Zeitfenster, du musst auch nicht um sechs da sein, du kannst auch um sieben kommen und das fällt überhaupt nicht auf, weil da vielleicht gerade jemand redet vorne auf dem Podium, sondern du gehst einfach rein und nach einer Stunde kannst du einen polnischen machen, wenn du willst.

00:27:18: So, aber wir kennen das Insight, du hast Anfang zwei zwanzig eine etwas gegründet.

00:27:27: erfordert, dass Menschen in Läden gehen und das Magazin ja nehmen, oder?

00:27:32: Es ist trotzdem liegt aus.

00:27:34: Ja, also das Konzept war freie Auslage.

00:27:38: Und dann vom Corona

00:27:39: so viel.

00:27:40: Also das war wirklich, wir haben, ich glaube im Januar, im März haben wir die erste Ausgabe.

00:27:46: rausgebracht oder?

00:27:47: Ja, die erste offizielle.

00:27:49: Wir hatten einen Probelauf.

00:27:51: Das war aber noch nicht unter dem Verlagsdach in der Winterausgabe, neunzehn gehabt.

00:27:56: Und dann ging es richtig los im März zwanzig.

00:27:59: Die erste Ausgabe.

00:28:00: Wir kommen auch heute noch immer.

00:28:02: März, Juni, September, Dezember, immer so Mitte des Monats.

00:28:06: Und genau.

00:28:07: Und dann im Sommer ging das schon los.

00:28:08: Da wurde, da wurde es schon schwierig.

00:28:10: Also es wurde, es kam ja von allen Seiten.

00:28:12: Also der Anzeigenverkauf wurde schwieriger und vor allen die Auslagestellen brachen ja weg.

00:28:17: Also wir haben dann wirklich komplett, wir haben richtig umkonzeptionieren müssen und haben dann halt geguckt, dass wir verstärkt halt im Einzelhandel Bäckereien, keine Ahnung.

00:28:32: Was haben wir dann, dann haben wir ganz viel so Steuerberater und solche Sachen, Anwaltskanzlei, dort diese, diese ganzen Geschichten.

00:28:41: Überall,

00:28:42: wo man warten muss.

00:28:43: Richtig.

00:28:44: Und also, also, versuch mal ein bisschen Chemnitz Insights zu, also ihr seid ein Wirtschaftsmagazin.

00:28:58: Es ist schon mehr.

00:29:01: Also unsere Headline ist regionale Wirtschaft, Lebensart und Kultur für Netzwerker.

00:29:08: Bei den Netzwerken sind ja dann viele Unternehmer auf jeden Fall dabei.

00:29:12: Ihr habt ja garantiert eine Zielgruppenanalyse.

00:29:15: Wie viele Netzwerker gibt es denn?

00:29:16: Das

00:29:17: kann ich jetzt gar nicht mehr sagen, ob er das damals in einer Konzeption, ob es da eine Zahl gab, muss es gegeben haben, weil wir mussten uns ja auf diese Auflagenhöhe von sechstausend Exemplaren einschießen bzw.

00:29:30: haben das gemacht, ob das jetzt mehr Bauchgefühl war aus der Erfahrung mit dem Startstreicher heraus und vielleicht auch ein bisschen aus der Erfahrung mit dem Ohr, im Seiten nenne ich es jetzt mal heraus, aber das hatte ja wirklich nicht viel damit zu tun.

00:29:46: Ich würde einfach immer so sagen, es gibt hier in Chemnitz so eine Bubble von Leuten, die man immer wieder sieht, die sich alle untereinander kennen, die auf die Netzwerkveranstaltungen gehen, vielleicht von anderthalb bis zweitausend Leuten.

00:29:59: Wie viele Menschen arbeiten am Chemnitz-Inzert-Projekt?

00:30:02: Also... Wenn man jetzt noch so die freien Redakteure mit dazu nimmt, die der Folge dann beauftragt, würde ich mal sagen so sieben bis acht.

00:30:11: Man hört immer, diese Druckprodukte haben es richtig schwer.

