(Steve Rettcke - CEO DSCHOY GmbH) - „Willst du dir ewig die Hände schmutzig machen?“ – Steves Weg zur Werbung

Shownotes

In dieser C-Level-Folge besuche ich Steve Rettcke in der Villa der Agentur DSCHOY in Chemnitz. Steve ist ein Ur-Chemnitzer, der eigentlich Zweiradmechaniker werden wollte, bis ihn ein alter Meister bei Porsche fragte, ob er sich wirklich sein Leben lang die Hände schmutzig machen wolle,.
Wir sprechen über seinen ungewöhnlichen Weg in die Werbewelt: Von ersten unternehmerischen Gehversuchen mit einem Rasenmäher-Business als Teenager über das Verkaufen von Briefmarken an skurrile Sammler bis hin zu seinem „Model-Debüt“ auf City-Light-Plakaten.
Steve erzählt offen, wie er und sein Geschäftspartner Mario an einem trostlosen, verregneten Tag auf dem Weihnachtsmarkt beschlossen, ihre erste Agentur Kopfsatz zu gründen – und wie daraus später durch eine Fusion mit CreativClicks die heutige Agentur DSCHOY entstand.

Außerdem diskutieren wir:
• Employer Branding: Warum das keine Kosmetik ist, sondern eine „Operation am offenen Herzen“, und warum der Fisch oft vom Kopf her stinkt,.
• Demografischer Wandel: Warum uns bald 7 Millionen Arbeitskräfte fehlen und warum einfache Antworten nicht mehr funktionieren,.
• Chemnitz 2042: Warum die Stadt aufhören sollte, gegen den Fakt zu kämpfen, die älteste Stadt Europas zu sein, und stattdessen Lösungen für die Zukunft entwickeln sollte,.
• KI & Marketing: Warum Steve keine Angst vor KI hat, sondern glaubt, dass Kunden in der Flut aus Content mehr strategische Führung denn je brauchen,.
Eine Folge über Freundschaft im Business, den Mut zur Fusion und warum man manchmal einfach den Glühwein trinken und gründen muss.

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich Willkommen im C-Level-Podcast dem Podcast, wo ich die Business-Ebene mit dem C für Chemnitz verbinde.

00:00:08: Ich hoffe, wir sehen uns alle am Zweiundzwanzigsten Januar, also in knapp einer Woche, bei der dritten Überstunde im Kraftverkehr und vielleicht ist ja auch unser heutiger Gast, Steve Rettgedar.

00:00:18: Er ist ein waschechter Karl-Marx-Städter und leitet heute als Geschäftsführer die Fünfzigköpfige Marken- und Digitalagentur Joy.

00:00:26: Sein Meister sagte irgendwann mal zu ihm, willst du wirklich dir dein Leben lang die Hände schmutzig machen?

00:00:32: Und an diesem Punkt begann für Steve eine wilde, werbar Karriere, die letztlich in der Geschäftsführung der Joy-Agentur endete.

00:00:41: Wir haben über

00:00:42: viele

00:00:43: Sachen gesprochen, über die Entstehung der Kopfsatzagentur, über Employer Branding und letztlich hält Steve ein sehr leidenschaftliches Play-Doye für Candid.

00:00:55: Wie gesagt, ich hoffe, wir sehen uns am XXI.

00:00:58: im Kraftverkehr und jetzt wünsche ich über viel Spaß mit dieser

00:01:01: Folge

00:01:02: des Ziel Level Podcasts.

00:01:13: Schade, dass ich das jetzt nicht schon aufgenommen habe.

00:01:15: Wir haben ein Gespräch.

00:01:20: Wir kennen uns von LinkedIn.

00:01:21: Wir haben einmal telefoniert.

00:01:23: Ansonsten sind wir uns noch nicht über den Weg gelaufen, glaube ich zumindest.

00:01:27: Vielleicht waren wir garantiert auf Veranstaltung zeitgleich, aber wir haben uns noch nie gegenüber gestanden und wir lernen uns jetzt kennen.

00:01:34: So, lieber Steve, wer bist du denn überhaupt?

00:01:36: Wie bist du heute hier in die wunderschöne Villa gekommen?

00:01:39: Ja, heute, sondern in den ganzen Lebensverlauf.

00:01:42: Was ist passiert, um in dieser Villa zu landen?

00:01:44: Oh,

00:01:44: ja, das ist schon weg.

00:01:45: Also, mein Name ist Steve Frettke, bin einer der Gründer und Geschäftsführer der Agentur Joy.

00:01:51: Wir sind eine Marken- und Digitalagentur mittlerweile mit fünfzig Mitarbeitenden.

00:01:56: Wie ich in die Werbung gekommen bin, ich bin ehrlich gesagt ein bisschen reingesteuert und habe das Talent erst Ja, in meiner Ausbildung entdeckt, dass es mir unfassbar viel Freude macht, Menschen zu überzeugen, mit Argumenten, aber auch mit Emotionen anders zu denken.

00:02:14: Anderen Weg zu gehen, ne?

00:02:15: Du bist

00:02:15: jetzt schon sehr, sehr... Du wirst

00:02:18: ganz vorne ein.

00:02:19: Ich würde

00:02:19: gern mal wissen, wo du geboren bist.

00:02:21: Okay.

00:02:21: Also, ich bin ein Karl-Marx-Stadter.

00:02:23: Also,

00:02:23: ich bin Karl-Marx-Städter.

00:02:24: Ich bin in Karmachstadt geboren, bin in dem schönen Ortsteil... in Bonner viele Jahre aufgewachsenen.

00:02:36: Ich habe dort bis zu meinem achten Lebensjahr dort verbracht.

00:02:40: Ich bin auch dort zur Schule gegangen.

00:02:41: Dann hatte meine Mutter und ich einen kurzen Abstecher auf den Brühe.

00:02:45: Da haben wir ein Jahr lang gelebt.

00:02:46: Leider war das nicht ganz so positiv.

00:02:48: Da lag gerade mein Großvater im Sterben und meine Familie hat sich dazu entschieden, die letzten Monate ihn zu Hause zu pflegen und zu begleiten.

00:02:57: Anschließend,

00:02:58: ganz kurz, der Brühe Mitte der Neunziger war dann noch was?

00:03:02: noch die Einkaufsstraße?

00:03:04: Ja,

00:03:04: ja, also noch nicht mehr ansatzweise zu vergleichen, wie es heute ist.

00:03:07: Das war lebendig, da waren überall Geschäfte, da waren kleine Cafés, da waren Potheken.

00:03:13: Ich erinnere mich an die vielen, vielen Hinterhöfe, wo überall Kinder versammelt haben.

00:03:19: Spielplätze waren, wir draußen auf dem Boulevard in der in den Brunnen gespommen sind und es abgekühlt haben und heiße Sommermonaten.

00:03:28: Also das war ein sehr sehr sehr lebendiger Ort.

00:03:31: Ich wohne in der Nähe mittlerweile auch wieder in der Nähe und vom Brühl.

00:03:34: Ich laufe da einfach so ein Stück weit mit einem kleinen Tränen im Auge drüber und vergleich das so, wie es heute ist und wie es vielen vielen Jahren gewesen ist.

00:03:44: Der Brühl war einer meiner ersten Erfahrungen von Chemnitz, weil Konrad Kibbelmann der andere Sportmacher dazu da und ich Chemnitz... Also

00:04:12: wenn ich das meiner Frau erzählt, die nicht aus Chemnitz kommt, die guckt mich immer an und schüttelt ein Stück weit mit dem Koffer und sagt, okay, was ist hier passiert?

00:04:21: Was war der Brühe, die Innenstadt gewesen ist, bevor sich dann das neue Zentrum in der jetzigen Innenstadt gebildet hat?

00:04:28: Und da hat es natürlich viel verlagert.

00:04:31: Ja, vom Brühe ging es dann in das schöne Irzchengrüner, ein kleiner Stadtteil von Chemnitz.

00:04:36: Dort habe ich dann ein Großteil meiner Jugend verbracht, bin dort zur Schule gegangen, habe dort meinen Schulabschluss gemacht, hatte ein sorgenfreies, schönes... Dürfliches Schulzeit.

00:04:49: Das war so meine Zeit.

00:04:51: Und eigentlich wollte ich irgendwas mit meinen Händen eigentlich machen.

00:04:53: Eigentlich wollte ich gerne in die Richtung der... Zwei Radmechaniker, gerne ich.

00:05:00: Bin.

00:05:01: seit ich eigentlich zurückdenken kann, habe ich eine große Leidenschaft für Motorräte.

00:05:07: Bin früher Motocross gefahren und dann später durch die Anbindung von Grüner zur Wunschtrein an den Sachsenringen, dann auch viele Jahre Motorsport dort gefahren und das war eigentlich immer so mein Fokus.

00:05:18: Ich habe nie daran gedacht, da so einen normalen Job zu machen und sich vorzustellen, jeden Tag ins Büro zu fahren und da irgendwie eichner zu sitzen.

00:05:27: mich arbeiten, die Leute auszutauschen.

00:05:29: Okay,

00:05:29: je kann man es sich jeden Tag.

00:05:31: Das

00:05:31: ist so ein cool hier, keine Frage.

00:05:33: Aber zu damaliger Zeit war das weit, weit weg.

00:05:37: Und ich habe schon immer gerne gearbeitet, auch gerne vier.

00:05:41: Wir sind jetzt im Mitte der Nullerjahre ungefähr.

00:05:43: Ja,

00:05:44: ja.

00:05:44: Und meine Eltern waren sehr leistungsorientiert bei den erfolgreichen Personen.

00:05:51: und Ja, das hast du dir natürlich als junger Mensch dann auch relativ schnell abgeschaltet und festgestellt, okay, da dein Arsch dreht und was machst, dann kannst du dir auch irgendwie mal was Schönes leisten und auf was hinarbeiten.

00:06:05: Und mein erstes eigenes Geld habe ich verdient mit Zeitungaustragende.

00:06:09: Ich habe damals im Sommer zugesagt, habe das auch gerne gemacht, als der erste Schnee gefallen ist und ich mit dem Fahrrad über diese glatte Straße fahren musste und durchs ganze Dorf geguckt bin, um Zeitung zugestellt habe.

