(Katrin Hoffmann - GF des Industrieverein Sachsen 1828 e.V.) - Vom Langstreckenflug direkt auf den Chefsessel

Shownotes

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00:00:03: Herzlich willkommen im C Level Podcast, dem Podcast wo ich die Business-Ebene mit MC für Chemnitz verbinden möchte.

00:00:09: Unsere heutige Gästein ist bekannt für ihre auffälligen roten Haare und als eine der professionellsten Netzwerker in Sachsens.

00:00:16: Ich meine Kathrin Hoffmann.

00:00:33: Doch im September, zwei Tausendvier änderte ein überraschendes Jobangebot ihr Leben.

00:00:38: Direkt nach einem Langstreckenflug aus Stiele überzeugte sie im Vorstellungsgespräch und setzte sich gegen Achtzig Mitbewerber in den Durch.

00:00:45: Seit nunmehr über zwanzig Jahren ist sie die Geschäftsführerin des traditionsreichen Industriefeins Sachsen-Achzenot-Achtundzwanzig.

00:00:51: Sie vertritt rund Einhundertdreißig Unternehmen mit Fünfzigtausend Mitarbeitern und baut unermüdlich Brücken zwischen Industrie, Wissenschaften und Kultur.

00:00:58: Ich freue mich sehr dass Katrin zu Gast im Podcast ist und würde mich auch freuen wenn und wir uns alle am achtzehnten Juni zur Überstunde in Mitweider, in der Torfgruppe Vier sehen.

00:01:08: Schaut einfach mal auf der Webseite vorbei.

00:01:10: und nun viel Spaß mit dem Gespräch!

00:01:18: Ich freue mich total – ich habe es dir eben schon einmal gesagt – ich kenne dich schon weit oder ich erkenne dich, werkt man ja so?

00:01:24: Wir haben uns noch nie so richtig persönlich lange unterhalten.

00:01:28: Das erste Mal würde ich jetzt sagen beim Next-Level-Media.

00:01:33: Ja aber ist vielleicht meine Minute... Wir lernen uns also jetzt kennen und du bist wegen deiner Haarpracht natürlich der Chemnitzer-Welt, wahrscheinlich der sächsischen Welt bekannt.

00:01:41: Und hast ein gutes Personal Branding wie man heutzutage sagt.

00:01:44: Vom Total mir gegenüber sitzt Katrin Hoffmann!

00:01:47: Ja vielen Dank für die Einladung.

00:01:48: es hat mich sehr gefreut und dass wir jetzt im Prinzip uns kennenlernen bei der Aufnahme eines Podcast ist natürlich sehr witzig.

00:01:56: Also vielen Dank auf jeden Fall erstmal.

00:01:57: Du hast gesagt, du hast dich als jetzt ein bisschen vorbereitet und hast dann auch Podcast gehört.

00:02:03: Interessiert, wo bist du geboren?

00:02:06: Da haben wir es immer schwierig zu sagen, wann bist Du geboren.

00:02:09: Für mich ist das interessant weil ich eine Einordnung in der Zeitgeschichte sozusagen mache, wobei es da mehr um die Ostsozialisierung oder Westsozialisierung ging.

00:02:19: Vom Dialekt würde ich sagen nicht westsitzsozialisiert.

00:02:22: Nein

00:02:23: also ich bin neunzehntfünfundsiebzig geboren in Heuerswerda und bin dann dort eben aufgewachsen.

00:02:28: Also meine Eltern kommen nicht aus Heuernwerde Die sind damals im Zuge Dass Heuerswerder sich ja wahnsinnig entwickelt hat.

00:02:33: wegen schwarzer Pumpe, wegen des Kombinats sind die als Lehrer nach Heuernswerder gekommen.

00:02:38: Und deswegen haben wir dort keine Verwandtschaft gehabt.

00:02:40: aber ich bin dort aufgewachsen und bin dort eben ganz normal dann zur Schule gegangen quasi in der DDR noch fünfzehn Jahre gelebt.

00:02:48: Aber dann für POS?

00:02:50: Genau!

00:02:50: Auch dieses EOS-Ding?

00:02:53: Naja, als sie wende kam war ich in der neunten Klasse und ich sag mal so zu DDR-Zeiten war es ja so pro Klasse haben vielleicht zwei drei Abitur machen dürfen und sind zur EOS eben delegiert worden.

00:03:04: Und in meiner Klasse war's so wir waren bestimmt so sieben acht Leute die wirklich sehr gut waren also so Einzelkandidaten und deswegen wäre das für mich sicherlich nicht so der Selbstläufer gewesen dass sich da hätte einfach so Abituren machen können.

00:03:16: Ich wurde dann auch schon gefragt in der siebten achten Klasse, als es schon so mit Berufsorientierung losging.

00:03:20: Ob ich eben Lehramt studieren würde?

00:03:22: Weil meine Eltern ja nun Lehrer waren da lag das halt so ein bisschen auf der Hand.

00:03:25: aber...

00:03:26: Ist das so?

00:03:26: Wolltest du das?

00:03:27: Und ich wollte das aber überhaupt nicht!

00:03:29: Also ich fand das zwar jetzt nicht schlecht dass meine Eltern beide Lehrer waren die konnten mir auch immer helfen.

00:03:33: Das war eigentlich ziemlich praktisch.

00:03:34: Die haben da auch eine ganze Bandbreite abgedeckt.

00:03:36: Aber für mich kam das nicht und Frage das war überhaupt nicht mein Berufswunsch.

00:03:40: Ich wollte mal eher was mit Sprachen machen vielleicht Dolmetscher oder so und deswegen denke ich hätte ich eigentlich einfach machen können.

00:03:46: Und das wäre dann die Frage gewesen, was man dann gemacht hätte.

00:03:49: Aber soweit musste ich ja nicht denken weil in der neunten Klasse kamen da die Wände und dann hieß es ja, es gibt jetzt Leistungsklassen.

00:03:55: Zehnte Klasse kannst du schon Leistungsklasse machen und dann kann sie eben das Abitur machen.

00:03:59: Das habe ich dann auch so gemacht.

00:04:00: Okay weißt Du, was Du mit Dein ersten Hundert D-Mark Begrüßungsgeld gemacht hast?

00:04:04: Was Du gekauft hast?

00:04:05: Naja,

00:04:06: das weiß ich nicht mehr so genau.

00:04:07: Ich kann mich zwar noch an den Tag erinnern.

00:04:09: Wir waren in Westberlin mit meiner Mutti und meinem Bruder.

00:04:12: Mein Vater war krank Da konnte nicht mitkommen.

00:04:14: aber unsere Besonderheit der Vater meines Vaters, also mein Nussvater lebte halt in Westdeutschland und Bayern.

00:04:21: Und deswegen waren... Also wir hatten auch immer Kontakt zu ihm und er hatte uns auch immer Sachen geschickt.

00:04:25: Wir hatten dadurch doch immer mal ein paar Klamotten aus dem Westen bekommen.

00:04:29: Das

00:04:30: war für dich gar nicht so besonders?

00:04:31: Nein, da

00:04:32: war das nicht ganz so besonderes.

00:04:33: Vor allem meine Eltern waren dann, in den Eintracht'n-Achtzig, eben durften die wirklich nach Bayern fahren.

00:04:38: Mein Vater hat dann seinen Vater eben das erste Mal eigentlich in seinem Leben gesehen.

00:04:42: Er hat ihn als Baby eben das letzte Mal bis geboren und die haben sich dann eben nach dem Krieg getrennt meine Großeltern.

00:04:48: Und da hat er sein Vater das erste Mal wieder gesehen oder das erste mal im Vlog gesehen, es war völlig verrückt.

00:04:54: und mein Großvater also er hatte drei Kinder hier, also mein Vater hat noch zwei Brüder und da hatte er für alle Geld mitgegeben.

00:05:01: und ja weil's war nicht ganz legal verständlich.

00:05:04: aber dadurch hatten wir dann irgendwie doch schon so ein bisschen Westgeld schon vor der Wende.

00:05:08: Also keine Li-Weis geholt, kein Tassettenrekord.

00:05:11: Alles schon gehabt?

00:05:12: Na ja, den Tassetenrekord war total witzig!

00:05:15: Ich hatte kurz vorher Jugendweihe und ich hatte eben zu Jugendweiher dieses Typisch.

00:05:18: hast du dann vielleicht so... irgendwie ein paar Tausend Euro von den ganzen Verwandten insgesamt bekommen.

00:05:23: Und normalerweise wollte ich dann auch wirklich in den RFT-Laden gehen, der war gleich bei uns vom Haus und wollte mir einen Kassettenrekorder kaufen.

00:05:29: Und da gab es ja damals hier diese, das gamm mal wie hießt er?

00:05:32: Das

00:05:33: weiß ich nicht.

00:05:34: Aber auf jeden Fall!

00:05:35: Und die gab's in Schwarz und Silber und in Braun.

00:05:39: Und zu der Zeit als ich den kaufen wollte, gab sie nur in Braun... Nein, ich sag nee also...

00:05:43: Oha!

00:05:44: Nicht für das Geld.

00:05:45: und dann so ein hässliches Ding.

00:05:47: Und da habe ich erst mal gewartet, und dann kam das, dass meine Eltern nach Rästerschland fahren durften... ...und dann haben sie mir im Kassett-Rekorder damals schon mitgebracht und lebte die tollen Philips, Doppel-Take

00:05:58: und

00:05:59: Schwarz!

00:05:59: Bei meiner Schwester war es ein roter.

00:06:01: Okay, dann bist du in den Neunzig Abitur immer noch in Heuerswerde alles?

00:06:05: Naja, Abitura habe ich dann dreinneinzig gemacht also... Genau.

00:06:09: Erfte, zwölfte Klasse dann eben am Gymnasium also zehnte eben schon da und dann zähnte Klasse haben wir sogar noch einen Abschluss gemacht.

00:06:14: Also wir hatten da irgendwie die Prüfung Mathe-Deutsch und Sprott und hatten damit auch den zehnten Klassabschluss Und waren eigentlich eine ziemlich gute Klasse und es hat eigentlich Spaß gemacht bis zum Abitur.

00:06:25: Und das war dann, genau.

00:06:27: Dann bin ich ... Also, ich wollte wie gesagt immer was mit Sprachen.

00:06:31: Ich wollte auch gerne ins Ausland.

00:06:32: Ich hatte überlegt, ob ich ein Operjahr mache oder einen Freund und dann hab ich mich entschieden eine Ausbildung zu machen als Fremdsparankorrespondentin.

00:06:41: Bin dazu nach Dresden gegangen in so einer Art Fachschule.

00:06:44: Und ja, dann habe ich im Prinzip Fremdsparenkorrespondentin gelernt.

00:06:49: Welche

00:06:49: Sparren?

00:06:50: Das war Englisch, Französisch, Russisch und noch ein bisschen Spanisch.

00:06:54: Also bei mir war das Problem, dass ich mit Französisch von Null anfangen musste und da haben die uns dann geraten.

00:06:59: Für alle, die die mit Franziösisch vom Null angefangen haben, die sollten dann als dritte Sprache nicht unbedingt noch eine Fremde, also nochmal von Nulleinfang.

00:07:05: Und deswegen hatte ich dann russisch noch als drittesprache.

00:07:08: Aber ein bisschen spanisch durften wir auch noch lernen... Durften!

00:07:12: Na ja, das hat Spaß gemacht.

00:07:13: Also sprachen wir schon mal.

00:07:14: Ich spiele

00:07:14: für alle vier Sprachen jetzt noch?

00:07:17: Also russig nicht mehr.

00:07:18: Also ich würde, ich verstehe noch ein bisschen und ich würde bestimmt auch wieder reinkommen wenn man das mal richtig nochmal probieren würde.

00:07:25: Aber braucht

00:07:26: man es denn?

00:07:27: Russisch!

00:07:27: Für deinen jetzigen Beruf?

00:07:29: Nee momentan nicht aber die anderen Tremssprachen schon.

00:07:31: also ich profitiere schon sehr davon Und

00:07:33: du sprichst dir alle fließend oder?

00:07:35: Ne, also ich spreche alles so halbwegs, ne?

00:07:38: Also englisch französisch und spanisch.

00:07:40: Also sodass ich mich eigentlich ziemlich gut verständigen kann und vielleicht alles so B-Zwei.

00:07:44: Ja,

00:07:46: ja das ist aber trotzdem

00:07:48: Aber es geht fürs Reisen total super.

00:07:51: Du hast eigentlich alle großen Sprachen abgedeckt?

00:07:54: Genau!

00:07:55: Kannst dich gut verständigen, chinesisch vielleicht noch nicht.

00:07:58: Ist vielleicht auch für dein

00:07:59: Jatel schwer oder mal interessant.

00:08:04: Wie kommst du dann jetzt nach Chemnitz?

00:08:06: Naja, also als ich da diese Fremdsprachen-Korrespondentenausbildung gemacht habe, hab' ich eigentlich schon so nach drei Monaten gewusst.

00:08:12: Das ist nicht das was du denn für immer machen willst weil es war halt auch sehr mit Assistenz und Sekretärinarbeit verbunden Und ich hatte ja nicht das Abitur gemacht um dann eine bessere Sekretäre zu sein.