00:30:17: Ist das ein, wo ihr nicht genau wisst, wie lange das noch funktioniert?

00:30:22: Also ich erinnere mich, dass ich in den letzten Jahren, dass meine Freunde das glaube ich immer mal von mir gehört haben, dass ich gesagt habe, also ich weiß nicht, wann das so weitergeht, keine Ahnung.

00:30:31: ob das noch so lange geht.

00:30:32: Und es gab aber so einen Break-even bei mir.

00:30:35: Ich habe letztes Jahr, meine ich, eingeladen zum BVMW, zu einer Veranstaltung, BVMW Mittel Sachsen, so einen Vortrag zu halten.

00:30:45: Und da ging es darum, hat Print noch eine Chance.

00:30:48: Und da bin ich wirklich mal ganz tief eingestiegen und habe mir das mal alles angeguckt.

00:30:53: Und es ist wirklich, es gibt Hoffnung.

00:30:55: Und zwar nicht unbedingt für die Tagespresse.

00:30:58: Also die haben Probleme.

00:30:59: Das wird früher oder später.

00:31:00: sich immer mehr auf digital umstellen, aber solche, also die spitze Zielgruppe, solche schön gemachten, haptisch, schönen Printprodukte, wo das dann wirklich eben ein Erlebnis ist, wo ich das, ich will das, ich muss das haben.

00:31:16: schon, weil es so schön ist und weil es das nur für uns gibt und weil es das vielleicht auch nur hier gibt und weil ich es auch gelesen haben muss, weil wenn ich zur nächsten Veranstaltung gehe, wird vielleicht darüber gequatscht, was da immer jemand

00:31:26: macht.

00:31:27: Wenn man nachgedacht, eigene Veranstaltungen zu machen.

00:31:29: Naja, wir sind ja mit Veranstalter beim Beat to Brunch.

00:31:31: Ist auch ein relativ kleiner Kreis.

00:31:34: Ja, genau.

00:31:35: Aber das, ich glaube, wir hatten die Themen schon, das ging aber dann auch so in die Richtung, was du von uns gesagt hattest, so vielleicht in einem kleineren Rahmen, so klubartig.

00:31:45: so ein bisschen, wo man sagt, das ist hier der Inner Circle, die Insider.

00:31:50: Wir haben das auf jeden Fall schon mal besprochen.

00:31:52: Da können wir uns auch gerne nochmal unterhalten.

00:31:55: Das ist auf jeden Fall ein Thema.

00:31:56: Da hängt es ein bisschen an der Manpower, ganz ehrlich gesagt.

00:31:59: Also da muss man halt dann wirklich gucken.

00:32:01: ähm, kriegen wir das gestemmt, weil wir sind schon alle ziemlich ausgelastet, weil wir haben ja neben dem Insight auch noch Produkte, die wir im Auftrag produzieren.

00:32:10: Ja, also... Für die Wirtschaftsförderung Erzgebirge, das Herzwerkmagazin, das ist jetzt erst rausgekommen, das kommt einmal im Jahr, aber das ist mittlerweile auch wirklich auf einem Level vom Insight.

00:32:21: Und dann machst du auch dort...

00:32:23: Die Redaktion geht dort in Zusammenarbeit, also da wird schon zugearbeitet, da stimmen wir uns ab, also die Wirtschaftsförderung hat dann... dann schon die Themen eigentlich fast alle.

00:32:33: Wir können dann auch noch so ein paar Ideen mit einfließen lassen, aber die Umsetzung ist dann gemeinschaftlich.

00:32:38: Aber

00:32:38: du machst trotzdem immer weiterhin Anzeigenverkauf?

00:32:41: Genau,

00:32:42: das ist im Endeffekt...

00:32:43: Hat sich da irgendwas verändert in den letzten Jahren?

00:32:47: Ich überlege gerade, es geht eigentlich leichter, weil ich jetzt so viele Leute kenne.

00:32:52: und dann ist aber die Frage, wollen die jetzt haben die gerade was zu erzählen?

00:32:57: Wie kriegst du die Informationen?

