(Fritz Tuffner / CEO Oberdeck Chemnitz) - Vom Spitzenkoch zum Event-Macher und Arbeitschemnitzer
Shownotes
Fritz Tuffner teilt seinen ungewöhnlichen Werdegang: Nach einer Kochlehre und internationalen Stationen sammelte er acht Jahre Erfahrung in Berlin, unter anderem als Leih-Eventkoch für Top-Caterer und sogar im Bundestag. Mitten im Corona-Lockdown 2021 kehrte er zurück, um eine Event Location zu eröffnen.
Er betreibt nicht nur das Oberdeck (für Hochzeiten, Kongresse und eigene Kino Events im Sommer), sondern auch die stylische Cocktailbar „Wilde 13“. Diese füllt als „kleine Schwester des Oberdecks“ die Marktlücke des späten Nachtlebens nach 01:00 Uhr und bedient den Trend zu alkoholfreien Drinks.
Fritz, der sich als Organisationstalent versteht, diskutiert die Herausforderungen des Spagats zwischen Arbeit und Familie. Trotz seiner Kritik am „Schlechtreden“ der Stadt sieht er in Chemnitz „extrem viel Potenzial“. Sein größter Wunsch für Chemnitz 2042 ist, dass die Kulturhauptstadt nachhaltig wirkt und die Stadt zu einem bunten, anerkannten und stolzen Ort macht.
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Die Sportmacher GmbH
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00:00:02: Herzlich willkommen beim C-Level-Podcast, dem Podcast, wo ich die Businessebene mit dem C für Chemnets verbinden möchte.
00:00:10: Wir sind nur noch wenige Tage vor der zweiten Überstunde Chemnitz und diese findet im Oberdeck in Chemnitz statt und hinter dieser Location steckt Fritz Toffner.
00:00:19: Fritz wurde in Batschlemer geboren und wuchs in Langen-Weißbach auf und bezeichnet sich selbst als Arbeitschemnitzer.
00:00:28: Seine Eltern haben ein berühmtes Möbelgeschäft eröffnet und er selbst hat als Koch begonnen und hat mehrere Jahre als Spitzenkoch in diversen Ländern gearbeitet.
00:00:39: Während der Corona-Zeit kam er dann auf die Idee eine Event-Location in Chemnitz zu eröffnen und damit zurückzukehren in seine Heimatregion.
00:00:48: Er blieb wegen der Liebe und versucht seitdem aus dem Oberdeck eine neue Business Location zu entwickeln.
00:00:57: Und seit diesem Jahr hat er auch noch eine kleine Schwester des Oberdecks gegründet.
00:01:02: Die wilde Dreizen, eine Bar, die nicht nur mit speziellen Cocktails aufwartet, sondern auch wahrscheinlich einer der Orte ist in Chemnitz, der am längsten seinen Gästen noch Getränke anbietet.
00:01:14: Wir hatten einen Sehr nettes Gespräch, Oberhalb von Chemnitz und während die Sonne unterging, wohnen auch unsere Gespräche etwas tiefer, das hört man manchmal.
00:01:24: Dennoch denkt auch Fritz, dass Chemnitz extrem viel Potenzial hat und er kritisiert, dass in den Medien und oft auch bei den Einwohnern die Stadt schlecht geredet wird.
00:01:34: In diesem Sinne hören wir mal rein, was er sonst noch so sagt.
00:01:37: Ich wünsche euch viel Spaß und ich hoffe, wir sehen uns alle am zwanzigsten Elften
00:01:41: im
00:01:42: Oberdeck bei der Überstunde in Chemnitz.
00:01:44: Bis dahin.
00:01:45: Hallo, was für ein Blick.
00:01:54: Ich schaue auf die Esse, die mir immer nur bekannt war als fette Esse.
00:01:58: Jetzt ist es eine bunte Esse.
00:02:00: Ich schaue auf einen Baudenkmal der DDR, was gar nicht wieder die Entscheidung getroffen wurde.
00:02:07: Und ich bin an dem Ort, wo in etwas mehr als einer Woche die zweite Überstumme Chemnitz stattfinden wird.
00:02:13: Mir gegenüber sitzt, wie schon erwähnt, Fritzstufner Heij Fritz.
00:02:17: Hallo.
00:02:17: Grüß dich.
00:02:18: Ja, weißt du erstmal, wie es mit dem Haus da weitergeht?
00:02:20: Ja, das sind immer die Fragen, die ich oft höre.
00:02:24: Was passiert mit der Höhtelwand, wird es endlich abgerissen?
00:02:26: und so weiter und so fort.
00:02:27: Nun, ich habe mir sagen lassen, also nicht ganz in dem Gebäude, aber rechts daneben hat die berühmte Katharina Witt damals gelebt.
00:02:34: Große Sportlerin aus Chemnitz.
00:02:37: Ja, das wurde rechts saniert, links das eben noch nicht.
00:02:40: Angeblich soll das verhüllt werden zur Kulturstadt.
00:02:43: Nichts davon, es bis jetzt zu sehen.
00:02:45: Wir hatten schon den Gedanken, lasst uns da drüben eine kleine Pop-Apa aufmachen, Gerüst dran, Baufahrstuhl und zack, vier Monate im Sommer, gib ihn.
00:02:53: Aber ja, das hat es doch anders gekommen, wie einige wissen.
00:02:57: Aber das Oberdeck bietet wirklich einen wahnsinnigen Ausblick.
00:03:01: Also es sind ja eine schöne Ort zum Arbeiten, was ich sage.
00:03:05: Die erste Frage, wie bist du denn hierhergekommen zum Arbeiten?
00:03:10: Also, wie ist Fritz zu dem Fritz geworden, der mir jetzt gegenüber setzt?
00:03:15: Wo soll ich anfangen?
00:03:16: Wird's vorne
00:03:16: an und es ist
00:03:17: vor mir da gebohrt.
00:03:18: Ja, das wird jetzt das Jahr, erst mal.
00:03:20: Einen neunzigter Baujahr.
00:03:21: Oh.
00:03:23: Du bist ein... Ich glaube, der erste nicht Karl-Marx-Städter dann.
00:03:27: Hier, du bist Chemnitzer.
00:03:29: Nicht mal das.
00:03:29: Nicht mal das.
00:03:30: Ich bin Schlemer-Haha.
00:03:35: Ich bin dann aufgewachsen in Langweißbach, das ist dort in der Nähe und da sind auch die Familienwurzeln.
00:03:42: Da bin ich jetzt auch wieder zurückgezogen und ich bin quasi nur Arbeitskennitzer.
00:03:47: Muss nicht schlecht sein.
00:03:48: Muss nicht schlecht sein, muss nicht schlecht
00:03:50: sein.
00:03:51: Zeit, als ich hier in Chemnitz gelebt habe, auch oft in der Region.
00:03:54: Deshalb ist mir Schlemer bewusst.
00:03:56: Das erste Event, was wir gemacht haben, war nämlich der Firmenlauf Aue.
00:03:59: Ich weiß nicht, ob du den kennst.
00:04:00: Egal.
00:04:02: Ist auch nicht so groß geworden.
00:04:04: Also, in den Schlämer bornen, dann bei Schlemer aufgewachsen?
00:04:11: Genau, ja.
00:04:13: Unternehmersfamilie, würde ich sagen.
00:04:15: Also mein Vater, auch Einzelunternehmer, hat sich... Allein selbstständig gemacht, kurz vor der Wende.
00:04:19: Und ich habe das halt von klein auf natürlich volle keine mitbekommen, wie das Unternehmen gewachsen ist, wie Mitarbeiter dazu gekommen sind, wie Gebäude gewachsen sind, wie sich Tischlerei entwickelt hat in den Handel, in die Möbelgalerie, mit erstmaligen Standorten, bei unserem Heimatort, dann Zwickau, dann Chemnitz.
00:04:41: So ist das halt, da haben wir über Jahre, ich habe noch drei kleine Geschwister.
00:04:45: Es ist über Jahre einfach entstanden.
00:04:47: Wir haben natürlich entsprechend viel oder wenig von unseren Eltern mitbekommen.
00:04:51: Also wir sind auch viel bei Großeltern aufgewachsen.
00:04:54: Was aber rückblickend betrachtet gar nicht so dramatisch war.
00:04:59: Also wir sind von früh an eigentlich in puncto Selbstindigkeit und schon ganz gut reingekommen.
00:05:07: Also ich würde uns als vier Geschwister beschreiben, die doch relativ früh auf eigenen Beinen standen und immer wieder... auch selber Lösungen gefunden haben und halt nicht jedes mal nach den Eltern geschrien haben oder so in Art und Art.