00:06:21: dann gehasst.

00:06:23: Das habe ich dann nie so gerne gemacht, aber ich habe das noch zwei Jahre lang durchgezogen.

00:06:27: Ja, habe dort schon angefangen, für meine Nachbarn Rasen zu mähen, gegen Geld.

00:06:31: Irgendwann wurde das so viel, dass ich meine Freunde eingespannt habe und die, ja,

00:06:36: in der Hausmeister-Service.

00:06:38: Ich habe so einen

00:06:38: kleinen, ja, so einen Mini-Rasenmähe-Business da in Grünen gegründet.

00:06:44: Ja, davon haben irgendwie ich und meine Freunde profitiert, dann ging das später weiter, dass wir an den Motorrädern und Motorbärs rumgeschraubt haben.

00:06:51: später haben wir eigene Auspuffe hergestellt, für Modokrossbikes, ja so waren die Anfänger.

00:06:57: und so Rückblicken betrachtet, glaube ich, hatte ich zu meinen allerersten Berührungspunkten mit Werbung, also die Schulerzeitung.

00:07:05: Die Aufgabe von der Schuldirektorin bekommen haben, macht die Schulerzeitung, macht die neu, macht die lebendige, macht die aus europaespektive.

00:07:13: Dann habe ich relativ festgestellt, oh cool, dieses Verhältnis von geilen Motiven.

00:07:19: An provokanten Headlines.

00:07:21: irgendwie fesselt das die Leute.

00:07:22: Irgendwie haben die Lust das zu lesen.

00:07:25: Ich war nie derjenige, der dann so mega tief recherchiert hat und dies und das.

00:07:29: Da hatte ich glücklicherweise immer Menschen um mich herum, die da ganz viel Freude dabei hatten und ganz tolle Geschichten geschrieben haben.

00:07:36: Und ich könnte da so meine Stärke einbringen und sagen, okay, lass uns das mal irgendwie groß denken, lass uns das mal plakativ machen und dass das irgendwie viele lesen.

00:07:44: Und am Anfang war die Schülerzeitung kostenfreier.

00:07:46: Und dann haben wir das ein halbes Jahr übernommen.

00:07:48: Wir haben dann festgestellt, wir können auch ein bisschen Geld dafür verlangen.

00:07:51: Und so ging es dann weiter, dass wir ein bisschen Geld dafür verlangt haben und dann haben wir uns eine Kamera gekauft in unserem Rahmen, die möglich war.

00:07:58: Dann haben wir wieder ein bisschen Geld verdient und dann haben wir uns das erste Mikrofon gekauft, dass wir auch mal eine richtige Aufnahme, eine Videoaufnahme machen.

00:08:05: Das waren so die Anfänge von

00:08:06: der... Habt ihr gleich noch Schul-TV gemacht?

00:08:08: Ja,

00:08:09: das waren so die Anfänge auch von YouTube.

00:08:11: Das haben wir so ein bisschen ausprobiert.

00:08:13: Wir haben uns da einen abgefreut, dass wir da irgendwie Hundertfünfzig Views... Das war damals richtig viel.

00:08:21: Und von dort aus habe ich viel in den Sommerferien gearbeitet, habe mich ausprobiert, habe Praktika gemacht, war bei Yamaha gewesen, war bei Harley-Davidson gewesen, hatte mein Praktikum bei Porsche gemacht auf der Neve Straße.

00:08:39: Da kam es je nachher auf der Neve Straße.

00:08:40: Und dort war ein Meister, der mich am Pisten zum Nachdenken gebracht hat.

00:08:45: Er hat mir nämlich am letzten Tag gesagt, To Steve.

00:08:48: Du hast einen tollen Job gemacht, aber willst du wirklich dein Leben lang deine Hände schmutzig machen?

00:08:52: Und das hat irgendwas in mir angestoßen.

00:08:55: Du warst noch in der Schule und hast die Praktiker.

00:08:57: Du hast noch keine Ausbildung zum Zweiradweine.

00:09:01: Also Zweiradmaschaniker, glaube ich, so hieß das damals.

00:09:04: In die Richtung wollte ich gehen und der Meister hat mich irgendwie zum Nachdenken gebracht.

00:09:09: Und auf der einen Seite ja irgendwie doof, weil das Handwerk ist fundamental.

00:09:13: Es ist super wichtig, aber irgendwie hat das was in meinem Kopf gemacht.

00:09:19: Ich glaube, da hat irgendwas in mir gesehen, was er nicht richtig beschreiben konnte, aber ich selber auch in mir noch nicht entdeckt hatte.

00:09:27: Das hat dann dazu geführt, dass ich mich mit rechts und links umgeschaut habe.

00:09:31: Und ich habe mich an einer Zeit beworben, da musste ich noch zweihundertfünfzig Bewerbungen checken, um fünf Gespräche zu bekommen.

00:09:38: Also, daran kann ich mich echt nach erinnern.

00:09:41: Es gab unfassbar viele junge Menschen, die aus der Schule gekommen sind, die fertig waren, die bereit waren für die Ausbildung und viele, viele von uns haben nicht lange gesucht und wirklich gerungen danach, irgendwo einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

00:09:57: Und ich hatte dann drei Zusagen.

00:09:59: Das eine war Porsche, allerdings in Stuttgart.

00:10:02: Das war so ein Schritt.

00:10:03: Das hatten wir damals gedanklich schon.

00:10:05: Ist mir das schon schwergefallen.

00:10:06: Warum sollte ich diesen Weg raus aus meiner schönen Heimat gehen?

00:10:09: Ich hatte nie das Bedürfnis.

00:10:11: Ich habe mich immer wohlgefühlt.

00:10:13: Das zweite Angebot, was ich hatte, geht zur Bundeswehr.

00:10:16: Da kannte ich einige, die schon dort waren.

00:10:18: Und hab halt auch relativ schnell festgestellt, okay, ihr seid dort, ihr habt Spaß, ihr trinkt irgendwie viel Bier.

00:10:22: Aber das ist irgendwie nicht das, was ich will.

00:10:24: Das ist nicht meine Vorstellung.

00:10:26: Schritt und eine Ausbildung damals bei der WVD-Metinkruppe, die wir damals im Wochenspiegel veröffentlicht haben und auch später die Posts gemacht haben, ein Privatpostanbieter.

00:10:39: Und dort wollte ich gerne schon in die Werbung, aber alle Plätze waren schon vergebene.

00:10:44: Das hieß damals Werbekaufmann.

00:10:47: Da waren alle Wettse vergebene.

00:10:48: Ich konnte also dort nicht mehr rein und die damalige Geschäftsführerin, die wollte mich aber gerne haben, hat gesagt, Du Steve, wir gehen in etwas anderen Weg.

00:10:55: Du machst eine Ausbildung.

00:10:56: zum Kaufmann für Groß- und Außenhandel, mit Schwerpunkt Außenhandel.

00:11:00: Die Richtung bin ich gegangen.

00:11:05: Ich habe über den Firmenlauf an der Mario Bayer als WVD-Geschäftsführer kennengelernt.

00:11:11: Was ich jetzt, glaube ich, in Wion Reisig mache das jetzt, ne?

00:11:15: War das schon immer eine freie Presse-Tochter?

00:11:18: Nein, nein, nein.

00:11:19: Also die WVD, als ich damals als Auszubildender zugekommen bin, gehört das der Familie Fischow.

00:11:25: Die Stammende aus dem Erzgebirge hat einen Grunde genommen, dass alles ihr aufgebaut für Chemnitz, für das Erzgebirge, für... mit, weil der Vogtland, also der Wochenspiegel war ganz breit vertreten.

00:11:35: Das war die Base.

00:11:37: Und darum herum hat sich zum einen ein privater Postingsleister gebildet.

00:11:42: Erst dieser WVD-Post-Service-Partner und dann gab es einen Zusammenschluss mit Dresden.

00:11:48: Und man ist im Grunde noch mit einer einheitlichen Markepost modern aufgetreten.

00:11:52: Und Mario war damals als Betriebsleiter für diese Firma verantwortlich und hat eben damals schon ein Letterschirm aufgebaut.

00:12:01: Daraus

00:12:01: ist dann wieder rum... Der IWVD Dialog Marketing GMPH entstandene, die sich wie der Name sagt auf Dialog Marketing Werbebriefe etc.

00:12:11: konzentriert.

00:12:12: Und über diese Ausbildung bin ich erst mal dort reingekommen, habe eine klassische Ausbildung gemacht, meine ersten Woche oder meine ersten drei Wochen sahen wie voll ich aus, dann gesagt okay, damit du das Unternehmen richtig kennenlernst fängst du auch wirklich bei der Basis an, du gehst erst mal drei Wochen ins Lager.

00:12:25: So, vier Uhr dreizig, früh ist es links los, für mich ein absoluter Albtraum, ich bin überhaupt kein Frühaufsteher, das war schon als Jugendlicher so, habe ich das aber gem... Das hat mir auch sehr viel Spaß gemacht und bin dann während meiner Ausbildung durch die Einkaufsabteilung, durch die Redaktion, durch den Vertrieb, bin überall durchgelaufen und man hat damals schon bemerkt... Kann gut mit Menschen.

00:12:46: Das macht ihm Freude und Verkaufen kann auch nicht schlecht.

00:12:50: Und so bin ich dann in die WVD Post Service gewandert.

00:12:55: Und dort habe ich Mario kennengelernt.

00:12:57: Das war mein drittes Ausbildungsjahr.

00:12:59: Er hat angefangen.

00:13:00: Und ich habe... Da muss meine Kollegen und Kollegen heute noch drüber lachen.

00:13:03: Ich habe Briefmagen verkauft.

00:13:05: Ich habe Briefmagen verkauft.

00:13:06: Einmal an Sammler.

00:13:08: Das war so eine Zieggruppe.

00:13:10: Gibt es die noch?

00:13:11: Werden noch Briefmagen?

00:13:12: Ja.

00:13:12: Oh ja.

00:13:13: Also ich denke... Ich bin mittlerweile schon einige Jahre aus dem Geschäft raus, aber da gab es im Grunde mit einem zwei Zielgruppen.