00:32:58: Zeitungen lesen?

00:32:59: Ja, schon hauptsächlich.

00:33:00: Ja, und dann eben die Veranstaltung.

00:33:02: Da ist schon jedes Mal für mich auch immer ein Benefit, wenn ich, ich komme maximal an so einem Abend mit vier, fünf Leuten ins Gespräch, weil es sonst wird zu kurz.

00:33:12: Also ich gehe jetzt nicht durch und mache überall Schäkens, sondern wenn ich mit jemandem da, dann kannst du ob man eine halbe Stunde gehen.

00:33:18: Und dort bekommt man schon viel mit, aber eigentlich hauptsächlich Presse online und freie Presse lesen auch.

00:33:24: IHK Zeitung.

00:33:26: IHK-Zeitung ist sowieso, das wundert mich, dass du das jetzt noch nie gefragt hast, wo ist der Wettbewerb?

00:33:32: Oder wen?

00:33:33: IHK-Zeitung?

00:33:34: Am ehesten.

00:33:35: Wirklich?

00:33:36: Ja.

00:33:38: Weil da ist Information.

00:33:40: Bei uns ist echt die IHK-Zeitung, die kommt und geht eins zu eins in den Papierkopf.

00:33:47: Ja, Sie haben ja jetzt so rumgestellt auf dieses Newspaper-Format, was ich aber gar nicht schlecht finde, weil das lädt ein zum Lesen.

00:33:52: Da sind wir jetzt bei diesem, das Top-Magazin lese ich zum Beispiel nicht, weil das hängt doch mit der Haptik zusammen.

00:33:58: Ja,

00:33:59: das ist so, ich mag das, wie ihr das macht.

00:34:03: Die gehen jetzt ein bisschen mehr in die Richtung.

00:34:05: Also ich glaube, das ist jetzt auch ein Aufsettpapier, was Sie haben.

00:34:07: Das ist nicht mehr ganz so hochklansig und da ist es schon schöner.

00:34:11: Also für mich ist ja das Wirtschaftsmagazin schlechthin, Brandeins.

00:34:15: Ja, aber

00:34:16: halb überregional, ne?

00:34:18: Genau, ist ja ein anderes System.

00:34:20: Wir haben auch einen guten Podcast, ne?

00:34:21: Ja, das ist sehr gut.

00:34:23: Wobei sie da ja die Themen auch verwurscheln einfach nochmal.

00:34:26: Ja.

00:34:27: Also das ist ja die, wie sie den Content weiter ausspielen, sehr superinteressant.

00:34:32: So eine Art, wie sie die Themen da besprechen.

00:34:37: Also, naja, habt ihr schon mal gemacht die, die wichtigsten Unternehmer der Region?

00:34:44: Also so eine ...

00:34:45: Nein, so was gibt's ja.

00:34:47: Ich hab ja drüber schon nachgedacht und das ... Ich glaube, es wird eine tolle Spanne.

00:34:52: Die Top-Hundert von ... Ja, ja.

00:34:55: Ich glaube, da greifen viele Lüte zu.

00:34:57: Das ist ja so was, wo?

00:34:59: da gibt's auch diverse Publikationen, wo sich dann so Leute, die sich da auch gerne selber mal ein bisschen feiern wollen, warum auch nicht.

00:35:06: Meistens steht ja auch wirklich was dahin da.

00:35:08: Es ist vor allem ein guter Contentprozess, weil nie bestimmt man, wer ... Ich bin tophundert.

00:35:15: Also da kann man ja schon... Da gibt

00:35:16: es mir hier gute Ansätze.

00:35:19: Das ist super.

00:35:20: In irgendeiner Form kooperieren wir mal.

00:35:22: Und ich glaube, es gibt im Leben manchmal, dass man einen Talent für sich entdeckt und dann sagt, hätte ich das mal früher schon gewusst, dass ich das kann, denn wäre mein Leben vielleicht anders verlaufen.

00:35:32: So, die Frage ist, welches Talent ist das bei dir?

00:35:35: Und ich später sage ich dir, was ich glaube, welches Talent es ist.