00:05:21: Klar, hätte man sich manchmal natürlich gerade als Kind gewünscht mehr Urlaub, wie es andere normalbürger, Menschen oder Klassenkameraden oder auch immer so erleben durften zu haben.
00:05:34: Also wir hatten halt einen Sommerurlaub, das war es, und der Rest des Jahres ist einfach voll mit Arbeit gewesen.
00:05:39: Ja, aber das ist halt so.
00:05:40: erstmal die Familie ihre Prägung vielleicht.
00:05:43: Ich kenne das bei meiner Tochter.
00:05:46: Die Frage, die ist jetzt vierzehn, die frage ich auch immer, willst du das, was ich mache, weitermachen?
00:05:50: Sagt sie auf gar keinen Fall.
00:05:52: Ich will ja was vom Leben haben und ich sehe das gar nicht so.
00:05:55: Du hast aber nicht sofort die Unternehmerlaufbahn eingeschlagen.
00:06:01: Ja, also kurioserweise habe ich dann eben auch gesagt, ich möchte auf jeden Fall was anderes machen, genau wie meine drei Geschwister übrigens.
00:06:09: Also, unsere Eltern haben uns da auch alle Freiheiten gelassen.
00:06:11: Also, wir durften uns selber entwickeln und alles probieren, was wir erst mal wollten, um eben einfach selber rauszufinden, okay, was ist mein Ding.
00:06:19: Und ich hab dann eine Kochlehre begonnen.
00:06:21: Das ging eigentlich nach dem Glas los.
00:06:22: Der erste Wunsch, da hatte ich mein erstes Praktikum in einem Tierpark gemacht.
00:06:26: Und danach war ich klar, okay, ich will das mit Tieren machen.
00:06:30: Koch.
00:06:30: Eigentlich erst später stand ich in der Küche.
00:06:33: Ja, die
00:06:34: Verbindung kann ja auch sein Tier, Töten, Kochen.
00:06:37: Das
00:06:38: klingt mal Kahl war ja.
00:06:40: Wir haben dann einfach dieses, wir hatten ein sehr gutes Restaurant in Zwickau damals.
00:06:44: Und das war wirklich top Niveau.
00:06:46: und da hatte ich das erste Praktikum gemacht.
00:06:48: und dann habe ich gedacht, okay, ist schon cool, aber ich warte mal ab.
00:06:52: und dann wurde ich so Ende der zehnten Klasse eigentlich gefragt.
00:06:54: Na ja, du hattest damals bei mir ein Praktikum gemacht, wie sieht es denn aus?
00:06:57: Du bist eine Lehrebeginn und dann staufen gesagt, warum eigentlich nicht.
00:07:03: Okay, und dann habe ich mich doch für so ein Sonderweg entschieden, weil doch alle Freunde normale Jobs hatten und das Koch bist du halt schon mal raus gewesen.
00:07:11: Dann warst du in dieser Zeit schon so,
00:07:13: okay, ja,
00:07:14: immer abends, immer Wochenende, immer dann frei, wenn die anderen arbeiten und ja.
00:07:19: Ist es wirklich so, dass der Kochberuf leistungsorient harte Sitten sehr rau der Ton, sehr stressig?
00:07:28: Oder ist ein Zwecker dann nicht so gut wie?
00:07:30: Ja, ihn.
00:07:32: Das kommt natürlich immer auf den Ladendorf an.
00:07:33: Also ich habe da nachher sehr viele Stationen nach erleben dürfen.
00:07:36: Ein Zwecker, aber das ist ein kleines Feindinning-Restaurant.
00:07:39: Wir haben zwei Feinschmecker und ein paar goldener Hoben und ich weiß gar nicht mehr was, aber...
00:07:47: Das sind Entschuldigung, Zeichen gesehen.
00:07:49: Ich dachte, es gibt ein Zwecker, zwei Feinschmecker für sie,
00:07:53: der einseste Lehrling und entsprechend... Das Mädchen für alles.
00:07:57: Ab halt, wenn nichts los war, genauso auf Chef Junior aufgepasst und solche Sachen.
00:08:01: Aber da haben wir anfangs auch viel gelernt.
00:08:03: Und da musste man von Anfang an noch alles machen.
00:08:05: Also das war schon auch da wieder vorteilhaft.
00:08:09: Und entsprechend gab es stressige Zeiten, aber auch entspannte Zeiten natürlich.
00:08:15: Und danach, die Station, die haben man ja erst so richtig geprägt, weil da hat es ja auch alles erlebt.
00:08:20: Also von Kuläre stressig, das Fliegenteller an die Wand, bis... Ja, okay, das ist mal ein Arbeitsfeld.
00:08:27: Okay, cool, entspannt.
00:08:29: Es geht ja, es geht ja nur, dass man normal Arbeitsverhältnisse hat, auch in der Küche.
00:08:34: Aber das kam natürlich mit der Zeit und mit den Erfahrungen, die man überall so machen durfte.
00:08:38: Und wo warst du da?
00:08:39: überall?
00:08:40: Ich bin dann kurz danach nach Hartenstein, ein kleines Vom Sterne Hotel bei uns in der Ecke gegangen.
00:08:45: Danach ging es nach Luxemburg.
00:08:47: Da hatte ich dann eine Saison mitgemacht, auch in einem gerubenen Restaurant.
00:08:51: hat menschlich letztendlich nicht so gepasst, weswegen ich dann zurück bin, auch noch damalige Freundinnen, Zwecker und so weiter.
00:08:57: Danach ging es für mich nach Chemnitz.
00:08:59: Da war ich hier zwei Jahre, hatte in Chemnitz dann aber auch nach diesen zwei Jahren gemerkt, okay, ist ja ganz cool, aber jetzt.
00:09:05: Und dann hatte mich so ein bisschen die Hauptstadt gereizt
00:09:07: und ich dachte, okay.
00:09:09: Berlin.
00:09:09: Auf jeden Fall habe ich dann im Schritt gewagt und bin dann direkt nach Berlin und hatte dort jetzt in Summe acht schöne Jahre.
00:09:18: Erste Station in Berlin war dann das Geminski Hotel.
00:09:20: Von dort aus ging es dann tatsächlich in eine Leihfirma, also auch ganz freiwillig, weil ich einfach von einem Kollegen gehört hatte, okay, Catering Event.
00:09:28: Das hatte mich schon immer gereizt.
00:09:30: Es hat mir Spaß gemacht, dass man nicht nur im Hintergrund steht und die Fliesen anguckt, sondern auch mal vorne am Gast ist.
00:09:37: Und das hat sich dann so ein bisschen durch meine nächsten Stationen geführt.
00:09:40: Also dann hatte ich sehr viele Berührungspunkte mit München, war dort für Käferl, Kofler, Stürzlawis, alle heißen unterwegs.
00:09:48: Es war Eventkoch, alle möglichen Top-Events mitgemacht und das war ein Wahnsinnserfahrung.
00:09:53: Ich hatte innerhalb von sechs, sieben Monaten so viel gesehen wie die letzten Jahre davor nicht.
00:09:58: Kann mir auch keiner nehmen, so.
00:09:59: Wir haben dann auch solche Sachen gemacht wie vierundzwanzig Stunden in Inlemore.
00:10:02: Und ja, also es war echt toll.
00:10:04: Und danach dachte ich so, okay, Käfer ist ein cooler Laden.
00:10:07: Ich gehe nach Berlin wieder zurück zu Käfer an den Bundestag.
00:10:12: Da war ich dann auch mal an der Station.
00:10:14: Bundestag, cooler Erfahrung, Stress, ja.
00:10:17: Wir veranstalten auch den Bundestagslauf.
00:10:21: Und deshalb, wenn ich dann mit den Bundestagsleuten in der Organisation rede, gibt es die Kantine, aber da ist nicht Käfer, woom hatten im Bundestag...
00:10:29: Die haben das Dachgartenresort in der Kuppel, also da neben der Kuppel direkt.
00:10:34: Genau, kommt ja nur mit Reservierung rein und ist da eine offene Schoküche und du hast von Nachmittags an, oder Mittags an, glaub ich, und im Nachmittag gibt es ein... dann Nachmittagsgeschäft und dann halt das Abendgeschäft, wo halt alles vorbestellt ist und... Du halt dann auch Gruppengesellschaften da drin hast.
00:10:50: Und
00:10:51: das auch gehobene
00:10:52: Küche.
00:10:53: Ja, das war auch eine spannende Zeit.