00:13:19: Einmal waren das die ganzen Verkaufsstellen.

00:13:21: war in ganz Chemnitz, überall vertreten, also wo du Tabak war, Lotterie, wo du hingehen konntest, da haben wir Briefmarken.

00:13:31: Wir gestabelweise für mehrere Tausende Euros verkauft im Monat, das habe ich alles bemanagt.

00:13:37: Normale Briefmarken.

00:13:39: und dann gab es eben noch die Sammler.

00:13:41: Und das hat eine Weile gebraucht, bis ich mit denen warm geworden bin.

00:13:45: Ich mir dann auch so gesagt habe, Mensch, jetzt gucken wir irgendwie zwanzig Minuten hier auf vier Briefmarken.

00:13:49: Das bringt genau den Umgang.

00:13:51: Wir haben

00:13:52: einen Umsatz von zwanzig Euro.

00:13:56: Mensch, da hatten wir irgendwie so vier Briefmarken, die hatten einen Wert, weil das ein Sammlerwert hatte, so von fünfzehn bis zwanzig Euro.

00:14:01: Das hat ein Stück gebraucht, bevor ich die Zieggruppe auch verstanden habe, wie die so tickt.

00:14:06: Die Zieggruppe, konnte ich nicht so richtig leiden, ich konnte damit nicht viel anfangen.

00:14:09: Aber die Jahre hinweg habe ich irgendwie angefangen, die trotzdem zu mögen.

00:14:13: Und

00:14:13: du sammelst jetzt was nicht, Mann.

00:14:14: Ja,

00:14:15: lege ich, nein, nein, nein.

00:14:17: Ich sammel keine Briefmarken.

00:14:18: Also, das hat sich nicht, das hat dich angesteckt.

00:14:22: Aber es waren so die ersten Berührungen.

00:14:25: in der vertrieblichen Hinsicht mit verschiedenen Charaktere, mit verschiedenen Menschen, mit verschiedenen Bedürfnissen, sage ich mal, Berührung zu haben und mit den Menschen sich auch zu umgeben und denen auch was zu verkaufen.

00:14:38: Da habe ich enorm viel gelernt.

00:14:39: und dann weiß ich noch, war ich tatsächlich mal mit noch weiteren Mitarbeitern von der WVD, warum der Testimonia ist.

00:14:48: Die WVD hatte dann mal so eine kleine Werbeagentur, die haben sich auch unter anderem um die Post gekürzt.

00:14:55: Und hatten damals die Idee, wie vermarkten wir die Briefmarken von ihren verschiedenen, sag ich mal, Werten?

00:15:01: Man hatte die Idee, okay, man geht auf eine Art Konfektionsgröße, SML und so weiter und so fort.

00:15:06: Und man hat uns damals in die Agentur gehöre und gesagt, Mensch, wir machen mal ein paar Fotos, wir wollen diese Idee mal ausprobieren.

00:15:11: Und dann war ich im Urlaub gewesen und komme zurück und sehe mich selber an City Lights hängen, an Busstationen und so weiter und so fort.

00:15:18: Und bin dann in die Firma gegangen und gesagt, okay, also warum hänge ich da jetzt draußen mit allen... anderen, die gesagt haben, das kam halt so gut an, dass wir das Postwenden direkt umsetzen wollten.

00:15:28: Und

00:15:29: was heißt das in Chemnitz?

00:15:30: Wurde es da oft erkannt dann?

00:15:31: Ja,

00:15:32: ein paar mal von Freunden und Bekannten, die mich da angesprochen haben und sagen, bis sie jetzt Model für Briefmarken, ich sage, nee, das war so nicht angedacht.

00:15:39: Das war eigentlich doch irgendwie ein Test, aber es hat ihnen dann doch so gut gefallen, dass es direkt umgesetzt haben.

00:15:46: Das waren so die allerersten Berührungen in der Werbung und später hatte ich dann die Möglichkeit, einen Promotion.

00:15:52: Team aufzubauen.

00:15:54: Also wir hatten um die Verkaufsstellen immer verschiedene kleine Events, ob das jetzt auch tagt auf den Tür, verkaufsoffene Sonntag, wie auch immer, da waren wir immer präsent, hatten einen kleinen Stand, zwei Leute und haben im Grunde genommen, gefangen, eine Alternative zur deutschen Post

00:16:09: aufzubauen.

00:16:10: Also ihr habt für die Briefmarken geworben, oder?

00:16:14: Richtig, richtig.

00:16:14: Also man hatte hier an Chemnitz wirklich ein komplettes Netz an Briefkasten.

00:16:18: Ist das

00:16:19: so lukrativ das Geschäft?

00:16:20: Das hier das...

00:16:21: Damals, damals ja.

00:16:23: Ich führ das auch mittlerweile.

00:16:25: Lala.

00:16:25: Ich glaube ich nicht mehr so fest an das Geschäftsmodell.

00:16:28: Sicher auch viel getan.

00:16:30: Aber wir hatten natürlich viel Privatpost.

00:16:33: Wir hatten von den ganzen Ämtern unheimlich viel Post.

00:16:37: Wir hatten natürlich durch den angebundenen Lettershop.

00:16:40: der ja Kausende Millionen Wärmebriefe im Jahr produziert hat, direkt im Grunde genommen,

00:16:45: die Briefmailing

00:16:47: Möglichkeit, das über einen privaten Postdienst leiser zu versenden.

00:16:50: War ein bisschen günstig?

00:16:52: als die Deutsche Post und eben halt sehr regional gedacht.

00:16:55: Und das war eben die Aufgabe unter anderem mit dem Promotion Team, den Menschen das da draußen beizubringen.

00:17:00: Es gibt noch eine Alternative zur Deutschen Post.

00:17:03: Und da haben wir angefangen Promotion zu machen.

00:17:06: Aus diesem Promotion haben wir dann festgestellt, okay, in der Verkaufstelle steigen die Verkaufszahlen, dann haben wir das ganze skaliert.

00:17:12: Am Ende waren das vier bis fünf Promotion Teams, die ich da so koordiniert habe.

00:17:16: Und ich war mir dafür zuständig, dass wir die ganzen Verträge mit den... viele Einkaufszentren gemacht haben, dass wir vereinbaut haben, okay, wann, wo, stehen wir, was können wir machen.

00:17:26: Und das baute sich immer so ein Stück weiter auf.

00:17:29: und im Grunde genommen habe ich da schon während meiner Ausbildung gelernt, krass, was bedeutet ja Bewirkung, also nicht nur Senden nach draußen, sondern eben auch im Hintergrund messen.

00:17:39: Wo hatten wir denn den besten aufeug?

00:17:40: Und das waren so meine ersten Berührungen mit Werbung und habe halt immer mehr festgestellt, okay, wenn du da rausgehst, mit einer

00:17:47: klaren

00:17:48: Botschaft, die vielleicht auch in einer oder anderen Stelle auch mal ein bisschen aneckt oder provoziert.

00:17:52: Ist ja auch

00:17:53: gut so.

00:17:54: Werbung muss ja nicht jedem gefallen, sondern nur der richtigen Zielgruppe, dass da durch echt was entstehen kann, dass dann echt ein Hebel entsteht, dass das ein Motor für ein Geschäftsmodellier sein kann.

00:18:03: Und das hat dann im Grunde genommen dazu geführt, dass man festgestellt hat, okay, der Kerl hat irgendwie Bock auf Werbung.

00:18:10: und dann ergab sich halbes, dreiviertel Jahr noch mal in meinem Abschluss die Möglichkeit in die WVD-Dialogmarbetting zu gehen.

00:18:17: Und da hieß es da, geht eigentlich... Key Account und Steve, wir könnten uns vorstellen, dass wir die Position übernimmt.

00:18:23: Also habe ich angefangen, bedruckte Blätter zu verkaufen.

00:18:26: und irgendwann habe ich mich mal gefragt oder festgestellt, manche schreiben mir echten Quatsch hier rein.

00:18:32: In diese Werbebriefe, also das hat irgendwie keinen richtigen Sinn oder Verstand.

00:18:36: oder irgendwie fehlt der Blick auf den Lesefluss, da fehlt irgendwie, ich muss hier was highlighten, ich muss die Leute ja catchen, ne?

00:18:42: Wer nimmt sich schon die Zeit von den Werbebriefen und liest den von oben bis unten ganz gründlich durch, das macht ja keiner,

00:18:48: ne?

00:18:49: Aufmerksam, kurze...

00:18:50: Richtig.

00:18:50: Du

00:18:51: fängst an zu scannen, so im Zick-Zack-Prinzip, haben dann später auch viel mit dem Secret Vögel-Institut zusammen gearbeitet.

00:18:59: Dann haben wir so Augenkameras aufbekommen, um mal zu verstehen, wie geht der, sozusagen, der Blickfluss über so einen Anschreiben oder über einen Flyer oder eben auch Plakat.

00:19:08: Und das wiederum war etwas, was mich richtig stark fasziniert hat.

00:19:12: Zu

00:19:13: diese Muster zu verstehen, was macht das Gehirn?

00:19:15: Das ist ja mit heute noch der USB von... Also so gehen sie raus, mit dem Dialog, dass sie sozusagen sehr wissenschaftlich die Sache herangeben.

00:19:24: Ja,

00:19:25: das ist auch ein guter Weg.

00:19:26: Habe ich jetzt gerade

00:19:26: nämlich ersten Vortrag?

00:19:28: Ja, gerade.

00:19:30: Das kann ich mir gut vorstellen, dass es immer noch fokussiert wird, weil das an einem Mailing sehr gut messbar ist, weil das ist eine der wenigen Formen auch damals schon gewesen, um einen potenziellen Neukund oder einen potenziellen Bewerber direkt zu erreichen.

00:19:45: Also du kannst das direkt messen.

00:19:47: eben weiter, dass wir uns dann bei wiever die Dialogmarketing auch gefragt haben, ja gut, wenn wir das drucken, können wir es da auch schreiben, wollen wir das schreiben können, können wir es da auch designen.

00:19:57: Und wenn wir es auch designen können, da gehört noch viel, viel mehr dazu, nur einen gedruckten Brief zu versenden.