00:35:38: Ich sage dir, aber damit du nachdenken kannst, bei mir ist es, ich glaube... Ich wäre ein guter Ledermacher geworden, weil ich erst, ich habe mein ganzes Leben war Sport und ich habe als Kind ganz oft, wenn ich bei meiner Oma war, die hatte ein Klavier, habe ich mich immer ans Klavier gesetzt und meine Eltern haben gedacht, der macht ja Sport.

00:35:55: Wir brauchen den nicht zur Musik zu bringen und ich habe dann irgendwann mit achtzehn, zwanzig mir selber Gitarre spielen beigebracht und es ging total schnell.

00:36:03: Also ich habe einen Talent dafür und ich habe... Öfter gedacht, ach so ein kleiner Ledermacher, der auf kleinen Bühnen, also jetzt kein großer Star, wirklich die romantische Vorstellung von so kleinen Stadthallen in alles in einem Auto verpackt und auf Tour wäre, glaube ich, ein Talent.

00:36:21: Ich glaube, ich hätte es gekonnt.

00:36:24: Weinst du, es ist zu spät jetzt?

00:36:25: Nee, vielleicht dient der Podcast ja eigentlich nur dazu, dass man auf einer Bühne.

00:36:31: Jetzt habe ich das erkannt.

00:36:33: Hast du nicht?

00:36:33: Ja,

00:36:34: verstanden.

00:36:35: Ja, na ja, wie gesagt, also dieses, ich glaube, Kommunikation ist schon meine Stärke und die Neugier auf Menschen auf jeden Fall.

00:36:43: Ich liebe es, Menschen kennenzulernen.

00:36:45: Weil du, du hattest ja vor uns auch was in die Richtung gesagt, ne?

00:36:48: Also deswegen fahre ich auch wirklich immer mal wieder absolut gerne alleine in den Urlaub.

00:36:53: Also mit meinem Hund, ich bin ja nicht alleine in dem Sinne, weil ich lerne einfach jeden Tag Leute kennen und komme ins Gespräch und das bereichert mich.

00:37:03: Total.

00:37:03: Also, ich finde das wunderbar.

00:37:05: Das ist auf jeden Fall was.

00:37:07: und die Kommunikation gut.

00:37:08: Das habe ich ja dann irgendwann eben umgesetzt.

00:37:11: und dann könnte man jetzt auch sagen, gut, die Jahre vorher im Büro hätte ich mir schenken können, aber die hatten mit Sicherheit auch ihren Sinn.

00:37:16: Und

00:37:17: ursprünglich warst du Verkäuferin, wobei zu DDR-Zeiten, es geht

00:37:21: nicht darum.

00:37:22: Ich habe ja nie wirklich ausgeübt.

00:37:26: Viele Menschen glauben mir nicht, dass das eine wirkliche Talent ist, Menschen kalt anrufen zu können.

00:37:32: auch wenn du das jetzt nicht mehr so machst und irgendwas zu verkaufen, aber die Kunst liegt ja darin, dass du gar nicht darüber nachdenkst, dass du jetzt was verkaufst, sondern dass du wirklich den Menschen jetzt sagst, ich glaube, das ist genau das, was du brauchst.

00:37:45: Also du erzählst auch da eine Geschichte im Endeffekt.

00:37:47: Du hast

00:37:48: erstes Bedürfnis und die

00:37:52: Befristung.

00:37:54: Was ich wirklich nicht gemacht habe und wo ich denke, das geht ein bisschen in die Richtung, dass du gesagt hast, ich glaube, ich wäre ein guter Grafiker geworden.

00:38:04: Ich habe auch spät entdeckt, dass ich gut fotografieren kann.

00:38:08: Das spielt da rein.

00:38:10: Ich habe einfach ein Gefühl für die Bildaufteilung.

00:38:13: Und für Motive, wenn ich heute noch mal die Wahl hätte, es ist einfach jetzt zu spät für so was.

00:38:19: Und ich hatte mir auch vorgenommen, nicht noch mal eine Ausbildung, aber Grafik hätte mich interessiert.