00:10:56: Also du könntest theoretisch von der Hausbildung jetzt auch in Chemnitz ein gehobenes Restaurant all öffnen.
00:11:02: Ja,
00:11:02: klar.
00:11:03: Wo liegen da die größten Unterschiede?
00:11:05: Was muss ein Koch nochmal extra können, damit er so ein Restaurant aufmachen kann?
00:11:09: Betwißwirtschaft.
00:11:11: Nur das.
00:11:12: Also nur allein gut kochen reicht nicht.
00:11:13: Das habe ich in meiner Lehre halt eben auch gelernt.
00:11:15: Ja, du kannst der beste Koch sein.
00:11:17: Wenn du dann aber auch Einzelkämpfer bist und alles alleine machen musst, ist es schnell schwierig.
00:11:23: Also man braucht wirklich auch andere Kenntnisse oder ein Partner, der das kann.
00:11:28: Und das, also das alles alleine zu stemmen, ist schon wirklich...
00:11:32: Also hattest du jemals ein eigenes Restaurant?
00:11:35: Nein.
00:11:35: Das war auch immer ein Wunsch.
00:11:37: Okay.
00:11:37: Was ja eigentlich, du hast ja diese vielen Stationen gemacht und du hast ja immer so
00:11:41: eine romantische Vorstellung.
00:11:42: Man hat ein Restaurant und ah, total schön.
00:11:44: Man betreibt das so ein bisschen und hat dann entspannt seine Woche.
00:11:48: Nee.
00:11:50: Einfach nie.
00:11:51: Das vielleicht ist das wirklich mal was für das Alter und man sagt, okay, jetzt habe ich mit den Hörner überall abgestoßen und...
00:11:57: Das brauche ich keine Freizeit mehr.
00:11:59: Ach,
00:11:59: irgendwas auch, wo man echt auch ein entspanntes Arbeitspinsum hat.
00:12:03: Das wäre natürlich schön, aber sehe ich erstmal nicht so.
00:12:06: Und... Das war ein alter Niederwunsch, dass man sagt, restaurant, wer kommt.
00:12:12: Irgendwie nicht, das war nicht meine Intention.
00:12:14: Ich habe dann auch irgendwann auch gemerkt, natürlich auch in Berlin so, okay, ja, Kochsein allein erfüllt mich jetzt auch nicht mehr so hart.
00:12:21: Ich möchte irgendwie auch noch ein bisschen weiterkommen.
00:12:23: Also man standgefühlt auf der Stelle.
00:12:26: Klar, man konnte natürlich innerhalb der Küchenheraschie aufsteigen, aber nur das alleine war es nicht.
00:12:31: Und dann hatte ich nochmal ein Studium angefangen, also Betriebswirtschaft für Hotellerie und Gastronomie.
00:12:35: Das war eine ganz coole... Zwischenlösung für eben sämtliche Leutendienst gingen wie mir, also die im Arbeitsleben schon ein paar Jahre standen.
00:12:43: Und dann meinten, ja, ich will das nochmal irgendwie im nächsten Step auf der Karriere leider machen.
00:12:48: Und da hat mir alle möglichen Leute von von über her in dieser Klasse und dann ein zweijähriges schulische Studium gehabt.
00:12:56: Ja, und danach war der Abschluss halt einen Bachelor gleichgestellt.
00:12:59: Absolut ausreichend.
00:13:00: Für mich war es ein Sprunggerät.
00:13:01: Auch natürlich waren ganz viele wertvolle Kontakte und Vernetzungen nochmal aus dieser Zeit.
00:13:05: Aber für mich war dann auch in dieser Zeit klar, okay, irgendwie will ich mein eigener Herr sein.
00:13:10: Ich habe keinen Lust mehr.
00:13:11: Nach einem halben, nach einem, nach zwei Jahren zu merken, ja, jetzt stoße ich in diesem Unternehmen an meine Grenzen und möchte und habe keinen Lust mehr für jemand anderes, was zu machen, wo ich nicht voll dahinterstehe.
00:13:23: Das war eigentlich so meine Hauptintention und dann habe ich mir gedacht, ja, dann wird es die Selbstständigkeit.
00:13:29: Und das war wann jetzt?
00:13:30: Also,
00:13:31: das war...
00:13:32: Ich habe jetzt, du hast ja gesagt, du hast acht Jahre von Sput-Reizen, acht Jahre in Berlin oder unterwegs, einundzwanzig?
00:13:38: Ich glaube, zweitausend.
00:13:41: Warum nicht denn zurück?
00:13:42: Corona.
00:13:43: Es gibt ja die Zeitrechnung vor und nach Corona.
00:13:45: Also, im Jahr zwanzig war ich in der Schweiz und das war mein entscheidendes Jahr aus Berlin.
00:13:50: Und genau ungefähr ein Jahr davor, könnte man sagen, habe ich mich selbst ja nicht gemacht.
00:13:55: Als kleine Unternehmer, als Leikoch, hatte er halt noch ein paar Kontakte aus meinen vorherigen Agentoren, wo ich da gearbeitet hatte und hat mich da ein bisschen selber hier und da verliehen oder wurde angefragt.
00:14:04: Ist das
00:14:05: ein richtiger Markt?
00:14:05: Also,
00:14:06: ja.
00:14:08: Also das war das Schöne.
00:14:09: Ich konnte da erstmalig als Koch dann auch sagen, wann ich arbeite, wo ich arbeite und für wie viel ich arbeite.
00:14:16: Und das hast du halt in der Festanstaltung nicht.
00:14:19: Da musst du einfach nicht grinsen.
00:14:21: Es geht einfach gar nicht.
00:14:22: Das heißt, in Chemnitz gibt es auch Laiköche?
00:14:25: Ja.
00:14:26: Wo ihr weit mitmisst,
00:14:27: sind nicht so viele bekannt.
00:14:28: Also wenn die auch Köche bei uns buchen, dann haben wir die auch von auswärts, weil es noch eher meine Geldkontakte sind.
00:14:34: Für so ein Event Catering ist das ja auch
00:14:36: irgendwie noch egal.
00:14:37: Wir wechseln die halt die Stadt.
00:14:38: Also ich bin auch von Berlin nach München geflogen.
00:14:39: Was hatte mir der Kunde alles bezahlt?
00:14:42: Aber
00:14:42: woher weißt du dann, wenn ich jetzt in ein Restaurant gehe?
00:14:45: Bei mir kannst du sagen, ist völlig blöd.
00:14:48: Aber bei mir ist ja so, ich gehe in ein Restaurant.
00:14:50: Ich weiß, da schmeckt mir dieses eine Gericht.
00:14:52: Deshalb gehe ich in das Restaurant, woher... Weißt du dann genau, wie es schmecken muss, wenn du so ein Leicauch bist?
00:14:57: Oder ist das...
00:14:59: Hat
00:14:59: der Gast Besuch keine Ahnung, wie
00:15:01: schnell du als Leicauch in den Alakard-Betrieb kommst?
00:15:03: Okay,
00:15:04: das ist schon mal noch ein grundsätzlicher Unterschied.
00:15:06: Und dann hängt es natürlich am System.
00:15:08: Also ich hatte auch Jobs, wo ich in eine kleine Villa gekommen bin und dann die mir gesagt habe, okay, pass auf, uns ist der Koch ausgefallen.
00:15:15: Wir haben morgen eine fünfundzwanziger Gruppe hier drin.
00:15:16: Die kriegen das, das, das.
00:15:18: Bitos machst, völlig die überlassen.
00:15:20: Macht dein Ding.
00:15:21: Hauptsache es schmeckt und ist fein.
00:15:23: Cool.
00:15:24: Ein schöner Job, auch nicht für jedermann was.
00:15:26: Wenn du jetzt irgendwo in einem Allerkart laden kommst, natürlich gibt es Vorgaben, natürlich gibt es Rezepte, natürlich gibt es dann den Chef, der auch sagt, wie er es haben möchte, im Idealfall.
00:15:35: Es gab auch prekäre Verhältnisse natürlich, weil überall die Leute halt ausfallen, wegfallen, sonst was.
00:15:40: Also es wird händeringend nach gutem Personal überall gesucht.
00:15:44: Das war unsere Erfahrung in der Schweiz zum Beispiel.
00:15:46: Da war es so Saisonbetrieb, ließen Hotel, zwei Häuser, zwei Küchen, zwei Restaurants und von früh bis abend schaffe schaffe.
00:15:57: also wir sind morgens in die küche und nachts raus und für uns war es egal wir waren dort zum arbeiten wir haben halt jede stunde knallhart abgerechnet
00:16:05: und dann verdient sie da ein gutes gönn.