00:20:04: Also wir sind dann in die Richtung abgebogen, dass wir wirklich, als ich damals ausgestiegen bin, war das eine etablierte, cross-mediale Dialogmarketing-Agentur, die wirklich über viele, viele Touchpoints, nicht nur über Brief, sondern sondern über E-Mail, über Lending Page, er Kunden erreicht hat und eben Werbewirkung messbar gemacht hat.

00:20:23: Und ist der Punkt, wo du rausgegangen bist, die Gründung von Kopfsatz gewesen?

00:20:27: Ja,

00:20:28: die Firma wurde dann zweimal verkauft und ehrlicherweise beim zweiten Mal erreicht dann schon fast zehn Jahre an der Position und zum zweiten Mal hat man mir versucht, mir mein Geschäft zu erklären von Menschen, die noch nie in den Geschäft gearbeitet hatten und es hat mir dann keine Freude mehr gemacht.

00:20:43: Und da habe ich dann gesagt, okay, jetzt baue ich mein... eigenes Business auf, meine eigene Akkentur.

00:20:48: Mario ist damals schon ein bisschen eher aus der WVD raus.

00:20:51: Wir hatten schon immer ein sehr, sehr gutes Beruf, also auch ein privates Verhältnis.

00:20:54: Und irgendwann haben wir uns auf dem Weihnachtsmarkt mal getroffen und uns gegenseitig so ein bisschen unseres Hoken erzählt.

00:20:59: Und es war wie so ein bisschen im Film.

00:21:02: Das war wirklich ein total verregneter, kalter Tag.

00:21:06: Es war also eigentlich überhaupt kein Tag, um auf den Weihnachtsmarkt zu gehen.

00:21:10: Wir haben uns trotzdem dort getroffen und haben uns sofort Bude zu Bude gehangelt, überall wohnen.

00:21:15: Vortrag war, standen wir eben drunter und haben Glühwein getrunken.

00:21:18: Und so wie das Wetter aussah, so war in dem Moment auch so ein bisschen unsere Stimmung, beide unzufrieden in dem, was wir das so aktuell gemacht haben.

00:21:25: Und ja, der Arm, also der Verlauf des Armens Ende des Landamts, das wir uns angeguckt haben, so, okay, wir gründen jetzt eine eigene Agentur.

00:21:33: Wir haben uns zum nächsten Morgen noch Magen gerufen.

00:21:34: Machen wir das wirklich?

00:21:35: Machen wir es wirklich?

00:21:36: Also machen das einfach gestern viele Glühwein?

00:21:39: Nee, wir haben uns verabredet, wir tun das.

00:21:41: Und dann haben wir aber nicht auf der grünen Wiese angefangen, sondern es hat sich in dem Moment ergeben in die Bassec mit einzusteigen.

00:21:50: und wir haben innerhalb der Bassec, die damals positioniert war als Werbeagentur, Werbetechnik, da gab es eine kleine Kreativabteilung.

00:21:59: Und da war mir persönlich relativ schnell klar, cool.

00:22:02: Das ist das, was ich machen möchte.

00:22:04: Ich bin nicht so stark in die Produktion.

00:22:06: Da hat Mario einfach viel, viel mehr Erfahrung, viel, viel mehr Ahnung.

00:22:10: Allein schon durch die Zeit bei WVD, da wirklich einen sehr großen Leder.

00:22:13: hat er da ja aufgebaut.

00:22:14: Das war immer seine Spielwiese und mir hat es aber mehr Freude gemacht mit Kreativen zusammenzuarbeiten und eben nicht mehr in dieser begrenzten Denkweise von Dialog-Marketing zu sein.

00:22:26: Das ist das, was mich am meisten gereizt hatte.

00:22:28: sondern eben wirklich komplett frei, kreativ, aber eben auch messbar, Kampagnen umzusetzen.

00:22:34: Das hat mir viel Freude bereitet.

00:22:36: Und wir sind eingestiegen in die Basik.

00:22:38: Und ich habe sofort gesagt, wir sollten dazu eine Agentur mit separaten Namen als der Berategesellschaft aufbauen.

00:22:46: Das wird dann das Kopf-Satz.

00:22:48: Das war im Februar, im

00:22:49: April, im Jahr twohundfünfzehn.

00:22:50: Doch, so vor euch.

00:22:51: Okay.

00:22:51: Mhm.

00:22:52: Februar, Zwei-Tausend-Fünfzehn.

00:22:54: Und ja, dann ging die ganze Reise los.

00:22:56: Wir hatten relativ zügig die ersten Kunden, auch die ersten relevanten Budgets.

00:23:01: Also, wir haben dann relativ zügig neue Leute eingestellt.

00:23:04: Wir waren dann... Also,

00:23:05: da steig ich mir... Ihr seid mir aufgefallen.

00:23:07: Also, Mario, ich hatte mit Mario immer so lose Mal Kontakt.

00:23:11: Und die Bassec war ja auch mal beim Firmenlaufpartner.

00:23:14: Und Kopfsatz war mir eigentlich eher... Ich wusste nicht, dass das die Agentur bei Bassec war.

00:23:18: Ich wusste in die Verbindung... mit Mario und ihr.

00:23:21: Und ihr seid mir aufgefallen, weil das Thema Employer Branding, weil das war beim Firmlauf genau das gleiche.

00:23:27: Es wurde einmal ein Riesen, also im Sponsoring wurden nicht mehr Produkte groß nachgefragt.

00:23:32: Wir haben alles auf Employer Branding ausgelögt.

00:23:35: Und da seid ihr mir als Kopfsatz, weil ihr die Ersten wart, die massiv auf dieses Thema gesetzt haben.

00:23:40: Ja,

00:23:41: das Wort hat sich auch so.

00:23:42: Da haben wir viel, viel Zulauf.

00:23:45: Da haben wir ihn näher aufgetroffen.

00:23:46: Ja, aber nochmal kurz zurück.

00:23:48: Also, Aber die Geschäftsmodelle haben sich über die Jahre hinweg klar positioniert.

00:23:57: Wir arbeiten natürlich, wenn wir für unsere Kunden Verlierungen brauchen, Stoffdrucke

00:24:03: etc.,

00:24:04: mobile Messerstände

00:24:05: etc.,

00:24:06: arbeiten wir mit der Basik zusammen.

00:24:07: Keine Frage.

00:24:08: Aber es sind trotzdem zwei Geschäftsmodelle, die nicht voneinander abhängig

00:24:13: sind.

00:24:13: Und das war uns relativ schnell klar.

00:24:15: dann, dass Kopfsatz andere Kunden andere Bedürfnisse bedienen wird als die Bassecke.

00:24:21: Und das ging dann immer weiter.

00:24:24: Wir sind gewachsen, zehn Leute, fünf, zehn Leute und bis zu knapp dreißig Personen sind wir dann gewachsen kurz vor der Fusion.

00:24:32: Also ich finde es wirklich beeindruckend, weil ihre Wollte ist ja auch irgendwann so gewachsen, dass das Werbeagenturen auch so personalintensiv sind.

00:24:42: Ja, ich glaube, viel war natürlich auch geschuldet, dass wir nicht unbekannt waren in der Szene.

00:24:49: Also viele Kunden, die... Damals bei WVD waren, die haben uns angerufen.

00:24:54: Wir waren immer feind damit sagen, okay, was wir nicht machen, ist hier irgendwas abwerben oder sonst nicht irgendetwas, sondern Koffsatz hat ein anderes Geschäftsmodell wie die WVD Dialogmarketing.

00:25:04: Aber

00:25:05: viele Kunden, mit denen man über viele, viele Jahre zusammengearbeitet haben, ist eine Beziehung entstanden, die haben gesagt, du kannst ehrlich, mir ist wurscht, was da über übersteht, ob da WVD oder Koffsatz drüber steht.

00:25:15: Ich will gerne mit euch zusammenarbeiten, weil das hat die letzten Jahre schon sehr gut funktioniert.

00:25:19: Wir haben mit den Leuten aber dann auch mehr klar... machen müssen, du, wir sind aber jetzt keine Kopie, also wir können jetzt keine Werbebriefe oder Kohe aus dem, sondern wir machen wirklich Beratungen, wir machen Markenentwicklung und Kampagnen.

00:25:29: Und das hat uns immer sehr, sehr viel Freude bereitet, da hatten wir viele, viele tolle Erfolge.

00:25:34: Aber auf der einen Seite muss ich auch sagen, die ersten fünf, sechs Jahren, die waren echt prägend auch für mich, weil das waren unfassbar toberlände Zeiten, krasse Entwicklungen, was das Neukundengeschäft angeht.

00:25:45: Wie, wie funktioniert, also ich bin ja so ein, ich habe es vorhin schon mal gesagt, ich bin so ein Kind.

00:25:51: In den neunziger Jahren, da war ja Werbung noch im Fernsehen ganz anders.

00:25:56: Das war so die... Und wir haben beide Genre, mir vom Mat, ja.

00:25:59: Sehr begeistert, fast immer, ja.

00:26:01: Und das der so geleistet hat, auch die... Die heißen die... Es gibt noch so eine Hamburger Agentur, wo eigentlich auch alle großen Werbeagenturen da in der Region springen.

00:26:13: Springer und Jacoby.

00:26:14: Springer und Jacoby.

00:26:15: Da kam die ja her.

00:26:17: Genau, aber da kommen ganz viele.

00:26:19: Das ist nicht Jungvermatt, das ist natürlich ein Genre.

00:26:22: Wir heißen die Thinks.

00:26:25: Also, die alle aus eigentlich einer Schule kommen.

00:26:28: Ist das hier in Chemnitz genauso, dass man das sozusagen... Also, das wäre auch schon mal interessant.

00:26:33: Wie war denn Zebra?

00:26:34: Zebra war ja gesetzt.

00:26:36: Ja, so.

00:26:36: Zebra war gesetzt.

00:26:38: Revolte war damals schon gesetzt.

00:26:39: DVD war gesetzt.

00:26:41: Es gab noch so ein paar kleine Agenturen.

00:26:43: Vogeldesign.

00:26:44: Vogeldesign damals noch... Ach, ja, stimmt.

