Warum möchte man Oberbürgermeister einer Stadt werden - Sven Schulze Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz

Shownotes

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00:00:02: Hundert Prozent glücklich machen in der Politik ist undenkbar.

00:00:05: Du musst immer eine Entscheidung treffen.

00:00:07: Die große Frage, die jetzt hier über uns beiden steht, ist wie wird man eigentlich Oberbürgermeister?

00:00:12: Dann habe ich gesagt okay kann nicht.

00:00:14: das schaffe ich dass wenn ihr denkt, dass sich das kann und soll dann mache ich es auch.

00:00:18: Es ist ja immer noch mal der Unterschied zwischen der Nummer zwei oder Nummer eins.

00:00:21: da ist schon wirklich groß.

00:00:22: also Ich bin vierzehn Tage im Amt gewesen und dann haben wir den Titel bekommen.

00:00:26: Da waren auch einige Situationen dabei, die nicht so einfach waren.

00:00:32: Och, viele Situationen dabei wo ich gemerkt hat.

00:00:35: Man traut uns das nicht zu.

00:00:37: und da Chemnitzer halt an den Ehrgeiz zu sagen, euch zeige ich das!

00:00:40: Warum entschuldigt sich eigentlich der Chemnitzer für seine Stadt?

00:00:44: Wenn wir das wüssten...

00:00:50: Ich sage danke dass so viele Gäste des C Level Podcast hier sind heute.

00:00:55: Ich fand es interessant, dass es so eine Meta-Ebene gibt, dass ihr sozusagen euch vielleicht noch an das Gespräch zurück erinnert und vielleicht auch nochmal selber darüber nachdenkt, wie es war.

00:01:10: Und den Herrn Schulze sozusagen vielleicht bemitleidet weiß ich nicht.

00:01:17: Ich bin total.

00:01:18: also von dem Jahr war das so eine Schnapsidee weil's mir eigentlich nur darum ging.

00:01:23: Vielleicht erfahren Sie jetzt zum ersten Mal Ich glaube ja gar nicht so sehr daran dass man an die Position.

00:01:33: Ich will eigentlich wissen, welche Entscheidungen in einem Leben zu einer Position geführt haben.

00:01:39: Die große Frage die jetzt hier über uns beiden steht ist wie wird man eigentlich Oberbürgermeister und warum?

00:01:49: Und deshalb meine allererste Frage ans Publikum an euch alle wer von euch würde gerne Oberbürgermeister werden?

00:02:00: einfach mal eine Hand hochheben

00:02:03: so viele

00:02:08: Also.

00:02:08: das ist sozusagen jetzt die Meta-Ebene, die überall steht.

00:02:13: Wie kommt man auf diese Idee Oberbürgermeister zu werden?

00:02:16: Vielleicht schaffen wir das.

00:02:17: vielleicht gab es irgendwann ein Moment im Leben wo sie entschieden haben.

00:02:23: Jetzt will ich Oberbürgermeister sein.

00:02:26: Bevor wir aber anfangen wollte ich mal im Interesse der Sportmacher fragen gibt's einen nächsten Firmenlauf oder bieten Sie den jetzt?

00:02:37: Zum Glück ist der erste Jahr...

00:02:40: Da kann ja sein, dass Sie jetzt sagen die Schrecke ist nicht so wie sie sein sollte.

00:02:46: Also das will ich mal noch ein bisschen rausschieben.

00:02:48: Ich weiß, dass ich vor ungefähr dreißig Jahren als Später Bundeswehr war.

00:02:52: in der Grundausbildung habe ich mir auch einen Knöschel gebrochen und das hat lange gedauert und es hat auch vor allem im Kopf lange gedauert weil du immer bei Unebenheiten dran gedacht hast.

00:03:04: Ich würde es schon gerne weiter machen aber wir gucken mal Jetzt muss das erst mal irgendwie wieder so recht kommen und das wird noch schon ein paar Wochen dauern, aber für alle die Sorgen haben es gibt ja schon riesiges Medieninteresse.

00:03:18: Der OB ist sozusagen dienstfähig.

00:03:21: dass hier oben funktioniert nach also halb zu schlimm.

00:03:25: Okay ich würde jetzt die dümmste Frage stellen die vielleicht jemals gestellt wurde Wenn sie in die USA einreisen muss man ja angeben welchen Beruf man hat.

00:03:39: Was geben Sie da an?

00:03:42: Tatsächlich bin ich, das muss man überlegen vielleicht vor drei oder vier Jahren.

00:03:46: Ich war jedenfalls schon Oberbürgermeister in die USA eingereist und ich habe nicht Bürgermeiste- oder Oberbürgemeister angegeben sondern öffentliche Verwaltung oder Verwaltungsmanager.

00:03:58: Okay weil es geht mir auch so.

00:04:00: Ich weiß nicht wie ich meinen Beruf eigentlich erklären soll und schreibe immer Partherapeut.

00:04:11: Haben Sie schon mal ein C-Level Podcast gehört?

00:04:15: Live gehört habe ich noch keinen C Level Podcast, aber ich hab super Ausschnitte gesehen die bei LinkedIn zum Beispiel dann kommen.

00:04:23: Genau!

00:04:23: Aber einen ganzen Podcast durchgehört habe ich nicht.

00:04:27: Also es geht immer los mit der Frage wo sind sie eigentlich geboren?

00:04:33: Ich bin geboren in Rochlitz im Mittel Sachsen und das aber nur deshalb weil's in Rochlitz ein Krankenhaus gab Weil meine Heimat ist Wechselburg, zehn Kilometer von Rohritzweg.

00:04:46: Ein kleiner Ort, zwei Tausend Einwohner ländlich geprägt und dort habe ich die ersten vierzehn Jahre meines Lebens verbracht.

00:04:54: Dort steht auch noch mein Elternhaus, wo noch meine Eltern?

00:04:57: also man könnte sagen behütet, ländisch anständig ja das ist mein Geburtsumfeld.

00:05:05: Jetzt frage ich immer alle anderen auch im letzten Jahr damit ich mit rechnen kann Neunzehnteinundsebzig.

00:05:14: Okay, dann wird es nachher die Frage neunzehnundachzig.

00:05:18: nochmal spannend?

00:05:19: Ja Aber nehmen Sie uns mal mit nach Wechselburg.

00:05:22: Ich kenne's vom Fahrradfahren.

00:05:25: Was ist das für eine Region?

00:05:27: also wie sind die Wechselburger wechselhaft?

00:05:31: Nee eigentlich könnte man sagen isst ein Dorf.

00:05:34: aber Wechselborg legt Wert darauf dass kein Dorf ist weil wir hatten früher zwei tausend Einwohnern wirs in Ort.

00:05:40: Das ist ein Unterschied zum Dorf, weil bei uns gibt es mir das keine Höfe oder Tiere.

00:05:47: Ein Ort wo ich will nicht sagen jeder jeden kennt aber viele viele kennen, wo man eine gute und behütete Kindheit haben kann.

00:05:56: einen Ort wo heute Leute hinkommen um sich touristisch sozusagen zu beschäftigen im Park in der Basilika Aber eben auch Ländlich, wenn ich meinen Eltern heute erzähle.

00:06:09: Na gut!

00:06:09: Ich gehe dann noch zur Edeka.

00:06:10: die hat bis zu zwanzig Uhr auf.

00:06:11: das ist für die unvorstellbar weil sie müssen planen Wenn es ja einmal in der Woche zum Supermarkt fahren weil es natürlich im Ort auch keinen Lebensmittelhändler mehr gibt.

00:06:20: Im Arzt gibt's noch eine Grundschule gibt es auch nicht mehr.

00:06:22: also dass was viele kleinere Städte gemeinden dürfen haben.

00:06:27: Das sieht man dort auch und Es war ein schöner Ausgangspunkt aber für mich nicht wirklich Vorstellbar dort mal wieder zu leben.

00:06:37: Das wäre mir zu langweilig, zu dörflich, zu weit

00:06:40: weg.".

00:06:42: Okay dann aber dort zur Schule gegangen?

00:06:44: Ja

00:06:45: ich bin dort zur schule gegangen von der ersten bis zur achten Klasse.

00:06:49: das muss sich ein bisschen erklären weil ja ich in einer zeit aufgewachsen bin wo noch die normale politische oberschule eins bis zehn war.

00:06:58: aber in des fünften sechsten siebten Und Achtendlasse hat sich rausgestellt, dass Fender kein gut Mathe.

00:07:07: Der hat nämlich Mathe-Olympiaten gewonnen und zum Endzeit der DDR sind dann sogenannte Spezialschulen gebildet worden für Mathe in Erdo-Wissenschaften eine Woche hier auch in Karmakstadt und ab der neunten Klasse bin ich dann nach Karmack statt in die Schule gegangen Sonntagabend mit dem Zug gefahren im Internat geblieben im Hackert-Gebet, in die Schule gegangen.

00:07:33: Im Beimler-Gebiet und dann Freitag oder Samstag damals gab es noch Samstagsunterricht wieder nach Hause.

00:07:39: das war mein Lebensalltag die letzten vier Schuljahre von der neunten bis zur zwölften Klasse.

00:07:47: Die Gäste wissen's ich habe ja so einen typischen DDR Sport Karriere gemacht also KJS wurde Ich weiß es wirklich nicht.

00:07:56: wurde auch bei den Mathe Olympiaden auch so Sichtungen gemacht?

00:08:01: Auf jeden

00:08:02: Fall.

00:08:02: Die Mathe-Olympiade angeboten vielleicht?

00:08:04: Nein, die

00:08:04: Mathe Olympiade wurde ja immer... Die hat man einfach mitgemacht, das Verschulmathe-olympiades Kreismathe-olimpiades Bezirksmathe Olympicades und wenn wir dazu den besten Zählte wurden dann weiter delegiert.

00:08:14: Es gab dann so, dass sich Korrespondenz zogelten.

00:08:17: Da hast du zwischenzeitlich Aufgaben geschickt bekommen, hast dich gelöst, gab es noch keine Karriere, die hast du wirklich selber gelöst Hast dir eingeschickt Und insofern mussten wir auch zu einer Art Ja, heute wird man Sachen Assessments senden.

00:08:30: Damals war es ein verlängertes Wochenende in Raum bei Stolberg und dort wurden noch mal Aufgaben, da wurde es zu beobachtet und am Ende hieß es dann du könntest auf die Spezialschule gehen wenn du möchtest.

00:08:45: Jetzt jetzt war's bei mir der Olympiasieg.

00:08:47: also ich weiß dass es eine Matto-Olympiade gibt.

00:08:49: was ist der größte internationale Titel den man als

00:08:53: Tatsächlich ist?

00:08:54: Olympia Sieger.

00:08:55: Internationale Mathe-Olympiade, Olympiasieger und an unserer Schule gab es auch welche.

00:09:00: Erkennt man da welche?

00:09:01: Also gibt's berühmte Mathe Oliven?

00:09:05: Ich glaube... Die

00:09:06: Zwenschürze war nicht dabei, weiß ich.

00:09:08: Nein!

00:09:08: Ich war zwar gut aber im Kreise der Guten war er stand doch nur mittelmäßig.

00:09:12: Das

00:09:13: kenne ich.

00:09:14: Ja das ist dann so.

00:09:18: Ich sage mal so, wer kennt die Namen von Wirtschaftsnobelpreisträgern oder der Versuchten Nobelpreisträgern in der normalen Öffentlichkeit?

00:09:24: Das sind die Regeln Leute, die heute auch in der Wissenschaft arbeiten.

00:09:27: Die Professoren sind in Amerika erforschen und arbeiten aber heute Nürnberg

00:09:32: kennt sie nicht.

00:09:34: Gibt es denn jetzt einen Nobelpresträger, der mit Ihnen in einer Klasse war?

00:09:38: Nein.

00:09:39: Deutsche Nobelpreesträgers sind ja besonders selten und ich habe Professor, Ärzte... Wir sind Schemiger, Bio-Schemiger Informatikmenschen als Mitschüler.

00:09:55: Aber das reicht ja auch!

00:09:58: Keine Null-Berbettsträger oder was in die Richtung?

00:10:01: Das ist ein sehr unangenehmes Klassentreffen eigentlich.

00:10:05: wenn da nur so eine...

