(Stefan Schmidtke - Geschäftsführer der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH) - Wie wird man Kulturmanger?
Shownotes
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00:00:03: Welcome to the sea.
00:00:02: Herzlich Willkommen im C Level Podcast, dem Podcast wo ich die Business-Ebene mit dem C für Chemnitz verbinden möchte.
00:00:08: Heute sitzt mir ein Mann gegenüber dessen gesamtes Leben bedingungslos von der Kultur bestimmt wird Stefan Schmittke.
00:00:14: Schon in seiner Jugend zog es ihnen magisch in die Welt der Kulissen auch wenn sein Vater selbst Schauspieler ihn eigentlich lieber beim Judosport gesehen hätte.
00:00:21: Doch das Schauspielthaus im damaligen KL.
00:00:22: Markstadt ließ sie nicht los und wurde für ihn zu einem einzigartigen wahrhaftigen Zufluchtsort.
00:00:28: Kultur ist für Stefan nicht einfach nur ein Berufsfeld.
00:00:30: Sie ist der unerschütterliche Kompass seiner Existenz.
00:00:33: Er atmet Kunst und Inszenierung vom jungen Regie-Assistenten über ein knallhartes Regiestudium im politisch turbulenten Moskau der neunziger Jahre, bis hin zum Macher hinter riesigen europäischen Festivals in Hannover, Wien und Tallinn.
00:00:46: Heute bringt er all diese internationale Erfahrung als Geschäftsführer der Europäischen Kulturhauptstadt nach Chemnitz zurück.
00:00:52: Er zeigt uns eindrucksvoll das Kultur für ihn weit mehr als nur ästhetik ist.
00:01:00: erst unser miteinander gestalten und verhandeln.
00:01:02: Freut euch auf dieses Gespräch!
00:01:04: Und atmet Kultur, viel Spaß!
00:01:10: Wir laufen ja manchmal ein bisschen wie Aliens in dieser Stadt rum weil wir ja Teile der Stadt sind aber irgendwie nicht dazugehören.
00:01:17: Also, wir müssen berühmter Großveranstalter und ich war irgendwie so jemand wie der macht jetzt mal die gute Hauptstadt.
00:01:25: Das ist schon ein großer Unterschied weil du bist sichtbar Du hast Kontakte, du arbeitest und Ich bin damit beschäftigt das alles in einem völlig anderen Zusammenhang herzustellen.
00:01:35: Und ob der Firmlauf dann damit dazugehört oder daneben steht dass es interessante Dinge wie so eine Stadt funktioniert Wie sind die Ketten der Kommunikationen?
00:01:43: Die sich zusammenschließen wenn man sagt Wir wollen groß was machen.
00:01:47: Also ich lebe ja auch auf dem Dorf und da ist man ja auch nach der dritten Generation immer noch ein Zugezogene, das meine ich sozusagen.
00:01:55: wir beide haben glaube ich den Vorteil in einer Stadt wie Chemnitz als relativ neutral wahrgenommen zu werden weil jetzt bist du vielleicht unneutraler mit deiner Öffentlich die letzten Jahre mit der Kulturhauptstadt aber als Menschen sind wir noch neutral Geburtsnetzwerke haben, also wir sind nicht unbedingt einer speziellen Gruppe zugehörig.
00:02:18: Ich würde sagen ich könnte mit allen reden.
00:02:20: Ich bin halt kein Chemnitzer.
00:02:22: Letztlich ist das niemanden kennen ein genauso großer Vorteil wie dass alle kennen.
00:02:30: Fünfzig fünfzig würde ich das benennen.
00:02:33: Letztlich war die Idee, jemanden reinzuholen der mit dem Kulturhauptstadtmanagement anfängt.
00:02:39: Der nicht von hier ist eine sehr gute weil ich bin relativ naiv hergekommen darf ich mal so sagen.
00:02:46: Die Überraschungen waren dann doch größer als erwartet und natürlich hätte ich mir immer Mal wieder gewünscht dass jetzt mein Handy zücke und Jemand anrufen sagt klär das mal aber dass es eben Nicht möglich war hat ganz andere Wege in Bewegung gesetzt die sonst eben laufen würden wie üblicherweise.
00:03:02: Ich weiß nicht, wie oft du das schon erzählt hast.
00:03:04: Weil ich mich gerade erinnere dass ich vor dir saß.
00:03:07: Du hast mir die deine erste Aufgabe hier in Chemnitz erklärt und ich dachte hey!
00:03:11: Du bist doch aber der Geschäftsführer der Kultur.
00:03:13: Was waren die ersten drei Monate?
00:03:16: Also ich will erstmal noch was ganz anderes erzählen weil es gab den achtundzwanzigsten September und da hatte die Achtundzwangster September zwei tausend einundzwansig Und dann hat ihr die Stadt Chemnits eingeladen um die Personalie bekannt zu geben und da kam ich vom Bahnhof und ich hatte mir im berühmten mehr aus meiner jugend bekannten hotelkongress dem geilen hochhaus natürlich ein zimmer gemietet einfach um das atmosphärisch auch so richtig mitzugehen.
00:03:40: auf den weg vom bahnhof zum kogress liegt allerdings der nische und der jetzt leider schon geschlossene open space und als ich um die ecke kam tobte dort eine irrsinnige party und ich dachte wow was ist denn hier los?
00:03:54: und habe ich gedacht okay du hast ja nichts zu tun du mischt sich jetzt einmal unter diese leute
00:03:58: war aber nicht einen montag.
00:03:59: es
00:04:00: handelt sie sich um die Party gegenwarten, eine Ausstellung die gemacht wurde für die Bewerbung des Kulturhauptstaatsjahrs und man hatte ja später so ne Art Auswertung.
00:04:09: Und da gab es noch Kaspar König aus Köln und der sagt Mensch was machst du denn hier Schmitke?
00:04:15: Den kannte ich aus Düsseldorf Das ist ja mega.
00:04:18: Und dann rannte dort der Wird vom Schalom rum, den kannte ich aus dem Fernsehen und dann gab es dort Herrn Bußmann, den Direktor der Kunstsammlung, kannte sich auch aus der Zeitung... ...und dann stand ich plötzlich an so einer kleinen Bar und da war mir eine schmale Frau und die hatte so Tabak zum Drehen, das kann ich mal innen drehen.
00:04:36: Fünf Wochen später habe ich mitgekriegt dass das die Direktorin des Museum Gunzenhauser war als ich war.
00:04:41: In der Nacht, in der ich ankam, in einer Szene drin, die mir unglaublich Freude gemacht hat weil diese Feier war so was von lebendig und da hatte ich das Gefühl, wow!
00:04:49: Das kann einfach nur gut werden.
00:04:51: So viel zum Vorspannen.
00:04:53: Die zweite Erklärung ist natürlich... Man fängt dann bei einer Firmengründung halt eben an eine Firma zu gründen und das heißt es geht darum wo eigentlich die beste Location dafür.
00:05:05: Was kommt da rein?
00:05:07: Und jetzt kommt das Allerspannende und da hatte auch meine Stadt noch keine Vorstellung davon, wie schnell, wie groß wird diese Firma wachsen und welche Funktionen wird sie zu übernehmen haben.
00:05:18: Das heißt du sitzt an einem Blatt wo du anfängst zu schreiben und zu planen, wo du aber nicht weißt wie das endet.
00:05:24: Und glücklicherweise gab es die Schmidtbank Passage mit der leer stehenden ehemaligen Schmidtbank diene im Nachhinein für den Einstieg war.
00:05:34: Nur dort ging die Lüftung nicht, da gab es kein Internet und die war halt ein leer-und relativ verfallen.
00:05:40: also weil der Job erstmal bei der eins anzurufen zu fragen wie kriegen wir denn da internet hin?
00:05:44: Und dann stellst du dich auch als Kulturhauptstadt GmbH in eine Reihe vielerwartender Antragstelle ein genauso wie die Frage das war übrigens noch Corona Wie komme ich zur einer Bestellung für Tische mit Lieferzeiten von acht bis neun Monaten zu dieser Zeit?
00:05:58: Also das waren so die spannenden Dinge.
00:06:00: das Ding in Bewegung zu setzen man glaubt ist kaum.
00:06:02: Wieserweise ist der Bewerbungsprozess am ersten November offiziell für die Stadt beendet gewesen und das war auch der Tag, an dem das Büro der Stadt geräumt wurde und ich das nicht mehr benutzen konnte.
00:06:15: also du kommst an und vor deiner Nase wird das Bürow abgebaut was eigentlich dafür da war.
00:06:19: Das sind so Momente wo man dachte, sind sie sich eigentlich im Klaren hier was sie vorhaben?
00:06:25: Also wo setzen wir an und wo steigen wir ein?
00:06:28: Und wollen, wenn nicht europäische Kulturhauptstadt wären.
00:06:30: Also wäre nicht dieser ganze Klimbimm eigentlich vorher zu klären gewesen ist aber interessant.
00:06:35: Nee!
00:06:36: Weil daran habe ich gelesen Wir fangen hier wirklich bei Null an.
00:06:39: Das war interessant.
00:06:40: das musste man begreifen.
00:06:41: Wenn ich mit einer Täuschung hergekommen wäre wär es schlecht gewesen.
00:06:44: Jetzt hast du mir damit schon erzählt weil ich vielleicht wie die meisten hier in Chemnitz nicht wusste was das Kulturhaupt statt Dingen überhaupt is Und mich hat dann ja schneller interessiert, weil wir ja irgendwie aus einer gleichen Veranstaltungsbubble kommen.
00:07:00: Was hast du eigentlich für ein Büro?
00:07:01: Also was sind das für Menschen?
00:07:04: Du hast mir schon gesagt es gibt gar nicht so viele die in so einem Bewerbungsprozess überhaupt eingeladen werden.
00:07:12: Ich glaube du hast Kulturmanager gesagt?
00:07:14: Ja, aber das gibt es ja nicht.
00:07:15: Also Kultur-Manager ist eine Erfindung um Menschen zu beschreiben deren Beruf eigentlich unbeschreiblich ist.
00:07:20: Und da gibts ne kleine Zahl von deutschen und deutschen Ninnen die das machen was Du machst Die überhaupt sozusagen die Komplexität einer dieser Aufgabe verstehen.
00:07:31: Das ist ja nochmal so ein Rand.
00:07:33: mich würde interessieren weil der Podcast ich weiß nicht ob Du schon mal eingehört hast Okay dann weißt Du ja ich beginne ganz vorne Du musst halt immer sagen, ich weiß du bist eine öffentliche Person.
00:07:42: Du musst jetzt für dich irgendwie entscheiden wo du sagst mach möchte ich jetzt gerade nicht mehr so erzählen oder habe ich schon erzählt?
00:07:48: aber Ich würde gerne wissen wie wir bis zu diesem Punkt ein.
00:07:51: was hast du?
00:07:55: wenn du da mitmachst.
00:07:56: Es war relativ knapp geschnitten, weil ich hatte noch bis zum August das Festival Theater der Welt in Düsseldorf zu tun und die Idee mich hierzu bewerben kam auch nicht von mir selbst sondern hatte zwei Gründe erstens gab es einen Anruf der Firma, die die Vergabe des Postens gemacht hat.
00:08:12: Und zweitens gab es für mich eine sehr einschneidende Entscheidung weil ich nämlich eigentlich einen Anschlussvertrag hatte nach Australien zur Melbourne Festival und aber Australien geschlossen wurde eines der am härtesten und regidesten mit den Corona-Regeln agierende das Land hatte ich plötzlich Zeit und wusste gar nicht mehr was wird das?
00:08:31: insofern war Zufall ein Doppelter.
00:08:33: Und das, was eben an so einer Kulturhauptstadt dran hängt ist das sogenannte Bewerbungsbuch, womit der Titel gewonnen wurde und es gab die schöne Gelegenheit mal die Nase in dieses Buch zu stecken.
00:08:45: Das war das, dass ich bis zum September gemacht habe.
00:08:48: Ich habe diese hundred vierundseipzig Seiten Bewerbung Buch hoch und runter, hoch und runter, hoch und konnte mir so eine Art Koordinatensystem bauen, worum könnte es denn da gehen?
00:08:59: Und was meint ist – und das lag eben durch meine Herkunft.
00:09:02: Ich komme ja hier aus der Gegend und war früher viel in Kamarkschat immer im Abgleich mit, was aus meiner Erinnerung von früher noch durchgeschossen kam.
00:09:10: Aber das möchte ich auch!
00:09:12: Oder willst du das gar nicht
00:09:14: jetzt sagen?
00:09:15: Das ist relativ naiv.
00:09:17: Das steht auch in meinem Wikipedia, ich kann mal ausdöbeln...
00:09:20: Es hat
00:09:22: irgendjemand über mich angelegt und ich würde gerne mal rauskriegen, wer das gemacht
00:09:25: hat.
00:09:26: Aber stimmt da erstmal viel?
00:09:27: Und
00:09:27: da stimmt vieles nicht!
00:09:28: Wenn man selber als Biografie-Oner denen dann schreibt und sagt, dass stimmt gar nicht, dann schreiben die einem frech zurück, wer bist Du denn?
00:09:36: und du mischt dich hier am besten nicht ein weil alles was dort steht muss geprüft werden.
00:09:40: Das ist relativ lange Rede kurzer Sinn.
00:09:43: Ich bin seitdem kein großer Freund mehr von Wikipedia, weil ich glaube da gibt es Netzwerke.
00:09:48: die können da sehr viel beherrschen und mit den originalen Sprechenden fair umzugehen.
00:09:54: Früher war natürlich die Situation mit der Reichsbahn so kompliziert und sprich man kommt zwar irgendwie nach ins Kuhle Leipzig und noch viel coolere Dresden und nach Kamarksstadt kam man aber abends wieder zurück und insofern war das für mich als Döbelner war Kamarcks Stadt noch dreihundertzwanzigtausend Einwohner war die coole Großstadt im Umfeld, weil wenn man vom Land kommt da will man natürlich in die Großstadt checken.
00:10:17: So und deswegen konnte mein Chemnitz abends in coole Konzerte gehen, konnte in Galerien gehen, könnte ins Theater gehen und das ist ein ganz wesentlicher Teil meiner kulturellen Sozialisation.
00:10:28: Schauspielhaus Karl Marx statt in der DDR.
00:10:30: in den achtziger Jahren war er ab!
00:10:32: absolute Knaller.
00:10:33: Alle diese Leute, Wolfgang Sörgel, Irmgard Lange, Ulrich Mühe, Frank Kastorf das sind riesengroße Fußabtritte und deshalb war ich so beeindruckt dass meine Biografie mir anbietet an den Ort zu gehen, an dem ich mal ganz naiv angefangen habe.
00:10:49: Das waren emotional wahnsinnig schöne Momente
00:10:54: in Döbeln.
00:10:54: Ja,
00:10:55: Regieassistent.