00:16:07: und dann
00:16:08: ja und sie waren dort und haben zwischenzeitlich diesen laden küchentechnisch sogar dort fast geleitet weil Die einfach keine Leute hatten.
00:16:14: Die hatten aus aller Herren Länder Personal dort.
00:16:17: Und es haben wichtige Funktionen gefehlt.
00:16:19: Also einfach Schäfte-Partys, also das sind so Zwischenchefs, die kommen nach dem Suche-Chef.
00:16:23: Die haben halt den Posten geleitet und diese Aufgaben hatten wir für die drei, vier Monate.
00:16:27: Und das war perfekt.
00:16:28: Also ich erinnere mich gerne an diese Zeit.
00:16:30: Natürlich warst du dort weg, du hattest kein Privatleben.
00:16:33: Aber ja, du hast natürlich in einem Jahr das Verdienst, was du in einem ganzen Jahr verdienst, wenn du irgendwo fest angestellt bist.
00:16:40: Also in einem halben Jahr.
00:16:41: Achso,
00:16:41: okay, der erste sechs Monate durchgeknüppelt und hat ungefähr sechs Monate frei.
00:16:45: Genau, wir hatten eine Winter- und Sommer-Saison gemacht und da gab es dazwischen ein paar Monate frei.
00:16:51: Aber trotzdem hast du irgendwann gesagt, hey, geh wir hier zurück.
00:16:54: War das der erste Schritt?
00:16:55: Also du wolltest dann wieder zurückknacken.
00:16:56: In dieser Zeit
00:16:58: saß ich dann im Teildienst auf Terrasse von unserer Unterkunft.
00:17:01: Das
00:17:02: ist vielleicht eine ganz gute Überleitung, ja.
00:17:05: Und wurde angerufen von meinem Vater.
00:17:09: Und vorher auch vom Vorgänger hier.
00:17:10: Und da wurde mir das auch erst mal nicht so offeriert, wie sich die ganze Situation entwickelt.
00:17:14: Ja, Corona und hm, das wird hier nichts mehr.
00:17:17: Und dann wurde ich gefragt, wie sieht's denn aus, was du lust?
00:17:20: Willst du das machen?
00:17:21: Könntest du dir das vorstellen?
00:17:22: Ich habe hier noch drei andere Anfragen, die das Objekt mieten wollen, aber ich wollte dich zuerst mal fragen.
00:17:27: Dann habe ich mir das zu einer halben, dreiviertel Jahr überlegt.
00:17:29: Also wir sind auch bei uns eine Familie nicht die schnellsten Entscheidungen treffen.
00:17:33: Das werden sich Sachen gut überlegt.
00:17:34: Ich
00:17:35: finde, das ist eigentlich auch richtig so, dass man das ein bisschen abwegt.
00:17:38: Und es ging ja eh nichts vorwärts, also es war ja alles wie gelebt.
00:17:42: Also eine Schockstache, nichts ging, Lockdown, einer nach dem anderen.
00:17:48: Stimmt, eigentlich für jemanden der neu beginnt eine gute Situation, weil ja alle irgendwann wieder neu beginnen.
00:17:54: Dann habe
00:17:54: ich so meine Saison da unten beendet.
00:17:56: Und dann hatte ich Zeit, dann kamen auch so der Winter und dann habe ich gesagt, okay, probieren wir es mal.
00:18:02: Es war halt eine spannende Entscheidung.
00:18:04: Ich hatte ein schönes Problem in Berlin, Solizelde abzubrechen und zu sagen, ja, gehst jetzt im Corona zurück, nach Chemnitz, machst einen Event Location auf, wo alles zu hat.
00:18:14: Also es war schon eine spannende Entscheidung, weil ich das ja vorher auch noch nie gemacht hatte.
00:18:18: Ich hatte nur meine Kocharbeitserfahrung da schon eine Menge gesehen, aber ja, das hat sich dann einfach so ein bisschen entwickelt, Stück für Stück.
00:18:27: Dann habe ich in dieser Zeit dann auch das Konzept geschrieben, im Mikrodalink bei der SAP geholt und mich ein bisschen auch beraten lassen, gucken lassen, was man so alles macht und was man optimiert.
00:18:37: Dann haben wir baulich hier einiges optimiert, verändert, ja die ersten Sachen entwickelt und dann ging das eigentlich los.
00:18:44: Dann hatte ich am ersten dritten, zwanzig, einundzwanzig hier offiziell mein Gewerbe umgemeldet und unmittelbar später die erste Veranstaltung drin, eine ganz kleine.
00:18:53: ging das halt so pö-a-pö los.
00:18:55: Das war dann auch spannend das erste Jahr, weil wer immer nur, ja, bis die Regierung gesagt hat, okay, nächste Woche noch mal dicht, dann musst du die Veranstaltung nächste Woche ausfallen.
00:19:03: Also, dabei ist schon eine Menge Arbeit entstanden.
00:19:07: Und ja, das war eine spannende Anfangsphase.
00:19:11: Aber ja, wir sind dran geblieben.
00:19:14: Das Team hat sich stetig auch entwickelt, gefunden.
00:19:17: Das war dann einundzwanzig, zweiundzwanzig?
00:19:19: Das ist einundzwanzig, dann ist es zweiundzwanzig.
00:19:22: ging das auch stetig bergauf und irgendwann war dann ja auch kona vorbei und dann durfte man wieder richtig und dann gab es wirklich auch ein bisschen nachholbedarf.
00:19:29: also dann hat man auch viele gesagt ja jetzt wollen wir mal reiß waren sonst wieder einschmieren so ungefähr.
00:19:35: und ja dann ging es eigentlich stetig los mit hochteiten geburtstagen firm veranstaltung aller art oder eben uns ersten öffentlichen versuche.
00:19:43: und ja das ist halt immer das spannende als event location.
00:19:46: das war doch so ein sehr sehr breites feld an an Möglichkeiten, die wir anbieten, intern, extern, öffentlich, wie auch nicht öffentlich.
00:19:56: Ja, dann vieles probiert.
00:19:57: Gerade auch in Corona hatten wir am Anfang so ein bisschen noch Menüabende gemacht, Frühlingsmenüs und
00:20:02: das wollte ich gerade fragen.
00:20:03: Die Location, würde man sagen, ist jetzt eher so nicht schlecht für ein Restaurant.
00:20:07: Also jetzt geht hier langsam die Sonne unter, ist ein grandioser Blick.
00:20:10: Aber das war von Anfang an, hast du gesagt, auf gar keinen Fall ein Restaurant?
00:20:13: Nee, irgendwie nicht.
00:20:14: Weil irgendwie haben wir gedacht, Nühe, Wendern, Event und Catering.
00:20:17: Und es gibt eigentlich noch eine Nebengeschichte dazu, weil...
00:20:20: Wir haben
00:20:20: ursprünglich auch noch das Projekt Food & Freunde angestoßen.
00:20:25: Das ist unmittelbar mit dem Oberdeck verbandelt.
00:20:31: Bestand ursprünglich die Ursprungsidee auch in Corona.
00:20:34: Vier Freunde, vier Köche.
00:20:36: Ja, machen Catering-Unternehmen auf und arbeiten Hand in Hand natürlich mit Locations wie unter anderem dann das Oberdeck.
00:20:44: Dann hat sich aber so schnell herauskristallisiert, okay krass, ich habe super viel zu tun, ich kann dem Ganzen schon mal da nicht mehr so gerecht werden.
00:20:53: Dann ging es bei zwei anderen Jungs auch noch so, nee, wir haben eigentlich andere Formen von Selbstständigkeit oder der Erfolg kam nicht schnell genug.
00:21:01: Also dann war es auch finanziell schwierig.
00:21:03: Und dann hat sich letztendlich so rauskristallisiert, dass es eben jetzt einer macht.
00:21:07: Das ist quasi jetzt der Kätheran und auch... nebenbei unser Hauskäder war, mit dem wir halt alle Events von Anfang an eigentlich gemeinsam zelebriert haben, also vom ganz kleinen Kochkurs von zwanzig Personen hier bei uns im Oberdeck bis zur fünfhundert Mann auswärtskäderigen Großveranstaltung.
00:21:25: Habt
00:21:26: ihr könnt hier eine Küche reinbauen dann, oder?
00:21:29: Ich
00:21:32: hab eine kleine Kochinsel versteckt.
00:21:36: Also klein und fein kann man hier kochen.