00:26:46: Ja, die gab es ja auch noch,

00:26:47: Hennig.

00:26:48: Weil eine unserer ersten Webseite inspiriert war von Vogeln.

00:26:52: Ah,

00:26:52: alles klar, alles klar.

00:26:54: Wir hatten damals zwei Schwerpunkte.

00:26:56: Das eine war Emperor Branding und das andere war Vertriebsmarketing.

00:27:00: Und ich glaube,

00:27:02: das wurde von den anderen nicht so gemacht.

00:27:05: Das war eine sehr spitze Positionierung.

00:27:09: Das war uns beiden damals auch wichtig, weil, das muss ich auch sagen, das ist ja nicht unglaublich, wenn du als drei, vier Leute antrittst als kleine Agent.

00:27:17: am Anfang und du stellst dich vor als für Serviceagentur.

00:27:20: Also, es sind ja keine Haber.

00:27:22: Erstens das.

00:27:23: Und zweitens kannten wir das Dialog-Marketing-Geschäft und auch das klassische Werbegeschäft von den Jahren zuvor.

00:27:31: Und uns war es immer wichtig, wir wollen spitzen das Thema reingehen.

00:27:35: Und wir haben uns damals schon sehr, sehr intensiv mit demografischen Wandel beschäftigt, mit Arbeiten, zwei Punkt Neue und so weiter und so fort und haben eben festgestellt, liebe Wirtschaft, ich glaube, ihr habt an vielen Steine im blinden Fleck.

00:27:48: Da wird

00:27:48: auf uns etwas zukommen, was viele so noch gar nicht auf dem Schirm haben.

00:27:53: Und die Prognosen zeigen das auch noch deutlich.

00:27:55: Das war vor zehn Jahren.

00:27:56: Was wusstest du zu sagen?

00:27:57: Ist es angekommen in der Wirtschaft?

00:28:00: Bei mir ist es jetzt eine Suggestieffrage, weil ich mit dem Thema H-Tech so gehasselt habe.

00:28:06: Die Leute, es scheinbar nicht.

00:28:07: Also inzwischen sage ich, sie verstehen es schon, aber das Thema ist so komplex, dass sie lieber die Augen zu machen und sagen, äh später beschäftigen.

00:28:15: Aber wir werden in in den nächsten dreizehn Jahren achtzehn Millionen Menschen aus dem Arbeitsmarkt verlieren und elf kommen dazu.

00:28:21: Wir haben eine Lücke von sieben Millionen und keiner, also was das finde, dann noch für die Pflege bedeutet,

00:28:26: für soziale

00:28:27: Berufe.

00:28:28: Und ich habe nicht das Gefühl, dass da irgendjemand sich damit beschäftigt.

00:28:32: Und ich fand immer guten, deshalb habe ich mich mit H-Tech so sehr beschäftigt.

00:28:35: Die von Mario Geisler hatte ja damals diese,

00:28:39: diese

00:28:40: Ding, dass er gesagt hat, theoretisch leben wir in Chemnitz in der Zukunft, weil wir fünfzehn Jahre voraus sind.

00:28:45: demografischen Entwicklung.

00:28:46: und hier könnte doch, also man wird keine Lösung finden, aber hier könnte der Umgang damit getestet werden und dass man da ein Fokus rauf setzt.

00:28:53: und das ist auch, warum ich mit Søren Ule in dieses Streitgespräch gerne möchte, dass ich sage, ich verstehe schon, dass du dich nicht als Rentner stattpositionieren willst, aber warum wird das so gesehen?

00:29:03: Wir können es doch positiv darstellen und sagen, hier werden die Lösungen oder die Ansätze der Zukunft geschaffen.

00:29:08: Warum bringen wir nicht die ganzen Bundesregierung, wir versuchen Fördermittel, versuchen Forschung hier in die diese Stadt zu bringen, um mit diesem Thema umzugehen, weil das inzwischen sind es, glaube ich, die Hälfte der Länder der Welt hat schrumpfende Bevölkerung.

00:29:23: Das ist ein globales Thema.

00:29:25: Fun fact, wir haben schon zwei Tausend und zehn war damals mit der WVD eine Studie veröffentlicht mit Ich glaube, mit der ich kurz überlegen, wofür sie die Hochschule mit weiter haben, da mich nicht mehr ganz erinnern.

00:29:40: Mit drei, vier Kunden über die Zielgruppe Best Ager.

00:29:43: Wie kann ich diese Zielgruppe erreichen?

00:29:45: Was für eine Kampfkraft hat diese Zielgruppe?

00:29:48: Auf was für Bedürfnisse setzen Sie?

00:29:50: Wie wollen Sie in der Kommunikation angesprochen werden?

00:29:53: Und und und?

00:29:54: Wir haben damals schon die Fakten öffentlich gelegt.

00:29:56: Auch das wollte kaum jemand hören.

00:29:58: Die Not war noch zu gering.

00:30:00: Und Mario ist ja damit mehr oder weniger gescheitert.

00:30:02: Er meintete natürlich auch Corona und es gab heute auf einmal andere Probleme.

00:30:06: Und er musste halt, er hat das Geschäftsmodell nicht gefunden.

00:30:09: Wie er mit der eigentlich wirklich wichtigen Botschaft ist, er hat das angekommen.

00:30:15: Ja, ich versuche immer noch das Thema Wurf zu halten.

00:30:18: Ich will noch nicht aufreben.

00:30:20: Aber die Komplexität, da sind wir ja auch in der politischen Diskussion, die Menschen wollen einfache Antworten haben.

00:30:27: Einfache Antworten auf ein komplexes System ist aber nicht machbar eigentlich.

00:30:31: Deshalb haben Populisten eine Chance zu sagen, mit einer einfachen Lösung zu kommen, müssen aber keine die Lösung nicht wirklich erbringen.

00:30:37: Denn danach sagt man hat uns verhindert.

00:30:39: Aber im Endeffekt ist die einfachste Lösung mehr Kinder.

00:30:43: wird uns jetzt in dem Moment dieses Problem in den nächsten zwanzig Jahren, wenn wir trotzdem haben.

00:30:47: Auch wenn wir jetzt wie die Kanicke... Ja,

00:30:49: wenn es bemühen wird...

00:30:50: Genau.

00:30:52: Ja, aber...

00:30:53: Genau, es sind... Entschuldigung.

00:30:55: Aber es ist sehr interessant, was du sagst, weil mit Emplor Branding ist das teilweise ähnlich.

00:31:00: Emplor Branding ist für mich ein Managementansatz.

00:31:03: Ein Managementansatz, das Unternehmen als ein so attraktiven und auch... lukrativen Arbeitgeber aufzubauen, dass du mehr bewirken kannst, also nur wir gehen acht Stunden auf Arbeit.

00:31:17: Wir verbringen so viel Zeit mit der Arbeit.

00:31:21: Das sollte uns Spaß machen.

00:31:22: Das sollte uns entwickeln.

00:31:25: Das sollte uns als Mensch fördern.

00:31:27: Und leider passiert folgendes, dass Amplor Branding oft als Personalmarketing verstanden

00:31:33: wird.

00:31:34: Ich mache da draußen schöne Kommunikation und zeige, dass ich offene Stellen habe.

00:31:39: und diese besetzen möchte.

00:31:40: Das ist nicht falsch, aber das ist eben nur ein kleiner Teil.

00:31:44: von der großen Welt von Emperor Branding.

00:31:46: Wenn ich es einmal verstanden habe, was für eine Macht da drin herrscht, eine gute Positionierung zu haben, diese auch zu leben, leidenschaftlich als Vorbild hervoranzugehen, die Menschen nicht nur als Arbeitskraft zu sehen, sondern als relevanten, wichtigen Teil einer ganzen Organisation und eben am Ende des Tages vielleicht auch,

00:32:07: um

00:32:08: etwas mehr Last von denen.

00:32:10: Inhaberinnen oder von dem Inhaber zu nehmen,

00:32:12: die,

00:32:13: ja, sag ich mal, hier in unserer Region sehr oft die Frontschweine sind, die vorne dran sind.

00:32:18: Wir haben ja so viele kleine mittelständische Unternehmen.

00:32:21: Die Inhaberinnen oder Inhaber macht immer mit.

00:32:24: Und wenn man das einmal verstanden hat, glaube ich, ist man da echt sehr, sehr gut beratet.

00:32:29: Man muss es aber auch wollen, weil das macht einen mit.

00:32:32: Das macht etwas mit einem.

00:32:33: Wir sprechen ja nicht nur über Bundebilder und eine schöne Karriere-Webseite und irgendwie abgefahrene Rigoting-Kampagnen, sondern Das ist eine Operation am offenen Herzen.

00:32:40: Wir sprechen über Kultur.

00:32:43: Wir sprechen über Werte.

00:32:44: Wir sprechen darüber, wie möchtest du als Arbeitgeber wahrgenommen werden und eben nicht nur als wir sind am Marktführer bla, bla, bla.

00:32:53: Also ihr macht mehr oder weniger mit den Firmen eine Art Psychotherapie erstmal, um rauszufinden, wer seid ihr?

00:32:58: Ja,

00:32:58: richtig.

00:32:59: Du hast dir

00:32:59: überhaupt gleich gesagt.

00:33:00: Richtig, richtig.

00:33:01: Und die Unternehmen, die das verstanden haben und auch nutzen, haben ja einige Paradebeispiele, die haben richtigen Geschäftserfolg.

00:33:08: Rennen eben nicht hinterher und haben Probleme, da draußen Fachkräfte zu bekommen, sondern die haben frühzeitig damit begonnen, in ihre eigene Arbeitgebermarke zu investieren, nicht nur in Sichtbarkeit, sondern eben auch in der Festigung innerhalb des Unternehmens.

00:33:24: Und das ist, das habe ich an mir selber oft erlebt und auch bei vielen Kundinnen erlebt bei uns.

00:33:30: Das kann manchmal eine unfassbarer Befreiung sein, zu wissen, wer möchte ich als Arbeitgeber?

00:33:37: sein und wer nicht.

00:33:39: Und

00:33:39: wie geht ihr davor?

00:33:40: Also wenn wir bei dem Thema Arbeitgeber Marge bleiben, wir gehen trüffeln.

