(Joerg G Fieback - Zebra Group) - Vom Fiat Uno zur Top-30-Werbegentur: Die verrückten Gründerjahre der Zebra Group
Shownotes
Vom Elektronik-Facharbeiter aus Aue zum Kopf einer der Top 30 Werbeagenturen Deutschlands: Jörg Fieback nimmt uns in dieser Folge mit auf eine rasante und tiefgründige Zeitreise. Anfang der 90er Jahre startete er gemeinsam mit seinem Schulfreund Thomas das Abenteuer Unternehmertum. Ausgestattet mit einem klapprigen Fiat Uno und dem Wissen aus nur einem einzigen Werbe-Fachbuch von David Ogilvy, bauten sie in Chemnitz eine Agentur auf. Heute, fast 35 Jahre später, ist Zebra ein kreatives Schwergewicht mit rund 120 Mitarbeitenden in Chemnitz und Dresden.
Jörg erzählt fesselnd von den wilden Anfangsjahren, den ersten großen Pitches für geliebte Ost-Marken wie Zetti, Florena und Diamant, und wie sie es schafften, sich als Underdogs aus der sächsischen Provinz gegen etablierte Agenturen durchzusetzen. Wir tauchen ein in den mystischen, schwarzen Besprechungsraum der Agentur-Villa auf dem Kaßberg, in dem die musikalische DNA des Teams auf Vinyl verewigt ist.
Doch es geht in diesem Gespräch um weit mehr als nur um Werbung: Jörg ist ein leidenschaftlicher Botschafter für den Wirtschafts- und Kreativstandort Ostdeutschland. Als Vorstandsmitglied im Gesamtverband der Kommunikationsagenturen (GWA) und Initiator des Netzwerks „Ideenplanet Ost“ kämpft er unermüdlich gegen den blinden Fleck auf der Landkarte, gegen KI-gestützte Vorurteile und für mehr Sichtbarkeit ostdeutscher Macherinnen und Macher. Er prägt dafür den Begriff des „Ostimismus“.
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00:00:03: Herzlich willkommen im C Level Podcast, dem Podcast wo ich die Business-Ebene mit dem C für Chemnitz verbinden möchte.
00:00:09: Unser heutiger Gast wurde sich am häufigsten gewünscht und er ist endlich da!
00:00:13: Jörg Fieberg, Mitgründer der Agentur Zebra.
00:00:15: Das Gespräch mit ihm dauerte insgesamt fast dreieinhalb Stunden und ich musste mich für diese Episode entscheiden das ein oder andere wegzuschneiden.
00:00:23: Jörr nimmt uns heute mit auf eine rasante Zeitreise von den Anfängen in den neunziger Jahren mit einem klapprigen Fiat Uno über die ersten großen Pitches für geliebte Ostmagen wie Zetti und Florena bis hin zu unserem heutigen Aufnahmeort in der beeindruckenden Agentur Villa.
00:00:37: Genauer gesagt in einem nüstisch-schwarzen Raum der die musikalische DNA seines Teams auf Venyl-Schallplatten verehrt.
00:00:44: Er verrät uns außerdem, warum Camus die vielleicht meist unterschätzteste Stadt Deutschlands ist.
00:00:48: Besonders stolz bin ich auf eine exklusive Enthüllung im zweiten Teil des Podcasts – dort erwähnt Jörg erstmalig etwas das vielleicht das Gesicht der Werbelandschaft in Deutschland verändern wird!
00:00:59: Ich würde mich freuen, wenn wir uns alle am der Überstunde sehen oder am zweiten Juli wieder in einer Werbeagentur-Villa bei Joy zum Sommerfest der überstunde Chemnitz.
00:01:11: Ich wünsche euch viel Spaß mit diesem inspirierenden Gespräch!
00:01:31: Wir sitzen in einem Raum.
00:01:33: Erstmal, wir sind natürlich in einer Villa.
00:01:34: Erste Frage muss man eine Villa haben als Werbeagentur?
00:01:38: Ich habe zu alle anderen auch gefragt.
00:01:40: Nein!
00:01:42: Keinesfalls.
00:01:43: es gibt in USA Agentoren die überhaupt keine Immobilien mehr anmieten wo alles virtuell läuft und sie sind sogar unter den Top-Agenturen dabei.
00:01:54: Ich habe mir das Konzept auch mal angeguckt, aber ich finde irgendwie kreative Menschen, die brauchen irgendwie auch einen Ort wo sie zusammenkommen können und wo sie möglicherweise halt so das was sie lieben im Austausch mit den Menschen, mit denen sie auch geiles Zeug produzieren dass es so ein Ort gibt.
00:02:10: Und den wollten wir halt mit dem Haus schaffen.
00:02:12: Ursprünglich sollte es gar keine Villa werden, ursprüngliche sollte es tatsächlich und das passt wiederum zum Diamnitz als Industriestadt oder Industriemetropole.
00:02:19: Wir wollen eigentlich eine Fabriketage haben wie sich das gehört für eine Agentur die in der Industrie, in der alten Industriestaht Chemnitz ja sitzt.
00:02:28: Da haben wir ganz lange gesucht.
00:02:29: ich glaube wir haben uns auch nicht einfach gemacht.
00:02:31: aber zu dem Zeitpunkt und das war so, dann war das ungefähr zwei, vierzehn bis fünfzehn da gab's nur noch zwei Arten von Objekten im Fabriken, vom Liebmotor.
00:02:41: Entweder hättest du sie nur abreißen können, weil sie schon so marode waren, dass ihr da schon beim Betreten und bei der Besichtigung hast du Sorge gehabt, dass dir das Zeug über dem Kopf zusammenbricht oder die waren so durchsaniert und du hast dann auch nicht das Optimum für den Agentur gefunden, dass du eigentlich auch nicht mehr so richtig gestalterisch eingreifen konntest wie du die Räume hast, wie du das verteilen kannst.
00:03:04: Dann haben wir den Suchradius auf Willen noch mal vergrößert und haben dann auch tatsächlich einen gesucht, in die wir innen so eingreifen konnten.
00:03:13: Das ist ein bisschen unsere Vorstellung von... Also eigentlich ging es gar nicht um Fabrikeltage.
00:03:18: Es ging eher darum dass wir eine Vision hatten große Räume zu haben, die zumiert werden durch verschiedene architektonische Kunstgriffe, dass du also kleine große und mittlere Besprechungsinsen kreieren kannst.
00:03:32: Und Inszen wo man zusammenkommen kann über Ideen herinnen kann diskutieren kann vielleicht von dem Pitch auch nochmal so richtig zusammen als Team das Finale vorbereiten.
00:03:44: Und genau, und da sind wir hier in dieser wunderschönen Villa auf der Kassbergstraße gelandet.
00:03:49: In
00:03:50: sehr besonderen Raum!
00:03:51: Ist
00:03:52: das eigentlich... wird es ein geheimer Raum?
00:03:54: Wir können lernen den nur Gäste kennen und man darf nicht darüber reden.
00:03:57: oder dürfen wir jetzt drüber
00:03:58: reden?
00:03:58: Natürlich, du dürfen drüberreden.
00:04:00: Okay dann beschreiben ich's.
00:04:01: Es ist ein schwarzer Raum dunkel.
00:04:04: Es steht einen Plackenspieler hier drin und an der Wand hängen ...
00:04:08: Ein Vintage-Plackenspiele aus den Siebzigern.
00:04:11: Das ist noch ganz alte High-Fi Technik.
00:04:13: Oh, okay.
00:04:14: Und an der Wand hängen Langspielplatten?
00:04:17: Genau!
00:04:18: Und dann einige da höre ich gar nicht mal kennen und das finde auch nicht.
00:04:21: Ich glaube, Platten sind ja wieder sehr ... also Vinyl ist seit einiger Zeit schon wieder total auf dem Bok.
00:04:28: Ja aber... Ich bin damit aufgewachsen oder zu sagen...
00:04:31: Kommen wir später wieder aufgewachen.
00:04:33: Okay.
00:04:34: Und eure Mitarbeiter Sollten sich eine Platte oder einen platten Cover?
00:04:40: Wahrscheinlich ist es beides, weil so was visuelles auch ist.
00:04:42: Es ist eure DNA, eure musikalische DNA ist hier an der Wand verewigt.
00:04:47: Genau, sowas wie eine haptische Spotify-Playliste der Agentur.
00:04:54: Also die Idee ist sucht ja irgendeine Platte aus, die die Agentur für die Agenturplatten-Sammlung quasi anschafft, eine Der scheitert schon bei dem ein oder anderen und der einen oder anderen.
00:05:05: Weil das ist auch eine schwere Aufgabe, diese eine Platte festzulegen die entweder mein Leben total umgekrempelt hat oder die mich im Arachsen werden irgendwie begleitet hat oder es kann auch die Platte die ich heute am meisten höre also da gibt's gar keine einfach eine platte die wir... Also das ist ja was sehr persönliches Die wir sozusagen in die Platten sammlung von Zebra ein.
00:05:29: rein Tatsächlich klebt auf jeder Platte so ein kleiner Sticker und das steht drauf DNA von Elkel, DNA von Katrin, DNA vom Luzi, DNA from Katina.
00:05:39: Damit weiß jeder welche Platte sozusagen gestiftet hat!
00:05:43: Eingedanklich und man kommt wunderbar darüber ins Gespräch.
00:05:47: Und ich
00:05:48: kann echt versprechen, das ist so spannend!
00:05:52: Ich habe Kollegen mit denen ich schon vor zwei Jahren nicht mehr durchs Agentur geredet hab.
00:05:58: Genau auch das kann helfen, kann ich mir gut vorstellen.
00:06:02: aber die habe ich zum Teil neu kennengelernt.
00:06:04: also von manchen Leuten habe ich gar nicht gedacht dass sie früher mit Punkrock aufgewachsen sind.
00:06:09: Also wir haben hier Punkplatten stehen.
00:06:11: Ich habe
00:06:12: es ja gesagt, würde ich jetzt hier gefragt werden?
00:06:16: Ja, der Arrote.
00:06:18: Er wurde aber gefragt wie das Publikum wäre bei mir.
00:06:21: Jetzt wird Sören Ulle sagen, äh ähnliche Skeptiker harte Zeiten.
00:06:27: Aha auch so ein Pankerheim.
00:06:30: Und ich glaube aber zum... Das ist halt dann muss man halt hören wollen.
00:06:34: ansonsten um hier diesen lauschigen Raum zu filmen wär's glaub' ich bei mir eine Cave Idiot Prayer Oder Boatman Call ist das, glaube ich, das berühmte Album.
00:06:46: Sieht auch gut aus, würde auch hierhin passen und da kann man einen schönen Arm... Boat
00:06:51: Air hat vorhin noch das Drum & Bass-Album von David Bowie erwähnt.
00:06:55: aber David Bowye haben wir ja auch schon zwei Blatt an der Wand.
00:06:59: Ich mag ja so eine Gesprächsangebote als auch Feeling B wenn ich sie jetzt wieder sehe.
00:07:05: Genau
00:07:05: was der Schöne ist.
00:07:07: also du hast ja total richtig formuliert und erkannt auch schon.
00:07:12: Das Faszinierende ist ja an dem Konzept Langspielplatte, die haben eine wunderschöne große Fläche, eine große Verpackung und die brauchen ein Cover.
00:07:23: Und dieses Cover das ist ja auch Zeitgeist, das ist Design, das is Kunst in vielen Dingen, der Typografie... Diese Visualität, die in Plattenkauers drinsteckt und wie faszinierend ist das diese ganzen Plattenkaurs nebeneinander zu sehen.
00:07:41: Und diese vielen Stile, die da auch genutzt werden – in Kombination!
00:07:46: Das ist natürlich auch das was ein Teil von der Agentur ausmacht.
00:07:50: Also auf der Podcast ich weiß dass du noch nicht so viele gehört hast, sagen wir mal so?
00:07:54: Wenn dann nur Bruchstöcke artig es beginnt so, dass sich alle Gäste frage wo bist du eigentlich geboren?
00:08:01: Und wenn du sagen möchtest, wann.
00:08:03: Und dann gehen wir von diesem Zeitpunkt aus...
00:08:06: So ein bisschen
00:08:07: die Schritte ist zu dem Tag, wo wir hier in diesem Raum sind.
00:08:10: Das ist ein Monatsweise oder wie hast du das vorgestellt?
00:08:12: Irgendwas Monatsmal.
00:08:14: Ich hab Zeit.
00:08:15: Du bist der limitierende Faktor!
00:08:17: Okay,
00:08:17: war das jetzt schon die erste Frage?
00:08:19: Genau ich würde noch mal eine Sache... Weißt du noch, warum wir uns kennengelernt haben?
00:08:24: Wo oder wie?
00:08:25: Also ich weiß es sehr genau, aber es liegt daran dass diese Liebe für Werbeagenturen habe und den Tag deshalb sehr gut erinnern kann.
00:08:33: Weißt du's noch?
00:08:33: Ich
00:08:34: glaube es zu wissen.
00:08:35: Das warte glaube ich bei dem Vortrag von Titus.
00:08:39: Kann das sein?
00:08:39: Nein.
00:08:40: Wir waren beide... Es war Leidauer Wyschen.
00:08:44: Leidauwyschen!
00:08:45: Das ist im Jahr zwei tausenddreien zwanzig.
00:08:47: Aber
00:08:47: es ist so spät, ich denke wir kennen uns schon viel länger.
00:08:49: Wirklich
00:08:49: da haben wir uns das erste Mal keine Leid.
00:08:52: Per se, also haben wir es doch bei
00:08:53: Leidauer Wischen.
00:08:54: Und es gab diesen VIP-Abend und ich hatte nur die Einladung und bin vom Henrik von Oktober fest.
00:09:07: Ich hab da gefeiert und gesagt, ich muss noch zu dieser VIP und habe zwei Mädels in Dürndl mitgenommen.
00:09:16: Das stimmt ja!
00:09:17: Die eine ist, ich sag nicht wer sie inzwischen ist weil die schon bekannter sind.
00:09:22: Und wir sind dann da zu euch gekommen und da war natürlich niemand im Dürntel.
00:09:27: Ich aber auch nicht.
00:09:29: Ich
00:09:29: fand meinen Auftritt mit ersten zwei Frauen dabei betrunken unter...
00:09:34: Oh!
00:09:34: Betrunken können Sie mich nicht verteilen?
00:09:36: Dann haben wir zusammen, die ganzen sind wieder rumgelaufen und haben so am Nüschen war diese Foto.
00:09:42: Ja ja genau.
00:09:43: Ja.
00:09:44: Und hat einen eigentlichen schönen Arm?
00:09:45: Ja,
00:09:45: das stimmt.
00:09:46: Und dann hast du gesagt ... weil ich gesagt habe, ich will es unbedingt mal sehen die Werbeagentur, dass du mich eingeladen und dann sind wir nicht mal hierher gekommen.
00:09:52: Dann haben wir mit Leiterer Wischenmehr gemacht genau.
00:09:54: Aber
00:09:55: siehst du, ich hab das trotzdem mit dem Ort verbunden.
00:09:58: Also bei diese Veranstaltung von Titus, wo
00:10:02: ich beim Vortrag
00:10:03: gehalten habe...
00:10:04: Bei Titus war ich noch nicht bei einem Vortrack.
00:10:07: Ich kenne Titus so aber... Ja,
00:10:09: ja, aber empfehlenswert!
00:10:11: Da hatte mich mal eingeladen und ich dachte, da haben wir uns kennengelernt.
00:10:14: Aber im Prinzip war ja diese VIP-Veranstaltung von Leidauer Wischen oder die Unterstützer veranstalten... Ja, VIP liegt jetzt
00:10:21: in der
00:10:22: Endung.
00:10:24: Das war auch da oben.
00:10:25: Deswegen habe ich das mit dem Ort vorgenommen.
00:10:26: Wir teilen ihr beide diese tolle Veranstaltungen, Leidauerwischen?
00:10:31: Genau!
00:10:32: Und haben dann den Laufsalon öfter mal.
00:10:34: Mein Highlight war ja schon im Podcast jetzt mit Andi Müller wo du irgendwann Stimmt, du warst der Türsteher im Fuchsbau.
00:10:43: Daher kenne ich den!
00:10:45: Genau
00:10:45: und da war es ein sehr lustiger Abend.
00:10:49: Aber
00:10:50: wo
00:10:51: ist Jörg Weber geboren?
00:10:53: Ich habe schon gehört in Auer
00:10:55: irgendwo.
00:10:56: Also gleich daneben in Schlemer.
00:10:57: also alle die aus Auge kommen fast alle sind in Schlemmer geboren.
00:11:02: Ich kenne Bad
00:11:03: Schlema.
00:11:05: Die Sportmacher wohnen quasi in Bad Schleme namentlich Begründet.
00:11:10: Ach was?
00:11:11: Ja, weil es... Es gibt einen Karsten Schmidt.
00:11:14: Den kenn ich ja auch!
00:11:15: Den kenne ich sehr gut
00:11:16: auch.
00:11:16: Den Karsten-Schmidt?
00:11:17: Den Karston-Schmitt
00:11:19: von Sportkonzepten?
00:11:20: Natürlich.