00:10:08: Aus der Schublade, kann ich dazu nur sagen.

00:10:12: Ich merke jetzt wie in dem Kopf das Nerd-Treffen entsteht.

00:10:16: Mathe-Mikes nur zahlen als andere spielt keine Rolle.

00:10:21: Das ist ja nicht so weil ... Ich habe es schon gesagt wir waren ... Das ist vielleicht interessant.

00:10:25: eine Klasse mit sechzen Jungs gab kein Mädchen.

00:10:29: In der Parallelklasse waren vier aber wir waren sechzehn Jungs.

00:10:32: Aber wir waren die Klasse wo die die Internats-Internatler waren.

00:10:37: Und wenn man sich vorstellen kann, dass dreizehn-, vierzehn Jungs im pubertärnten Alter im Internats sind dann kann man sich auch vorstellen das ein oder andere einen Unfug entstanden ist an Dingen, an denen man sich heute noch gerne erinnert.

00:10:53: wir treffen uns alle fünf Jahre mit einer relativ hohen Teilnehmerquote und haben einen guten Zusammenhalt und wir reden dort über vieles aber bestimmt nicht über meine Aufgaben.

00:11:05: Also bei uns im Sport war es wirklich so, wenn man dann eine Zwei hatte, war man auch einer Sportschule der Loser.

00:11:13: Wenn man in Mathe eine zwei hatte?

00:11:15: Naja... Ich hatte eine Mathe zwei oder drei.

00:11:23: Es gab schon mal einen Unterschied zwischen der absoluten Spitze und dem Mittelmaß aber es gab dann Nur ganz wenige, die in der Zähne abgegangen sind.

00:11:31: Man musste sich ja nicht nur auf einfach konzentrieren.

00:11:34: Also man konnte Mathe machen, Physik machen, Bio machen, Chemie machen... Ich habe dann Chemie gemacht oder Informatik was damals auch losging und hat sich dann irgendwie doch einen Platz erkämpft.

00:11:47: Wir waren da zweite Jahrgang und da war man vielleicht noch etwas nachsichtiger mit uns.

00:11:51: also ich hab es bis zur zwölf durch geschafft.

00:11:55: Und was bin Abi Noto?

00:11:58: Oha!

00:11:59: Okay, drei Komma zwei.

00:12:00: Ja.

00:12:02: Also ich kann ja auch meine schlechten Noten waren Kunst, Musik, Physik war... Konnt man aber dann abwählen?

00:12:10: Man musste also Physik, Bio oder Chemie machen und ich habe Chemie gemacht, da habe ich gar noch eins gehabt.

00:12:15: Mathe hatte ich nicht zwei Und so kommt das ein bisschen zusammen.

00:12:19: Sport dann auch nicht mehr.

00:12:20: ganz so gut später raus.

00:12:23: Aber zumindest sagt Wikipedia dass es gab Fußball in ihrem Leben.

00:12:28: Auf jeden Fall Das begleitet mich bis heute.

00:12:32: Ich habe viele Jungs, die auf dem Dorf groß wären natürlich in der Fußballmannschaft gespielt, Medizin Wechselburg.

00:12:45: Meine Kinder lachen immer wenn ich das erzähle.

00:12:47: Ich war Libero weil sie Positionen gibt es heute nicht mehr und die Maßgabe des Trainers war dann immer Fort mit a Nulle also egal wohin Hauptsache raus.

00:12:58: Das ist auch manchmal heute noch ganz viel freisch.

00:13:00: Und das habe ich gespielt, bis ich dann vierzehn Jahre alt war und nach Karmachstadt gegangen bin, wo es dann nicht mehr ging.

00:13:08: Aber wir haben auch in der Schule dann vom Sportunterricht mit so einer kleinen Gummifluche immer noch Fußball gespielt und später hin zu hier und da mal und aktiv ist viel weniger aber sonst bleibt Fußball ein wichtiger Bestand auf meines Lebens.

00:13:25: Jetzt kommt der erste küchenpsychologische Bruch.

00:13:28: Damals schon Kapitän gewesen?

00:13:32: Damals war ich nicht Kapitä, aber wer in der DDR groß geworden ist weiß ja dass es gewisse Strukturen gab.

00:13:40: Gruppenratsvorsitzender das war ich und später dann kann man vielleicht nachzusprechen auch in der Wende eine gewisse Funktion gehabt.

00:13:51: das heißt also Funktion Ich wasche jemand, auf den man dann geguckt hat oder der auch die Verantwortung wenn sie denn ergriffen werden musste.

00:13:59: Ergriffen hat.

00:14:02: Kommen wir mal ins Jahr neunundachtzig.

00:14:05: Immer noch auf der Mathe Schule und die Wende kommt Wie war dieser Moment für Sie?

00:14:13: Also es ist ja immer in diesem Podcast so ein Wendemoment.

00:14:17: also ich erinnere mich jetzt sehe ich gerade nicht den Thomas Der am neunten November an Brandenburger Torstand Und hat die Grenze gesichert?

00:14:28: Sie waren noch auf der Schule.

00:14:30: Ja, aber es ist eine Zeit, die ich in meinem Leben nie missen möchte weil es... Ich finde ein Geschenk ist wenn man Geschichte so hautnah erlebt.

00:14:44: Ich will gerne ein bisschen ausholen, wenn das geht, weil das erzähle ich immer wieder und das ist einfach unvergleichlich.

00:14:51: natürlich haben wir In der Schule, wobei Skorba hat schon für sie sich an die Macht gekommen.

00:14:56: Also gerade in der Zeit, wo wir in der Schule im Internat waren und wir hatten natürlich auch Sympathien für ihn, Sputnik, Wannzeitung gestaltet.

00:15:07: Auch mal in Konflikte kommen, dann haben wir uns Gorbi-Anstecker gemacht, die konnte man dann auch auf dem Flohmarkt kaufen Und wir haben schon immer offen diskutiert.

00:15:16: Unser Klassenlehrer war der Staatsbürgerkundlerer, das war aber nicht schlimm weil mein Erfahrung war die Staatsbürger und Lehrer waren nicht die Schlimmsten, das waren andere.

00:15:27: Man muss auch dazu wissen dass ich nicht aus dem Parteihelternhaus kam, ja ländlich hatten viele Westverwandte, mein Opa ist noch vor der Mauer nach Hamburg gegangen, damals vom Mauerbau.

00:15:39: Das heißt also wir waren jetzt nicht die klassische Systemfamilie und dann hat sich das ja im Jahre neunundachtzig schon angedeutet dass es schwieriger wurde und da sind wir alle dann im Herbst geschlossen aus der DSF ausgetreten haben.

00:15:55: aber mal ganz mutig

00:15:56: ich muss nachmachen was ist die deutsch-zuwertige

00:15:58: Freundschaft?

00:15:59: Die

00:16:00: Gesellschaft der deutschen Freundschaft.

00:16:02: Und um diesen Spannungsbogen des letzten Jahres und der Wende zu verstehen, sage ich immer.

00:16:07: Wir haben im September, neunzehnundachtzig unser zwölftes Schuljahr mit dem vollen Lehrplan Staatsbürgokunde angefangen.

00:16:16: Und zum vierten Juli, neunsundneinzig habe ich zum Abiball mein erstes Westgeld ausgegeben.

00:16:23: Alles in einem Schuljahre!

00:16:25: Jetzt kommt immer von mir die Frage – Die ersten Hundert D-Mark Begrüßungsgeld?

00:16:30: Was dafür gekauft?

00:16:33: Michael Jackson Bad die Platte und einen blauen, roten Kuli.

00:16:37: Weil Farbkulis war was Gutes!

00:16:40: Und das war.

00:16:41: wir sind damals in Bayern mit meinen Eltern über die Grenze gegangen weil Bauern war deshalb wichtig.

00:16:46: dort gab es auch zweite Mal Begrüßungsgeld noch.

00:16:48: wer das noch weiß.

00:16:49: da gab's dann nochmal vier oder fünf neunzig aber das weiß ich.

00:16:54: nach Michael Jackson bad war mein erstes meine erste Investition im Westgeld.

00:17:00: Jetzt weiß ich, als ich mit Stefan Schmidtke dem Podcast hatte.

00:17:06: Mir war das gar nicht bewusst dass Chemnitz ja dreieinundfünfzigtausend Einwohner hatte und eigentlich eine Stadt war wo viel Zuzug war.

00:17:15: also es war so ne also in der Region voller Industrie.

00:17:20: Haben sie noch einer Erinnerung wie Chemnits damals war?

00:17:26: Ja Also Ich habe schon eine Erinnerungen dass die Die Bauten, die es heute nicht mehr gibt.

00:17:34: Die Touristen-Information am Rotenturm gab's da und andere... ...die zwei Kaufhäuser, die ist da gar Bedrohtreppe, Industriebetriebe.

00:17:44: Wir haben ja auch in der Schule damals praktische Arbeit gemacht.

00:17:46: Wir mussten ins Hackertwerk und haben dort gefräst und gebohrt einmal an der Woche und solche Dinge.

00:17:54: also ich habe damals glaube ich nicht das Gefühl gehabt dass es eine große oder kleine Stadt war.

00:17:59: wenn man aus dem ... zwei tausend Einwohner Dorf kommt, ist Großstadt wie New York für uns heute.

00:18:06: Also wie groß und das ist auch irgendwie noch geblieben.

00:18:09: also wenn man nach Chemnitz gefahren ist in der Kommarktstadt das war einfach die... Das war ganz weit wegs, es war ganz groß!

00:18:15: Und ich habe da dann immer weil's ja hier auch Kauf fallen gab hatte ich dann immer ein Einkaufszettel.

00:18:23: Es gab spät Zymart, Erdnussflips, Reis im Kochbeutel.

00:18:29: Wenn´s das gab hatte ich einen Auftrag, musste mitbringen und ab und zu war ich auch erfolgreich.

00:18:35: Aber es kam dann die Wände?

00:18:38: Genau!

00:18:40: Ich weiß wie's auf Sportschulen war... Die Lehrer sind nicht damit klargekommen dass auf einmal normale Menschen auf diese Schulen durften.

00:18:51: Jetzt weiß ich nicht, der Abstand bei einer Mathe-Schule wurde relativ schnell das Keppler Gymnasium.

00:18:59: Bei mir war es noch nicht das Kepler-Gymnasium.

00:19:01: Wenn wir jetzt in die Wendezeit gucken, Naturwissenschaften waren ja trotzdem unpolitisch und ich habe das erlebt in der Zeit einer großen Verunsicherung was kann man denn noch tun?

00:19:13: Was kann man nicht tun?

00:19:16: Und damals haben wir mit den Kollegen von der Parallelklasse den ersten Schülerrat des heutigen Kepler Gymnasiums gegründet.

00:19:25: Wir haben gesagt Gruppenrat und Freundschaftsrat.

00:19:28: Es gibt es alles nicht mehr, wir haben einen Schülerrat, haben eine Satzung entworfen Und das hat man dort relativ widerstandsfrei auch zur Kenntnis genommen weil man wusste ja jetzt gar nicht was wird denn jetzt?

00:19:40: Da haben wir damals noch dass es an Lehrerkonferenzen teilgenommen Das wäre heute undenkbar des Schülern an Lehrer Konferenz teilnehmen.

00:19:48: aber es versuchte so viel im Fluss und es war eine extrem spannende Zeit wo ganz viel auch möglich war.

00:19:55: Aber wo kam diese Motivation her?

00:19:57: Also ich habe nie darüber nachgedacht, einen Schülerrat zu gründen zum Beispiel.

00:20:01: Also Gruppenratsvorsitzende... Ich

00:20:02: war schon politisch interessiert.

00:20:04: Es hängt vielleicht auch ein bisschen mit der Familie zusammen.

00:20:07: Mein Opa ist allerdings, wie gesagt vom Mauerbauer in den Westen gewesen, ist allerdings vor dem Vorme Vatermauch verstorben schon und wir haben diskutiert.

00:20:19: also die größte Diskussion damals war in der Klasse Machen wir den Anschluss nach Artikel XXIII oder eine neue Verfassung nach Art.

00:20:28: XIV?

00:20:29: Und wir haben immer gut diskutiert und ich war so, hatte sozusagen einen nach vorn gehen und das hat auch Spaß gemacht und darum habe ich mich dann auch engagiert.