00:10:56: Abitur?
00:10:57: Abiturt kein Studienplatz gekriegt.
00:10:59: Regie Assistent am Döbeln der Theater.
00:11:02: Dann natürlich mit viel Interessismus beworben bei Hartwig-Albiro an meinem Lieblings-Schauspielhaus der DDRK-Markshit.
00:11:09: ganz
00:11:09: kurz gefasst.
00:11:10: Kannst du weiss du warum?
00:11:11: In der Markstadt war so ein Hotspot.
00:11:14: Also man könnte jetzt ein längeres theaterwissenschaftliches Gespräch führen, darüber warum in Metropolen wie Dresden und Leipzig verschiedene Dinge möglich waren die hier nicht möglich waren und umgekehrt.
00:11:25: Kamakshat war der Strukturstärkste und Einwohnerstärke bezirkte DDR.
00:11:30: das war auch der Wahlkreis von Erich Honnecker und insofern gab es hier immer eine besondere Obacht für verschiedene Dinge.
00:11:37: Hier durfte auch nicht zu viel Diskrepanz zur Wirklichkeit sein Und aber sicherlich hat der Internan Mayer und der Oberspielleiter Albiro sehr geschickt agiert, weil natürlich das was das Chemnitz oder Karl-Marc Schitter Theater gemacht hat, der eigentlich geforderte gesellschaftliche Diskursunddialog der DDR war.
00:11:56: Er aber ästhetisch immer sehr stark ausschlaggebend waren durch die besetzten Personen, die daran teilnehmen.
00:12:02: Man geht da ins Theater, weil die Schauspieler gut sind, die Regie gut ist und der Inhalt ist dann das zweite.
00:12:09: Weißt du noch, warum das für dich diese Theaterwelt so aufging?
00:12:13: Also wann... Das
00:12:14: ist Deutsche
00:12:15: Unterricht.
00:12:16: Ich weiß nicht.
00:12:18: Für mich war das Plänsdorf das Wichtigste Buch.
00:12:20: Das gab es übrigens auch Ulrich Plänstorff die Geschichte, die Legende vom Glück ohne Ende.
00:12:26: Das wurde verfilmt als Paul und Paula.
00:12:29: Und im Theater hieß das die Legende vom Glück ohne Ende, ich weiß es gibt auch die Leiden des Jungen Wieners ist ein anderer Plänsdorf.
00:12:36: der wichtigere Plätsdorf, der hier in Karl-Marx-Scheid gespielt wurde war Die Bühnenversion von Paul und Paola, die hieß die Legender vom Glück unterendet.
00:12:44: Da standen die Zuschauerraumtüren auf und man konnte so rein gehen und rausgehen und was essen zwischendurch.
00:12:50: und das war einfach so geil weil das gab's vorher nicht.
00:12:53: Das Besondere des Theaters in der DDR war, in der Zeitung was da stand das wusste man.
00:12:58: Was im Fernsehen gesagt wird, dass wusste Man!
00:13:01: Was im Theater stattfand wusste Mann nicht unbedingt weil es gab einen live Moment, der unkontrollierbar war und was zwischen den Zeilen und in der Macht der künstlerischen Freiheit der Schauspieler dann doch noch statt fand.
00:13:13: Deswegen ging man's ins Theater.
00:13:15: Das war wahrhaftig, das war echt, das waren von Menschen die dafür standen was sie in dieser Sekunde in ihrem Leben gerade sagen und deswegen war das eine der Absu- Spannendsten Orte, die es gab.
00:13:24: Da kam nichts anderes ran dagegen.
00:13:26: Okay das finde ich immer interessant.
00:13:28: Leichten ist das Kabarett aber beim Kabarett stand schon oben drüber ganz groß oben drüben.
00:13:33: wir dürfen heute hier mal werden das Theater natürlich auf diesem Grad gesegelt ist für verhandelnde Klassiker.
00:13:39: Aber im Theater geht's ja nicht um die Klassika und um siebzehnte Jahrhundert mit Shakespeare.
00:13:43: Es geht ja darum wie das Heute worum es heute geht.
00:13:45: Das ging man ja dahin, das war eine Konnotation.
00:13:48: Die war die Verabredung und deshalb war es auch geil.
00:13:50: Und deshalb gingen auch sehr viele junge Leute ins Theater weil das so was wie live dabei sein
00:13:55: war.
00:13:57: Ich habe so Standard-Fragen aber kennst du noch deinen ersten Theaterbesuch wo diese Welt für dich aufgeht?
00:14:01: Also das erste was ich hier gesehen hab war Uli Plänsdorf.
00:14:07: Es war auch immer alles hier in Chemnitz?
00:14:09: Ja,
00:14:09: natürlich!
00:14:09: Weil man kam ja nicht mehr sonst zurück... Also wenn ich
00:14:12: mal jetzt auch dein erster Theaterbesuch
00:14:14: war oder mein erster theater Besuch war in Döbeln zu Hänsel und Gretel von Humperdinge und da aber kann ich mich auch noch daran erinnern weil da gibt es ja das Pfefferkuchenhäuschen mit der bösen Hexe.
00:14:27: Und dann hingen an diesem Haus so Pfefferkuchen und dann nahm die Hexe ein Pfefferkuchen und da hat der Hänsel reingebissen.
00:14:37: Und er dachte ich, wow jetzt versuchen die mir hier zu erzählen dass das ganze Haus aus Pfefferkuchen ist?
00:14:44: Das ist aber Blödsinn weil nur der eine PfeFFer Kuchen ist Pfeffe Kuchen!
00:14:48: Insofern war Theater für mich auch etwas was man durchschauen konnte und deswegen interessant waren.
00:14:53: Ich frage deshalb bei meinem Leben zum Beispiel ja immer nur Sport war Weil ich da irgendetwas entdeckt habe für mich, wo ich inspiriert wurde.
00:15:00: Bei dir war es halt Kulturtheat?
00:15:01: Ne ne
00:15:02: das ist noch schwieriger weil mein Vater ja auch Künstler der warschauspieler und er wollte mich immer vom Theater weg locken und hat mich angemeldet beim judo-Sportclub und beim gerätetoren Sportclub weil ihr dacht immer also was ich so mache das muss jetzt meinen Sohn nicht zwangsläufig interessieren.
00:15:17: es hat nicht funktioniert.
00:15:18: Ich hab ja selbst den gelben Gürtel dann noch geschafft und so aber ich hatte beim orangischen Gürttel schon Kimbock mehr.
00:15:23: War mir zu anstrengend.
00:15:26: Ich versteh das, ich hab mein Karate versucht.
00:15:28: Und dass ich selbst für den weißen Gürtel was tun musste, fand ich.
00:15:32: Aber das Geile war und das muss ich noch mal sagen beim Sport weil... Das kommt ja aus Japan und da gab's dann so japanische Begriffe mit Ipong und Tsuramatee und habe mich mit Begeisterung daneben gesessen wenn diese Kampfrichter immer die japanischen Dinger da in diesen Kämpfen ausgerufen haben und auch wie diese Würfer heißen, Sasarikomi Ashi.
00:15:54: Das sind so wenn man zwölf oder treizend ist, denk mal wow what a world!
00:15:58: Was da im Sport noch drinsteckt gerade bei Judo auch?
00:16:02: Okay also wir sind du bist ich versuche mal einen roten Fahren zu finden.
00:16:06: Du hast diese Begeisterung.
00:16:07: Theater hast es sogar geschafft dann Regieassistent zu werden.
00:16:11: Damit lernst du ja jetzt eine ganz andere Welt des Theaters, die vielleicht gar nicht mehr so glamourös ist.
00:16:16: Sondern es wird sehr praktisch!
00:16:18: So ein Beruf ist dann halt eben an einem gewissen Punkt zum Beruf.
00:16:22: Man ist Regie-Ascent auch so einen undefinierter Beruf weil es gibt eine Sorte von Pflichtaufgaben, die heißt sozusagen Organisiere die Probe, pass auf dass alle da sind das Regiebuch der Regisseur seine Arten und dann wird's sehr schnell individuell, weil jeder Regisseure arbeitet anders, jeder Schauspieler funktioniert anders Und die Klammer die Du entwickeln musst ist die Sensibilität fürs Gesamtsystem, also da gibt es die Probenzeiten und die Technik umbauten.
00:16:45: Und die Frage kriegen die Schauspieler ihren Text rein?
00:16:47: und das geht bis ins psychologische Persönliche weil du hast Schauspüler die hängen ein bisschen durch, sagen wir so?
00:16:53: Und andere die ziehen das an.
00:16:54: und das was mir immer Spaß gemacht hat war so ein bisschen das Gefühl zu entwickeln für den gesamten Was das so ist und wo sich das einsetzt.
00:17:01: Das heißt dann in der nächsten Stufe entweder man wird Regisseur oder man wird Dramatur.
00:17:06: ich wollte ja unbedingt Regisseure werden ganz großartiges Regie zu führen, da ist man eher der King und so weiter.
00:17:13: Ich habe dann beim Regiestudium gemerkt, dass mich das eigentlich gar nicht so sehr interessiert und hab aber ein schönes Registudium gemacht auch noch an einer der berühmtesten Regiestuoschulen in der Welt nämlich im Moskau an der Russischen Theaterakademie.
00:17:26: Aber nach dem Regieassistenten Dasein
00:17:29: Wo sind wir jetzt im Wettem Jahr?
00:17:31: Nach dem Abitur bin ich Regieassistent geworden und nach dem Regie-Assistenten Dasein habe ich Regies studiert.
00:17:37: Hast
00:17:37: du öffentlich schon mal gesagt, was bist du für ein Jahrgang?
00:17:40: Achtundsechzig steht Uren hat irgendjemand rausgekriegt und hat es in meiner Wikipedia.
00:17:44: Das heißt, ich rechne... Wir sind jetzt Ende der Achtziger.
00:17:49: Wie kommen wir zur
00:17:49: Weltzeit?
00:17:49: Ich werde von neunzehnhundert achtundachzig zwanzig und erlebe die... Da
00:17:54: bist du noch regiert.
00:17:54: ...der lebe den Fall!
00:17:55: Da bin ich als Regie Assistent beim Fernsehen der DDR also Halle nach Berlin gelangt.
00:18:01: Das letzte Stück habe ich Glück gehabt, dass ich aus dem Theater raus bin und... Film noch kennengelernt, habe ich beim Kinderfernsehen der DDR gearbeitet.
00:18:08: Und Kinderfilme als Regieassistent betreut.
00:18:10: das ist nochmal eine ganz andere Welt.
00:18:12: da wird der Ton mitgezogen Da muss es ein Pilotton geben dass sich Bild und Ton synchronisiert dann kannst du das wiederholen.
00:18:18: wenn's schlecht war Dann musstest geschnitten werden, sitzt du neben dem Regisseur am Schneidetisch und er schneidet so viel weg bis es immer interessanter wird.
00:18:25: Das war ganz großartig, dann bin ich an die Volksbühne Erzregie.
00:18:28: Assistent in Berlin nach dem Mauerfall schon und dann zum Studium nach Russland.
00:18:33: Jetzt kann ich ... Neunter November, warst du noch wo du warst?
00:18:38: Ja, am neunten
00:18:38: November wurde ich früh um vier geweckt.
00:18:40: Da war ich beim Artillerieregiment neun in Eggesien-Karpin am ersten November einberufen und da wurden wir am neunden Früh um dreieinhalb vier geweckt und uns wurden mitgeteilt dass die Mauer offen ist und das der gesamte Bataillonsverband ab sofort an den Grenzen des Batallions wache steht weil man nicht weiß was vollziehen wird in dieser Republik.
00:19:07: und seitdem haben wir nur noch Wache geschoben an diesem Artillerreding.
00:19:10: Und wo warst du da?
00:19:11: Ja, der Egesin-Karpin ganz
00:19:13: gut.
00:19:13: Achso, da war auch schon das eine Grenz... ich weiß gar nicht dass da eine Grenztation ist.
00:19:17: Also Egesinn-Karpinen liegt an der polnischen Grenze ja ganz hoch im Nordosten der Emeichen DDR.
00:19:25: Naja, das ist ja so...
00:19:25: Kreis Okermünde.
00:19:27: Ach schön!
00:19:28: Aber da haste ja was mit Thomas Waltheim gemeinsam, der stand ja am neunten November am Brandenburger Tor in Uniform.
00:19:34: Okay, das heißt es war ja auch für dich.
00:19:37: Also da sind ja so die Biografien.
00:19:40: viele haben das die Wände erlebt.
00:19:42: jetzt geht die Mauer auf aber ihr wenn ihr als Soldaten dort standet wart.
00:19:46: Oh Gott, du musstest dich ja damit jetzt beschäftigen.
00:19:49: Was passiert denn eigentlich wenn da jemand kommt?
00:19:51: Es gab nur Ostfernsehen!
00:19:53: Genau und ihr wart ja auch erst am ersten November eingezogen.
00:19:57: Thomas hat ja erzählt dass die schon zwei Monate sozusagen in der Kaserne waren und ja schon vorbereitet auf den Ernstfall und waren eigentlich... Ja
00:20:05: das ist wer in Berlin an Brandenburger Tür steht Der gehörte aus seinem anderen Regiment.
00:20:09: Ich war ein ganz normaler Reihensoldat als Gefreiter eingezogen Und Berlin hatte die große Angewohnheit unliebsam Personen möglichst weit weg zu schicken.
00:20:18: Und deshalb ist das berühmte Egesin Torgelo und Egesinn Carpine, das war ein Riesenbataillon, Zehntausend Mottschützen, Funkschützen Artillerie, ein riesen Ding.
00:20:31: alles weg gibt es nicht mehr im Wald alles abgerissen Das is verschwunden.
00:20:36: Und wie lange warst du dann?
00:20:38: Das wurde aufgelöst.
00:20:39: Die Wiedervereinigung kam, erkündigte sich an und die Auflösungen wurden im März-April ausgelöst, ja.
00:20:50: Aber wenn du es schon sagst da wurden immer die Leute hingebracht, die gestört haben war das ja ein sehr interessantes Batallion und gerade dann zur Wendezeit war da ging's ja bestimmt mächtig ab in der Nähe?
00:21:00: Nein,
00:21:01: das war vor allen Dingen gut weil also die Hälfte ist er schon gar nicht angetreten.
00:21:04: zu diesem Wehrdienst.
00:21:06: Das am ersten November musste man sich einfinden im Werkreiskommando Prenzauer Berg.
00:21:11: Man nannte sie noch Dimitrovstraße und da wurden die ganzen Namen aufgerufen.
00:21:15: Die Hälfte meldete sich nicht und irgendwie man trief immer dazwischen schön groß aus Österreich, schön groß als Budapest.
00:21:22: Das heißt diese Karten die damals versinnelt wurden haben bei vielen schon ausgelöst dass sie sich gar nicht stellen.