00:21:40: mobile in Ofen, rollen mal hier rein, stellen ja ein paar Arbeitstücher hin und dann haben wir hier kleinen Gruppen beschäftigt und das ist jetzt mittlerweile ein bisschen seltener geworden, weil einfach zu viel anderes zu tun ist, also das ist auch darum.
00:21:50: Noch mal zu deinem Koch.
00:21:52: Ist es so wie bei einem Leistungssportler, wenn du jetzt nicht regelmäßig kochst, also auf dem Niveau, jetzt nicht nur den Koch und so, verlierst du.
00:22:01: das gilt?
00:22:03: Ja, in einigen Sachen, die man vielleicht jahrelang nicht mehr gemacht hat, natürlich liest man sich mal rein, okay, wir waren das Rezept oder so.
00:22:11: Geschmackskills, würde ich nicht sagen.
00:22:13: Also ich denke, ich habe immer noch ein sehr gutes Schmeckverhältnis und kann Sachen gut finnischen.
00:22:18: Das Ganze ist wie Fahrradfahren.
00:22:21: Die Grundsachen, die verlernst du nicht, natürlich.
00:22:24: Aber es gibt Feinheiten.
00:22:26: Da ist es schon besser, sich noch einmal damit zu beschäftigen oder einzulesen.
00:22:29: Gerade wenn man es eben nicht alltäglich macht, man kommt natürlich ein bisschen raus.
00:22:33: Aber ich finde es interessant, dass du das hier selber nicht machst, sondern jemand anders machen lässt.
00:22:38: Also bist du ja so durch mit dem Thema Kochen eigentlich?
00:22:40: Oder?
00:22:41: Ich schaffe es einfach nicht.
00:22:42: Also dadurch, dass ich alles andere mache, wüsste ich gar nicht, wann ich noch kochen sollte in der Woche.
00:22:46: Was ich jetzt für uns gekocht habe, sind jetzt dieses Jahr unsere Kino-Events.
00:22:50: Das letzte Jahr, aber da hat es halt... Oh,
00:22:52: was sind Kino-Events?
00:22:53: Was macht ihr da?
00:22:55: Machen wir seit jedem Jahr.
00:22:56: Also es gab es schon vor meiner Zeit.
00:22:58: Ich bin da zugestoßen und seitdem machen wir eben... Klar, also es gibt quasi ein, man hat eine sechs-Stunden-Veranstaltung, das muss man immer noch mal erwähnen.
00:23:06: Es gibt ein Thema des Abends, sprich, spanische Nacht.
00:23:10: Und dann gibt es entsprechend ein kleines Mini-Menü, das ist so im Bereich, also ich habe für das Essen habe ich zehn Euro, also das ist schon echt wenig so.
00:23:22: Dafür muss ich halt möglichst viel auf den Teller bringen und das kann ein kleines, ja, ein Teller, Mini-Menü zaubern.
00:23:30: Und dann kommt eine Band und dann kommt ein Film.
00:23:34: Alles zu dem Thema,
00:23:35: dann stand es zu dem Thema.
00:23:37: Und man hat eine wunderschöne Open-Air sechs-Stunden-Veranstaltung, die bei uns im In-Huschen endet.
00:23:43: mit einer großen aufgebauten Leinwand an der Hauswand mit Kooperation von Metropolkino und der Tofner Möbelgalerie eben unten.
00:23:52: Und dann sitzt man auf DDR-Cocktail-Sesseln und genießt diesen Abend in der lauen Sommernacht am besten.
00:23:58: Dieses Jahr war es ein durchwachsener Sommer, wir hatten auch kalte Nächte, aber es gibt ja Deckel und Tee.
00:24:03: Okay, also das ist richtig schon... Mir bisher vorbeigegangen.
00:24:07: Das ist richtig.
00:24:07: Ein kleiner Geheimtipp.
00:24:09: Wir sind auch immer wieder jedes Jahr neu und überlegen, ja, machen wir das nächstes Jahr wieder.
00:24:13: Und letztendlich kommt doch dann irgendwann immer wieder diese Kino Lust, wenn man sagt, ja, es wäre schon schade, wenn wir damit aufhören.
00:24:19: Wir haben es mittlerweile so gut auf dem System rausgearbeitet.
00:24:23: Es haben die Leute ringsrum Lust drauf.
00:24:26: Wir müssen wahrscheinlich einfach leider noch ein bisschen gucken, dass wir wirtschaftlicher sind, weil das ist auch für mich halt eine... Anstrengendzeit.
00:24:33: Ich bin zwei Tage die Woche mit diesem Event beschäftigt.
00:24:36: Und diese Zeit fehlt mir zum Beispiel im Büro.
00:24:39: Oder
00:24:39: ihr macht das als mehrere Filme.
00:24:40: Das ist jetzt nicht nur
00:24:42: ein Freitag in der Woche, gibt es in den Filmen.
00:24:44: Aber natürlich habe ich einen ganzen Tag damit zu tun einzukaufen, zu kochen.
00:24:48: Aber einmal im Jahr nur oder einen Freisag oder sieben
00:24:51: Abenden voll.
00:24:52: Also
00:24:53: sieben Filme.
00:24:54: Genau.
00:24:55: Also das ist immer so unsere sommerliche Kinosaison.
00:24:58: Die Regen-Mariante ist dann komplett im Metrobulkino, auch schön, aber leider eben nicht mehr.
00:25:03: ganz dieses Erlebnis, wie man es so unter Feinhimmel hat, völlig klar.
00:25:06: Gerade bei durchwachsenen Sommern, dann dieses Jahr hatten wir sehr Glück mit dem Wetter, dass es eben komplett gepasst hat.
00:25:10: Dass man auch sagen konnte, okay, sie ist ein bisschen kälter, aber es ist zumindest trocken.
00:25:14: Aber das Essen ist so wichtig dabei, weil es als Gesamtkonzept war.
00:25:17: Sonst würde ich sagen, das wurde ja immer die Komplexität verringern.
00:25:20: Wenn
00:25:21: du dich kochen möchtest, würde man das irgendwie nochmal vereinfachen, abspecken, selbstbedienung.
00:25:27: Also es kommt halt auch serviert.
00:25:29: Stark.
00:25:30: Ja, das ist ein Format, was ganz viele von unseren Stammgästen schätzen mittlerweile.
00:25:35: Also alle, die beim ersten Mal da sind, haben manchmal andere Erwartungen.
00:25:38: Das ist schwierig, aber die Stammkunden, die schätzen, dass sie kommen jedes Jahr wieder und werden es dieses Jahr auch ein Monat im Vorfeld ohne großartige Werbung komplett ausverkauft.
00:25:47: Ja, das ist einfach schon so ein Tapesläufer geworden, wo man sagt, da müssen wir gar nicht großartig öffentlich Werbung machen.
00:25:52: Ja, da sind wir ja auch beim Thema.
00:25:54: Also diese Location kann man mieten, ganz normal, für Firmen-Events.
00:25:59: Aber ihr entwickelt auch eigene Formate, wie jetzt das... Ja,
00:26:03: so wie Zeit und Energie da ist.
00:26:05: Kann man hier auch Kongresse und alles so machen?
00:26:07: Ja, klar.
00:26:07: Wirkshop, Tagungen, Kundenveranstaltungen, Netzwerkabende, alles was man sich vorstellen kann.
00:26:14: Das ist zum Thema Business.
00:26:16: Weihnachtsfeiern, Sommerfeste, auch mit diesem Hof sehr gut kombinierbar und unser neuen Wilden XIII.
00:26:22: Da lassen sich auch große Hoffeste abbilden, also Rekordwaren.
00:26:36: Wir reizen die Location schon aus, wie es geht, also auch diese Fabrik insgesamt.
00:26:41: In zwei Wochen haben wir Advent bei Toffen, aber das ist auch eine komplette Hausveranstaltung.
00:26:44: Ausgehend von der Tofner Möhlgalerie, also ein Riesenkunsthandwerkermarkt auf vier Etagen.
00:26:49: Eine Modenschau bei uns im Oberdeck auf die Nametagszeit.
00:26:52: Und in der wilden Dreizehn gibt es dann Thema Essen und Trinken komplett.
00:26:56: So hat man dann einen schönen Mini-Weihnachtsmarkt zum gleichzeitigen Weihnachtsmarkt ausgenommen, tatsächlich.
00:27:02: Das wurde jetzt auch immer wieder sehr gut besucht.
00:27:05: Ja, das sind so diese kleinen Haus-Events, wo man auch firmübergreifend das Ganze dann ich finde.