00:38:24: Nicht

00:38:24: so, dass es zu spät ist.

00:38:24: Also wie es für mich als Liedermacher.

00:38:27: Ich habe mir nach der Farmerreferenten Ausbildung, habe ich mir vorgenommen, keine Ausbildung wieder und schon gar nicht irgendeine Ausbildung, wo am Ende eine Prüfung steht.

00:38:34: Das mache ich nie wieder.

00:38:36: Man könnte es jetzt autodidaktisch vielleicht, wenn man Langeweile hat, machen, online.

00:38:48: Also zuerst mal hoffe ich, dass ich das auch noch erlebe.

00:38:54: Wir hatten es ja vor uns schon mal ganz kurz angeteasert.

00:38:57: Es gibt natürlich eine positive, eine hoffnungsvolle Variante und es gibt eine mehr oder weniger realistische Variante.

00:39:03: Es gibt halt momentan wirklich das Problem, dass wird die ganzen guten Ideen wie vielleicht da sind, wie man weiß, dass man die Stadt für die Jugend attraktiver machen muss.

00:39:13: Man weiß ja, dass man Plätze schaffen muss, wo man sich aufhalten kann und sich wohlfühlt, ohne dass man da was konsumieren muss.

00:39:22: All das ist ja bekannt.

00:39:24: Man weiß, dass man eigentlich nicht in der Kultur oder im sozialen Bereich wegkürzen darf.

00:39:31: All das steht aber dem entgegen, dass einfach kein Geld da ist und dass eben weniger bei den Kommunen ankommt.

00:39:37: Und nie das alles, was sie machen sollen oder was sie machen müssten, häufig nicht können.

00:39:42: Gerade jetzt in Chemnitz ist halt die Situation wirklich schon ein bisschen bedenklich.

00:39:46: Aber gehen wir einfach mal davon aus, das ändert sich irgendwann.

00:39:49: Und es sind die Mittel da.

00:39:52: sehe ich schon, dass die Stadt ja auch von der Innenstadt her, da ist man ja auch dran, dass das alles einfach schöner und lukrativer wird und wieder mehr Menschen sich da auch bewegen und dass die Stadt nach außen hin natürlich auch wieder ein anderes Image hat.

00:40:08: Es ist ja ein Sinn ja hübsch paar Jahre bis dahin.

00:40:10: Da kann viel passieren.

00:40:12: Es muss einfach, es müssen junge Menschen, mehr junge Menschen herkommen.

00:40:16: Also diese Gap, die wir da haben, die da entstanden ist, eben nach der Wende.

00:40:21: dass einfach mal so zwischen vierzig und zwischen vierzig und sechzig oder so ist es ziemlich dünn.

00:40:28: Genau.

00:40:29: Also das ist ja demografisch.

00:40:31: Ja, ja, genau.

00:40:32: Und viele sind weggegangen.

00:40:34: Genau.

00:40:34: Und das wird richtig.

00:40:36: Also da fehlt gerade richtig viel Arbeitspotenzial, also Manpower und natürlich macht eine Stadt.

00:40:43: die überallt hat, ist den Jugendlichen nicht einfacher.

00:40:47: Und wenn die Zahlen stimmen, dass von zehn Jugendlichen in Chemnitzien weg wollen, ist das natürlich ein Verastrofer.

00:40:53: Die Frage ist natürlich, was müsste man tun?

00:40:56: Also, beziehungsweise möchten Jugendliche nicht immer weg.

00:40:59: Die Frage ist ja, würden sie auch wieder zurückkommen.

00:41:01: Und ich sehe es positiver, weil ich glaube, und das ist vielleicht auch eine Aufgabe von Medien, von Menschen, denen zugehört wird, dass die zeigen, hey, liebe Menschen, das, was ihr vielleicht woanders sucht, findet ihr alle in Chemnitz.

00:41:19: Chemnitz hat den großen Vorteil, hier kannst du alles erst mal machen und vielleicht muss man viel stärker auch politisch sagen, wir lassen euch hier spielen, kreiert was.