00:21:27: deshalb war das ganze Ding unterbesetzt.
00:21:29: Und es gab des großer Ereignis, dass üblicherweise man ja für die Majore und Offiziere dort die Wartbox tanken musste, die mussten ihre Autos selber tanken und selbst... Also es war schon ein bisschen anders als üblicherweise glaube ich.
00:21:44: Okay.
00:21:45: Weißt du noch, was man mit den ersten hundert D-Mark Begrüßungsgeld gemacht
00:21:48: hat?
00:21:48: Ja da habe ich zu Essen eingekauft.
00:21:50: ja!
00:21:50: Zu essen?
00:21:51: Weiß ich ja.
00:21:51: Fand dich großartig
00:21:52: in so einem Supermarkt.
00:21:53: Da gab es noch eine Kette die ist Plus.
00:21:57: Die gibt's ja nicht mehr schon lange nicht mehr.
00:21:59: Da war ich bei plus in Neukölln und hab ordentlich eingekauft.
00:22:03: Schön die leckeren Westfalen.
00:22:05: Allerdings
00:22:05: keine Bananen, das hat mich nicht interessiert.
00:22:07: Ich habe vor allen Dingen diese supergeilen Milchprodukte interessiert und sonst war ich dann genommen in einem Riesen-Rucksack mit dem Rucksack hingefahren und es war aber noch während meiner Armeezeit und das war schwierig weil man hatte nur den Wehrdienst ausweist zu dieser Zeit, weil man ja Armeeangehöriger war.
00:22:24: Und es war durchaus risikoreich, weil die DDR wehrangehören durften dennoch nicht nach Westberlin Also auch nicht nach dem Westen.
00:22:31: Das war, kann ich mich erinnern... Es wurden ja an den Grenzstutz-Durchgängen so noch sporadisch kommen wollen bis wir da durchaus ein großes Regelquart das zu machen sind aber erst hinterher.
00:22:42: Ich weiß, ich kann mich nur noch erinnern wie ich den Versuch der Einstempelung in meinen Wehrdienst ausweist dass ich jetzt dieses Begrüßungsgeld erhalte.
00:22:51: was es nämlich direkt hinter der Grenze gab.
00:22:53: Sofort dieser jungen Frau den Stempel aus der Hand gerissen habe ist als sie dürfen auf gar keinen Fall in meinem Wehr-Dienst einen Stempeln machen.
00:23:03: Es gab ja die super Spezialisten hier haben sich das Begrüssungsgeld gleich fifteen mal abgeholt und dann kam irgendwann der Punkt wo die das dann eingestempelt haben Und da kann ich mich doch genauer erinnern, wie ich zu der Frau in letzter Sekunde diesen Aushaus aus der Hand gerissen habe.
00:23:16: Das wäre dann sehr unschön geworden.
00:23:19: Aber jetzt ist ja eine Möglichkeit gehabt auch mehrmals hinzugehen?
00:23:22: Nein, das hätte dann irgendwann dazu gehört, dass jemand gesagt hätte was machen Sie denn im Westen als Info-Artengehöriger.
00:23:28: Also dieses Obrigkeitsdenken, also man wusste schon zu dem Zeitpunkt noch nicht wie es eigentlich
00:23:33: war.
00:23:33: Ich glaube nee das war nicht obergezündet.
00:23:36: Das war einfach im Grundsatz die Disziplin aber eben in diesem Fall die Undisziplinen.
00:23:42: Das kann schon eikel werden.
00:23:44: Also der Stadt noch funktioniert einigermaßen an den Stellen.
00:23:47: Jetzt bist du sozusagen... Ich sag jetzt mal, du bist systemkritisch sonst wirst du nicht in diesem Battalion gewesen.
00:23:53: Also was anstrengend.
00:23:54: Das sind glaube ich auch so Einschätzungen die man erst dann
00:23:58: hinterher
00:23:58: so wahrnimmt.
00:23:59: Aber
00:24:00: trotzdem hast Du dann entschieden nach Moskau zu gehen?
00:24:02: Da kommt noch eine ganze Strecke dazwischen weil ich bin ja dann wieder nach Berlin und dort hatte ich das große Glück an der Volksbühne Regie ersten zu werden.
00:24:09: Und die Volksbüne zu dieser Zeit war das Haus was sich am Reksten bewegt hat und die DDR war jetzt in diesen Übergangszeiten auch sehr unlecker.
00:24:19: Also, die ganzen Hochschulen wurden alle durchgekämmt.
00:24:21: Die Leute wurden rausgeschmissen und die Lehrbetriebe, die normal funktionierten Anfang der Neunzigerjahre waren vollkommen dysfunktional weil überall wurden Leute entfernt wegen früher Parteien oder Stasi usw.
00:24:34: Und deshalb hatte ich so das Gefühl wenn du dich jetzt in Berlin in irgendeine Hochschule einschreibst, durchlebst du einen riesengroßen Schrottprozess der eigentlich völlig umstörend ist.
00:24:44: Mich hat das große Glück!
00:24:45: Ich war Regieassistent bei Horst Hawemann.
00:24:48: Und Horst-Hawemann hat in den Sechziger und Siebziger ein sehr bekannter DDR-Jusse an der berühmten, auch die damals noch GITES staatliches Institut für Regie im Moskau studiert.
00:24:59: Und er sagte dann immer so, ah, hast du hier am Osten russisch gelernt?
00:25:04: Kannst jetzt mal was anfangen damit oder bewirb dich doch einmal so!
00:25:08: Das fand ich dann einen sehr adäquaten Zustand weil letzten Endes ich ja gedacht habe die einmal gesoffelt und die gab es ja damals noch, befindet sich im Verfall.
00:25:17: Und die Frage wird sie zerfallen?
00:25:19: Was wird das für Gesamteuropa auslösen?
00:25:22: bei damals die bei weitem interessantere Frage als ich mit dem allerlei der deutschen Wiedervereinigung zu beschäftigen?
00:25:27: Und Siehe da was mir in Moskau über den Weg lief in den neunziger Jahren.
00:25:30: Das war schon das was wir heute in live erleben weil die frage wird's dort demokratie geben oder ein nationalistisches regime wurde in den Neunzigern gefochten.
00:25:40: Und da sind dann immer die Royalisten marschiert in historischen Uniformen und dann gab es den Putsch, in Moskau und lauter so ne schönen Sachen.
00:25:49: Da
00:25:49: warst du immer live dabei?
00:25:50: Ja
00:25:50: ich bin immer live bei dabei und das ist halt eben so eine Sache wenn du das so miterlebst, dann tickt die Welt ein bisschen anders als irgendwie zum Sozialamt zu gehen oder sich mit der Mietumstellung beschäftigen.
00:25:59: Aber ich finde es ist ja schon mal... also wir sind ja jetzt wahrscheinlich.
00:26:12: Ich finde es für jemanden, der Anfang zwanzig ist schon sehr verblinkende.
00:26:18: Ja fällt mir im Hintergrund auch wieder ein.
00:26:22: Da gibt's junge Leute die gehen in diesen Jahren in den USA oder irgendwie sowas.
00:26:27: Aber Moskau war sozusagen auch so von kulturellen...
00:26:32: Das ist ein Thema.
00:26:36: Keller, Theater, Kuhle – alles durcheinander.
00:26:39: Hochakademische Ausbildung, sozialistischer Psychologischer Realismus ganz knallartige Ausbildungen jeden Tag von früh um neun bis abends um zehn.
00:26:49: Ganz knallhartes Regime wie an der knallarten Ballettschule.
00:26:53: Alles zählt sehr individuell zugeschnitten.
00:26:55: Sieben Regiestudenten das war schon ein großer Luxus, eine fantastische Ausbindung und ein großartiges Institut.
00:27:02: Und aber die Stadt rundherum mit, es gibt nichts zu essen und es ist dunkel.
00:27:07: Also dieses Moskau was wir heute kennen das ist erst in den Ende der zweitausender Jahren entstanden.
00:27:13: Zu dieser Zeit hat dort so etwas wie gar nichts funktioniert.
00:27:17: Ich kann mich erinnern als ich angereist bin war eine deutsche Mark-Rubel und zwischendurch war eine Deutsche Mark dann mal dreihundertsechzigtausend Rubel und dann wurden die Nullen gestrichen.
00:27:31: Und dann war die deutsche Mark wieder sechsunddreißig Rubel, also das war eine Zeit wo du jeden Tag nicht wusstest was dein Geld eigentlich wert ist hast du da in der
00:27:38: Hand.
00:27:39: Aber du konntest mit dem mark relativ
00:27:40: gut?
00:27:40: Das ging ganz gut ja.
00:27:41: Da habe ich im hunderthundert mark gebraucht.
00:27:43: ne
00:27:44: Ach so, okay.
00:27:45: Das war
00:27:46: ein Zeiten!
00:27:47: Er kam dann im Monat mit Hundert Mark klar.
00:27:51: Aber
00:27:51: hast du da festgestellt das Regier eigentlich
00:27:53: gar nicht?
00:27:54: Nein, als es um die Diplobarbeit ging habe ich gesagt oh nee jetzt muss sich hier eine Besetzung machen und muss ich... Ich hab natürlich was gemacht.
00:28:01: Hab Glück gehabt bin in einem Engagement gekommen ans deutsche Theater an die Baracke des deutschen Theaters mit Thomas Ostermayer und Jens Hilli zwei sehr berühmte Kollegen von mir.
00:28:11: Und dort habe ich dann ein Stück inszeniert, was man hätte als Diplomarbeit erwählen können.
00:28:16: Ich muss jetzt nicht irgendwie nach Krasnodar oder so in der ehemaligen Sofit und nur etwas tun aber ich hab dann... Als ich es gemacht habe, habe ich gedacht okay super Primäre gute Presse reicht mir danke.
00:28:26: Muss nicht mehr sein!
00:28:27: Okay wie geht's denn weiter?
00:28:28: Also du hast mir immer erzählt auf diese Kulturmanager eben.
00:28:32: Ich nenn sie jetzt einfach so bist Du auch durch eine Party?
00:28:35: Ja, sehr lustig.
00:28:37: Genau ich hatte dann ein bisschen Zeit und habe eine Regie gemacht noch meine letzte Regie in Omsk auf Einladung des Goethe-Instituts am Omsker Schauspielhaus.
00:28:46: Und auf dem Rückweg wieder nach Deutschland war ich in St.
00:28:48: Petersburg und da hab' ich auf einer Part hier eine sehr ulkeiche lustige Frau kennengelernt Die meinte was machen sie denn als nächstes?
00:28:54: Und dann sag' ich hab keine Ahnung es waren nur seit neunneinzig Keine Ahnung.
00:28:57: und sagt ach kommen Sie doch mal nach Hannover wir machen die Expo und ich brauche dann auch so Leute die beim Kulturprogramm mitmachen.
00:29:04: Und da bin ich dann in Hannover gelandet, beim Festival Theater Form.
00:29:08: Das gehörte zum Kunst- und Kulturprogramm der Expo-Zweitausend.
00:29:13: Da lernte man sehr viele lustige tolle Leute kennen... ...und dann bist du plötzlich im ganz anderen Umfeld.
00:29:18: Zu dieser Zeit hat sich auch noch viel sortiert!
00:29:20: Also die Menschen aus dem Osten sind ja erst... sehr langsam und nicht besonders intensiv in die Kulturszene vorgetrunken.
00:29:30: Die Bundesrepublik Deutschland hatte für Ingenieure, für was weiß ich überall Posten aber die Kultur Szene ist ja doch bis heute noch das merkt man auch bis Heute noch relativ unter sich geblieben um eine Karriere zu machen.
00:29:42: als Ostler im Westen war zu dieser Zeit schier unvorstellbar, weil natürlich die Geflogenheiten zu sprechen.
00:29:49: Die Art und Weise sich zu geben, die Inhalte zu postulieren – das war eine völlig andere Welt!
00:29:54: Und erstaunlicherweise bin ich in einer Gruppe gekommen, wo es ein Interesse daran gab, sich mit der anderen ästhetischen Dimensionen des vergangenen Ostens zu beschäftigen.
00:30:04: Also wirklich viel Glück gehabt.
00:30:05: hätte mir auch ganz... anders gehen können.
00:30:07: und weil das so erfolgreich war, wurde diese Frau dann Schauspieldirektorin der Wiederfestwochen also im Jahr danach.
00:30:14: Und da hat die Sorte auch da nämlich dich doch mit nach Wien und plötzlich war ich in einem in der europäischen Hauptstadt des Theaters am besten Festival am Platz.
00:30:24: Das sind schon so Dinge, wo ich seinen Ampel ein bisschen zufäll und ein bisschen Glück gehabt habe.
00:30:29: Aber auch viel Wissen mitgebracht, weil letzten Endes die Wiener Festwochen als Bindeglied zwischen Ost- und West in dieser Zeit das einzige europäische Festival waren, die den Blick nach Polen, nach Litauen, in die ehemalige Sowjetunion, nach Bulgarien und sonst was getan haben.
00:30:42: Und insofern hat es alles gepasst also... Also
00:30:44: jetzt mache ich mal den Küchenpsychologe und sagen okay er hatte reh studiert und hat bloß die Bühne geändert.
00:30:54: Korratieren ist was anderes.
00:30:55: Also wenn du eine eigene künstlerische Verantwortung hast, dann hast du einen ganz anderen Aufwand als ... weil es geht um dich selbst.
00:31:03: Deine eigene Positionen, wenn du korratierst, geht es eher um eine horizontal gesellschaftliche Betrachtung.
00:31:08: also was muss abgebildet werden und wo gehört das hin?
00:31:11: Das ist ein Fachwechsel der eher in Richtung Dramaturgy geht.
00:31:15: Aber ist Dramaturgie nicht auch Teil der Regie?
00:31:18: Nee nee, das ist ne Zuhilfe!
00:31:19: Regie is die Macht-und Kraft eine Person je gegenüber dazu zu bringen, eine Rolle anzunehmen und diese mithilfe des Regisseurs auf der Bühne zu verkörpern.
00:31:31: Ich merke dass ich da...
00:31:31: Und das dann raus wird?
00:31:33: Da kümmert sich dann der Dramaturg daneben und sagt du wenn er das macht in der ersten Szene und der so ist am Ende, dann stimmt da was nicht und es ist ein bisschen der Anwahr.
00:31:41: Ich habe jetzt überlegt wie gesagt man sagt halt allgemein er führt die Regie im Endeffekt ja auch für die Kulturhauptstadt.
00:31:49: Das passiert ja trotzdem.
00:31:50: Ja das sind Metaphore journalistische Fischschreibungen.
00:31:54: Aber es hat dir geholfen, sozusagen mit den Regisseuren die dann kommen umzugehen?
00:31:59: Nein also Wiener Festwochen war ein schönes Reisegeld und fahre um die Welt.
00:32:06: Also da konntest du gar nicht so wirken?