00:27:12: Wahrscheinlich habt ihr auch Tanzveranstaltungen für hier, weil wenn ich mir so überlege, also hier so den Spof, ich kennste das Wort Spof noch gar nicht.
00:27:22: So eine Tango-Nächte oder so.
00:27:25: Tango haben wir jetzt noch nicht probiert, da gab's wohl früher mal auch so Salzergeschichten, aber es gibt natürlich auch andere Locations in der Stadt, die das jetzt schon machen, das will man jetzt auch nicht unbedingt wegnehmen oder streitig machen.
00:27:35: Wir hatten jetzt vier in dem Bereich elektronisch,
00:27:38: da
00:27:38: haben wir jetzt letzten Samstag erst eine Party, also so was passiert auch, genauso wie kleine Konzerte, also alles, was man sich in dieser Größe halt vorstellen kann.
00:27:46: Das ist ja bei unseren Zwischengrößen auch manchmal schwierig, also so ein Konzert ist, man sagt ja immer so wirtschaftlich ab drei, vierhundert Leuten aufwärts, das kriegen wir ja nicht rein.
00:27:55: Da muss man gut überlegen, wie exklusiv es sein darf.
00:28:00: Ich sage eine der Abschlussfragen, aber ich sage es jetzt schon mal selber.
00:28:04: Also, ich frage alle Gäste, was für ein Talent, können wir jetzt gleich beantworten, die Frage dann, ist in deiner thirty- vierjährigen Lebenserfahrung, hast du ein Talent entdeckt, wo du dachtest, Mist, hätte ich das mal früher entdeckt, dann wäre vielleicht mein Leben ganz anders noch verlaufen?
00:28:24: Du überlegst, bei mir ist es nämlich, ich habe so mit Anfang zwanzig entdeckt, dass ich sehr musikalisch bin und wahrscheinlich wäre aus mir ein richtig guter Ledermacher geworden.
00:28:34: und mein Traum Ist dann immer, wäre immer so gewesen, zwei Hundert Locations eigentlich eigentlich wie bei dir hier so, zwei Hundert Locations zu bespielen, meine Gitarre rauszuholen, so ein ganz kleines Publikum nur und dann immer die ganze Zeit von Freitag, Samstag oder so, die zwei Abenden durch die Welt zu reisen und also für so einen Liedermacher.
00:28:54: Wäre es ja eine perfekte Location.
00:28:56: Auf jeden Fall.
00:28:57: Also, hundert Gäste muss man ja erst mal schaffen, als Liedermacher.
00:29:00: Ja, dann eben eben.
00:29:01: Also, das wurde ja wahrscheinlich akustisch auch super hier.
00:29:03: Ja, klar.
00:29:04: Also jedes Konzert ist ein Versuch für uns.
00:29:06: Wo man auch gucken muss, okay, man gibt den mal die Möglichkeit, sich zu präsentieren.
00:29:10: Und das ist dann auch immer schwer, dass man das halbwegs voll kriegt.
00:29:14: Aber zu dem Talent, jetzt machen wir mal.
00:29:16: Also, Koffen.
00:29:17: Würst du einen Talent haben, dann sagst du,
00:29:19: Kochen habe ich einen Talent, mach das auch nach wie vor gern, bin ab und zu bei Events auch dabei und mach das, aber irgendwie, nee, nicht mehr an Vollzeit so richtig.
00:29:28: Ich habe gelernt und gemerkt, dass ich scheinbar doch ein Organisationstalent bin, also das kriege ich schon ganz gut hin.
00:29:35: Ob man das beruflich vertiefen hätte, könnten nochmal eine andere Top wie, keine Ahnung, Logistik oder sowas, ja vielleicht.
00:29:43: Und ich habe auch gemerkt, dass ich
00:29:46: auch...
00:29:47: gerne in der Natur bin, gerne auch was Naturverbundes mache, Gärtenanschaftsbau, irgendwas in die Richtung.
00:29:53: Das wäre vielleicht auch so ein Ding gewesen, wo ich dachte, vielleicht wäre das auch noch mal ein Stück weit einfacher und entspannter auch von den Arbeitszeiten, aber ja.
00:30:03: Aber es fällt mir jetzt so ein.
00:30:05: Wenn du viel arbeitest hier, dann ist es ja gut, weil dann bringst du ja was ein.
00:30:10: Wenn du arbeitest, hat es eigentlich immer ein Ziel.
00:30:13: Also es gibt dann wahrscheinlich jemand hier, der was gemietet hat beziehungsweise wilde treizend.
00:30:19: aber
00:30:19: da habe ich zum beispiel gemerkt deshalb bin ich auch übrigens zu dir gekommen weil ich das gelesen habe dass das so ein hype gerade war also dass alle über die wilde treizend gesprochen haben und ich musste erst mal gucken wo ist denn das so?
00:30:32: und dann das erstes oberdäck.
00:30:34: ist es jetzt das oberdäck die wilde treizend für alle die ähnliche gedanken haben nein wenn man unten ist gibt es eine wunderschöne
00:30:42: barm Ja, wir haben es auf Instagram so betitelt, die kleine Schwester des Oberdecks.
00:30:49: Also es ist wirklich eine, ja, es ist eine steilische
00:30:53: Bar.
00:30:53: Ja, dazu ist es ja letztendlich, letztes Jahr erst so richtig die Entscheidung gefällt worden, okay, wir machen das jetzt.
00:31:01: Da waren auch so andere Überlegungen und war jetzt auch nicht mein super erster Wunsch, dann überhaupt aufzumachen, weil ich halt wie gesagt auch hier Arbeitstechnik ausgelastet bin.
00:31:11: Und ich, wenn man den Zwiespalt hat, Familie, bisschen mit da sein zu Hause, Haus, Hof, Tiere, Umbau.
00:31:19: Es ist schwer.
00:31:19: Also alle wollen Zeit, alle wollen, und sie sehen Spagat zu finden.
00:31:23: Jetzt bin ich gerade noch rausfinden, welche Größe ist groß genug?
00:31:28: Ab wann lohnt sich es, jemand im Büro einzustellen?
00:31:31: Wie viel seid ihr jetzt hier?
00:31:32: Vier
00:31:32: feste Personen, plus halt meine Wenigkeit.
00:31:35: Und da rest sind Mini-Chopper, also ich habe ein Aushilfspool plus minus zwanzig Personen, die halt Mini-Chopper-Rechnungssteller sind.
00:31:42: und ja.
00:31:44: Und die Welte dreizehn, also das ist von Donnerstag glaube ich immer gehört.
00:31:48: Mittwochs bis Mittwoch auch, also heute genau, von Mittwochs bis Samstag jeweils als siebzehn Uhr.
00:31:54: Genau, und das ist jetzt erst mal, das ist ein
00:31:57: End oder eine Maracke.
00:31:59: Also es geht spät los, meistens.
00:32:02: selten ist auch schon wirklich sitzen viele tüche da
00:32:06: ist so ein trendgame zum daydrinking.
00:32:10: deswegen auch die überlegung dass man sitzen ohr aber regina aber rotheims business wütlendig dass wir vielleicht reinprägt in chemnitz kleine kleine happy hour angebot irgend sowas man auch anbietet.
00:32:23: das wäre durchaus eine überlegung.
00:32:26: aber wir entwickeln uns auch gerade so nachtbar weil Es in Chemnitz nahezu nichts
00:32:31: gibt,
00:32:32: was mal nach null ein Uhr noch aufhat.
00:32:36: Und entsprechend kommen die Leute auch in der Nacht noch gut zu uns geströmt.
00:32:39: Also
00:32:40: ihr macht so lange, wie Gäste da sind?
00:32:42: Ja, es gibt schon Öffnungszahlen.
00:32:45: Aber da steht halt bewusst auch oder länger, dass es natürlich Situation abhängig ist, wenn du jetzt ein Tücher hast.
00:32:51: Nicht mehr trinken seit über einer Stunde, dann gibt das absolut keinen Sinn mehr.
00:32:54: Das würde jeder Gastonomo auch so sehen und bestätigen.
00:32:57: Man muss halt erst gucken, okay, wenn es es aber wirklich noch gut besucht ist, noch Gruppen da sind, noch Tücher da sind, die sitzen halt einfach noch ein bisschen länger.
00:33:05: Ja, meine Güter.
00:33:07: Wir rätzigen Überstunde, Ärzte, nächste Woche.
00:33:10: Wenn die Leute, wenn wir sagen, es ist Schluss hier oben, können die eigentlich unten weiter trinken.
00:33:15: Sofern Sie im Platz finden, ja.
00:33:17: Also es ist wirklich so gut.
00:33:19: Also ich hab das schon...