00:11:21: Okay,
00:11:21: das ist die mal fragen, da kennen wir
00:11:23: sich nicht mehr.
00:11:23: Wir reden nicht mehr so viel.
00:11:24: Ah, so?
00:11:26: Okay, nee also witzig ist er, Karsten ist mir sogar an meiner... Hatte ich die Agentur noch gar nicht, der hat erst selber mal mit einer Werbeagentur gestartet Und der stand ja auch vom Bundesberg, also dieses besagte Neubau-Gemiet aus dem ich stelle und ist glaube ich eigentlich vier, fünf Jahre alter als ich gewesen.
00:11:46: Der hat mit einem Freund damals nicht aber Agentoren Augen gehandelt.
00:11:51: Viel für Simmel gemacht?
00:11:52: Ja
00:11:52: viel für Simmel gemacht und alles abgegrast was da war ganz, ganz früh.
00:12:00: Ich bin da tatsächlich als Freelancer abends mal beauftragt worden... Glasrohentwicklung und Zeugs, weißt
00:12:07: du.
00:12:07: Supervisionär!
00:12:09: Er ist sozusagen wenn es ein Lehrmeister gab als Karsten Wischler.
00:12:11: Ach weiß?
00:12:12: Ja.
00:12:13: Da haben wir ja zumindest eine Kreuzung über eine Person wo ich auch in meiner frühen Zeit tatsächlich erste G-Versuche und eben auch die Möglichkeit bekommen habe.
00:12:28: Ein paar Aufträge für Bewertungen.
00:12:31: Jetzt ist er so ein
00:12:32: spannender Typ...
00:12:34: Genau.
00:12:34: Das ist, dass wir auf Kassen Schmidt kommen im Podcast.
00:12:37: Verrückt ja!
00:12:38: Okay aber erzähl mal...
00:12:40: Also ich bin in Auge geboren, also nicht Auge schlimmer, aber in Aue groß geworden, Brunners-Beneig.
00:12:47: Sagst du offiziell das Geburtstag?
00:12:50: Ja klar, sag mal.
00:12:51: In den Neun und Siebzig.
00:12:52: Okay, neun und siebzig, jetzt beginnt nämlich da sich so Rechne die Wichtigen der POS.
00:12:59: Ja klar Ladimir Elitsch Lenin eben auf dem Brunnersberg und ja, habt ihr... Per se, nur guter Erinnerung dran.
00:13:08: Eine richtig coole Klasse!
00:13:10: Wir haben bis noch vor kurzem Klassentreffen gemacht und es ist schön wenn Menschen die Jugend- und Kindheit gemeinsam verbracht haben sich irgendwie nie so richtig aus den Augen verlieren.
00:13:22: Wir haben auch noch einen gemeinsamen WhatsApp Chat und wir treffen uns alle drei auf jeden Fall alle fünf Jahre.
00:13:28: Echt?
00:13:28: Klassen?
00:13:29: Ja ja, Klassentreffen und das sind schöne Abende.
00:13:32: Ich finde, es ärdet einen auch sehr schön.
00:13:34: Man weiß, wo man herkommt und... Ist
00:13:36: du gerne zur Schule gegangen?
00:13:39: Also ich hatte jetzt kein so krasses Problem damit.
00:13:44: Ja eigentlich schon!
00:13:45: Ich bin immer ein neugieriger Mensch gewesen und wenn die Lehrers vermocht haben dich irgendwie auch mitzunehmen dann war ich auch dabei.
00:13:55: Geschichte Geografie also kann mich an so eine Geschichte erinnern.
00:14:00: wir hatten Geschichtslehrer, das war irgendwie so ein Kriegs-Veteran.
00:14:08: Der hat dann auch am Anfang immer ganz mutig mit dem Stoff losgelegt und irgendwann ist er trotzdem in seine Kriegsgeschichten wieder abgebogen.
00:14:17: Aber da hatten wir zum Beispiel mal einen Schüsselmoment,
00:14:20: wo ich
00:14:21: die Weltkarte von der Aufgehänge war – du kennst es ja vielleicht noch?
00:14:25: Da waren wir gerade bei Amerika und sind dort hier eingestiegen Und da hatte ich halt so eine Sehnsucht, einfach auch mal New York zu sehen, Los Angeles zu sehen und so weiter.
00:14:36: Das war wirklich ein Moment wo ich die Schule gehasst habe weil... Da ist mir mal richtig klar geworden Ich werde in meinem Leben dieses Land niemals sehen.
00:14:45: Und das hat mich in dieser Stunde so schwer müdig gemacht.
00:14:49: Das weiß ich noch.
00:14:50: Wie will der?
00:14:51: Und das war auch so einen Moment wo sich die Schule irgendwie gehaszt hab obwohl es eigentlich ja nichts mehr zur Schule zu tun hatte.
00:14:56: sondern was mit dem System?
00:14:59: Nö, also kann ich sagen.
00:15:01: Aber mit einundsebzehn?
00:15:02: Das heißt
00:15:03: Schule.
00:15:03: Darfest du EOS machen?
00:15:05: Also durfte es da abbie?
00:15:07: Äh...durfte ich!
00:15:09: Bei Nehrer ist das ja
00:15:10: so, dass
00:15:11: ich...also du brauchtest ja so einen Durchschnitt.
00:15:15: Den hab' ich glaube ich gerade so geschafft
00:15:17: und du brauchst nicht nur den Durchschnitten.
00:15:18: Musste es auch noch nachweisen, dass du ein guter DDR-Besinn
00:15:21: bist?
00:15:21: Achso, wer war's ja auch.
00:15:24: Bin ja nie irgendwie negativ aufgefallen, ne?
00:15:27: Mit Sabotage-Arten oder sowas.
00:15:31: Nee, ich bin ja so ... Ich hab eher auf den Durchschnitt geguckt und mein Dad hat dann, weil ich total orientierungslos war wie viele junge Leute eben heute auch.
00:15:41: aber heute liegt es eher an den vielen Möglichkeiten.
00:15:45: Damals war ich eher lahmgelegt Weil ich irgendwie keine Möglichkeit gesehen habe Dinge zu tun, auf die ich Bock hätte.
00:15:51: Und meinen Dad hat mir damals ans Herz gelegt mach irgendwas mit ... mit digital, damals waren es noch Heitleiter.
00:15:59: Also heute wurde auch immer gesagt digital oder mit Social Media.
00:16:03: Damals war es die Heit-Leiter-Produktion.
00:16:06: also machen wir irgendwas Junge mit Elektronik und da hat er mir Berufsausbildung mit Abitur empfohlen... also sowas würde ich mal sagen dual.
00:16:16: Und dann habe ich meinen Abi quasi mit einer Berufsaussbildung gemacht und ich hab elektronik fache Achtung, Elektronikapeiter mit Abitor gemacht.
00:16:23: jetzt ist das raus
00:16:24: Nicht schlecht.
00:16:25: Also wenn jemand ein Computerproblem hat, dann... Bitte
00:16:28: nicht!
00:16:29: Dann war das noch vor der Wende?
00:16:31: Der Abschluss oder schon danach?
00:16:34: Warte mal jetzt muss ich genau überlegen Ich hab's Abitur fertig gemacht und wäre dann und hätte dann das Studium bekommen.
00:16:41: Das ist so der Break gewesen als die Wände kamen.
00:16:44: also ich habe das Abiturt gerade noch abgeschlossen.
00:16:47: dann kam ja irgendwie genau.
00:16:48: dann bin ich dann da bin ich Da musstest du ja irgendwie Grundwehrdienst, musst du es als nächstes machen?
00:16:53: Ich hab mich schon.
00:16:55: Ich bin nach eingezogen worden unter NVA, bin auch ausgestattet worden wie so ein NVA Soldat mit so einer Suppenschlüssel auf dem Kopf.
00:17:02: Also es waren diese achtzehn Monate wo die sich am Anfang geschliffen haben.
00:17:05: dann kam die Wende und dann bin ich quasi vom NVA-Soldaten zum Bundeswehrsoldaten migriert.
00:17:13: Und ich bin halt.
00:17:14: innerhalb eines Jahres habe ich in zwei verfeindeten Armeen gedient, ohne jemals übergelaufen zu sein oder jemalys jemand erschoss.
00:17:23: Und da bin er schon echt stolz drauf.
00:17:24: Kannst du sein?
00:17:26: Thomas Waltheim, kannst du ja auch?
00:17:28: Ja,
00:17:29: und ich war heute schon bei Stefan Schmitke.
00:17:31: Ah okay!
00:17:32: Und beide waren zur Grenzsicherung am neunten November eingeteilt.
00:17:37: Thomas Walther mit MP heißt das MP?
00:17:43: mit Gewähr am Brandenburger Tor.
00:17:44: Ach war es?
00:17:45: Richtig krasser Geschichte, die im Ziel-Level-Prozess kann man nachhören.
00:17:48: So, hi!
00:17:49: Warst du auch in November irgendwo an irgendeiner Grenze?
00:17:52: Nee nee das war dann später.
00:17:54: also das war also warte mal jetzt muss ich mal kurz nachrechnen... In der Wendezeit.
00:17:58: wir waren dann eingeteilt in Dobole Kirchheim und da war eine riesengroße Kaserne Und die hatten aber riesig viele Hallen.
00:18:06: Als die Staatssicherheit und auch irgendwelche NVH-Dienste entwaffnet worden sind, haben die ganze Züge voller Waffen reingeguckt.
00:18:18: Wir waren damals als Rekrutenkonferentdienstler abgestellt rund um die EU dieses Objekt zu bewachen.
00:18:26: Uns ist klar geworden wenn hier irgendwas schief geht... mit dieser friedlichen Revolution und in irgendeiner Form zu Waffen gekriffen wird, dann ist dieses Drobolo Kürsch ein wahrscheinlich einer der Punkte die dann angegriffen werden um eben an Waffen zu kommen.
00:18:41: Und irgendwann haben wir unsere NVA-Suppenschüsselhelme gegen Bundeswehrhelme eingetauscht und da waren mir natürlich alle scharf drauf, weil die geilen Springerstiefel west uniform.
00:18:54: Insofern kann ich mich an diese Uniform-Ausgabe Bundeswehr eher erinnern als noch NVA-Universität.
00:19:00: Ist dann noch eine Frage hundert D-Mark Begrüßungsgeld, weißt du noch was du damit gemacht hast?
00:19:05: Ich könnte es nicht genau sagen.
00:19:07: Ich kann mich sehr gut daran erinneren dass ich mit Thomas, mit dem ich die Agenimo gegründet habe, der hat einen Onkel in Westberlin gehabt und wir waren zwar auch irgendwie das erste Mal über die Grenze gefahren sind.
00:19:20: bei Hof Ja, weil jetzt war irgendwie das nächste.
00:19:23: Aber ich glaube noch am folgenden Wochenende hat Thomas und ich eine Vorgemeinschaft mit unseren damaligen Freundinnen gemacht und sind nach... Also meine damalige Freundin ist jetzt meine Frau.
00:19:34: Thomas ist ein bisschen langer gewesen.
00:19:37: Und es sind dann quasi in der Berlin geschossen und waren dann irgendwie auch gut durchgekommen.
00:19:43: Du hattest ja überall Stau.
00:19:44: Die ist mal ja dicht.
00:19:47: Und wir wollten beim Onkel aufschlagen, Samstag früh zum Frühstück quasi.
00:19:51: Waren dann irgendwie schon halb fünf da und da haben wir natürlich dort auf dem Parkplatz erst mal noch ein bisschen Nickerschen gemacht.
00:19:56: Wir sind irgendwie Mittag nachts losgefahren und mussten tralli... Nee, nee!
00:20:00: Thomas hatte damals schon was anderes.
00:20:02: Ich weiß aber gar nicht mehr, ich glaube es war ein alten Toyota-Auto sowas.
00:20:05: Ja, der Schmelch
00:20:06: hatte er deshalb wegsehende Freundinnen?
00:20:08: Ja vielleicht.
00:20:10: Aber das musst du damit Thomas klären.
00:20:11: Vielleicht lest du ihn einfach nochmal ein.
00:20:13: Vielleicht wünsche ich mir den Thomas am Ende auch.
00:20:16: Weil der Thomas erzählt dann unsere Geschichten noch mal aus einer ganz anderen Perspektive.
00:20:20: Genau, was soll ich erzählen?
00:20:21: Ach so!
00:20:21: Dann machen wir da und als erstes waren wir dann so etwa zur Frühstückzeit, haben wir dann geklingelt beim Onkel und er durfte natürlich schreien und ein großes Hallo und es war ganz herzlich und willkommen.
00:20:31: Und zur Feier des Tages hat dann der Onkel gesagt, ah weißt du
00:20:34: was?!
00:20:35: Ich habe
00:20:35: einen richtig guten Tropfen.
00:20:36: Ich habe jetzt mal eine Champagne aus dem Keller geholt und hatte ja ausgeteilt.
00:20:42: Die Katrin, meine jetzige Frau und ich wollte auch ganz schnell dabei.
00:20:46: Da hat er gesagt, da ist aber sauer!
00:20:49: Ab dem bisschen Zucker da!
00:20:51: Wir kannten ja am Osten nur diese süßen Schaumweine... können wir uns in dem Alter auch noch gar nicht so mit guten Tropfen aus, klar.
00:20:59: Ja und da haben wir einfach... also ja war es mal ein bestürzender kurzer Blick aber dann war viel Verständnis wiederum da und wir haben dann Zucker gekriegt.
00:21:07: Okay,
00:21:07: aber du weißt nicht was du mit hundert D-Markt?
00:21:08: Äh doch äh das war ja deine eigene Frage ich bin abgeschwitten sorry dafür.
00:21:13: Wir sind dann.
00:21:15: er hat uns dann glaube ich nochmal fünfzig Euro oder nochmal hundert Euro drauf eigentlich euro D-Mann drauf gegeben.
00:21:21: Er hat gesagt Fahrt auf den Kultern!
00:21:22: Und dann sehen wir Das sind wir ins KDW und sind in die Feinschmecke abteilen.
00:21:27: Und wird damals glaube ich oben, nicht immer noch?
00:21:30: Also ist
00:21:30: es immer noch oben statt die Sonne im Keller.
00:21:36: Da ist es unten drin genau.
00:21:38: Auch hier an Chemnitz.
00:21:40: Irgendwas haben wir da hochgefahren... ...und dann haben ja diese tausenden Varianten von Joghurt's in den Queregalen gesehen.
00:21:49: Ich fand allem gab´s gab es zehn, zwanzig, dreißigfache Ausführungen und da ist es mir mal kurzzeitig schlecht geworden.
00:21:56: Also weil einfach... ich war einfach überfordert.
00:21:58: Ich war überforderd von dieser Fülle, von dieser Vielfalt.
00:22:01: Ich glaube, ich hab mit denen erst hundert!
00:22:04: Den mag ich konnte gar nicht ausgeben.
00:22:05: Ich glaube, ich kann mich auch ändern.
00:22:06: Ich habe meine Lederjährige ganz irgendwie gekauft und das war es aber so eine Flickenlederjäger.
00:22:11: Es wurde zusammen geschustert, weil das war irgendwie noch bezahlbar.
00:22:15: Weil für Hundert Hetzte damals auch noch keine richtige Lederjährige gekriegt.
00:22:19: Das war irgendwie so ein Flickenlederjäger, glaube ich auch irgendwo auf einen Marktstand gekauft.
00:22:24: also... Ich bin schon, ich hab das Geld schon den Schein nicht so leichtfertig ausgegeben hat mir schon lange bei mir behalten.
00:22:32: Wir sind jetzt in einem Jahrhundert, die NVA ist vorbei.
00:22:35: Also einen großen Schritt haben wir schon gemacht.
00:22:36: Ich wollte eigentlich noch von meiner Kindergartenzeit erzählen.
00:22:39: Darfst du?
00:22:39: Nein.
00:22:40: Wir haben Zeit!
00:22:44: Was sagt man dazu?
00:22:45: Ich hatte so etwas wie ein sehr behütetes Elternhaus, eine Marm und ein Dad, der mir irgendwie auch... irgendwie vorgelebt haben, wie schön das ist.
00:22:56: Also alles sehr behütet, ne?
00:22:58: Aber das ist was im Nachgang.
00:23:00: und jetzt hab ich selber Kinder und es sind auch schon jetzt im Erwachsenen oder wo ich sehe... Das kann man gar nicht kostengenug wertschätzen, dass du in solchen Familienverhältnissen aufwächst.
00:23:13: Und vielleicht hast meine Mama viel gesagt beim Dad, der ist leider auch viel zu früh gestorben.
00:23:19: dem konnte ich das nie so richtig sagen mal als Erwachsener Mann, Junge.
00:23:23: Auf der Sturte wäre ich ein bisschen mit.
00:23:25: Bestimmt!
00:23:26: Ich glaube man spürt es ja... Du bist dir selber Vater eigentlich merkt man's ja trotzdem.
00:23:31: Erwartest du von deinen Kindern das zu hören?
00:23:34: Nö.
00:23:35: Genau.
00:23:35: Das tue ich nicht aber ich glaube ist ja trotzdem auch schön ne?