00:33:45: Wir sagen unserem Team immer, wir gehen trüffeln.

00:33:47: Manchmal ist das eine einfache Suche, manchmal ist das eine längere Suche.

00:33:51: Wir fahren da auf verschiedenen Ebenen.

00:33:53: Wir führen Einzelinterviews mit vielen Mitarbeitenden durch.

00:33:56: Eins zu eins.

00:33:57: Da ist keine Führungskraft, kein HR-Ler oder sonst was vorbei dabei, sondern wir bzw.

00:34:03: mein Team führt sehr, sehr viele Gespräche mit den Menschen nur vor Ort, dass wir erstmal herausfinden, wie ist denn hier die Stimmung?

00:34:10: Wir haben ja Seiten überhaupt.

00:34:11: Was zeichnet das Unternehmen also alles?

00:34:13: Was ist denn überhaupt von Arbeitgeber?

00:34:15: Wie werdet ihr auch wahrgenommen?

00:34:16: Wir führen natürlich je nach Größe.

00:34:18: Wir haben diese Prozesse gemacht für Unternehmen mit ein paar Hundert Mitarbeitern, aber auch für Unternehmen mit mehreren Tausenden Mitarbeitern.

00:34:24: Wir werden online Befragungen durchgeführt.

00:34:26: Da werden Benchmark-Vergleiche herangeführt, zu schauen, wie sind andere positioniert.

00:34:33: Wie ist die Bewertung auf dem Arbeitsmarkt?

00:34:35: Konuno-Glas nur.

00:34:37: Google gibt hier unfassbar viel.

00:34:39: Ein Blick darin, wer du als Arbeitgeber bist.

00:34:42: Und so fangen wir an, erst mal wirklich ein realistisches Bild zu verschaffen.

00:34:46: Wir sagen dazu, wir sprechen jetzt über die Ist-Positionierung.

00:34:50: Also wo bist du heute?

00:34:51: Und dann in mehreren Workshops mit verschiedenen Methoden, die wir daran gehen und auch mit einer gewissen Bandbreite an Leute, die... repräsentativ für das Unternehmen stehen, führen wir in Workshops die Menschen dazu hin, dass sie darüber nachdenken, wie möchtest du als Arbeitgeber in der Zukunft vorgenommen werden und was hat das auch für Konsequenzen?

00:35:11: Was bedeutet das für dich, für deine Kultur, der im Liederschepp schwierig

00:35:15: vor, wenn da so ein Patriarch sitzt und das erste mal hört, was vielleicht seine Mitarbeiter wirklich denken und die sozusagen die Gap zwischen dem, was man denkt und dem, wie es wirklich ist.

00:35:27: Dieser ist

00:35:28: mich an einem Gespräch mit einem Unternehmer aus Leipzig, ein großes Unternehmen.

00:35:35: Wir haben die Analyse durchgeführt und ich habe relativ schnell festgestellt, oh, ich weiß, wo...

00:35:40: wo es ein

00:35:41: Problem ist.

00:35:42: Und das sind manchmal auch ein paar unangenehme Gespräche, wenn man mit einem Kunden zusammensitzt und der sitzt da und sagt, Herr Rittgeund, haben Sie Answort?

00:35:48: Ja, habe ich.

00:35:49: Und wo ist das Problem?

00:35:51: Das sitzt leider vor mir, hat das Problem.

00:35:53: Alles fängt mit Führung an.

00:35:55: Ich versuche mal nochmal den roten Faden.

00:35:57: Wir sind jetzt aber noch im Klasse, das war klassisch kopsat als Agentur.

00:36:00: Das macht Joy heute immer noch.

00:36:02: Ja, genau.

00:36:04: Das war das Nächste, was ich so mitbekommen habe, als Joy.

00:36:08: Wie lange ist das?

00:36:09: Ist gar nicht so lang.

00:36:10: Mit

00:36:11: zweieinhalb Jahren.

00:36:13: Mit zweieinhalb Jahren.

00:36:15: Hübsche Villa.

00:36:16: Dann weiß ich noch, ihr hattet einen Mega-Aufschlag.

00:36:20: Sehr farbenfroh, aber wie ist dazu gekommen?

00:36:24: Auf der einen Seite hatten wir immer die Schwierigkeiten, sobald es in die Richtung geht, dass wir Webseiten oder Web-Anwendungen die komplexer waren, konnten wir nicht bedienen.

00:36:36: Und du hast, wenn du in dem Thema Personal-Marketing unterwegs bist und dort Markenarbeit, aber auch Performance-Marketing

00:36:43: für

00:36:45: das Thema Personal machst, du brauchst eine extrem gut funktionierende Karriere-Webseite.

00:36:51: Du brauchst gute Web-Anwendungen für Bewerberportale und so weiter und so fort.

00:36:56: Du

00:36:56: musst also technisch, musst du richtig fit

00:36:59: sein.

00:36:59: Das

00:37:00: waren wir damals nicht.

00:37:01: Wir haben uns dazu Partner geholt und hatten damals schon einige Projekte mit Kreativklicks zusammen.

00:37:07: Und irgendwann kam der Moment, wo Mario und ich uns mal wieder ein paar Tage eingeschlossen haben, wir über die Strategie von Kopfsätzen nachgedacht haben und auch festgestellt haben, Um mehr zu bewirken bei unseren Auftraggebern brauchen wir auch mehr Personal.

00:37:21: So wie können wir diesen Weg jetzt gehen?

00:37:23: Entweder gehen wir den Weg, dass wir um Grundung genommen ist das sukzessive selber aufbauen, nur Hau und Personal oder eben über einen Zusammenschluss nachdenken.

00:37:32: Und du hast ja kreativ

00:37:33: klickst, das war ja auch, oder ist ja, ne jetzt ist ja jetzt da aufgegangen, aber war ja auch eine Institution.

00:37:39: Richtig,

00:37:40: richtig.

00:37:40: Also auch da waren wir relativ am Anfang bei Christian Mahl.

00:37:43: Ja, er

00:37:43: wollte eine

00:37:44: Firmlaufseite kreieren.

00:37:46: Nein, haben wir dann nicht um Eifahrt gar nicht, wie ist da?

00:37:49: Da saßen die noch an der Markthalle, weite ich.

00:37:51: Ja, ja.

00:37:52: An Kreativflex hat mir immer gefallen, dass sie Technologie und gutes Design verheiratet.

00:37:57: Das hatte ich so bei wenigen Agentoren gesehen, die auf App spezialisiert sind.

00:38:01: Also du hast auch heute noch relativ viele Agentoren, also Web-Agentoren, die entweder verdammt gut im technischen Bereich sind oder verdammt gut im Design und nur zumindest in mir bekannt.

00:38:14: Nur eine Handvoll davon können Geiles Design und gute Technologie miteinander feieraten.

00:38:20: Und das hat mir an denen immer sehr gut gefallen, dass ihr das gehabt habt.

00:38:22: Und wie viele

00:38:23: waren die zum Zeit?

00:38:24: Also wie viele Menschen hat es

00:38:25: in Ansicht?

00:38:26: Bis zu über zwanzig.

00:38:28: Die Gehaltung

00:38:28: ist immer größer, aber ein guter Entwickler ist schon...

00:38:32: Das ist schon so, es ist schon eine echte Hausnummer gewesen.

00:38:35: Und ja, dann haben im Grunde genommen so die Gespräche angefangen.

00:38:39: Wir haben zwar immer als Partner zusammengearbeitet, aber das hat natürlich auch dann was mit uns gemacht über Zusammenschluss und Co.

00:38:45: zu sprechen.

00:38:46: Und viele fragen mich das immer.

00:38:48: Wie war so dieser Prozess der Zusammenerführung, wo ich sagen muss, Christian und Sandrohr waren einfach mit uns... Gedanklich von ihren Werten her, von ihrer Lebenseinstellung.

00:39:03: Wir waren so identisch, was unsere gemeinsamen Ziele angeht, dass wir einfach Bock hatten, was gemeinsam zu machen.

00:39:10: und Bock hat, noch intensiver zusammenzuarrennen.

00:39:13: Und

00:39:14: hätte ich jetzt auf der Website immer gesagt, seid ihr in der richtige Gesellschaft?

00:39:17: Also habt ihr wirklich alles integriert oder ist das eine Gruppe jetzt mehr?

00:39:21: Nein, nein, nein.

00:39:21: Also das ist eine gleichberechtigte Fusion.

00:39:24: Also keiner hat hier irgendjemanden aufgekauft, sondern wir haben uns damals dazu entschieden, dass die Kreativklicks GmbH hat eine längere Historie als Gesellschaft.

00:39:32: Das hatte den Kopf-Satz nicht.

00:39:33: Wir haben im Grunde genommen die Kopf-Satz-Gesellschaft geschlossen.

00:39:36: Alles übernommen in die Kreativklicks-Gesellschaft.

00:39:40: Wir haben gesagt, okay, es ist weder Kreativklicks noch Kopfsatz.

00:39:43: Es braucht einen neuen Namen.

00:39:44: Aber es ist ein Scheuer entstand.

00:39:47: Ist ja trotzdem für beide von euch, also du verlässt dein Baby Kopfsatz, womit du ja identifiziert warst.

00:39:54: Ja.

00:39:54: Und Kreativklicks, die haben ja auch schon viele Jahrzehnte hinter sich.

00:39:58: Die waren auch eine der ersten, auch schon der neunzehnte, ne?

00:40:00: Zwanzig.

00:40:01: Zwanzig Jahr, über zwanzig Jahr.

00:40:03: Also ist ja auch für die sozusagen ganz schönes Wagnis.

00:40:06: Oder war ich von Anfang an klar, dass wird von...

00:40:09: Du, also wir haben natürlich sehr, sehr viele Workshops, sehr, sehr viele Gespräche gehabt.

00:40:14: Also wir haben uns nicht nur Zeit genommen, um auf Business-Ebene miteinander zu reden, sondern auch sehr, sehr, sehr viel Zeit da mir verbracht, uns als Mensch noch intensiver kennenzulernen und vor allem auch so kennenzulernen, was ist dir wichtig?

00:40:26: Was ist dir wichtig?