00:20:41: und dann gibt es natürlich auch Politiker heute vielleicht nicht mehr so sehr.

00:20:45: die finde ist zu cool oder findest du doof?

00:20:47: Ich fand Helmut Schmidt und Willy Brandt cool und Helmut Kohl fand ich ganz vorsparen Und man hatte einfach die Möglichkeit, dass hier irgendwas in der Luft war.

00:20:57: Dass dein Leben nochmal ganz anders verändert und da wollte man mit dabei sein.

00:21:02: Aber gab es das schon mal?

00:21:03: Also ich will ja dieses Oberthema schonmal diesen Gedanken eines Tages Politiker zu werden

00:21:10: Ich glaube nicht.

00:21:11: also Manchen sieht am Nachhinein als ist ein großer Plan gewesen sind viele Zufälle.

00:21:16: Ich habe mich für Politik interessiert.

00:21:18: Ich bin damals auch schon in die SPD eingetreten, also relativ zeitig weil ich mich einbringen wollte.

00:21:29: aber dass man da einen Plan hat das es mal hauptberuflich ist oder was man dann alles tut.

00:21:35: Das war mir damals nicht klar habe ich auch nicht aktuell verfolgt und das sind Zufälle und Entwicklungen und Türen die auf dazu gehen.

00:21:47: sicherlich gibt's bei dem eine oder anderen der wusste schon mit zehn Jahren dass er Lokführer werden wird.

00:21:53: Ich kann es von mir jedenfalls nicht behaupten.

00:21:54: Was sagen die Klassenkameraden?

00:21:56: Sagen sie, war klar!

00:21:58: Also... Es gibt ja die Abit-Zeitungen und da die Annoncen.

00:22:06: Und da steht bei mir in den Neunundachtzig Suche Job als Topmanager oder Parteivorsitzender der SPD.

00:22:13: also insofern gab's schon paar Ansätze und ich glaube wenn die Klassengameraden sagen Ja wussten wir, ich wusste es auch noch nicht so

00:22:23: Okay.

00:22:24: Sie waren aber dann einer der ersten Jahrgänge, die Abitur ein West-Abitur gemacht hat?

00:22:29: Nein!

00:22:31: Naja West ist die Frau was das West-Abbitur.

00:22:34: Wir haben ja... Ich habe im Juli, neunzehnt neunzig einen Abi gemacht.

00:22:39: so wir sind vereinigt wurden im Oktober, neuneunzig.

00:22:42: also es ist noch ein DDR-Abi.

00:22:43: Also es ist eine schöne DDR-Empläme drauf und ich hab noch Man kann fast sagen, das ist das letzte DDR-Bi.

00:22:53: Aber es war eben schon unter den Vorzeichen im März, die Volkskammerwahlen waren und das war schon alles Westen aber wir waren noch DDR.

00:23:03: Okay dann ging's zur Armee?

00:23:08: Hat man gedacht!

00:23:11: Normalerweise ging's dann zur Armee.

00:23:13: ich hatte auch schon eine Musterung und zwei drei Einblufungsbefehle.

00:23:17: aber wer den Sommer neunzig und den Herbst im Blick hat Da weiß vielleicht auch, dass das so vieles um Auflösung war.

00:23:24: Und jedenfalls war da nichts mehr und die Armee wusste oder gab es dann nicht mehr?

00:23:31: Oder noch nicht?

00:23:32: Und dann habe ich angefangen mit Studieren aber das hat mich später wieder eingeholt

00:23:37: Aber an der TU Chemnitz

00:23:38: Genau.

00:23:39: Also warum Chemnits?

00:23:45: Ich hab dann in Switch gemacht.

00:23:46: eigentlich war mein Plan bis kurz vor dem Abitur weil ich auch Chemie als Hauptfach hatte ... Chemie zu studieren.

00:23:55: Und da bin ich dann mal, war noch zu DDR-Zeiten nach Leunard zum Tankt auf einem Tür und das war furchtbar!

00:24:02: Es hat gestunken es war... Und dann war die Wende da.

00:24:05: und da habe ich gesagt in der Dohwissenschaften, Marktwirtschaft BBL kannst du nichts falsch machen.

00:24:11: Ach meine Mama auch zumindest.

00:24:12: So

00:24:12: und das wurde dann hier in Chemnitz etabliert und ich war ja auch durch die Familie und dass sich hier in Karmark statt wohnte mit der Stadt verbunden und da kam ich gar nicht auf die Idee, woanders hinzugehen.

00:24:29: Und dann haben wir angefangen, letztendlich bis sixundneinzig Jahre BWL zu studieren.

00:24:36: Ich bin ja neunundneunzig nach Chemnitz.

00:24:38: Was war Anfang der neunziger Jahre die TU Chemnits?

00:24:42: Wie viele Studenten waren da?

00:24:45: Das muss auch eine Umbruch sein

00:24:46: gewesen sein.

00:24:46: Ja es gab sogar mal eine Zeit, in der wir T-U Chemnids Zwickau hießen.

00:24:50: Also waren wir mit Zwickow zusammen... bevor dann dort die Fachhochschule ausgeguttet wurden ist.

00:24:56: Ich kann nur aus meinem Studienbereich berichten, das waren Bestprofessoren, die dann Blockvorlesung gemacht haben zum Teil auch am Wochenende.

00:25:04: Steuerlehrer bei Reuth war damals ein bisschen die Partner-Universität.

00:25:09: Dann verschwanden immer mal Professorinnen, die zu DDR-Zeiten tätig waren und dann ausgetauscht wurden.

00:25:19: Ich erinnere mich an eine schöne Studentenzeit.

00:25:23: Damals noch in den Neunzigern gab es noch einen Mensa-Fasching, da waren Riesenpartys da und wir haben im Wohnheim nicht monetisierten Wohnheim in der Fetterstraße gewohnt und viel Party gemacht, Gemeinschaftsduschen, Gemeindschaftsküchen.

00:25:40: also das ist das was ich an meiner Studienzeit immer noch gerne erinnert

00:25:43: habe.

00:25:43: Habe ich auch alles erlebt?

00:25:45: Gut!

00:25:45: Auch in der Federstrasse auf viele Parties

00:25:48: Genau, Clubs.

00:25:49: Da kannst du mit der Hausschule sozusagen in den Club gehen.

00:25:54: Ich kann mich noch erinnern unsere Konrad Gebelmann mein bester Freund.

00:25:58: wir sind zusammen nach Chemnitz und unser erste Party sind wir wirklich schon im Schlafanzug in den Windkanal hochgefahren weil wir einfach mal gucken wollten was da los ist und waren unser erstes Party im Schlafenzug dort.

00:26:13: Aber was war ein Chemnitz los?

00:26:14: Also ich sehe dreihundertfünfzigtausend Einwohner.

00:26:17: Ja, wunderschön.

00:26:17: Neunundneinzig waren es definitiv keine dreihundertfünftigtausende mehr.

00:26:21: Das muss ja in dieser Zeit einen extremen Abzug gegeben haben.

00:26:26: Es sind denn die Großbetriebe reinweise kaputt gegangen.

00:26:30: Wenn man jetzt heutzutage ins Industrieindustrie-Museum geht dann sieht man noch so ein großes Plakat von der EGMental dass die Industriearbeitsplätze neunzig und dreinneunzig zeigt und das sind von Das sind glaube ich nur sieben Tausend übrig geblieben.

00:26:47: So richtig hautnah habe ich das gar nicht miterlebt, weil meine Eltern ja in Wechselburg gebliebensinn zwar auch Umbruch erlebt haben aber jetzt nicht eine Entlassungswelle hatten und als Student hat ihnen das nicht ganz so interessiert.

00:27:02: Deshalb ist die Erinnerung ein bisschen verplastet und da kann ich es sich mal ganz so tief einen Auskunft geben sondern... Wir waren auf dem Campus auf der Reicheneiner Straße und haben es dort gut wohlgeführt.

00:27:15: Weiß man denn eigentlich wie viele, also von der Gesamtzahl der Chemnitzer?

00:27:19: Wie viele echte Chemnitzer sozusagen das Potenzial sind?

00:27:23: Also mir war gar nicht bewusst dass so viele Menschen von außerhalb nach Chemnits oder kein Markt stattgekommen sind zum Arbeiten und das gar nicht die Chemnit-Zahlen großen Zahlen weggegangen sind sondern die vorherhin gekommen sind.

00:27:38: sieht Genaue Zahlen kenne ich da nicht, aber es ist ja schon immer so gewesen dass wir in eine Einpädlerstadt waren wo viele vom Umland gekommen sind hier gearbeitet haben und dann wird über andershin gefahren sind.

00:27:50: Aber klar muss sagen das bestimmt ein Drittel der Bevölkerung oder von dem Prozent Anfang der neunziger Jahre dann gegangen sind weil es ja auch keine Perspektive gab's gab war schwierigen Ausbildungsplatz bekommen Arbeitsplatz ist verloren worden.

00:28:08: Man müsste seine Familie ernähren und das sind schon Biografien, Pendlerbiographien die dort begannen und die sich zum Teil über Jahre bis Jahrzehnte hingezogen

00:28:16: haben.

00:28:19: Immer wieder zurück in die TU Chemnitz, BWL studiert fertig geworden gab es da schon jetzt.

00:28:26: okay jetzt könnte man ja sagen man sieht sozusagen den Umbruch dieser Stadt hat eine Erinnerung wie es früher war gab's da schon irgendwie die politischen Ambitionen höher zu hängen sozusagen.

00:28:36: Waren Sie überhaupt in dieser Zeit dann richtig politisch?

00:28:40: Also ich war schon politisch als Mitglied der Partei, da fängt man im Erzverein an und dann ist man bei der SPD beim Usus.

00:28:52: Die waren damals in Chemnitz immer ein bisschen konservativer als Usus heute da sind.

00:28:58: Viel Grund also viel normaler wenn ich das so sagen darf.

00:29:02: Also wir haben auch Fußball gespielt und Spielplätze gebaut, dann haben wir uns weniger über die Weltrevolution unterhalten.

00:29:07: Wie man manchmal heute den Eindruck hat?

00:29:11: Ich bin – das ist mir noch wichtig zu erwähnen – während des Studiums ein halbes Jahr nach London gegangen.

00:29:17: Es gab einen Erasmus-Ausstauschprogramm.

00:29:20: Und ich war einer der ersten damals, also in der three ninety four nineties, die dieses Programm wahrgenommen hat.

00:29:25: Dann habe ich eine halbe Jahr an der University of East London studiert und das ist vor einer Zeit die mich extrem geprägt hat.

00:29:34: Du warst weg von zu Hause, du hast auch einiges schätzen gelernt was du sonst als normal empfunden hast.

00:29:43: Nun muss man wissen dass ich im Osten London zwar und wer den Osten london kennt weiß es jetzt nicht die reichste die reichte Gegend.

00:29:54: Ich habe dort viele europäische Mitstudenten gehabt und hab dort eigentlich zum ersten mal die europäische Idee live erlebt, weil komischerweise hatten wir ähnliche Ansichten, ähnlichen Werte und haben auch viel gemeinsam gemacht.

00:30:10: Und bin ich dann wieder zurückgekommen und habe dann eine, man kann nicht sagen Parteikarriere, du kandidierst dann mal für den Revisor oder für ein Kassierer und Kampfkandidatur im Revisor das solltest du sagen, denkbar aber gab es schon!

00:30:25: Aber... Ich bin, glaube ich, noch so'rt, fourneunzig-einmal zum Stadtrat angetreten.

00:30:30: Genau.

00:30:31: Hast du einen Listenplatz zwei hinter dem damaligen Fraktionsvorsitzenden?

00:30:36: Und in der Kommunalwahl ist es ja so dass du die... das da keine starre Liste gibst sondern du kannst ja vor und hinter wählen und nicht bin von einer Frau auf Platz drei verdrängt worden.

00:30:46: Das ist der heutige Fraktationsvorsitzer Jacqueline Drexler, die hier ist damals ein Jahr vorbeigegangen und da hatte ich so den Nase voll und habe gesagt, das machst du erst mal nicht wieder!