00:23:39: Also was natürlich schön wäre dass ich meinem Dad mal auch als selber als Dad bin jetzt seit über zwanzig Jahren eben auch glücklicher Vater von tollen Söhnen spiegeln kann, was das ja auch für trotzdem eine Aufgabe ist und dass er einfach immer ein good old dad gewesen ist.
00:23:59: Und aus der Perspektive, wo ich da selber auch bin... Das ist einfach das weiß
00:24:04: ich.
00:24:04: Mein Papa ist mit neunundvierzig gestorben also keines seiner Enkel hat er hier kennengelernt?
00:24:09: Ja, das
00:24:09: ist klar so Schade
00:24:13: Aber vielleicht kommen wir nochmal auf die Kindheit weil Du und Thomas seid ja nicht nur in West-Berlin unterwegs gewesen, sondern ihr seid ja dann zurück nach Chemnitz.
00:24:24: Und das ist für mich immer noch die krasse Frage.
00:24:27: Wann habt ihr diese Entscheidung getroffene Werbeagentur zu gründen?
00:24:30: Weil ihr feiert thirty-fünf Jahre jetzt!
00:24:32: Das heißt wir sind er jetzt schon genau in dieser Findungsphase.
00:24:36: Dieser eiserne Vorhang den es ja zu DDR-Zeiten gegeben hat... Da war trotzdem durchlässig wie ein Maschentradzaun.
00:24:43: Wir hatten alle Unser Westfernsehen und was mich natürlich schon immer irgendwie fasziniert hat, war irgendwie auch diese Glitzerne Welt von Werbung.
00:24:54: Die natürlich um den Achtziger Anfang der Neunzig ... Ja ja, das ganz anderes war als wie sie heute ist viel weniger authentisch, viel mehr Kunstwelten.
00:25:05: So ich denke nur an diese Lady mit dem Pralinen die es ihre Pralines auf eine tropische Insel einfliegen lässt Raffaello, die damit weiß mit einem wallenden weißen Sommerhut.
00:25:20: Total crazy!
00:25:22: Lieber trocken trinken als trockenfreien?
00:25:24: Ja genau, der Deinhardts.
00:25:27: Ein Henkeltrockener.
00:25:29: Also ich bin ja ein total wüstester Deinhart.
00:25:32: Ich bin ja so ein totales Fernsehkind und diese... Ich habe gerade leider einen tierischen Krampf in meinem...
00:25:43: Läuft's wieder?
00:25:45: Ich hast du stopp gedrückt.
00:25:47: Ich hatte die ganze Zeit das... Du hattest gesagt, ich soll anlassen... Okay wir sind da losgegangen und warst alle
00:25:51: was ich sage?
00:25:52: ja auf
00:25:52: alle Fälle weil ähm Weil ich ein paar gesundheitliche Probleme gerade hatte.
00:25:58: Nein, mir ist so!
00:26:00: Aber ich glaube mich zu erinnern dass ich dich gefragt habe wie man auf die Idee kommt.
00:26:04: also du bist jetzt kommst von der NVA.
00:26:06: Wie kommt man auf Die Idee mit Thomas eine Werbeagentur?
00:26:09: Und wollte versuchen rauszukriegen ob das damit zu tun hat Dass Du Westfernsehen geguckt hast Ob da diese Liebe entstanden ist.
00:26:17: Also auf jeden Fall hatte ich immer einen Hang zu kreativen Ausdruck.
00:26:28: Ich bin im Kindergarten aufgefallen, dass ich schon meinen konnte viel besser als andere.
00:26:36: Gut schreiben, ich habe Geschichten geschrieben.
00:26:38: Die habe ich jetzt mal alle wiedergefunden auf diesen kleinen A-Sex-Häftchen.
00:26:42: Die hab' ich gekauft, zusammengenäht hinten am Rücken und da hab', also ich wollte Autor werden'.
00:26:47: Ich hatte Fasern, ich wollte Auto werden!
00:26:48: Ich wollte Maler werden... ...ich wollte Filmemacher werden.... Ich wollte an Hallows Angels gehen, ich wollte in Kinofilmen mitspielen.
00:26:57: Also ich hatte eine große Sehnsucht nach all diesen tollen Ausdrucksformen die wir irgendwie im weitesten Sinne so als auch als Kunst bezeichnen und ohne mich jetzt als Künstler zu sehen.
00:27:10: Es war irgendwie... Hatte Spaß dran!
00:27:13: Und ich glaube, das ist so erstmal per se das gewesen.
00:27:17: Was mich auch empfänglich gemacht hat für all das was dann im West-Fansinniv mit Filmen und Mitwerbungen, mit Spots die du gesehen hast diese ganze bunte Glitzerwelt.
00:27:26: da hatten wir ja von drüber gesprochen.
00:27:28: Das fand ich schon sehr faszinierend und mit Thomas verbindet mich wirklich eine sehr lange Freundschaft.
00:27:34: also bevor wir überhaupt ein Unternehmen gegründet haben Wie habt ihr euch
00:27:37: gelernt?
00:27:37: haben wir, naja ich glaube unsere damaligen beiden Freundinnen... Also es war eher so eine Zweckbeziehung.
00:27:44: Weil unsere beiden Freunden waren damals beste Freundinnen und die mussten... Wir sind überall nur zu zweit hingegangen Und da mussten wir ja dann nicht getrunken irgendwie auch miteinander, aber das war dann am Ende auch gar nicht so schwierig.
00:27:59: So haben wir uns kennengelernt.
00:28:00: also über die Freundin und ich meine das waren noch so neunte Klasse.
00:28:04: Das heißt Thomas
00:28:05: ist auch aus Aue?
00:28:06: Der stand tatsächlich... Also seine Familie war hier in Chemnitz und in Eibenstock und er war damals bei seiner Oma sehr viel und hat dort auch Schule besucht in Ebenstock.
00:28:18: Ich glaube dann später noch mein Kennis, aber das muss er dann erzählen.
00:28:21: Das melde ich jetzt nicht so genau und Eibenstock und Aue also schon noch ein
00:28:26: bisschen ist
00:28:27: noch eine Ecke, aber wenn du irgendwie auf den Disco sagen gehen wolltest, so hätte man das damals gesagt auf die Disco zur Disco, dann musstest du Not getrunken aus einem Stock.
00:28:39: So ist es
00:28:40: in die Großstadt auch.
00:28:42: Das nächste größere war dann wahrscheinlich, wobei es gab ein Schlemer tatsächlich, das ist ja noch ein bisschen näher an einem Stock dran auf dem Weg und in einem dieser Clubs rund um Aue, Schlema, wo haben wir da?
00:28:57: Sind wir uns das erste Mal begegnet?
00:28:59: Ja mit den Freundinnen sind wir beide nicht mehr zusammen, die uns damals zusammengebracht haben Aber Thoma und ich sind bis heute noch zusammen.
00:29:09: Das ist doch schön, oder?
00:29:10: Das war eine schöne Geschichte!
00:29:11: Würdest du Ihnen dein Bestem freuen?
00:29:14: Ist das so eine Enge?
00:29:16: Wir sind schon sehr eng, sehr vertraut... Da gibt es natürlich schon wie in jeder langen Ehe auch Höhen- und Tiefen.
00:29:25: aber ich glaube das Wichtigste ist ja dass man sich vertraute Und das ist auf jeden Fall da.
00:29:31: Das ist ja auch eine Grundlage von gutem Basis, wenn du mit jemanden in der Company gründest.
00:29:38: Wir hatten halt die Gelegenheit – das ist ja oftmals nicht so bei Star-Darts -, dass du weißt, auf wen du dich einlässt und es hat sich eine echt tiefe Freundschaft entwickelt, die eine gute Grundlage war.
00:29:48: dann als die Wände kam und wo wir als Junge wilde Typen die irgendwie auch was bewegen wollen, dann alles zusammengekehrt haben.
00:29:58: Was wir irgendwie können und umfühlt ist?
00:30:00: Also wir hatten schon die Idee irgendwie ein Unternehmen zu gründen.
00:30:03: Und dann haben ja Thomas war immer... Der hatte auch so einen bisschen unternehmerischen Background mit in die Wiege gelegt bekommen weil die Familie hier in Chemnitz die hatte traditionelles Puppenhandwerks-Unternehmen.
00:30:17: Ältere Kämner zu werden, die Kramerpuppen nachkennen aber auch das will ich natürlich Thomas überlassen wenn er dann im Podcast ist hat kramer puppen hergestellt sind so so kunstfertig hergestellte sammlerpuppe wie ketekruse dass es vielleicht was weiß der andere gehört hat so sammelpuppem und die kam eben aus dem ost und Holzkorb handgemalt erst ab, also Sachen.
00:30:41: Und dieses Unternehmen hatte die Familie auch praktisch zurückbekommen ist.
00:30:47: seine Mom und Thomas war dann mit ihm im Geschäft dabei.
00:30:50: Die haben das praktisch in der Wendezeit fortgeführt, und Thomas ist auch auf die Spielzeugmesse in Handung weg gefahren, hat einen Stand betreut und so weiter... Also er war schon viel früher unternehmerisch tätischer als ich!
00:31:03: Und ich hatte damals eben mit besagten Karsten nicht mit, den wir politik kennen.
00:31:06: Erste Freelancer-Tätigkeiten... Ah, kannst du mal ein Logo hier machen?
00:31:09: Kannst du mal eine Logo da
00:31:10: machen?!
00:31:11: Und diese vier Schereien haben wir irgendwie nach durchzechten Diskunden Nächten, wo wir dann so ein bisschen wie so näher nach vorne gedacht haben.
00:31:22: Also noch im ... Ich weiß nicht, Schalade Aniva hatte der damals.
00:31:26: Das saßen wir da zu zweit noch drin und haben dann so noch ein bisschen... Papiers im Schädel, haben dann so nach vorne gedacht und da haben wir gesagt Mensch das können wir denn mit dem was wir können.
00:31:37: Das können wir dann machen.
00:31:38: Da sind wir irgendwie auf Werbagentor gekommen.
00:31:40: ich habe diesen kreativen Teil mitgebracht und so dieses...
00:31:44: Aber was hattet ihr für eine Vorstellung von Werber?
00:31:47: Ja genau!
00:31:48: Das ist ne gute Frage weil es wurde am Ende auch sehr geprägt von einem Buch von David Ogilvy.
00:31:55: das war ein Prinzip einer der Väter des Geschäftsmodells Werbeagenturen, also im heutigen Sinne.
00:32:04: Und er hat ein Buch geschrieben, das heißt Überwerbung, es ist ein Klassiker und das war so Anfang der Neunziger eines der wenigen Sachböcher wo du Werbe-Agentur aus dem inneren heraus mal erklärt bekommen hast wie funktioniert das?
00:32:22: was ist eine Kampagne wie funktioniert es mit Kunden?
00:32:25: was ist ein pitch?
00:32:26: also Sachen können dass habe ich verschlon und da hab ich schon.
00:32:30: Also mit diesem Buch habe ich sehr... sind diese ganzen Dinge zusammengekommen.
00:32:36: Diese kreative Arter, die ich hatte dieser Gestaltungswille das irgendwas auf die Beine stellen irgendwie auch unternehmerisch tätig zu werden, unernehmbarisch erfolgreich zu sein, so mit Kunden irgendwie.
00:32:49: Ich konnte auch mit Menschen gut irgendwie schon immer.
00:32:51: Das haben wir irgendwie alles zusammengeschüttelt einmal durchgeschüttet in so einer Nacht in seinem Lada-Niva und sind dann auf die Idee gekommen, dass uns auch eine Werbeagentur gründen.
00:32:59: Und ich hatte damals tatsächlich über keine Ahnung, Netzwerke, wo Menschen... Also ich hatte schon so DDR-Zeiten am Sommer für den deutschen Turn und Sportbund.
00:33:09: Und das DDSB, du sagst es?
00:33:11: Durfte ich eben auch schon mal für irgendwelche großen sportfeste... durfte ich Plakate entwerfen und sowas.
00:33:18: also Ich hatte schon irgendwie auch Anfragen der Art.
00:33:22: schon bevor ich dafür auch so richtig irgendwie mal Geld verdienen konnte habe ich das meistens dann noch Keine Ahnung, für Eintrittskotten bei einem Fußballspiel oder sowas gemacht.
00:33:33: Und das waren auch zu dir da Zeiten!
00:33:35: sehr früh, war schon sehr jung.
00:33:36: Da habe ich die Sachen schon gemacht, so Pitokramentworfen und als Unzeug.
00:33:40: Und meistens für ein sportliches Umfeld.
00:33:43: weil da gab es einen Dad von einem guten Freund von mir der beim DDSB auch funktionär gewesen ist und er brauchte immer mal was.
00:33:50: Und dann ist er ja in der Ecke gekommen und hat gesagt hier brauchen wir das, brauchen wir dass.
00:33:53: Ich hab mich irgendwie gemocht und so bin ich irgendwie eigentlich ganz zufällig aber auf der anderen Seite auch irgendwie wie vorgeprägt in das Thema Werbung, Kommunikation irgendwie so reingerutscht und habe irgendwie die Dinge, die ich selber irgendwie gerne gemacht habe.
00:34:09: Die Dinge, dass ich gelesen habe dann den Kontakt auch, denn die Freundschaft zu Thomas um irgendwas gemeinsam machen... Irgendwie alles hat sich gefügt.
00:34:17: Also ja, das ist am Ende irgendwie eine Fügung.
00:34:19: aber aus den Dingen wo ich dann aufmerksam genug war und erkannt habe was kann ich gut?
00:34:24: Was mache ich eigentlich gerne?
00:34:25: Wo will ich gerne hin?
00:34:25: Das ist eigentlich das Wichtigste was jeder kohlisch irgendwie beibringt.
00:34:28: Jetzt hab' ich ganz intuitiv gemacht.
00:34:30: also finde heraus was du gut kannst, was du gerne machst, was dich ausfüllt.
00:34:34: Ich wollte nie irgendwo ein Band sitzen Und ich wollte immer was machen, was wahrscheinlich Spaß beihörte.
00:34:42: Aber jetzt sitzt sie da im Lada Niva und ich habe so ein bisschen einen Eindruck, wie eine Werbeagentur heute funktioniert.
00:34:49: So es ist ja trotzdem sehr schweres Geschäftsmodell.
00:34:52: Es ist nicht die ganze Zeit.
00:34:54: Leute in Anklopfen sagen wir möchten unbedingt dass ihr für uns Werbung macht sondern es wäre auch schon in einer Stadt wie Berlin schwierig gewesen.
00:35:02: aber wie kommt man auf die Idee in Chemnitz?
00:35:10: dann für wen habt ihr Werbung gemacht?
00:35:12: Also wir hatten ja erst das, was ich gesagt hatte.
00:35:16: Ich hatte so aus dem Netzwerk ein paar Anfragen.
00:35:21: Das war eine Start-up und eine Pründerzeit.
00:35:25: also würde man start up sagen.
00:35:26: aber es gab viele, viele Gründer die die Gunst der Stunde genutzt haben und ihren Gestaltungswillen sozusagen rausgelassen haben und die Unternehmen gegründet haben.
00:35:36: Was brauchten sie?
00:35:37: Die Unternehmen sind die Pilze aus dem Boden geschossen.
00:35:40: Ob sie alle heute noch gibt es eine andere Frage, aber was die brauchen?
00:35:43: Es waren riesen Bedarf da plötzlich.
00:35:45: Die brauchten Logo, die brauchten Name, die brauchtten Geschäftsausstattung, die brauchten Schilder und Fahrzeugbeschriftungen.
00:35:54: So banal das Ding!
00:35:55: Das war unser Geschäftsmodell.
00:35:57: also das hat auch nichts mehr damit zu tun was wir heute als Agentur machen.
00:36:01: Kampagnen kam viel später und es ging immer erst mal um diese Grundausstattung die so ein Start-up brauchte.
00:36:09: Eigentlich waren wir so was wie ein Starlaberkentor.
00:36:14: Und das war am Anfang, also bis dahin, dass wir einen Briefbogen in Druckereien und Visitengarten drucken lassen haben.
00:36:22: Wir hatten damals einen Fiat Uno gebrauchten als Firmfahrzeug Und mit dem haben wir dann die Kartons ausgeliefert.
00:36:31: Wenn ein ganz großer Kunde dabei war, der wohl die ganze Auflage nicht in einen Fiat Uno gepasst hat, dann mussten wir halt mehr Fahrfahren.
00:36:38: Was?
00:36:39: Von Anfang an war es okay was man damit verdient habt.
00:36:41: also...
00:36:43: Wir waren eigentlich ja... Man muss jetzt dazu sagen ich habe noch sehr lange bei meiner Mom gelebt.
00:36:50: Staubel zog und wir haben einundneinzig gegründet.
00:36:52: Dann bin ich da ausgezogen.
00:36:55: Die ersten Shaps haben ja sogar schon vorher gemacht.
00:36:57: Aber
00:36:59: habt ihr einen Auge gegründet?
00:37:01: Ja, im Prinzip.
00:37:02: Wir haben die Begründungsurkunde auf Chemnitz zurück.
00:37:06: Aber der Einflussbereich wo wir Geschäft gemacht haben war am Anfang schon Generzgebirge.
00:37:13: Also das ist da schon unser erster Wirkungskreis gewesen, weil dort hatte ich Netzwerke.
