(Linda Hüttner - CEO GUNTER HÜTTNER + CO. GMBH) - Vorurteile und Zollstöcke: Als Frau in einer absoluten Männerdomäne

Shownotes

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00:00:03: Welcome to the sea level.

00:00:03: Herzlich willkommen zum C Level Podcast, dem Podcast wo ich die Business-Ebene mit dem C für Chemnitz verbinden möchte.

00:00:09: Mein heutiger Gast vertritt für mich genau das neue Chemnits denn Linda Hütner verbindet die alte und die Neue Welt mit einer echten Machermentalität und ganz viel sympathischem Anders Statement.

00:00:20: Wir sprechen über ihren spannenden Weg vom Aufwachsen im Hackertgebiet Über ihre Auszeichnung als beste Stuckateur auszubildende Sachsens bis hin zur Geschäftshörerin des erfolgreichen Familienunternehmens Gunther Hütterbau gemeinsam mit ihrem Bruder leitet.

00:00:35: Wir klären die Frage, wie man sich als Frau in einer absolut Männerdominierten Arbeitswelt behauptet und warum Linda mit ihrem Weg für viele und ganz besonders für junge Frauen ein echtes Vorbild ist.

00:00:45: Außerdem ist sie eine der treibenden Kräfte hinter dem spektakulären Nicht-Kunstfestival Light Hour Wishing.

00:00:50: Es ist eine inspirierende Folge über das Übernehmen von Verantwortung, mutige Visionen für das Chemnitz der Zukunft und darüber, warum wir alle manchmal etwas lauter werden müssen um anderen den Weg zu bereiten.

00:01:02: Ich wünsche euch viel Spaß mit dieser Folge und würde mich freuen, wenn wir uns alle am zweiten Juli bei Joy zum Sommerfest der Überstunde Chemnet sehen.

00:01:20: Das ist

00:01:39: richtig.

00:01:40: Und es ist ein wirklich wunderbarer Ort!

00:01:43: Ich bin total glücklich, dass du da bist... ich hab' mich in dem Vorgespräch gerade schon gesagt... ...ich find's so schön, das im Rahmen dieses Podcastes deinen Name so oft gefallen is'.

00:01:52: Als Wundgast, weil ich dich kennengelernt habe, ich glaub vor zwei drei Jahren ungefähr und auch sofort begeistert war von dir,... ...weil du für mich jetzt genau das neue Chemnitz vertrittst.

00:02:03: Weil du sozusagen die alte und die neue Welt verbindest und die Power.

00:02:08: Verstehst du, was ich damit meine?

00:02:10: Ich verstehe, was du meinst.

00:02:11: Und ich bin extrem froh, dass man so eine Podcast nicht sehen kann, wenn man rot wird.

00:02:15: Nee, ich erklär's dir aber noch mal!

00:02:17: Bei einer Sache würdest du sagen... Wahrscheinlich versteh dich ja, aber ich möchte es trotzdem nicht tun.

00:02:23: Du übernimmst Verantwortung für eine Stadt.

00:02:25: Du hast dieses Machergehen, was man immer hat und du hast diesen sympathische Understatement.

00:02:31: Und ich glaube der dritte Punkt ist in dieser heutigen Zeit aber ein Manco weil du musst laut werden.

00:02:37: Du musst die Welt zeigen wer du bist und in vielen die dich kennen würden auch sofort sagen dass du ein Vorbild bist und ich würde mich mir wünschen gerade jetzt so für meine Tochter das sie so eine Person oder so eine Frau wie dich kennenlernt, mit allem was du vertrittst.

00:02:51: Du hast gesagt, du hast schon den Podcast gehört.

00:02:53: ich würde gerne wissen wie du eigentlich die Person geworden bist.

00:02:57: ja wo bist du geboren?

00:02:59: ist die kleine Linde aufgewachsen.

00:03:02: also ich bin neunzehntneunzebzig geboren in Karl-Marx statt in der Frauenklinik.

00:03:08: viel auch schon ab und zu in deinem Podcast habe ich gehört und meine Eltern waren damals glückliche Mieter in einer Neubauwohnung mein Gottgebiet gegenüber vom Würfel werden viele noch Wissen, bin ich auf dem Fürschstraße aufgewachsen unter extrem... In meiner Wahrnehmung extrem vielen anderen Kindern, die genauso alt war wie ich.

00:03:27: Und ... Ich bin da aufgewachsen in die Schule gegangen und hab dort bis nineteenhundert neunzehn vierneinzig gelebt.

00:03:35: Stopp!

00:03:35: Stopp, stopp, STOPP!

00:03:36: Stoppen!

00:03:37: Ich bin ein achten siebzerjahr-Jährigen also der haben wir ganz viele gemeinsame.

00:03:40: Ich habe... Bin ja Marzana.

00:03:41: Du bist... Wie habt ihr euch eigentlich genannt?

00:03:43: Das weiß ich gar nicht.

00:03:44: Heckerter?!

00:03:45: Gab's ein Begriff, Leute die im Hackertgebiet gewohnt

00:03:48: haben?

00:03:49: Das war ja eine sehr privilegierte Art und Weise zu wohnen.

00:03:53: Insofern ... Ja es war das Hackert-Gebiet aber ich kannte glaube ich auch nur Leute von da keine Ahnung.

00:03:59: Also wir zahlen ja genau so.

00:04:01: Lange Zeit noch die höchste Akademiker Dichte von Berlin.

00:04:04: Weil das halt ein Privileg war, weil Akademika durften in den Neubau wohnern.

00:04:09: Das heißt, wir sind zusammen auf die POS gegangen du bist Jungpionier geworden Themenpionier auch noch?

00:04:16: FDR-Tler haben wir nicht geschafft.

00:04:20: Wurdest du für irgendwas gesichtet, wie ich im Sport wurde

00:04:22: gesucht?".

00:04:24: Ja das war witzig!

00:04:25: Das ist ja regulär gewesen in einer gewissen Klassenstufe.

00:04:28: und ich weiß noch dass ich nach Hause gegangen bin und gesagt habe Rodel... Ich bin fürs Rodeln ausgewählt und will nicht sagen dass meine Eltern mir ausgeredet haben aber mein Mutti war Schwimmerin in einem DDR-System und kannte vor Nachteile.

00:04:44: Und hat uns nicht am Montag, sage ich mal so, in Leistungssport zu gehen im Gegenteil?

00:04:49: Also sie wollte das für uns als Kinder nicht.

00:04:52: Dann mach' ich mal den Sprung... ...Ninzenhundertneunundachtzig Kannst du dich noch an den neunten November erinnern?

00:04:58: Ich kann mich an die Novembertage erinneren jetzt an eh jeden Einzelnen den auseinanderzuhalten weiß ich nicht.

00:05:05: Ich weiß, dass wir die Stimmung von zu Hause verfolgt haben mit meinen Eltern zusammen.

00:05:09: Es waren auch damals Herbstferien in der Wand in Thüringen.

00:05:12: Ähm...ich war irgendwie traurig.

00:05:15: Er ist gar nicht mehr da und ist meine gewohnte Figur gefilmt.

00:05:19: Die ein Jahr an ihrem Floor in jedem Kindergarten- und Schule anlächeln kann man nicht sagen.

00:05:25: Mit der getönten Brille angeguckt hat, kennt jeder das Bild?

00:05:28: Egon Krenz.

00:05:29: und das hat mich verwirrt als Kind, das weiß ich noch.

00:05:31: Und gleichzeitig dachte ich so warum sind wir nicht mit demonstrieren?

00:05:36: Warum sind wir hier draußen?

00:05:38: Meine Eltern waren sehr vorsichtig und skeptisch und hatten auch bedenken große Bedenken dass das gewaltsam umschlägt und dem wollten sie uns nicht aussetzen, das weiss ich jetzt.

00:05:48: Daran kann ich mich sehr gut erinnern und wir haben durchaus in der Familie ihre Prägung die Enteilungsschmerz für ihn haltet.

00:05:55: also quasi meine Hälfte Familie Wörterlicherseits hat im Westen gewohnt und die andere Hälfte hier, also unsere... Meine Familie ist zerrissen worden.

00:06:03: Und es hat auch Brüche gegeben, also Enteignungen von dem Bauunternehmen von meinem Großvater und seiner Familie.

00:06:11: Da gab's sehr viel Schmerz den die Mauer und die DDR-Force-Ohre gesagt hat.

00:06:15: insofern war das eine Erlösung.

00:06:16: aber in den Tagen eine Ungläubigkeit.

00:06:19: kann denn das lassen?

00:06:20: Die werden doch anfangen zu schießen!

00:06:22: Die Panzer werden noch kommen.

00:06:24: Das kann ich mich erinnern.

00:06:26: Weißt du noch, was du mit den Hundert D-Mark Begrüßungsgeld durftest?

00:06:30: Darfst du da selber entscheiden, was Du damit machst?

00:06:32: Hab

00:06:32: ich die gekriegt als Kind.

00:06:35: Natürlich!

00:06:36: Jeder DDR-Behör... Oh oh, liebe Eltern!

00:06:41: Deine Eltern haben also dir nicht mal gesagt, dass es für dich ... Es gab für dich Hundert d Mark Begrüssungsgeld.

00:06:46: Das

00:06:46: haben wir ja, meine Gäste.

00:06:47: Wäre mal ein Gesprächsangebot zu Hause dann.

00:06:50: Wir waren in Nürnberg damals.

00:06:52: Da hatten wir uns recht vorsichtig, habe ich auch so in der Wahrnehmung vorgewagt und sind mit dem Auto einen Tag nach Nürnhberg gefahren haben da an der Jugendherberge in der Burg wenn ich mich richtig erinnere gelebt und gewohnt und haben das Geld da ausgegeben.

00:07:06: Aber weißt du noch so ein Produkt?

00:07:08: wo ist das erste mal eine Cola?

00:07:11: Also, daran kann ich mich jetzt nicht.

00:07:13: Ich glaube das gab's aber ich kann mich jetzt ad hoc nicht dran erinnern.

00:07:16: Wir hatten ja durch die Geschwister meines Großvaters Westpakete und meine Mutti durfte in den letzten Tagen der DDR sag mal wer so die letzten Jahre auch zu Geburtstagen reisen Die haben immer darauf geachtet dass sie alleine gefahren ist.

00:07:29: also mein Vater durfte nicht mit wir durften nicht mit damit der Pfand quasi bleibt und sich ausreißt.

00:07:35: Aber dadurch gab es schon hier und da immer mal was.

00:07:41: Ich finde es ja interessant, weil dann ja sozusagen genau dieser Bruch stattfand.

00:07:49: Waren deine Eltern trotzdem weiter in diesem Baugewerbe aktiv auch zu DDR-Zeiten?

00:07:55: Also meine Mutter hat Bauteichnerin gelernt die war hier an Chemnitz im Büro für Städtebau jetzt dieser ganz hässliche Regel Zuletzt, der gegenüber von Tofners steht.