00:30:55: Ja, und deshalb habe ich mich dann erst mal im Hintergrund gehalten.

00:30:59: Die unsere Zeit kam dann, neunzehntenneunzig.

00:31:05: Die politische Zeit?

00:31:10: Ich gehe jetzt einmal zu der politischen Zeit, neuneinzehnte auch wenn da ein Sprung dazwischen ist.

00:31:15: die SPD hatte damals neuneunzehnundneunzig die Landtagswahl krachend verloren.

00:31:21: zehn Komma sieben Prozent.

00:31:22: Ich bin Sachsmeyer und da wurden Sie sofort unterschreiben, wenn sie zehn Prozent sind.

00:31:27: Und damit sind alle damals in alle älteren Parteifunktionäre zurückgetreten.

00:31:34: Da musste die Jugend dran und dann war der damalige Uservorsitzender heutiger Geschäftsführer des SFZ Axel Brückum und ich.

00:31:42: wir haben da gesagt okay Wir machen das erst vorsitzender geworden ist Schatzmeister und Stadtverband Vorsitzender und seitdem bin ich ein bisschen an Vorderreihe in der Partei gewesen.

00:31:57: Aber denkt man dann schon an Berufspolitik oder als Vision?

00:32:02: Eigentlich

00:32:02: gar nicht, eigentlich gar nicht und eher im Gegenteil.

00:32:08: Ich habe ja dann, neunzehntens, sechstenneinzig mal einen Diplom gehabt als Diploma Kaufenmann kurzer Einschieb.

00:32:15: Dann hatte sich die Bundeswehr erinnert, der Schulze war noch nicht beim Bund sodass ich dann eine Einberufung bekam als fertiger Diplomkaufmann und mich entscheiden konnte zwischen damals zehnmonaten Wehrdienst und dreizehnmonaten Zivildienst.

00:32:30: Und da hab' ich gedacht, ich bin fertig!

00:32:31: Das ist ein ganz Vorsprach.

00:32:33: also mache ich Wehr-Dienst, habe ich zehn Monate als Sanitäter in Halle und in Marienberg gedient und bin dann siebenundneunzig.

00:32:39: Ich hab meinen Beruf angefangen und da war ich sehr glücklich aber auch glaube ich erfolgreich.

00:32:47: Ich habe dort einige Strecken in weggelegt und deshalb war das Politik für mich dann eigentlich eher Hobby.

00:32:55: Und ich habe es als sehr wohltuend empfunden, dass sich damit auch eine gewisse Unabhängigkeit hatte.

00:33:00: also ich musste mich nicht irgendwie verbiegen, damit ich auf einer Liste aufgebaut werden konnte und das hat am Ende dann bis zu den Fünfzehn gehalten.

00:33:08: Also ich habe wirklich die Partei ohne eine eigene Ambition geführt.

00:33:15: als Berufspolitiker Wenn du z.B.

00:33:18: Listen aufstellen musst oder andere Entscheidungen treffen, kannst du das aus einer viel stärkeren Position machen wenn du nicht selber teilt des Spiels bist.

00:33:25: Aber irgendwann kommt eine Entscheidungssituation.

00:33:28: Sie haben jetzt gesagt es ist wie ein Hobby... Was heißt das zeitlich?

00:33:32: Ich habe gar keine Vorstellung wie so ein Hobbypartei.

00:33:36: Ein Hobbypartei heißt in der Regel, dass du mindestens einmal im Monat Vorstandssitzungen hast, Vereinssitzung hast wenn es Wahlkampf gibt.

00:33:45: Du dich engagierst an Ständen und Plakaten was es damals schon gibt.

00:33:52: ich kann gar nicht sagen ob man das andere Stundenzahl fest macht aber sind schon fünf sechs bis zehn Stunden je nach Themen, wie ernst das Thema nimmst und welche Position du begleitest.

00:34:07: Aber was ist das Schöne an diesen fünf bis zehn Stunden?

00:34:12: Sind die nette also...

00:34:13: Na ja!

00:34:15: Wie viele Mitglieder hat eigentlich die SPD?

00:34:17: Ich weiß gar nichts über die Politik.

00:34:20: Also die SPD war mal die bittligstärkste Partei in Deutschland.

00:34:23: wir haben jetzt vielleicht noch dreihunderttausend, weiß ich nicht dreivierhundert tausend.

00:34:26: In Chemnitz haben wir vielleicht noch dreihundert oder zwehundfünfzig.

00:34:34: Das ist im Nordrhein-Westfalen und Ortsverein, aber das hat ein bisschen mit dem Osten zu tun.

00:34:40: Du findest dort Gleichgesinnte die erst mal von den Grundwerten, von den Überzeugungen so ähnlich denken?

00:34:50: Du findst es gut wenn du Dinge gestalten kannst, wenn du nah dran bist an Leuten, die du vielleicht nur am Fernsehen oder in der Zeitung siehst Und entwickelst dann in gewissen Ehrgeiz Dinge auch selber zu verändern.

00:35:07: Das klingt mal besser, immer schlechter und das ist für manche ein Motivationsfaktor das zu tun natürlich nicht.

00:35:16: vor allem sonst wären alle in Parteien Ja und da bist du so drin dass es wie eben vielleicht auch im Sportverein finden sich auch Verbindungen, wo du dann auch privat Dinge zusammen machst.

00:35:30: Wo du dann wegfährst und deine Geburtstag zusammenfeierst.

00:35:33: Das ist irgendwie dann doch eine Familie!

00:35:36: Und du denkst jedenfalls in den Anfangszeiten oder in Zeiten, wo dir jetzt nicht höchste Ämter anstrebst – nicht an Kategorien wie Einfluss und Macht, sondern es ist eine Gemeinschaft die was verbindet hat und wo du vielleicht das eine oder andere gemeinsam reichen kannst.

00:35:55: Fertig mit dem Studium, Armee hinter sich gebracht Verletzung.

00:36:02: Berufseinstieg noch nicht.

00:36:04: die Idee Berufspolitiker völlig ist Hobby

00:36:08: Genau

00:36:10: Was also wie?

00:36:11: Wie haben die?

00:36:12: man weiß ja Energiewirtschaft genau.

00:36:14: ich habe bin dann hier beim hiesischen Heute es ist die nwm damals war's Die energieversorgung süd Sachsen Also Ist nicht die einst und dass das ganz daneben ist.

00:36:25: Ich habe dann als vom Beerdienst aus schon Bewerbung geschrieben und das durchaus bundesweit.

00:36:33: Also Dr.

00:36:34: Oetker, Bundesagentur für Arbeit Deutsche Bahn also es hätte mich auch sonst wo hin treiben können.

00:36:40: und am Ende auch hier zur Energiewirtschaft und die waren damals die ersten die sich gemeldet hatten war auch ein nahtloser Anschluss.

00:36:48: und dann hab ich gedacht okay haben jemanden gesucht für die Organisation.

00:36:52: Und ich hatte Organisationen als Spezialfach auch im Studium.

00:36:56: Es war Chemnitz, ich musste mich nicht groß verändern und da habe ich gedacht okay machst du das?

00:37:01: Und im Nachhinein war es eine richtige Entscheidung.

00:37:04: man kann auch sagen glücklicher Zufall keine Ahnung.

00:37:06: wenn ich in der Zusage von Dr.

00:37:08: Oetker in Bielefeld gekriegt haben wäre ich vielleicht auch dorthin gegangen.

00:37:12: und dort habe ich quasi dann angefangen mich profisch zu entwickeln ...

00:37:16: in welchen Bereich dort?

00:37:18: Also ich weiß, wo es hingegangen

00:37:19: ist.

00:37:19: Genau das nannte sich also es war ein Bereich da nennt man sich Kontrolling-Organisation und Revisionen.

00:37:25: Ich habe dann...

00:37:25: So Zahlen!

00:37:27: Organisationen wobei Zahlen und Strukturen und Prozesse.

00:37:33: Das hatte ich auch im Studium als Vertiefung ...durch angefangen Und da hab' ich als Training angefangen ...und das vor dem Jahr nineteen sieben.

00:37:45: Und man muss dann wissen, dass die Liberalisierung des Energiemarks losging.

00:37:51: Vorher war das ja ein Monopol, damals gab es gelbten Strom und alle möglichen Dinge.

00:37:56: Das waren natürlich auch eine Zeit, die für die Branche ganz viel bedeutet hatte, wo Unternehmen fasziniert wurden.

00:38:02: Da war ich relativ nah dran in dem Schatten einige berufliche Schritte machen können.

00:38:08: Aber es war eigentlich immer was Handfestes, rationales Strukturen, Prozesse zahlen!

00:38:16: Aber Sie haben ja nicht als... Also ich habe gelesen, Leiter der Kommunikation.

00:38:20: Das

00:38:21: war dann zum Schluss?

00:38:21: Genau!

00:38:23: Man fängt ja woanders an.

00:38:25: Ich war dann Referent in diesem Bereich und hatte das Glück, dass mein Chef mit dem ich mich aber einfach ganz schön gebettelt hatte, mich dann gefördert hat und er war sehr nah am Vorstand dran Und da hat er mich immer mitgenommen und der Vorstand fand es ganz gut.

00:38:41: Da bin ich dann, habe dann das Team Beteiligungskontrollen geleitet.

00:38:46: Das heißt also wir hatten ja auch einige Beteiltigungen als Energieversorger.

00:38:49: Hab das gemacht!

00:38:51: Dann durch die Liberalisierung des Energiemarktes braucht man sowas wie Unternehmensstrategie weil der Kunde konnte sich anders entscheiden.

00:38:58: Man musste sich positionieren und hab damals die Abteilung Unternehmensentwicklung und Strategie mit aufgebaut.

00:39:07: Und habe die bis zum Jahr auch geleitet.

00:39:14: Gibt es Parallelen zwischen Politik und Wirtschaftsunternehmen?

00:39:18: Also ist es von Vorteil sich schon mal in einer Partei durchgesetzt zu haben, kann man das nutzen um ein Unternehmen ganz nach oben zu kommen?

00:39:28: Beides!

00:39:30: Das war insofern ein bisschen im Vorteil weil natürlich die Energiewirtschaft Politischer Zweig ist, wo viel Regulierung ist.

00:39:38: Wo Gesetzgebungen sind, wo man naturgemäß als Unternehmensführung noch heute auch mit Politik spricht wenn es ums Geschäft geht und wenn man da in dem Geschäft sich ein bisschen auskennt den einer oder andere vielleicht mal kennt oder vielleicht mal einen Kontakt herstellen kann ist das nicht zum Schaden?

00:39:58: ja und für eine Politik ist es immer notwendig Entscheidungen zu treffen, Dinge auch zu kommunizieren und so erklären.

00:40:09: Und sowas lernt man natürlich auch im Unternehmen.

00:40:14: Gabs eine Entscheidung die total schief gegangen ist in ihrer Wirtschaft, also ich sage mal die wirtschaftliche Karriere verrechnet?

00:40:25: Im großen Konzern gibt es immer noch einmal jemanden danach rechnet.

00:40:28: Also das ist immer gut.

00:40:29: Das wollte ich nicht sagen aber es gab natürlich Abschnitte oder auch Entscheidungspunkte wo man sich nicht so hundertprozentig wohlgefühlt hat, also kann mich noch in Sinn.

00:40:41: Da war ich relativ frisch als Trainee.

00:40:43: da hat dann die Firma entschieden wir gehen wir tun ins Wasserabwassergeschäft einsteigen und man hatte eine Abwasseranlage in Waldenburg, wurde einen Ton von Camins gekauft und er brachte dort drei Tage an der Woche an den Stadtteil und hat gesagt du als Traini das kannst eigentlich machen.

00:41:00: Ich hatte davon keine Ahnung bin dann dorthin Und hab dort als Anfang zwanzig Jahre, da bin ich natürlich auf die fünf, sechs Leute getroffen.

00:41:10: Die das vorher zehn Jahre gemacht haben sollte den Bescheid geben hatte bei manchen Dingen auch so generische Ahnung ob es richtig war und da habe ich schon die eine oder andere schlaflose Nacht verbracht was mich denn am nächsten Tag erwartet und bohr dann froh dass diese Episode irgendwann noch zu Ende waren.

00:41:28: kann man sagen diese Zeit Wann wurde das eigentlich die NWM?