00:08:23: Und dann habe ich auch schon zu meinen Eltern gesagt, ich würde danach gerne noch studieren.

00:08:26: Aber wie das so war, man hat auf jeden Fall erst mal das eine zur Ende gemacht und also wurde ich halt auch erzogen.

00:08:31: Und meine Eltern haben dann auch gleich gesagt ja na klar wir unterstützen dich und da bin ich den bis heute dankbar.

00:08:36: kannst du auf jeden fall danach noch studiern?

00:08:38: Ja, und dann habe ich eben diese Fünftemester Ausbildung gemacht.

00:08:41: Und wir hatten in der Zeit natürlich auch wahnsinnig viel Spaß an Dresden.

00:08:44: Das war ja dann gerade wo die ganzen Kneipen in der Neustadt entstanden sind und sind halt hoch viel weggegangen.

00:08:50: Ich hatte viele Freunde und dann hab' ich ein Freund gehabt, der hat BWL Schwerpunkt Marketing studiert und er hat einmal eines Tages in einer Kneipe zu mir gesagt Katrin es gibt jetzt so einen neuen Studiengang das hätte ich studiert wenn's denen bei mir schon gegeben hätte.

00:09:02: Kommunikationswissenschaft Magista kannst dir sogar noch zwei Nebenfächer aussuchen Das kannst du doch machen, ne?

00:09:08: Dann hab ich mir das alles so angeguckt.

00:09:10: Was waren die Nebenflächen?

00:09:11: Hab ich dann Psychologie und Romantistik.

00:09:14: Also Romantisk eben wieder die Französisch-Sprachen...

00:09:18: Da konntest du dir die... Könnte dich das heilen?

00:09:22: Genau!

00:09:23: Und ja, da war dann zwar auch schon so ein Uni-Interner NC aber durch die Wartesmesser und ich hatte eigentlich auch ein ganz gutes Abitur hat das dann alles nachgelöst funktioniert.

00:09:30: also ich war Ende März fertig mit der Ausbildung im Anfang April hab ich dann eben schon angefangen.

00:09:36: Also das ging dann nahtlos und dann habe ich das Studium gemacht, uns hat mir eigentlich auch alle Spaß gemacht.

00:09:41: Ich habe dann auch ganz viele Praktika nebenher also bei der Zeitung, sexische Zeitungen und da war ich auch mal bei der Tatz und dann war ich noch bei einer Aventur.

00:09:49: Aber war das für dich so eine Vorstellung in Journalismus?

00:09:54: Naja,

00:09:54: also bei Kommunikationswissenschaft hast du ja mehrere Optionen.

00:09:57: Du machst eben könntest Journalismus und Journalismus gehen.

00:10:00: Du kannst aber auch Öffentlichkeitsarbeit oder Veranstaltungsorganisationen... Also alles.

00:10:05: Das hat mir dann später extrem geholfen.

00:10:08: Ich mache ja alles davon!

00:10:10: Und naja, da bin ich auch noch ins Ausland.

00:10:13: Also das habe ich mir dann auch noch gegönnt.

00:10:14: Ich bin nach Paris ein Jahr und hab dort studiert Und musste aber nebenher viel machen, das war halt ganz praktisch.

00:10:21: Ich hab dann die Spare dadurch ganz gut gelernt und dann bin ich fast fertig... ...und dann war wieder so ein Zufall da saß ich mit einer Knappe!

00:10:31: Da hat eine Freundin zu mir gesagt, sie war beim Arbeitsamt und hat gesagt Katrin, es gibt jetzt so was Neues.

00:10:36: Es gibt wieder so ESF-Kurse da kannst du spanisch lernen oder französisch.

00:10:41: Also ne Fremdsprache wird bezahlt von der EU.

00:10:44: und ja guck dir das doch mal an.

00:10:46: Da habe ich mir das angeschaut und das war eben so ein, das heißt, sechsundert Stunden Fremdsprachenunterricht und dann noch n bisschen Marketing, Rhetorik, ja solche... Das war noch so was in der Art.

00:10:57: Und dann wollte ich das eigentlich für

00:10:59: Wie Rhetorik in der Fremdsprache?

00:11:03: Projektmanagement, Marketing, Rhetoric.

00:11:05: Und du hast dann eben noch diese Fremdsprache sechshundert Stunden beim Muttersprachler-Halz gehabt und du hast es bezahlt gekriegt.

00:11:13: weil das war ja gerade so eine Zeit wo die Geisteswissenschaftler oder überhaupt viel Akademiker schlecht vermittelt wurden.

00:11:20: also es ging auch um Ingenieure, das war damals ja alles gerade nicht so eine einfache Zeit.

00:11:25: So in zwei Jahren.

00:11:27: Und deswegen gab es diese Outgoing-Programme.

00:11:30: Die haben eben versucht die Akademiker über so ein Programm dann ins Ausland zu vermitteln.

00:11:34: Dann warst du aus der deutschen Arbeitslosenstatistik raus wenn ihr jetzt arbeitslos gewesen wärst?

00:11:39: Naja und da habe ich mir wie gesagt das angeschaut wollte dass dann eigentlich für Französisch machen.

00:11:43: und dann hab' ich aber nochmal umgeswitscht und hab gedacht eigentlich wollt's ja immer schon richtig gut noch Spanisch lernen.

00:11:48: und dann habe ich mich da in diesen spanish Spross eingeschrieben Und hab dann meine Prüfung noch zu Ende gemacht.

00:11:53: Also ich war ja nur gar nicht fertig mit dem Studium und habe das dann angefangen, da hab' ich auch mein Mann kennengelernt der ist Jurist

00:12:00: in dem Spanisch?

00:12:01: Ja, der war in Italien vorher und wollte eigentlich den italienischen Kurs machen.

00:12:04: Der war aber schon voll!

00:12:06: Da musste er dann eben auch hinhehenspannen.

00:12:07: Ist

00:12:08: der auch Juristenwohnen nicht gebraucht?

00:12:10: Naja... Das ging einfach darum dass wenn du einen akademischen Abschluss hattest konntest du an diesem Programm immer mitmachen.

00:12:18: Genau.. Endete dieser Kurs mit einem dreimonatigen Praktikum in Spanien.

00:12:25: Also das wurde dann ja auch noch bezahlt, deswegen war es jetzt auch nicht so schwierig dabei zu finden weil du brauchst es denn nur...

00:12:31: Ich wollte schon immer mal eine Sparalei, ich bin ganz schlecht im Spanen lernen aber es klingt gut!

00:12:35: Naja und da bin ich nach Barcelona, bin ich in so einer Internetagentur.

00:12:39: Also nicht so öfters.

00:12:42: Okay.

00:12:43: Und der so irgendwie... Ja, und erst mein Mann ist dann auch mit nach Barcelona.

00:12:48: Wir sind irgendwie durch Zufall.

00:12:49: Also mal bitte nach Barcelona!

00:12:50: Der hat dann bei einem Anwalt gearbeitet und ich...

00:12:52: Wie?

00:12:52: Durch Zufalls war doch schon ein paar oder...?

00:12:54: Nee wir waren noch nicht so viel als es war.

00:12:57: Kennenlernphase wurden jetzt meine Durchdasungen genommen.

00:13:00: Das war die Kennenleranphase.

00:13:01: Naja und deswegen wir wohnten in zwei verschiedenen WGs am Anfang und das war aber ganz witzig weil wir dadurch wahnsinnig viele Leute mit einem Schlag kennengelernt hatten.

00:13:09: also ich habe in so einer Ich weiß nicht, ob du den Film kennst.

00:13:12: L'Oberge Espagnol.

00:13:13: Das ist so ein Film... Da spielt auch in Barcelona so eine WG und genau in so einer WG hab ich gewohnt, Leerana Rambler mit irgendwie sieben Leuten.

00:13:23: also waren zwei Chileanen, zwei Italienerin einen Katalaner, ein Holländer und eben ich.

00:13:27: Und das war halt wirklich total witzig.

00:13:29: wir haben uns alle ziemlich gut.

00:13:32: Du hast gesagt, du hast in der Internet-Aventur gearbeitet.

00:13:34: Also musstest auch dort arbeiten?

00:13:35: Genau!

00:13:36: Achso also nicht nur feiern sondern... Nee

00:13:38: aber meine Chefin die war das war eine Schwede wiederum und die lebte aber eben schon ewig damit.

00:13:43: Die hat dann gesagt naja ich weiß ja du bist jetzt hier im Barcelona und ich will auch nicht dass du bis sonst wann arbeitest dann fangen lieber zeitig an um acht das ist ja für Spanien eher untypisch und ihr müsst auch keine Pause machen weil sonst haste immer dies erst da ne und muss da zwei Stunden Und wie Mittagessen gehen und bis danach total müde.

00:14:01: Also bei uns war das nicht so, wir konnten dann schon vierzehn Uhr mal Feierabend machen.

00:14:05: Dann sind wir zwar einmal abends natürlich schön ausgegangen, also Barcelona bietet sich halt einfach immer ein.

00:14:10: Eine tolle Stadt!

00:14:11: Dann war es zwar früh müde aber dann konntest du ja bis nach Hause, hast dich noch mal hingehauen und dann...

00:14:17: Früher ging das ne?

00:14:18: Genau,

00:14:21: genau.

00:14:21: Ja, es war wirklich toll und dann hatten wir sowieso schon überlegt Drei Monate ist halt auch ein bisschen kurz.

00:14:27: Wenn wir so eine Sprache, dann ... Wir waren ja Bete vorher schon im Ausland und wussten irgendwie drei Monate ist eigentlich nichts und haben es für uns beschlossen, wir bleiben auf jeden Fall sechs Monate.

00:14:36: Und ich hab aber trotzdem aufgehört nach den drei Monaten in der Agentur zu arbeiten und habe mir da noch mal was anderes gesucht bei allem bei Philips.

00:14:41: die haben nämlich dort ihr Core Center für ganz Europa für alle möglichen Länder und da könntest du dich auf Deutsch telefonieren.

00:14:47: also mich haben die Leute angerufen wenn die ruhigen Problem hatten mit ihrem Videoregorder oder was auch immer.

00:14:51: Aber DVD-Recorder kam damals gerade so oft Und dann hast du denen das ein bisschen erklärt.

00:14:55: Das waren meistens dieselben Fragen, Kindersicherung?

00:14:58: Wie kriege ich die wieder raus oder irgendwas.

00:15:00: und da haben wir aber ganz gut.

00:15:01: also ich ganz gut Geld verdient noch in den letzten drei Monate.

00:15:04: und naja und dann war das so.

00:15:06: Dann haben wir überlegt was machen man?

00:15:07: und ja und dann haben die beiden Chileanen also meine Ben mitbewohnern dir Sogenannten Locos, das waren die Spitznamen.

00:15:15: Ich war der Locker und die berühmte.

00:15:17: Die haben dann immer gesagt, ihr könnt auch mal in Chile arbeiten!

00:15:19: Ihr habt gute Abschlüsse, ihr sprecht Spanisch... Sucht euch da was im Chile?

00:15:23: Und ich bin dann immer nachmittags ins Internetcafe.

00:15:27: Damals war es ja so.

00:15:28: Da hatte dann noch an der Rammladung ein großes Internetcafé aufgemacht und da habe ich dann immer recherchiert und die ganzen Portale durch Forstedt, Stepstone und was es da eben alles so gab und hab geguckt wo ich ihm vielleicht einen Job finde.

00:15:40: Ich habe ein Job in Chile gefunden, am Heidelberg-Center in Santiago de Chile.

00:15:47: Das ist im Prinzip von der Uni Heidelberg das Latin America-Zentrum in Santiago.

00:15:51: Das hatten die zweitausend oder was eröffnet und bieten eben zu Deutschkurse an so ähnlich wie es gilt den

00:15:56: Institut.

00:15:58: Die haben dort schon immer Kontakte hingehabt und der Institutsleiter Der war auch mit nach Chileanern verheiratet.

00:16:05: Manchmal spielen ja auch diese persönlichen Kontakte eine Rolle und dann haben die auch Studiengänge dort angeboten, die Professorin aus Heidelberg eben auch einfliegen lassen Und da haben die jemanden gesucht für Marketing- und Administration.

00:16:17: Ja, dann habe ich mich beworben.

00:16:19: Es war halt mehr wie so ein bezahltes Praktikum eigentlich Aber es war erst mal egal, gab auf jeden Fall ein bisschen Wettbezüge.

00:16:25: Im letzten Jahr sind wir jetzt?

00:16:26: Das war Anfang im Jahr zwei Tausend

00:16:30: Vier Und immer dein Mann mit.

00:16:31: Na ja, wir waren ja noch in Barcelona.

00:16:33: Und dann habe ich ... Wie gesagt, hab mich beworben und ein paar Tage später rief der Chef an.

00:16:37: Da saß man grad in unserer Lieblingskneipe abends und da war das Vorstellungsgespräch am Telefon.

00:16:43: Dann hat er mich gefragt, warum es halb?