00:32:08: Ne das war ganz anders.
00:32:10: Da gab's den Auftrag die Wieners Festwochens präsentieren jedes Jahr.
00:32:16: Und da gab es eine kleine Gruppe von fünf Leuten, die mussten ... Ich hab letzte Woche mal in meinem Reisepass geguckt.
00:32:22: Ich war glaube ich noch bis zum Jahrzehnt.
00:32:24: Die mussten alle wichtigen internationalen Festivals abreisen und mussten gucken, was ist Trend?
00:32:30: Es gab kein Internet zu dieser Zeit.
00:32:32: Keine Handys im Sinne wie wir sie heute kennen.
00:32:35: Es gab auch jetzt keine Webseiten wo alles präsentiert wurde sondern die Welt war undurchdringlich und nur durchdringlig durch die Anwesenheit einer Person vor Ort, die etwas sieht und dieses Wissen mitnimmt.
00:32:50: Wir leben vor vormundzwanzig Jahren bei Die Welt eine andere.
00:32:53: Heutzutage ist alles miteinander vernetzt, also sich Dinge wie diese Smartphones, die kommen zehn Jahre später.
00:32:58: Okay
00:32:58: krass!
00:32:59: Ich finde es jetzt erst mal interessant dass es Trends im Theater gibt?
00:33:02: Was ist denn gerade?
00:33:03: Trend wird ja dann auch noch für ...
00:33:05: Im Moment ist Trend das alles durcheinander mischt
00:33:09: Also Video,
00:33:09: Film, Text, Performance.
00:33:11: Alles ist neuerdings im Theater eins.
00:33:13: Das Theater löst sich aus einer klaren literarischen zentralen Position und du hast mittlerweile, du gehst ins Theater und wirst gar nicht was dir heute passiert ob die jetzt durch irgendwelche Korridore geschickt wird oder irgendwelchen Kopphörer aufhast oder irgendwie vor dir getanzt wird.
00:33:26: das Theater ist sehr unpredictable geworden.
00:33:29: Was es glaube ich auch sehr attraktiv macht.
00:33:34: Wie groß ist denn die Zielgruppe der Theater?
00:33:37: Also in Deutschland ist die Statistik sehr hoch.
00:33:41: Der Bühnenverein veröffentlicht jedes Jahr eine Statistika und das zählt über fast zwanzig Millionen Menschen, die jedes Jahr ins Theater gehen.
00:33:52: Zwanzig Million?
00:33:53: Du musst mal genau nachhören!
00:33:54: Ich habe die Zahlen nicht... Das Chemnitzer Theater verkauft im Jahr zweihundert und ein tausend Tickets.
00:34:02: Es steht auch in der Zeitung, das ist für eine Stadt mit zweitundfünfzigtausend Einwohnern eine starke zentrale kulturelle und künstlerische Orientierungsgröße.
00:34:15: also kann es davon ausgehen dass zwei Drittel dieser Stadt mehr als zwei Drittel dieser Stadt ihr Theater als kultureller Größe wahrnehmen.
00:34:23: Okay krass.
00:34:24: Und das würde mir sozusagen, wenn ich ein Politiker wäre, würde mir das sehr zu denken geben wie wichtig so eine Institution meiner Stadt ist?
00:34:31: Ich weiß gar nicht wo ich das letzte mal im Theater war leider.
00:34:34: Also ich bin, glaube ich genau dieser Bannause.
00:34:36: Du bist die Vierzigtausendin nicht in Ihnen?
00:34:39: Das ist auch ein absolut verständlich!
00:34:41: Theater ist ein bisschen anstrengend man muss sich ja sehr physisch damit... Man muss sich da erstmal hinbegeben.
00:34:46: dann hat das einen großen sozialen Zusammenhang mit Hallo gehe ich alleine hin?
00:34:50: fühle ich mich alleine oder gehe ich mit Freunden hin?
00:34:52: habe ich überhaupt Freunde wie Orgel hier?
00:34:54: also es mehr als nur einen Kunstwerk zu erleben?
00:34:57: und insofern sind die ist die integrative Wirkung von Theatern als Institution enorm wichtig und stark für Städte, weil sie offene Zugangsstationen sind.
00:35:07: Man muss natürlich dummerweise irgendeine Eintrittskarte bezahlen aber das schaffen dann die meisten noch.
00:35:11: Ja ich glaube mir fehlt der Zugang.
00:35:13: also mir fehlt jemand der mich an die Hand nimmt und mich einfach mal sagt ja hör dir das mal an und lass uns danach darüber reden.
00:35:20: Also ich kann das verstehen dass es nicht jedermanns Sache ist sich anderthalb zwei vier oder sechs Stunden etwas auszusetzen was dann verlangt sich selbst in diese Themen rein oder im Abgleich zu gehen.
00:35:35: Das kann ich total nachvollziehen.
00:35:38: Und wie sind jetzt in Wien?
00:35:39: Ich
00:35:39: antworte dir damit, dass ich auch nicht zum Fußball gehe weil mich das vollkommen nicht aufregt.
00:35:44: ob es der Stürmer stürmt und der Libero-Liberot und die Abwehr steht und nicht steht und ob das elf Meter abzusetzen ist interessiert mich einfach.
00:35:51: Aber ich glaube im Endeffekt geht's ja trotzdem um das gleiche.
00:35:54: Der Mensch erlebt sich in diesen...
00:35:56: Jetzt wirds interessant weil du kannst es eben nicht als Abstraktum weglegen Weil das Interessante am Fußball ist, ist dieses eine Mal wie es passiert.
00:36:04: Das ist im Theater übrigens genau das Gleiche!
00:36:06: Das ist Lebenszeit die verrinnt und die Erinnerung daran dass es einmalig war und dass es danach nie wieder kommt sondern irgendwie anders wieder erlebbar ist... ...das ist ja der Spannende daran.
00:36:18: Ich meine jetzt, dass der Mensch sich in diesem Spiel, ein Fußballspiel oder ein Theater-Spiel erlebt.
00:36:24: Es geht ja um den
00:36:26: Austausch.
00:36:27: Also das Fußballstadion, die Menschen, die dabei sind... Das ist eine irrsinnig schöne soziale und gesellschaftliche Interaktion.
00:36:35: Da geht es um Gemeinschaftsgeist, da geht's um Sportgeist,... ...da geht es darum, clever zu sein.
00:36:40: Aber das sind schon sehr geile Dinge!
00:36:43: Nur nicht langweilig.
00:36:44: Ja
00:36:45: genau.
00:36:47: Ich würde jetzt gerne noch mal Wien.
00:36:49: Du bist von Wien dann?
00:36:51: Nach Wien wurde ich dann Gründungs- Direktor des Festivals Theater Form in Hannover.
00:36:56: Das war meine erste richtig große Leitungsposition, das Festival Theater Form ist ein vom Land Niedersachsen und den Städten Hannover und Braunschweig Betriebenes-Festival was jährlich eins Komma fünf Millionen Euro zur Verfügung hat.
00:37:10: Das durfte ich gründen und durfte es dann auch zweimal machen als ich jetzt zehnmal machen können, aber ich wollte es nur zweimal mal machen.
00:37:18: Es gibt heute noch eine sehr erfolgreiche Gründung bin ich sehr stolz darauf dass sich das politisch gesellschaftlich hinbekommen habe dass die Schauspielhäuser die Staatstheater ineinandergreifen mit der freien Szene.
00:37:30: dieses Festival behüten wir ein Perler.
00:37:32: und dann kam aber zwischendurch wieder einer der berühmten Telefonanrufe von einem guten Kollegen von mir der sagte Ich werde Chef der europäischen Kulturhauptstadt Tallinn, und ich würde dich gerne dort mitnehmen.
00:37:48: Weil du kennst die osteuropäische Kulturszene, du sprichst russisch.
00:37:53: vielleicht willst du noch mal eine neue Fremdsprache lernen?
00:37:55: Und ich brauche jemand in Tallinn der so Strukturen aufbaut.
00:37:59: Und dann war ich dann in der E-Malch, mit meinem Rucksack in Tallinn.
00:38:04: Dann haben wir in der ehemaligen polnischen Botschaft eine etwas heruntergekommene Neubauwohnung angefangen Stühletische und Kartons aufzubauen und Kabel zu verlegen und die Kulturhauptstadt Tallinn, um es so zu künden.
00:38:20: Ich hatte abends dann immer erhebliche Sprachlektionen und früh um acht ging's wieder darum was ist denn jetzt europäische Kulturhauptstatt hier?
00:38:29: und insofern ist mir jetzt Chemnitz nicht ganz so fern gewesen, wenn wir widerspringen weil dort war es genauso.
00:38:35: Das wird von null aufgebaut mit jeder Tu-Stuhl, jeder Tisch, jeder Gedanke in einer ganz anderen Gesellschaft.
00:38:44: Tallin hat fünfhunderttausend Einwohner, zweihundertfünfzig tausende davon sind Russen, zweihundfufzigtausenden davon sind Ästen.
00:38:50: Du kannst im Tallinn Wenn du nur Russisch sprichst, in einer völlig anderen Stadt leben als wenn du Estnisch sprigst.
00:38:57: Und wenn du beides sprichest bist du in einer Stadt die eine unglaublich massive Durchmischung an verschiedenen Kulturen hat.
00:39:03: und das war eine hoch aufregende spannende auch politische Zeit.
00:39:07: Die Esten haben damals Denkmäler umgesetzt, die Russen haben Tallinen mit Cyberattacken überzogen.
00:39:14: Das war sehr aufregend, sehr spannend und dort habe ich die Programmabteilung geleitet für diese europäische Kulturabschöpfung.
00:39:23: Wie
00:39:23: definierst
00:39:24: du für dich Kultur?
00:39:25: Kultur ist der Gesamtbegriff des Miteinanderverhandelens.
00:39:29: also es gibt politische Kultur, Sportkultur, das Umgangs-, Gesprächskultur... Kultur ist immer das, was vom Menschen gestaltet ist.
00:39:40: Während des Gegenteils davon ist ja Natur.
00:39:42: Das ist das wo wir keine Einfluss drauf haben.
00:39:45: okay Ist für mich mal interessant.
00:39:47: Ich habe auch Philosophie studiert und... Nein,
00:39:48: da gibt es nur viel anderes.
00:39:50: Ja, das ist ja irgendwann vom Kulturland.
00:39:51: Und
00:39:51: dann merkt man ja, dass... Das will ich jetzt nicht aufmachen, dass des Buchs... Gottwürttels Buch?
00:39:57: Nee!
00:39:57: Du merkst also die Philosophies was man da wirklich daraus lernen kann.
00:40:03: Sagen wir auch die Philosophen selber diese objektive Sicht schafft man eh nicht einzurhalten.
00:40:07: eigentlich brauchen wir nicht mehr darüber reden.
00:40:09: aber damit wir reden können in einem Diskurs müssen wir erstmal definieren, die Wörter.
00:40:13: Also ganz oft wird in der Gesellschaft diskutiert aber vorher nicht definiert was so die Schlagwörter wie Kulture sind.
00:40:20: Ja und zunehmend
00:40:21: auch umfiguriert.
00:40:22: Und da sind halt die eigenen Erwartungen und Illusionen drin.
00:40:27: und dann diskutiert man jeder hat seine Art von Begriff und man wird nie auf den Punkt kommen Weil ja schon die Definition unterführt.
00:40:35: Nicht
00:40:35: nur immer die Sinnhaftigkeit des Wortes, sondern vor allen Dingen auch der atmosphärische Prozess.
00:40:40: Eine Teamsitzung in Estland ist was anderes als eine Teamsitzungen hier bei mir und das hat jetzt nichts mit Sprache zu tun, sondern Ort und Abfolge von Ereignissen, wie wird Aufmerksamkeit erzeugt?
00:40:53: Was erzeugte Aufmerksamkeit?
00:40:55: Wie reagiert man darauf?
00:40:57: ist Schweigen ein Ausdruck von Ratlosigkeit?
00:40:59: oder also das sind ganz viele Angst.
00:41:02: Wenn ich das zusammenziele mit Österreich, Russland und Estlern insgesamt glaube ich, sie haben sechszehn Jahre im Ausland verbracht.
00:41:09: Merkst du dass eben gleiche Ergebnisse ganz andere herangehensweisen brauchen wenn du mit diesen Menschen sprichst die eine ganz andere.
00:41:17: Sagen wir mal, Herkunft haben im Sinne von auch geschichtlich wie das ist in Estland.
00:41:22: Das ist ein Land was erst seit nünzelt achtzehn eine Eigenstaatlichkeit hatte.
00:41:26: Eine estnische war ja der Sprechen von isnisch unter den Russen verboten und insofern war dass singen das einzige was erlaubt war einen großer Ausdruck kultureller Stärke und kulturelle Identität, während das Sprechen ja nicht erlaubt war.
00:41:42: Und deshalb gibt es auch die sogenannte singende Revolutionen, weil durch das Singen sind die ersten am Ende der Sowjetunion – also das Nationalbewusstsein war schon da – aber in der Öffentlichkeit wieder wahrgenommen worden.
00:41:57: Das sind Dinge wo Sprache und Kultur dann auch gesellschaftlich bilden und bis ins politische hinein sehr interessante Dinge
00:42:04: sind.".
00:42:05: Schaust du dir so Menschengruppen auch an, dass du das Verbindende dieser Kultur wirst?
00:42:10: Was würdest du sagen ist die Chemnitzer Kultur dann.
00:42:15: Nee da sind wir woanders!
00:42:16: Wir sind ja hier in Deutschland und reden jetzt über Dialekte- und lokale Eigenheiten.
00:42:22: Und dann merkt man natürlich auch, dass eben die Leipziger, die Dresdner und alle, die im Erzgebirge sich auch anders wahrnehmen.
00:42:30: Sie sprechen halt immer noch in einer Nuance anders miteinander.
00:42:33: Und das ist dann schon interessant, weil wir arbeiten ja hier bei der Kulturschreut in thirty-eight Kommunen zusammen.
00:42:38: und die Streuung wie man jemand anspricht.
00:42:41: Wie man ins Gespräch kommt.
00:42:42: Da braucht es auch neben Wissen, wie man's gerne hätte.
00:42:46: Auch ein bisschen das Geschick, die Schraube zu treffen dass derjenige da mitgeht.
00:42:50: Das ist dann der Hauptprozess, der eigentlich abläuft.
00:42:53: okay Ich versuche nochmal die roten Faden.
00:42:56: Wir sind jetzt...
00:42:58: Also das ist der grünes God-Effekt, wenn du in Bayern irgendwo reingehst und sagst guten Tag gucken dich alle an.
00:43:03: Du musst
00:43:03: schon einen Gorsche.
00:43:04: Und wenn du sagst grüß Gott sei es in Ordnung hier passiert dir das Gegenteil.
00:43:07: Das ist aber so ein grobschlechtiges Moment.