00:37:17: Thomas ja auch durch einen Stock so und dann hast du einen guten Job gemacht bis sofort weiter empfohlen wurden.
00:37:24: also so ging es dann eigentlich auch los.
00:37:25: Und wenn wir mal eine Delle hatten dann weiß ich noch habe ich mich mit Thomas hingesetzt sind Telefonbuch durchgegangen und haben Kaltanrufe bei Unternehmen gemacht.
00:37:32: Wir haben uns Listen gemacht ganz folgende Karteikartensysteme wo wir auch gesagt haben hey das müssen wir verstetigen diese heute würde man sagen New Business also Neugeschäfts Und wir haben dann uns Karteikarten gemacht, dass wir in Prinzip jede Woche bestimmte Leute – also Leute oder… Wir kennen die ja nicht.
00:37:49: Also wir hatten Rufen bei Unternehmen gemacht, wo wir dann wie eine Drückerkolonne sozusagen über das Telefon unsere Leistungen verkauft haben und so haben wir einen ersten Kundenstamm gebaut der uns ….
00:38:01: Das muss man dazusagen.
00:38:02: Am Anfang musste ich jetzt noch nicht zwingend davon leben weil wir hatten noch keine Miete bezahlen müssen an meiner Morgen gelebt eben im besagten Neubauwohnungen und hatte einen gebrauchten Fiat Ohne, mit dem ich irgendwie so von A nach B gekommen bin.
00:38:18: Und wir haben bei Thomas letztendlich das Büro gehabt in seiner Fabrik.
00:38:23: also unser erstes Büro war im Prinzip des Büros von Thomas Kleinen Puppenhandwerks-Etage in seinem Einfamilienhaus in Gemnitz.
00:38:36: Denn die ersten Rechnungen, die wir geschrieben haben für unsere Projekte, die haben wir noch auf einer Schreibmaschine einen Fingersystem geschrieben sodass manchmal das Erstellen, der Rechnung länger gedauert hat als den Job abbringen.
00:38:51: Ja auch das gehört dazu.
00:38:52: also du musst einfach dann auch mal durchs Streck gehen und auch ja du musst bereit sein hin zu fallen weil es wird passieren.
00:39:01: und wir waren Man muss auch sagen, wir waren ja jung und wir waren blau eigentlich.
00:39:06: Wir sind ja nicht von der Managementschule gekommen und sind mit einem Rucksack anwissen und haben dann versucht, sondern es war alles learning by doing so.
00:39:14: Wir haben Probleme gestoßen, sind eine Warte gekommen, haben rumgefragt, haben vielleicht was auch gehabt.
00:39:22: Es gab eine große Solidarität, komische Sorte, aber eine große Unterstützung weil wir jetzt so aus der Auszeit kommen.
00:39:30: Aber es gab eine große Unterstützung zwischen Unternehmern damals, weil die alle bei Null angefangen haben und dadurch dass wir sehr jung waren, sehr jung unternehmen, haben wir auch ganz schnell bei Geschäftspartnern mit denen wir auch Druckereien oder sowas, haben ja ganz schnell so Vordergefühle ausgelöst.
00:39:49: Wahrscheinlich hast du das schon tausendmal erzählt?
00:39:51: Wann ab wann Zebra?
00:39:55: Ganz am Anfang hießen wir kreativ Das mehrere Agentur.
00:40:02: Und damals war ich wirklich überzeugt, dass das ein richtig, richtig geiler Name ist.
00:40:06: Jetzt kreativ!
00:40:08: Das ist jetzt ganz wichtig, dass man bei den jetzigen Aufnahmetechniken auch so was zu verstehen, dass noch ein K drin ist und das C mit einem Z. Das Problem war damals wir hatten natürlich nicht solche guten Audio-Übertragungssysteme an Telefonen kreativ sehr, sehr häufig nur ein Kreativ geworden.
00:40:28: Also die eigentliche Idee ist dann ganz schnell verschwunden wenn du dann Post gekriegt hast oder sowas.
00:40:33: und als wir der erste Post mit radioaktiv bekommen haben da wusste ich das ist kein guter Name.
00:40:41: So Thomas und Ich wir wollten uns klargeworden wenn wir als Agentur in Zukunft eben auch solche Dinge wie Namensentwicklung Branding Marke Wenn wir so was machen wollen Da muss es ein Name sein der eingetragen ist, also patentrechtlich geschützt ist.
00:40:58: Und da haben wir dann – ich weiß nicht schon zwei Jahre nach der Gründung haben wir gewusst, wir brauchen einen neuen Namen und dann gab es tatsächlich eine….
00:41:07: Herr Wessler, das war eine Boutique, eine Mode-Boutique.
00:41:10: die wollte auch einen Namen haben und da war Zebra mit auf der Liste und die fand das nicht gut!
00:41:16: Wir waren dann – er fand das total geil!
00:41:18: Dann hat sie sich für den anderen Namen entschieden oder haben ja gesagt, oh nehmen wir doch Zebra Ist merkfähig, ist kurz.
00:41:28: Du brauchst für Geschäftsausstattungen... ... auch keine Farbe ist.
00:41:31: Also preiswert im Briefbogen, wie wir sieben gerade so
00:41:33: drum.
00:41:34: Aber ihr habt ja eigentlich schon Geld!
00:41:36: Das war alles dann schon... Ihr hattet sozusagen die Erfahrung aus den anderen Sachen?
00:41:40: Ja
00:41:41: und dann irgendwie haben wir mit dem Patentanmalt gesprochen.
00:41:45: Der hat auch gesagt Mensch das ist gut, das kriegt man bestimmt auch gut durch.
00:41:48: Das ist kein geschreitender Name der lässt sich als Markegut schützen.
00:41:53: Dann haben wir gecheckt ob in den Bereichen Kommunikationswerbung und also du musst da so sektoren dann dafür claimen.
00:42:00: Und deswegen haben wir halt, wir wollten einen Markennamen der anmeldefähig ist.
00:42:03: Der zu normal geworden kann, der sehr schnell auch im Kopf hängen bleibt
00:42:07: und ... Sag mal nie, war es nie in Versuchung das mit C zu schreiben?
00:42:10: Nee, wegen Chemnitz.
00:42:12: Bingt Zegner-HC-Bron.
00:42:14: Hätte man damals diskutieren können, war auch nicht unser Thema.
00:42:19: Wir wollten das wirklich an dieses Tier anlehnen.
00:42:21: Ich glaube... Chemnitz als Nabe war ja noch relativ neu, weil es gab dann diese Umbenennung, diese Rückbenennungen.
00:42:29: Das war ja nach gar nicht so vertraut wie das weiter ist, ne?
00:42:34: Deshalb
00:42:35: hätte
00:42:35: ich... Ich glaube, ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen.
00:42:37: Vielleicht haben wir's auch diskutiert, kann sich nicht mehr nachvollziehen, nach fünf, drei Jahren.
00:42:41: Aber das war irgendwie nicht so ... Wir wollten Zebra mit Zelt und das hat schon irgendwie gut angefühlt und auch dieser Assoziation.
00:42:48: Ich brauchte glaub ich nicht jetzt diese Anlehnung.
00:42:50: Wir haben immer gedacht Gleibt wahrscheinlich nicht in dieser Stadt.
00:42:54: Wir werden auch... Das ist
00:42:55: jetzt ungefähr, also da
00:42:56: es ja schon damals ist, ist Chemnitz jetzt auch nicht der typische Kreativstandort gewesen für Agenturen.
00:43:03: Also wir wussten von Anfang an und zwar so die erste Adresse, die nach Albenstock.
00:43:08: schlimmer... Weißt du, wo der Zug das erste Mal gehalten hat?
00:43:13: So in der nächsten größeren Stadt.
00:43:15: Ihr habt langsam die Wählerschaft ganz... Genau
00:43:17: und da haben wir gesagt gut, wir fangen erstmal hier an weil wer es in Chemnitz schafft, dann schafft's auch woanders.
00:43:22: Haben wir uns gesagt.
00:43:23: Stimmt!
00:43:24: Und es hat noch eine weile gedauert bis es nach Dresden ging aber im Prinzip war doch was dran.
00:43:30: Aber ich hätte nämlich gefragt warum habt ihr so fest an diesem Standort Gehangen, weil es kam ja jetzt auch Zeiten.
00:43:37: Also die neunziger Nullerjahren war her und nicht die besten Zeiten in Chemnitz.
00:43:41: Auch aus einer gewissen Bodenständigkeit, das wir gesagt haben, naja, das ist groß geworden.
00:43:45: Ich hatte meine Mom hier und meine jetzige Frau mit der Rundstammer sind auch schon zusammen.
00:43:51: Sehr lange zusammen.
00:43:52: Und die kommt eben auch aus Schneeberg und das ist irgendwie eine Vorwurzelung mit der Region gewesen, Thomas auch.
00:43:59: Am Anfang hatte er ja hier noch das Familienunternehmen dieses Puppenhandel.
00:44:03: War das
00:44:04: die Marketingabteilung
00:44:06: für ihn?
00:44:08: Ja wir haben... also nein!
00:44:11: Wir haben es tatsächlich, vielleicht kann ich diesen kleinen Hekner erzählen um eine... und ich hoffe die Agenturchefs über die sich jetzt sprechen, die werden wir das irgendwann mal verzeihen.
00:44:20: Ich habe ja nie ne Agentur von innen gesehen als wir eine Agentur gekündet haben Und Thomas auch nicht.
00:44:26: Was haben wir gemacht?
00:44:27: Wir haben Kramer Puppen Diese Kunsthandwerks-Kampagne von Thomas Die haben wir genutzt Und da hab' ich Termin mit Werbeagenturen im Stuttgarter Raum gemacht So!
00:44:37: Und bin tatsächlich bei drei oder vier Agentoren eingeladen worden und wir haben natürlich irgendwie klar gebläft.
00:44:46: Wir wollen gerne für Dramapuppen eine Ausstellung, die waren ja tatsächlich auch auf der Nürnberger Spielwarnmesse.
00:44:53: Die waren ja ein, wenn du so willst im Spielwaren Bereich durchaus ein Luxusgut.
00:44:58: Ich habe glaube ich eine zweihundert Euro oder Thema gekostet, keine Ahnung?
00:45:04: Ich bin wie ein Trojanisches Pferd, wenn ich dann so da rein hab' mich als Karma-Puppen mit.
00:45:09: Und hast du immer Probleme?
00:45:11: Naja und hab' einfach... Ich habe mir angeguckt.
00:45:14: es waren natürlich nur Erstgespräche.
00:45:16: Aber meistens haben sich dann auch das war alles Innerhabe geführte Companies und meistens sind sich die Geschäftsführer dann Zeit genommen und fanden sie alle total spannend.
00:45:25: So ein Unternehmen aus dem Osten aber ich habs am Ende natürlich auch noch ein Stück weit dafür genutzt, um zu sehen wie gehen die damit um.
00:45:31: Wie läuft zum Gespräch ab?
00:45:32: Wie hören sie zu?
00:45:34: Welche Fragen stellen die?
00:45:36: Wie sieht sie irgendwann eigentlich von innen aus?
00:45:37: und ja das war hilfreich weil ich hatte ja nie die Zeit irgendwie ein Praktikum irgendwo zu machen sondern wir haben uns ja heiße über Kopf mit einer fetten Arschbombe ins Unternehmertun rein begeben.
00:45:51: Wie
00:45:51: war eigentlich die Konkurrenzsituation?
00:45:57: Es gab auch damals schon, es gab auch eine ... Wie hießen die noch?
00:46:01: ... Communications.
00:46:03: Die saßen sowohl in Chemnitz als auch das war ein Ableger oder einen ehemaliger Sprengern.
00:46:11: Ich krieg's nicht mal ganz zusammen.
00:46:12: Auf jeden Fall war das ein Werber der mit Wissen aus klassischen westdeutschen Agenturen ausgestattet war und der die Gunst der Stunde während er also nach der Wende genutzt hat um Also das vor allem Sachsen unterwegs gewesen.
00:46:32: Ich glaube in Leipzig, Dresden und Chemnitz Und er hat große Etas hier eingesammelt mit der Erfahrung die hatte ich für Freiberger Bierpilz damals gearbeitet.
00:46:41: Das war so einer der auch relativ schnell gewachsen ist, größer E-Tas hatte.
00:46:47: Und es gab viele sowie viele andere Unternehmen wie Pilze aus dem Boden geschossen sind.
00:46:52: Es gab ganz viele Agenturen, es gab so viele die auch dann wieder schnell weg waren.
00:46:57: aber alleine kennen jetzt glaube ich eine Handvoll zehn zwölf fünfzehn Agenturen.
00:47:04: und da gab's das große Heil haben viele Agentur in den Ausproduzieren von Dingen auch gesehen.
00:47:12: Thomas und ich, wir wollten eigentlich immer so eine Kreativagentur werden.
00:47:15: Die Kampagnen-Design-Idee also die sich eher auf sowas konstruieren.
00:47:21: Mich interessiert nochmal du hast ja gesagt der hat Etats eingesammelt?
00:47:27: Das ist ja das Grundprinzip der Werbeangenturen eigentlich der Großen dass es immer um den Etat von einer Firma geht wo man dann die Chance hat für einen gewissen Zeitraum die Marke zu führen.
00:47:38: Und auch das ist ja Teil dieses Posts von David Ogilvy, also so wie ich damals auch dann dieses Geschäftsmodell auch verstanden habe, dass es darum geht planbare Budgets eben auch zu betreuen über einen längeren Zeitraum Magen über den längeren zeitraum auch mitzuentwickeln nicht nur Lieferant vom werblichen Material zu sein sondern Wissen, Strategie und Brain reinzugeben um eine Marke größer zu machen erfolgreicher zum Machen am Markt und so ein Verständnis gewesen von Werbeagenturen.
00:48:08: So eine Art Werbe-Agentur wollten wir
00:48:10: sein.".
00:48:10: Aber
00:48:10: das war doch für Chemnitz?
00:48:12: War da so viel Richtig?
00:48:15: Genau, du hast den Finger absolut in der Wunde!
00:48:18: Da war für uns relativ schnell klar, dass wir mit diesem Projektgeschäft was wir hier in Chemnits hatten dass wir da nicht wachsen können.
00:48:26: Deswegen haben wir von Anfang an immer auf größere Marken geguckt, also habe ja Freitag der Pilsner die hätte ich immer sehr gerne im Portfolio gehabt hat leider nie geklappt.
00:48:35: aber wir haben schon auf den großen Biomarken geschaut Wir haben auch Florina geschaut, wir haben die Keks und süß waren Hersteller.
00:48:45: Also vor allen Dingen haben wir natürlich auch auf die marken geguckt Die im Supermarktregal kurz nach der Wende dann auch mal verschwunden sind.
00:48:52: Durch die Ostergie will er auch schnell wieder zurückgekommen sein, wie ZDW.
00:48:56: Also all diese namenhaften Ostmarken, die mal DDR-Marken gewesen sind, Röstfeindcafé – das waren immer so unsere Zielkunden.
00:49:05: Wir wollten Markenkrösser machen und am naheliegendsten war natürlich schnell umschlagende Konsumgüter weil die haben die stärkste, ich sag' Markenresonanz und Wahrnehmung gehabt von Magen, die hier aus der Region gekommen sind also aus dem ehemaligen DDR-Gebiet.
00:49:22: Die dann wenn sie es geschafft haben diese Wendezeit zu überstehen und auch dieses am Anfang sind alle rausgekehrt worden.
00:49:29: das war eine große Sehnsucht nach Westprodukten und demnach hat sich die Regale natürlich auch entsprechend gefüllt bis dann die Menschen hier verstanden haben dass diese Verbandung der eigenen Marken aus den Supermarktregalen auch was mit ihren Arbeitsplätzen macht.
00:49:47: Und dann gab es so eine Art Revival der Ostmarken, also der ehemaligende Därmagen.
00:49:53: die haben dann also wieder Regalfläsche bekommen von Supermarken und Märkten weil auch nachgefragt wurde, weil das auch diskutiert wurde.
00:50:00: Weil tatsächlich auch Unternehmen in Schieflage gekommen sind, weil die Anzeilsgebiete plötzlich weg waren.
00:50:04: Auch viel mit Ostidentität zu tun.
00:50:09: Ausdeutsches sind dann zunehmend in ihrer Identität auch betroffen gewesen, dass sie diese lieb gewonnenen Marken – ich meine viele sind mit Florena großgebotten oder eben auch mit Röstfeinkaffee.
00:50:22: Kannst du
00:50:23: mal so Name-Dropping machen für welche Marken ihr gearbeitet habt?
00:50:26: Also wenn du
00:50:27: sehr die Knusper floggen.
00:50:29: Das ist ein sehr großer Mektrosausserg!
00:50:31: großer, namhafter und ich würde sagen auch so ein Signature Case Kunde der den Namen von Zebra in der Welt von Marketingentscheidern im ausdeutschen Wirtschaftsraum auch bekanntgemacht hat.
00:50:45: Wir haben damals die Kameramades...
00:50:47: Ich glaube,
00:50:49: ja, genau.
00:50:50: Das
00:50:51: war dann sozusagen der Moment, den hätte ich mich jetzt auch erfragt.