00:40:27: Du als Person, was legst du während, was für eine Schwerpunktmischung zu setzen in deinem Leben.

00:40:33: und das hat einfach gepasst und im Grunde genommen sind hier vier Leute zusammengekommen, die durch das Zusammenkommen in ihren einzelnen Stärken noch viel fokussierter arbeiten

00:40:43: können.

00:40:44: Und

00:40:44: tatsächlich saßen wir damals bei Sandro im Gartner.

00:40:47: Es war dunkel.

00:40:48: Wir hatten einen lagerfeuer und haben bei ganz romantischen lagerfeuer und Knispernen von den Hälzern uns angeguckt und haben ja gesagt.

00:40:55: Und wir gehen den Weg.

00:40:57: Und wie ist dann, das hat euch so viel Freude gemacht, dass ihr Joy euch genannt war?

00:41:01: Ja, also muss man dazu sagen, Kreativklicks waren, wir waren mit Kopfsatz und Wertschöpfung.

00:41:07: Kette immer relativ weit vorne.

00:41:09: Weil mit uns hat man gesprochen, wenn es um Positionierung, um Markenentwicklung, um Markenkommunikationen ging und als Web-Argentur bist du in der Wertschiffungskette weiter hinten.

00:41:19: Das wollten die beiden auch gerne ändern und wir wollten aber in die Wertschiffungskette noch tiefer rein.

00:41:24: Ja, okay.

00:41:25: Die wollten, oder wollten sie auch nach, weiter nach ihrer Ideen, weiter

00:41:30: einbringen.

00:41:30: Ja, ja, ja.

00:41:31: Also, Sandro ist ja das kreative Herz von Joy und das Er hat unfassbar schnell gemetcht.

00:41:38: Also was die Denkweise angeht, was das Mindset angeht.

00:41:41: So, Sandro ist das, was dir so gefallen hat an Creative.

00:41:44: Heißen die Kreativklicks?

00:41:45: Kreativklicks, hier ist es immer Creativeklicks.

00:41:48: Ich setze immer Englisch aus.

00:41:50: Der war sozusagen das, was dich so schon immer so gemetcht hat bei Creativeklicks, war sozusagen dieses Design.

00:41:58: Das Design, das war richtig von Sandro und seinem Team.

00:42:01: Und Christian war der Kaufmanager.

00:42:06: die operative leitung von kreativklicks übernommen hat er auch jetzt bei joye.

00:42:10: also er kümmert sich und die operative also um die operative umsetzung von allen sagen kauf man

00:42:16: habt ihr das dann aufgebaut.

00:42:17: jetzt die ja.

00:42:18: die geschäftsführung ja.

00:42:19: also wir sind im grunigen um drei geschäftsführer christian mario und ich christian wie schon kurz angesprochen operative verantwortung das ganze kaufmännische finanzenden kontrollien liegt alles an seiner hand.

00:42:31: mario ist kümmert sich um die verwaltung ist als Die Strategie und als Berater tätig hat natürlich mit seinem anderen Business auch noch mehr und johlen als wir.

00:42:41: Sandro ist der Creative Chef von Joy und ich verantworte die Themenbereiche, Beratung, Konzeption, Vertrieb und Kierkant.

00:42:49: Du vertrittst sozusagen Joy

00:42:50: durch nach außen.

00:42:51: Richtig.

00:42:52: Und wie groß ist jetzt Joy?

00:42:54: Knapp fünfzig Leute, achtundvierzig.

00:42:56: Ich habe das gestern schon mit Rico besprochen, Rico Bach, Revolte und mir ist es aufgefallen bei LinkedIn, weil da so viele Überschneidungen kamen.

00:43:05: Ideenplanet Ost.

00:43:06: Das ist ja... Es ist ja schon sehr stark Chemnitz-lastig dieser Ideen, weil teilweise

00:43:12: sehr große

00:43:13: Agenturen aus Chemnitz da drin sind, oder ist noch eine weitere Chemnitz-Agentur?

00:43:17: Nein,

00:43:17: keine weitere aber noch aus Dresden und anderen Leipzig.

00:43:20: Wir

00:43:20: haben jetzt Pioneer, der der Weg ist.

00:43:23: Richtig.

00:43:23: Und diese überschneiden und haben wir gesagt, krass, wie ist das eigentlich entstanden?

00:43:28: Und das war, hat Riko gestern schon gesagt, es war halt der Wunsch, dass der Osten wahrgenommen wird.

00:43:34: Und das

00:43:35: finde ich ist ja... dieses gemeinschaftliche, ihr habt jetzt auch einen Preis gewonnen.

00:43:40: Das ist ja eine tolle Sache.

00:43:42: Du machst ja darüber hinaus noch den Marketing Club, hast du ja übernommen.

00:43:46: Da muss ich sagen, der Marketing Club, ich fand ihn immer interessant, aber ich fand es dann doch nicht, weil ich immer die Mitglieder gesehen habe der letzten Jahre, ich fand es jetzt nicht interessant, Teil davon zu sein.

00:43:57: Ich weiß, dass Mario das auch gemacht hat und war einmal Vortragende und hatten uns so ein Comic-Heft überlegt.

00:44:03: Als

00:44:04: wir dann saßen, waren diese Comics schon für die C-Gruppe, die vor uns saß,

00:44:08: viel zu modern.

00:44:15: Was hast du mit dem Marketing-Club?

00:44:16: Weil dann sind wir auch im Netzwerken, sozusagen.

00:44:19: Und Überstunde ist ja sozusagen der Grund, warum es auch diesen Podcast gibt, dass ich eine Bühne außerhalb dieses Formats schaffen möchte.

00:44:26: Was hast du mit dem Marketing-Club vor oder ihr?

00:44:30: Das, was du mir erzählst, fängt erst mal fast jede Geschichte an, die ich höre zum Magazinklub.

00:44:36: Und so war auch meine eigene Geschichte, als ich das erste Mal ... vor vielen vielen Jahren beim Marketing Club war und ich festgestellt habe, okay, die ersten Reihen sind nicht besetzt, weil die Leute das Thema so geil finden, sondern die sitzen dort im Witz, die es besser hören und besser sehen können.

00:44:52: Das war auch mein erster Eindruck.

00:44:53: Und man hat mich dann mal gefragt, Mensch Steve, könntest du dir vorstellen, die Union zu übernehmen?

00:44:58: Das war damals eine ganz kleine Zielgruppe so von fünf bis zehn Leuten.

00:45:01: Und du sagst, klar, probiere ich gerne auch was.

00:45:03: Und irgendwann ist der Punkt gekommen, dass die... Junioren mehr Gäste hatten als der eigentliche Marketing-Club.

00:45:10: Und dann gab es Veränderungen im Verband.

00:45:13: Viele sind dann ausgetreten, weil sie einem Vorstand, weil sie das viele, viele Jahre auch gut gemacht haben und einfach die Zeit ran waren.

00:45:20: Sie sagten, okay, ich kann das nicht mehr leisten.

00:45:22: Da hat man mich dann erneut gefragt.

00:45:24: Könntest du dir vorstellen, die Rolle als Präsident zu übernehmen?

00:45:27: Und da habe ich gesagt, ja, aber dann bitte noch meinen Spiel regeln.

00:45:31: Ich möchte das, wenn dann gerne so ... aufbauen, wie ich mir das vorstelle bzw.

00:45:37: wie wir uns das vorgestellt haben.

00:45:38: Also die Grundgedanken damals zum Marketing-Club haben ich mit Ronald Schütz zusammengemacht, der am Kunden- und Geschäftsführender Vorstand ist vom Marketing-Club und ich Präsident.

00:45:47: Und dann kam noch Sebastian dazu, der ist im Grunde genommen unsere Finanzvorstand und mittlerweile auch Fritzi und Laura, also wir sind zu fünft, haben das im Grunde genommen aufgebaut.

00:45:56: Wir haben neue Themen gewählt, neue Location gewählt, ganz andere Publikum eingeladen und dann festgestellt, es ist möglich hier, wir haben Events, es ist mittlerweile hundertzwanzig Leute, die zu uns kommen, in die Veranstaltungen kommen und sagen, geil, ich lerne hier was.

00:46:15: Das große Problem damals vom Magazin Club war, dass man wenig den Bildungsauftrags- und den Fokus gesetzt hatte und das ist das, was wir ändern wollten und es ist bis jetzt auch gut gelungen.

00:46:28: Aber wir wollen den nächsten Schritt gehen jetzt, in den Sechsten und Zwanzig.

00:46:31: Weniger Abendveranstaltungen wollen wir machen.

00:46:34: Und wir wollen es ausprobieren, mehr Workshops anzubieten.

00:46:37: Wo wir also wirklich in einer kleineren Gruppe, zehn, fünf, zehn Leute, wir holen uns Spezialisten, passende Referenten dazu, die im Grunde genommen auch mal so ein halbtages Workshop mit den Clubmitgliedern und mit Gästen durchführen und wie man ein bisschen tiefer schürfen als nur eine Stunde oder anderthalb Stunden haben.

00:46:55: Ach, wir haben jetzt so lange.

00:46:57: Es gibt zwei Abschlussfragen.

00:46:58: Ja.

00:46:58: Und damit, okay, wir hätten mal das Ende ein.

00:47:01: Die erste Frage im Lebensverlauf merkt man manchmal, ach krass, ich hab da einen Talent.

00:47:07: Das wusste ich nicht.

00:47:08: Bei mir dachte man früher, dass ich ein großer Olympiasieger hätte werden.

00:47:11: Also, ich

00:47:11: dachte es

00:47:12: im Schwimm und hab nur Sport gemacht.

00:47:16: Bin's nicht geworden.

00:47:17: Spoiler.

00:47:20: Und habe aber festgestellt, dass ich ja musikalisch bin.

00:47:24: Und ich glaube, ich wäre ein guter Liedermacher geworden.

00:47:26: Also, so eine Zwarhundert-Mann-Bühnen, also Zwarhundert-Gäste, also richtig, ein bisschen melancholisch, immer den großen Traum, dass es mal tausend sein könnten.

00:47:34: Aber ich glaube, ich wäre ein guter Reinhard Mayersatz geworden.