00:43:10: Das geht ja bis in die feinsten Feinheit!
00:43:13: Also ich kann ja einen Leipziger und einen Dresden am Dialekt voneinander unterscheiden.
00:43:16: Manche können das nicht!
00:43:18: Und da liegt sozusagen ein gewisses Geschick, wie steige ich mit einer Person in den Gespräch ein wenn ich das erstmal wahrnehme?
00:43:25: Also spreche ich das an, spreche es nicht an, schaffe ich Identität, baue ich Vertrauen auf ... Das ist das was du gefragt hast.
00:43:34: Ich finde es bei Dresdens einfach... Bist du
00:43:37: denn eigentlich geboren?
00:43:39: In Berlin
00:43:39: Friedrichsheim.
00:43:40: Ja, so siehst du das.
00:43:42: Darfst du es ja aussuchen?
00:43:44: Ich muss sagen weil ich auch viel in Leipzig bin.
00:43:49: Also vielleicht die Leipziger haben auch so einen... also wenn ich dann da bin merke ich den Unterschied.
00:43:54: aber ich kann so richtig zwischen Leipwig und Chemnitz gar nicht.
00:43:58: Doch, das ist ja prägnant.
00:43:59: Ja?
00:44:00: Wir sind schon in der Singen-Sang.
00:44:01: Die haben ... In Leipzig wird nicht singen-sangen.
00:44:03: Da hast du ein Hörtief Weichen gezogen, die abtüren hier.
00:44:07: Limbach uberfrohner!
00:44:08: Also dieses Melodische gibt es nicht im Norden.
00:44:11: Das fängt ab hier an.
00:44:12: Okay... Muss ich mal drauf achten.
00:44:14: Ich mach's immer daran fest, dass mir der Chemnitzer Dialekt wenn ich ihn höre vielleicht durch die Emotionalität ist mir wohl gesonnen.
00:44:22: Also die Menschen, die ich dann so denke aus dem alten Runder ist mir sympathischer.
00:44:26: Die Chemnitzer sind in ihren Aussagen etwas harscher.
00:44:30: Meinen das aber nicht so?
00:44:31: Wenn die Sprache bei weiten Melodischen runter ist weil wir hier schon in der Sing-Sang zu, also die altbayerischen Dialekte sind bei Weitem klangvoller und haben bei Weiten mehr rhythmische und Orchesterale als die anderen beiden.
00:44:46: Superinteressant, ich achte jetzt da drauf!
00:44:47: Also wir sind in Braunschweig oder?
00:44:50: Wir sind schon in Tallinn und...
00:44:52: Stimmt, wir waren ja bei der
00:44:53: Holgeröse in Tallin.
00:44:55: Das war ganz großartig.
00:44:56: Und
00:44:57: da bist du dann
00:44:58: in meinem Kulturabstatt mankannt.
00:44:59: Ich bin vorher weg, wir hatten die Programmübergabe im Jahr zwei Tausendzehn und ich hatte mich damals entschieden nicht das Programm noch mitzumachen weil es kommt dann... Das ist hier übrigens auch so gewesen... Es kommt dann der Punkt wenn du Programmverantwortlicher bist ist dein Job getan und es liegt dann auf den Schultern der anderen das durchzuführen Und dann bist du dann aus dem Spiel raus.
00:45:22: Hier war es ein bisschen anders dadurch, dass ich gesamtverantwortlicher war... Also eigentlich hätte man sagen können seit Oktober vierundzwanzig das mich eigentlich gar nicht mehr gebraucht!
00:45:32: Das Ding wäre vollkommen von alleine durchgerollt.
00:45:34: ob ich hier jede Woche auf irgendwelche Eröffnung gehe und den Wink-August mache und sage wow das ist euch aber toll gelungen?
00:45:40: Das wäre egal gewesen.
00:45:41: der Punkt den man erreichen muss das bei jedem Festival so ist, dass du vor dem Beginn weißt auf Fessenschultern liegt's und wer machts.
00:45:49: Das war hier bei uns.
00:45:50: Ich kann mich erinnern, dem Oktober, im April, wir haben diese dicken Programmschwarte rausgehauen und über Nacht verwandelt es sich alles in eine traumhafte, freudige Atmosphäre.
00:46:06: mit wow wird das cool!
00:46:07: Das ist geil und ich bin dabei.
00:46:09: Und da habe ich gemerkt ab jetzt diskutieren die Chemnitzer mit ihren Gästen und nicht mehr mit mir.
00:46:16: So, das war aber so.
00:46:18: Ich musste es ja noch durchmoderieren.
00:46:19: In Tallien war das so, dass ich gemerkt habe jetzt müssen... ...ich bin ja auch kein Äste!
00:46:23: Wir müssen die Ästen das selber machen und ich hatte zu dieser Zeit ein Angebot ans Düsseldorf bei Schauspielhausen.
00:46:28: Da hab' ich gesagt naja ins Ausland gehen ist sehr einfach, aber aus dem Ausland wieder zurück kommen ist hundertmal schwerer.
00:46:36: Und insofern das Angebot nach DüsselDorf war fantastisch, wir sind dann vier Jahre Chef-Tramaturg gewesen am Düsselder Verschauspielhause.
00:46:41: Das war eine ganz grandiose Zeit weil das für mich gut auf so einen Swap wieder zurückzukommen.
00:46:46: Jetzt will ich mal eine Klammer, weil das interessiert mich der diese Veranstalter Sicht.
00:46:51: wie funktioniert?
00:46:52: du sagst es ist schwieriger aus dem Ausland wieder zurück zu kommen wenn man sich selber bewerben muss?
00:46:56: Wie funktioniert jetzt mal das Job Marketing für ein Kulturmanager?
00:47:03: Keine
00:47:03: Ahnung.
00:47:03: also du musst keine Pleiten abliefern
00:47:06: Keine Pleiten.
00:47:07: In diesen Bereichen sind immer Menschen, mit denen du zusammengearbeitet
00:47:11: bist?
00:47:11: I don't know!
00:47:12: Du darfst nie pushy sein, du darfst nicht irgendwie den Eindruck erbittest jetzt irgendwas willst und musst sondern du musst irgendwie gucken... Also das geht ja auch darum vor allen Dingen was interessiert mich.
00:47:22: Ich will ja etwas machen, was mir Spaß macht ich mache ja nicht irgendwas.
00:47:26: Das ist eine ganz dezidierte Tätigkeit die du nur machst weil du passioniert bis davon, dass es Freude gibt das Menschen miteinander erleben toll erleben.
00:47:36: Dass es sozusagen keine Polarisierungen gibt.
00:47:38: Das ist positive.
00:47:40: Das macht man ja deswegen.
00:47:41: aber
00:47:41: woher weißt du jetzt zum Beispiel in den nächsten?
00:47:43: Jetzt muss ich mal kurz rechnen.
00:47:45: Du musst doch zehn Jahre
00:47:46: Ja, ja.
00:47:47: Das ist schon immer... also ich meine es wird mal sehr überrückter durch.
00:47:50: Es kommt ja immer noch was.
00:47:52: Der Betrieb rollt weiter und fängt das Nächste an.
00:47:56: Du arbeitest ja immer Projektbezogen?
00:47:57: Das wäre ja schonmal für viele, wäre ja das ja Horror.
00:48:00: Das habe ich auch schon gemerkt.
00:48:02: Ich will nicht wissen, was die Zukunft ist.
00:48:04: Das glaube ich gar nicht vorstellen.
00:48:07: Das heißt, du musst ja schon immer ... Du musst ja ein System haben wo du entweder angesprochen ... Wahrscheinlich wirst du jetzt schon mehr angesprochen weil du in einer anderen
00:48:14: fünf Sagen abgesagt.
00:48:16: Okay aber wenn du nicht in der Position bist wie funktioniert das?
00:48:20: gibt es eine Webseite wo ständig... So eine Posten ausgeschrieben.
00:48:24: Es gibt hunderte von Festivals, hundete von Projekten.
00:48:27: es gibt so viel was passiert ob das jetzt Lausitzfestival heißt, ob das Wiener Festwochen heißt oder Kurimtischer Sommer oder ob das Prägenzer Festspiele sind oder ob dass die Festspiele in Herrenhausen sind oder so weiter und sie befinden sich professionellen normalen Turnus und dort wird immer wie Projektweise für fünf Jahre, sieben Jahre vergeben.
00:48:51: Und da muss man einfach mal gucken wer ist jetzt wieder dran und will man das überhaupt machen oder nicht?
00:48:56: Also Festivaltheaterform was ich gegründet habe.
00:49:00: Er hat jetzt neu ausgeschrieben gehabt für ab siebenundzwanzig.
00:49:05: Da haben die mich alle angerufen, Herr Novorabelst du nicht wieder zurückkommen und so?
00:49:09: Und da ist er gesagt ne ich kann doch jetzt nicht wieder zu rückkommen das muss doch jemand anders machen.
00:49:13: Insofern ist man in einem sehr hoch komplexen verflochten Betriebszweig drin wo irgendwann wird irgendjemand... Das ist jetzt nie so schwer!
00:49:23: Gibt es sowas wie die Olympischen Spiele?
00:49:26: Das waren sie.
00:49:27: Das waren
00:49:28: Sie!
00:49:29: Also, es gibt eigentlich nichts größeres als die europäische Kulturhauptstadt.
00:49:32: also wenn das ist die Frage wer du sein
00:49:35: verliebt für dich als gut in diesem
00:49:38: Michael dass ist die frage wer du seien willst.
00:49:40: was ich hier gemacht habe war ja nicht dass ich künstlerisch kuratorisch tätig war, sondern meine Aufgabe war im Besonderen zu verstehen was die Chemde so möglicherweise wollen.
00:49:52: Es ihnen abzuverlangen es auch zu formulieren und dann mitzuhelfen, dass sie das auch tun können.
00:49:59: Und da braucht es eigentlich nur im größten Teil Psychologie meine sensationelle Kollegin Andrea Pihr die das alles rechtlich und sachlich administrativ eingehaust hat.
00:50:10: und es brauchte von meiner Seite die Frechheit immer ein bisschen zwei Schritte voraus zu sein um mich dann wieder ganz nach hinten durchzudrängeln um nach vorne wieder durchzuziehen.
00:50:19: mehr war das nicht!
00:50:20: Die wesentliche Aufgabe hier war aus dem sehr kryptisch sehr professionell geschrieben Bitbook etwas zu machen, das war der Job.
00:50:30: So und wer sich das genau anguckt dieses Bewerbungsbuch hat siebzig Ideen davon sind über dreißig krachend gar nicht zum Einsatz gekommen.
00:50:39: wir saßen irgendwann mal im Herbst ein zwanzig auf vierzig Ideien und am Ende waren es zweihundert sechsundsechzig Projekte.
00:50:46: also der Job war im Prinzip einmal durchzutauchen und der Stadt zu sagen, das ist eure Kulturhauptstadt.
00:50:53: Ihr macht so viel wie ihr könnt und wir helfen euch
00:50:55: dabei.".
00:50:55: Auf die Formel musste man aber kommen.
00:50:58: Da stand da so nicht drin.
00:50:59: Obwohl ich jetzt überall sage, da stand da drinnen.
00:51:01: Das ist der Trick, den musste dann ... das sag' ich jetzt immer in aller Öffentlichkeit... Der Trick war zu begreifen was die, sagen wir mal, der Ernärzt dieses Buches war.
00:51:10: Und ich hab das Gefühl, ich lag nicht falsch!
00:51:14: Ich würde noch mal gleich meine Meinung zur Kulturhauptstattung.
00:51:19: Wir sind in Düsseldorf.
00:51:19: Du bist am Theater und du hast vorhin gesagt, Theater der Welt?
00:51:22: Was ja jetzt wieder...
00:51:23: Nee da gibt es noch viele Zickzack, weil.
00:51:25: ich bin dann nochmal zurück zu den Wiener Festwochen.
00:51:27: Dann bin ich an Zumbold-Forum nach Berlin und dann bin ich wieder zurück nach DüsselDorf Und dort gab's denn für mich Theater der welt die erste Ausgabe mit einem ostdeutschen Kurator übrigens In einer vierzigjährigen festivalgeschichte Nach fünfundzwanzig Jahren Wiedervereinigung.
00:51:41: ein äußerst bemerkenswertes Detail aber nur bemerkswert für mich.
00:51:45: Niemand anderes hat das Jemals gemerkt und formuliert.
00:51:48: Das war auch gut so, dass das schon ein Teil der Wiedervereinigung ist, dass man darauf gar nicht mehr hinweisen muss.
00:51:54: Man kann es mal professioneller Natur machen.
00:51:57: Das Festival hatte eine ... Außer als der erste ostdeutsche Kortower hat eine andere Novität ich habe durchgesetzt, das Eintrittel des Programms für Kinder- und Jugendliche sein müssen, was mit großer Begeisterung aufgenommen wurde und seitdem für Theater der Welt für alle folgenden Ausgaben vom Pflichten ist.
00:52:15: Ich würde im Theater der welt gerne noch mal später drauf kommen.
00:52:18: kleine Sache wo es eigentlich hast du ein Zuhause also einen Ort oder
00:52:22: zu Hause?
00:52:25: Also du bist ja jemand der permanent
00:52:28: Ja, ich bin immer dort zu Hause wo ich gerade bin.
00:52:31: Mir ist vorhin schon aufgefallen dass du unsere Stadt sagst?
00:52:35: Ich bin
00:52:35: doch Chemnitz sagst.
00:52:36: Wo dir mein Personal ausfällt.
00:52:38: In der Städte.
00:52:40: Aber du hast in dem... Wollte ich dich vorhin mal fragen?
00:52:46: wenn du in die klare Rolle des Geschäftsführers jetzt gehst dann hast Du fand ich gesagt meine Stadt aber wollte nochmal meine Stadt wie sie als Projekt.
00:52:56: Ist das so, dass es
00:52:57: ist?
00:52:57: Nee jetzt wäre ich ein bisschen sentimental.
00:53:00: Das hat dein doch damit zu tun, dass sie von hier kommen.
00:53:03: Und natürlich gehört für einen Döbelner die schwierigste Entscheidung im Leben dazu, also die klassische Entscheidung.
00:53:09: Bist du der Dresdenflügel?
00:53:11: Bist Du der Leipzig-Flügel oder bist du der Berlin-Flügel?
00:53:14: weil wenn man jung ist haut man dort ab.
00:53:16: das ist leider das ist jetzt keine neue Erfindung wo alle jetzt rumschreien dass aus den kleinen Städten die Leute alle abhauen.
00:53:22: Das war schon immer so.
00:53:24: So dass ich jetzt sozusagen meine bei sechzig in der letzten und größten Runde, die wir jetzt kommen nochmal zurück.
00:53:32: Was ist der Unterschied zwischen Kuratur und Kulturmenscher?