00:16:45: Ich wollte wahrscheinlich einfach nur testen wie gut die Spanisch spreche, weil der sprach auch superspanisch wie in Chile.

00:16:51: Ich hab nicht gemerkt, dass es in Deutschland ist.

00:16:53: Da hab ich mich aber schon immer ganz gut geschlagen.

00:16:56: und dann hat er ein paar Tag später wieder angerufen und hat gesagt Ja!

00:16:59: Sie können kommen, achter März.

00:17:02: Und dann... Ist da

00:17:03: auch ein schiele Internationaler Frauentag?

00:17:05: Gibt es das da

00:17:06: auch?

00:17:06: Ja, naja, ja, genau.

00:17:13: Ich weiß noch, als ich da angefangen habe, da kam der Harald.

00:17:16: Das war ein deutscher Kollege.

00:17:17: Der kam gerade aus Deutschland wieder.

00:17:20: Er arbeitete schon dort und hatte eine Schwarzwäler Kirschtorte dabei und die hat er uns zum Frauentage.

00:17:25: Oh cool!

00:17:26: Und wie lange bist du denn dort geblieben?

00:17:28: Na, da war ich dann auch noch mal ein halbes Jahr.

00:17:30: Aber es war von Anfang an auf einem halbis Jahr ...

00:17:32: Ja das war ja auch nicht ganz klar aber mein Flug... Ich hab den einmal verlängern können, der war eigentlich auf drei Monate und dann war er auf sechs Monate ausgelegt.

00:17:40: und dann also mein Mann ist dann auch nach Chile gekommen und wir waren dann eben zu zweit dort und der hat dann auch wieder bei einem Anwalt gearbeitet und wir haben wirklich überlegt ob wir in Chile bleiben?

00:17:49: Naja und dann haben wir hin und her überlegt aber es ist wenn du nicht entsendet bist und dann nach dorthigen Gehalt eben verdienst Das ist Quatsch, weil du musst das ganze Jahr sparen, dass du einen mal im Jahr nach Deutschland in Urlaub fliegst.

00:18:01: Für mich ist hier Schiele immer in Verbindung mit Erich Honika?

00:18:05: Ja!

00:18:06: Ich weiß aber gar nicht warum Schiele.

00:18:07: Na die Margot Honika, die lebte ja dann da... ...

00:18:10: war

00:18:10: auch noch zu der Zeit dort als wir da waren und ein Freund von uns hat sie auch einmal im Supermarkt getroffen.

00:18:15: Da hat er gesagt Frau Honika darf ich Sie mal was fragen?

00:18:18: Und da hatte er gesagt Nein, ich spreche nicht mit Freunden

00:18:21: Aber ne, ich hab die Verbindung.

00:18:24: Die Tochter

00:18:24: hatte den Mann von der Tochter war Chilene.

00:18:27: Na so... ist mir gerade für komische Verbindungen okay?

00:18:32: Bestimmt in Chile noch viel wichtiger als diese eine aber...

00:18:37: Ja ja, die Chilenen sind eigentlich ziemlich cool und sie sind uns ziemlich ähnlich.

00:18:41: also die werden auch nicht umsonst die Deutschen von Südamerika genannt.

00:18:45: Also es sind jetzt eben auch nicht unbedingt die typischen Latinos, die schon tanzend zu einer Party reinkommen.

00:18:51: Sondern sie brauchen da erst mal ins Bebier bevor die dann locker werden und das hat uns schon so ein bisschen an uns in Deutschland erinnert.

00:18:59: Wir haben uns ja echt super wohlgefühlt und haben eben dann wie gesagt überlegt.

00:19:03: Und dann haben wir aber gesagt, naja, das macht alles keinen Sinn!

00:19:06: Wir gehen zurück und suchen unseren Job jeder einen guten Job und verdienen lieber ein bisschen Geld und reisen dann halt von Deutschland aus.

00:19:14: Dann hat man eigentlich überlegt, wir gehen nach Sachsen Weil mein Mann wollte sich dann auch selbstständig machen und das macht es ja am besten da, wo du auch ein paar Kontakte schon hast.

00:19:23: Und jetzt nähern wir uns Chemnitz.

00:19:24: total witzig also.

00:19:25: mein Mann stammt ursprünglich aus Chemnits und seine Eltern wohnten ja noch hier und ich hatte aber eigentlich keinen Bezug zu Chemnils als wir sind von Dresden aus manchmal hier zum Konzert her gefahren, aber mehr irgendwie auch nicht.

00:19:36: Als wir dann so auf Jobsuche waren flatterte eines Tages einen Brief rein Also wirklich noch klar Post Aus Chemnitz und da hat meine Schwiegermutti aus der freien Presse eine Anzeige ausgeschnitten gehabt.

00:19:46: Und da suchte der Industrieverein einen Geschäftsführer, das hat sie ihrem Sohn geschickt!

00:19:50: Dann habe ich mir das so angeguckt und dann hab' ich gesagt naja du kannst dich ja gerne darauf bewerben aber ich bewerbe mich auch darauf weil das eigentlich genau das ist was ich alles so studiert habe mit meinen ganzen Praktika.

00:20:01: Wollt ihr vorhin mal sagen?

00:20:02: Eigentlich alles was Du gemacht hast passt perfekt.

00:20:06: haben die dein Wasser nicht auch so gesehen.

00:20:09: Habe ich mich beworben Und wie gesagt, mein Flug.

00:20:12: Ich konnte das dann nicht mehr verlängern und wir sind da noch ein bisschen gereist und dann haben die Locos noch eine Abschiedsparty für mich geschmissen und dann bin ich in Flieger und bin zurückgeflogen.

00:20:20: Und als ich in Berlin gelandet bin, da hatte mich ein Freund abgeholt und da rief meine Mutti an und sagte pass auf.

00:20:26: Chemnitz hat angerufen der Industrieverein die würden gerne noch einen Vorstellungsgespräch mit dir führen aber das müsste heute noch stattfinden weil die morgen Vorstandssitzung kamen und dann entscheiden sie gehen zu nehmen.

00:20:36: Welches Jahr sind wir?

00:20:37: Das war es im Jahr zwei tausend vier.

00:20:40: Dann hab' ich zu meinem Kumpel gesagt pass auf Wir müssen erst mal nach Chemnits und danach trinken!

00:20:45: Da sind wir nach Chemnetz ans Frauenhofer ans IBU, weil der Präsident damals war.

00:20:50: Der Professor Neugebauer.

00:20:51: Damals eben der Institutsleiter und da bin ich da rein... Aber

00:20:56: du hast jetzt alles noch nicht die Klamotten dafür oder?

00:20:59: Ich kam ja wirklich aus dem Flieger.

00:21:00: Gut, ich hatte ja meinen großen Koffer dabei.

00:21:02: Da habe ich mir dann nur in so eine Bluse rausgezogen auf einer Tankstelle.

00:21:06: Und der Witz war noch ... Ich hatte dann meinen alten Chef noch angerufen den Raimund Würdemann, der vom City Management und hab gesagt, Raimunden kennst du ein Industrieverein Sachsen Da sag ich, sitzt du gerade am Rechner kannst du mal gucken und so.

00:21:19: Ich hatte zwar vorher noch versucht also wir sind damals noch ein bisschen durch Büro im Bolivingerreißen habe ich noch in dem einen Hostel versucht zu googeln aber da war die Internetverbindung auch so schlecht.

00:21:28: und naja dann dachte ich machste dann wenn du jetzt Hause bist an jeden Fall ist er rein und guckte dann so und dann sagt er ja hier und Mitglieder, Industrieunternehmen und Interessenbündeln und Netzwerk.

00:21:38: und ich sage wie sieht denn die Webseite aus?

00:21:39: Naja ein bisschen konservativ mit dem Mann und Kopf und Zahnräder im Kopf.

00:21:44: Ja, gut.

00:21:46: Und dann war das Vorstellungsgespräch.

00:21:47: der Gunnar Krossel hier von der Komsar waren noch mit dabei und haben die gesagt wir wissen schon dass sie da jetzt irgendwie vierundzwanzig Stunden Reise hinter sich haben aber wir müssen jetzt trotzdem ganz normal führen weil wir wollen sehr nicht bevorteilen.

00:21:58: Dann kam eben alles Schwächen stärken.

00:22:01: Da ist das

00:22:02: typische

00:22:02: Vorstellungsgespräch eben und dann haben sie, muss ich sogar auf Englisch noch was erzählen?

00:22:06: Das war natürlich schwierig nach so einem Jahr nur im Sprachnischen.

00:22:09: Und dann kamen auch die Fragen ja Sie haben sich ja sicherlich auch mit unserer Webseite beschäftigt.

00:22:14: wie finden sind die?

00:22:15: und habe ich gesagt naja es ist im Konservativ und mit dem Mann und den Zahnrädern im Kopf unten.

00:22:20: Okay naja dann sollte ich nochmal etwas aufmachen solltchen im Nebenraum.

00:22:23: Da hatte ich dann so eine Aufgabe bekommen, sollte ich nochmal ne Webseite entwerfen wie die neu machen wurde.

00:22:29: Was für ein hartes Bewerbungs-String!

00:22:31: Wir waren ja da mit einem Busfeuer gereist und da mussten wir ständig auf diese Buswebsite schauen, Pullmann oder was das war.

00:22:37: Und da hat sich dann so diese Website gesagt mal... doch so meinen Koffer.

00:22:40: Jetzt war ganz im Ernsten, wenn wir jetzt beide bewerben uns auf eine Geschäftsführerstelle und dann soll ich ein Design für ne Webseite machen...

00:22:49: Ich war ja allein.

00:22:49: es gab nur eine Person in der Geschäftsstelle und da musst du ja alles machen.

00:22:53: am Ende!

00:22:54: Ja, aber dann gehst du zu einer Redventur und die dir sagt, vielleicht hast du den Testfalt.

00:23:01: Sei mal nicht!

00:23:02: Nee der Professor Neubau kam dann auch rüber und hat dazu mir gesagt naja ich kann es Ihnen ja schonmal sagen also sie sind meine Favoriten.

00:23:08: Aber

00:23:09: wie viel gab's denn?

00:23:09: Wie viele andere weißt Du?

00:23:11: Es gab achtzig Bewerber.

00:23:12: Oha Ich muss meine erste Amtshandlung, dass ich die ganzen Bewerbungen zurückschicken musste.

00:23:19: Das

00:23:20: ist das da!

00:23:20: Aber eine persönlich größte Erfolg, wenn es so eine Liste war, dass sich auf die Sportschule delegiert wurde – aber auch nicht all im Mittelfeld.

00:23:32: Aber zu sagen von Achtzig, die Eine finde ich schon mal eine coole Sache.

00:23:37: Soll ich gerne auf meinen T-Shirt schranken?

00:23:41: Naja, also die letzte Hürde war aber eben noch dass der Professor Neugebauer meinte unsere Klientel wäre ja so konservativ.

00:23:48: Ha ha!

00:23:49: Wie sahst du aus?

00:23:51: Hattest du schon den Look jetzt?

00:23:53: Nee ich hatte damals gerade meine Haare Sports.

00:23:57: Also ich hatte früher schon immer rote Haare und dann hatt' ich sie mir mal schwarz gefärbt und hatte aber einen Augenbrauen piercing.

00:24:02: das war das Problem.

00:24:03: und das hat er dann gesagt.

00:24:05: also ich müsste das raus machen.

00:24:10: Alles über Bord geworfen und gesagt, okay.

00:24:12: Mache ich auch das noch?

00:24:14: Dann hat er gesagt, sie haben den Job!

00:24:16: Sie können in zwei Tagen wiederkommen, da haben wir das nächste Meeting.

00:24:18: Da können sich schon mal die Mitgliedern vorstellen und nächste Woche können sie anfangen.

00:24:22: Wusstest du was jetzt eigentlich deine Aufgabe macht?

00:24:25: Die Hosefzürerin sein erstmal.

00:24:27: Ich wusste schon so ein bisschen, also Veranstaltung organisieren... Ich hatte ja eine Bewerbung geschrieben, da hatte ich mich schon damit beschäftigt aber wie gesagt auf der Webseite hatte ich nie so wirklich genug.

00:24:38: Und dann bin ich raus.

00:24:39: Mein Kumpel stand ja, da wartet er im Auto.

00:24:42: Ich sag so, ich hab jetzt einen Job

00:24:43: in Chemnitz!

00:24:44: Bin jetzt Geschäftsführerin.

00:24:46: Naja und dann...

00:24:48: Wann war das jetzt genau?

00:24:49: War am neunten, neunthen, zwei tausend vier.

00:24:50: Am neunnten,

00:24:51: neuneinzehntausend

00:24:53: vier also bist du ja zu zweieinzwanzig hier im Konzufahrer.

00:24:56: Ja und wer der Witz war wir hatten vor anderthalb Jahren oder vor fast zwei Jahren am neunterneunten zweitausendvierundzwanzige den großen Tag der industriellen Wissenschaft bei BMW in Leipzig und da war auch noch Präsidentenwechsel bei uns.

00:25:09: Und er war der Professor Neugebauer als unser Ehrenpräsident, auch mit da.

00:25:13: Da habe ich zu ihm gesagt, wissen Sie noch?