00:47:37: Ich würde mal Ticket kaufen, ja.

00:47:39: Entschuldigung, vielleicht gibt es diesen ganzen Podcast nur, und bis ich hier irgendwann mal auf einer Bühne stehe und alle sagen, okay, vielleicht hat er es auch auf mich schafft.

00:47:47: Ja, das doch nicht Liedermacher wären so.

00:47:49: Deshalb die Geschichte.

00:47:50: Aber hattest du auch so einen Moment, dass du gesagt hast, ich habe einen Talent?

00:47:53: Warst vielleicht der Moment, als der Porsche Meister gesagt hatte, bist du sicher, dass du dir die Hände dräglich machen willst?

00:47:59: Ja, ja.

00:48:01: Ich glaube, er hat was angeschoben, was mir vorher gar nicht so bewusst war.

00:48:04: Was ich über die Jahre hinweg, das haben mir immer mal wieder Menschen gespiegelt, aber ich immer wieder Respekt davor hatte und eine Zeit gebraucht habe, um mit dem Gedanken um warm zu werden ist, auf Bühnen zu stehen und von einem größeren Publikum zu sprechen haben.

00:48:16: Also das hat man mir damals schon immer sehr zugetraut.

00:48:19: Egal, ob es in der Klasse war, dann haben wir gesagt, okay, jetzt muss die Gruppe hier einen Vortrag halten, Steve, geh du vor, du meisterst

00:48:25: das.

00:48:25: Hast du der Angst, auf der Bühne zu stehen oder ist Tür egal?

00:48:30: Mittlerweile ist mir das egal, weil ich das komplett abgelegt habe.

00:48:32: Aber ich glaube, ich wäre dankbar darüber gewesen, dieses Talent auf einer großen Bühne zu stehen und Vorträge zu halten.

00:48:41: Hätte ich gerne ein bisschen Eho herausgefunden.

00:48:44: Mittlerweile mache ich das seit zwei, drei Jahren sehr intensiv.

00:48:46: Mir macht das unfassbar viel Freude.

00:48:49: Ich mag das einfach... Authentisch in meine Welt einzutauchen und den Menschen ein kleines bisschen Orientierung zu gehen.

00:48:56: Und wenn sie einfach aus dem Vortrag rausgehen und sagen, hey, du, Steve, aber ich denke, ich das einfach mal ein bisschen anders.

00:49:02: Das macht mich sehr happy.

00:49:03: Da sitze ich im Auto grinsend über beide Ohren und freue mich darüber, dass ich ein Menschen erreichen konnte und der anfängt, ja, versucht, ein paar Dinge anders zu machen.

00:49:11: Also, deshalb liebe ich mich.

00:49:14: Deshalb liebe ich

00:49:14: dieses Medium-Podcast.

00:49:16: Weil wir wissen nicht, wer das heute hört.

00:49:20: Ja, wir wissen nichts.

00:49:21: Es ist was Puzzle.

00:49:23: Genau, wir wissen nicht, was passiert.

00:49:24: Aber für uns beide ist es völlig egal, weil wir eher in der Gesprächssituation sind.

00:49:28: Was ich manchmal als Podcast-Hörer denke, warum stellt er denn jetzt nicht diese Frage?

00:49:34: Das wäre doch ich.

00:49:36: Das muss man halt jeder machen.

00:49:37: Man muss sich ja konzentrieren.

00:49:40: Ich gucke hier ab und zu, läuft die Technik und so.

00:49:43: Deshalb, falls ich manche Fragen nicht stelle,

00:49:45: Entschuldigung,

00:49:46: ich bin kein Profi.

00:49:48: Die letzte Frage.

00:49:49: Chemnitz, zwei tausend zweiundvierzig.

00:49:52: Warum zweiundvierzig?

00:49:53: Die Antwort auf alles ist zweiundvierzig.

00:49:57: Wie glaubst du, hat sich Chemnitz bis zwei tausend zweiundvierzig entwickelt?

00:50:01: Ich wünsche mir für Chemnitz, dass es ein neues Selbstbewusstsein aus dem Unternehmertum gibt.

00:50:08: Wir leisten hier in der Region Großartiges.

00:50:12: Ich bin immer wieder überrascht darüber, was für schlaue Köpfe Menschen mit was für einer Leidenschaft und Power, die ein Business aufbauen.

00:50:22: Das große Problem von uns Aussies ist, wir erzählen nicht gerne darüber.

00:50:26: Also ich wünsche mir ein neues Selbstverständnis aus der Wirtschaft heraus, Dinge mal wirklich

00:50:32: zu

00:50:32: feiern, wenn wir großartige Leistungen erbracht

00:50:35: haben.

00:50:36: Das tun Unternehmen aus anderen Bundesländern viel, viel intensiver, oftmals mit viel, viel weniger Leistung

00:50:43: dahinter.

00:50:44: Das ist das, was ich mir aus Unternehmenssicht wünsche, eine blühende Start-up-Kultur.

00:50:50: Und was mir das Kulturhaustadtjahr gezeigt hat, ist, dass wir in Chemnitz eine

00:50:58: unfassbare,

00:50:59: breite Anzahl an Subkulturen haben.

00:51:02: Ich habe es geliebt mit meiner Familie und mit meinen zwei kleinen Kindern, sechs und vier.

00:51:08: bis in die Abendstunden über das Kosmos zu laufen.

00:51:12: Ganz unterschiedliche Chancre, ganz unterschiedliche Kulturen zu begegnen, ganz unterschiedliche Musikrichtungen zu begegnen.

00:51:19: Und dann aber zu sehen, dass so viele Menschen aus so vielen verschiedenen Kulturen so harmonisch zusammengekommen sind, das hatten wir auch.

00:51:26: Also ich glaube, das waren Momente, wo ich mich mal erneut in meine eigene Heimatstadt verliebt habe.

00:51:34: Und das ist das, was ich mir wünsche.

00:51:36: Man sagt immer über Chemnitz.

00:51:38: Chemnitz ist die älteste Stadt Europa.

00:51:40: Ja, faktentechnisch ist das korrekt.

00:51:43: Aber für mich hört Chemnitz nicht nach dem Ortsausgangsschild auf, sondern für mich ist das nicht Chemnitz, sondern für mich ist das viele sagen Südwest-Sachsen dazu.

00:51:53: und ja, mag man beschreiben, wie man es möchte.

00:51:56: Aber ich, diese Region hier, ich habe mich ganz bewusst für diese Region entschieden und ich hatte verdammt viele... Möglichkeiten und Verlockungen raus aus dieser Region zu gehen und woanders ein Business aufzubauen.

00:52:07: Ich habe mich trotzdem für den Standort entschieden und ich wünsche mir einfach, dass auf der einen Seite diese Subkulturen gefördert werden, dass diese Subkulturen weiterhin sichtbar werden und andere Menschen einen Einblick bekommen und auf der anderen Seite wünsche ich mir einfach zu akzeptieren, dass wir eben die älteste Stadt Europas sind und es besser daraus zu machen.

00:52:30: Und ich... krampfartig gegen diesen Fakt zu arbeiten, was ich an vielen, vielen, vielen Stellen immer wieder beobachte.

00:52:38: Ich wünsche mir, dass du sagst es ja auch so, es hat ja so ein leicht negativen Touch zu sagen, wir sind halt... Aber warum?

00:52:46: Ja, genau.

00:52:47: Also Altersbilder.

00:52:48: Also wir wollen alle älter alt werden, aber niemals alt sein.

00:52:53: Also das ist ja, das ist ja ein Mindset.

00:52:56: Ich werde auch bald fünfzig.

00:52:57: Also da nochmal.

00:52:58: Genau.

00:52:59: Im Endeffekt.

00:53:00: dieses, dass das so so abgewertet wird.

00:53:04: Daran muss man auch arbeiten und ich sehe das alles ganz genau so.

00:53:08: Also die Chemnitz muss lauter werden oder darf auch zu Recht sein.

00:53:12: Also muss verstehen, dass das, was hier passiert, woanders genau so ist, nur dass die anderen daraus,

00:53:18: dass

00:53:19: sich sonst was drauf einwirken.

00:53:21: Und es ist halt in einer Aufmerksamkeit Industrie, in der wir leben.

00:53:25: Manchmal vernünften, dass man ein bisschen laut schreit und sagt, was es hier alles Schönes gibt.

00:53:30: Ich glaube, es wurde Chemnitz einfach gut tun, sich mit den Fakten abzufinden und nicht so stark dagegen zu arbeiten und einfach diese Fakten, die wir haben.

00:53:38: Und ja, wenn wir nun mal die älteste Stadt Europas sind, dann nutzt doch diesen Fakt.

00:53:42: Ja, wir sind wahrscheinlich dritte oder vierte Älteste, aber ich würde halt diesen Titel einfach nehmen und da etwas Positives machen.

00:53:49: Feindes Keile ist ja... Andere Menschen haben uns diesen Titel gegeben, was Besseres kann und nicht passieren.

00:53:54: Jetzt macht was Positives draus.

00:53:56: Das sollte der Weg sein.

00:53:57: Aber

00:53:57: glaubst du als Werbe auch, dass das funktionieren könnte?

00:54:00: Dass man sagt, hier werden die Lösungen, also hier, guckt hierhin?

00:54:03: Es muss natürlich noch einiges dafür gemacht werden, damit wir es beweisen können, damit es auch richtig gefördert ist.

00:54:11: Aber ich würde das nutzen.

00:54:12: Warum nicht?

00:54:13: Wenn es etwas ist, was da ist, wie viel Energie muss ich da hineinbringen, um diesen Fakt zu ändern und im Grunde genommen der Stadt ein neues Bild zu geben.

00:54:22: Aber ja doch mit den Fakten, die da sind.

00:54:25: Und es wird doch viel Leichter fallen, sich mit der Sache anzufreunden, diese zu akzeptieren und dann zum Vorteil zu machen.

00:54:31: Schönes Schlusswort.

00:54:32: Oh, danke.

00:54:32: In diesem Sinne vielen, vielen Dank und schön, dass ich hier sein durfte.

00:54:35: Danke,

00:54:36: hat viel Spaß gemacht.

00:54:37: Ciao.

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