00:41:34: Die Frage ist halt auch, was kann man vielleicht mit wenig, mit dem wenigen, was wir jetzt haben?

00:41:41: tun.

00:41:42: Gibt es andere Ideen noch?

00:41:45: Du zeigst es ja.

00:41:46: Du bist ja auch ein gutes Beispiel daran.

00:41:47: Du möchtest so ein Magazin haben und rufst Leute an und sagst, eigentlich gibt es ein tolles Magazin.

00:41:53: Ihr könnt da drin werben und damit finanziele ich dieses Magazin.

00:41:56: Das könnte man ja theoretisch für alle Bereiche nehmen.

00:41:59: Warum nicht auch die Wirtschaft viel, viel stärker involvieren und sagen, du möchtest Arbeitskräfte in der Zukunft haben.

00:42:06: Du möchtest, dass dein eigener Standort nicht gefährdet ist.

00:42:10: Dann haben wir alle einen Interesse, dass Chemnitz nach oben kommt.

00:42:13: Ja, es gibt ja gute Initiativen, also Chemnitz zieht an zum Beispiel oder auch der Geschäftsbereich Wirtschaft.

00:42:19: Die sind ja unheimlich rürig und machen und tun und haben Ideen.

00:42:23: Aber solange die Stadt nicht lukrativ genug ist, also ich habe es jetzt bei meinem Sohn gesehen, wenn ich nicht stelle bei Siemens.

00:42:34: in Leipzig und in Chemnitz, dann gehe ich nach Leipzig, da wird gar nicht lange überlegt.

00:42:40: Man hört es ja auch immer wieder von Unternehmern, dass sie einfach ein Problem haben, die Leute herzubekommen.

00:42:45: Das eine ist ja, die Jugendlichen herzuhalten.

00:42:49: Also da sehe ich wirklich, das muss einfach gelingen.

00:42:53: Aber

00:42:53: hast du das Gefühl, dass es, du hast ja vorhin gesagt, dass du schon immer in Chemnitz bist, dass es schon mal eine Zeit im Chemnitz gab, wo das besser war?

00:43:00: Ich bin neunundneinzig hingekommen, da sah Chemnitz ganz, ganz anders aus.

00:43:04: Ja, das stimmt,

00:43:05: ja.

00:43:06: Weil immer gesagt wird, wir müssen jetzt was tun, aber... Der Prozess ist ja schon...

00:43:11: Es gab einen Kipppunkt.

00:43:13: Es gab definitiv einen Kipppunkt, wo das Image einfach mal in den Keller gegangen ist.

00:43:20: Ich weiß noch, da waren die Demos.

00:43:23: Da stand der Ufk-Scheid in der Stadt und hat in irgendeinem ZDF oder AD-Mikrofon gesagt, die machen uns hier alles kaputt, was wir uns die Jahre aufgebaut haben.

00:43:32: Und genau so war es.

00:43:34: Es ist halt nachhaltig da ein Image-Schaden entstanden.

00:43:36: Das muss man einfach so sagen.

00:43:39: im Moment wird zu wenig getan, sagen wir es mal so.

00:43:42: Ich bin in Mazzan groß geworden und vielleicht ist das ein ostdeutsches Phänomen, aber in Mazzan gab es auch schon immer Rechte.

00:43:51: So in der Schule, du warst in der Schule, da saß so ein Skinnitz-Spinner drin und trotzdem war nicht ganz Matzahn rechts so und ich will das nicht relativieren.

00:44:01: Aber ich weiß noch, dass es im Firmlauf war.

00:44:04: ZDF machte ein Bericht über einen Firmlauf und interviewte mich und fragte, was sagen Sie denn zu den Vorfällen?

00:44:12: Es ging immer um braun und bunt.

00:44:15: Und ich den gesagt, ey, das ist hier ein Firmlauf.

00:44:18: Was hat denn das?

00:44:20: Und ich dachte so, dieses Framing.

00:44:22: Also es gibt die Problematik, aber es gibt auch noch ein ganz anderes Chemnitz.