00:25:14: Vor zwanzig Jahren war das Vorstellungsgespräch bei Ihnen und dann war das dann während der Festveranstaltung immer mal ein Thema weil das war genau an dem Tag eigentlich mein zwanziger Jahresregelium.

00:25:23: Genau.

00:25:24: Und was ist der Arbeitstag einer Geschäftsführerin des Industrievereins Sachsens?

00:25:29: Dann kommen wir zum Verein eigentlich...

00:25:33: kann man so nicht sagen und ich glaube das ist auch der Grund, warum mich das jetzt schon so lange machen.

00:25:37: Weil jeder Tag ja anders ist.

00:25:39: also jeder Tag ist anders jede Woche jedes Jahr.

00:25:42: wir haben natürlich Veranstaltungen die manchmal ähnlich sind aber es sind immer wieder neue Sachen wir haben immer wieder neue Projekte.

00:25:50: Ich kann auch ganz viel selber entwickeln durch die vielen Jahre jetzt auch an Erfahrung lässt mir mein Vorstand viel alleine entscheiden und machen.

00:25:59: Und ja, von daher... Es ist natürlich ganz viele Organisationen dabei.

00:26:05: Wir machen unsere Veranstaltung so müssen die vorbereiten wir führen die durch.

00:26:08: also mein Kollege und ich

00:26:11: Wie viel seid ihr jetzt?

00:26:12: Wir sind zu zweit.

00:26:14: Also hast du das schon, guck mal!

00:26:15: Du hast in den zwanzig Jahren geschafft um für fünfzig zum neumhundert Prozent zu erhöhen die Mitarbeiterzahl.

00:26:22: Ja wir waren sogar manchmal schon zu dritt.

00:26:24: Das auch.

00:26:25: manchmal hat man noch ein bisschen Förderprojekt und so Der Witz ist dass der Janko mein Mitarbeiter sich damals auf die Stelle beworben hat Und er war da zweitplatzierte Und er ist deswegen dann im Fraunhofer in die Marketingabteilung gekommen Weil der Professor Neugebauer dann gesagt hat,

00:26:42: mach

00:26:42: da eben das Marketing

00:26:43: mit.

00:26:44: Seitdem kennen wir uns im Aufschwund und jetzt ist er Janko seit, es kann nicht nur drei vier Jahren hiermit dabei

00:26:50: sein.

00:26:50: Also ich bin von außen betrachtet und dann sagst du ob's ... wollen mich auch die Geschichte wirklich interessiert vom Verein?

00:26:57: Aber ich würde sagen deine Aufgabe ist ja ein Interessensverband.

00:27:03: Du weißt, du kennst all deine Mitglieder.

00:27:06: Du kannst die verschiedenen Sprache... ich nehme an dass du versuchst im Ausland Kontakte zu knüpfen irgendwie wahrscheinlich auch mit Veranstaltungskonzepten wo alle zusammenkommen.

00:27:16: Du versuchest die Firmen und die Mitglieder miteinander zu vernetzen.

00:27:21: Wahrscheinlich Weiterbildungsangebote

00:27:24: Das weniger Aber wir machen eben wirklich regelmäßig erst mal Veranstaltungen.

00:27:27: Also da haben wir pro Monat mindestens einen bis zwei größere Veranstaltung, also mit größer Meinung so zwischen fünfzig- bis hundertfünfzig Leuten.

00:27:36: Okay, der monatlich?

00:27:37: Ja,

00:27:37: pro Monate, also mindestens ein, zwei.

00:27:39: Also nächste Woche ist es total krass!

00:27:41: Da hab ich vier... große Events.

00:27:43: Mein größtes ist die Gala, das findet nächsten Sonnabend statt mit Ministerpräsidenten.

00:27:48: Dann haben wir nächste Woche noch so ein Format, ein dreitigiges Format wo wir hier mehrere Botschafter empfangen.

00:27:53: Das machen wir mit der TU Chemnitz zusammen.

00:27:54: Das heißt es geht dann schon am Donnerstagabend los mit einem Weltkampendinner im Industriemuseum.

00:27:59: da ist der Chef der Staatskanzlei dabei und kommen diese Botschafter, dann Industrieunternehmer, Wissenschaftler.

00:28:04: Nächsten Tag geht's an der Uni weiter mit Campusführung

00:28:07: usw.,

00:28:07: das ist alles für die Botschafte mit eben hier so'n bisschen Forschungskompetenz erfahren und wir da vielleicht Kooperationen auch anbahnen können.

00:28:14: Und am Abend ist noch ein Empfang beim Oberbürgermeister im Rathaus geplant, da dürfen sich die Botschafter dann auch in das goldene Buch der Stadt eintragen und an dem Sonneamt gibt es da eine Fahrt ins Erzgebirge nach Ernfriedersdorf ins Besucherbergwerk für die Botschafter.

00:28:27: Klingt so wie eine Routine!

00:28:30: Am Abend ist dann die Gala und wie gesagt, der Ministerpräsident ist dabei, der Oberbürgermeister, der Landtagspräsident moderiert wird's von Fladi Merkamina.

00:28:39: Den kenne ich auch schon sehr, sehr lange.

00:28:41: Naja das ist also die Gala mit der größte Veranstaltung.

00:28:44: Das sind dann eben so knapp hundertfünfzig Leute.

00:28:46: Dann haben wir einen Tag der industriellen Wissenschaft.

00:28:48: Das ist immer noch eine sehr große Veranstaltung weil dieses Jahr bei Infinien.

00:28:51: Also da wandern wir auch immer durch Sachsen und versuchen immer ein super attraktives Unternehmen dazu zu gewinnen.

00:28:56: Weil ich auch immer der Meinung bin bei den Veranstätungen es ist immer wichtig dass du wirklich verschiedenes zusammenbringst.

00:29:02: Du brauchst gute Themen Vielleicht auch nicht nur eins.

00:29:05: Gute Speaker, die sollen auch nicht zu lange reden lieber abwechslungsreich mehrere dann eine gute Location vielleicht eine Führung gutes Essen natürlich und wenn alles das zusammenkommt dann wird das auch ne gute Veranstaltung.

00:29:19: also dann kommt

00:29:20: die Leute.

00:29:20: Das deckt hier mit den Mitgliedsbeiträgen ab oder muss da nochmal extra bezahlt

00:29:23: werden?

00:29:24: Wir haben dann immer noch Übersponsoringeinnahmen, weil der Mitgliedsbeitrag ist halt auch für alle Mitglieder gleich.

00:29:30: Und wir haben ja auch kleinere und größere Firmen.

00:29:32: aber dann sagen wir mal...

00:29:33: Ist er offiziell?

00:29:34: Ja, da

00:29:34: sind sie monatfünfzig Euro

00:29:36: im Jahr.

00:29:37: Okay, könnte oben Monat sein können!

00:29:40: Aber der ist eben für alle gleich.

00:29:41: und da sagen wir man das ist wie so ein Sockelbetrag den bezahlt ihm jeder und dann die Kurserin, die sich es eben doch leisten können.

00:29:47: Können ja dann Sponsor.

00:29:48: Und da kann aber auch jeder nach seiner Fassung... Also wenn jemand sagt mir ist das wichtig den wissenschaftlichen Nachwuchs zu unterstützen, dann sponsert er vielleicht lieber den Tag der industriellen Wissenschaften.

00:29:57: Der Nächste sagt ne so ein großes gesellschaftliches Event wie die Gala ist eben wichtig.

00:30:01: Dann kann er im Dott sich mitteiligen!

00:30:03: Okay, dann erzähl mir mal wie dieser.

00:30:06: Also ich habe gelesen, aber ich hatte auch gedacht, dass du in der TU Chemnitz bist.

00:30:10: Deshalb ist es vielleicht besser wenn du alles richtig stellst das der Industrieverein Sachsen-Achzenhundert?

00:30:18: Achtundzwanzig.

00:30:19: Dafür zuständig ist das erstmal die Eisenbahn nach Chemnits.

00:30:22: Das war der Ursprung, dass er gegründet

00:30:24: wurde.

00:30:24: Naja unter anderem also ganz... Es stimmt ja, aber geht noch ein bisschen drüber hinaus.

00:30:29: Also Achtzehnundachtenzwanzigt eben gekundet im Chemnids für das Königreich Sachsen und mit dem Ziel Einmal Eisenbahnanschluss, dann aber eben auch generell diese ganze Transformation.

00:30:39: Also eigentlich standen die Unternehmen auch von der Transformation, denn es ging ja gerade in die Industrialisierung über und von Kenntnis ging ja die Industrialisierung eigentlich aus.

00:30:48: also siebzeintenneinzig erste lia bernardsche spinnerei

00:30:51: usw.,

00:30:51: dann wurde das Ganze entstanden an die Fabriken und so und da musste man sich eben auch austauschen um.

00:30:59: Also man braucht eigentlich auch ein starkes Netzwerb, um eben so diese Herausforderungen annehmen zu können oder die bewältigen zu können.

00:31:07: Und dann war auch noch das Thema Fachkräfte also gut da sein

00:31:12: zu können

00:31:13: und da hatte der Industrieverein damals angeregt, die königliche Gewerbeschule zu gründen.

00:31:18: Das war der Vorläufer der TU Chemnitz.

00:31:20: Ach, fachrückende!

00:31:21: Wie wurde er dann, ich glaube, in den letzten sechsunddreißig

00:31:27: gekündet haben?

00:31:28: Ja, aber hat dir der stetig?

00:31:30: Gab's den die ganze Zeit oder wurde er neu gegründet dann.

00:31:34: Ja also ich meine... Ich sage jetzt oft dass wir eigentlich also achtzehn, achtundzwanzig gekündigt und an zwei tausend achtund zwanzig haben wir ja unser zweihundertjähriges Jubiläum und wir sind damit wahrscheinlich der älteste Industrieverein den es noch gibt in Deutschland und darauf sind wir auch ganz stolz und das betone ich auch immer ohne dass wir jetzt als verstaubt- oder rückwärtsgewand drüber kommen wollen.

00:31:54: Wir sind schon innovativ und modern Aber natürlich gab es eine Lücke dazwischen.

00:31:58: Und der Industrieverein, wie er heute existiert wurde, wurde zwo-tausend neu gekündet.

00:32:03: Okay.

00:32:04: Genau und da muss man noch dazu sagen... Es gab... ...Ninzeintneunzig wurde schon der sogenannte Industrieclub Sachsen gekundet.

00:32:11: Der hatte seinen Sitz in Dresden.

00:32:13: Also Industrieclubs gibt's mehrere in Deutschland.

00:32:16: Und da waren auch viele Industrieunternehmen aus dem Chemnitzeraum bis ins Vogtland, waren eben ein Dresden im Industrieclub und ja die Chemnitzer.

00:32:26: es gab dann schon eine Sektion Chemnits innerhalb von diesem Industrie-Club und dann hatte man auch gefragt einen Vorschein also man wollte sich da auch mehr einbringen und mehr gehören weil wir also die Chemnisse waren das waren die Unternehmen sagen wir mal, aus dem Dresdner Raum waren eben auch viele kleinere und vielleicht auch Finanzdienstleister und Rechtsanwälte dabei.

00:32:45: Aber man konnte sich dann irgendwie nicht so richtig einigen.

00:32:47: und dann hat man noch einmal in die Geschichte geschaut und damals hat der Professor Neugebauer und dann gab es noch einen Rechtsanwalter Herr Pösel.

00:32:57: Die haben den Industrieverein von eighteen achtundzwanzig wieder entdeckt.

00:33:02: Und dann hat man gesagt, dann lass uns doch diese Tradition wieder aufleben.

00:33:06: Und deswegen heißt der Industrieverein den wirklich Industrie-Verein Sachsen, und dann haben sich die Mitglieder, die alle aus der Chemnitzer Region kamen, aus dem Industrieklug dort rausgelöst... ...und ist aber alles freundschaftlich abgelaufen.

00:33:19: Aber das habe ich mich wirklich gefragt warum der Industriverein Sachsens in Chemnitz sitzt?

00:33:29: Weil er hier gegründet wurde!

00:33:31: Ist es jetzt auch noch ein Schwerpunkt Chemnitz?

00:33:36: Man muss schon ganz klar sagen, der Hauptteil unserer Mitglieder ist schon im Großraum Chemniz verortet.

00:33:43: Also bis ins Vogtland und bis nach Freiberg so die Zwickau, diese Regionen.

00:33:48: aber wir haben schon auch Mitglieder in Leipzig.

00:33:50: also dort sind wir jetzt auch immer aktiver geworden und sind auch mittlerweile ganz gut vernetzt dort.

00:33:55: und wie gesagt die Universitäten die Sächsischen sind alle mit dabei Also auch die TU Dresden beispielsweise und die Universität Leipzig.

00:34:03: Und dann auch die HTW Dresen, die Hochschule

00:34:07: und

00:34:07: Mitweiter und Zwickau also auf alles was so diese wissenschaftlichen Einrichtungen und Forschungseinrichtungen da sind wir wirklich ziemlich gut schon Sachsenweit aufgestellt und bei den Unternehmen ja da ist es schon Schwerpunkt Großraum Chemnitz aber wie gesagt mittlerweile auch Leipzig verstärkt.