00:08:05: Und mein Fatih war Bauleiter im ETVK also Kombinat, Draßen und Tunnelbau und habe dort eine leitende Position gehabt schon zu DDR-Zeiten.

00:08:18: Und du hast gesagt, dein Opa war auch, hatte auch schon ein Bauunternehmen.

00:08:22: Das heißt ihr seid richtig über Generationen eine Baufamilie?

00:08:25: Richtig!

00:08:26: Das war ein Cottbus allerdings.

00:08:28: Also meine Mutter stammt aus Cottbus und das Baugeschäft meiner Familie Mütterlicherseits war in Cottbus.

00:08:33: aber die Prägung...und da hat mein Vater studiert.

00:08:36: Sie

00:08:36: ist sich auch kennengelernt.

00:08:37: War bauen ja..das liegt in den Gehen kann man so

00:08:39: Okay, also relativ schnell muss ja die Baufirma gegründet worden sein für die ich jetzt alle kenne.

00:08:46: Ja genau das war am ersten Oktober, und mein Vater hat ... auch die Nähe zum Heckart-Gebiet.

00:08:53: Damals ist dieses Grundstück an der Berger Straße gefunden, über die Treuhand dann kaufen können und hat dort mit maßgeblicher Umwunderung der Familie meiner Mutter so von dem Schwiegervater und seinen Brüdern auch mit einem Startkapital, mit einem Kleinen und dieser mit diesem Rückenwind sich selbstständig gemacht obwohl es auch viele gab, die sagen Mensch hier zu plehnen.

00:09:14: Das Kombinat übernahm EDVK und macht doch da.

00:09:18: Mit hat er das gewagt, sich mit sechs Angestellten und einem Netzwerk muss man auch sagen was er damals hatte dann in die Selbstständigkeit gewagt.

00:09:26: Und begann dann sozusagen... Also auch dein Bruder ist ja aktiv in diese Firma dann integriert worden so zu sein.

00:09:34: War das von Anfang an klar dass ihr auch sowas machen sollt?

00:09:37: Also wart ihr auch zur DDR-Zeiten schon so etwas wie eine Unternehmerfamilie hier.

00:09:42: dann?

00:09:42: Nie zur DDR Zeit nicht!

00:09:44: Er sei jetzt nicht aktiv, sondern dass das von euren Eltern vorgelebt wurde.

00:09:48: Bitte Bau!

00:09:51: Dafür waren wir zu jung, würde ich sagen.

00:09:54: Also gerade als unsere Berufswahl die Ideen entstanden gab es die Firma schon aus.

00:09:58: meinem Bruder ist drei Jahre älter der war zur Wendezeiten vierzen-fünfzen und ich eben elf zwölf und... Das ging danach erst los und haben Schwung auf was wir natürlich gemerkt haben.

00:10:13: Wir hatten einen Gartengrundstück in Thalheim, das hat mein Vater mit seinen Händen und hier und da mal jemand der mit Kleinigkeiten geholfen hat selber gebaut.

00:10:22: Baugrube gibt es Bilder an unserem Familienalbum wo er immer auf so einer Baustelle Wochenenden verbringt.

00:10:28: Natürlich prägt das und spielt eine Rolle viel selbst zu bauen.

00:10:32: aber abseits dessen war für uns als Kinder, wir waren

00:10:37: frei.

00:10:37: Ist deine Mama auch in die Baufirma gleich mit eingestiegen?

00:10:40: Ja Das heißt aber, ab im Jahr- und Jahrzehnte war sozusagen die Firma ja präsent in eurer Familie.

00:10:48: Ich glaube meine Mutter kam ein bisschen später dazu.

00:10:50: da müsste ich jetzt direkt nochmal nachfragen.

00:10:52: Unrelevant!

00:10:53: Aber das war Prion Angelpunkt unseres ganzen Familienlebens.

00:10:59: Und wie schnell ist es dann gewachsen?

00:11:01: Also du hast gesagt mit sechs Leuten angefangen.

00:11:04: Das ging in den Neunzigern sehr schnell.

00:11:06: Ich kann so viel sagen, dass im Jahr zweitausend ist dann schon über hunderthundertfünfzig Leute so neben dem Dreh waren.

00:11:18: Was ja?

00:11:18: Also das sind...das war ein enormes Wachstum innerhalb von wenigen Jahren auch was die Angebotsbreite betrifft, das Portfolio.

00:11:29: Wie viele seid ihr jetzt?

00:11:30: Echt weiß ich gar nicht.

00:11:33: Also aus dem Gefühl waren deine Eltern doch dann aber kaum noch da, oder?

00:11:38: Oder fand auch das Familienleben in der Firma dann statt für euch.

00:11:42: Ich finde in meiner Wahrnehmung haben die das sehr gut hinbekommen trotzdem das Privatleben von dem Dienstlichen zu trennen.

00:11:49: na klar wenn man mit Haut und Haaren in einer Firma steckt und auch die Gespräche am Amts Bruttstisch, sich hauptsächlich um diese Dinge drehen.

00:11:57: Trotz alledem meine Eltern dann das Grundstück in Adelsberg gekauft, Haus gebaut für uns auch ein Lebensumfeld geschaffen was nicht heißt wir wohnen auf dem Hof und alles dreht sich nur um eins sondern es gab dadurch auswährend regelmäßig Urlaub gemacht ist viel Zeit gemeinsam zu Hause gehabt.

00:12:14: aber ja war's vielleicht.

00:12:15: einen Unterschied war zur anderen ist dass wir Auch so ein bisschen notgedrungenermaßen viele Entscheidungen schon sehr früh alleine getroffen haben, mein Bruder und ich.

00:12:24: Das ist meinen Eindruck den... Unsere Eltern haben uns da, man kann sagen aus Mangel an Zeit oder einen Vertrauen in uns.

00:12:31: Ein

00:12:32: zweiteres auch eher sagen viel Freiheit gelassen.

00:12:34: das habe ich bei in meinem Umfeld unter Mitschülern schon auch hier und da anders wahrgenommen obwohl ich sagen muss es ging egal was die Eltern gemacht haben und ob sie selbstständig waren oder gerade ein anderen Bruch in der Biografie zu verarbeiten hatten.

00:12:46: Das gingen uns Kindern in allen Elternhäusern so würde ich sagen.

00:12:52: Ich habe es hier schon mal gesagt, ich weiß nicht ob das gerade die dritte Generation.

00:12:55: auskennst du dieses soziologische Phänomen?

00:12:57: Ich kann

00:12:57: mir vorstellen ja...

00:12:58: Die dritte generation Ost, genau von seventy fünf bis eighty-fünf geborenen Menschen in der DDR sind die Generation, die sozusagen ihren beruflichen Weg oder den erwachsenen Weg da konnten die Eltern nicht sagen, wie es läuft.

00:13:14: Weil sie ihre Erfahrungen in einem anderen System hatten und konnten nur sagen, wir haben keine Ahnung, hoffentlich wird's gut!

00:13:20: Und das führt so ein bisschen zu einer Identitätslosigkeit.

00:13:24: Also ich persönlich kannst du ja mal sagen, ob du anders bist... Ich fühle mich weder als DDR-Bürger noch als BHD-Börger.

00:13:33: Ich fremde immer noch mit der deutschen Nationalhymne aber auch die DDR-Hymne ist nicht meine.

00:13:38: Also was Länder betrifft identitätslose?

00:13:42: Also ich bin irgendwo dazwischen und es ist jetzt kein Problem für mich, aber ich kann diesen Nationalsteil gar nicht so richtig begreifen.

00:13:49: Für mich hat's was sehr autonomes und das habe ich – und viele andere glaube ich auch.

00:13:54: rückblickend empfinde ich das so!

00:13:55: Wenn man keine, wenn man eine schwache Prägung hat und wenig Vorbild- und wenig Erwartungen auch in dem Sinne am Ende ist ja oft auch Erwartung aus erwartenden Eltern oder Umfeld.

00:14:07: Das gab es nicht außer mach's Beste draus!

00:14:10: Sei kompetent und komm durch.

00:14:12: das fand ich extrem ermunternde und ja ne sehr freie Zeit sich zu entfalten in dem Alter.

00:14:18: Jetzt sieht natürlich die Frage Entfaltung wie sehr wollten deine Eltern das tun?

00:14:24: ... auch in die Richtung gehst.

00:14:25: Also ich würde jetzt mal... Ich nehme mal an, Abitur?

00:14:27: Ja!

00:14:28: Wahrscheinlich, nineteen-neun-neinzig.

00:14:31: Echt?

00:14:31: Wieso hast du denn Simon und ich?

00:14:32: Im April

00:14:33: neun-seventig bin

00:14:34: ich da.

00:14:34: Ach Junge also wir werden sogar in einer Klasse gewinnen.

00:14:36: Wir sind ja... Ich bin drassester Juli, achtundsiebzig.

00:14:40: Ich habe gerade geruht den

00:14:40: Sommerkindern in eine Klasse gegangen.

00:14:42: Okay, wir wären also in eine klasse gegangen oder ich war im falschen Neubaugebiet.

00:14:49: Bei mir war es nämlich achtundneunzig, du warst siebenund neunzig.

00:14:52: Das heißt, ich hatte noch Zeit um Zivilismus zu machen nochmal ein Jahr.

00:14:56: Um dann die Entscheidung zu treffen nach Chemnitz zum Studieren zu kommen.

00:15:01: Was war dein Wunsch?

00:15:03: Also mein Wunsch war auch in den Bau zu gehen, wodurch auch immer.

00:15:08: Ich dachte okay da ist die Firma, da gibt es eine Möglichkeit.

00:15:12: Die Frage stellte sich gar nicht groß Zu was anderem?

00:15:15: Doch ich hatte mal als Jugendliche vor Frisuren zu werden Aber hab mich dann dagegen entschieden weil ich dachte Boah nee der Verdienst hat so wenig Geld.

00:15:23: Das war mir schon klar.

00:15:24: Da dacht ich da kommst du nicht weit?

00:15:26: Ich zwar gerne aber Nee.

00:15:28: und dann dachte ich gut Bauten müsste ich ja Bauenjournalwesen studieren.

00:15:32: haben wir dann bei den Fächern auch Mühe gegeben, da irgendwie zurechtzukommen und habe dann aber mal durchgerechnet.

00:15:39: Ich hab gedacht, na Mensch, wenn du jetzt nach dem Abitur anfängst zu studieren, dann bist du mit Zweiundzwanzig fertig und bist eine Frau aufm Bau?

00:15:46: Bei Zweihundzwanzig wär'nimpfen dich da ernst!

00:15:49: Und dann hab ich

00:15:50: klar... Aber war von Anfang an klar, wenn Du auf dem Bau arbeitest dann in der Familienfirma?

00:15:56: Nee, das nicht.

00:15:57: Dafür waren die Zeiten zu unsicher.

00:15:59: also gerade Ende der neunziger Jahre gab es wilde Zeiten und sehr... Also nach der Anfangsäuferie im großen Bruch Leckverheil-Eigenheim-Zulage diese Fördergebietabschreibungen

00:16:08: etc.,

00:16:08: also es gab da ein Konjunktureinbruch.