00:41:33: Das weiß ich auch nicht.

00:41:34: Äh,

00:41:35: das wurde es dann... Jetzt muss ich mal überlegen!

00:41:39: Es wurde zur NWR, wurde es im Jahr two-thausend und eins und ich glaube zwei-tausendfünf vor der Sendung NWMs.

00:41:45: Okay.

00:41:46: Gibt es so eine klare Parallele zwischen Energiewirtschaft und Politik?

00:41:54: also wahrscheinlich viele Egos?

00:41:58: Ja, Och Ich sage jetzt mal eine relativ große Hierarchie Orientierung mit Gruppe, Hauptgruppe Abteilung unter Abteilungen und wo es dann, ich bin nicht sagen Dienstwege gibt.

00:42:14: Und so ist es im Grundsatz ja auch bei Parteien.

00:42:18: man spricht da manchmal von Ochsentoren.

00:42:19: also ist jetzt nicht jemand der dritt heute in die Partei an und wird morgen Bundestagskandidaten oder muss sich erstmal durchsetzen Mehrheiten suchen dreimal Kandidieren abgelehnt werden usw.

00:42:30: Das kann man schon vergleichen.

00:42:32: Und es sind auch große Organisationen.

00:42:34: Es ist jetzt nicht so, dass der Start-up oder der Mittelständler, wo jeder jeden kennt, sondern du musst dich schon durchbeißen und auch ein bisschen Durchhaltevermögen zeigen.

00:42:43: Haben Sie einen kleinen Tipp für jemanden, der ganz nach oben will?

00:42:47: Der Politik

00:42:48: oder in der Wirtschaft?

00:42:49: Sie haben es ja in beiden Bereichen geschafft.

00:42:56: Was ist das Tipp?

00:42:57: Du musst Geduld und Ausdauer haben... Und heute würde man sagen, darum sitzen wir ja auch hier.

00:43:06: Netzwerke.

00:43:08: Die Netzwerken entstehen nicht von heute auf morgen sondern die entwickeln sich über die Jahre und die zu nutzen und die pflegen ist erstmal nicht falsch.

00:43:20: Ich mache jetzt mal einen Sprung.

00:43:22: Sie sind Prokurist sogar gewesen bei der NWM Leitung Unternehmenskommunikation.

00:43:30: Jetzt weiß ich nicht Wie viel da genau gezahlt wurde, es hört sich aber gut bezahlt an.

00:43:38: Was ist passiert?

00:43:39: Dass sie gesagt haben diesen sicheren Job also das hätte ja wahrscheinlich noch weiter nach oben gegangen, nehme ich jetzt mal an.

00:43:49: Also

00:43:50: wie entscheidet man sich in die Politik zu gehen?

00:43:53: Das ist eine Summe von Faktoren.

00:43:56: Das erste muss wissen dass NWM damals zum RWE-Konzern gehörte, heute EON-Konzernen und es die Konzernpolitik gab dass es keine sogenannten Kaminkarrieren gibt.

00:44:11: Das heißt also Progurist kannst im eigenen Haus werden aber wenn du dann mal vorstand werden wolltest da musst du erst einmal woanders hingehen.

00:44:19: Klamm auf in den Westen und wenn man dich dann wieder mal daran erinnert kann sein das man sich dann wieder zurückgeht.

00:44:24: Es stand also schon vor einem Scheideweg meiner Karriere.

00:44:29: normal machst du das was ihr jetzt gemacht hast Ich war damals Mittevierzig, bis zur Rente weiter.

00:44:34: Oder machst du nochmal einen anderen Schritt?

00:44:40: Das ist das Erste!

00:44:41: Das Zweite ist eher eine persönliche Geschichte.

00:44:43: Ich war im Jahr zwei Tausendzehn an Krebs erkrankt und habe das überstanden.

00:44:49: Und trotzdem machst du dir natürlich dann Gedanken über dich und dein Leben.

00:44:55: Da gibt es ja verschiedene ... Möglichkeiten, wie man das beantwortet.

00:45:04: So nach dem Motto Warnschuss hat so viel gearbeitet Rückzug in Familie und Freundeskreis oder aber... Und das war mein Weg den ich jetzt auch nicht erklären kann weil es einfach mein Weg war der gesagt hat du weißt nicht wie lange du hier noch auf diesem Erdball bist Aber ich will dann wenigstens irgendwelche Spuren hinterlassen.

00:45:23: Ich will jetzt nicht nur grauen Masse untergehen sondern will noch irgendwas bewegen.

00:45:28: und das dritte ist Und das brauchst du dann dazu, dass es eine Chance gibt, wo sich die Tür aufmacht.

00:45:34: Das war damals im Jahr und vierzehn.

00:45:38: Da war am Stadtrat eine sogenannte Rot-Rotgrüne Mehrheit.

00:45:40: Es wurden gleichzeitig drei Beigeordnete oder Bürgermeister gewählt.

00:45:46: Miko Runkel war damals schon für die Linken als Ordnungsbürgermeisters.

00:45:53: Michael Stöckzer hat mit mir angefangen.

00:45:56: Die wollten unbedingt Stadtentwicklungen haben und zwar noch offen Personal in Finanzen.

00:46:01: Und das war ungeliebt, weil es lang langweilig.

00:46:06: und da hat man gesagt okay du bist der BWLer mit Zahlen kennst ich doch aus.

00:46:11: kannst du dir das vorstellen?

00:46:12: Da hat sich quasi für mich ein Fenster aufgemacht, weil ich war dann ja schon Führungskraft im Unternehmen Mit eigener Personalverantwortung und einer Budget Verantwortung, sodass für mich so einen Abgeordnetenmandat wo ich nur reden halte und sozusagen gesetzlichen Würfel schreibe die eben Zweifel in der Opposition nie zum Tragen kommt.

00:46:31: Das wäre für mich nichts gewesen, sondern Bürgermeister ist ja Chef auch einer Verwaltung wo du Leute führst und dieses Fenster ging damals auf.

00:46:40: die SPD hatte quasi das Besetzungsrecht.

00:46:43: ich war Stadtvorsitzender und dann hat man eine gewisse Zeit da zu überlegen ob man durch diese Tür durchgeht oder nicht und das habe ich dann gemacht.

00:46:54: Wie groß sind die finanziellen Unterschiede wenn man darauf guckt?

00:46:59: Also

00:47:00: muss man das wollen oder ist es attraktiv?

00:47:06: Ich verdiene heute noch nicht so viel wie ich damals bei Nvidia verdient habe.

00:47:11: Ich hab's mir nämlich gedacht.

00:47:13: Genau, also monetäre Anreiz war es für mich nicht.

00:47:18: Energieversorgung muss man auch sagen.

00:47:20: ist in der Branche dieser gut bezahlt?

00:47:22: und die haben ja dann Dinge die du als Bürgermeister nicht hast, Zielvereinbarungen, Aktienoptionen etc.

00:47:27: pp.

00:47:27: Und wenn das alles brechnest Hast du dort mehr als wenn du selbst Oberbürgermeister bist, auch wenn du schon eine Zeit lang dran bist?

00:47:41: Jetzt sind Sie Kamera geworden.

00:47:44: Der erste Blick aufs Konto.

00:47:46: wie war das also?

00:47:47: das Konto der Stadt Chemnitz?

00:47:49: Das war so schlecht?

00:47:50: nicht weil damals hatten wir noch ein dreistellig Millionenbetrag auf dem Konto.

00:47:57: Es war zwar so, dass auch damals die erste Haushaltsplanungsrunde mit dem negativen Ergebnis begann.

00:48:04: Das hat man mir vorher nicht so gesagt und das war am ersten August habe ich angefangen mitten in der Haushaltsaufstellung dann ins Amt geführt.

00:48:13: aber es war schon so, daß ich nicht in so einer Mangel-Situation ins Amtit kommen bin wie was jetzt zum Beispiel heute vorführen.

00:48:23: Wie oft guckt man eigentlich als Oberbürgermeister aufs Konto?

00:48:26: Heutzutage gar nicht mehr, weil das macht dann der Kamera.

00:48:33: Aber meine fünf Jahre als Kamera helfen wir schon als Oberbürgermeister, weil ich die Tricks und die versteckten Dinge kenne.

00:48:43: Und das ist ja auch immer eine Momentaufnahme.

00:48:47: aber da ja Kommunen eigentlich auch nicht pleite gehen können, ist dass jetzt nicht ganz so wichtig wie in einem Unternehmen wo es um Liquidität Überschuldungen im Zweifel geht.

00:48:59: Gibt es eigentlich eine EC-Karte der Stadt Chemnitz?

00:49:04: Also ich habe eine dienstliche Kreditkarte, wo ich was bezahlen kann.

00:49:08: aber es ist ja nicht so dass die Stadt Chemnis nur ein Konto hat sondern wir haben ganz viele und insofern Die Vorstellung Ich heb jetzt mal das Geld ab packt das in koffer und reise dann auf die Bahamas.

00:49:22: Das geht nicht

00:49:24: Okay Als Kamera der Stadt Chemnitz genauso wie in der Bundespolitik, dass der Finanzminister sozusagen enorm viel Macht hat?

00:49:34: Das ist so.

00:49:35: Und das ist ja damals extrem unterschätzt worden.

00:49:40: Ich hatte ja das Glück, da sich nicht nur die Finanzen sondern auch das Personal hat das eigentlich zwei wichtigsten Faktoren und der Kamera hat schon die Macht Dinge zu ermöglichen oder zu verhindern.

00:49:52: er hat auch in der Gesetzgebung der Sächsischen Gemeindeordnung einen Es wird so zu sagen eine besondere Stellung.

00:49:59: Also er könnte auch dem Oberbürgermeister bei einer Finanzentscheidigung widersprechen, das können andere sonst nicht.

00:50:07: also insofern ist es schon eine sehr wichtige Position.

00:50:10: Das heißt immer gut stellen mit den Kamerern?

00:50:14: Kann ich schaden und wenn man mal Kämmerer gewesen ist kann das auch nicht schaden.

00:50:19: Okay war aber ab diesem Moment als die Kamera wurden schon dass jetzt das Ziel klar nach ganz oben, oder ist das ganz bereizvoll?

00:50:33: Ja weiß ich nicht auch.

00:50:34: Das ist dein vielleicht schon im Hinterkopf da aber man macht es jetzt nicht um zu sagen Ich mache jetzt mal fünf Jahre das und dann lasse ich fünf Jahre dass du bist quasi eben Geschäft.

00:50:46: Aber auch da kann noch viel passieren Und aber schon die Idee oder die Gedanken werden schon konkreter und fassbarer als wenn man jetzt nur Stadtrat ist oder nur ein faches Parteimitglied.

00:51:00: Okay, jetzt haben Sie beide Welten erlebt die Unternehmerwelt, die freie Wirtschaft und jetzt sind es in der Stadtverwaltung erstmal die größten Unterschiede, wo sie erst mal sagen mussten uiuiui?

00:51:15: Oder gab's gar nicht so viel Uiuiu?

00:51:17: Doch doch!

00:51:17: Also ich habe das kann ich mir noch genauer erinnern in den ersten Monaten als Kamera versucht die Unternehmerische herangehensweise einen Tag zu legen.

00:51:31: Problem da, Problem muss gelöst werden.

00:51:34: Da gehst du in der Verwaltung erst mal gegen Wände.

00:51:37: Kommt Zeit, kommt Rat und das ist auch manchmal gar nicht schlecht.

00:51:42: Weil sich manche Probleme dann doch mit dem Zeitalllauf anders darstellen oder lösen.

00:51:46: Das ist auch für dein eigenes Wulf.

00:51:47: Wir finden sozusagen manchmal gar nichts schlecht.

00:51:51: Ich war sehr verwundert dass ich... dass die Verwaltung eher Risiko-Avers ist, das kann man sich vorstellen.

00:52:01: Aber Entscheidungen zu treffen was ich ja im Unternehmen gewöhnt war, das hat mich am meisten so ein bisschen bewundert weil die Leute wollten gar keine Entscheidung treffen und waren froh wenn sie jemanden anders die Entscheidungen auf den Tisch legen konnten.

00:52:13: Das war jetzt für mich aber nicht so das Problem weil ich gewohnt war Entscheidungen zutreffen.