00:34:24: Also, kannst du das sagen?

00:34:26: Wie viele Mitarbeiter durch diesen Industrievereinen – ich weiß gar nicht, wie man es nennt.

00:34:30: Durch die Firmen repräsentiert wird?

00:34:32: Ja

00:34:32: also es gibt so Zahlen, also fünfzigtausend Mitarbeiter stehen da dahinterhin, hundertreißig Unternehmen und fünfzehn Milliarden Euro Jahresumsatz.

00:34:41: Das

00:34:42: heißt?

00:34:43: Es sind hundert dreißig Mitglieder und Mitglied ist eben immer das Unternehmen oder die Institutionen.

00:34:49: Das heisst, sonst würde auch ein Ministerpräsident wahrscheinlich nicht kommen.

00:34:52: Das hat schon Einfluss!

00:34:54: Deine Arme.

00:34:55: Das heißt, du hast ja schon dann doch irgendwie eine sehr politische Funktion.

00:35:00: oder kannst du... Also das würde mich jetzt mal interessieren wie du Netzwerkarbeit für dich also man würde dich als professionelle Netzwerkerin bezeichnen.

00:35:08: würdest du das annehmen?

00:35:10: Ja ist da mein Job im Endeffekt?

00:35:12: Was würdest Du sagen was deine Hauptfähigkeiten sind die man können muss?

00:35:17: Naja, das ist ja ganz breit gefächert.

00:35:19: Also einerseits geht es schon um die inhaltliche Arbeit.

00:35:22: Einerseits musst du in der Lage sein... gute Veranstaltungen zu machen, weil das ist schon mal das Herzstück.

00:35:27: Da geht es darum die Mitglieder ja zu vernetzen.

00:35:29: Das machst du über die Veranstaltung und das Get-together was dann alles mit dazu gehört.

00:35:33: Dann geht's aber eben auch darum Projekte zu entwickeln.

00:35:36: also wir sind in den letzten Jahren ganz stark im Bereich Fachkräftesicherung unterwegs gewesen.

00:35:41: Wir haben viele, viele Projekten entwickelt und zum Teil hierher geholt.

00:35:46: Also eines meiner Lieblingsprojekte ist eben das Festival Megasunited weiß ich nicht auch noch das kennste.

00:35:51: Natürlich

00:35:52: kenne ichs als Sportmacher der Natürlich Melka.

00:35:58: Also da war Laus Fassmann eben auch mit der Vorreiter, den kenne ich ja jetzt schon sehr lange.

00:36:03: Laus hatte damals ziemlich gesagt es gibt hier die Make-up her in Hannover und das haben wir uns angeschaut und das ist super und wollen mir das nie nach Sachsen holen.

00:36:10: Und dann haben wir das gemacht und alles immer unter der Maßgabe Wir wollen junge Menschen aber auch ältere für Technik und für Kreativität begeistern, also am Ende eben auch diese Mind-Bildung fördern.

00:36:20: Und das ist ja so eigentlich auch das Ziel von diesem Festival.

00:36:23: aber... Aber

00:36:23: hast du selber eine Mind-Begabung?

00:36:26: Naja ich hatte zumindest Mathelexens Kurs auf das dann einmal nicht mehr im Heiter verfolgen!

00:36:32: Also kannst Du bist Du inzwischen so tief auch in der Materie dass Du diese Industrie so verstehst oder...?

00:36:38: Ja man hat ja nicht...

00:36:39: Bist Du eher Übersetzerin?

00:36:40: Ja,

00:36:41: Ich bin eher die Übersetzung.

00:36:42: Also ich muss glaube ich nicht bis ins Letzte das alles verstehen.

00:36:46: Das ist nicht meine Aufgabe, aber man hat natürlich jetzt viel gesehen.

00:36:49: Ich war so vielen Unternehmen in den ganzen letzten Jahren und du weißt ja dann auch was die machen.

00:36:54: Aber genauso ist es bei diesem Make-up Thema.

00:36:55: ich muss das jetzt nicht alle selber können und so.

00:36:58: Ich probiere das zwar dann auch aus wenn da wieder neue Sachen sind und so, aber ja ebenfalls dieses Fachkräftethema also der Projekte.

00:37:05: Jetzt haben wir noch die lange nach der Ausbildung beispielsweise.

00:37:07: Das macht Janko, das haben wir eben nach Chemnitz geholt immer wieder neue Projekten generieren gibt es natürlich schon auch.

00:37:15: so, was du jetzt vielleicht mit politischer Dimension meinst.

00:37:17: Wir waren damals – und da war man wirklich auch stolz drauf ein bisschen – mitbeteiligt als den Ausschreitungen im Jahr-und-Anhalt zu geben.

00:37:27: Und wir haben damals diese Initiative oder diese Kampagne Chemnitz ist weder grau noch braun mitgemacht.

00:37:32: Das hing eben oft wieder so zusammen.

00:37:34: Man kannte sich schon als kreative Chemnits und der Industrieverein hatten diese Makerfair zusammen organisiert am Anfang.

00:37:40: Da

00:37:40: wollte ich dich mal fragen, liegt das an deiner Person?

00:37:43: Dass du diese Welten miteinander verbindest?

00:37:46: oder würdest du sagen, die Industrie versteht das auch?

00:37:49: Also versteht Kultur.

00:37:50: Also theoretisch könnte man ja sagen über die Jahrhunderte gedacht hat Industrie immer Kultur gefördert.

00:37:55: Ja und das muss man auch immer wieder betonen denn es war wirklich immer so und das ist jetzt noch so dass viele Unternehmer dort wirklich ein großes Interesse haben im Kultur- und auch Sport zu fördern wird auch manchmal gar nicht so gesehen und auch gar nicht wahrgenommen.

00:38:12: Und das ist auch das, was wir vielleicht am Anfang schon mal besprochen haben – dass ja auch so das Unternehmertum oder der Unternehmer auch manchmal als sowas Negatives gesehen wird und als Kapitalist.

00:38:22: in Anführungsstrichen und dann auch dieses Thema Lobbyarbeit.

00:38:24: Das sind alles Themen, die manchmal so negativ gesehen werden obwohl sie eigentlich sehr positiv sind und sehr wichtig sind.

00:38:32: Und guck mal hier, gerade im Chemnitzer Raum.

00:38:36: Ja wir vertreten die Industrie aber die Industie ist... Wir haben hier keine Großkonzerne!

00:38:40: Wir haben einen Mittelstand, einen guten soliden Mittelstand der jetzt natürlich gerade sehr zu kämpfen hat.

00:38:45: Aber das sind schon auch größere mittelständische Unternehmen.

00:38:49: Kannst du jetzt wieder nicht vergleichen mit Baden-Württemberg oder so?

00:38:52: Also von denen von der Mitarbeiter-Anhalt.

00:38:54: Aber diese Unternehmen, die leisten hier ganz viel, sind erst mal an sich präsent.

00:38:58: Dadurch gibt es Arbeitsplätze und gleichzeitig sind das aber auch die, die eben Kultur fördern.

00:39:05: Das erkennen sie schon alle ein, da brauchen die mich nicht dazu zu wissen dass es wichtig ist also genau.

00:39:10: Was ich sagen wollte wir hatten damals eben schon diese Verbindungen mit der Kulturen-Kreativwirtschaft einfach durch die Projekte, die wir da gemeinsam hatten.

00:39:17: und als es dann wirklich hart auf hart kamen und diese ... Es war ja Wahnsinn was über uns geschwappt ist plötzlich und dass wir dann auf einmal auf der Titelseite der New York Times waren.

00:39:26: Und da war mir erst mal, ich hab nicht so richtig... Unmächtig gefühlt in dem Moment.

00:39:30: Wir waren ja gerade schon in dieser Phase mit der Kulturabstand Bewerbung, das war ein Thema, das hat mich auch total umgetrieben und ich fand... Ich kannte

00:39:37: die Kulturhauptstadt als... Ja!

00:39:39: Echt?

00:39:39: Nicht leider also... Doch,

00:39:40: ich kannte das schon.

00:39:41: Ich war jetzt zwei vorhin nie bewusst zu den Kulturhauptstellen aber ich war mal im Maribohan da stand es auch noch ganz groß an einer Mauer-Kulturhauptstadt, ich weiß nicht mehr wann die waren Aber doch dieses Thema mir war das schon durchaus vertraut Und ich hatte mich von Anfang an dort interessiert und wir haben dann auch Veranstaltungen vor Abstand dazu gemacht gehabt Um auch die Wirtschaft eben bisschen dazu aktivieren.

00:39:58: und als das dann auf einmal dieses Image, wir hatten gerade so das Gefühl dass wir dieses graue Image grade ein bisschen überwinden.

00:40:06: Und dann kommt plötzlich dieses braune Image dazu.

00:40:09: Das war doch doch ... Dann hatte damals Zebra die haben ziemlich schnell eingeladen zu einer Brainstormingrunde was man da jetzt machen könnte.

00:40:19: ich war natürlich auch mit dabei und eben das kreative Chemnitz eben auch.

00:40:24: Und da haben wir an dem Mittwoch, glaub ich war das.

00:40:27: Das war ja Sonntag und dann an den Mittwochen mit zusammengesessen und haben überlegt was können wir machen?

00:40:32: Da wurden erst mal verschiedenste Ideen in den Raum geworfen und irgendwie ... Ich weiß noch der Martin Böhringer von Staff Bees war auch dabei.

00:40:42: Ich hatte gedacht mir müssen große Anzeigen schalten.

00:40:45: Das wurde aber gleich erst mal so wieder abgetan.

00:40:47: Nee, das ist nie cool genug!

00:40:49: Der Martin hat aber gesagt doch genau Das ist, der wollte das auch.

00:40:53: Und da haben wir dann wirklich gesagt ja lass uns doch irgendwie so ein Logo entwerfen oder so ein Claim.

00:40:57: und dann kam dieses Wir sind weder grau noch braun.

00:41:00: Über Nacht wurde das Logo entwickelt.

00:41:01: also Zebra hatte dann da und auch das Haus E. Und wir haben schon die Anzeige gebucht für einen Sonntag in der Frankfurter Allgemeinen Obwohl eigentlich der Anzeigungsschluss schon vorbei war.

00:41:13: Und wir hatten noch nicht mal das Geld, aber dann haben die Agenturen gesagt, wir geben jeder Zehntausend Euro hier rein und StaffBes hat auch gesagt zehntausend Euro und am nächsten Tag haben wir hier eine E-Mail verpasst.

00:41:24: Dann war das Logo schon über Nacht entwickelt worden, da hatte man noch einen Text dazu und dann haben wir das hier auf vielleicht früh um zehn verschickt.

00:41:31: Ich glaube um zwölf hatten wir ja schon so viel Geld.

00:41:34: Da konnten wir schon die erste Anzeige bezahlen.

00:41:35: Was kostet

00:41:36: wo so ne Anzeigen?

00:41:37: Ja, so fünfzigtausend Euro.

00:41:39: Was?

00:41:39: Und da auch zum Jahr zwei tausend Achtzehn?

00:41:42: Da!

00:41:43: Was haben die denn für eine Auflage?

00:41:44: Das ist ja Wahnsinn.

00:41:46: Aber okay...

00:41:47: Aber wir haben dann noch weitere dazu gewonnen.

00:41:49: also auch die Freie Presse, die haben uns aber alle superpreise gemacht und so waren dann noch in der Süddeutschen glaube ich Ja, also wir hatten dann mehrere solche Anzängen und haben die ganzen Unterstützer unten auch mit aufgeführt.

00:42:02: Und das war so eine Aktion.

00:42:05: Dadurch haben wir erst mal eine Aufmerksamkeit bekommen, wodurch wir ganz viele Presseanfragen bekommen haben.

00:42:10: Das war ja schon ein gutes Resultat ... Also das war Wahnsinn!

00:42:14: Die weiteste Presse-Anfall kam aus Brasilien, La Folia, das Blatt.

00:42:18: Die haben einen Regionalbüro in Anfungsschringen in Paris.

00:42:21: Der kam hierher und hat mich auf Spanisch mitgegeben.

00:42:27: Ja, da hat er dann zwei Artikel gemacht und ich muss aber sagen die Presseberichterstattung war so umso weiter weg.

00:42:33: Die Presse war.

00:42:34: umso objektiver haben sie berichtet und umso näher die hier dran waren, umso mehr haben wir uns auch versucht Sachen in den Mund zu legen und haben dann manchmal auch was nicht gebracht wenn es nie reingepasst hat.

00:42:44: Also das hat man ja auch schon so ein Learning.

00:42:47: Okay

00:42:47: krass, du vertrittst halt diese diese fünfzehn Milliarden Euro-Humsatz, fünfzigtausend Menschen.

00:42:55: Es ist ... Du hast schon eine Verantwortung?

00:42:57: Egal was du sagst wird ja...

00:42:59: Ja gut ich bin ja jetzt eigentlich aber nicht der Repräsentant, das ist ja unser Präsident.