00:16:11: Mein Vater musste mit einem Schlag viele Menschen entlassen.

00:16:14: auch es war eine sehr schwierige Zeit Und grade als ich beim Abitur fertig war und in die Ausbildung ins Studium gegangen bin, war die Perspektive eher es wird nichts da sein zum Übernehmen oder vielleicht ist nichts da.

00:16:26: Also dieses auf der einen Seite ja vielleicht ist was da aber vielleicht ist auch nichts da.

00:16:29: also mach was womit du auf eigenen Füßen stehen kannst womit Du aber auch im In der Firma eine Rolle spielen kannst.

00:16:38: Wie bekannt war Hütner Bauern in Neunz?

00:16:41: Bist du schon zur Schule gegangen Als die Tochter von?

00:16:45: Mhm,

00:16:45: ja.

00:16:46: Echt der!

00:16:47: Also die orange Formel in den Schilder standen schon überall auf der Straße und ich musste mir das öfter... naja es ist schon wieder.

00:16:52: Ja selbst schon wieder da.

00:16:53: Ich war schon immer wieder an einer Baustelle von euch so an der Ampel stehen und die waren schon in der öffentlichen Wahrnehmung, waren wir schon vertreten und mein Vater auch bekannt.

00:17:03: Ist gut oder was nicht so gut?

00:17:04: Ich habe

00:17:04: gelernt damit umzugehen also ich hab ähm.. Das ist ein Phänomen von heute auch noch dass man eben dann, also dass sich mein schönes Bild über einen bilden Die eigentlich kennen und ich dann eher das Gefühl hatte, ich muss ein paar Vorteile entkräften.

00:17:19: Aber wer mich kennengelernt hat mit denen bin ich immer gut klar gekommen Und ich habe das Glück gehabt einen sehr großen Freundeskreis und sehr festen damals als Jugendliche war auch zu haben und zu finden.

00:17:29: und sobald mich jemand kannte war alles verflogen.

00:17:34: Ich hab euch ja zum also denn die Baufirma zum ersten Mal wahrgenommen bei Nainers weil ich das immer gesehen habe, dieses Logo und dann guckt man irgendwann was ist das eigentlich.

00:17:43: Ist das eine Sache die dein Vater schon vorgelebt hat?

00:17:46: Ja

00:17:47: definitiv ganz stark.

00:17:48: also dieses Thema wir bauen irgendwo und dann kommt der Kindergarten nebenan und sagt könnte uns mal hier und wir bräuchten gerne und das müsste mal repariert werden.

00:17:58: und da gab es schon immer auch soziale Projekte oft aus Auftraggeber sich die sagten, wir haben hier ein großes Baubrojekt abgeschlossen dem Verein XY oder zur Abrundung.

00:18:11: Oder auch oft wurden Übergaben mit.

00:18:15: Spendensammlungen verbunden, dann erinnere ich mich mehr ran.

00:18:20: Gab es ein großes Projekt was eine soziale Beteiligung hatte und also da gab's immer auf kundesnetzwerks auch im Rahmen der Partnerschaften da auch ne hohe Verbindlichkeit das geben und nehmen.

00:18:33: du bist also jetzt zwei zwanzig Jahre alt kommst von Da wollen wir?

00:18:37: Boah, ich achten.

00:18:39: Als du aus der Schule gingst.

00:18:41: Ich habe das ja nicht gemacht und habe nicht direkt studiert.

00:18:43: Ach so!

00:18:43: Das war...ich dachte die Bauingenieur war, dass du gesagt hast mit zweiundzwanzig dann auf der Bausteine.

00:18:49: Ah,

00:18:51: schuldigung!

00:18:52: Wenn ich jetzt anfange zu studieren, da bin ich zu ein zwanzig und fühle mich so jung um als Kompetent vorgenommen zu werden als Frau also.

00:19:00: Aber wo kam diese Idee her, dass du als so wurde dir gesagt?

00:19:06: Also ich hab auf dem Ohr der mir das so dann eingeflüstert habe.

00:19:11: Habe ich Dinge gehört wie Frauen gehören nicht auf den Bau und immer die Frauen und was die da wieder.

00:19:17: und also diese skeptische Haltung war vorsichtig formuliert gegenüber.

00:19:21: Hab ich natürlich auch die ganzen Jahre mitbekommen obwohl das nicht mich als Tochter betraf sondern eher Ja, das umfällt an sich.

00:19:30: Er war

00:19:30: bei Ronny Mike's und der hatte auch eine Baufirma und er hat gesagt irgendwann es war mir einfach zu rau.

00:19:41: Der Ton auf der Baustelle ist halt jetzt würde ich sein Testosteron gesteuert und das war ihm einfach irgendwann.

00:19:48: Ich möchte das nicht mehr so und vielleicht kommt da ja auch dass man eine Frau gehört dann nicht hin.

00:19:54: Was hast du für eine Ausbildung dann gemacht?

00:19:56: Ich habe damals in der Schule eine Ausarbeitung machen müssen über einen Ausbildungsberuf, wo immer auch Gemeinschaftskunde.

00:20:03: Und hab mir den Beruf des Stokateurs oder der Stokatören ausgesucht und meine Mutter hatte von der AOK von der Firma so ne Zeitschrift mal mitgebracht.

00:20:11: Da war ein Mädchen abgebildet die in Köln beim Willi Milowicz Theater saniert hat.

00:20:16: Und da war sie abgebundet und er dacht, wow!

00:20:19: Diesen Mädchen machte so ne Ausbildung.

00:20:21: Handwerk Bau, cooler Beruf.

00:20:23: Denkmäler gibt es.

00:20:24: Das hat mich sofort gefangen und dann habe ich mir gedacht, machst du erstmal so eine Ausbildung hast derzeit?

00:20:30: Habe ich mir eine Ausbildungsstelle gesucht was auch nicht einfach war und bin dann in Zwickau beim Stuckeschäft Reinhold angekommen die mir an der Vertrag angeboten haben obwohl sie wussten dass ich nicht bleiben werde.

00:20:41: Da zweieinhalb Jahre, ich habe dann halb Jahr verkürzt.

00:20:44: Warum wussten die, dass du nicht bleiben wirst?

00:20:46: Abiturienten

00:20:47: und Spross in der Unternehmerfamilie aus Chemnitz war ...

00:20:51: Aber ich würde jetzt mal sagen, wenn ich da die Firma gewesen wäre, hätte ich gedacht, das wird aber auch nicht schlecht, dass er bei uns ist.

00:20:57: Dann

00:20:58: sind Sie dann auch gemerkt!

00:21:01: Also ja, aber natürlich die Skepsis trifft uns jetzt auch manchmal.

00:21:05: Ich freu mich sehr dass der Mario Reinwalter damals die Verantwortung gesehen hat und gesagt er okay dann will dich da halt aus.

00:21:12: Es war ein harter Kampf auch für ihn immer wieder Aufträge rein zu schaffen und wir haben Fassaden in Zirkau saniert auf dem Größt gestanden mit Männern zwei und glaube ich fünf sechs damals und anderen Lehrlinge und bei Dessert waren es vier Saniers.

00:21:25: Wie wurdest du da behandelt?

00:21:27: Wenn du das schon so sagst... Die wussten ja alle, wer du bist.

00:21:30: Das

00:21:30: war Zwicko?

00:21:31: Gut das ist ein Stück entfernt...

00:21:33: Gar hatte das keinen Einfluss.

00:21:35: So grob

00:21:36: und dass ich Exotin war damals, da haben sie sich schon gefragt was machten die hier und warum?

00:21:41: aber also mit meinen Kollegen habe ich durch den Bankwerk immer gute Erfahrungen gemacht.

00:21:46: Jeder Mensch ist unterschiedlich, der Mann ist unterschiedliche jeder Kollege.

00:21:49: Die haben mir in der Kräften immer geholfen und mich auch am Mund hat und mich behandelt als wäre ich einer von ihnen.

00:21:56: Das ist so viel wert.

00:21:57: Aber auf der Baustelle mit den anderen Gewerken hin und wieder, also habe ich dann irgendwann gemerkt, ich teile die in zwei Welten ein im Männern und dazwischen gibt es oft nichts.

00:22:07: Und zwar gab's die einen ... Wir hatten immer ein Werkzeug.

00:22:10: einmal, das war ein schwarzer Eimer da war da Hammer, Kellen, Handschuhe und die Spachtel drin.

00:22:17: Also wiegt nix!

00:22:18: Den hast du immer am Mann Der war auch immer im Auto.

00:22:20: dann Da gabs' die Männer, die gesagt haben komm, nehmt dir deinen Eimer ab Da musste nicht so schwer tragen.

00:22:27: Wo ich gesagt habe, Kollege, also nee, schaffe ich schon alleine.

00:22:32: Also die zu viel abnehmen wollten.

00:22:34: und dann gab es die andere Hälfte, die wenn wir abgeladen haben Platten abgeladen haben und ich zwei genommen hab' Und die stärkeren Männer mit großen Händen drei oder ja Dann mir noch die dritte drauf gehauen haben und gesagt jetzt Trixage-Face Soviel wie wir Wenn du hier mitspielen willst.

00:22:50: und das waren so die zwei oder auch Ja, legendär sage ich auch.

00:22:54: Da lache ich immer mal drüber.

00:22:55: Ich schaute im Sommer alle lange Hosen an und eine Hose, weil es wirklich warm war habe ich mir mal einen Waden abgeschnitten damit so ein bisschen Erleichterung.

00:23:02: also die Sprüche für meine Waden da dachte ich auch also nee aber da konnte ich drüber lachen und mit Humor damit umgehen.

00:23:11: Diejenigen die weder das eine noch das andere waren irgendwie in der Minderheit.

00:23:14: das habe ich damals gelernt.

00:23:16: Aber ich hab für jedes großes Verständnis gehabt Und wir konnten uns immer mit Humoren sehen.

00:23:21: Das ist der Vorteil.

00:23:22: Gibt es eigentlich eine reine Frauen-Baufirma schon?

00:23:27: Gibst du was, habe ich noch... Ich rückte

00:23:28: Frage!

00:23:29: Bestimmt.

00:23:30: Meinst Du?

00:23:31: Also weil man... Es ist viel... Du

00:23:33: hast Gründen zu tun.

00:23:34: Na ich kann's nicht gründen.

00:23:36: Du hast die Idee nicht.

00:23:38: Cool ja, ne?

00:23:39: Weil das einfach... Ich hab darüber nachgedacht.

00:23:42: Du hattest auf dem AOK-Prospekt gesehen wie eine Frau an... Bau-Tätigkeiten macht, es fehlt halt die Vorbilder.

00:23:51: Da sage ich ja du musst noch stärker in der Öffentlichkeit weil die Vorbildung Funktion da ist.

00:23:56: Wenn's niemand gibt wo du sehen kannst dass man das machen könnte kann auch niemand hinterher kommen.