00:50:55: das war der moment wo
00:50:56: Es gab einen Küchenmöbelhersteller in Schneeberg, DINER-Küchen.
00:51:04: Wir haben Einbauküchen produziert auch hier vor Ort zwar keine typische DDR-Marke aber die sind sehr schnell gewachsen und ich hatte ein sehr vertrauensvolles Verhältnis zu dem Gründer damals und wir haben für die alles gemacht.
00:51:18: Prospekte, Kampagnen, Post-Wurfsendungen, Radiosports.
00:51:22: Und die haben dann auch eine eigene Küchenstudio-Kette gegründet.
00:51:26: Auch das durften wir von Anfang an mitkrieieren.
00:51:29: Die Kücheneichlinge war eine Studiokette, die auch überall hin expandiert ist und das war so ein Wachstumskunde.
00:51:37: Und der, den Margit Cedric Nussroff locken.
00:51:40: Das war damals auch ein Pitch, haben wir dann gewonnen... Naja, wir haben gerade... Wir müssen das.
00:51:49: Wir brauchen solche Kunden!
00:51:50: Wir brauchen solchen Kunden die per se allein durch ihren Bekanntheitsgrad, der schon am Markt ist.
00:51:56: Das nächste große Kunde war Florina auch so ein Signature Case, der ja auch einen Meilenstein in der Agenturgeschichte gewesen ist.
00:52:03: und das Wort glaube ich ...?
00:52:06: Ich weiß nicht, ich weiß nicht.
00:52:11: Das Wort glaube diese Markenkunden aus.
00:52:15: Wir wollten für Marken arbeiten, wir wollten Marken groß machen und das hieß, wir mussten auch dahin schauen wo namhafte Marken schon unterwegs sind.
00:52:24: Aber
00:52:24: ostdeutsche Marken?
00:52:26: Das war natürlich erreichbar oder also damals teilweise auch nicht weil es hat uns trotzdem viel Erfurcht eingeflößt.
00:52:34: aber ostdeutische Marken waren natürlich Ja, erreichbar als westdeutsche Magen.
00:52:39: Wir hatten kein Netzwerk in Westdeutschland, Pippa Blubb das wäre unerreichtbar gewesen.
00:52:43: Und wird Zeti und Glorina aber immer ausgeschrieben zu einem Pitch?
00:52:47: Oder kannst du dich...
00:52:48: Die handelswofen mir erst mal.
00:52:50: Nee, du musstest natürlich, musstest du dich irgendwie auch bekannt machen bei den Leuten und musstest zu dem Zeitpunkt wenn du wusstst ja nicht wann der wann so ein Pitch oder so eine Ausschreibung stattfindet Ja, dann haben wir uns da drauf reingelassen und natürlich unser ersten Pitch.
00:53:05: Ach so was ich ganz vergessen habe ist Diamant Fahrradwerke.
00:53:09: Chemnitzer Unternehmen, Chemnitzermarke.
00:53:11: Da wollten wir auch unbedingt rein.
00:53:13: es ist mit Sicherheit auch einem einer Kaltakwiese zu verdanken gewesen, dass wir irgendwie den Fuß in die Tür gekriegt haben.
00:53:20: Am Anfang Projekte gemacht wie die Aufkleber an diesen Fahrradrahmen.
00:53:27: Wenn sie ausgeliefert worden sind du hast da den Diamandschriftzug und das durften wir uns am Design dieses Diamandsschriftzuges vergreifen als junge Agentur.
00:53:35: Und dann haben wir auch noch diese entgitterten Kleber geliefert, weil wir wiederum mit Siebdruckereien zusammengearmeldet haben.
00:53:41: Und wir haben so den Fusen die Tür gekriegt und die Einkaufsabteilung hat dann irgendwann dem Bedarf gehabt einen großen Produktkatalog zu machen.
00:53:49: Da waren glaube ich bis zwei in drei Seiten und haben das ausgeschrieben.
00:53:52: Die hatten auch einen neuen jungen Westdeutschen Marketingleiter schlappe aus der Region im Stuttgart und er hat dann wirklich Agenturen antreten lassen.
00:54:00: Wir waren glaube ist die einzige ostdeutsche Agentur.
00:54:02: Die anderen Agenturen kamen alle aus dem Westen.
00:54:04: Weil du fragst wie funktioniert ein Pitch?
00:54:06: Wir hatten keine Ahnung, wir wussten nur.
00:54:08: Du kippst deine Ideen auf eine schwarze Pappe und das unterscheidet Bitches Off von heute.
00:54:12: Heute hast du ne Keynote-Präsentation dabei.
00:54:14: Ganz selben empfehlen mit einem Powerpoint.
00:54:16: Kippt ja nicht die Idee?
00:54:18: Ja schon!
00:54:19: Aber trotzdem... Also eine gute Idee kommt ja nicht unter der Dusche.
00:54:25: Das will ich gleich mal klarstellen.
00:54:26: Nein, aber der Auftraggeber sieht doch dann die Idee, dass dann trotzdem noch... Schon,
00:54:33: aber um eine Idee Heute auch im Kremium.
00:54:37: Du hast ja in der Regel, in so einem Pitch hast du ja nicht nur einen Menschen den du überzeugen musst, sondern hast ein ganzes Kremiums bei ganz großen Pitchs wie beim AUK Bundesverband.
00:54:47: Das ist jetzt ein Vertreter aus elf Aukarn drin.
00:54:50: Das sind welche zugeschaltet?
00:54:52: Ich weiß gar nicht, ich krieg gar nicht zusammen wie viel... Also wir sind elf Aukaan und dann sind jeweils zwei Vertretern vom Bundesverban nach mehreren Vertreten.
00:54:58: Dann jemand auch noch also Juristen.
00:55:03: Die Ausschreibung ist ja in der Regel auch eine öffentliche, europaweite Ausschreibung.
00:55:07: Und da gibt es seine Vergaberecht.
00:55:10: Das wird sichergestellt durch Juristen, die dann auch den Pitch beiwohnen.
00:55:14: Aber das ist wie jetzt ne ganz andere Dimension über die wir reden, wenn wir euch das am AOK-Bundesverband festbrachen.
00:55:22: Thürich ist ein viel größerer Aufwand da und zählt.
00:55:24: nicht nur die Idee!
00:55:27: Du hast Strategie-Themen oftmals.
00:55:30: Das Strategie geht auch viel, war da viel früher los als eine kreative Idee.
00:55:35: Du hast Wettbewerber Beurteilungen oftmals im Pitches mit drin, die gehören dazu.
00:55:40: Du musst das Team vorstellen!
00:55:42: Das Kernteam, die wollen wissen heutzutage welche Qualifikationen haben die Leute, die dann später auf der Arme ist noch fließt?
00:55:48: Es war damals noch nicht so und das waren ja auch... also die Pitchs zu dir Bei denen wir damals, die sind natürlich viel mehr Hands-on gewesen und das ist ja dann auch keine öffentliche Ausschreibung gewesen.
00:55:59: ZD zum Beispiel ist ja Privatwirtschaft auf Florena und auch Diamant Fahrradwerke.
00:56:03: Die machen dann ihre A-Pitch Regeln.
00:56:05: Und da gibt es eine Aufgabe.
00:56:07: manchmal hast du ein sehr gutes Briefing, manchmal hast du einen sehr offenen Briefing und der ging's oftmals in die Idee.
00:56:16: Damals war es in der Regel Kampagne mit Plakatfunk und Anzeige.
00:56:20: Das waren so die Klassiker!
00:56:22: Aber die Grunde herangehensweise Strategie, Wettbewerberbetrachtung, Zirkruppe und USP ist ein Produkt.
00:56:32: Und dann das übersetzten kreatives Produkt.
00:56:36: Dann zählt natürlich also der Goalkeeper.
00:56:38: am Ende und es ist heute oft auch noch so, ist die kreative Idee.
00:56:43: Das schon!
00:56:44: Der Punch, der Impact von einer Idee... aber mit den Möglichkeiten, die du heute hast Und oftmals spielt ja auch bewegt bild eine Rolle.
00:56:55: Kunden sind ja heute im Pitch ist schon so sehr verwöhnt, dass die Sachen ja alle schon quasi fertig aussehen.
00:57:03: Ich habe noch angefangen bei Diamant.
00:57:05: Da haben wir Papen beklebt hab ich von uns erzählt schwarze Papen Du konntest damals auch noch nicht mit Laptop irgendwie da rein und dich irgendwo anstürzeln und dann hast du ein paar Slides gezeigt sondern du hast entweder Papen gezeigt oder du bist noch mit Folien unterwegs gewesen.
00:57:19: Die du dann... Polylux, genau sagt man im Osten.
00:57:23: Er ist ein Overreflektor!
00:57:27: Es gab noch keine Computer an denen du entwürfen machen konntest?
00:57:31: Du hast dir eine starbe Magazine gekauft und damals diesen Diamantfahrrad-Katalog.
00:57:37: um zu zeigen wie wir dieses Layout aufbauen wollen haben wir aus hundert Magazinen Zeug rausgeschnippelt und wie wirklich im Kunstunterricht das Zeug zusammengeklebt, wie so eine Collage.
00:57:51: Und wo Text steht da haben wir uns eben Copy-Texte aus in die Schriftbröse passte und die Schrifft abpasste.
00:57:57: Die haben wir ausgeschnitten miteinander kombiniert.
00:57:59: Am Ende war dieses Layout was auf dieser so eine Doppelseite von einem Fahrradkatalog war im Prinzip ein Mixtur aus, keine Ahnung, zwanzig Magazinen.
00:58:10: Aber war es hier bei der Chemnitzen Markel?
00:58:13: Oder konntest du sagen, wir kommen ja aus dem Osten?
00:58:17: Naja... Du hattest natürlich schon den Marke.
00:58:22: Du warst immer so ein bisschen ein Outseider, ne?
00:58:25: Du hättest mit der Herkunft Chemnitz halt... Warst du immer in Erklärungsnoten also Osten auch bis heute.
00:58:31: aber Chemnits ist natürlich rein für eine Werber-Agentur wirklich Provinz auch schon immer gewesen und das hat es natürlich nicht einfach gemacht.
00:58:40: Das Schöne ist dass du immer als Außenseiter angetreten bist.
00:58:43: Keiner irgendwie in dem Pitch große Erwartung von den Typen da aus Chemnitz hatte.
00:58:48: Und dass du dann richtig auftreten konntest, wenn du einen guten Job gemacht hast war natürlich der A-Halfakt umso größer und das haben wir uns aufzunutze gemacht muss ich sagen.
00:58:57: So funktioniert es immer noch?
00:58:58: Jetzt wahrscheinlich nicht mehr.
00:58:59: jetzt wissen die schon wer kommt.
00:59:01: Ja und nein also je nachdem wo du auch antrittst ne?
00:59:05: Du bist ja auch nicht in allen Branchen und in allen Regionen gleich schamasend bekannt.
00:59:10: und ich sag mal Wir schauen ja auch zunehmend auf nationale Ethas.
00:59:15: Da sind wir trotzdem wie von Außenseiter mit den Standorten Dresden und kennen jetzt gar keine Kinder mehr.
00:59:20: erzählen, wir sind top dreißig der Enhaber geführten Agenturen in Deutschland.
00:59:24: das ist schon seit einigen Jahren.
00:59:25: Das sind auch im GWA sehr aktiv mit dem Ideen Planet Osten.
00:59:30: Aber
00:59:32: du hast trotzdem immer wieder die Erklärung Ach Osten, auch Chemnitz.
00:59:37: Ich finde es deshalb so interessant weil das natürlich für die ganze Stadt her gilt.
00:59:41: also was sagt ihr dort?
00:59:45: Und ich würde sagen, ihr habt ja in irgendeiner Weise eine Strategie entwickelt wie ihr sozusagen aus dem vermeintlichen Marke einen USP machen könnt.
00:59:54: um die Zeitlinie mal durchzuziehen.
00:59:57: Du warst, ihr hattet in den Nr.
01:00:02: Ab da ging es eigentlich.
01:00:04: Dann kam kurzzeit später Florina, dann... Was hatte ich von uns?
01:00:10: Also Diamant-Fahrerwerken war glaube ich noch früher, das war der erste große Markenkunde.
01:00:14: Der allererste große Markenkunde war die Diamant Fahrradwerke.
01:00:19: Aber das habt ihr alles noch zu zweit gemacht?
01:00:22: Nein!
01:00:22: Ich glaube wir hatten so unsere erste Designerin eingestellt, eine kühle Grafikerin Und kurze Zeit drauf auch die Christiane, die ich ja mit ganz herzlich grüßen will.
01:00:39: Weil Christianes bei uns schon hat am Anfang Projektenmanagerin gemacht einen Kundenerkau und jetzt ist er quasi unser Head of People in Culture und begleitet Thomas und mich schon seit so vielen Jahren.
01:00:54: Das ist auch eine Mitarbeiterin noch bei unserem Bordel ist, die eigentlich ... Die Anfangszeiten noch ganz gut kennten.
01:01:02: Ich glaube, sie war so, aber die erste, das sie hat, war eigentlich der erste Mitarbeiterin weil es ging mit einem Praktikum erst mal los.
01:01:09: Die erste Einstellung war dann glaube ich die zweite Einstellung.
01:01:12: Wir hatten vorher diese Grafik, das war alles nebeneinander und das Schöne ist dass ja halt Hölle noch da ist strategisch wichtigen und leidenden Positionen bei uns ist.
01:01:23: Und ja, das verbindet auch so.
01:01:25: Da geht man gemeinsam durch viele Höhen und Tiefen.
01:01:29: Wir waren am Anfang ein Team von zehn Leuten, zwölf Leuten oder dreizehn Leuten.
01:01:37: Wir sind dann an eine Gläser mit Decke gestoßen auf dem Wachstum.
01:01:39: Es ist schon immer so wenn du einen Tag gewinnst...
01:01:42: muss es dann auch so ein Stück weit auf den Miebel aufstocken.
01:01:45: Das ist generell bei uns im Business, gerade wenn du auch große Etats gewinnst das kannst du ja an der Regen nicht mit dem bestehenden Staff machen.
01:01:54: Es sei denn?
01:01:55: Du hast
01:01:55: auf der anderen Seite eine Etat verloren und stoffest eigentlich einen Loch.
01:01:59: aber wenn du viel Wachstum hast und wir sind in den Anfangsjahren krass jedes Jahr eigentlich gewachsen Das war immer so ein organisches Wachstum drin.
01:02:07: Also an der End der Köpfe und an der Ende der Etal-Bolumen, das musstest du natürlich immer irgendwie auch zusammenhalten.
01:02:17: Und
01:02:18: für dich den Moment wo du sagst jetzt da war es noch mal eine ganz andere Entwicklung oder ist die ganze Zeit relativ linear?
01:02:26: Ich glaube ne, war's nicht.
01:02:28: Es gibt so.
01:02:30: Organisationsstrukturtechnisch gab's zu zwei Meilensteine an denen.
01:02:36: jetzt war so diese gläserne Decke also bis zu in der Größe von von zwölf bis fünfzehn Leuten, kannte auch jeder jeden.
01:02:44: Jeder hat auch mit jedem irgendwie zu tun gehabt und zwar auch alles extremst familiär und so ab fünfzehnt Leute wurde es dann schon so dass du dich auf Meinung von anderen verlassen musstest.
01:02:56: Du musst es doch abgeben können, konntest nicht mehr alles tun.
01:02:59: und so ein ähnlicher Meilenstein ist dann nochmal bei dreißig, fünfunddreißig Leuten gewesen wo du eigentlich eine Führungsrie gebraucht hast die Engel mit dir auch zusammenarbeitet und das sind so die beiden.
01:03:13: also wir haben das erste mal in den Führungskreis gegründet haben.
01:03:16: da hatten uns zwei Leute damals als Agentur die heute beide noch da sind also Sachsel und Christi die wir praktisch näher an uns herangeholt haben und die wir mit mehr Verantwortung auch ausgestattet haben, den auch vertraut haben.
01:03:28: Und weil wir auch abgeben mussten... ...und das hat gar nicht so zwingend nur mit Kunden- und Etats zu tun gehabt.
01:03:35: Natürlich musste parallel natürlich auch passieren, dass du also da bist!
01:03:38: Das hat immer gut funktioniert.
01:03:40: Wir sind am Neugeschäft immer ganz gut unterwegs gewesen, haben gute Arbeit gemacht, sind beide empfohlen worden und als nächstes eine andere Pitch-Einladung bekommen oder ein nächster Projekt bekommen.
01:03:48: Das hat auch immer gut funktioniert!
01:03:50: Ich glaube die größten Wachstumsschwerzen hatten wir vor allen Dingen nach innen also bis heute weil Organisationen und Menschen miteinander auf Führung... das ist so ein komplexes Thema.
01:04:00: da lernst du auch als Unternehmer oder auch als Führerskraftlernst Du niemals aus?
01:04:06: Dann irgendwann mitbekommen, vielleicht können wir da mal drauf kommen.
01:04:09: Ich rase jetzt ein bisschen.
01:04:10: Jetzt sind wir schon Ende der Nullerhusschweine.
01:04:13: Du bist immer noch bei fünfundneunzig und eineinhalb
01:04:15: Jahrzeitspielen.