00:53:36: Gekriegt habe es wie ein Geschenk dass ich noch mal in meine Jugend, in meiner Vergangenheit mit einem völlig neuen dynamischen Blick rein gucken durfte.
00:53:45: das ist ein absolutes geschenk.
00:53:48: als dieses Angebot bei mir vorbeiflatterte sich für diese Kulturhauptstadt zu beherbern weil ich Feuer und Flamme war letzten Endes auch dir eigene psychologische Aufarbeitung, was war das überhaupt?
00:53:58: Wie funktioniert es heute?
00:53:59: ein?
00:53:59: ganz wichtiger?
00:54:00: Bin ich unendlich glücklich.
00:54:02: Ich hätte noch fünfzehn weitere Stationen.
00:54:04: Ich wäre eigentlich in Melbourne gewesen.
00:54:05: Hätte noch fünfzen weiterer Stationen, man hat mir für mein Leben sehr viel gebracht und deshalb sage ich auch meinen Chemnitz weil mir das sehr nahe gekommen ist.
00:54:14: Okay
00:54:14: dann habe ich das heute interpretiert.
00:54:17: Und jetzt wird's interessant.
00:54:18: da kommst du so als objektivierte Geschäftsführerfigur Und muss auch auf dem großen Horizont des Abspielen und dann passiert Folgendes.
00:54:27: Ich glaube kaum jemand wie ich ist in einer so besonderen Position gewesen, dass er tief in das Herz dieser Stadt schauen durfte, weil nachdem mein Gesicht in allen Zeitungen durchgereicht wurde und im Fernsehen war ja die ganze Hoffnung dass das mal toll wird plötzlich auf mich fokussiert worden.
00:54:46: Und plötzlich passiert folgendes dann läufst du durch diese Stadt damals noch diese Stadt und da reden Leute oft dich ein.
00:54:53: Ich habe sie im Fernsehen gesehen und dass das auch gut wird.
00:54:56: Und es muss gut werden, machen Sie das bloßgut!
00:55:01: Und plötzlich bist du ein Anspielposten, ich hab ja auch böse Briefe gekriegt, ich habe anonyme Briefer bekommen, ich hatte sensationelle Zeichnungen bekommen... Postkarten mit zittrig geschriebenen Füller, wo du siehst das in der ältere Person.
00:55:15: Wir wünschen Ihnen alles Gute.
00:55:16: halten Sie bloß durch lassen sich nicht vertreiben.
00:55:19: So dann merkst Du hier sozusagen dass du zwischen dem was so als Job waffen musst, dass du nämlich die Zentraposition hält und sagst wir reiten das Ding durch ein ganz intensives anspiel hast in Szenen in die ich als normaler sonst Mensch mich nicht zuordnen würde, weil ich würde mich immer so in meinen Grüppchen hineinblicken.
00:55:38: Und der Zwang das zu ertragen auch angeschimpft zu werden ist umso interessanter, weil Ich Dinge lerne und höre die ich sonst nicht gehört hätte und die ich auch hätte gar nicht hören wollen.
00:55:51: und Das ist schon geil.
00:55:52: Du bist eigentlich der... Das ist schon richtig geil.
00:55:55: Das nächste müsste eigentlich sein, dass ich Schriftsteller werde weil die Nuancen sind wirklich toll!
00:56:00: Du bist der Therapeut für Kennenz-Kenneth?
00:56:02: Nein,
00:56:02: nee, ich weiß nicht das bick des Mann die ich schon mal sehe ich habe ja nie aufs Therapierung durchgeführt aber insofern war es schon also das ist mir auch im Nahe ein klar geworden ähm das war auch die Verpflichtung das anzunehmen.
00:56:16: Also es gibt auch Kulturmanager oder so.
00:56:19: Und jetzt kommt das in, dass ist auch der Zuschnitt des Buches und die Situation wie ich sie wahrgenommen habe gewesen zu sagen lasst mal locker hier gehts es vor allen Dingen nicht um dich selber.
00:56:30: du hast das gemacht, du hast was gemacht, Du hast das gemacht.
00:56:32: Hier geht's jetzt mal um die und da muss man dieses Sider anziehen auch genau lesen was das meint für die Leute.
00:56:39: Meine Kollegin Elisabeth Schweger im Salzkammergut hatte eine andere Aufgabe.
00:56:45: Die wurde bestellt als künstlerische Intendantin und die hat den Auftrag ihr kuratorisches Netzwerk, Ihr Wissen dort als Injektion in diese hoch funktionierende touristische Landschaft einzustechen zu sagen, da herrscht Friedefreude Eierkuchen.
00:57:05: Die machen dort Millionen mit ihren Bustouren und mit ihrem Showtourismus.
00:57:09: Wir müssen dort die ganze Vollklure mit anderer Kunst- und Kultur umdefinieren damit wir unsere Identität nicht als Marktplatz verlieren.
00:57:18: Die hatte einen völlig anderen Job vor sich.
00:57:20: Die wäre hier sofort Amok gelaufen und das gehört eben an dem Punkt dazu dass du begreifst... Was wollen die denn von dir?
00:57:28: Und dann musst du gucken, also ich war ja auch zwischendurch echt mal am Ende hier, so dass das hier das Reiz in den Zucker schlägt und dass du dich dann soweit figurieren kannst.
00:57:38: Also lange, dass für dich selber identitätsstiftend und nicht verrat ist.
00:57:42: an dir selber kann man es machen.
00:57:44: Also ich hätte jetzt nicht ein Werbeprogramm durchziehen können für irgendwas, würde ich sagen.
00:57:50: Das finde ich alles irgendwie blöd und die Leute sind dämlich.
00:57:53: Das geht mir am Arsch, aber ich mache die Show.
00:57:55: Da wäre ich abgetreten.
00:57:57: Ich sage aus meiner Sicht Gratulation...
00:58:00: Gratuliere den Chemnitzer.
00:58:01: und Chemnitzer!
00:58:03: Ja, das sagst du, ich bin bis heute noch völlig geflasht.
00:58:07: Weil diese Attitude of Angreness, die in unserer Stadt gelebt hat, dieses ständig permanente Angepis sein wird doch nicht.
00:58:18: Und was sollen das für mich als Kulturhauptstadt?
00:58:23: dass die Leute das in die Hand genommen haben.
00:58:28: Alter Faltern!
00:58:29: Ja, aber ich sage dir trotzdem Gratulation weil... Das ist die Leute.
00:58:37: Ich nehme jetzt immer das Gleiche, ne?
00:58:39: Ich glaube viele Leute wollen was verändern Aber sie wissen nicht wo es ist jetzt hin.
00:58:43: Also du brauchst
00:58:43: mir Osten Du brauchst
00:58:44: Rot Wo alle Leute rein marschieren und du brauchest jemanden der sagt wir fahren erst mal in die Richtung.
00:58:50: Ich glaube ich komme mal mit jetzt einfach Ich weiß es.
00:58:53: Es ist postzonales Symptom, würde ich das nennen.
00:58:56: Weil die Leute komischerweise im Osten alle nach wie vor nicht das Selbstbewusstsein zu haben.
00:59:03: Das ist meine Meinung ja aber immer wenn ich jetzt was mache löse ich etwas aus und da brauche ich Satisfaktion von oben.
00:59:11: der Westen funktioniert komplett anders.
00:59:13: Da schert die Leute das ein Scheiß.
00:59:16: Die haben ihren Sportclub und wollen dort den Zaun machen, da rufen die Müller-Meier Krause an, bist du mit dabei?
00:59:21: Machst du mit?
00:59:22: Dann müssen wir jetzt hier einen Antrag stellen, dann müssen wir erst mal fragen ob es geht.
00:59:26: Das sitzt bei uns noch viel zu tief drin und ich habe die Hoffnung, dass die Kulturhauptstadt eine gewisse progressive Gruppe von Menschen in ein für mich normal anzunehmen des zivilgesellschaftliches Katapultiert hat.
00:59:40: Dass man nicht überall noch fragt geht das dürfen wir das sollen wir das?
00:59:43: Sondern dass das Beispiel der Kultur Hauptstadt und ich glaube also mein liebstes Beispiel Tanzende Nachbar.
00:59:48: Wir machen einen Tantstee Termin wo sich Leute treffen zum Tanzen!
00:59:53: Das geilste Kultur-Hauptstadtprojekt.
00:59:55: tanzende Nachbarn.
00:59:57: Die machen jetzt ein wöchentliches Angebot im Garagen Campus, das organisieren die komplett selber.
01:00:04: Die haben Leute, die die Auftritte koordinieren, die kriegen Einladungen vom Landtag bis zum Melina Reichstag und sie sind vollkommen aus sich alleine selbst strukturiert aus den Impuls, denen wir gegeben haben.
01:00:18: Das sind jetzt über zweihundert Leute, diese sich da organisieren in einen Zauberhaften Organismus übergegangen, wo junge Leute mit älteren zusammenkommen.
01:00:27: Die sitzen da auch Stunden und quatschen und feiern Party.
01:00:30: Und die machen jetzt einen eigenen hochanspruchsvollen künstlerischen Beitrag für das Festivaltheater-Form.
01:00:36: Da treibt er der Kaiser davon!
01:00:37: Das kannst du gar nicht ausdenken... ...und das passiert dann so ne?
01:00:41: Ja aber die sind Impuls Das
01:00:44: war ja der Auftrag.
01:00:45: Vielen Dank, Auftrag auf wird!
01:00:47: Also das stand nicht da drin.
01:00:49: aber im Kern
01:00:51: waren meine Interpretationen
01:00:52: des BitWits.
01:00:53: Es gibt viele andere Interpretations.
01:00:55: Da musste ich mich auch politisch sehr damit beschäftigen dass es andere Ideen gab wie man das hätte machen können und sollen.
01:01:01: Meine Interpretion wird die, dass die einzige Chance dahin besteht die Rolle vorwärts zu machen.
01:01:07: und so sagen Leute your city you're life.
01:01:10: Ja Aber du hast mir auch eine SMS geschrieben nach
01:01:12: dem Turb-Stadt
01:01:13: Marathon und hast mich gratuliert.
01:01:15: Und ja, da würde ich genau das gleiche sagen.
01:01:17: Das ist mein Aufgabe gewesen!
01:01:19: Im Endeffekt machen wir dann schon das Gleiche weil... Ich weiß schon was es braucht um dass das dann so ein Tag funktioniert?
01:01:27: Ja der gehört zu viel dazu Wie
01:01:29: viele auch wieviel Persönlichkeit du da reingeben musst Weil überall handelnde Personen sind.
01:01:35: Also du gibst immer einen Teil von dir Überall mit rein und dafür danke ich dir.
01:01:40: Ich bedanke mich bei allen die da mitgemacht haben.
01:01:43: Genau, das ist ja auch schön!
01:01:45: Und ich sage jetzt aus jemandem aus der Veranstaltung bauen sobald ich weiß dass es trotzdem eine Pyramide und eine Hierarchie ist.
01:01:51: Danke dafür.
01:01:52: Vielen Dank über Danke an alle Chemnitzer und Chemnitzern.
01:01:55: Das gelungenste was uns passiert ist war der Swap Dass wir ein doch eher parapolitisches polarisierendes Etwas was das Bitbook mit seiner ersten Seite versprochen hatte, mit so jetzt geht's los in ein vollkommen unpolarisiertes Miteinander verwandelt haben.
01:02:16: Das ist mein größter Win, weil am Anfang hat mir hier noch jeder einen Ärmel rumgezippelt du musst was gegen die machen, du musst etwas gegen das machen und du musst gegen dieses sein Du musst dich abgrenzen, du muss jenes Und meine grundsätzliche Lehre aus diesem Projekt sei für etwas das eint, die die Dagegensinn finden sich dann schon auch noch.
01:02:38: Aber das Interessante ist was stattgefunden hat, was die Stadt durchgetragen hat.
01:02:43: also mal abgesehen von denen weiß wie viel waren das?
01:02:45: Zweihundertfünfzig verirrten die dort am Eröffnungstag sich eingekeilt zwischen Großbühne und dg b Veranstaltung wieder gefunden haben sind wir durch ein Jahr gegangen was entgegen jeder Prognose frei war von Attacken, frei war vom Angriffen.
01:03:03: Weil die Menschen selber das Zentrum ihrer Stadt eingenommen haben.
01:03:08: und dann versuchen wir gegen zehntausende lustige feiernde menschen schlechte Laune zu machen.
01:03:12: Da bist du da am Arsch?
01:03:13: Ja genau!
01:03:15: Letztlich besuchte es mit der Freundlichkeitsinitiative dafür.
01:03:19: nicht cool...
01:03:20: Mein naiver Grundspruch heißt dort wo die gute Laune mehr wird, wird die schlechte Laune automatisch besser.
01:03:27: Das ist ganz wichtig das zu begreifen, deshalb finde ich auch die Sterneleute super.
01:03:32: Die sind ja die, die es begriffen haben weil die Grundlage des Miteinanders ist ja Vertrauen sich zuhören da kommt's ja viel weiter als wenn du dich ständig hier anblaffst.
01:03:40: Ja
01:03:40: genau also was ich sagen muss bis zur Kulturhauptstadt war ja dass was soll das?
01:03:46: und jetzt ist ja die Frage wie gehts weiter?
01:03:48: Und das ist ja ein totaler Schiff.
01:03:51: So, darüber kann man jetzt diskutieren.
01:03:53: Wären die nächsten drei Stunden?
01:03:54: Ja und ich muss sagen als Veranstalter sich die Leute haben gesehen alle was passiert wenn man möglichst viel macht in einer Stadt was mit dieser Stadt passiert?
01:04:06: ist es gerade so ein bisschen Pause.
01:04:08: Ja
01:04:08: ganz im Gegenteil du siehst das noch nicht.
01:04:10: wir sitzen diese Woche an der Entscheidung über zweihundert Ein neue Anträge für Mikroprojekte.
01:04:17: die haben Fördern.
01:04:18: Wir sitzen auf den Ergebnissen, dass wir das größte deutsche internationale Theaterfestival hierher geholt haben.
01:04:26: Das wird sich mit sechzehntausend Zuschauern im Juni-Juli entfalten.
01:04:30: Wir haben jeden Monat eine große Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Hallenkunst und dem Poetry Slam im Garagencampus, den es vorher auch noch nicht gab.
01:04:39: Und jetzt kommt's!
01:04:40: Wenn das Normalität wird dann ist das sehr stark aber alle schreien was kommt denn noch?
01:04:46: Sprich man will ja immer mehr Funktioniert, nämlich wenn was oben drüber steht und das heißt Kulturhauptstadt dann gibt es eine Richtung in die man geht.
01:04:56: Das braucht man nur hier.
01:04:57: Das hat etwas mit diesem Ostfaktor zu tun.
01:05:00: In Weststätten bin ich es gewohnt dass man nicht immer irgendwelche Herren überschritten braucht den man hinterher läuft sondern dass man das anders regeln kann.