00:33:20: Also genau, wir sind am Mittwoch
00:33:21: gesucht.
00:33:22: Ja, als Mittwoch müssen wir passen.
00:33:24: Wir haben aktuell...
00:33:24: Garnachtag.
00:33:25: Garnachtag.
00:33:26: Wann ist der Elf da?
00:33:27: Ah ja.
00:33:28: Dann
00:33:29: durchwachsen.
00:33:30: Mal so, mal so ist das schön.
00:33:31: Also wir hatten jetzt die letzten drei Tage in der Woche immer gut besucht.
00:33:35: Es ist natürlich deutlich weniger Platz da unten.
00:33:37: Wir haben da so eine Kapazität von siebenundvierzig Plätzen.
00:33:41: Aber für eine Bar finde ich fünf.
00:33:43: Und im Sommer sind es halt mehr, durch die Außenbereiche noch.
00:33:45: einen schönen Inhof, den wir mal nutzen können und auch vorne, wenn man ein bisschen Großstadt-Feeling möchte, an der Straße sitzen.
00:33:52: Das gibt genauso, gerade im Sommer, wenn die Sonne schön abgenallt und die Rush-Hauer auf dem Verkehr auch durch ist, ist das halt super angenehm.
00:33:59: Also das ist schon echt okay.
00:34:00: Klar, aber das
00:34:01: ist eine klassische Bar.
00:34:04: Keine Snacks, nichts zu
00:34:07: essen.
00:34:07: Es gibt Pinsas, es gibt Mac and Cheese, es gibt einen wilden Teller, einen Käse-Teller, so was gibt's.
00:34:12: Und es ist... Ja, nicht ganz die klassische Bar, sondern schon eine ausgefeilte Cocktail-Bar.
00:34:17: Also die Zahl des Programms, die Wille XIII trifft sich überall wieder.
00:34:23: Also nicht nur, dass es eine Glückszahl ist oder jetzt von Jim Knopf die Piraten-Mannschaft, sondern bei uns eben auch überall wieder kernt.
00:34:33: Also wir haben die Wilden XIII, die sind alle Signature Cocktails von meinem Barkeeper, dann die Milden, das ist ganz alkoholfrei.
00:34:42: Die klassischen, also merkt
00:34:44: ihr das auch, dass wirklich alkoholfrei ein Trend ist?
00:34:46: Ja, ist
00:34:47: ein Trend, definitiv.
00:34:48: Und ich finde es eigentlich gut.
00:34:51: Also es ist auch schön, dass es für alkoholfreie Menschen mehr gibt, als Cola fand das breit.
00:34:58: Ja, auf alle Fälle.
00:34:59: Und da machen wir definitiv, haben wir da einen schönen Range, ein schönes Angebot.
00:35:06: Also ich finde es deshalb auch interessant, weil diese Ponytail... War ja eigentlich auch so eine klassische Bar auch wieder zu.
00:35:16: Und das wäre jetzt auch das Thema, wo ich gerne mal mit dir drüber reden, weil du bist jetzt ein bisschen jünger.
00:35:22: Chemnitz, also du hattest ja sozusagen eigentlich ein erfolgreiches Leben schon.
00:35:29: Du warst ja schon außerhalb der Region unterwegs und hast dich ja trotzdem dafür entschieden, hier wieder herzugehen.
00:35:37: Was sagst du?
00:35:39: Was sagst du Kulturhauptstadt?
00:35:40: Was sagst du der Stadt Chemnitz?
00:35:42: Du hast ja jetzt auch vieles gesehen.
00:35:44: Was sagst du allgemein?
00:35:45: erstmal zur Region?
00:35:46: Das
00:35:46: ist meine Heimat.
00:35:47: Die werde ich natürlich niemals irgendwie verleugnen oder so komplett hinter mir lassen.
00:35:52: Also es ist immer ein Teil von mir, ganz klar.
00:35:54: Es liegen schon Welten.
00:35:56: Tatsächlich zwischen allein Zwickau und Chemnitz hat man manchmal das Gefühl, so auf diesen paar Kilometern, dass wir ein täglicher
00:36:01: Weg essen.
00:36:02: Aber...
00:36:03: Inwieweit Welten?
00:36:04: Manchmal... Ja, ich müsste meinen Heimatdorf als vergleichen.
00:36:11: Dass man damals bekannte Freunde hier herbewegt.
00:36:15: Komm doch, komm doch, wir suchen.
00:36:17: Guck dir mal die wilde Treizeln an oder unser Oberdeck oder sonst was.
00:36:20: Soll ich ihn nicht merkwürdig?
00:36:22: Was soll ich denn da?
00:36:25: Das ist schon, und auch preisliche Gefüge.
00:36:27: Das darf zuhause, da aus Bier nur zwei Fünfzig kosten, so ungefähr.
00:36:31: Also das meine ich mit Welten.
00:36:33: Da ist schon noch ein bisschen sehr unterschiedliche Erwartungen drin.
00:36:37: Je nachdem, mit denen du halt redest natürlich.
00:36:40: Ich mach's mal nochmal anders.
00:36:41: Genau, wir müssen nochmal auf die Frage zurückkommen.
00:36:43: Du hast ja, du hast in Berlin gelebt.
00:36:44: Ich bin in Berlin groß geworden und dann nach Chemnitz gekommen.
00:36:49: Und mich wurde, wir wurden immer gefragt, was macht ihr in Chemnitz?
00:36:53: So, das ist ja, ich glaube nicht, dass irgendein Berliner dich mal gefragt hat, warum du nach Berlin gekommen bist.
00:36:59: Jetzt hast du schon einiges gesehen und eigentlich weißt du ja hell, Chemnitz brauchst du dich jetzt nicht entschuldigen.
00:37:05: Also diese Devote-Haltung.
00:37:08: Woanders ist alles besser.
00:37:10: Es funktioniert alles hier.
00:37:11: Klar, jeder, der neu anfängt, hat das Problem, dass er Zeit braucht, dass der Chemnitzer erst mal entdecken muss.
00:37:18: Aber wenn er es entdeckt hat, ist er sehr loyal und so meint ich.
00:37:24: Das war dir eigentlich alles bewusst.
00:37:25: Und du hast ja trotzdem die Entscheidung getroffen, zu Corona, erst mal auch zu Corona-Zeiten eine Event-Location zu eröffnen.
00:37:34: Und jetzt nochmal eine Bar.
00:37:38: wo auch eigentlich alles dagegen spricht, wenn man Gastronomen dann hier in der Region fragt.
00:37:43: Warum?
00:37:45: Erfällig ist es genau das, du hast das jetzt nie gefragt.
00:37:47: Ich habe mich das nie gefragt, ja, das war nicht so die... Also ich habe mich nicht von der Angst leiden lassen.
00:37:54: Ja, vor der Herausforderung oder von der Neugier auf Neues und... Wie gesagt, zu einem darbeiligen Lebenszeitpunkt war so Berlin ein bisschen ausgekauert.
00:38:05: Okay, ja, immer nur dasselbe.
00:38:06: Ich hatte auch den Eindruck, naja, war schön.
00:38:10: Aber jetzt in Corona war das dann auch so wie auch, ja, ist gerade ja eh nix los.
00:38:14: Ich habe dann die Zeit in Weißbach auch wieder sehr genossen.
00:38:18: Ziel gegärtnert.
00:38:20: Die Zeit in Natur.
00:38:22: Und vielleicht auch nicht ganz unwichtig, meine jetzige Frau kennengelernt.
00:38:26: Und dann war es einfach auch nochmal ein Grund mehr zu bleiben.
00:38:28: Und natürlich war es erstmal der Grundprimär, okay, neues Business, freie Arbeitsentfaltung, sein eigener Herrsein, Möglichkeiten ausschöpfen und so weiter.
00:38:40: Das ist erst mal die Grundintention gewesen vielleicht.
00:38:42: Aber dann kam natürlich das eine auch zum anderen, so dass private Umstände einfach auch so glücklich gefügt haben.
00:38:49: Man sagte, okay, egal.
00:38:51: Dann bleibe ich jetzt auf jeden Fall hier und ist meine Großmutter gestorben.
00:38:56: Ich habe den Hof auf meiner Großmutter übernommen.
00:38:59: Dort einfach eine schöne Bleibe, wo man sich auch ein bisschen noch entwickeln kann.
00:39:02: Es gab auch die Option nach Chemnitz zu ziehen, aber dann dachte ich, ich gehe lieber aus Land und habe mit diesem... Kontrast einfach nochmal.