00:44:26: Und ihr macht das ja auch kaputt.

00:44:29: Also auch die Medienberichterstatt.

00:44:31: Ihr wolltet dieses Bild so kommunizieren.

00:44:34: Es gab keine Differenzierung leider.

00:44:38: Ja, zu den Medien zähl ich mich jetzt ehrlich gesagt.

00:44:42: Aber ich geb dir völlig recht, die Medien haben dann eine große Verantwortung und da ist eine ganze Menge schief gelaufen und läuft ständig, weil ja einfach mal es klickt.

00:44:51: Das muss man ja wirklich so sagen.

00:44:52: Ich glaube wirklich,

00:44:53: dass die Medien, also jetzt ohne jetzt beim Mindset der Menschen, Du machst das Handy an, du machst das Spiegel online, du machst Tagesschau und es ist ja so, dass eine negative Nachricht viermal besser performt als eine positive Nachricht.

00:45:12: Und ich wollte früher schon immer mal die positive Tagesschau machen.

00:45:16: Einfach, wo nur positive Sachen sind, weil wenn ich jetzt die ganze Zeit nur höre, wie schlecht alles ist, wie soll es mir denn da gut geht?

00:45:23: Ist ja so ein Kontrast.

00:45:24: Und die Frage ist natürlich, wenn ich in den Medien immer nur höre, dass Chemnitz schlecht ist.

00:45:29: Wie soll ich denn dann ein positives Bild von Chemnitz haben?

00:45:32: Wenn immer alle sagen, du bist hässlich, dann... Deswegen

00:45:36: haben wir jetzt das Riesen-Click und die Riesen-Chance gehabt mit dem Kulturhauptstadtjahr.

00:45:42: Fandst du total

00:45:43: gut.

00:45:43: Ich fand die Diskussion davor... Manchmal behebe ich, weil es war klar, dass dann Scheinwerfer auf Chemnitz.

00:45:51: Egal was im Vorfeld passiert ist, jetzt ist der Sport on und das muss genutzt werden.

00:45:56: Und es wurde ja auch genutzt.

00:45:59: andere Erwartungen von den Menschen gab, andere Wünsche vielleicht, so, dass Akteure es vielleicht anders gern selber gemacht hätten.

00:46:06: Das

00:46:07: ist so ein Riesending und so eine komplexe Veranstaltung.

00:46:10: Da machst du es definitiv nicht allen recht.

00:46:13: Aber ich glaube, man kann sich schon im Tenor darauf einigen, dass das in großartiger Volksgeschichte war.

00:46:20: Das ist nicht übertrieben.

00:46:22: Und ich, wenn ich, das habe ich mit Sven, habe ich mal darüber.

00:46:26: Eigentlich.

00:46:27: hat uns die Kultur stattdurch gezeigt, wenn Unternehmen Geld geben und in Kultur investieren.

00:46:32: Kommen Touristen, Chemnitz wird besser dargestellt und es wird langfristig einen Effekt haben.

00:46:38: Warum?

00:46:38: Immer sagen die Politik muss Geld geben, warum das nicht in die eigene Hand nehmen, weil dann hat man es immer unter Kontrolle.

00:46:45: Aber das machen wir ein ganz anderes Buch gerade auf.

00:46:48: Ich fand es total schön, dass wir uns kennengelernt haben, obwohl aus der Ferne kannte ich dich als Namen.

00:46:54: und jetzt freue ich mich, dass wir bei uns.

00:46:56: Wir sehen uns morgen bei der Netzwerksfahrt Mr.

00:46:58: Prinze.

00:46:59: Jetzt wissen wir mehr voneinander.

00:47:01: Das ist doch ein schönes Ding.

00:47:03: Vielen, vielen Dank, dass du die Zeit gefunden hast.

00:47:07: Und ich freue mich.

00:47:08: Vielleicht machen wir ja noch ein bisschen was zusammen.

00:47:10: Ganz bestimmt.

00:47:11: Ich danke dir.

00:47:11: Süß.

00:47:12: War toll.

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