01:05:06: Das ist eben das besondere hier.
01:05:08: Ich glaube es war eine sehr kluge Idee eine sogenannte Anzin-Bienale zu erfinden.
01:05:14: Die ist jetzt erst mal nur erfunden als Titel, aber schon alleine.
01:05:17: Dass jetzt alle darüber reden was wird denn mit der Anziehenbilane sein?
01:05:23: Ist es sehr klug in die Psychologie wieder eingehängt dass du wenn du unseren Leuten was da zeigst dahinten ist das Tor dann laufen dir auch mit.
01:05:32: Das ist ein Prozess, den man jetzt steuern muss.
01:05:35: Und bei dem was entstanden ist diese Maker Hubs in der Region die Makadays veranstalten... Ich feste das mal nicht.
01:05:43: Es ist so wahnsinnig viel was plötzlich da ist.
01:05:46: und aber alle sagen es ist jetzt wieder weg?
01:05:47: Nein!
01:05:48: Ist ja eben nicht weg sondern hier im Grundaufbau ist einmal viel dicker geworden.
01:05:52: Mein Zuhause in Chemnitz ist ja das Bien du So, und mein Herbecks Vater Tino war auch schon hier im Podcast.
01:06:03: Ihr musst schön grus.
01:06:05: Ich habe heute ein
01:06:05: Portugiel und das haben wir schon voll ausgebucht für unser Festival!
01:06:09: Aber
01:06:09: jetzt ist es gerade leer?
01:06:10: Das meint er damit.
01:06:11: Und das ganze Jahr, das war wirklich... Also auch interessant.
01:06:17: Ja, vom Schmerz ist klar.
01:06:19: Das meinte ich nur.
01:06:20: Und er sagt ja immer eigentlich es schade um das Hauskongress, aber gut dass zweihundertvierzig Betten glaube ich nicht auf dem Markt sind.
01:06:29: Also
01:06:30: ich empfinde es auch emotional als eine Katastrophe, weil letztendlich bin ja auch kein Baufachmann.
01:06:35: Aber wenn das jetzt sechs Monate leer steht fängt das ja an in sich aufzufressen die ganzen Rohrdichtungen Das ist nicht mehr einzuholen also der Betrieb sondern das Haus macht ja die Grundsubstanz.
01:06:45: Ich bin da sehr unglücklich.
01:06:47: dieses Haus gehört zu den sensationellsten Erlebnissen meiner Jugend Weil früher war das ein Hotel und da waren so Türen wo es eine Lichtschranke gab und da gingen die Türen von alleine auf.
01:07:01: Und das war der absolute Kracher, das war die ganz große Welt wenn wir nach Kamarkschat gefahren sind.
01:07:08: Dann saß man auch noch immer weil der Zug vorher irgendwie was weiß ich.
01:07:12: dann saßman immer am Busbahnhof, weil dort die schönste Ecke war und da gab's diesen faszinierenden Brunnen wo das Wasser immer in so einer Schale läuft und dann klappt es rum.
01:07:22: Und den habe ich immer gesucht, als ich hergekommen bin, im Jahr zwanzigund, oder gab's denn nicht?
01:07:27: Dann erfahre ich durch Zufall, dass durch die Kulturhauptstadt der Klapperbrunnen wieder aufgebaut wird!
01:07:33: Das waren also die Dinge, die mich dann hier so... sehr persönlich erfreut haben.
01:07:38: Das ist dieser ganze große Kram aus, das weiß ich, wann ich als Letzte mal war, oder siebenundachtzig und dann lange nicht.
01:07:43: Ich war zwischendurch zwei, drei Mal da.
01:07:45: die Chemnitzer Theater hatten eine sensationelle Opernproduktion.
01:07:51: der Ring wurde gemacht von vier jungen Frauen.
01:07:53: Das habe ich zur Kenntnis genommen aber ansonsten war ich nicht so oft hier.
01:07:56: Okay.
01:07:58: Ich mache mal einen Kritikpunkt
01:08:00: Unbedingt, endlich mal.
01:08:02: Schluss mit der Propaganda!
01:08:04: Ich habe das schon gesagt... aus meiner Sicht einfach nur als Verkäufer sozusagen, ihr hättet eine Person gebraucht die ich hab auch schonmal eigentlich Malte-Ziegenhagen hätte genau so ne Person sein können nicht nur die Chemnitzersicht aber die Sicht des einfachen Menschen, ohne zu sagen dass man mal ein einfacher Mensch ist.
01:08:28: Aber der aus dem Sport kommt und einfach nur immer was sollen das so fragt?
01:08:33: Und einfach sichtbar gemacht hat okay, was passiert denn hier?
01:08:36: Wurde wie jetzt Malte als sozusagen Kapitän der Niners damals oder ehemalige, der einfach die Projekte hätte begleitet und immer erklärt mit dem Künstler redet, was es ist.
01:08:49: Ich bin absolut auch deiner Meinung.
01:08:52: eine... Sehr clevere Kulturhauptstädte, die engagieren am Day One.
01:08:57: Wenn es losgeht eine Person, die nur dazu da ist täglich fünf bis sechs Vorträge zu halten mit immer den gleichen Themen und Dings und vom Seniorenclub über die Universität von der Firma X bis zum Rathaus alle besucht Und die über Wochen und Monate nur das gleiche tut, fünfmal am Tag vor Menschen aufzusprechen.
01:09:17: Weil – und jetzt kommt die Besonderheit von Chemnitz – wir eben keine digitale Stadt sind sondern hier zählt die Ansprache von Mensch zu Mensch.
01:09:25: natürlich gibt es auch ein bisschen Digitales.
01:09:28: Chemniz übrigens ist auch wenn du ja keine Printprodukte machst bist du völlig aufgeschmissen.
01:09:33: Die Masse der Menschen in unserer Stadt sind älter die wollen persönlicher Ansprach ganz klassisch und die wollen Printprodukte ein junges Gemüse, oh da machen wir einen Post auf Insta.
01:09:43: Da sag ich das interessiert in unserer Stadt keinen!
01:09:46: Wenn ihr an die Chemnitzer wollt müsst ihr mit den quatschen und diese Instrumente – da hab' ich lange gebraucht bis es rausgekriegt habe – und diese Instrumenten haben wir nicht
01:09:53: gehabt.
01:09:55: Wir sind schon sehr weit fortgeschritten und ist okay?
01:09:58: Ja du….
01:09:59: Du hast vielleicht ein bisschen bei der sinnlosen Schulzeit am besten weggenommen.
01:10:02: Nein,
01:10:03: kein Fakt.
01:10:03: Vollkommen uninteressant.
01:10:05: Vielleicht
01:10:05: lass ich's auch so.
01:10:06: Sag mal ganz kurz Theater der Welt.
01:10:08: jetzt noch einmal Propaganda.
01:10:11: Was erwartet Chemnitz?
01:10:12: Ein großes Feuerwerk mit Menschen aus aller Welt, die ihre Geschichten erzählen.
01:10:18: Spannende Geschichten aus Japan.
01:10:20: Fantastisches von der arabischen Halbinsel.
01:10:23: Großartiges was wir sonst nur aus Report... In der Tagesschau, in drei Minuten da ist Krieg und da ist alles Böse hören.
01:10:32: Können wir erleben mit fünfhundertfünfzig Künstlern aus aller Welt die herkommen?
01:10:37: Und die kommen von über dem Polarkreis und von der letzten südagentinischen Inseln und die freuen sich dass sie ihre Geschichten erzählen können.
01:10:45: das geht von Tanz über Opa.
01:10:48: sehr stolz sein.
01:10:49: Sachsen ist das einzige Ostbundesland was das schon zum zweiten Mal hat.
01:10:53: alle anderen haben es noch nie gehabt.
01:10:57: Das erste Theater der Welt im Osten überhaupt.
01:11:00: Und ich finde, das erzählt etwas über das Bundesland Sachsen was eben mit so was wie Nordrhein-Westfalen Bayern und Hessen absolut auf Augenhöhe mitspielen kann bei solchen Sachen.
01:11:09: Ist Theater der Welten ein deutsches Phänomen oder ein weltweites?
01:11:13: Also das Theater ist die deutsche Festivalmarke, die heißt in Österreich Salzburger Festspiele oder Wiener Festwoche In Frankreich heißt sie Festival de Avenon.
01:11:25: In England heißt es Ellenborg Festival, in Amsterdam heißt es Holland Festival.
01:11:30: also jedes Land hat ein großes nationales festival mit dem großen Unterschied das in den alt europäischen Nationalstaaten dass immer an einem Ort festgemacht wurde, da aber die Bundesrepublik Deutschland keine repräsentative große Hauptstadt hatte.
01:11:45: Hat man sich entschieden, dass man dieses Festival als Wanderfestival macht?
01:11:49: Man muss nicht um den Titel bewerben und deshalb ist es einmal in Düsseldorf, einmal im Mannheim, einmal in Frankfurt und jetzt eben in Chemnitz.
01:11:58: Geil!
01:11:59: Ein persönlicher Wunsch.
01:12:00: kannst du... Ich habe ja vorhin gesagt ich brauche jemanden der mich an die Hand nimmt.
01:12:04: Kannst du mich zu einem
01:12:05: Ding
01:12:06: mal an die hand nehmen?
01:12:07: Also du kommst am besten zur Eröffnung Hm?
01:12:10: Am achtzehnten sechsten gibt es eine fantastische Künstlerin die heißt Tanya Tagak, die kommt aus Nunavik.
01:12:15: Das ist ein paar hundert Kilometer über dem Polarkais in Kanada.
01:12:18: Eine Inukkünstlerin, die kommen mit einem Chor von jungen Frauen, die machen Kellkopfgesang.
01:12:24: Das hat die Welt nirgends wo noch mal erlebt außer in Kanadar.
01:12:28: und insofern wenn dir das gefällt wirst du genau wissen wo dich dein Herz weiter treibt weil das Interessante ist.
01:12:34: ja Du brauchst Neugierde.
01:12:36: interessiert dich jetzt ein großes arabisches Epress?
01:12:39: oder Interessiert dich lieber so eine queere Geschichte aus Südafrika, das musst du selber rausfinden.
01:12:44: Ich
01:12:45: habe halt überhaupt.
01:12:46: diese Sportkultur liegt mir nahe.
01:12:48: Ja in der
01:12:49: Sport haben wir auch im Programm einen fantastischen argentinischen Künstler, der bringt mit dem Athletik Sonnenbergverein Kultur und Sport und Gemeinschaftlichkeit zusammen.
01:13:00: Das ist ein Beteiligungsprojekt kann man sich übrigens dafür jetzt anmelden Und wir machen dann an zwanzig Orten in der Stadt die Begegnung zwischen Kunst, Kultur und Sport.
01:13:09: Im Sinne von was ist ein Ball mehr als dass man mit ihm ins Tor treffen müsste?
01:13:14: Und auch sowas haben wir im Programm.
01:13:16: deshalb sehr Theaterwelt ist ja alles was gerade so aktuell angesagt.
01:13:20: Also
01:13:20: ich werde mich auf alle Fände damit beschäftigen.
01:13:23: Ich komme auf die Zielgrade.
01:13:25: Es gibt so ein paar Abschlussfragen.
01:13:26: Die erste Frage Was würdest du deinem zwanzigerjährigen?
01:13:29: Ich sagen
01:13:30: Was einem zwanzig?
01:13:31: Deinem,
01:13:32: deinem eigenen.
01:13:32: Also dem wahrscheinlich nehmen wir mal... Na ich weiß nicht ob da die der in der Kaserne sitzen Stefan, der Richtige... Nee
01:13:40: alles anders, alles anders.
01:13:41: Ich würde jeden immer alles sagen.
01:13:43: nur der Zeitpunkt ist entscheidend.
01:13:45: Du kannst jedem alles sagen du musst ein Gefühl für diese Situation haben Dann geht
01:13:49: das.
01:13:50: Alles ist klärkbar.
01:13:51: Okay Was glaubst du hast du als Talent entdeckt in den letzten Jahren, sag ich mal.
01:13:58: Vielleicht auch Jahrzehnten?
01:13:59: Ich will jetzt nicht... Wo du sagst, ach!
01:14:01: Hätte ich das mal ein bisschen... Also du bist... Ich mache jetzt mal ein Beispiel.
01:14:06: Hätt ich mal wirklich mehr Fußball gespielt und ich glaube, ich hätte es zu einem nationalen Mannschaft geschafft.
01:14:10: Hast du einen Talent entdeckt wo du gerne auch gewürgt hättest?
01:14:15: Disziplin.
01:14:16: Na doch, das ist ja das Talent was ich vermisse sozusagen.
01:14:20: Nee aber ich meine das an.
01:14:22: Ich mach'n Beispiel.
01:14:23: Ich glaube mein ganzes Leben war Sport-Sport-Sports Durch einen Zufall mit achtzend aus einer intrinsischen Motivation angefangen mit Gitarre spielen und ich glaube, ich wäre ein guter Ledermacher geworden.
01:14:34: Alles klar!
01:14:35: Ich verstehe ja... ...ich wär'n guter Koch geworden.
01:14:37: Ah!
01:14:38: Okay!
01:14:39: Ja!
01:14:39: Super!
01:14:40: Jetzt kommt es die Spann-.
01:14:41: Also ein leibenschaftlicher Koch?
01:14:42: Wäre ich
01:14:43: geworden?!
01:14:43: Es kommt die Spanne!
01:14:44: Habe ich ein gutter Koch gewonnen?
01:14:45: Wer jetzt noch mal das Entscheine dann an?
01:14:48: Aber finde ich so gut!
01:14:49: Ich spanne Frage jetzt weil du in anderen Kontext sagst Chemnitz two-tausendschweinvierzig.
01:14:55: Wie hat sich diese Stadt entwickelt?
01:14:57: Also
01:14:57: leider wird sie noch kleiner geworden sein, daran werden wir uns nicht entziehen können.
01:15:03: Sie wird möglicherweise dadurch ein anderes Bewusstsein an Konzentrationen bekommen.
01:15:08: Ich mache nochmal eine kleinere Prise auf dich weil du ja von meintest Du kommst vom Dorf.
01:15:13: Es gab einen sehr bekannten berühmten Chemnitzer der mich mal ins Vertrauen gezogen hat als ich hier angefangen habe und gesagt er denkt nie dass das in einer Großstadt ist.
01:15:21: es ist etwas... Flächenmäßig größte Dorf Deutschlands und ich glaube, dass die Chancen darin bestehen.
01:15:30: Dass man in diesem Shrinking-Prozess sich wirklich losmacht davon das Größe und viel wichtig ist.
01:15:38: Möglicherweise wird es eine Stadt sein die Chance hat, wieder in andere Technologien einzusteigen und eine andere Konzentration zu finden wenn sie sich dessen bewusst ist dass sie kleiner ist und anderer Schlagkraft entwickeln muss.