00:43:04: Wer übrigens wieder der Fraunhofer Institutsleiter vom IWU ist da Martin Dix!

00:43:08: Aber klar ist die Situation ein bisschen natürlich trotzdem am Ende.

00:43:11: Ich meine ich bin die dies wirklich.

00:43:13: ich bin angestellt und es ist mein Hauptjob und dann hintergegen macht er im Ehrenamt.

00:43:17: Das ist dann auch immer noch ein bisschen schwieriger.

00:43:19: Da musst

00:43:19: du jetzt seit zwanzig Jahren mit den roten Haaren ein Brandtisch schaffen.

00:43:25: Man fällt halt immer auf, war das eine bewusste Entscheidung?

00:43:30: Aber irgendwann macht es Sinn.

00:43:32: Ja, ich hatte ja früher auch schon rote Haare und dann zwischendurch Warts und dann habe ich irgendwann gesagt, nee.

00:43:37: Aber

00:43:38: ich könnte es sehen... aber wenn du jetzt auf Warts umsteigen würdest, würden alle sagen...

00:43:44: Das haben sie mir jetzt schon in der Jahreshauptversammlung mehr oder weniger untersagt!

00:43:49: Aber hast du für dich ein Zeithorizont, wo du sagst, wie lange kann man das machen?

00:43:53: Also es ist bis jetzt

00:43:54: noch

00:43:55: kein Angebot untergekommen.

00:43:56: Wo ich gesagt habe, dass würde mir besser gefallen.

00:43:59: Weil es macht mir schon Spaß!

00:44:02: Wir sind hier in Heitzsimmons.

00:44:06: Ganz ja mal falls jemand mit einem Geschäftsführer braucht...

00:44:10: Ach nee!

00:44:12: Was ich vielleicht noch hinzufügen wollte also mit der politischen Dimensionen dass wir damals agieren konnten, dass wir reagieren konnten mit diesem Sembusenbeispiel.

00:44:21: Mit dem Chemnitz ist weder grau noch ron.

00:44:22: Das ist ja genau so was wo du Sachen umsetzen kannst die absolut wichtig sind, weil du natürlich es geht ja immer darum dass du irgendwie hier dazu beiträgst das sich die Unternehmen gut entwickeln.

00:44:36: Das sehe ich so ein bisschen als meine Aufgabe oder als Aufgabe des Vereins.

00:44:39: wir wollen im Prinzip mit all unseren Projekten und alle unseren Angeboten wollen wir da zu beitragen was hier ein Klima ist oder eine Situation ist wo durch sich die Unternehmungen gut entwickeln können sei's Bereich Fachkräfte oder sei es eben auch in diesem Bereich Image, Standortattraktivität.

00:44:55: Deswegen wir kämpfen weiterhin für eine Bahnanbindung.

00:44:58: Wir sind auch ganz stark im Industriekulturbereich unterwegs.

00:45:01: Das sind alles so weiche Standortfaktoren oder zum Teil auch harte Standortfactoren die dazu beitragen sollen dass sich die Unternehmen gut entwickeln können und das macht ihm einfach Spaß zu gucken was kann man da machen?

00:45:13: Und wenn dann mal so eine extreme Situation ist, ist es ja auch unsere Aufgabe dass wir dann genau dann braucht's ja solche Vereinigung.

00:45:21: Würdest du sagen Kulturhauptstadt war ein Erfolg?

00:45:24: Ja, also ich bin totaler Fan und bin es bis heute noch.

00:45:30: Also megas united war ja dann auch Kulturabschöre-Projekt Und ich habe aber alle anderen Projekte.

00:45:34: Ich hab ganz viel mitverfolgt, ich hab wirklich auch ganz viel selber privat besucht.

00:45:40: Wir haben diese super Kooperationen mit Nova Gorica.

00:45:42: wir waren das erste Projekt was mit Novagorica quasi eine Kooperation hatte.

00:45:47: Das muss ich ganz kurz erzählen, das war ein total witzig.

00:45:50: Zwei oder drei Jahre vor Kulturhauptstadt, also zweiundzwanzig glaube ich war das Ochten Makers United und da hatten wir parallel noch ein Symposium für die ehemaligen Kulturhauptstädte gemacht.

00:46:01: Und auch für die späteren... Also das war so'n Symposium wo alle mal sich vorgestellt haben und erzählt haben wie die Kulturhauptzeit bei denen gelaufen ist oder wie sie sich das vorstellen was werden soll?

00:46:09: Und da gab's einen Frühstück in der Schmidtbank Passage und Stefan hatte mich da eingeladen Stefan Schmittke und ich bin aber irgendwie zu spät gekommen weil ich ja mit dem Fahrrad fahren musste irgendwie.

00:46:18: und dann sagt er Katrin setz dich mal zu den zwei Herren.

00:46:20: darüber hab ich mich da hingesetzt.

00:46:22: Ich wusste überhaupt nicht, wer das ist.

00:46:23: und dann haben die mich so gefragt ja und der eine vor allem wie bezieht ihr hier so die Wirtschaft mit ein?

00:46:27: Und habe ich dem von unserem Festival erzählt Milka's United?

00:46:30: Da wurden die Augen immer größer und die Ohren immer größern und er hat gesagt wo kann ich mir das mal angucken?

00:46:34: Ich sag na das läuft gerade wir können danach rüber gehen!

00:46:37: Und dann kam raus dass es der Bürgermeister von Nova Gorica war der Kliemann und der andere war der Bürgemeister von Gorica vom italienischen Stand und dann Der war hin und weg.

00:46:51: Und dann hat er zu mir gesagt, Kathrin!

00:46:52: Wir haben so was Ähnliches.

00:46:54: Wir haben das X-Center und wir machen dort auch einen Tag der technischen Kultur, also jetzt heißen die Tech Days.

00:46:58: Könnt ihr dann hier kommen mit so ein paar Makern?

00:47:00: Und wir bezahlen euch das!

00:47:01: Und da haben ja unser Kurz noch geredet... Die hatten dann auch nicht mehr viel Zeit.

00:47:04: und dann sag ich, naja, wie machen wir denn das jetzt?

00:47:07: Also mir war schon klar dass der Bürgermeister das bestimmt nicht mit mir organisieren wird sondern ich sage, ich brauche halt nur einen Ansprechpartner und sagt, schick meine E-Mail und ich schreibe dir unten.

00:47:16: Und daraus ist es jetzt, also wir waren jetzt so glaube ich schon schwatt drei oder vier Mal jetzt da, ich war aber auch zum Opening und zum Closing in Nova Gorica.

00:47:23: Und die mit der ich das dann dort organisiert habe, die Mäuzer, das ist die Direktorin vom X-Center – das ist mittlerweile eine super Freundin!

00:47:31: Also wir sind ja so privat befreundet.

00:47:33: Aber kannst du sogar sagen, dass so eine Kultur, also da hat man es ja gemerkt, dass das Projekt diese Kooperation stattfindet?

00:47:41: Gibt es... Firmen oder Industrie, also Mitglieder aus dem Verein die auf Grundlage von der Kulturhauptstadt irgendwo jetzt Geschäfte neu generiert haben?

00:47:50: Kann man das so...

00:47:52: Das ist schwierig zu sagen.

00:47:54: Weiß ich nicht.

00:47:55: Also es ist mir jetzt nicht direkt bekannt aber ich denke das haben ja auch viele gesagt dieses Image von Chemnitz hat dadurch wirklich, also das positive Image hat absolut gewonnen.

00:48:06: Die Stadt hat wirklich dazu gewonnen, also schon innerhalb von Sachsen.

00:48:09: Man muss das ja gar nicht immer nur international betrachten.

00:48:12: Schon innerhalb von Saxen haben wir einfach mal gezeigt... gegenüber Dresden und Leipzig, dass wir es eben auch können.

00:48:19: Dass Chemnitz auch cool sein kann, das hier eben faszios ist... Und ja bei uns im Verein haben wie gesagt die Mitglieder aus Leipzig und Dresd'n zum Beispiel die Leipzieger Messe ist auch Mitglied beim Industrieverein und der Messerschef war so oft hier und hat mir auch mal gesagt Das ist cool was ihr macht!

00:48:34: Ich denke schon da haben wir gewonnen Und natürlich dann auch in Deutschland weit und von mir aus dann auch international.

00:48:41: Wir brauchen dieses Image, damit die Leute herkommen, damit wir Arbeitskräfte herholen, wir brauchen Studenten für die Uni.

00:48:48: Dazu ist es du brauchst ein positives Image und das hat absolut.

00:48:52: also da hat die Kulturhauptstadt absolut darauf eingezahlt.

00:48:55: Was sind denn eigentlich für dich?

00:48:56: Die harten Zahlen, die du nach den an denen du gemessen wirst?

00:49:00: naja Ich meine, das ist ja das was ich dann am Ende als Rechenschaftsbericht auch zur Jahreshauptversammlung oder zum Mitgliederversammlungen wiedergebe.

00:49:08: Ja einerseits natürlich der Veranstaltungen die wir so machen aber da brauche ich mir keine Sorgen machen.

00:49:15: Die Projekte natürlich die Mitglieder anzahlen

00:49:20: Ist das nicht, du musst aklarieren?

00:49:22: Naja also wir wollen.

00:49:24: Das ist kein Muss.

00:49:25: aber wir wollen ja wachsen und wir haben uns auch eine Agenda Zwo-Hundert gesetzt.

00:49:29: Also ich habe da auch einen super guten und aktiven Vorstand Und ich hab' auch ein Kuratorium.

00:49:35: Da sind noch die zwei Kremien im Verein Die eben das Ganze mit pushen.

00:49:40: Wir haben uns im letzten Jahr eine Strategie erarbeitet Wie wir bis zum Jahr zwölfundzwanzig weiterentwickeln wollen wie wir eben sichtbar und spürbar werden wollen, also noch spürbärer und noch sichtbärrer.

00:49:51: Und da war natürlich auch das Thema Mitgliedergewinnung.

00:49:54: Also wir haben ein Ziel und das heißt zweihundert Mitglieder... Wie

00:49:58: viel?

00:49:59: Was sagt ihr?

00:49:59: Jetzt

00:49:59: sind wir bei hundertreißig.

00:50:01: Aber ich habe immer gesagt wenn jedes Mitglied ein neues Mitglied angeriert dann geht das eigentlich ganz schnell!

00:50:07: Ich finde es ja auch die Gebühr ist doch gar nicht so hoch.

00:50:11: Also was ist ...

00:50:12: Nee, da sind wir nicht, also gibt's schon noch Vereine, die höher sind.

00:50:16: Aber klar, auf der anderen Seite musst du eben den Mehrwert zeigen.

00:50:20: Der ist manchmal natürlich nicht gleich so messbar an Zahlen, an konkreten Zahlen.

00:50:26: weil also wir sehen uns eben wirklich ja... Wir sind ja kein Pranschenverband!

00:50:30: Wir repräsentieren jetzt nicht wie H-II beispielsweise die ganze Wasserstoffwirtschaft oder Silicon-Sexene.

00:50:37: Das sind eher so die Pranschanverbände.

00:50:39: deswegen unser Mehrwert ist wirklich wir vernetzen unsere Mitglieder.

00:50:44: Total enge Verbindung zwischen der Wissenschaft und der Industrie.

00:50:47: Wir haben alle Universitäten einigere Hochschulen, wir versuchen diese Ergebnisse aus der Wissenschaft in die Industrie zu überführen, wir haben da verschiedene Formate von Frühstücksformat über großes Abend-Format

00:50:58: usw.,

00:50:59: Transfermeetings.

00:51:00: Da wollen wir auch noch aktiver werden.

00:51:02: ich glaube das ist auch ganz wichtig jetzt im ganzen Transformationsprozess, Masterplan Südwestachsen und das Thema sicherlich größere Rolle spielen und dann aber eben auch so diese gesellschaftliche Relevanz, dass wir da wirklich uns einbringen wenn dann solche Sachen passieren.

00:51:17: Dass wir in dieser Ausschreitung oder im Kulturhauptstadt haben da wirklich sehr mitgewirkt.

00:51:24: Okay, das heißt also ich werde mich wundert dass das schwierig ist.

00:51:28: Ich glaube die zweihundert müsste da hinbekommen.

00:51:30: Ja wir sind dran und also da helfen auch alle mit.

00:51:33: Das finde ich ja halt total toll, dass sich dann nicht so ein Einzelkämpfer bin sondern dass da auch ganz viele von meinen Mitgliedern eben dabei sind.

00:51:41: Also ich würde dir sagen die größte Herausforderung nehmen jetzt der Mitglieder ist ja was macht KI?

00:51:45: Auch in der Industrie.

00:51:46: Und ich habe das Gefühl wenn Also ich habe gar keinen Plan von KI Zeug und so.

00:51:53: Und auf einmal schaff ich mit Claude ganz viele Sachen, die vorher überhaupt nicht denkbar waren dass ich die machen könnte.

00:52:00: und ich denke so das ist.

00:52:01: also wenn wenn die Zahlen stimmen, dass von der Gesamtmenge die irgendwie KI schon mal genutzt haben nur ein Prozent Heavy User sind, die es jeden Tag nutzen, dann denke ich wow Das ist ja, also wahrscheinlich sind wir jetzt in einem anderen Umfeld und wir nutzen es halt für Sprachsachen oder...