00:52:17: Das war der größte Unterschied.

00:52:19: Auf der anderen Seite in WM waren Konzernen mit.

00:52:24: Da ging auch vieles strukturierter und geordneter zu.

00:52:28: Und das habe ich am Ende auch in der Stadtverwaltung vorgefunden.

00:52:32: Kann man andersherum diesen Weg gehen?

00:52:35: Und sagen, was kann die Unternehmerwelt von der Stadt Verwaltung lernen?

00:52:43: Manchmal sind gewisse Regeln und Prozedoren nicht schlecht.

00:52:47: Also kreatives Chaos kann gut sein, muss aber nicht... gut sein, aber ja eine gewisse Geduld und Gelassenheit die lernt man in der Verwaltung.

00:53:01: Ich weiß dass jemand, der immer am Markt ist sich dem nicht so stellen kann Aber das ist vielleicht was wir auch lernen können.

00:53:09: So jetzt sind Sie Kamera?

00:53:11: Das ist ja noch kein Amt wo sie Wahlkampf gemacht haben.

00:53:16: da wurden sie einfach gefragt haben

00:53:19: Hunden wurde vom Stadtrat gewählt, aber es ist nicht wirklich Wahlkampf.

00:53:24: Ist jetzt noch nicht so das richtige politische Amt eigentlich?

00:53:27: Weil man noch niemanden von sich überzeugen musste.

00:53:30: Irgendwann kam dann die Situation wo genau das der Fall war.

00:53:34: also können Sie sich noch an den Moment erinnern wo sie das erste mal gedacht haben

00:53:39: ja

00:53:39: ich will Oberbürgermeister werden.

00:53:45: Also ist der moment vor dass damals in einer intern Runde Barbara Ludwig gesagt hat übrigens, wisst das ja.

00:53:51: Das ist meine letzte Legislatur habe ich schon ganz Anfang der Legislatur entschieden und Ich werde das nach dem Nach den Landtagswahlen Und das war vor im Sommer.

00:54:06: und dann kannst du dir Gedanken machen Machst du es dann oder wem kennst noch geben?

00:54:12: Dann gibt's ein zwei Leute und dann muss man sich das dann so vorstellen wie wir es vielleicht offenlich scheren.

00:54:17: Dann trifft man sich mit denen trinken wir zusammen und geht dann raus und sagt, du musst es machen.

00:54:22: Oder du machst's?

00:54:25: Und dann habe ich gesagt okay wenn ihr denkt dass sich das kann und soll, dann mache ich so.

00:54:33: Also ich nehme mal diesen Abend jetzt hier als Beispiel.

00:54:35: Ich hab irgendwann gesagt, das mach' ich.

00:54:39: Drasig Minuten oder eigentlich schon seit zwei Tagen habe ich gedacht was für eine blöde Idee sich hier oben hinzusetzen mit ihnen zu reden.

00:54:49: bei Ihnen auch so gewesen

00:54:51: ganz häufig Weil man ja trotzdem unsicher ist, kann ich das?

00:54:59: Schaff' ich dass.

00:55:00: Es kommen ganz viele Leute die dir gute Ratschläge geben.

00:55:05: Du bist mit... es ist immer noch mal der Unterschied zwischen der Nummer zwei und der Nummer eins.

00:55:09: Der ist schon wirklich groß.

00:55:11: Also als Nummer zweier immer nochmal die Nummer eins Die quasi im Zweifel einschreiten kann was abfangen kann.

00:55:18: Und wenn du dann in dieser Situation bist wo's an dir hängt dann macht das schon was mit dir.

00:55:27: und da sind auch Entscheidungen, die ja manchmal so existenziell sind.

00:55:36: Nicht für einen selber aber für andere.

00:55:38: ich kann mich in Sinn wie du es gerne erzählen.

00:55:42: Ich bin im Jahr zum Jahr war als Kameransamt gekommen und war damals neben Finanzen und Personal auch für die Feuerwehr zuständig.

00:55:52: Das hiegen damit zusammen, dass mein Vorgänger ein absoluter Feuerwehrfan war und sich dieses Feuerweh als Amt angeglittert hat.

00:55:59: Im Jahr two-ten Fünfzehn wird der eine oder andere vielleicht wissen gegen die große Flüchtlingsbewegung los.

00:56:04: Ich hatte vorher noch nie mit Flüchtlingen zu tun, plötzlich lief mir das über den Weg Und damals wurden auch Flüchtlinge nach Chemnitz gebracht und ich warte als, sagen wir mal Bürgermeister für die Feuerwehr zuständig.

00:56:19: Die im Hackert-Gebiet wurden in den Turnal an der Markus-Soverstraße geschafft, schräg gegenüber von der Bonnhöfer Gemeinde und die wollten dort nicht rein.

00:56:28: Die haben da draußen quasi gesessen.

00:56:31: Und wir haben später erfahren dass sie aus normalen Zimmern kamen ins Schneeberg und wollten nichts in die Turnale.

00:56:37: Wir haben dort Feldbecken hingestellt und so weiter und so fort.

00:56:40: Das wurde dann langsam kalt, das war eben im Oktober und da wurde Polizei.

00:56:46: Hier sind Frauen und Kinder, aber sie sind hier der Entscheidungsträger.

00:56:49: Sie müssen uns sagen ob wir die jetzt wegtragen sollen oder nicht.

00:56:54: Ich habe das eigentlich nicht gemacht.

00:56:57: Da war dann die Fahrerin da und haben mir dann die Frauen- und Kinder in den Gemeindesaal der Bonne von Gemeinde geschafft Und die Männer sind dann drüben in die Turnhalle und dann war auch alles okay.

00:57:10: Du bist nach Hause gefahren, hast dich ins Bett gelegt und gegen um vier hat ... Oder um fünf hat dann dein Handy geklingelt und erwartet Polizei dran.

00:57:17: Und hat gesagt ja, nachdem ich jetzt meinen Polizeipräsident informiert habe, mache ich es, informiere ich sie mal.

00:57:23: Das Gemeindehaus ist mit Steinen sozusagen angegriffen worden.

00:57:30: Was machen wir denn jetzt?

00:57:31: Da überlegst du zwischen halb vier, halb fünft.

00:57:36: Dann rufe ich ihn jetzt die Chefin an.

00:57:38: Kann ich dich schon um sechs anrufen deswegen oder um halb sieben?

00:57:43: Und da habe ich dann halb sieben angerufen und dann merkst du, dass deine Entscheidung also ich meine Entscheidung war ja die Frauen und Kinder bringe ich in dieses Gemeindehaus das die schon was ausmachen.

00:57:52: Das ist für manche existenzielles und das macht etwas mit ihr.

00:57:56: wenn du auch sozusagen den Daumen hebt oder senkst vor persönlich Schicksale dran hängen oder wo Entscheidungen drin sind die eine Auswirkung auf Lebenswege haben das schläft sich ein paar Nächte

00:58:09: schlecht.

00:58:11: Wie viele Entscheidungen davon gibt es?

00:58:14: Also jetzt das war als Kamera, da gab's noch eine Frau Ludwig.

00:58:21: Jetzt in Ihrem Alltag wie viele Entscheidung sind so was eigentlich denken kann?

00:58:27: ich würde gerne jemand anrufen.

00:58:31: Schwer zu zählen!

00:58:33: Man kriegt natürlich eine gewisse Routine auch bei solchen Entscheidungen und dass Auch wenn man weiß, weil hundert Prozent glücklich machen in der Politik ist undenkbar.

00:58:44: Du musst immer eine Entscheidung treffen.

00:58:47: Es kommt schon ein paar Mal im Monat vor.

00:58:51: Insbesondere auch dann, dass du ja mit dem Oberbürgermeister bist, beenden sich ja auch Leute an dich mit ihrem Anliegen.

00:58:56: Und dann gibt es viele Gründe, warum sie zum Anliehen nicht widersprechen kann.

00:59:03: Das ist natürlich auch eine Entscheidung die man wehtun kann Man das persönliche Schicksal vielleicht auch versteht, aber ich jetzt.

00:59:10: ganz schwierige Fälle sind zum Beispiel Zorgerechtsfälle.

00:59:14: Da gibt es jemand... Das Jugendamt hat das ein Kind außer Familie genommen und die finden das alles nicht richtig.

00:59:20: und dann schreiben sie dir und du liest aus diesen Briefen dass die eigentlich eine ganz große Hoffnung endlich setzen, dass du jetzt sagst, das kann ja so nicht sein!

00:59:28: Das kann ich aber nicht weil du natürlich immer die Die andere Seite sehen musst du.

00:59:33: Du musst darauf vertrauen, dass dein Jugend am richtigen Entscheidung trifft und dann stehen die bei dir im Floor oder im Rathaus?

00:59:39: Oder du gehst mal über den Markt und plötzlich sprechen sie dich an!

00:59:44: Und das sind also Dinge wo ich sage Ich kann das nicht nachvollziehen aber ich kann die Entscheidungen nicht treffen und ich will die auch nicht treffen.

00:59:52: Vielleicht ist es auch falsch vielleicht hat sich auch recht Aber du kannst dich nicht auf so eine Einzelnsachfalles Ebene als Oberbürgermeister runterziehen lassen.

01:00:01: Weil dafür gibt es die Strukturen, dann gibt's die Entscheidungsebenen und wenn du jedes dieser kleinen Probleme zu deinem eigenen machst, dann wirst du im Kopf auch eurer.

01:00:12: Gibt das ein Vorbild für Sie?

01:00:13: Also wie lernt man Oberbürgermeister sein?

01:00:16: Ich glaube gar nicht.

01:00:19: Aber

01:00:19: ich sag mal so hat mich damals auch sehr unterstützt Peter Seifert.

01:00:22: Ich glaube wir sind uns auch relativ Na, in der Persönlichkeit, dass auch ein Sportler Pragmatiker jemand, der die Wirtschaft eigentlich ein bisschen kennengelernt hat.

01:00:31: Dann ist das so jemand... Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich Gerhard Schröder ziemlich bewundert habe.

01:00:41: Aber es ist jetzt nicht so, dass man hat ein Vorbild und guckt wie macht er das?

01:00:45: Sondern das ist eher eine persönliche Sympathie wo man dann auch mal nach Rat fragt, auch wenn man noch im Amt ist.

01:00:54: Gibt es von der SPD jemand, der anruft und sagt cool du bist jetzt Oberbürgermeister macht das mal so und so oder ist man ganz allein in diesem Raum?

01:01:04: Also die Vorstellung dass ich jeden Montag aus mir die Brandhaus die Ansage bekommen was ich die Woche zu machen habe.

01:01:11: Das ist Märchen!

01:01:14: Du bist als Oberbürgemeister quasi ohne Chef und frei.

01:01:18: Und da ruft auch niemand an, weil du schon früher aber jetzt das Rechnis ja nie mit einer absoluten Mehrheit regieren kannst.

01:01:24: Du musst ja immer mehr hätten dir suchen.

01:01:29: Ich habe das eigentlich nie erlebt dass ich von oben irgendwie Anweisungen bekommen habe.

01:01:38: Das gab es nur ein einziges Anweisung nicht in den Versuch.

01:01:42: Gab es mal ein einziges Mal Das war zur UB-Wahl.

01:01:48: Das war nicht schön für mich, aber ich bin froh, dass ich das damals so gemacht habe wie ich es gemacht

01:01:54: hab.

01:01:56: Also nie wird irgendwie der... Wenn's ein SPD-Bundeskanzler gab's ja mal, ruft nicht an und sagt was man auf?

01:02:06: Wir brauchen jetzt die und die Politik.

01:02:08: Macht das mal, setzt das mal um?

01:02:09: Hab' ich nie erlebt!

01:02:10: Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Kollegen das erleben.

01:02:15: Das fängt schon aus, aber sowas gibt es nicht.

01:02:18: Also ich kann's für mich und für die, die ich kenne ausschließen.

01:02:22: Okay woran wird dann Erfolg gemessen?

01:02:26: Sie sind ein Zahlenmensch.

01:02:27: Gibt's eine Zahl wo sie sagen heute war ne gute Woche?