00:24:01: also seit der erste oder die erste diesmachtest hat immer die größte Energie und danach wird für alle leichter.

00:24:07: Du hast die Ausbildung beendet.

00:24:09: wahrscheinlich nehmt dich mal jetzt so wahr leistungsorientiert das wird beendete und dann

00:24:14: Das muss ich noch erwähnen.

00:24:16: Wahrscheinlich warst du die Beste?

00:24:17: Die

00:24:17: Beste in Sachsen, ja vom ganzen Jahrgang!

00:24:20: Aber es wundert mich nicht von Männern und Frauen.

00:24:25: Von

00:24:25: allen Jogateurs, Absolventen derlingen... Und das waren damals auch viele.

00:24:29: viel mehr als heute bin ich im Jahrgang two-thausend die beste Lehrlinge geworden, beste Prüfung und hab dann vom Herrn Tillisch damals Ministerpräsidentin Dresden Urkunde bekommen Weiß ich noch.

00:24:45: Er hat hier irgendeinen besonderen Platz?

00:24:46: Hatte der Vater nicht Ministerpräsidenten, noch nicht.

00:24:49: da war er Abgeordneter für Europamenister und der hat uns aber damals die Uckung

00:24:53: gegeben.

00:24:53: Dann machst du jetzt noch also wer mit dir in Berühmung ist.

00:25:01: Hattest du dann das Alter wo du sagst jetzt studiere ich?

00:25:05: Ja!

00:25:06: Aber zwischendurch hat meine beste Freundin von damals, sie hört noch meines bestem Freunden aus, hat in Leipzig begonnen gehabt eben nach dem Abitur im Baunschönerwesen zu studieren, weil sie auch von mir geprägt war und wir das so zusammen als Optionen für uns gesehen

00:25:21: haben.

00:25:21: Hast du schon die zweite Person für deine Baufirma?

00:25:26: Susi kommt zurück!

00:25:27: Ich

00:25:28: habe eine Idee!

00:25:29: Und dann hat sie in Leipzig das Studier-Zweise-Mest und hat gesagt, boah, das ist wirklich hart und ich queme mich da so durch aber irgendwie... habe ich mir das anders vorgestellt.

00:25:42: und dann hatte sie eine Idee, ich wechsle jetzt auf Architektur.

00:25:46: Und auch da hab' ich das erste Jahr Architektor mit ihr quasi erlebt.

00:25:49: Das was Sida erzählt hat, das hat mich einfach dazu gebracht, dass der Mensch es ist für mich auch das Bessere wahrscheinlich.

00:25:55: Es ist ein Diplomstudiengang, es ist ein technischer Studiengang, sind viele Inhalte drin die ich später brauchen werde aber es hatten sehr kreativen Bezug.

00:26:04: Wenn du sagst, brauchen werde, klingt ja so als wenn deine Rolle schon feststand.

00:26:09: Was macht der Bauingenieur?

00:26:11: Ich weiß es gar nicht.

00:26:12: Unsere Aufgabe im Unternehmen ist das, was sich andere adacht haben in dem Moment, was per Ausschreibung und Plänen vorliegt auszuführen und das technisch verstehen und auszufüllen nach den Regelwerken die man im Studium lernt nach technischen Vorschriften zu bauen.

00:26:33: Und da ist ja Prozess des Entwerfen ist nicht relevant, sondern das des Umsetzens sozusagen und auch die technischen Varianten alternativen Lösungen.

00:26:43: Also wir sorgen dafür dass es am Ende dann auch so gebaut ist, dass es hält und steht und jeder sich sicher fühlt drauf und drunter.

00:26:49: Okay

00:26:50: und du wusstest diese Position braucht Hürden am Bau?

00:26:53: Genau!

00:26:54: Oh okay seit der gab's nicht genug von...

00:26:56: Es darf meine Verantwortung sein mit diesem technischem Sachverstand zu bringen.

00:27:02: Was hat denn dem Vati für eine Rolle, also euch gesagt was ihr... gab es eine Erwartungshaltung?

00:27:09: Die gab's sicherlich aber die war eben mit dieser Ambivalenz verbunden.

00:27:12: Ja wenns uns weiter gut geht, wenns die Firma weiter gibt dann wünschen wir uns dass das mit euch weitergeht.

00:27:19: A als Chance.

00:27:20: damals war sehr schwierig Auch an der Ausbildungsstelle und im Studienplatz, in der Arbeitsstelle zu bekommen.

00:27:26: Du wirst es wissen!

00:27:27: Es waren ja Zeiten nicht wie heute.

00:27:28: Es war kein Arbeitnehmermarkt oder ein Arbeitgebermarkt.

00:27:31: Das war für uns natürlich auch ein Stück weit Sicherheit.

00:27:33: Also da gibt's einen Arbeitsplatz wo wir gebraucht werden.

00:27:37: Also es ist ja bei mir jetzt auch, wir haben viel über meine Tochter gesprochen.

00:27:41: Also ich muss sagen mein Papa ist gestorben mit neunundvierzig und konnte nie diese Rolle... also ich weiß gar nicht.

00:27:48: Im Endeffekt bin ich achtundviert?

00:27:49: Ich werde achtund vierzig!

00:27:50: Ich werde achtenvierzig.

00:27:51: Ab neun und vierzig weiß ich gar nicht wie man als Vater agiert weil ich das nicht hatte.

00:27:56: Und natürlich denke ich, meine Tochte die Sportmacher sind ja auch ein Platt wo sie immer hin kann.

00:28:01: Sie hat absolut gar keinen Bock auf die Szene.

00:28:04: Sie war jetzt das erste Mal letztes Jahr an Chemnitz dabei und hat mitgeholfen, es wirkt nicht so als wenn das ihr Ding ist.

00:28:11: aber dieses Gefühl zu geben meine Kinder bekommen Sicherheit ist ja total schön.

00:28:19: Aber ich habe keine Erwartung an sie.

00:28:20: Ich würde ihnen wahrscheinlich lieber... also jetzt würde sich ihr eher freuen, gib mir das Geld, lass mich machen was ich will müssen noch darüber reden.

00:28:30: Ich glaube nicht, dass das das Zukunftsmodell ist.

00:28:32: Aber bei euch war es dann schon ... Bei deinem Bruder genauso?

00:28:36: Also der hat wahrscheinlich nie darüber nachgedacht, wann er für die Baufirma geeignet ist, sondern da war's bestimmt schneller der Weg!

00:28:44: Genau, Bundeswehr, Abitur-Bundeswehr Studium in Beim.

00:28:48: Und

00:28:48: der war also schon vorher in der Firma dann aktiv?

00:28:51: Also wir haben beide uns nach dem Studium auch noch andere Unternehmen gesucht, in denen wir dann gearbeitet haben bei ihm auch und er hat denn als Bauleiter angefangen zu arbeiten bei uns an der Firma und ist dann in die Aufgaben gewachsen.

00:29:05: War das eine bewusste Entscheidung in einer anderen Firma zu gehen oder... kam das von euch oder von deinem Elternhaus?

00:29:14: Sowohl

00:29:14: als auch, muss man sagen.

00:29:15: Es haben alle als wichtig erachtet noch mal andere Luft zu schnuppern und dieses Autonomen bleiben sich was zu suchen also nicht drauf zu vertrauen dass das funktioniert sondern auch in Optionen denken.

00:29:29: Also die Hauptoption war natürlich ins unsere Unternehmen zu gehen und was tun und übernehmen aber sah eben lange nicht so aus ob es wirklich etwas gibt Also das Szenario einer Inservenz und wir müssen sowieso uns so orientieren, dass wir irgendwie was finden, was uns Spaß macht und wobei gebraucht werden.

00:29:48: Woanders?

00:29:48: Das gab es ja gleichberechtigt.

00:29:50: also man kann dieses Selbstbewusstsein da ist etwas, das bleiben wird, das gab's nicht.

00:29:55: Gibt es das jetzt?

00:29:56: Ich weiß gar nicht.

00:29:57: ich kannte die im Baubel.

00:29:58: also sie wirkt jetzt auch alles so regiel.

00:30:02: Man kann sagen, dass dass wir in den Zeiten stabiler geworden sind Dass uns das, was meinen Vater und uns Korte damals umgehauen hätte beinahe nicht nochmal umhauen würde.

00:30:13: Okay!

00:30:13: Jetzt noch mal eine Frage weil du interessiert mich auch.

00:30:15: Du hast gesagt ihr beide geht in andere Bauunternehmen wahrscheinlich ja irgendwie in der Region oder warst du sehr weit weg?

00:30:21: Bei mir war es ein anderes Architekturbüro.

00:30:26: Also auch was mein Vater gut kannte, das war eine Verbindung zu ihm.

00:30:30: Er hatte den Job vorschafft beim Herrn Höhen auf der Hüttscheinstraße und da habe ich geplant gearbeitet und hab dann mit einem Kollegen, den ich da kennengelernt hat, mich selbstständig gemacht.

00:30:41: Die Frage ist nämlich ob das so ein typischer Netzwerksache in der Baubranche ist?

00:30:46: Dass du gerade auch ganz viele Kinder von beschäftigst?

00:30:49: Ist das all in?

00:30:51: Ja!

00:30:51: Und man hat dann keine Angst, dass da irgendwie was Leistung oder Wissen abgezogen

00:30:56: wird.

00:30:56: Ja das ist ein Impuls.

00:30:58: den haben wir im Bruder und ich auch immer mal so ach hm so'n von Tochter von hm.

00:31:03: aber am Ende was wollen wir?

00:31:05: Wir wollen ein gutwilliges Netzwerk und je professioneller und je besser ausgebildet die Partner in anderen Baufirmen oder auch an der Bauverwaltung sind desto besser es für uns also um das und je mehr Leute Lust haben sich im Bau zu verwirklichen und spannende Einblicke kriegen, desto besser für uns alle.

00:31:26: Also da ist der Netzwerkgedanke und das partnerschaftlich gutwillige trotz auch dass man Konkurrenz ist, ist da wichtiger und es ist genug für alle da die ordentlich anständig ihre Geschäfte führen wollen.

00:31:41: Okay ich würde schon wissen dann den Weg wanns dann zur Hüttenerbau ging Wie das ist als Tochter dann?

00:31:50: Also im Endeffekt war ja ab den neunziger Jahren, dass der wahrscheinlichste Weg und vielleicht auch immer die gewisse Erwartung von allen.

00:31:57: Und jetzt bist du wirklich in dieser Firma.

00:31:59: Wusstest du genau oder wusstet ihr genau was erwartet wird, ob wie das Gefühl ist?

00:32:05: Ach überhaupt gar nicht null!

00:32:06: Also auch mein Vater konnte uns das ja auch nicht erklären weil er es sehr auch nicht kannte.

00:32:12: Er hat gegründet aber nicht übernommen Und er hat uns ein großes Vertrauen signalisiert.

00:32:17: Ich will, dass ich unterstütze euch und brauche euch.