00:52:21: Ich nutze das extrem viel.

00:52:23: Ja den weißen Raum zu füllen erstmal als Grundlage und ich denke immer Boah was da auch im Industriezeug.

00:52:31: Also da habe ich irgendwie die Befürchtung dass der Deutschland gar nicht so schnell versteht was da gerade überall passiert was die Daten bedeuten, die diese ganzen Firmen haben.

00:52:43: Wie eigentlich auch so ein Netzwerk nutzen schaffen könnte weil man sich mit den Daten vielleicht... behilflich ist.

00:52:50: Also wird er viel gemacht?

00:52:52: Macht ihr viel KI-Zeug?

00:52:53: Na ja, wir hatten jetzt zum Beispiel eben auch schon... Wir machen Veranstaltungen dann eben zu dem Thema und so gerade jetzt mit der Westdex in Hochschule hat man einen Professor, der da wirklich auch mal KI und mit Industrie beleuchtet hat.

00:53:06: Ja, das wird jetzt in den nächsten Monaten und Jahren wird noch ganz, ganz viel passieren.

00:53:11: also mein merkt was ja aber auch schon an den ganzen Jobs zum Teil wegfallen oder auch so Einstiegs-Jobs, die dadurch die Proste gar nicht mehr... Also

00:53:22: wenn wir jetzt mal wirklich philosophisch werden und wir darüber nachdenken dass ja Geld eigentlich nur ein Transfer medium ist für Arbeitsleistung.

00:53:31: Weiter gedacht KI übernimmt immer mehr Aufgaben.

00:53:35: So diese Tasse der Kaffee ist ja ganz viel Arbeitsleistungen auch drin.

00:53:39: Wenn zukünftig die Arbeitsleistungs durch KI gelöst ist.

00:53:45: Dann ist ja im Endeffekt nur noch Energieleistung, wenn das Energiethema auch noch gelöst wird durch die Kernfusion dann ist alles hier kaum noch ein Wert.

00:53:56: also brauchen wir eigentlich gar kein Geld mehr.

00:54:00: Also theoretisch müssen wir langsam darüber nachdenken.

00:54:06: KI Industrie Mensch was passiert denn eigentlich mit unserer Gesellschaft wenn Arbeit nicht mehr sind, also nicht mehr dafür da ist um zu überleben.

00:54:17: Ja ja ja ja, ich sag mal so auf der anderen Seite es werden Teile ersetzt werden durch KI und das ist zum Teil auch gar nie so gar nicht schlimm denn wir haben ja sowieso einen Arbeitskräfteproblem.

00:54:30: Genau demografischer Wandel Auf

00:54:32: der anderen seite.

00:54:34: also wir vertreten ja wirklich die Industrie die wirklich produziert Das ist ja immer noch was, das wirklich existiert.

00:54:41: Also da kannst du zwar KI einsetzen und dann geht es auch viel um Automatisierungs haben wir ja schon die ganzen letzten Jahre wurde viel viel automatisiert.

00:54:50: Die KI wird dann noch mehr übernehmen.

00:54:52: aber grundsätzlich ein Produkt wird es ja trotzdem noch geben und ein Auto muss auch noch irgendwo gebaut werden egal ob es jetzt Elektromobil ist

00:55:01: oder der Ensch dabei sein muss.

00:55:04: Und wenn der Mensch nicht mehr in der Fabrik ist und nicht mehr arbeitet, er will kein Geld bekommen.

00:55:09: Wenn er kein Geld bekommt, schafft das für gesellschaftliche Probleme.

00:55:12: Das wirst du früher oder später relativ schnell als erstes ans Grundeinkommen kommen.

00:55:17: Und Leute werden nur noch arbeiten... Also darüber verhandeln gibt es das erste Mal wirklich einen Arbeitsmarkt, dass darüber entschieden wird wie viel, also hast immer noch Geld.

00:55:26: Die schlimmsten Jobs werden dann am besten bezahlt weil es ja so ein Verhandeln ist.

00:55:34: Das war aber schon jetzt bei der ganzen Automatisierung mit Robottern und so weiter.

00:55:38: Und da hat man ja oftmals gesagt, dann brauchen wir am Ende keinen Menschen mehr – das stimmt ja aber so nicht!

00:55:43: Du brauchst ja trotzdem immer noch Menschen auch die das Ganze entwickeln und die trotzdem auch dabei sind.

00:55:49: Auf der anderen Seite, wie du es gerade selber gesagt hast, die demografische Entwicklung zwingt uns dazu, dass wir etwas nutzen müssen.

00:55:57: Ich finde es ja eigentlich verrückt, ist jetzt eine These dass sozusagen der Kapitalismus in Reihenform immer so einer höheren Innovation führt.

00:56:07: Darüber könnte man diskutieren, warum das so ist?

00:56:10: Aber das Ende der KI eigentlich Kommunismus ist, weil man das Kapital abschafft.

00:56:16: Weil es nicht mehr die Wertschöpfung, Arbeitsleistung, Energie... So.

00:56:22: und da sind nur noch dann Material.

00:56:23: Und Material ist ja in den meisten Produkten.

00:56:26: ich finde es total wirklich verrückt.

00:56:28: Man sagt, es kann sein, dass wir in hundert Jahren die Leute nicht verstehen, warum wir frühmorgens um sechs aufgestanden sind.

00:56:34: Das kann durchaus sein!

00:56:36: Wieso seid ihr?

00:56:36: Ach, ihr musstet da selber ab... Ihr habt diese Tasse?

00:56:40: Genau.

00:56:42: Tut halt verrückt.

00:56:43: Ich würde ob die Zielgrade einbiegen.

00:56:47: was würdest du deinem nach dieser ganzen Geschichte deiner zwanzigjährigen ich für einen Ratschlag geben?

00:56:53: Gute Frage

00:56:55: Es wirkt jetzt nicht, dass du irgendwie gezweifelt hättest.

00:56:58: Du hast

00:56:58: ... Nee also ich muss auch gestehen Ich hab manchmal das auch so ein bisschen auf mich zukommen lassen und vieles hat sich eben dann auch manchmal durch Ein paar Zufälle und ein bisschen Glück entwickelt.

00:57:10: aber auf der anderen Seite sollte man schon immer offen sein Und viel ausprobieren viel machen weil das am ende dann doch alles zusammen.

00:57:19: Also es muss am Ende alles irgendwie zusammenpassen und kommt ja am Ende noch alles zusammen.

00:57:23: Und dann funktioniert das halt auch.

00:57:25: Würdest du es deinen Kindern genau so sagen?

00:57:28: Jo, hab ich jetzt umkratzt überlegt.

00:57:32: Naja also was ich sagen will Du musst auf der einen Seite offen sein.

00:57:35: Du musst wirklich offen sein dass du Sachen ausprobierst.

00:57:38: Es nützt nichts wenn man sich mit verschränkten Armen irgendwo hinsetzt und denkt Das kommt schon alles von alleine auf ein zu.

00:57:44: Das nicht.

00:57:44: aber auf der anderen Seite Muss man auch nicht zu verbistert sein.

00:57:49: Ich glaube, wenn man so im Tunnel ist und nur auf einen Ziel hinarbeitet dann kann das eben auch schief gehen.

00:57:55: Wenn du nur eins fokussierst, ne?

00:57:57: Wenn du ein bisschen offen bleibst, dann ergibt sich schon immer irgendwas.

00:58:00: Okay!

00:58:01: Wenn du dir den Podcast schon gehört hast, dann weißt jetzt die Frage und vielleicht hast ihr es schon vorher Gedanken gemacht also... Im Leben lernt man manchmal oder entdeckt man einen Talent was man vielleicht hätte früher mal entdecken sollen weil dann das Leben anders verlaufen würde nicht besser, anders Und man vielleicht eine ganz andere Rolle in dieser Gesellschaft gespielt hat.

00:58:19: Was glaubst du, was bei dir dieses Talent ist?

00:58:22: Ja ich habe

00:58:22: mir ja den Vollgas schon angesagt und auch schon Gedanken gemacht.

00:58:25: Also am Anfang hab' ich gedacht gibt überhaupt nichts.

00:58:28: Ist mir erst mal überhaupt nix eingefallen... Aber mir ist dann doch etwas eingefallt!

00:58:31: Das ist jetzt ein super Talent.

00:58:32: aber das habe ich irgendwie auch erst später so mitbekommen eigentlich jetzt erst so in den letzten Jahren.

00:58:37: Am Anfang war ich im Industrieverein immer eher hinter den Kulissen, da hab' ich uns auch näher auf der Bühne gestanden und so.

00:58:42: Und dann hat sich das aber immer mehr ergeben, dass ich da selber moderiert habe... ...und dann habe ich irgendwann auch festgestellt, dass mir das halt auch Spaß macht!

00:58:49: Dass ich auch gerne auf der bühne stehe und dass ich glaube ich auch da ganz gut drin bin, auch mal ein bisschen Veranstaltung zu moderieren.. ..und dann auch bis hin zur irgendwelchen Podiumsdiskussion und ähm... Bist du

00:59:01: noch aufgeregt?

00:59:02: Naja, so eine kleine Grundaufregung ist schon immer da, das ist aber glaube ich ganz gut so.

00:59:07: Aber man muss sich schon gut vorbereiten.

00:59:10: Das mache ich auch, aber es macht mir auch Spaß.

00:59:12: Also das ist jetzt nicht so dass ich da irgendwie Nächte vorher wach liege und denke oh Gott!

00:59:17: Sondern ich mach' das auch gerne.

00:59:20: Ich hab dich da auch schon... Ich habe bar Industrieverein als ihr bei der Freien Presse im Wart fand ich übrigens sehr gut.

00:59:29: Da hat so begonnen, dass die freie Presse ein bisschen nach außen gegangen ist und erklärt hat was ihr in Zukunft machen wollen.

00:59:35: Und war eine gute Veranstaltung.

00:59:37: und da auch die Industrie zu sehen, das so funktionieren eure Formate.

00:59:41: Genau!

00:59:41: Das war wirklich ne super Veranstaltung.

00:59:43: ja

00:59:43: Also da kann ich sagen... Ich bin im Gehör halt keine Industrie an, so richtig?

00:59:49: Aber es war also.. Ich kann mir als Event-Mensch vorstellen, dass das immer eine coole Kombination ist.

00:59:56: veranstaltung in Verbindung mit Maschinen zum Beispiel, es funktioniert gut.

01:00:02: Mehrwert immer.

01:00:02: Musst eben alles irgendwie so zusammenlaufen genau?

01:00:04: Ähm... Warst du schon mal bei einer Überstunde?

01:00:07: Nee!

01:00:07: Kannst du auch mal mal... Ihr würde mich auch mal interessieren was du dazu sagst weil jetzt versteh natürlich auch dass du sagst ey ich mache so viele Veranstalter und ich reg mit so vielen Menschen

01:00:16: Nee, ich gehe auch gerne zu Veranstaltungen die ich nicht selber vorbereiten muss.

01:00:20: Das ist einfach oben auch zu schauen und um mich natürlich trotzdem mit anderen zu vernetzen.

01:00:25: Also du sprechst jetzt aus?

01:00:26: Du kannst immer kommen, gib mir Bescheid!

01:00:30: Mich würde mich mal interessieren was du dazu sagst weil das ja ... Weiß nicht ob du schon viel darüber mit jemandem geredet hast... Es gibt kein Mehrwert für die Teilnehmer außer dass andere Teilnehmer da sind.

01:00:45: Und es entsteht dadurch ein total offener Raum, ist verrückt!

01:00:50: Also ich kenn's nur aus dem BVMW.

01:00:52: beim Industrieverein war das jetzt auch nicht so, dass alle auf mich zugegangen sind.

01:00:57: bei der Veranstaltung und dort ist so... weil das Einzige was du da erreichen kannst ist andere Leute kennenzulernen und in den Austausch aber ohne Jetzt ein hartes Verkaufsgespräch.

01:01:07: Das funktioniert nicht so gut, sondern Menschen treffen auf dem Lärm.

01:01:10: Die könnten auch wahrscheinlich in einem Club sich treffen, weil die gleiche Atmosphäre... Aber für Profis finde ich es mal interessant, was du dazu sagen würdest?

01:01:19: Ja!

01:01:19: Ich glaube auch dass sowas gut funktioniert Weil das bei unseren Veranstaltungen, das merkt man immer wieder.

01:01:26: Wir haben eine andere große Veranstaltung, die hatte ich noch nicht gesagt.

01:01:28: Wenn du da loskannst, kannst du natürlich auch gerne kommen.

01:01:30: Das ist der große Sommertreff der sächsischen Wirtschaft und den machen wir nicht alleine sondern mit Femers und mit RKW zusammen also drei Vereine.

01:01:37: Und wir haben irgendwann mal beschlossen, wir machen nicht mehr jeder ein eigenes Sommerfest, sondern wir machen eins zusammen für alle für ganz Sachsen, wirklich die sächsische Industrie.