01:15:49: Das ist so mein Gefühl was ich ja so habe.
01:15:51: Weil im Grundkern ist das alles noch da ist.
01:15:54: also was wir gemerkt haben was das praktische Vermögen von Menschen die seit twenty-fünf Jahren Berufstechnisch stillgelegt sind was die an Handwerk auspacken und was die ein Handling machen können in, also Frau Kraus, zweiundneinzig Jahre.
01:16:11: Unsere älteste Volontärin leitet hier das ganze junge Gemüse zum Stricken und zum Nähen an.
01:16:18: Und es macht die vollkommen selbstorganisiert?
01:16:20: Da machen sie, du machst das!
01:16:21: Du machst das hier!
01:16:21: Die hat die richtigen Worte zu loben... ...die halt die richtige Worte sachlich kritisch zu sein.
01:16:26: Das ist drin in diesen Leuten.
01:16:27: Und das ist das Riesenpotenzial von dem ich glaube dass die Macherinnen und Macher oder andersherum gesprochen, wir haben jetzt zweihundert einen Eingang von
01:16:37: Mikroprojekten.
01:16:38: Davon sind über fünfzig Prozent Macher-Projekte.
01:16:41: also wir hatten ja Pflanzen Wir hatten drei tausend Geragen und wir hatten Generationen Und wir hatten Macherinnen und Macher und Purple Peft der Skulpturenweg und über die Hälfte orientiert sich an dieser Macherkultur und ich glaube dort lag der klügste im Bewerbungsbuch versteckte Impuls, dass die Einrichtung der Makerhubs das die Aktivierung der Macherszene die eigentliche DNA ist.
01:17:08: Und wenn man daran arbeitet dann kann das hier nochmal was werden weil wenn es einmal weg ist es weg.
01:17:13: Finde ich gut als Sportmacher!
01:17:14: Ja das gehört auch dazu.
01:17:16: also die Frage sozusagen wie bewege ich mich?
01:17:17: Wie gehört das in den Alltag?
01:17:18: dazu habe ich das gefühlt dass dieses der also der urpunkt dessen, dass man hier selbst kreativ sein muss und dass man es kann wenn man es muss.
01:17:28: Das ist nicht weg aber man muss es das muss man behandeln und weiterführen.
01:17:33: okay weg ist ein guter gutes stichpunkt.
01:17:37: weißt du schon ob du bleibst?
01:17:39: oder?
01:17:40: Das habe ich von vornherein gesagt.
01:17:43: Man muss das
01:17:44: auch wieder aus dem Kopf rauskriegen, du kannst nach so einer Kulturhauptstadt nicht in so einer Stadt bleiben weil du wirst dann das Kulturhauptstatt-Maskottchen von gestern und jeder dritte sagt ihr dann im Jahr zwei Tausend Dreißig.
01:17:55: Kannste dich noch erinnern?
01:17:57: Das geht gar nicht!
01:17:59: Mein nächster Zyklus ist Ende siebenundzwanzig entweder im Frühjahr achtundzwandzig oder im Herbst neunundzwannzig.
01:18:10: Also hast du jetzt eigentlich eine Periode, wo du einfach mal nichts machst?
01:18:14: Ja das kann ich auch mal machen.
01:18:15: Aber im Moment ist es... also wir machen noch...
01:18:17: Ich meine nach Theater der Welt?
01:18:19: Mal sehen wie die Karten fallen!
01:18:22: Das kann ich ja nicht bestimmen.
01:18:23: Wenn das in also ich gucke jetzt auf irgendwie sowas wie siebenundzwanzig dazwischen wird es bestimmt mal ein Monat geben, wo ich hohe habe.
01:18:30: Dann bist du wieder bei dem Zuhause Problem?
01:18:31: Wo würdest du
01:18:32: da... Ich hab meine zentrale Wohnung in Berlin, dass übrigens seit neunzehntachtenachtzig könnte fast meinen, ich darf mich Berliner nennen weil jeder der in Berlin aus einem Zug steigt darf sich ab diesem Moment Berliner nennen.
01:18:44: Chemnitzer muss man sich erarbeiten Das ist eine andere Nummer.
01:18:48: Wo wohnt ihr denn?
01:18:48: im Prenzhaber
01:18:49: Berg?
01:18:49: Also richtig.
01:18:50: Ja, wenn ich immer gewohnt habe, bin nicht mein Mahl und das ist auch... Alles wunderbar.
01:18:56: Da wohnt meine Mutter, meine Geschwister und da ist meine Familie und das ist mein Freundeskreis und dort bin ich sozusagen etwas
01:19:02: stärker
01:19:03: verankert.
01:19:04: Bei mir, der Teil, der noch lebt, liegt auch dort.
01:19:06: Und ich war immer in Pankow-Veneterstraße.
01:19:09: Ohne Panko!
01:19:10: Das kannst du im Prenzlauer Berger nicht sagen?
01:19:12: Nee, aber...
01:19:15: Ja, nun ist Pankoe ja zu uns gekommen.
01:19:17: Insofern wir konnten es nicht mehr wehren.
01:19:20: Aber
01:19:20: hast Du die Geschichte da gehört?
01:19:22: Es wurde gesagt, es sollte Prenslauer bergen.
01:19:35: Er ist mein Wahlkreis, weil ich der untere Zipfel bin nicht nach dem Norden sondern nach dem Süden.
01:19:43: Und Kreuzbergern zusammen gewürfelt worden, während die anderen nach Pankow und nach oben nach dem Norden zusammen sind.
01:19:49: Der Schnitt ist genau an der Danziger Straße.
01:19:52: Das ist ein sehr interessanter Zuschnitt obwohl man also der politische Wahlzuschnitt wurde verändert.
01:19:57: das ist sehr lustig!
01:19:59: Ich finde es krass dass du wahrscheinlich in zwei Jahren in irgendeiner anderen Stadt
01:20:03: was stimmt?
01:20:04: Was ähnliches in Deutschland wirkst und auch dieses für dich Abschied nehmen alles zusammenpacken finde ich finde ich als also in deinem lebensgeschritt finde ich krass weil es ja auch immer bedeutet menschen alleine zu lassen.
01:20:21: oder das heißt allein
01:20:23: jetzt kommt das geheimnis.
01:20:24: jetzt kommt des geheimnisses.
01:20:26: du hast mir mal gesagt so oft bist du nicht in den andern stecken dann mehr
01:20:28: aber die bleiben alle
01:20:30: ja aber du wirst nicht mehr besuchst
01:20:32: nicht.
01:20:32: das matter war vor kurzem bei der eröffnung der birnale in venedig.
01:20:39: Du kannst ja gar nicht vorstellen, ich habe gedacht du fährst alleine dahin.
01:20:43: Ich komme da in diesem Bahnhof an und gehe zum Hotel und schon auf dem Weg sitzen die ersten, die ich kenne in irgendwelchen Cafés.
01:20:52: Und da habe ich mir gedacht das kann ja heiter werden.
01:20:54: aber wenn man natürlich zur Eröffnung der Bienale fährt und in der Kunstszene ist es schon... Ich habe dort hunderte für Menschen getroffen wo ich sage, die hab' ich alle irgendwie mal ein bisschen wegsortiert.
01:21:02: Aber wenn die dann wieder da sind Das ist so präsent!
01:21:05: Und daran merkst du auch dass du von irgendwelche Ästen oder Polen oder Österreichern doch wirklich sehr viele Menschen kennt, die dich auch kennen.
01:21:14: Ansperr, ich hab ein tolles Instagram leider nicht so viele Follower.
01:21:17: Ich folge dir!
01:21:18: Ja, ich bin leider auch immer.
01:21:19: Ich habe es auch in Chemnitz geschafft dass ich die dreitausender Marge geknackt habe.
01:21:23: Ich habe aber nicht drauf hingearbeitet, mehr zu kriegen.
01:21:26: Was gibt der Leute, die betreiben das mit dem NRZ in?
01:21:28: irgendwann mal bei zehn, zweihundert oder einer Million?
01:21:31: Das interessiert mich ja nicht.
01:21:32: Das sind ja Leute, mit denen ich auch wirklich kommuniziere im starken Maße bis auf die ganzen.
01:21:36: Ich würde sagen, sechshundert Bots sind da doch dabei, wo sie irgendwelche Leute unterwegs sind.
01:21:42: Da hab' ich schon gemerkt, dass niemand weg ist.
01:21:44: Wir bleiben alle da.
01:21:45: Selbst hier Jan Kummer – also ich kannte ihn nicht persönlich, aber ich wusste wer Jan Kummar is in Karl-Marx statt!
01:21:52: Das sind so Sachen, da ist schon Kontinuität drin.
01:21:57: Außer man müsste sich jetzt loslagen oder so?
01:22:00: Also wir bleiben auf Instagram in Verbindung.
01:22:03: Es
01:22:03: freut mich!
01:22:04: Ich freue mich dass die Sportmacher gedeihen und viele schöne Firmläufe tun und hoffentlich vielleicht mal wieder einen Marathon... so großartig wie der war.
01:22:13: Ich weiß, dass das kein gewinnbringendes Geschäft ist und man sich das gut überlegen muss weil man ja auch eine fiskalische Verantwortung hat.
01:22:22: aber ich musste sagen dieser also die Idee den Marathon als laufendem Metacultur mit der freien Szene zu verbinden.
01:22:29: bei uns hier vom Haus war die Singakademie.
01:22:34: das war einfach fantastisch!
01:22:35: Das war ein richtig großes Erlebnis.
01:22:37: Ja aber da mache Also das war ja auch in der Zusammenarbeit mit der Sparkasse Chemnitz, wenn möglich.
01:22:45: Das hat uns – wir haben ja parallel zu euch zwei Jahre richtig intensiv daran gearbeitet – viele der Dinge haben durch die Einmaligkeit gelebt.
01:22:55: Kriegst du es so nicht mehr hin?
01:22:57: Du bekommst alles so nicht mal hin und es müsste ein anders sein.
01:23:01: aber in dem Moment wo es die Sparkasse und wir als Sportmacher nochmal machen werden wir immer damit vergleichen Das funktioniert.
01:23:10: Gut
01:23:10: gesprochen!
01:23:11: Wenn du das so sagst, dass wird auch die große Koks sein hier weiter Kulturarbeit zu machen weil die Kulturhauptstadt einen irrsinnigen Phantomschmerz auslösen wird.
01:23:24: Wieso?
01:23:24: Das war doch in twenty-fünf so.
01:23:27: also hier muss man jetzt sehr geschickt, sehr klug nochmal völlig neue Dinge tun.
01:23:33: ich bin deshalb auch davon immer mehr überzeugt, dass es richtig war die Bewerbung einer Truppe zu übertragen, die dann alle nach Hause zu schicken und zu sagen ihr seid jetzt die neue Truppe Umsetzung.
01:23:44: Und die jetzt nachhause zu schick'n und so.
01:23:46: und jetzt machen wir Legacy mit ner neuen Mannschaft.
01:23:49: Das hat dieser Kulturhauptstadt sehr viel Positives gebracht.
01:23:53: Gänne Kulturhauptstädter da schleppen dieselb oder die gleichen Leute in diesem Wald dieselben sich von der Bewerbung bis in die Legacy durch und das macht auch keine neuen Türen auf.
01:24:05: Sehr gute Stichwort!
01:24:06: Neue Türen aufmachen.
01:24:07: Ich danke dir, dass du die Zeit gefunden hast.
01:24:12: Ich will gar nicht so viel schneiden weil ich finde man soll dich auch mal hören.
01:24:18: Feuchtbar.
01:24:19: Nein.
01:24:20: Ich dank dir das du da warst oder ich bei dir sein durfte.
01:24:23: Deshalb Tüern öffnen.
01:24:25: Wen würdest du hier gerne mal im Podcast hören?
01:24:27: Den du kennengelernt hast?
01:24:28: wurde Du glaubst
01:24:31: jetzt?
01:24:31: Also wenn ich gerne mal hören würde, also wenn du das hinkriegst.
01:24:35: Dass du den ehemaligen Oberbürgermeister Seifhardt die ehemallige Oberbürgermeisterin Ludwig und den Oberbürgemeister Schulze zusammenkriegzt.
01:24:46: In einer!
01:24:47: Das
01:24:47: wäre geil.
01:24:48: Oh, das müsste ich mal versuchen...
01:24:51: Das würde mich interessieren.
01:24:53: Ich würde es auch interessieren.
01:24:54: Ich weiß nicht, ob ich mir zutrauen würde das zu moderieren.
01:24:58: Das
01:24:58: kann sehr gewitzt werden.
01:25:00: Ja und glaube mich auch.
01:25:00: Es sind dann vierzig Jahre... ...es ist schon
01:25:05: ein coole Kombo.
01:25:07: Ich finde ja das interessant genauso wie bei deinem Job.
01:25:10: Es gibt ja ganz viel MV.
01:25:11: beim Bundestrainer kommt jetzt auch alle.
01:25:13: wir haben achtzig Millionen Bundestraine.
01:25:15: Ich würde gerne mal Leute in einen Raum setzen und sagen, wer möchte denn Geschäftsführer der Kulturabsteuert werden?
01:25:22: Dann wären mich alle so auch eigentlich... Und Oberbürgermeister genauso.
01:25:27: Wer möchte denn?
01:25:28: Das muss man sehr möchten.
01:25:30: Man möchte es möchten und die hundert Leute, die im Raum sind, wenn jemand dann dieser Aufgabe erfüllen möchte, sollten wir ihn eher unterstützen als zu sagen ich könnte's besser obwohl nicht die Handkeroma mit ist.
01:25:41: Da sind wir wieder beim Chemnitz Effekt.
01:25:43: ja das hat eine Weile gedauert weil wer wills denn überhaupt machen und sich dann auch noch den Fragen und Antworten stellen?
01:25:54: Wir sind da ein sehr besonderes Volk hier.
01:25:56: Ich sage danke Danke Danke.
01:25:58: Ich hoffe, wir sehen uns noch ein paar Mal.
01:25:59: Ich
01:26:00: freue mich auf den nächsten Firmenlauf, den ich nicht mitmachen darf weil ich leider eine Achilles-Fersenproblematik habe.
01:26:06: aber ich stelle immer gerne an Start und Ziel.
01:26:09: Ich liebe die Wohnbauten der GGG, die auf Wegen gezogen werden.
01:26:14: Ich liebe die Sparkassenfahne.
01:26:16: das sind alles sehr lustige Menschen, die da unterwegs sind.
01:26:19: ... extrem motivierend so fürs Ganze.
01:26:23: Herzlichen Dank!
01:26:24: Ich
01:26:24: muss leider gewöhnen...
01:26:26: Ich bin schon auch gleich in der nächsten Sitzung.
01:26:28: Ich habe hier, ich dachte du das ist so zwanzig Minuten oder so?
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