00:32:20: Ich gebe euch Verantwortung und ich gebe auch

00:32:22: ab.".

00:32:22: Das war von Anfang an eine Schwange mit.

00:32:24: Bei mir war es so, ich habe im Studium am Ende gearbeitet und mich selbstständig gemacht... ...und hab dann außer Selbstständigkeit heraus bin ich lange geworden.

00:32:34: Die Familienplanung meint man kennenlärmlich.

00:32:35: Nein, weil du bist nur den selbstständigen geworden!

00:32:37: Du bist nach dem...

00:32:39: Achlosienzwoacht?

00:32:41: Du bist bei dem Architekturbüro.

00:32:44: Hast du noch eine Anstellung?

00:32:45: Nein,

00:32:46: ich bin ins Architektur rumgegangen.

00:32:47: Hab da einen Kollegen kennengelernt und mit dem hab' ich mich dann selbstständig...

00:32:51: Als

00:32:51: was?!

00:32:52: ...Architekturbüro!

00:32:53: Und dann haben wir eigentlich nur akfrächiert.

00:32:58: Dann bin ich spranger geworden in dieser Zeit und habe dann ziemlich schnell mal durchgerechnet, was das so für ein Selbstständigen bedeutet.

00:33:04: Spranger zu sein oder nicht?

00:33:06: Es nehmen unter Mutterschutz zu sein.

00:33:08: und hab' dann mich... quasi beworben am Küchentisch meiner Eltern und hab gesagt, Mensch.

00:33:13: Eure Enkel müssen ernährt werden?

00:33:18: Besser!

00:33:19: Und dann bin ich eingezogen in den Büro... Ich hab dann auch einen klaren Kant gemacht und mich von meinem Geschäftspartner da getrennt.

00:33:30: Und bin dann da ins Büro eingezogen, habe zwei Aufgaben übernommen, hab in unserer Abteilung Einkaufen schreibtisch bekommen und dort gearbeitet.

00:33:38: also nachunternehmende Verhandlungen die Verhandlung Verträge schreiben.

00:33:42: In welcher Position steigt man ein?

00:33:44: Ein

00:33:44: Käuferin in Ausbildung quasi.

00:33:47: Also es gab eine Struktur über dir

00:33:49: Die

00:33:50: nicht dein Vater war

00:33:52: Die Leiterin-Einkauf.

00:33:54: Okay, was sind die?

00:33:55: War Begeistert bestimmt?

00:33:57: Schwierig klar!

00:33:59: Also für mich schwierig und für die anderen schwierig.

00:34:01: Da

00:34:01: müssen natürlich alle mit spitzen Fingern angefasst.

00:34:05: Und jede Firma, die es dann am Telefon hat, ist so prühen noch... Aber auch das mit der Zeit Vertrauenshafen normal bleiben, das habe ich trotzdem als eine sehr schöne Zeit empfunden.

00:34:18: Und es hat sich auch die Leiterin und andere.

00:34:20: haben sie nicht davor gescheult mehr Tipps, Empfehlungen mir quasi auszubilden.

00:34:26: Jetzt bist du in der Firma.

00:34:28: Der Weg ist eigentlich jetzt klar theoretisch aber du müsstest ja auch ... Wir müssen ja alle schauen, ob das überhaupt geht.

00:34:34: Genau!

00:34:34: Das war ja von Anfang an... Also es mag sein dass es in der Familiengeschichte gewünscht ist aber jetzt muss er der Abgleich stattfinden.

00:34:40: Ob das überhaupt klappt?

00:34:41: Hat's

00:34:41: geklappt?!

00:34:41: Das Ergebnis ist klar, aber war das reibungslos?

00:34:46: Es war ja nicht nur Einkauf.

00:34:47: Ich hab damals im Projekt geplant und mit einem Baulater dann auch den Bau verfolgt.

00:34:53: ich habe die Webseite aufgebaut.

00:34:55: Da werden damals keine Webseiten.

00:34:56: Mein Vater hat gesagt, das wäre doch schön.

00:34:58: Mein Bruder hatte Kontakt zu einer Werbeagentur und hat schon mal das Logo irgendwie aufgebaut.

00:35:03: und also ich bin in Aufgaben gewachsen, die ich eigenverantwortlich dann auch ausführen konnte.

00:35:09: So das war dann immer mal so zwei Tage hier oder rotieren und bin dann per Anstellung die Assistentin der Geschäftsführung geworden?

00:35:20: Nach wie viel nach welcher Zeit?

00:35:21: Nicht dass gleich!

00:35:22: Das war mein...

00:35:23: Du warst die Assistenz in der Geschäftssführung und hast den Einkauf gemacht.

00:35:26: Ja

00:35:27: das ist okay.

00:35:30: Ich weiß gar nicht am Ende mehr so, wie lang das war im Einkauf.

00:35:33: Also es war eine Station sag ich mal so und dann war das auch in meiner Warnung immer noch sehr ergebnisoffen was wird gefällt euch?

00:35:40: ne?

00:35:41: Finden wir uns alle miteinander.

00:35:43: kommen wir klar oder nicht?

00:35:44: Wir durften mein Bruder als Bauleiter und auch mit mehr Verantwortung was dann Kunden, Aquis etc.

00:35:50: einen betraf wir durften da rein wachsen ohne dass es ein Stichtag gab also am Sohn zuviertens sitzen wir beim Notar und dann habt ihr das Ding alleine an der Backe und nach dem Motto ging, klappt es nicht.

00:36:00: Wo war dein Bruder in der Einordnung der Firma?

00:36:03: Was hatte der für eine Position?

00:36:04: Der war Bauleiter hat er so vorhin gesagt.

00:36:06: Genau!

00:36:06: Ich kenne mich überhaupt nicht im Baufirmausweis sozusagen, Bauleitung.

00:36:10: also wie das die Hierarchie einer Bauffirma ist weiß ich gar nicht.

00:36:14: als gibt's einen Bauleitern oder mehrere Bauleiten?

00:36:16: Mehrere Bauleite, also hier ein

00:36:17: Projekt.

00:36:18: Genau, also jeder Bauleitter hat mehrere Projekte und jeder Bauleihter führt wie ein kleines Unternehmen

00:36:25: muss... Wie viele Bauleita habt ihr jetzt?

00:36:28: Viele?

00:36:29: Okay, war das damals auch dann so?

00:36:31: Also da sind ja dann wie Abteilung theoretisch.

00:36:34: Richtig,

00:36:34: genau, Abteilungsleiter und der war in einem anderen Gebäude und im anderen Büro und wir haben... Das hat mein Bruder mit den Jahren dann auch etabliert und initiiert dass wir mit meinem Vater regelmäßig Mittagessen gegangen sind um eben auch Austausch zuzulassen und nicht immer darauf angewiesen zu sein Dass es Informationen gibt, die man irgendwie braucht.

00:36:57: Weil auch das war mein Vater nicht gewöhnt.

00:36:59: Er hat immer alles alleine entscheiden müssen mit sich ausmachen müssen.

00:37:02: Er hatte zwar dann einen technischen Leiter gehabt und einen Kaufmenschenleiter mit denen er sich beraten hat aber er ist aus der Situation heraus für alle selber verantwortlich gewesen.

00:37:12: Und die jetzt zu teilen war für ihn gar nicht so

00:37:15: einfach.

00:37:16: Dann mache ich jetzt mal meine Perspektive.

00:37:19: Conrad und ich haben ja begonnen vor zwanzig Jahren zu zweit.

00:37:23: Alles, was diese Firma macht haben wir alle.

00:37:26: Jede Aufgabe haben wir schon mal gemacht.

00:37:27: Einschließlich dass bei uns keine Grafik leisten konnte.

00:37:30: Wir haben Grafik gemacht!

00:37:31: Wir haben also jetzt zu allem unseren Sämpf dazu gegeben.

00:37:36: Stell ich mir schwierig vor wenn so eine Person da ist die alles gemacht hat, die eigene Erfahrung sagt Ich weiß wie es geht.

00:37:43: nun so könnte man's besser machen.

00:37:45: und dann noch die Kinder.

00:37:47: Ja meine Mutti im Personal auch das ganze Personalarbeit gemacht klar Schwierig, aber es kommt ja nicht irgendwer.

00:37:55: Es kommen ja deine Kinder und ich glaube das ist schon noch was anderes.

00:37:58: Und da bin ich extrem dankbar dass so eine Familie ein extrem gutwilliges Umfeld

00:38:03: ist.

00:38:03: Gab jemand zum Punkt wo's kippte?

00:38:05: Also wo man sagt okay, es knallt... Ich bin raus oder war alles der Weg zur Geschäftsführung ganz geebnet?

00:38:12: Alles easy.

00:38:13: Den

00:38:13: gab's eigentlich nicht.

00:38:14: Das ist schön!

00:38:16: Aber das zeugt ihr auch von, dass ihr alle so miteinander geredet habe, das ist wirklich ne Sauber.

00:38:22: Und wann führte dann der Wechsel statt?

00:38:25: Also

00:38:25: mein Vater war bis zwothausendzwölf immer alleiniger Geschäftsführer und hat dann zwothausendswölf die zweite Geschäftsposition aufgebaut.

00:38:32: Das ist mein Bruder geworden.

00:38:34: Damals hab ich mit meinem zweiten Kind Sohn gerade noch zu Hause genau bin dann wiedergekommen und dann ging der Prozess mit uns beiden los.

00:38:43: also mein Brutter hatte eher Verantwortung übernommen als zweiter Geschäftsführer und war mit ihm die Doppelspitze, die zwei Hütners.

00:38:50: Und dann haben wir zum ersten, ersten Jahrzugsjahr, also vor zehn Jahren den Gesellschafter-Übergang gemacht.

00:38:57: Also die Anteile meines Vaters sind auf uns übergegangen und wir haben beide seit erster Zeit nachgerückt und habe meinen Vater abgeliefert.

00:39:04: Wie ist jetzt die Teilung?

00:39:05: Finde ich ja auch immer interessant!

00:39:07: Was ist dein Bereich?

00:39:08: Was ist von deinem Bruder der Bereich?

00:39:10: Das kann man gar nicht so streng und so stark sagen.

00:39:13: Wir teilen uns in vieles, aber man kann im Grunde genommen so sagen dass der Akquisebereich gerade mit öffentlichen Auftraggebern und auch privaten und das Duo mit unserem technischen Leiter also Kalkulation-Auftragsakvise bei meinem Bruder liegt Auch Personalarbeit im Sinne von gewerblich technischem Personal und Aber Kaufmenschel Gesamtverantwortung bei ihm Und bei mir zugleichen teilen.

00:39:41: Wir haben eine Kaufgrenze Leiterin, mit der wir wenn wir zusammensitzen immer nur zu dritt oder zu vier Beziehung sei zu sitzen und bei mir ist es so dass der ganze Bereich dann wenn die Aufträge bei uns zum... Oder die Angebote zum Auftrag werden einkaufsseitig.