01:04:16: Ihr wird jetzt in die Nullergahre gehen.
01:04:18: Sonst müssen
01:04:18: wir einen zweiten Teil machen.
01:04:21: Irgendwann ist mir dieser Kaufdrehsten ... ich glaube ihr habt ne Agentur
01:04:26: gekauft?
01:04:26: Genau!
01:04:27: Das waren jetzt doch größere Schritte.
01:04:28: Ja, das ist ein Stück weit aus dieser Digitalisierungs-Epoche in den Ende der Jahrzehnte.
01:04:40: Also zu acht, zu neun ging es eben los mit Websites.
01:04:46: Das waren so Themen die konnten wir am Anfang gar nicht bedienen.
01:04:49: Da hatten wir mit mehreren digitalen Agenturen, hier sind sie damals, da hatten wir uns ein paar Agenturen angeguckt und da gab's die Mindbox, eine junge Agentur aus Dresden.
01:05:00: Die uns überzeugt hatten.
01:05:01: mit denen haben wir dann die Webprojekte mit unseren Kunden umgesetzt.
01:05:07: Beispiel für Bautzner Senf und Debelei und so können wir die auch gut kennenlernen.
01:05:14: das hat gut funktioniert.
01:05:16: Wir haben irgendwie auch eine Sprache gesprochen.
01:05:19: Wir waren ein gutes Team.
01:05:23: Es hat sich gut angefühlt.
01:05:24: Vertrauensfall.
01:05:25: Und auf der Rückfahrt von einem Workshop, glaube ich zu einer Website von Barzler.
01:05:30: Also wir sind von Unter Haring zurückgefahren.
01:05:32: Da habe ich mit dem Kunder, dem Andre Richter, auch oder im Auto irgendwie so eine Vision geschmiedet wie cool es wäre wenn wir irgendwie zusammen gehen würden.
01:05:43: und die waren damals drei Kunder.
01:05:45: Einer ist ausgeschieden und als er ausgeschieden war haben wir seine Anzeile übernommen.
01:05:52: und sind da praktisch mit reingegangen.
01:05:53: Und das war auch noch mal so ein Meilenstein für uns, weil wir in einem neuen Standort zuhause waren im Dresden.
01:06:00: Weil wir den Wirkungskreis vergrößert haben.
01:06:02: Wir hatten damals zwar auch schon Kunden gewonnen die Dresdner Verkehrsbetriebe übrigens auch so eine sehr frühe Kunde gewesen der auch große Kampagne gemacht hat.
01:06:09: Die hatten damals eine Liniennetze Umstellung an ganz Dresen.
01:06:12: Haben ja auch damals gewonnen.
01:06:13: War auch große Best-Agentoren alle im Pitch gewesen.
01:06:15: Ich weiß gar nicht wann es war.
01:06:16: Das war glaube ich auch dreiundneinzig gewesen.
01:06:19: Wir haben die Wirkungskreis vergrößert durch Richtung Dresden.
01:06:22: plus auch eine sehr große Kunde, der ja bis heute Nachwirkungen hat.
01:06:30: Weil wir haben AUK-Kosmos aus der Sabokanzin und auch viele Mandate haben.
01:06:35: Denen haben ja damals gemeinsam auch nochmal... Also die haben den Klassiketat in dem Digitaletat.
01:06:41: das waren dann so die ersten Anzeichen dass es auch zusammenfließen muss.
01:06:44: Den haben sie zusammengelegt und da sind wir zusammen angetreten.
01:06:47: oder haben denen dann auch gewonnen?
01:06:48: Wir hatten vorher schon die Klassiktat und da digitalagental lag bei einer Digitalagentur in Dresden weil da gibt es viel zu viele Schnittstellen zwischen Digital, Klassik, Marke und Pippa Blub.
01:07:01: Und deswegen war auch das wieder eine Fügung, weil wir frühzeitig mit Mindbox zusammengearbeitet haben und dann kam die Fügungen einer ging raus, wir gingen rein und konnten damit natürlich noch mal größer auftreten bei der Kombination aus den Scales-CD hatten und die Bier hatten.
01:07:17: Das war genau das was gefragt war am Markt.
01:07:19: Aber auf jeden Fall ist das auch ein großer Meilenstein gewesen.
01:07:23: Und das war es im Jahr zwei Tausend Neun und also die jeweiligen Gründer sind dann so über die Zeit dann auch ausgestiegen, mit zweieinhabisch auch noch sehr gute Verbindung und sind auch teilweise haben die Branche total gewechselt und wir haben die Anteile übernommen, haben da Meinbox auf die Größe gebracht wie sie heute eben auch Senni ist.
01:07:41: Also wir sind an der Sinne insgesamt bei Zebra rund about hundert zwanzig Meter arbeiten da
01:07:47: und dann Dresden
01:07:49: und Chemnets und man kann ungefähr sagen, dass am beiden Standorten gleich viele arbeiten.
01:07:55: Das
01:07:55: ist ja finde ich interessant!
01:07:56: Ich habe das irgendwann mal durch Zufall hab' ich gesehen... ...das Mindbox, ihr habt es gar nicht so präsent kommuniziert,... ...dass in der LR-Randome ein bisschen nach ist und dann abgeräumt man's?
01:08:07: Ich sag' aber die... ...die Inseliota-Struktur.
01:08:09: als wir uns da beteiligt hatten, waren wir am Anfang Zebra war Anfang Minderheitsbeteilig und also roundabout dreiß Prozent.
01:08:17: Das haben wir halt schrittweise ausgebaut.
01:08:20: Wir sind schon als die Zebra-Gruppe immer unterwegs gewesen.
01:08:24: Und aus dieser Historie, dass es Digitalagenturen und Magenagentur oder Kreativagenturn gab und so auch auf Kundenseite in den Marketingabteilungen der Regeln auch gedacht wurde, also ein Stück weit in diesen Silos haben wir auch sehr lange daran festgehalten an einer Strategie das wird in zwei Marken investieren.
01:08:42: einmal die Zebrar, die ist von Anfang an seit dem Anfang der Neunziger hier gehabt Meinbox, die glaube ich so um zwei tausend Wochen gekundet wurde.
01:08:50: Und das war zu der Zeit glaube ich auch richtig.
01:08:53: aber dadurch dass diese Bereiche digital, Marke, Strategie, Kommunikation und Kampagne auch gar nicht mehr voneinander zutrennen waren sind wir zu dem Entschluss gekommen.
01:09:05: Und jetzt wird es spannend!
01:09:06: Das ist...das ist der erste Podcast in dem ich das so so droppe.
01:09:12: Sind mir zu dem entschlussgekommen?
01:09:13: Dass wir alles unter einer Marke bündeln und dass die randomierte Marge Mindbox, das sie ihre Zeit gehabt hat.
01:09:22: Und dass auch Dresden unter dieser starken Marge Zebra in Zukunft vermieren wird.
01:09:29: Das ist aber trotzdem ... Die Standorte waren da in GmbHs sind.
01:09:34: Und das wir alles unter einer Marge bündeln.
01:09:37: So wird die Zukunft sein... Der Standort Chemnitz heißt Zebra Black Und der Standort Dresden heißt Zebra White.
01:09:44: Wie kann es anders sein bei einem Zebra?
01:09:46: Deswegen müssen die in beiden Farben beginnen, aber dass diese marken Architektur, die ja möglich natürlich weitere Standorte umgehangen... Jetzt sag ich
01:09:55: ihn gleich bei mir!
01:09:55: ... ein
01:09:56: komplettes Farbsystem was uns dann noch offen steht mit Zebra Red und Zebra Orange.
01:10:02: Wartebar,
01:10:02: ne?
01:10:03: Dann sagen wir erstmal wo wird der Firm, also gibt's dann von der Gruppe wird weiterhin Chemnitz als
01:10:10: Ja, also ich würde fast sagen Sachsen.
01:10:14: Chemnitz ja.
01:10:15: Ich meine da ist die Geburtsstätte von Zebra und das wird es auch bleiben aber die Kundidee Zebra eben auch aus Sachsen heraus noch weiter zu stärken mit weiteren Standorten, die ist da.
01:10:29: Und wenn wir dann nochmal auf das limitierende Moment hier gerade rauskommen vielleicht immer nochmal rauskommt dann ist das glaube ich auch die einzige richtige Entscheidung, diese Entwicklung möglich zu machen für diese Market-Cepra.
01:10:48: Ich habe zwei Fragen.
01:10:49: Warum Chemnitz Black?
01:10:51: Habt ihr eine Begründung?
01:10:52: Wir haben es am Ende mit der Dresdner Führungsdroppe ausgekehlt.
01:10:59: Wer Black und White bekommt und da ist Black uns zugeflogen und White dresden.
01:11:04: Also es ist auch ne Fügung!
01:11:06: So
01:11:06: wie schwarz ist immer die Wörter der Macht.
01:11:09: Ach so, ich dachte es war die dunkle Seite?
01:11:12: Nein!
01:11:13: Das ist ein Ausdruck von Macht.
01:11:15: Deshalb der Pastor-Fahrer Schwarz.
01:11:20: So tief haben wir da gar nicht reingehen in die Farbphysiologie, weil... Wir wollen ja auch Orange und Red.
01:11:26: Und was ist aus den nächsten wirklichen Leipzig-Weltefarbe?
01:11:29: Leipzig hätte vielleicht einen Blau.
01:11:32: Ich würde jetzt mal gucken umlaufen.
01:11:35: Nur keinen Hellblau auf keinen Fall.
01:11:37: Aber ich glaube, die Strategie ist ja... Dass wir damit Wachstum ermöglichen, das wird trotzdem alles unter einer starken Marge bündeln.
01:11:46: Die auch am längsten am Markt ist über die Jahrzehnte ja auch am stärksten aufgeladen worden ist.
01:11:51: Das hat halt die Marge Mindbox leider nie schaffen können weil wir hatten ja auch einen Vorsprung und wir haben ja lange auch in beide Marken auch wenn du so bist Geld Zeit und Kommunikation Eigenvermarktung auch reingesteckt.
01:12:04: Und es ist wie also wenn du wirklich zwei Marken befeuerst.
01:12:08: Und vor allen Dingen bei den ganz großen Pitches mussten wir immer als eine Abiturgemeinschaft antreten, da hatten wir immer zu erklären dass wir eigentlich so eng zueinander stehen.
01:12:18: wie ist der Name ja eigentlich gar nicht verrät und das ist natürlich viel leichter.
01:12:22: Da gibt es Zebra Black, da gibt's Zebra White, da gibts vielleicht noch ein Zebra Red und weiss nicht was.
01:12:27: und die arbeiten als Company oder als GmbH zusammen weil sie sind alle hundertprozentige Töchter auch von der eigentlichen ZEPRA.
01:12:37: BlackMBH sind aber trotzdem eigene Einheiten, die auch groß oder klein genug sind um beweglich zu bleiben.
01:12:44: Um organisationsstrukturmäßig eine gewisse Flexibilität zu haben und in den regionalen Märkten auch in den Netzwerken stärker vertreten zu sein.
01:12:53: Aber
01:12:54: regional Ost?
01:12:56: Ja, wir haben natürlich einen starken Ostfußabdruck.
01:13:00: Ich sehe aber... und das haben ja die letzten Tage, wenn er auch gezeigt ist, ich seh schon lange nicht mehr als eine reine Ostagentour.
01:13:07: Ich mein jetzt für künftige Standorte?
01:13:10: Nein,
01:13:11: hoffentlich.
01:13:13: Also warum nicht auch in Zürich oder in Barcelona?
01:13:19: Oh,
01:13:20: nicht schlecht!
01:13:20: Who
01:13:21: knows?!
01:13:21: Nicht schlecht!
01:13:23: Und Zebra und das Farbkonzept ist ja international genug.
01:13:27: Also cool, gibt's eine wie so... Großdenken!
01:13:30: Genau, Großdenkungen.
01:13:31: Und sich bestimmte Möglichkeiten nicht verbauen die einem ja noch offen stehen.
01:13:36: mit Sicherheit kann ich mir ein Standort auch nochmal im Westen vorstellen?
01:13:42: weil das ist strategisch ruf das danach, also die Ostherkunft auf die wir auch sehr stolz sind und wo wir auch ja sehr stark in Kommunikation gehen.
01:13:53: Und für diesen Wirtschaftsstandort nicht nur in bezahlten Kampagnen arbeiten sondern benutzen auch Bühnen um über das Phänomen Ost Und Wirtschaftsstandard-Ost und den neuen Osten auch zu referieren, zu kommunizieren.
01:14:09: Menschen zu empowern die aus dem Osten kommen und da eben auch mit mehr Selbstbewusstsein an die Themen ranzugehen.
01:14:16: Wir hatten das Chemnitz Thema Wenn es nicht Menschen gegeben hätte wie eine Barbara Ludwig damals Die gesagt hat Kommt jetzt probier mir einfach mal Kulturabstart.
01:14:26: Ich hätte gerne diesen Geist dass wir Ostdeutsche uns Dinge, viel mehr Dinge zutrauen.
01:14:32: Und auf der anderen Seite muss man aber auch eingestehen, dass eine Herkunft Ost immer noch Hemmnisse mitbringt.
01:14:39: Wenn wir nun mal in Entscheiderstrukturen denken – in den deutschen Eliten!
01:14:44: Es ist leider auch thirty-fünf Jahre nach der Wende noch so das an den großen Schaltheben da macht sei es im Politik, in Wirtschaft und Bildung die sind halt nicht im Osten verankert.
01:14:56: Und wenn wir jetzt nur mal auf Wirtschaft gucken, M-Dachs und Dachsunternehmen haben ihren Hauptsitz, ihr Headquarter eben nicht irgendwo im Osten Fehlernzeige.
01:15:06: Das erfordert aber in diese Netzwerke auch einzutauchen.
01:15:11: Wenn du aber vor Ort nicht unterwegs bist und in die Netzwerken eintauchen kannst dann existierst du quasi da nicht.
01:15:17: Du hast es schwerer auf den Radar zu kommen.
01:15:20: und genau deshalb gehe ich sehr davon aus dass es für Zebra auch Weststandorte geben wird Quasi auch als eine Art Brückenkopf, aber nicht jetzt als ein Vertriebsteam sondern wirklich auch als eigene Einheiten die vor Ort auch als Kernteams funktionieren können.
01:15:34: Das ist jetzt nicht ne Vision?
01:15:36: Ihr habt schon ne Strategie wie es... Da ist
01:15:41: schon eine Vision, aber das sind also damit lieb euging wir schon länger Was und ich, auch unsere Geschäftsleitung in Dresden.
01:15:49: In den letzten Jahren zunehmend natürlich auch Chancen sich aufgetan haben größere nationale Etats zu betreuen.
01:15:56: Das ist mit den Aukaren das ja quasi so gewesen.
01:16:01: Und in diesem Umfeld ergeben sich immer mehr Möglichkeiten.
01:16:04: Da ist es dann schon gut, auch mit einem Standort West dabei zu sein.
01:16:08: um die letzten Argumente noch zu entkräften.
01:16:12: Ach, die Süße am Osten ist da soweit weg.
01:16:14: Und was will denn da überhaupt hin?
01:16:16: Unsere Entscheider sitzen doch hier in Düsseldorf!
01:16:19: Wer diesen Podcast oft hört, hat schon sehr oft Ideenplaneten Ostern gehört.
01:16:24: Ist das aus einer ähnlichen Strategie-Idee entstanden?
01:16:26: Dass man sagt der Osten wird nicht gehört.
01:16:29: Mir ist klar geworden es gibt ja bei uns ein Award, dass der Effi eigentlich der wichtigste Award, den die Branche hat.
01:16:38: Da wird Effektiveness in Kommunikation ausgezeichnet also Kampagnen, die wirklich was bewegen nachweislich etwas bewegen und der GWA, was der Gesamtverband als er sonst Agenturen ist.
01:16:49: Der hat ihn viele Jahre, ich glaube der ist in Frankfurt immer gewesen und dann an den neuen Ausrichtungsort gesucht und da hatte sich Leipzig dafür beworben und hat auch den Zuschlag bekommen.
01:17:02: Und das war ... wann war denn das?
01:17:04: Das war glaub ich achtzehn oder neunzehnt.
01:17:06: Da ist mir bewusst geworden wie wichtig so ein Schritt ist dass diese versammelte, ich sag mal Bubble... Diese Bubble die ist nicht vernetzt gewesen im besten mit dem Osten und um die Bubble im Osten, die existierte quasi nicht weil wir es in unserem Konkurrenz denken.
01:17:23: Was wir Ostagenturen ja auch untereinander hatten, weil es gab schon eh viel zu kleine Etats.
01:17:28: Dass wir uns natürlich um die kleinsten Etats in Pitches geprügelt haben, die wirtschaftlich völlig unsinnig sind überhaupt zu pitchen.
01:17:36: und mir ist da nochmal bewusst geworden dass diese Vernetzung, die in den Agentoren in Hamburg, München, Düsseldorf, Frankfurt, wie kultivierter war im letzten Jahren das sowas auch um Osten braucht?
01:17:49: Und dass wir Agenturen im Osten untereinander vernetzt sein müssen.
01:17:52: Wir sind in GWA eingetreten, das war kurz vor der Corona-Krise.