01:02:32: Es gibt die Zahlen nicht gerade auch im kommunalen Umfeld weil es ja auch wichtig ist kannst du die Zahl wirklich mit deinen Entscheidungen beeinflussen oder auch nicht?

01:02:42: also wenn das so wäre Ideale Vorstellung auch eines Unternehmers.

01:02:48: Dashboard, drei Zahlen da weißt du ob die gute Führung hast.

01:02:52: ich glaube Du guckst nicht also guckts schon auch viel wie deine Entscheidungen kommentiert werden.

01:03:00: Die Medien spielen da schon eine gewisse Rolle aber das ist nur eine Facette sondern auch die Leute mit denen du zu tun hast und Ob du was hinbekommst?

01:03:11: Also dass vielleicht auch so eine Geschichte dich aus meiner Sportvergangenheit, Fußballvergangheit mitgenommen hat.

01:03:16: Fußball ist ein Ergebnissport.

01:03:18: du kannst schön gespielt haben.

01:03:19: am Ende es wichtig wie das Ergebnis steht und dass versuche ich auch heute zu machen und für mich ist eine gute Woche.

01:03:25: wenn ich was hingekriegt habe egal mit wem und wie schwer das war und den Thema abgeschlossen hab hinbekommen hab denn ich das auch sehen kann dann ist es eine gute woche.

01:03:36: problem gelöst in der abgabe abgeschlossen.

01:03:41: aber da ist nicht eine Kennzahl, wo du sagen kannst gute Oberbergemeister oder schlechte Oberbergenmeister.

01:03:49: Sie sind ja quasi der Hauptinfluencer von Chemnitz wenn man das jetzt so sieht.

01:03:53: also wenn sie irgendwo hingehen vertreten sich immer die Stadt.

01:03:59: Jetzt sagen die Leute Chemnits ist so ne Stadt für nen zweiten Blick.

01:04:03: ich glaube sie haben es auch mal gesagt

01:04:07: wie...

01:04:08: Also ich find's gar nicht so.

01:04:10: Ich finde die Leute die da sind Ich finde es eigentlich immer ganz gut und das ist ja auch immer so ein Hauptthema in diesem Podcast.

01:04:19: Warum?

01:04:19: Vielleicht um sie als Hauptinfluencer eine Antwort, warum entschuldigt sich der Chemnetzer für seine Stadt?

01:04:31: Wenn wir das wüssten dann wird es schnell... vielleicht lösbar sein.

01:04:36: Also ich glaube das hatte ein bisschen was mit Geschichte zu tun, dass Chemnitz immer so ein bisschen im Schatten stand und immer auch so eine Image hatte, so Aschenpuddel grau

01:04:45: usw.,

01:04:46: also es ist nicht etwas, was man sofort gerne dann erzählt wenn man woanders ist.

01:04:54: Und hat vielleicht auch mit Arbeiterindustrie zu tun.

01:04:58: ,dass das früher so ein Bisschen ein Spuddel-Image hatte Und das hält sich sehr gerne.

01:05:05: Das erzählt man wieder und es regt das auch gesagt, dass Licht unter den Schäffelstellen eine Chemnitzerkern-Eigenschaft ist.

01:05:15: Das muss nicht schlecht sein.

01:05:18: Wenn du bei uns in Luftballon zerplatzt, der ist immer noch da, weil das kein Luftballons ist.

01:05:22: In Leipzig fliegen dann die Konfettiblasen vielleicht raus und das war alles heiße Luft!

01:05:30: Das ist Ehrlichkeit und Bodenständigkeit, es kann dir aber auch im Weg stehen.

01:05:34: Und ich glaube das hat man über viele Jahrzehnte ja eingeatmet und das kann man nicht mit Schnipschnips auch nicht mehr in einer Kulturabstatt wegmachen.

01:05:48: Das sind für viele die hier sind, die kennt's nicht anders.

01:05:52: Darum ist glaube ich auch die Diskrepanz zwischen dem der von außen kommt und der schon immer hier ist noch mal so frappierend.

01:05:58: jetzt Ich gucke gerade, ich nehme Mr.

01:06:00: Beauty ist nicht da er wollte eigentlich kommen und der sagt ja wir müssen lauter werden.

01:06:07: also in einer Aufmerksamkeitsökonomie Instagram TikTok LinkedIn wären diejenigen erfolgreich sein die möglichst laut für ihre Interessen werben.

01:06:19: jetzt ist ihr sozusagen es sehr charmant ein bisschen ruhiger zu sein.

01:06:24: anders statement aber wie gesagt in der aufmerksamkeit Ökonomie Fehl am Platz, weil eigentlich jeder Chemnitzer sagen müsste kommt doch mal hierher schöne Stadt.

01:06:37: Wie machen wir das?

01:06:37: Dass wir lauter werden.

01:06:38: also dieser Kreis hier würde ich sagen haben ohne so eine alle gesagt diese Stadt kann mehr ist eine super hat ne super Perspektive Hier ist ne Energie hier entsteht gerade was und auch daran war die Kulturstadt vielleicht zuholt.

01:06:55: aber wie bekommt man es denn lauter zu werden?

01:06:58: Ich glaube es ist wichtig laut zu sein und Substanz zu haben.

01:07:02: Also alleine laut sein reicht nicht, würde ich mir auch nicht als Siebelt wünschen.

01:07:07: also die Substanz muss auch da sein.

01:07:09: nur zu quatschen und laut zu seien und nichts dahinter zu sein das wird auch zur Chemnitz nicht passen.

01:07:19: Das startet glaube ich mit dem Selbstvertrauen dass man das was man tut guttut und das auch sagt Und in der Gemeinschaft ist man ja immer stärker.

01:07:31: Also jeder wartet mal, bis er der erste den Kopf raussteckt und wenn viele das tun dann schließe ich mich gerne an.

01:07:39: Wenn man jetzt auf die harten Fakten guckt, dann brauchst du nicht kennen mit diesen vielen Dingen gar nicht verstecken, aber das Emotionale fehlt noch so ein bisschen.

01:07:49: Deshalb ist es glaube ich richtig und wichtig laut zu sein, aber Substanz weil... Am Ende werden auch wir an Ergebnissen gemessen.

01:07:58: Und da bin ich immer ein bisschen kritisch, weil die Lautsprecher kriegen zwar eine Aufmerksamkeit, ob sie am Ende immer die besten Ergebnisse haben?

01:08:06: Fragezeichen!

01:08:09: Ich versuche das in der Mitte so bischen zu sein.

01:08:12: Also meine Erfahrung sagt mir, dass nur laut zu sprechen, dir nicht immer die Ergebnisse bringt.

01:08:18: Es muss Substanz-Science klar sein und es Rätlichkeit da sein und wenn wir so eine Mischung hinkriegen, dann interpreitet.

01:08:26: Dann kann das gelingen aber... Das ist ein Weg, ne?

01:08:31: Das ist so der Mensch in Mittefünfzig.

01:08:33: Mich würde man ja auch nicht von heute auf morgen umdrehen im Wesen.

01:08:37: Und so geht es den Chemnitzern und dem Chemnitzer vielleicht auch.

01:08:41: Aber Kulturhauptstadt war ja so'n Mittel sehr laut In die Welt zu schreien.

01:08:46: Chemnits ist eine schöne Stadt.

01:08:48: Erstmal als Oberbürgermeister erfolgreich Nicht erfolgreich mehr gehofft.

01:08:53: Also in jedem Fall erfolgreich, und zwar auch egal ob ich das an Besucherzahlen messe, an medialer Aufmerksamkeit, an Fremdbild aber auch an Selbstbild.

01:09:05: Ich glaube dass auch so ein Effekt der Kulturabstatt, das wir doch schon gemerkt haben, dort durchaus stolz auf Chemnitz sein, klar mal auf am Ende für mich nicht ganz zu überraschend weil wir haben auch hart dafür gearbeitet.

01:09:19: Das kann ich sagen weil ich ja vierzehn Tage Also ich bin vierzehn Tage im Amt gewesen und dann haben wir den Titel bekommen, also die ganze Vorbereitungsarbeit nach dem Bitbook habe ich mitbekleidet.

01:09:34: Und da waren auch einige Situationen dabei, die nicht so einfach waren.

01:09:39: Da waren auch viele Situationen bei wo ich gemerkt hat man traut uns das nicht zu und da käme es halt an den Ehrgeiz zu sagen euch zeige ich das!

01:09:49: Deshalb Wort dieses Jahr für die Stadt sehr, sehr gut für die Wahrnehmung fürs Image.

01:09:55: Auch für den Blick von nach außen aber auch für die Selbstwirksamkeit nach innen und wird in jedem Fall einen guten Platz im Geschichtsbuch haben.

01:10:08: und es ist Aufgabe aber nicht nur vom Oberbürgermeister sondern von vielen das mitzunehmen und weiterzutragen.

01:10:15: und da scheiden sich manchmal so die Geister.

01:10:18: gab's ein Lieblings Event?

01:10:23: Eine der Fragen, die mir am häufigsten gestellt wurden ist.

01:10:26: Ich beantworte die so... ich sage der Eröffnungsdach am achtzehn Januar weil der war für mich wie man sich vorstellen kann von früh bis spät durchgetaktet.

01:10:37: Der erste offizielle Termin für mich war die Pressekonferenz in der Stadthelle um elf in der Nationalpresse Konferenz.

01:10:43: Wir hatten ja verschiedene Bühnenprogramme aufgestellt.

01:10:45: Ich bin im Zähne ins Rathaus gefahren hab noch einen Kaffee getrunken.

01:10:49: dann sind wir zehn Uhr dreizig vom Rathaus in die Stadtteile gelaufen und da war die Stadt schon voll.

01:10:57: Die Bühnen waren belagert, die Menschen waren da, das Wetter war super!

01:11:01: Das hat sich den Tag aber durchgezogen.

01:11:05: und wenn man dann weiß dass dann das Event quasi vom Karl-Marx-Wort vorbei war und ich, ich weiß gar nicht, zwanzig Minuten, fünfzwanzig Stunden gebraucht habe um zum Rathuis zu kommen, da war der Refter vor und ich dann das Privileg hatte von dem Raab-Tastbalkon runter auf einen vollen Marktplatz zu schauen mit dem Rave oder dann noch abends in den Club zu gehen, wo dann am Transit die Stande hoch also weit übers Imagine Pub um da reinzukommen.

01:11:35: Das war ein Tag der bleibt hängen.

01:11:40: Jetzt Ihre Hoffnung!

01:11:41: Also haben Sie Angst dass das verpufft?

01:11:43: Oder spüren sie schon Kulturabstatt bleibt?

01:11:47: Also Kosmos war jetzt... Ja Da hatte ich das Gefühl okay

01:11:50: Also

01:11:51: ich

01:11:51: spüre beides.

01:11:53: Es gibt Formate, Kosmos ist das jetzt so gewesen da hat man gesehen diese Stadt kann das.

01:11:59: Diese Stadt sieht auch total anders aus wenn ganz viele Leute da sind und gemeinsam was tun.

01:12:05: Und dann gibt es ja weitere Formate die wir weiter geführen vom Hutfestival, vom Leiterwischen, vom Peace Ride und viele andere.

01:12:14: also man tut ja manchmal so als ist nichts mehr.

01:12:18: Und was man nicht unterschätzen darf, und das wird Otto Normalberger gar nicht so merken wie viele Leute jetzt auch nach dem Kulturhauptstadtjahr aus Deutschland, aus Europa.

01:12:29: Nach Chemnitz kommen und sagen wir wollen mal gucken, wie ihr das gemacht habt oder ich habe das gehört aus Chemnits.

01:12:36: also dass darf man

01:12:38: nicht

01:12:39: unter schätzen.

01:12:39: Wir sind schon Jetzt auch eine Nummer in gewissen Dingen Chemnitz weil man gesehen hat wir machen es gut Das ist angekommen und das war gut.

01:12:48: Auf der anderen Seite habe ich manchmal so ein Dschabü-Gefühl, dass wir trotzdem wieder zweifeln.

01:12:58: Dass wir trotzdem sagen, es war zwar gut aber jetzt ist es schlecht.

01:13:03: Wir freuen uns nicht, dass letztes Jahr ganz viele Leute da waren sondern Sachen dieses Jahr sind weniger Leute da oder irgendwas ist nicht ganz so groß wie letztes.