00:39:56: ich betreue also Nachunternehmer, Lieferanten, Personalarbeit im Sinne von kaufmännischen Personal und Ausbildung.

00:40:06: Also wir haben über dreißig Auszubildende und Studenten die ich strategisch quasi betreuen darf.

00:40:11: Da rückst

00:40:11: du jetzt dann wie viele Frauen dabei?

00:40:14: Weil dein den auszubildenden...

00:40:15: Also Kaufmännisch haben wir aktuell eine und Technisch zwei

00:40:22: Was gut ist wenn du das... Okay

00:40:24: also eine Anlagenmethanikerin, eine Stahlbetreuung Bauen.

00:40:31: Und den Bereich betreue ich.

00:40:34: und dann natürlich das ganze Thema Marketing, Sponsoring, Außenwahrnehmung.

00:40:40: Ihr habt einen Re-Launch gemacht?

00:40:41: Du bist ja sozusagen... Also in Person bist du ja Marketing, würdest du vielleicht gar nicht so aktiv so sehen aber im Endeffekt machst du es ja?

00:40:50: Jetzt ist's ja auch rum,

00:40:51: ne?

00:40:52: Nein, glaube ich nicht!

00:40:53: Was ist denn der Marketing Teil?

00:40:55: also du musst mit dem?

00:40:58: Es gibt eine Ausschreibung, hast du da überhaupt eine Möglichkeit?

00:41:01: Das ist ja ein Prozess.

00:41:03: Kann man damit Marketing irgendwas machen bei deinem Ausschreibenungsprozess?

00:41:06: Nein das

00:41:07: öffentliche Vergaben gewinnt der Preis aber wir wollen natürlich für unsere Auftraggeber der beste Dienstleister sein.

00:41:14: dass geht mit ordentlich gepflegten und einheitlich beklebten Fahrzeugen los.

00:41:19: Das geht mit einer Baustellenbeschilderung los, und das hat mein Vater schon immer sehr konsequent gemacht.

00:41:24: Deswegen war die Bekanntheit schon damals auch relativ hoch im Gegensatz zur anderen Baufirma, weil er auch immer gesagt hat, die Fahrzeuge müssen sauber sein, die Beklebung muss ordentlich sein, jedes Auto muss sichtbar sein, dass es von der Firma Hüttmer

00:41:34: kommt.".

00:41:35: Arbeitskleidung also.

00:41:36: es ist gar nicht mal Marketing zur Auftragsgewinnung sondern was geben wir für ein Bild nach außen ab?

00:41:41: wo ist das Logo auf unserer Arbeits Kleidung?

00:41:43: wie sieht die Arbeits Kleiddung aus?

00:41:45: Was haben unsere Leute an, was haben wir für Mappen?

00:41:48: Auf welche Blöcke schreiben wir gibt's Coolies.

00:41:50: Wie sehen die Zollstücke aus?

00:41:52: Das ist eine enorm...

00:41:53: Fäll ich

00:41:54: schon alleine das.

00:41:55: Dann frage ich mal anders Wie viele Aufträge akquiriert ihr die nicht aus Ausschreibung rühren?

00:42:00: Weil da macht ja dieses Marketing dann mehr Sinn, weil in der Ausschreibung ist es völlig egal.

00:42:07: Oder es wirkt... Noch

00:42:08: zum Punkt Ja, auftragsalvier als...

00:42:10: Oder anders!

00:42:10: ...fünfzehn

00:42:11: Prozent.

00:42:11: Fünfzehnt

00:42:12: Prozent ist frei und alles also, so achtzig Prozent ist über Ausschreiben.

00:42:17: Da müsst ihr eine Riesenabteilung, die sich nur konzentriert auf Auschreibungen haben.

00:42:23: Und das finde ich total verrückt.

00:42:26: Also für jetzt sagen alle, wie hast du das sonst?

00:42:29: Wahrscheinlich sagst du... Wenn beide den gleichen Preis haben entscheidet dann doch der, also das Marketing.

00:42:38: Dann gibt's eine Verhandlung.

00:42:40: Ah okay!

00:42:41: Dann muss jemand nachlassen, der den meisten Rabatt dann gibt.

00:42:43: Also in der öffentlichen Vergabe gibt es keine Verhandlungen und da gibts den Fall.

00:42:46: aber der Preisgleich ist halt auch nicht.

00:42:49: Okay.

00:42:49: Komm mal stehen, wenn ich bekannt bin dass das mal vorkam.

00:42:52: Das heißt wie viel Ausschreibung habt ihr gerade permanent laufen?

00:42:56: Also wir sind hier heute durchgegangen, dreißig würde ich sagen Stinge.

00:43:00: Aber was passiert wenn ihr alle Dreißig-Ausschreibungen gewinnt?

00:43:03: Könnt ihr die dann überhaupt leisten?

00:43:05: Das wird ja nicht passieren!

00:43:08: Da steckt auch eine Strategie dahinter und sind damit unseren Phänomenal super.

00:43:15: Leuten die wir an Bord haben da bestens Gerüste können mit guten Zeiten gut umgehen und haben es geschafft das als Ausnahme zu sehen, wo viele Baufirmen doch ein bisschen durchgedreht sind.

00:43:25: Die dann gesagt haben in der Bezei jetzt mal doppelte oder ich komme nicht oder Angebot krieg ich es für mich nicht.

00:43:30: wenn du willst dass ich baut dann beauftrage mich.

00:43:32: Da ist schon viel dubioses auch passiert.

00:43:34: das haben wir nicht gemacht.

00:43:37: Versucht dann gute Zeiten zu benutzen, um genau die Auftragsspitzen abzumildern und so sagen ja lieber Auftraggeber wir bauen das gerne aber dürfen wir bitte mal zwei Wochen später anfangen weil auch das ist ein sehr hartes Regime.

00:43:48: wenn du den Zuschlag bekommst musst innerhalb von einer sehr kurzen Frist beginnen.

00:43:52: da muss das Material da sein.

00:43:53: Du musst die Sperrung haben, musst die Leute freigesetzt haben der Baggergeräte alles muss da sein.

00:43:59: an dem Tag Und da ist die öffentliche Hand auch genadenlos steht dann im Vertrag.

00:44:05: Wir kennen das Gut.

00:44:08: Okay, krass!

00:44:12: Das klingt alles für mich auf alle Fälle da hat man genug zu tun.

00:44:17: So jetzt haben wir uns aber kennengelernt.

00:44:20: Ich war in einem Projekt, wo man denkt das würde alleine schon reichen um sozusagen das beruflich zu machen.

00:44:26: Nehm ich das Leidauerwischen?

00:44:27: Weiß gar nicht ob du vorher also es mir nicht so bekannt gewesen auch schon ähnlich viele Dinge gemacht hast noch nebenbei im Rahmen von der Größe wie das Leitauer Wissen auch.

00:44:36: Nein eigentlich dass die Initiative oder so wie ich dazugekommen bin zudem dem ich mich da angeschlossen habe.

00:44:44: nur muss ich fairerweise auch sagen bis es dazu kam hatten wir mit Übergang Firma zu tun und meine Kinder waren auch klein.

00:44:53: Und das beides ein größer Selbständiger, wir haben einen Generationswechsel in unserer Firma und auch viele Umstrukturierungen absolviert und es hat so ein bisschen zeitfrei gesetzt und eben ich habe das an mir gemerkt dass ich Lust hab mal über den Teller reinzugucken und bin da durch durch ein Partner durch den Dirk Feindorf Architekten Kontakt zu meiner kam auch Gruppe gekommen, quasi das was mein Berufsverband ist als Architekt.

00:45:19: Der gesagt hat Mensch die haben eine Arbeitsgruppe gebildet, die wollen in der Kulturabstatt mitmachen und wenn du Lust hast geht auch da mal hin.

00:45:27: Und dann habe ich gesagt ja, da hätte ich Lust drauf im baubezogenen Kontext Baukultur mitzudenken und hab so auch die Claudia kennengelernt.

00:45:39: Claudia, ich würde Lotte jetzt sagen.

00:45:41: Also wir müssten uns jetzt mal einigen wie was nennen?

00:45:43: Was sagst du?

00:45:44: Dummer

00:45:44: ist es!

00:45:44: Ich habe sie als Claudia kennengelernt und ich bin da ziemlich fest.

00:45:50: also ich mache mir Klammer auf.

00:45:53: unsere Namen wurden uns ja von unseren Eltern gegeben.

00:45:57: ich finde dass es noch mal einen Tag geben sollte wo der Mensch selber entscheiden sollte wie er sich nennt.

00:46:04: Michari wolltest Du Dich Nennen?

00:46:06: Würde ich jetzt Elwes?

00:46:08: Luxus!

00:46:09: Geil.

00:46:10: Es war jetzt ein Spaß, ich habe für mich noch keinen Namen...

00:46:14: Ich bin mega happy mit meinem Namen.

00:46:17: Und

00:46:17: ich hab auch einen Freund der heißt wird von allen Pavel genannt.

00:46:20: Heißt aber gar nicht Pavel es Fabian und ist so verrückt dass auf seinem Abitur Pavel steht.

00:46:26: deshalb wenn jemand sagt er möchte ab sofort Lotte sein dann würde ich sagen ja verstehe ich Aber wir wissen ja, wen wir meinen.

00:46:34: Und ich hab sie ja kennengelernt, im Tielmanns.

00:46:39: Sie hatte mir erzählt, dass er einen Licht festmachen will und sie braucht dafür Geld, wie funktioniert ein Sponsoring?

00:46:46: Und ich sage da, weil es gerade Ukraine kriegt, Energiekrise... Jetzt willst du das Licht anmachen!

00:46:51: Hast du schon mal irgendwas mit Sponsorin gemacht?

00:46:53: Nein?!

00:46:54: Zweiundfünfzigtausend richtig viel Geld, was du da haben willst.

00:46:57: Aber wir haben ungefähr drei Stunden gequatscht und es ist ein sehr einnehmender Mensch, eine tolle Frau!

00:47:03: Wie war eure Begegnung?

00:47:04: Ich

00:47:04: habe sie nicht einzeln kennengelernt sondern das war im Rahmen der Arbeitskreis Sitzungen und manche Kante viele noch nicht Und mich hat einfach begeistert mit welcher Energie alle und insbesondere die Claudia mir so auch... Mir nicht präsentiert, sondern in der Runde kamen die ganzen Ideen auf den Tisch.

00:47:21: Also wir stellen uns einen Denkmal-Fahrt vor!

00:47:23: Wir wollen studentischen Wettbewerb initiieren, wir wollen eben Studenten und Architekturstudenten aus ganz Europa nach Chemnitz holen und sich Gedanken machen.

00:47:31: Wir haben eine Platzvision, wir wollten die Plätze bespielen und dann kam die Cloud.

00:47:34: ja auch ein Einteilprojekt ist... Wir machen ein Festival of Lights wie man es aus Berlin kennt In Chemnitz.

00:47:41: Ich habe schon mit denen geredet und da bin ich zum ersten Mal in Kontakt, mit dieser Art des Festivals gekommen – ich kannte Lichtkunst vorher nicht!