01:17:57: Und
01:17:57: da seid ihr?
01:17:58: Du bist ja mit Zebra erst...
01:18:01: Wir haben uns sehr lange gescheut, Indienverbande einzutreten weil der GWA war noch in den Neunzigern.
01:18:07: so ein Sorry dafür!
01:18:08: Ein alter Herrn-Laden.
01:18:10: Das war also ein bisschen auf Empfehlung, durftest du bereihen oder nicht und das werden wir alles ein bisschen zu kompliziert.
01:18:17: Vielleicht hatte ich da auch Vorteile aber es war für mich sowas unerreichbares.
01:18:22: Ich habe vielleicht diese Notwendigkeit und die Wichtigkeit von guten Netzwerken auch innerhalb einer Branche.
01:18:27: Die habe ich viele Jahre, die hast du ja auch total geschätzt.
01:18:31: Mir ist dann halt wirklich aufgefallen der Osten ist in unserer Branche im Blender Fleck sowohl für die ganze Branche also was größere Etase angeht, was CMOs angeht und Agenturen im Verband auch quasi Fehlanzeige.
01:18:46: Und man hat mich dann auch angesprochen, ob ich Lust hätte im Vorstand mitzuarbeiten.
01:18:53: zehn bis zwölf kürzischer Vorstand.
01:18:54: Finde
01:18:54: ich aber krass, von zwei tausend neunzehn bist du dann so schnell im... Ja
01:18:58: auch relativ schnell!
01:18:58: Wir waren glaube ich ... wann bin ich?
01:19:00: Weit drei Jahre später bin ich dann auch weil ich habe mich dann auch angeboten.
01:19:04: es gab so jemand der so ein bisschen den Osten mit auf dem Zettel hatte aus dem Vorstand.
01:19:08: da hab ich dann angerufen und gesagt hier also wenn du Lust hast.
01:19:11: ich unterstützt euch und was kann ich tun?
01:19:13: und hin und her ist ja alles auch ehrenamtlich und dann gab's relativ schnell das Angebot.
01:19:18: Wir würden uns freuen, wenn du mit dem Vorstand arbeitest.
01:19:21: Und vor allem auch mit deinem Blick auf den Osten und weil wir da auch noch einen blinden Fleck
01:19:25: haben.".
01:19:26: Ja, sehr gerne.
01:19:27: Und der Ideenplanet Ost selber ist aber noch früher entstanden und zwar in dem Moment wo der GWA entschieden hat dass der FE diese große Awardshow der Branche das die nach Leipzig geht habe ich mit zwei Agenturvertretern aus also jeweils Dresden und Ken Leipzig gesprochen mit dem Benedikt Klimaien und der Oli von Oberüberg Hager.
01:19:50: Ich kenne Benedik Kenich als Ostleipzitz bei.
01:19:53: auch mal War er nicht
01:19:55: Yudoka?
01:19:56: Ja, genau.
01:19:58: Er ist auch so ein Spottler wie du.
01:20:02: Ich pioniere jetzt.
01:20:06: Ja,
01:20:06: genau!
01:20:06: Damals ein Pionier.
01:20:08: Auch eine relativ
01:20:10: große Agentur.
01:20:11: Ich habe im Prinzip die zwei mir am namhaftesten erschienen Agenturen.
01:20:16: Die hab ich ja einfach kontaktiert.
01:20:18: Also zu Uli hatte schon einen längeren Draht durch gemeinsame Kunden und so.
01:20:23: was aber bei Netik kannte ich noch gar nicht und wir haben miteinander telefoniert.
01:20:27: Da fand die Idee auch gut nämlich diesen ganzen Tross der Werbebubble in Leipzig für zwei Tage feiern und die Preise verleihen, dass wir dir einfach gehörig empfangen.
01:20:41: Und gleichzeitig aber signalisieren auch den ganzen Intros sehr mitkommenden CMOs aus dem Marketingentscheidern – hey!
01:20:48: Hier gibt es auch eine sehr, sehr attraktive gut funktionierende Kreativszene und Agentur Szene mit leistungsstarken Agenturen Megas G-Set mitbringen.
01:20:59: und das war so der ursprüngliche Gedanke also über eine Willkommenskampagne, dass der FE jetzt neipzig ist.
01:21:06: Der Bubble zu sagen, der Standard Ost ist zu unrecht im Blinderfleck auf eurer Landkarte.
01:21:11: Und wie
01:21:12: weit geht er in dem Planet Ost?
01:21:13: Geht es noch nach MV?
01:21:15: Also da sind wir dran.
01:21:17: Also da gibt es Gespräche.
01:21:19: Wir sind mit Genese, haben eine Magdeburg-Agentur jetzt mit drin und wir haben mittlerweile auch die erste Thüringer Agentur begrüßen dürfen.
01:21:26: Im Vau habe ich Werk drei noch im Auge.
01:21:29: Wenn ihr diesen Podcast hört, fühlt euch herzlich eingeladen in den Ideenplaniert Ost.
01:21:34: Der Ideen-Planjet Ost ist eigentlich nichts anderes als die Region Ost im GWA.
01:21:41: Was ich so schön finde an der Idee... Das könnte man jetzt auch sagen, ob es Zufall ist dass drei Chemnitzer-Werbeagenturen drin sind im Planeten Ost und das trotzdem für die Stadtgröße überhaupt, dass es drei so große Agenturen gibt.
01:21:55: Das ist erstaunlich, gebe ich dir recht?
01:21:57: Ich kann ja nicht sagen woran das liegt.
01:21:59: Würdest du nicht sagen, dass das mit dir zusammen also mit euch jetzt, dass ihr sozusagen es gezeigt habt was geht?
01:22:06: Also kann sein... Dass das natürlich auch Empowert und Mut macht.
01:22:11: Und dass sowas dann auch Energien auslöst, also es kann sein aber das keine Ahnung.
01:22:18: Also auf jeden Fall war's dann schön, dass wir ja auch im Kopf so ein Umdenken entwickelt haben.
01:22:25: Das reine Konkurrenzdenken ist ja trotzdem nicht weg.
01:22:28: Das können wir nicht wegdiskutieren, aber auf der anderen Seite gibt es Themen die kannst du nur gemeinsam angehen.
01:22:34: Wir haben lange Jahre auch gings natürlich darum junge Menschen wieder für die Werbung zu begeistern und so Fachkräftemangel das sind ja all die Themen die uns in der Branche genauso beschäftigt haben.
01:22:45: Und sowas kannst du nun gemeinsam angehend?
01:22:47: Dann die ganzen Transformations-Herausforderungen die künstliche Intelligenz jetzt auch für unsere Branche mitbringen Die kannst du noch gemeinsam angehn.
01:22:55: Lobbyarbeit hin zur Politik sei es Richtung Berlin oder Europa, kannst du nur über einen starken Verband angehen.
01:23:03: Und ich glaube das sind da auch Konkurrenzdenken Adapter zu legen und voranzubringen.
01:23:10: Das hat mir eigentlich so ein Stück weit die Ehrenanstätigkeit in GWA im Vorstand von GWA auch mitgegeben und auch im Ideenplaneten Ost.
01:23:19: Und das ist wirklich ein Geist den finde ich gut und weiß gar nicht wie es in anderen Branchen ist aber ich finde es sehr sehr gut.
01:23:27: Wir haben drei große Werbeagenturen hier.
01:23:30: Einen Ideengefer mit dem Ideen Planet Ost, es ist ja eigentlich theoretisch kannst du das auch als Blaupause für Chemnitz nehmen.
01:23:37: Dass du sagst, ist im Endeffekt, dass wir uns im Vorgespräch schon mal gesagt haben, Chemnits muss deutlich lauter werden, so anfangt zu schreien...
01:23:44: Haben wir jetzt gewissermaßen mit der Kulturabstand schon mal hingegangen?
01:23:48: Die Frage ist noch, können wir natürlich die Lautsteige in der Kulturabstatt nicht dauerhaft irgendwie aufrechterhalten.
01:23:54: Aber dieses Momentum was wir mit einer Kulturabstadt für die Stadt auch geschaffen haben das sollte uns im Kennen den Mut und diese Selbstvertrauen geben dass sowas wiederholbar ist und dass wir da auch eine gewisse Verstätigung rein bekommen können wenn wir nur alle auch ein Stück weit mehr an dieser Stadt glauben.
01:24:10: ich glaube das ist das was eine Kultur-Abstatt bewiesen hat.
01:24:13: also diese ganze Initiative Diese Kulturabstattbewerbung hat ja gezeigt, dass die Stadt das kann und die Menschen, die in dieser Stadt leben.
01:24:22: Und die an diese Stadt auch glauben und hat auch Menschen mitgerissen, die skeptisch gewesen sind.
01:24:26: Was ordentlich schlimm ist!
01:24:28: Wir müssen halt manchmal aufpassen, dass wir nicht in diese Litagi wieder zurückfallen, dass sie uns nichts zutrauen.
01:24:33: Dass wir sagen da Chemnitz was sind wir schon?
01:24:36: So was können wir schon bewegen?
01:24:38: ich finde man kann eine ganze Menge aus Chemnitzer heraus bewegen.
01:24:41: Ich glaube auch was wir Chemnitser gemeinsam auch mit der Kulturabstatt auf die Beine gestellt haben.
01:24:48: Welche Konkurrenten wir aus dem Rennen geworfen haben und das wieder aller Untenrufe, das ist schon was sehr Beachtliches.
01:24:56: also können doch glaube ich alle stolz sein?
01:24:58: Und ich glaube es ist so ein Haltungsthema traue ich mir etwas zu.
01:25:03: will ich zu Sternengreifen und Kulturabstadtbewerbung des Wortes zu den Sternenggreifen da brauchts immer noch eine gewisse... Ah!
01:25:11: Das braucht Mut ... braucht vielleicht auch eine gewisse... Ja, wir können es sagen.
01:25:16: Also eine gewissen Blaueugigkeit braucht's irgendwie auch.
01:25:19: Du als Werber!
01:25:20: Als Werbeprofi?
01:25:22: Was ist der USP von Chemnitz jetzt?
01:25:24: Werbetechnisch.
01:25:25: Sieht ihr anziehen stand ja aus unserem Haus.
01:25:27: Es hat ja Ralf Hofermann auch CDU bei uns, der auch die Kulturabstatt begleitet hat.
01:25:32: Das ganze Projekt, das ganze Bewerbung und ich glaube er hat ganz sehr viel Wahrheit dieses Überraschungsmomentum auf von dem ich vorhin gesprochen habe wenn eine Chemnitzer Agentur an den Bitch eingeladen ist und als Außenseiter antritt und dann aber eben auftrumpfen kann.
01:25:47: Wenn du deinen Job richtig wirklich gut machst mit Leidenschaften.
01:25:50: Das ist das was glaub ich auch diese Stadt in Summe besitzt.
01:25:54: man traut dieser Stadt ja viel zu wenig zu.
01:25:57: kommst du auch mit, wenn Menschen hierher kommen und dann irgendwie entweder gar keine Vorstellung von Chemnitz haben oder dass sie irgendwie mit Provinz verbinden.
01:26:05: Oder noch schlimmer aus den Ereignissen von Zumo-Achzehn irgendwie mit Nazi-Dogeldeutschland verbinden?
01:26:12: Dann kommen die Leute her und sagen Boah es ist ja unglaublich!
01:26:17: Es ist ja Wahnsinn was ihr alles habt.
01:26:19: Es ist sehr toll wie sich dich da entwickelt hat Und wir Chemnitzer sehen das oftmals nicht Weil wir diese Stadt ja jeden Tag vor Danase haben und... kombiniert noch mit einer falschen Bescheidenheit über die Stadt eben auch nicht ins Schwärm zu geraten, was ja den meisten immer noch bis heute viel Energie abbringt.
01:26:38: Das ist halt etwas, das ich mir wünschen würde, was wir ablegen, was alle auch ein Stück weit ablegen sollten.
01:26:43: In der Zeit vor Kulturabstatt fand ich dir eine Dote immer schön, wenn du in einem Zugabteil durch Deutschland fährst und irgendwie mit fremden Leuten im Zugabteil sitzt und man irgendwann ins Gespräch kommt und jeder so erzählt wo er denn herkommt, dann hat sich da kennenzert meistens ein bisschen weggedruckt oder mal drüber genuschelt, woher er kommt eigenes Stoff hat ausgegangen ist, das käme jetzt keinen so krass positiven Resonanzraum auslöst.
01:27:05: Und ich finde es hat aber viel mehr, der fängt bei dir selber an!
01:27:08: ob du einen positiven Resonanzraum für so ein Ort, Lebensraum, Wirtschafts- und Lebensraum der ja ja sind.
01:27:14: Und wo wir auch eine gewisse Attraktivität haben.
01:27:17: Auch im Vergleich mit anderen Städten die ähnlich groß sind von einer Einwohnerzahl und vielleicht Blächer gesehen – haben wir viel mehr zu bieten!
01:27:24: Aber wir sehen das nicht und sind dafür auf eine Art nicht dankbar sondern wir sehen oftmals das was wir nicht haben und vergleichen uns oftmals mit viel größeren Metropolen und das macht uns halt permanent klein macht uns halt unzufriedenlos.
01:27:37: Campbells ist ja so eine typische Oststadt, wo gerade in dem Ende der Neunziger Nullerjahren viele Leute weggegangen sind.
01:27:44: Ich weiß zum Beispiel nicht ob diese Mentalität schon zu Karl-Marx-Stadtzeiten so war und wenn es so war dann ist jetzt was jetzt kumpf völlig irrelevant.
01:27:52: Wenn du in einer Stadt lebst, wo du merkst alle Leute gehen weg kommst du hier irgendwie in die Erklärungsnote warum du noch da bleibst?
01:28:01: hast auch das Gefühl, wenn alle weggehen kann es ja hier nicht so gut sein.
01:28:04: Dass das sozusagen der Knackpunkt war, weil ich zum Beispiel als Berliner... Ich hab's hier schon so oft gesagt aber wie sagst du noch mal?
01:28:11: Als ich hier in den Jahre neunundneinzig hergekommen bin haben ganz viele wer fragt Du kommst aus Berlin was machst nun ein Chemnetz?
01:28:16: Diese Frage stellt sich in Berliner nicht.
01:28:18: Also in berliner würde dich niemals fragen warum du in berlinen bist.
01:28:22: Könnte es dauernd nur York sein?
01:28:23: Der Berliner hat diese... Ja!
01:28:26: Aber ich glaube dass
01:28:26: ist dieser... Ich nenne sie mal Kollektivmin Minderheitskomplex.
01:28:31: Geben wir Chemnitz zu alle irgendwie ganz tief verpraten in unseren ganzen Jahren, ich glaube schon immer weil Wir waren.
01:28:37: es gibt so aus DDR-Zeiten nochmal sehen aber den Sprung noch zusammengewegt.
01:28:40: In Leipzig wurde gehandelt, in Dresden wurde regiert und in Chemniz wurde gearbeitet.
01:28:46: Ich glaub dann
01:28:47: in Chemlitz wurde produziert, in Leipzig gehandelte und in Dressen wo das Geld aussiedelt Ja,
01:28:52: so ähnlich gibt's wahrscheinlich viele Varianten wie bei Krims Merchen auch Aber ist so ungefähr So und das zeigt ja schon Aber in der Stadt.
01:29:01: So haben wir uns immer definiert und wir sind nach dem Zweiten Weltkrieg ist ja unsere Identität weggebunden worden, die ganze Altstadt.
01:29:07: Und die war so schön!
01:29:09: Also mein Sohn, er ist ... ... der plädert diese alten Bücher mit diesen alten Postkartenaufnahmen, da plädelt die durch und sagt, oh Papa wie schön war diese Stadt?
01:29:17: Also man hat uns gesichtslos gemacht durch den zweiten Weltkrig, durch die Bombenangriffe.
01:29:24: Das war der erste Identitätsverlust.
01:29:26: Dann wurde dieser Stadt der Name weggenommen, das war der nächste Gesichtsverluste oder Identitätesverluster den wir hatten mit dem auch die Chemnitzersäle extrem zu kämpfen hatte.
01:29:37: und dann ist aufgrund der... also wir haben ja glaube ich dann so ein krasses Bevölkerungswachstum nochmal zur DDR-Zeiten weil viele große Produktionsbetriebe angesiedelt gewesen sind und da hat man wirklich auch Werktätige wie man damals gesagt hat, aus allen anderen Regionen hat man ja wirklich fast zwangsverletzt hierher.
01:29:57: Also es ist eine Arbeiterstadt gewesen so und ich glaube dieses Zusammengewürfelte dieser Gesichtsverlust Name Identität die Altstadt war möglich neu aufgebaut.
01:30:09: Man hat hier auch im Prinzip zeigen wollen wie sozialistische Stadtplanung und Agitätu funktioniert mit großen breiten Straßen wo man paraten machen konnte.
01:30:20: Ich hatte den Innenstadt an.
01:30:21: Ich glaube, das sind viele Punkte gewesen die die Seele immer wieder vernarbt haben und die hat zwangsläufig dazu geführt dass so ein... ich versuche jetzt hier keine Zähne zu erzählen bekommen aber eigentlich aus dem Erzgebirg ist es echt schräg.