01:13:14: Und das ist diese Selbstzweifel, die nach meiner Wahrnehmung fast bis zum einunddreißigsten, zwölften, zwei-tausend, vierundzwanzig Euro in der Kulturabstatt war.

01:13:22: Schaffen wir das?

01:13:23: Plamieren wir uns?

01:13:24: Die Freie Presse wollte damals zwei-tasend, dreinzwanziger schon wissen was im Mai stattfindet.

01:13:30: Fünfundzwanziges wird es kein Erfolg!

01:13:32: Wir haben im Oktober Vier und zwanzig Programmverkündete freie Presser.

01:13:36: Headline war Kultur anstatt ohne Höhepunkte.

01:13:40: also dieses Unsicher sein.

01:13:42: Diese Selbstzweifel, dieses doch eher das klares Leer-Stadt halt vollsehen Das erlebe ich hier und da mal.

01:13:49: Und das ist ein bisschen die Sorge die ich habe.

01:13:51: Aber viele Dinge bleiben auch.

01:13:52: Wir haben einen tolle Hartmannfabrik, Garage & Campus Stadtwirtschaft Andere Dinge Die ich schon genannt habe.

01:14:00: Also Ich denke Da es viel viel darf Dass wir aufbauen können.

01:14:04: aber Dieser Spirit Der ist fragil Da kommt dann auch viel.

01:14:12: letzter Satz von mir wiederum der Blick zur Obrigkeit, zur Stadt.

01:14:17: Ist denn das gewollt?

01:14:19: Unterstützt ihr uns das?

01:14:20: Das habe ich auch vor der Kulturabstatt viel erlebt.

01:14:24: anstatt zu sagen wir finden es gut und wir machen das jetzt mal egal ob das Rathaus jetzt ein Stempel drauf setzt oder nicht gibt's auch.

01:14:32: aber diese Tendenz wünsche ich mehr weniger dass selber tun was gemeinsam tun wünsche.

01:14:38: Aber nervt das nicht unheimlich?

01:14:41: Sie haben vorhin gesagt, die Verwaltung muss man Geduld haben.

01:14:45: Es gibt ja mehrere Sachen, die erst mal lange da sein müssen und irgendwann am Anfang war es schlecht.

01:14:50: Also nehmen wir jetzt auch den Nüschel als Wahrzeichen.

01:14:54: Schlecht!

01:14:55: Jetzt ist ein Wahrzeich.

01:14:56: Dann wurde der mit die Esse angemalt hübsch bunt.

01:15:00: Jetzt freue ich mich jedes Mal wenn sie so bunt leuchtet.

01:15:03: Das ist ein wahr Zeichen geworden.

01:15:05: Nerft es nicht dass man immer Geduld haben muss, bis die Bürger einsehen.

01:15:10: Auch war eine gute Idee?

01:15:12: Klar kann das nerven.

01:15:13: ich habe jetzt hier weil ich es gerade hier hab, da habe wir mal so einen Leuchtenpunkt gemacht, iLoveSeam.

01:15:18: Also als ich das eingeweiht habe, dass sie wird zerrissen worden was das kostet und diesen jenes... Und jetzt ist es bei den Pinko-Eden mittlerweile angenommen, viele Leute lassen sich fotografieren.

01:15:31: Gibt es auch Aufklärber die dann noch mehr draus machen?

01:15:35: Nice Chemnitz klarnhaft hast.

01:15:38: Aber wenn man das schon zwei, drei Mal erlebt hat gibt's auch die Gewissheit irgendwann kommt es an und dann bleibt es auch.

01:15:46: aber das ist vielleicht Chemniz weiß ich nicht.

01:15:48: Vielleicht zeigen wir das mal.

01:15:50: ihr bekommt das glaube ich nachher alle.

01:15:51: nochmal Sandra Es ist ein neues Projekt nennt sich nicht nur I love C sondern nice also Ist einfach nett, ne?

01:16:00: Ich finde es schön.

01:16:01: Es ist ein neues vielleicht neues Wahrzeichen was man sich überall hinkleben kann.

01:16:09: Der andere Donat kennen Sie ja auch der möchte unbedingt auf die bunte esse noch eine plattform machen.

01:16:17: Geht das überhaupt?

01:16:19: Da sind wir als Kämmer zu.

01:16:20: eben dann doch die Die da immer nochmal den realitätsfilter drüber legen Das geht nicht.

01:16:27: Du hast es auch das hat dort keinen richtigen Fahrstuhl drinnen, Standfestigkeit, Plattform etc.

01:16:34: Das klingt immer gut.

01:16:36: Es geht technisch gar nicht.

01:16:38: ob das sich auch rechnet ist die zweite Frage und das ist glaube ich Chemnitz wir Sachen geprüft und für nicht umsetzbar befunden Und jemand anderes als Dresden hat sich überleden der wird erst mal sagen dass die Idee und irgendwann verläuft sich das.

01:16:55: Also ich habe Höhenangst Ich würde da nicht hoch

01:16:58: Bist du das auch ohne mich statt?

01:17:03: Ich habe überhaupt gar kein Zeitgefühl.

01:17:07: Okay, dann müsste ich jetzt rechnen halb acht und dann reden wir schon Waldchen.

01:17:14: Ich würde auf die Schluss gerade kommen.

01:17:17: Jetzt gibt es in diesem Podcast immer Standardfragen.

01:17:21: Und die erste Standardfrage ist Wir gehen ins Jahr nineteen Hundert Einen neunzig zurück.

01:17:26: Sie sind zwanzig Jahre alt.

01:17:28: Was würden sie diesem Sven Schulze raten?

01:17:34: Dieser Sven Schulz hat immer viel Glück gehabt, da ist es immer ein doch Leistungs- und ergebnisorientierten Weg gegangen.

01:17:50: Und wenn ich jetzt zurückblicke... Ich glaube, es gibt kaum oder keine Jugendshunden von mir!

01:17:59: Also ich war immer anständig vernünftig zielorientiert.

01:18:04: Und dem Sven Ich würde sagen, lasst auch mal das eine oder andere gerade in der Jugend- oder im junger Wachseneben raus.

01:18:18: Das ist eine Zeit die kommt nicht wieder und da trifft dann das Klischee des Mathemikes unter Nerd zu.

01:18:29: Und rückblickend sehe ich es an meinen Kindern ein dick mehr leben, dass andere die Pflicht ruft schon früh genug

01:18:36: Okay.

01:18:39: Die nächste Frage habe ich immer gestellt und habe immer gesagt als Beispiel, dass ich glaube das ich ein guter Liedermacher geworden wäre und es wäre vom Eventkonzept heute gut gewesen wenn ich's gezeigt hätte.

01:18:52: Ich habe mich aber nicht getraut.

01:18:54: also wenn es gibt vielleicht noch einen in zwei Jahren Sea Level Podcast stehe ich dann hier mit einer Gitarre und zeige das Heute wirds nicht passieren.

01:19:04: Gibt es einen Talent bei Ihnen wo Sie sagen Oberbürgermeister, okay kann ich.

01:19:08: aber liebe Robo hätte ich vielleicht nochmal größeren Erfolg gehabt.

01:19:16: Wahrscheinlich nicht weil ich einfach zu klein war.

01:19:19: das ist ja dann so im Sport gewesen.

01:19:21: Ich war bis zum ersten oder vierten Platz war es gut und dann kamen die Leute die groß wurden Und sie haben einen Schritt gemacht wo ich drei Schritte machen musste und da war's dann vorbei.

01:19:31: Es ist eine gute Frage.

01:19:35: Vielleicht wäre ich im Sport gut geworden, was ich erst spät erkannt habe ist dass ich einigermaßen auch singen kann.

01:19:46: Das war früher nicht so das was ich unbedingt wollte und da können wir uns ja verabreden.

01:19:52: Singer-Songwriter und dann machen wir hier Halleluja oder irgendwas Lennart Cohn also irgendwie ein Duett und dann sind wir morgen in der Morgenpost.

01:20:04: Ich

01:20:04: will es jetzt nicht sagen, zusagen.

01:20:08: Weil ich ehrlich gesagt nicht weiß, ob ich das wirklich in zwei Jahren machen möchte aber ...

01:20:12: Werden wir uns noch zusammenmachen?

01:20:14: Okay dann machen wir das!

01:20:23: Oh Gott... Das wird... Brauche ich sehr viel Sekt an.

01:20:34: Es gibt eine Standardfrage.

01:20:36: Und die lautete immer Chemnitz, two-tonsen-zweiundvierzig.

01:20:40: Wie sieht diese Stadt aus?

01:20:42: und ich habe das jetzt noch mal ein bisschen erweitert.

01:20:44: Sie haben Unbegrenztes Kapital zu verfügen zur Verfügung.

01:20:49: was muss Was würden sie bezahlen Ausgeben um ihre Vision für diese Stadt Zu kreieren?

01:20:56: also was muss passieren?

01:20:57: Eine Sache darf es aber nur sein unbegrenzte Kapital und zwei Tonsen ZweiundVierzig wird dadurch Chemnitz zu Punkt, Punkt, Point.

01:21:08: Chemniz wird zu einer Stadt wo man gerne lebt und arbeitet weil wir im dreißig Minuten Takt in dreizig Minuten nach Leipzig bin Zug fahren können

01:21:22: mit unbegrenzten Kapital genau.

01:21:24: also da braucht man schon viele hundert Millionen bis Milliarden dafür.

01:21:28: leider

01:21:29: man hätte auch fliegen können.

01:21:30: jetzt also bei

01:21:32: ja aber ich denke

01:21:34: okay

01:21:35: ich setze mal noch auf die Schiene

01:21:36: Riko, damit ist auch deine Vision erfüllt.

01:21:41: Also, Riko Bach hat gesagt, Chemnitz, two thousand forty-two hat ein ICE Anschluss.

01:21:45: mehr wollte er nicht.

01:21:47: okay so erstmal vielen vielen Dank für dieses schöne Gespräch.

01:21:51: da kann

01:21:53: die letzte Frage es gibt zwei Personen die sie wählen dürfen idealerweise eine Frau einen Mann den Sie vielleicht nicht in so einer öffentlichen Situation weil das ich weiß gar nicht ob ich mir das noch mal so zutraue sich wünschen würden, wo Sie die Geschichte gerne mal hören würden?

01:22:15: Ich fange mal mit einer Frau an und würde da meine Amtsvorgängerin nennen Barbara Ludwig.

01:22:22: Weil ich glaube sie hat auch einen sehr, sehr interessanten Lebensweg, eben auch keinen Graten als Lehrerin in der Politik, als Frau in der Politik.

01:22:32: Das könnte ich mir ziemlich interessant vorstellen.

01:22:34: Müssten Sie mehr ein Kontakt herstellen?

01:22:36: Wäre denkbar!

01:22:39: Aber ob sie es macht, keine Ahnung.

01:22:41: Und bei den Männern würde ich beim Sport bleiben.

01:22:49: Sehr gut finde ich!

01:22:53: Da spreche ich mal über ein Duo und entweder wird das einmal zusammen oder eine von beiden, nämlich die Köpfe hinter dem zwei großen Sportverein in dieser Stadt, nämlich Stefan Herth für den Niners Die können bestimmt auch viel erzählen über das, was da so.

01:23:17: erstens was sie dazu getrieben hat.

01:23:18: Weil beim Steffen Herrholt weiß ich das auch der war ja auch mal irgendwie ganz woanders und ist dann aus Liebe zu Camins wiedergekommen bei Hedder.

01:23:25: es ist so Ich übernehme einen Club Der eigentlich ein scheiß Image hat Und bringt ihn wieder Zu einer Position Wo wir jetzt zweitern oder bettet sind und acht neuntausend Zuschauer Jedes Wochenende ins Stadion kommen Was das bedeutet, was es auch mit jemandem macht und was da die Motivation dahinter ist.

01:23:45: Das stelle ich mir interessant vor.

01:23:47: Okay!

01:23:48: Das heißt lieber Arne wir müssten dann nochmal glaube ich also für die beiden noch mal eine Bühne aufbauen eigentlich auch für Frau Ludwig.

01:23:56: Ich muss hier wieder rauf.

01:23:59: Vielen vielen Dank dass ihr da wart.

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