00:47:48: Und mich hat auch dahingetrieben was wünschen sich meine Mitarbeiter.

00:47:52: oder was muss eine Kulturabschad sein damit unsere Mitarbeiter sich dort wiederfinden?

00:47:59: Hattet vermutet eher nicht Hochkultur, sind keine Theatervorstellungen oder High-Level Kunstprojekte.

00:48:06: Sondern was bringt unseren Leuten Spaß und bringt Indien statt?

00:48:11: Und dann kann ich mich selber nicht daran erinnern aber die Leute sagen das immer wieder.

00:48:14: da muss sich irgendwie gesagt haben ja seltene Idee gehört die länger darüber nachdenken immer besser wird.

00:48:19: Das war so!

00:48:20: Ich habe das sofort Bilder gehabt und dachte wow wie cool Da würden meine Leute hingehen, das würde denen gefallen.

00:48:27: Das hat so viel Ebenen.

00:48:28: Diese Lichtkunst hat so viele zu bieten.

00:48:31: Die bietet positive Bilder und Energie.

00:48:34: Die Strahlkraft lässt sich so einsetzen, dass man seine Stadt mal anders erlebt.

00:48:39: Das zieht Menschen an da kann man Dinge vermitteln die man nicht so oft in den Museum bekommt zum Beispiel Und das hat mich total entzündet.

00:48:48: Und dass mal im Jahr ist, wurde diese Vision auch Wirklichkeit und ich das erste Mal das erlebt habe und dachte was für ein geiles Event.

00:48:58: also aus meiner Perspektive.

00:49:00: Das was da passiert es kann im Firmlauf ist anders.

00:49:03: Ein Sportveranstaltung erzeugt anderes Emotionen aber Licht also Dunkelheit.

00:49:08: nur bestimmte Situationen werden angestrahlt.

00:49:11: und was mir am meisten gefallen hat, ist dass die Menschen den Kopf nach oben genommen haben.

00:49:15: Die mussten nämlich nach oben gucken und das Visionäre dabei.

00:49:18: Und ich fand es so krass!

00:49:19: Ich weiß noch, dass ihr da beiden... Ich glaube danach habe ich das auch gesagt euch.

00:49:23: Ihr habt diese Moderation gemacht und ihr habt gesagt ihr wart noch zu schüchtern.

00:49:27: Ihr müsst doch viel viel lauter sein weil das ist krass was ihr geleistet habt.

00:49:30: Würdet ihr wieder seien?

00:49:31: Wir waren ja nicht nur alleine, das waren ganz viele und das ist ja auch wieder sympathisch.

00:49:35: aber ihr habt ein Event kreiert was bitte nicht aus dieser Stadt geht, weil es als Symbol so wichtig ist.

00:49:41: Die Leute sind an einem Donnerstagabend in der Dunkelheit nach draußen gegangen und da muss man ganz schön viele Eventkonzepte sich überlegen um diesen Effekt zu haben.

00:49:50: Hast du das von anderen so gewusst dass das passieren wird?

00:49:54: Wir haben es gehofft uns zwar die Visionen ganz klauen das war das was uns angetrieben hat und gerade dass sich Fotos und Bilder verbreiten am ersten Abend die dann andere am zweiten und dritten Abend kommen lassen.

00:50:07: Die Klauter hat die ganze Zeit gesagt und angesagt, das wird so passieren.

00:50:11: Und daran hatte ich nicht den geringsten Zweifel.

00:50:14: Weil sie es gesagt hat oder weil du auch klingt logisch?

00:50:18: Das war vollkommen nachvollziehbar!

00:50:21: So war ich jetzt... Sozusagen die ganze... Ich hab das alles ja begleitet und ich weiß, wir saßen dann glaub im November, Oktober-November bei Zebra noch zusammen.

00:50:30: Also ihr wart erschöpft einfach von der Zeit und ich habe euch gesagt, ihr müsst eigentlich jetzt wieder los!

00:50:35: Und das was halt viele Menschen glaube ich nicht wissen ist, was das an Energie und Zeit euch kostet.

00:50:41: Was ist eigentlich der Zeitfresser?

00:50:43: Bei einem Event, was nur einmal am Jahr stattfindet vier Tage, was soll denn da sein dass ein Projektor licht, was kostet die

00:50:50: Zeit?!

00:50:50: die unzähligen Abstimmungen.

00:50:52: Gespräche, Nachhaken, Aufbereitungen, E-Mails schreiben also das komplette Projektmanagement.

00:51:01: am Ende ist es ja auch größer geworden und die Ansprüche sind auch größern geworden.

00:51:07: und im ersten Jahr hatten wir viel Energie weil wird die Dinge zum ersten Mal gemacht haben.

00:51:12: da gab's auch keine Richtung kein falsch und ich dachte immer wir hatten auch noch ganz viele Weltmenschutz.

00:51:16: was passiert ist, hat geknallt weil es auch keinen Vergleich gab und wir haben mit vielen extrem gutwilligen Partnern das

00:51:27: ad hoc

00:51:28: durchprobiert mal.

00:51:29: Und da merkt man gar nicht wie viel Energie mein Einsatz sondern das ist wie Adrenalin die ganze letzte Phase.

00:51:39: Das war im zweiten und dritten Jahr schon anders.

00:51:41: du wusstest was kommt auf dich zu Du siehst den Aufwand Du gehst sehend rein, du weißt okay.

00:51:47: Du hast jetzt Sponsorentermine das bedeuteten Ratenschwanz von und viel erklären.

00:51:53: es ist ja auch nicht nur so dass wir uns vorgenommen haben ein Lichtkunstfestival zu initiieren sondern Hauptenergie ist auch dahin geflossen zu sagen Wir haben eine Vision für diese Stadt!

00:52:02: Wir wünschen uns eine Veränderung, wir wünschnen uns eine Sichtbarkeit, wir Wünschnunz Belebungen.

00:52:08: und ich glaube Das, was das Festival ein Stück weit auch stark gemacht hat, hat viel Energie gekostet.

00:52:14: Wir können nicht mehr Energie kosten, es hat auch sehr viel Energie gegeben, weil man durch solche Projekte merkt, dass es einen Unterschied macht, ob man's tut oder nicht und viele Menschen raugen genau das.

00:52:25: Und das hat Energie kostet aber auch unglaublich viel Energie gegeben, das darf man noch nicht.

00:52:31: Aber es geht euch auch um den Diskurs.

00:52:33: Es ist nicht eure Vision, die ihr da hinbauen wollt.

00:52:37: Ich sage jetzt mal... Ihr würdet schon gerne das der Marinenplag bebaut ist weil er als eine leere Fläche ist und ihr sagt in ne Stadtarchitektonisch gibt's das Wort?

00:52:45: Ja okay!

00:52:46: Der müsste bespielt werden, weil er eine Funktion hätte.

00:52:48: Eine Ninershalle wäre schön aber es muss so sein, wir wollten ein Diskurs anstoßen.

00:52:54: Ich glaube das wurde häufiger einmal falsch verstanden dass es leider eurer wissenschaftende Intention hat Das ist eine Nainershalle, das stimmt nicht.

00:53:02: Ja!

00:53:02: Dass das Dilemma ist und dass kennen wir als Architekten und als Planer... ...dass es für viele Dinge ne Vorstandskraft fehlt und dass sich dann immer gewünscht wird, ja malz doch mal aufgebt uns doch mal ein Gefühl was kannst denn sein wie sieht's den aus?

00:53:16: Und so bald man was geziert und aufschreibt, also mit einem unguten Bauchgefühl sich dem Aussatz sagt jetzt mal ich was auch oder jetzt zeige ich hier etwas.

00:53:24: Was ja eigentlich nur ein Beispiel ist?

00:53:26: Oder in Dummy wird dann im Detail diskutiert.

00:53:31: aber das kennen wir, das wussten wir dass es passiert.

00:53:34: Aber trotzdem würde man sich sonst im Kreis drehen Wenn man sich nur fragt was denn und man sagt na irgendwas Na wie denn?

00:53:42: Na stellst du dir halt vor Das geht nicht!

00:53:44: Man muss schon an einem Gewissen Punkt mal konkret werden und dann auch aushalten, dass darüber eine Diskussion entsteht.

00:53:50: Und die ist in meinem Dafürhalten immer immer immer positiv.

00:53:56: Also wir diskutieren ja auch.

00:53:58: ich finde auch der Diskurs ist wichtiger.

00:54:00: Ich glaube ich habe da sogar mein linken Beitrag dann sofort gemacht.

00:54:02: es gab Hillerbevonzwanzig diese freie Presse-Diskussion war vonzwansicht und das du gesagt.

00:54:08: damit wir über Visionen diskutieren können brauchen wir Welte.

00:54:12: Es ist das Lichtkunstfestival.

00:54:14: Ich habe gar nicht so eine Kulturnähe, also Lichtkuns.

00:54:17: Leidauer Wischen finde ich redenandere schon bei der LARV vorkommt.

00:54:21: Ich find das Logo grandios und mir gefällt dieser liebe Aspekt.

00:54:25: aber auch Vision die Vision für die Stadt die Vision einer Firma die Vision von uns selbst.

00:54:31: Und ich hatte gestern die Diskussion bei der Überstunde, ist ja gar nicht so leicht rauszufinden was ein bisschen wie eine Vision entstehen kann.

00:54:36: und manchmal hilft es ja, Visionen zu hören um zu sagen na das wäre nicht meine.

00:54:40: aber in diesem Kontext damit man darüber diskutiert braucht man Vision finde ich einen total wichtigen Satz.

00:54:45: und was ich verstehe inzwischen ist dass diese drei Jahre dieser Energie dass man darüber reden muss weil ich glaube ihr nie darüber nachgedacht habt das zehn zwanzig Jahre zu machen Es war Kulturhauptstadt und es gab eigentlich nicht das Denken über was sind eigentlich nach der Kulturhaupt Stadt Und dass man jetzt irgendwie auch mal öffentlich sagt, okay es ist jetzt auf einmal eine Erwartungshaltung entstanden.

00:55:07: Dass das immer geben müsste und ich sage als Eventmensch Das ist jetzt blöd damit aufzuhören aber das muss man mit euch beraten und wir vielleicht mal das jetzt auch nutzen zu sagen Vielleicht braucht wirklich ne Pause um zu überlegen wie geht's weiter?

00:55:21: Gehts denn weiter aus deiner Sicht?

00:55:22: Ich weiß nicht.

00:55:23: Ich frage jetzt vorsichtig

00:55:25: Also das ist viel vieles im Leben Nicht einfach zu beantworten.

00:55:29: also Die Möglichkeit gibt's, ja.

00:55:31: Und es gibt auch durchaus eine Lust bei uns das weiter zu verfolgen weil natürlich trotz aller Belastung was schon sagte ist so ein Engagement gibt einem so viel zurück was man im Arbeitsleben und dem Job was ich zumindest nicht habe und ich lege viele andere auch nicht.