01:01:45: Und da wandern wir immer durch Sachsen sind sie in großen und kleinen Städten.

01:01:48: dieses Jahr sind mal in Dresden und da ist das Konzept.

01:01:51: da gibt es am Anfang Exkursionen.

01:01:52: also je nachdem an welchem Ort wir sind organisieren wir dann im Expressionen in Unternehmen oder kulturelle Einrichtungen oder eine Bierverkostung und so was.

01:02:00: Es ist meistens noch irgendwie eine Gesprächsrunde.

01:02:03: Und da merkst du schon, bei der Gesprächssrunde hört keiner mehr hin, weil eigentlich alle sich nur noch vernetzen wollen.

01:02:09: und da kommen ungefähr vierhundert Leute hin und alle reden nur miteinander und wollen sich vernetzen und kennenlernen oder wieder treffen.

01:02:17: Deswegen ja das ist oftmals wirklich verrückt dass man gar nicht viel Inhalt braucht sondern nur die richtigen Leute zusammenbringen.

01:02:24: Und

01:02:24: jetzt auch ne These?

01:02:26: Ich glaube das was wir machen Diese Live-Veranstaltung in der kompletten digitalen Welt wird es für uns in Zukunft immer leichter, dass dieser Wert erkannt wird.

01:02:39: Weil die Menschen sich digital austauschen können aber es findet nicht die echte Begegnung statt.

01:02:44: Genau!

01:02:45: Die Menschen wollen die echten Begegenungen.

01:02:46: Ja!

01:02:46: Kehr mir im Jahr zwei Tausend Zweiundvierzig was glaubst du wie diese Stadt sich entwickelt hat?

01:02:53: Ja, soll es in der realistischen

01:02:56: Antwort sein?

01:02:56: Nein.

01:02:57: Da würde ich ja sofort als Philosophen nachfahren, woher der Realismus kommt!

01:03:02: Naja... Also ich sag mal so, ... ... es wäre schon sehr schön und erstrebenswert wenn wir eine zweikleisige... und elektrifizierte Bahnanbindung live zu

01:03:13: hätten.

01:03:14: Eigentlich, Herr Eurer, müsst ihr historisch gesehen eure Hauptaufgabe sagen?

01:03:17: Genau!

01:03:18: Und das ist eben gerade wieder in eine sehr große Ferne gerückt, das Thema also wir sind da... Wir sind weiter dran mit der Stadt Chemnitz natürlich, mit dem Oberbürgermeister

01:03:28: usw.,

01:03:29: aber es ist wirklich... Schluck, dann müssen wir noch sehr

01:03:32: Könnte man nicht Magnetschwebebahnen...

01:03:35: Ja, vielleicht müssen wir auch einfach etwas ganz neu denken und sagen.

01:03:38: Oder die Flugtaxie ruft?

01:03:43: Das wäre sowieso cool wenn wir für Chemnitz so entwickeln würden dass Chemnits eben wirklich so Modellregion wird für verschiedene Themen.

01:03:51: also ich meine bei dem Thema Wasserstoff sind wir ja da schon dabei das ist nun eines der vier nationalen Wasserstoffzentren wird.

01:03:58: Aber genau so könnte man das eben auch für das Automat, autonome Fahren entwickeln.

01:04:02: Das ist ja jetzt gerade schon alles im Gespräch.

01:04:05: Hast

01:04:05: du damals mitbekommen diese Eggsteck-Bewegung?

01:04:08: Ja!

01:04:08: Was sagst denn du dazu?

01:04:09: Ich ging...

01:04:10: Ja ich habe mich gewundert warum es dann als es eigentlich sich gerade so ein bisschen etabliert hatte das Thema und jeder da so irgendwo schon gehört hatte dass man das dann so ein bißchen Artakter gelegt hat

01:04:20: Ich war ja sozusagen die Sportmauer, haben die letzte H-Stack-Konferenz organisiert.

01:04:24: Weil ich persönlich... Also meine Mama ist Zweiundzwanzig gestorben und es war in so einem Moment hatte Krebs und war erst dann dieser Weg.

01:04:34: Und ich bin hellhörig geworden weil die Prioritivmedizinerin mir gesagt hat wir haben Glück, da ist gerade keine Saison.

01:04:41: Und ich sag was?

01:04:43: Wie?

01:04:43: Keine Saison!

01:04:44: Wir haben doch hier sind doch... Nee.

01:04:46: Der demografische Mann der sorgt dafür dass wir in bestimmten Jahresabschnitten so viele Patienten haben, dass wir nicht mehr alle bedienen können.

01:04:54: Deshalb haben sie mit ihrer Mama jetzt Glück und denkst du boah... Und hat mich so in der Zeit der Pflege gedacht ey da muss man was tun?

01:05:02: Dann kam H-Tech Mario Geisler und ich habe gesagt okay cool ist wirklich ein gutes Thema.

01:05:07: wenn die Geschichte fand ich am besten weil hier im Marketing Dinge denke und er hat irgendwann mal gesagt in Chemnitz leben wir in der Zukunft demografisch gesehen So.

01:05:20: Und ich dachte, ja also du könntest wenn du diese ganze Altersnummer raus nimmst, also H-Tech klingt einfach cooler gemeins sind wir gehen mit dem demografischen Wandel um das dann diese ganze Silver Economy und dass die so viel Geld haben fand ich den Gefallte herangehensweise.

01:05:37: aber zu sagen aus Chemnitz heraus mit der Industrie die hier da ist mit nach Theo Chemnetz die Maschinenbau denkt mit der Demografie, wie sie hier ist.

01:05:48: Mit den Sozialwissenschaften an der TU Chemnitz die sozusagen weil natürlich die Zielgruppe vor der Haustür ist sich damit beschäftigen das alles zu verbinden und zu sagen wir machen hier die Hauptstadt von H-Tech raus Hier werden so zu sagen man kann die Probleme nicht lösen.

01:06:04: Man kann nur den Umgang mit dem Demographien hier probieren was zum Ersten aus Und versuchen eine Modellregion Unter anderem auch, dann bin ich mit Sören nicht einer Meinung.

01:06:15: Kann man auch nachhören?

01:06:17: Wir haben gefeilt, dass er sagt nein, Chemnitz braucht eine junge Stadt.

01:06:22: und so habe ich gesagt ja stimmt ja auch und es ist für mich kein Widerspruch weil H-Stack bedeutet ja auch wie gehe ich in der älter werdenden Gesellschaft damit um?

01:06:31: heißt welchen Raum bekommt ihr bekommt die Jugend Wenn theoretisch auch das Wahlrecht müsste geändert werden, wenn nur noch sechzig-plus-Wähler da sind.

01:06:41: Die natürlich konservativer wählen, weil sie so funktioniert halt unsere... Wir haben beide Psychologen hier, die funktionierten halt unser Geist.

01:06:49: Dann sollte sozusagen die Familie, die zwei Kinder hat, also dann vier Stimmen bekommen.

01:06:58: Weil Politik immer in die Zukunft gerichtet ist Aber die Wähler vergangenheitsorientiert sind, das ist ein Widerspruch.

01:07:05: Beziehungsweise muss man darüber reden erst mal wie wir damit umgehen wollen.

01:07:09: und ich hätte es mir so gewünscht und ich hab's noch nicht aufgegeben... Es war dann bloß schwer, die Leute verstehen das Problem aber sie wissen nicht wo wir anfangen.

01:07:17: also es ist nicht irgendwie einen Schmuckstück zu kreieren für Sturzprofilaxe.

01:07:24: Es ist nicht zu sagen, dass jemand der jetzt in Rente gegangen ist ja noch so viel Geld hat und er kann eine schöne Reise machen.

01:07:31: Wir machen eine besonders tolle Seniorenreise oder wir nennen es dann halt anders nicht mehr Senioren-Reise sondern es geht halt darum wie wir überhaupt damit um.

01:07:41: Und ich glaube, wir sehen alle Probleme die wir mit durch den demografischen Wandel haben in dieser Stadt.

01:07:47: Es könnte von oben rauf gucken und in fünfzehn Jahren sind ganz Deutschland so Da schon immer die Vorreiterrolle spielen können und sagen, das wäre eine Dienstleistung, die gebraucht wird.

01:07:57: Das wär ein Produkt was gebrauchte.

01:07:59: Genau!

01:07:59: Und das hier zu machen, wär immer noch mein Traum weil ich glaube die Menschen, die sich so ne Dinge ausdenken können, die sind alle da und wahrscheinlich und finde Start-up Szene hier ist sogar die Bedingungen gut, weil es nicht so teuer ist ihr zu leben und es wären USP.

01:08:15: Alles andere.

01:08:16: Ja und jetzt auch nochmal vor dem Hintergrund, dass eben oft bei vielen Unternehmen Geschäftsmodelle wegfallen oder Produkte nicht mehr gebraucht werden einfach durch diesen gesamten Wandel hier.

01:08:28: Könnt man ja vielleicht noch mal angehen.

01:08:30: Ich würde

01:08:30: es wirklich total gerne... ich habe das mit Manuela Zeng dann versucht weil Mario dann Q-Happards abgebrochen keinen Geschäftsmodell gefunden haben.

01:08:42: Und es ist im ersten Schritt kein Geschäfts-Modell, das ist eine gesellschaftliche Aufgabe und ich weiß was ich dafür tun könnte... Ich finde die Geschichte immer noch ruhig zu sagen wir leben hier in der Zukunft und erst mal alle zu was und dann demografisch gesehen.

01:09:00: Die Rahmenbedingungen sind perfekt.

01:09:03: Okay, wie beginnt man es jetzt?

01:09:05: Ja, dann müsste man vielleicht wirklich auch nochmal die Forschung mit dazunehmen.

01:09:08: Dass man dort noch mal ansetzt...

01:09:11: Ich glaube das ja vieles auf Sozialwissenschaftlich gelöscht wird.

01:09:15: Gar nicht dass es so ein riesentechnisches Thema ist.

01:09:18: Nein!

01:09:19: Aber vielleicht könnte man aus der sozial- wissenschaftlichen Forschung könnten sich vielleicht dann auch Produkte ableiten für die Unternehmen wiederum interessant sind.

01:09:28: und Lass uns auf danach noch mal.

01:09:32: Wirklich?

01:09:33: Ich bin da... Also Leute, die mich näher kennen wissen das Thema und alle sagen

01:09:41: Ja ich habe das damals schon mit verfolgen mit Mario haben wir ja auch viel zusammen gemacht Und dann ist es aber immer abgeäppt.

01:09:48: also gerne bei mir.

01:09:50: dann ein thema.

01:09:52: Ich dank dir sowieso dass du hier warst Dass ich hier sein durfte dass du bei mir in podcast warst.

01:09:58: Letzte frage sind Das weiß ich gar nicht, ob du das schon gehört hast in der Folge.

01:10:03: Du darfst dir zwei Gäste noch wünschen... ...die du gerne mal hören würdest.

01:10:10: Idealerweise Frauen mehr weil ich kämpfe, ich bin ja froh aber du hast auch im ersten Schritt gesagt warum?

01:10:18: Und dann hat Claudia noch mal gesagt, doch musst du machen.

01:10:21: Die war die erste Frau, ne?

01:10:23: Na da kann ich dir eine ganz tolle Frau empfehlen, die Liane.

01:10:28: Das ist unsere Mitarbeiterin im MAKA-EV.

01:10:31: Ich glaube wir noch einen anderen Verein.

01:10:35: Genau es ist eine Holländerin, die aber hier in Sachsen lebt und die MAKAs United und das gesamte Residenzprogramm organisiert.

01:10:41: also...

01:10:42: Ja,

01:10:43: ich denke mal das wäre bestimmt sehr spannend!

01:10:47: Kannst du auch einen Mann noch nennen?

01:10:49: Ja.

01:10:49: Na dann frag doch mal den Thomas von Unwert, das ist unser großer Wasserstoff-Guru.

01:10:56: Okay, ich fand es total schön!

01:10:58: Ich hoffe... Also jetzt für mich ist es der Vorteil wenn wir uns bei Veranstaltungen sehen haben wir gemeinsam Zeit bebracht und...

01:11:06: Jetzt wisst man,

01:11:07: da haben wir einen Anlaufpunkt genau.

01:11:09: Also du kennst mich jetzt.

01:11:10: Du musst mir dann noch ein bisschen mehr von dir erzählt.

01:11:13: Du kannst auch Podcast machen.

01:11:14: Ach

01:11:14: genau, ich habe dich auch schon mal überlegt.

01:11:16: Würde ich wirklich machen Weil ich glaube, das gesprochene Wort schafft halt Vertrauen.

01:11:21: Und es ist ja genau das was wir bei den Netzwerkveranstaltungen machen, das gemeinsame Gespräch und wir stellen uns vor dass noch ein Dritter zuhört uns beiden.

01:11:29: Dass vielleicht ein bisschen mehr sind als drei aber... Ich glaube die Menschen finden das interessant und ich glaube dass die Menschen nicht die Positionen kennenlernen wollen sondern den Menschen der in dieser Position stehen.

01:11:43: Und jetzt sage ich einfach vielen, vielen Dank und bis bald.

01:11:47: Ich danke!

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