01:30:34: aber vielleicht ist es auch deswegen ein bisschen leichter das zu verstehen.
01:30:38: jetzt bin ich ja selbst seit zwei Jahrzehnten Drei Jahrzehnten fast Chemnitzer, von uns waren schon.
01:30:43: Und ein Herz ist auch hier in Chemnitz.
01:30:46: Hier habe ich meine Kinder großgezogen und ausgebaut.
01:30:48: Ich mag die Chemnitzahl.
01:30:50: Ich liebe eigentlich auch diese Bodenständigkeit, die mag ich total.
01:30:54: Ja, ich sehe aber trotzdem auch was uns halt... Teilweise eben auch behindert.
01:30:58: Das ist dieses Lautstärke selbstbewusst rausgehen, das fehlt.
01:31:05: Und das ist aber das was die Stadt gut gebrauchen kann und deswegen war Kulturabstatt aus meiner Sicht eben auch so ein großes Ding was da statt auch hoffentlich in den nächsten Jahren auch weiter tragen wird auch in der Stadt Entwicklung.
01:31:19: Würdest du sagen waren.
01:31:20: Erfolg?
01:31:22: Auf jeden Fall!
01:31:23: Ich glaube dass die Kulturabstadt es geschafft hat Menschen herzubringen die noch nicht hier waren die mit einem guten Bild wieder abgereist sind und die auf ihrer Art ja auch dieses Bild in Erzählungen, Gesprächen weiter tragen.
01:31:37: So dass die Stadt dadurch noch mal eine ganz andere Wahrnehmung und Außen-Wahrnehmungen überhaupt erstmal in die Wahrnehnung gekommen ist.
01:31:44: Und das finde ich schon gut.
01:31:47: und es gibt ein wunderschönes Beispiel bei uns in der Agentur.
01:31:50: Wir haben einen jungen Filmacher aus Köln Der hat einen Beitrag im ZDF damals über den Kulturabstand gesehen.
01:31:57: Der hat gesagt, schön um Veränderung ich will wohin wo noch genügend kreative Freiraum ist.
01:32:02: und der hat diesen CDF Beitrag gesehen und er hat dann geguckt was es die größte Agentur hier in Chemnitz hat bei uns beworben, hat den Job bekommen, liebt jetzt hier, ist ein absoluter Chemnitzer geworden mit Leib und Seele, lieb diese Stadt, liebe die Menschen hier und ich glaube diese kreativen Freieräume also das ja auch so einen Kern der seit Kulturabschlachten Erbung gewesen ist, diese Stadt ist unfertigt.
01:32:25: In der kannst du noch gestalten und da kannst du eben noch Freiräume nutzen also nicht nur im Immobilien-Sinne oder sowas her sondern Haltung in Unternehmertum, in gesellschaftliche Verantwortung auch übernehmen und ausüben.
01:32:41: Das Schöne ist das vieles Unfertig ist und dass diese Freirräume Menschen befähigen da ihre Träume zu verwirklichen Und das finde ich schön.
01:32:50: Genau dafür, die in der Art Kampagne... Also es fehlt eigentlich jemanden, wo man sagt, ey schau doch mal.
01:32:57: Lebenserhaltungskosten sehr weit unten.
01:33:00: Du hast die ganze Infrastruktur, die du heutzutage brauchst.
01:33:03: Du kannst dir eigentlich alles machen und es wird auch nicht so viele geben, die sagen ne, warte auf damit sondern die dich unterstützen oder das Netzwerk funktioniert ja gut.
01:33:12: ich würde mir wünschen dass man sagt versucht doch hier irgendwas zu gründen, hier irgendein Kunstprojekt zu starten und das ist noch nicht so.
01:33:20: auf der Landkarte für diese...
01:33:22: Es liegt aber auch daran dass wir einfach alle sind.
01:33:26: Wir alle sind einfach immer noch so bescheiden unsere eigenen Geschichten entweder nicht zu erzählen oder viel zu leise zu erzähln.
01:33:34: deswegen magesteinen Podcast aus leer weil der ein so ein Puzzle Stein isst ja diese geschichten auch in dem falle hörbar macht aber quasi an die oberfläche bringen weil solche geschichten machen Die können inspirieren, die können Mutstiften.
01:33:49: Die können zeigen wie es gehen kann oder eben vielleicht auch nicht gehen sollte.
01:33:53: Aber gerade diese Erfolgsgeschichten, die ja immer auch oftmals an Menschen und an Macher-Macherinnen irgendwie geknüpft sind... Das ist was!
01:34:00: Da sollten wir uns viel mehr zutrauen, das auch zu tun und das auch über die Stadtkanzeln hinaus.
01:34:05: Wir haben so viele tolle Unternehmen, Unternehmer hier in der Stadt, die einfach mit ihrem Alltag beschäftigt sind und die viel zu bescheiden sind.
01:34:13: ihre Erfolge eben auch... Das ist ja unschick!
01:34:16: Das ist eine Ostdeutsche Mentalität.
01:34:20: Da gucken wir dieses Manko, das vermeintliche Mankoo.
01:34:23: Das haben nicht nur Chemnitzer, sondern auch Sachsen und Aussies per se.
01:34:29: Das ist ja was, das uns quasi ansatzsalisiert wurde.
01:34:33: Bleib schön bei deinen Leisten!
01:34:35: Bleib schon beschadet.
01:34:36: Ich bin sympathisch... ... als aufmerksamkeitsökonomie von unserer Zeit leider nicht so.
01:34:44: Nur mit sympathischer falschen Bescheidenheit kannst du halt in einer Aufmerksamkeitsekonomie, in der wir ja nun mal leben, was du halt nicht sehe sparen?
01:34:55: Und das ist das, was ich vielleicht als Kommunikationsprofi gerne auch mit reingebe.
01:35:00: Was ich auch mit auf Bühnen mitnehme und wo ich versuche die Menschen auch so zu ermutigen und so zu empauern.
01:35:07: Probiert es doch mal!
01:35:08: Macht's doch mal, tut nicht weh.
01:35:10: Es hilft euch... den Menschen in eurer Region, es hilft dem Osten per See.
01:35:16: Es hilft im Übrigen auch das teilweise sehr verschrobene Medienbild in den nationalen Medien auch – ich will nicht sagen gerade zurück – aber zu korrigieren in eine positive Richtung weil Medien prägen einfach unser Bild von unserer Welt!
01:35:34: Das ist einfach so und dazu braucht es Botschafter, dazu braucht es Menschen die bereit sind an diesem Bild mitzumahlen Und ich finde, dass da jeder von uns im Kleinen wie im Großen was beitragen kann.
01:35:48: Um dem Osten, um diesen wunderbaren Freistaat Sachsen oder auch dieser wunderbaren Stadt Chemnitz zu ein kleines Puzzlesteinchen mitzugeben, das andere ein besseres Bild von hier haben.
01:36:03: Was sagt man jetzt darauf?
01:36:04: Weil es ist so schön... Jetzt spreche ich euch Chemnits, seid stolz!
01:36:09: Seid einfach nur stolz auf diese Stadt und traut euch das auch laut zu kommunizieren.
01:36:16: Es gibt keinerlei Grund, warum man den Kopf nach unten nimmt und sich schämt für die Stadt.
01:36:21: Die Energie der Skeptiker nenn ich's mal!
01:36:24: Und da Menschen, die eine falsche Bescheidenheit haben... Die ist eben noch sehr, sehr ausgeprägt und die steht uns einfach im Wege.
01:36:31: Und ich glaube es ist machbar auf Bühnen zu gehen oder ins Rampenlicht zu gehen, die eigenen Geschichten zu erzählen und trotzdem sympathisch zu bleiben.
01:36:40: Auf alle Fälle!
01:36:42: Wir reden schon sehr lange und ich würde mal auf die Ziel gerade gehen... Ich habe so ein paar Standard-Fragen.
01:36:47: Die erste Frage kommt übrigens von Marco Grönmüller.
01:36:50: Was würdest du deinen zwanzigjährigen Ich rat'n aus der jetzt Zeit wenn Du zurückgehen könntest?
01:36:55: Sei viel mutiger.
01:36:56: Okay Im Laufe des Lebens stellt man an sich selber einen Talent fest, wo man sagt, hätte ich da mehr Zeit investiert?
01:37:02: Dann wäre mein Leben anders verlaufen.
01:37:04: Nicht besser aber anders!
01:37:06: Hast du so eine Sache entdeckt bei dir, wo du sagst auch das hätt ich auch... Da hätte ich ne ganz andere Rolle denn vielleicht spielen können auf dieser Welt.
01:37:13: Also
01:37:13: weiß ich nicht.
01:37:14: Ich bin glaube ich mit meinem Weg, bin ich glaube ich per se ganz... Hatte ich meinen
01:37:18: Friesen?!
01:37:20: Aber ich glaube, ich bin ja quasi kreativer und so visionärer Agentur Und bin auch sehr nah immer an diesem kreativen Produkt der Agentur dran gewesen und habe das weiterentwickelt.
01:37:33: Aber ich glaube, dass Kreative allein ist nicht meine Stärke oder es kreative beschränkt sich, glaub' ich, nicht nur auf Kampagnen dieser In-Beeper-Bloop also all das was wir an Produkte sozusagen aufs Gleis bringen, sondern meine Kreativität befegt... Mich, glaube ich auch Menschen mitzunehmen und mitzureisen.
01:37:54: Vielleicht auch hier und da mal auch Menschen Mut zu geben.
01:37:58: Ich habe sehr spät wahrscheinlich auch erkannt dass das was mir einmal Lampenfieber bereitet hat nämlich auf eine Bühne hochzugehen und einen Vortrag zu halten, eine Kino zu halten.
01:38:07: Dass ich das vielleicht ganz gut kann und dass es ein Talent ist was ich vielleicht habe.
01:38:14: Was aus mir geworden wäre wenn ich dieses Talent viel früher erkannt hätte weiß ich nicht Keine Ahnung, vielleicht wäre ich Kino-Speak.
01:38:20: Auf der anderen Seite verbindet mich nach wie vor mit dem was ich auch als Kind diese Gestaltungswille... Ich fotografiere gerne, ich filme gern, reise gern, ich mache daraus Filme, ich interview Menschen gern.
01:38:34: Also ich glaube aus mir wäre ein guter Reiseschonalist oder Buchautor geworden, der Länder bereist und große Bildbänder raus gibt.
01:38:42: Vielleicht mache ich das irgendwann nochmal?
01:38:46: Hast du jemals darüber nachgedacht, theoretisch machst du ja sowas jetzt auch mit dem Vorstand in eine politische Richtung zu gehen?
01:38:52: Also ich glaube du wirst ein guter Politiker geworden.
01:38:55: Das ist häufiger sein.
01:38:57: Es wird mir ab und zu mal gespiegelt und ich glaube dieser ganze Polizeikurs wäre nicht mein Ding es würde mich zu sehr einengen.
01:39:03: da bin ich viel lieber Unternehmer bin dadurch freier und kann vielleicht aus meiner unternehmerischen Perspektive trotzdem eine Menge beisteuern für, das weiß ich so, Standortthemen.
01:39:15: Das ist ja auch der Grund warum ich auch zum Thema Osten, zum Thema Sachsen gerne irgendwie auch nicht stimmen bin weil ich finde dass es das braucht und das kann ich noch aus der Politik kommen.
01:39:26: im Gegenteil Das muss viel mehr aus der medizinischen Gesellschaft kommen und muss sich vielmehr verschränken mit allen Facetten, also Politik-, Unternehmertum-, Wirtschaft- und gesellschaftlichem Engagement.
01:39:37: Also es gibt viele Stimmen zu diesen Themen... Und deswegen habe ich dir den Ostimismus, das wir da sehen bekommen.
01:39:45: Das ist übrigens ein Begriff, den wir auch geprägt haben hier in der Agentur.
01:39:48: Macht ihr ihn noch weiter?
01:39:49: Also die Ostimisten ... Ich wollte ja... Er hat gesagt, ich möchte gerne einen Ostimist werden!
01:39:53: Du kannst es sofort bei dir an deinem Profil reiben.
01:39:56: Ich hab tatsächlich ab und zu mal Anfragen bei mir, darf ich dir nen Begriff nutzen?
01:40:01: Ich würde gerne eine Bewegung draus machen.
01:40:03: Die Menschen eben miteinander vernetzt, die an diesen Bild des neuen Ostens, der sich befreit von diesen... Vorurteilen von diesen Schubladengeschichten, die uns auch zugeschrieben werden oder über Jahrzehnte auch zuggeschrieben worden sind.
01:40:21: Und man muss da mal sehen dass es in dem KI-Zeit alter Wo Large Language Modelle am Ende ja auch zugreifen auf das Weltwissen und damit in dem Falle auf das wie Ostdeutschland in den Medien in den letzten thirty-fünf Jahren auch diskutiert wurde nämlich viel aus einer Defizitperspektive was uns alles fehlt, wo wir überall noch Nachholbedarf haben und so weiter.
01:40:46: Und deswegen braucht es nicht aus einer rückspiegeligen Perspektive eine Diskussion sondern ich will den Osten gerne nach vorn erzählen wie wir gern an diesen neuen Osten arbeiten, an dem Bild das die Menschen im Kopf haben sollen und wie wir hier diese entschieden haben auch hier zu leben im Osten wie wir diesen Osten auch weiter entwickeln wollen.
01:41:11: Jetzt passt die Anschlussfrage.
01:41:13: Chemnitz, zwei Pausen, zweieinvierzig.
01:41:15: Wie sieht diese Stadt aus?
01:41:16: Also
01:41:16: eine Bundesstaat, eine Stadt in der auch Zuzug ist also wo Menschen hinziehen weil sie sagen Mensch das ist ein spannendes Staat Die hat irgendwie diesen gute Mischung aus Groß- und Kleinstadt.
01:41:27: Du hast dinäert zum Land, was ja auch super ist.
01:41:30: Du bist schnell im Erzgebirge, du bist in der Sehntlatte Wund um Leipzig.
01:41:35: Du hast Kulturenträgen und kannst nach Weimar fahren oder nach Prag.
01:41:39: Wir haben über die Flugheben schon gesprochen.
01:41:41: Also ein großer Auswahl an Abflugmöglichkeiten wenn es dann doch mal ergehen sollte für zumindest vierzehn Tage oder drei Wochen.
01:41:47: Und ich würde mir wünschen das!
01:41:50: hier auch viele junge Menschen unterwegs sind, auf den gehsteigen Flanier meilen.
01:41:55: Das ist auch viele verschiedene Sprachen gesprochen werden weil die Universität sich halt auch extrem weiter etabliert hat und dass viele Menschen, die vielleicht auf Grunde Studiums hergekommen sind, auch junge Menschen das sie sicher entscheiden mensches wären... Toller Ort und eine Familie zu gründen.
01:42:10: Und das vor allen Dingen die Menschen, die hier in Chemnitz leben, dass sie mit einem viel stärker durchgedrückten Rückendurchsleben laufen wenn es darum geht über Chemnits eben auch mal was zu erzählen also einfach stolz sind auf diese Stadt und die ganz gut erklären können warum sie in dieser Stadt leben und ja nicht weg wollen und das auch sehr gerne erzählen.
01:42:28: Ich danke dir, dass ich hier sein durfte.
01:42:30: Gerne
01:42:30: immer!
01:42:31: Und die allerletzte Frage ist du darfst jetzt zwei Gäste wünschen wo ich... Also hast du's jetzt erlebt?
01:42:37: Deshalb wäre es schön, wenn du mir ein Intro dafür machst.
01:42:39: Bei den Leuten sagst du, das ist okay.
01:42:42: Wen würdest du dir wünschen?
01:42:43: Idealerweise einen Mann und
01:42:46: eine Frau.
01:42:47: Wenn du zwei Frauen hast, ist noch besser.
01:42:48: Aber du hast schon immer Thomas gesagt und mich interessiert natürlich auch seine Sicht.
01:42:55: Und als Frau würde ich mit Linda Hütner und per se auch Blick auf Unternehmertum und gesellschaftliche Verantwortung, das finde ich wahnsinnig inspirierend.
01:43:04: Sie ist ja auch eine treibende Kraft bei Leidauer Wischen gewesen und hat mich auch extremst angezündet gemeinsam mit Claudia natürlich auch dieses Projekt auch mit Zebra und auch personell und mit dem was wir besonders gut können zu unterstützen.
01:43:18: also sie ist für mich wirklich so ne waschechte Chemnitzerin, ich durfte jetzt auch mal ihre Eltern kennenlernen.
01:43:27: Die ja auch eine Unternehmerfamilie durch und durch sind und die aber schon seit jeher gesellschaftliche Verantwortung als eine Kernaufgabe von Unternehmerinnen und Unternehmerern gesehen haben.
01:43:40: Und das finde ich mega inspirierend!
01:43:42: Und genau, Linda wünsche
01:43:44: ich mir mehr!
01:43:45: Vielen vielen Dank!
01:43:45: Ich hoffe wir sehen uns noch ganz, ganz oft
01:43:47: auf.
01:43:48: Auf jeden Fall ist es!
01:43:48: Das habe ich da auch!
01:43:49: Danke auch an Sie hier!
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