00:55:49: also es wird zwar mein Aufruf zum mehr Ehren hat Das treibt an und macht einen Tag unglaublich sinnstiftend und sinnvoll.

00:55:57: Und sowas aufzugeben fällt natürlich auch überhaupt nicht leicht.

00:56:02: Zumal man auch immer wieder denkt, jetzt hat man das aufgebaut, Strukturen geschaffen und so viel gelernt.

00:56:08: Das könnte ja auch einfacher werden und man könnte es ja einfach nochmal machen.

00:56:13: aber man muss sich dann schon noch schütteln.

00:56:15: und wo ist die Energie?

00:56:17: Wo wird sie gebraucht?

00:56:19: und da muss ich für mich auch sagen die Paare in meinem Geschäft und in meinem Job indem ich auch viel Verantwortung habe Und das ist überhaupt nicht leicht zu beantworten.

00:56:30: und auch die Frage, wie kann es denn auch sein?

00:56:34: Kann's kleiner sein?

00:56:35: Muss es so groß sein muss es wachsen darfs auch mal anders sein hält mein Kritik aus.

00:56:41: Wie geht´s mit der Vision weiter?

00:56:43: Das bleibt dass wir kein reines Lichtkonsfestival organisieren wollen sondern dass der Bezug zur städtebaulichen Vision bleibt.

00:56:51: Auf was wollen wir aufmerksam machen?

00:56:53: Wir haben uns in dem Workshop die These gegeben oder den Titel, wir beleuchten vorborgende Potenziale.

00:56:58: Jetzt haben wir das drei Jahre mit dem Marienplatz gemacht, welches vorborene Potenzial sehen wir und welches gibt es noch.

00:57:05: Und wer muss jetzt mal sagen hat ja funktioniert?

00:57:07: also er habt.

00:57:07: es wurde Thema.

00:57:08: Wir beleuchten das verborgende Potenzial.

00:57:10: Viele Leute einschließlich mir wussten gar nicht, dass es gibt...

00:57:13: Aber auch das gehört dazu, dass man sich natürlich wünscht, dass ein Prozessengang kommt!

00:57:17: Wir wollten anstoßen und ins Tun kommen, wenn man so zurückfällt und wieder einschläft, das demotiviert an der Stelle natürlich auch.

00:57:29: Wir hatten kurz eine kleine Unterbrechung, weil ich Maus Klo musste.

00:57:32: Sind wir wieder da?

00:57:34: Wie kommen wir jetzt wieder auf den Punkt...?

00:57:37: Im Endeffekt es geht um Chemnitz und das ist ja sozusagen, ich hab's dir vorhin mal gesagt eigentlich ist der Podcast für mich das Date mit Chemniz.

00:57:45: Der Gesellschaft bei ihr in zwei drei Jahren hier leben werde.

00:57:49: Und jetzt biegen wir langsam auf die Schluss gerade ein.

00:57:53: Die erste Frage hat jetzt nichts mit Chemnet zu tun.

00:57:57: Was würdest du deinem zwanzigjährigen Ich raten?

00:58:02: Mach was dir Spaß macht, finde raus.

00:58:04: Was dich antreibt sei so neugierig wie es irgendwie geht.

00:58:09: Dann die nächste, gleich sofort die nächste Standardfrage, diese Talentfrage hast du schon mal gehört weil es mir immer unangenehm ist mit diesem Ledermacher weil ich Angst davor habe, dass ich da irgendwo stehen muss.

00:58:21: Das war total dummer!

00:58:24: Aber

00:58:24: du befeuerst es immer wieder?

00:58:25: Naja, das Beispiel... Ich glaube ja nur, dass sich ein guter Liedermacher gewesen wird.

00:58:30: Was wär's bei dir?

00:58:31: Was glaubst Du?

00:58:32: Was hast Du für einen Talent oder auch mega-gut gewesen?

00:58:35: Also

00:58:36: ich glaube nicht mega-goten.

00:58:37: aber was ist ein Talent, was ich unterschätzt hab und zwar dass ich durchaus nicht unsportlich bin, dass es Spaß und Erfüllung...

00:58:45: Du willst noch mal

00:58:46: rodeln?!

00:58:47: Sportfinder.

00:58:48: Ja, also das finde ich... Da denke ich manchmal, Gott, wie wäre dein Leben verlaufen?

00:58:52: Was hättest du für Erfahrungen gemacht wenn ich mich da auch stärker in so Wettbewerben hätte messen können?

00:59:00: körperlich mental?

00:59:02: Das frage ich mich manchmal weil ich glaube dass ich da gar nicht so schlecht drin bin.

00:59:07: Du vermisst den Körperlicht, also den Wettstreit.

00:59:11: Du hättst gerne den Leistungsvergleich haben wollen

00:59:15: Den will dich jetzt nicht mehr.

00:59:16: Aber ich glaube, dass als ich jünger war das etwas für mich gewesen wäre.

00:59:21: Und wüsstest du auch in welcher Sportart?

00:59:23: Ich weiß jetzt nicht was du machst, aber wäre es das gewesen?

00:59:26: Also definitiv hätte ich eher erkannt, dass ich gerne Radfahrer hätte... also wenn ich mich jetzt zwanzigjährig auf so einem Rennrad denke, fände ich das schon ziemlich cool!

00:59:36: Das könnte ich mir gut vorstellen.

00:59:37: ja

00:59:37: und dann wärst du vielleicht.

00:59:38: aber das ist das traurige, stellen wir mal vor Du wärst die beste deutsche Radfahrerin gewesen.

00:59:47: Was für ein Thema du gehabt hast, dass du siehst einen Jan Ulrich, der überall steht und niemand sieht.

00:59:53: Du hättest dir ja noch eine Sportart suchen müssen die auch noch populär ist.

00:59:56: Tennis-Spielerin wäre gut gewesen oder so?

01:00:00: Wo?

01:00:00: wegen den Outfits vielleicht?

01:00:03: Ok jetzt kommt die Frage und jetzt schließt sich auch der Kreis.

01:00:07: ich habe es hier öfter wo gesagt Bei Light Hour Wishing ist ähnlich wie dieser Raum eigentlich.

01:00:14: Man kann nur eingeladen werden den Larfsalon und bei dem Larfsalon treffen sich eigentlich interessante Menschen um unter anderem auch natürlich darüber zu reden, wie kann es la Festivals stattfinden.

01:00:25: Aber ihr habt da eine Frage an den Anfang gestellt die jeder teilnehmende beantworten muss und das war Wie ist deine Vision für?

01:00:34: Und ich habe sie geklaut die frage und haben frage jetzt mich nicht wie denkst du hat sich her mit zwei tausend zweieinvierzig entwickelt.

01:00:41: was ist das für ne Stadt?

01:00:42: also

01:00:42: in meinem kennens zwei Tausend Zehn

01:00:49: Noch so, also gefühlt so wie jetzt.

01:00:51: Okay wir werden einfach nicht...

01:00:53: In sechzehn Jahren?

01:00:54: Ohne!

01:00:55: Sechzehnt?!

01:00:58: Nee vier in sechzehnte.

01:01:00: Doth So Junge Dreieinsechszehn

01:01:04: Also noch lange vor Ruhe stand.

01:01:06: Ja und wir müssen noch zehn Jahre.

01:01:07: dann arbeiten.

01:01:08: Ich Ich glaube unsere Stadt oder ich hoffe, dass wir uns langsam genauso langsam wie bei uns jetzt entwickelt haben.

01:01:16: Aber nach vorne und nach oben entwickeln.

01:01:18: Das heißt es ist für eine mutige kreative liebenswerte grüne aufgeschlossene und extrem lebenswerteste Stadt bleiben und das viel stärker auch nach außen und nach innen sind und dass wir Dinge ausprobiert haben die funktioniert haben und die Dinge, die nicht funktioniert haben.

01:01:38: Wir mit einem Lächeln annehmen und sagen cool das für die Erfahrung gemacht haben wir machen es nächstes mal anders und besser!

01:01:45: Und ja dass es viele Leute gibt die nicht nach hinten gucken sondern nach vorne.

01:01:51: Schön ich hätte noch den Wunsch gerade bei dir, dass du lauter wirst, dass man dich hört ist ein Wunsch muss man natürlich auch wollen, muss man ja auch ganz klar sagen.

01:02:00: Ich wollte noch mal bei der MrBeauty einen sehr pragmatischen Ansatz machen.

01:02:06: Er sagt, es gibt mehr Menschen die aufgegeben haben als die, die gescheitert sind und ich finde das ein total wichtigen Satz für Chemnets.

01:02:15: also das kommt ins Machen und selbst wenn ihr scheitert war das besser als die die aufgegeben haben Und ich fand es so schön und es passte gerade noch mal zu dem, was du gesagt hast.

01:02:25: Ich hoffe auch dass die Chemnitzer entdecken etwas haben und anfangen mit Stolz und ich glaube seit der Kulturabstatt kann man stolz sein darüber reden.

01:02:33: Ich finde du kannst stolz auf alles, was Du geleistet hast.

01:02:36: Du hast dieses sympathisch andere Statement und ich muss sagen ja verstehe ich aber ein bisschen lauter.

01:02:42: heute darf's auch sein!

01:02:43: Dann habe ich einen Wunsch zurückzugeben weil ich begeisterte Teamplayerin bin und deswegen gemeinsam laut sind Und dann mache ich immer gerne mit.

01:02:52: Schön!

01:02:53: Ich danke dir, dass ich hier sein durfte.

01:02:54: Ich kenne jetzt den Ort.

01:02:55: Ihr müsst Linda fragen was das für ein Ort ist?

01:02:58: Ihr müsst eingeladen werden.

01:02:59: und die allerletzte Frage ist du darfst ihr zwei Gäste wünschen.

01:03:03: Ich habe es einmal öffentlich gesagt, dass Jörg vor dir dran war.

01:03:06: Du kannst ihn nicht mehr wünscht.

01:03:08: Der wurde... Jetzt sozusagen absolviert dieser Podcast.

01:03:13: Wen würdest du gerne hier hören?

01:03:14: Ich

01:03:15: wünsche mir zwei enorm interessante und spannende Frauen, und zwar zum einen die Sabrina Sadovskar unseren Ballettdirektorin, die hier ein enormes Engagement nicht nur aufs Paket sondern in die ganze Stadt legt... ...und zum anderen die Konstanze Wollter.

01:03:32: Ich kenn beide nicht.

01:03:34: Und Unternehmerinnen in einer echt speziellen und sehr spannenden Branche.

01:03:39: Hast du zu beiden Kontakt?

01:03:40: Klar.

01:03:41: Wusstest du mich auch empfehlen?

01:03:43: Lackt dich!

01:03:43: Okay, das ist gut weil sonst wird es total schwierig.

01:03:46: Bist ja nicht mal wo ich die kennengelernt sollte.

01:03:48: also... Ich dank dir und bis bald!

01:03:51: Vielen Dank hat Spaß gemacht.

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