00:39:12: Startarbeit ist nicht immer leicht.
00:39:15: Gerade die Fahrreihe nervt schon in manchen Tagen.
00:39:17: Aber dann wirst du in Berlin auch gehabt haben.
00:39:19: Natürlich, genau.
00:39:20: Und ich war jetzt aus die magische halbe Stunde überallhin gebraucht.
00:39:22: Ja, ganz klar.
00:39:23: Und ganz ehrlich, die habe ich jetzt hier und lege in dieser magischen halbe Stunde, forty-fünf Kilometer zurück.
00:39:28: Ja.
00:39:29: Also, das ist schon ein Unterschied.
00:39:31: Und in Zeiten von Headset und Freisprechanlage alles super, wann kann natürlich telefonieren und alles machen, ne?
00:39:37: Genau.
00:39:38: Also das erstmal so dazu und Chemnitz.
00:39:41: ist für mich eine Stadt, die extrem viel Potenzial hat.
00:39:45: Ich finde es sehr schade, dass sie halt in den Medien und auch von den Kindern so selbst oft so schlecht geredet wird.
00:39:50: Ich selber habe mich jetzt noch nie so krass als kennenser gefühlt.
00:39:53: Aber...
00:39:55: Aber beim Erzgebirge hat man da eine andere Einstellung gehabt?
00:40:00: Ja, es ist schon großartig.
00:40:01: Es ist einfach schon echt weit weg.
00:40:04: Denn die Filmung wird sich gelungen.
00:40:06: Also für mich ist es nicht der weit weg, oder?
00:40:08: Ja, Fernseher.
00:40:09: Aber für andere ist das schon ein Ausflug.
00:40:11: Wir fahren halt mal zurück.
00:40:12: Ja,
00:40:13: macht nichts.
00:40:15: Aber also die Frage, die ich mir auch immer stelle, wo kommt diese Einstellung her?
00:40:20: Ich weiß nicht, ob das an manchen Positionen und Personen auch liegt, die halt in dieser Nachwendezeit hier nicht laut genug waren oder andere zu laut werden lassen haben.
00:40:33: Das ist ja auch eine Möglichkeit.
00:40:35: Also ja, gefühlt spiegelt Chemnitz, so dieses Abgehängtsein des Ostens ist auch ganz gut wieder.
00:40:40: Das hat Dresden und Leipzig besser hingekriegt.
00:40:42: Aber vielleicht, weil er von vornherein auch schon mehr die Welt zu Gast war und mehr vorderkündige Kultur oder Studiengänge, die kreativer und weltoffner sind, das kann man erkennen, das ist eigentlich auch schwierig.
00:40:57: Es gibt ja sehr viel, also sehr viel internationaler Studenten.
00:41:01: Aber die sind jetzt nicht dafür bekannt, dass die jetzt hier kreative Bars aufmachen und kreative Viertel eröffnen.
00:41:08: Da fällt mir jetzt so einer Sonnenberg ein.
00:41:09: Aber ja, also das macht auch was mit der Stadt, wenn die Studenten schafft, die jungen Leute, die nachkommen, da auch einfach nicht so viel.
00:41:18: Habt ihr viel Studenten bei euch dann?
00:41:21: Wollte schon sagen, ja.
00:41:22: Also
00:41:22: ihr seid ja jetzt gar
00:41:23: nicht so weit weg.
00:41:24: Die sind gefühlt langweilig.
00:41:26: Ja, jetzt halt immer die Frage von, wo kommen die alle?
00:41:30: So, und natürlich ist vielleicht auch so ein Generationsthema.
00:41:35: Heutzutage ist man seltener bereit, so eine Schritte zu gehen, etwas zu machen, wie du es ja gemacht hast, wo man auch sagt, also erstens rausgehen, in die Welt zurückkommen und dann aber auch nicht den leichtesten Weg gehen, sondern nochmal raus aus der Bequemzone und hier was gründen.
00:41:55: Von deiner Familiengeschichte, ich weiß gar nicht, ob das jemals zur Disposition stand, dass du auch in das Möbelgeschäft einsteigst?
00:42:03: Nee, nie so klar drüber geredet eigentlich.
00:42:05: Jetzt bist du natürlich sehr nah dran, ne?
00:42:08: Jetzt
00:42:08: bin ich sehr nah dran, als Einzis da von meinen Geschwistern.
00:42:11: und tja, wir hatten natürlich auch die Gespräche jetzt schon mal kürzlich, dass wir mal drüber nachdenken, Thema Erbe, Nachfolge und so weiter.
00:42:24: Es hat doch ein bisschen was dann auch an Lebenswerk aufgebaut worden von meinen Eltern.
00:42:29: Noch ist alles offen.
00:42:31: Also das ist wirklich noch ein schwieriges Thema.
00:42:34: Ich fand es zukünftig behandelt.
00:42:36: Ich
00:42:36: finde das ein mega interessantes Thema.
00:42:39: Auch der Podcast ist ja auch ein sehr Unternehmerbereich.
00:42:44: Ich finde eine superinteressante Frage.
00:42:47: Du gehst jetzt deinen eigenen selbstständigen Weg.
00:42:50: Es gibt aber eine... ein Geschäft, was schon sehr viele Jahrzehnte existiert, wo vielleicht auch die Hoffnung besteht, dass dieses Baby weiter in der Familie bleibt.
00:43:02: Riesend Druck für dich auch irgendwie, also eine Entscheidung treffen zu müssen.
00:43:06: Ja, der ist zum Glück noch nicht ganz so spürbar.
00:43:10: Man tut das immer so ein bisschen hinten rankehren und sagen, ich habe mein eigenes.
00:43:14: Ich bin raus.
00:43:16: Andererseits kann man jetzt auch sagen, du weißt als einziger, wie es ist.
00:43:21: Ja, richtig.
00:43:22: Und naja, es ist auch schon wieder so ein bisschen, wo sich die Katze entschwanzbar ist.
00:43:27: Man ist angetreten, auch das Unternehmer, um das besser zu machen als die Eltern, um ein bisschen mehr Freizeit zu haben, vielleicht für Familie und eine Tochter aufwachsen zu sehen.
00:43:37: Und jetzt merke ich, dass es halt richtig hart ist und dann da einfach zu gucken,
00:43:41: wie
00:43:43: mache ich allen irgendwie recht.
00:43:46: Also Mitarbeiter, Kunden, Familie.
00:43:49: Also das ist das.
00:43:51: bleibt die absolute Herausforderung auch was ich auch gut überlegen muss ja wann wie viel ist genug was kann ich noch outsourcen abgeben und so weiter und sofort.
00:44:05: ja muss man halt sich leisten können
00:44:07: richtig und genau das ist halt wirklich alles so.
00:44:10: die Themen die jetzt ganz akut sind wo man guckt so schön es ist die Freiheit auf der einen Seite zu haben so Herausforderung ist auf der anderen Seite.
00:44:18: und natürlich ist es auch nicht sehr Familienfreundlich mit meinen Arbeitszeichen, wenn ich hier oft abends auf Veranstaltung rumspringe, dann ist meine Frau, die Leitragende, die auf die Kleine halt meistens aufpasst.
00:44:28: Und ich habe so meinen Papa-Tochter-Tag, das ist Montags, da ist es zumindest nach dem Kindergarten dann absolut in die freie Zone.
00:44:36: Und wir haben dann einfach mal Zeit zusammen.
00:44:39: Genauso wie der Sonntag, der aus uns einfach auch, dann heile ich immer sagen, gut, das muss auch nicht sein, dass man da ans Telefon geht.
00:44:45: Ich nehme mal ein wechseltes Thema und gebe noch mal zu Chemnitz, was sagst du?
00:44:49: Das ist die letzte Frage nämlich immer.
00:44:51: Chemnitz, two-tausend-zweiundvierzig.
00:44:53: Was glaubst du, wie diese Stadt sich in den nächsten siebzen Jahren entwickelt?
00:44:58: Keine Augen oder Wünschen.
00:45:01: Kannst beides machen.
00:45:03: Das ist eine bunte, deutschlandweit anerkannte, florierende Stadt.
00:45:10: Ist der tolle Menschenberg, tolle Locations, tolle... Also ein tollen Beitrag leistet einfach auch für ein schönes zukünftiges Land und das ist nicht in irgendeinem Extrem abdriftet.
00:45:25: Und ja, also das wäre so die romantische Vorstellung, die man hat, dass auch dieses Kulturobstatt ja jetzt nachhaltig was bringt für die Stadt.
00:45:34: Nicht nur dieses Image in den Hof aufpoliert, sondern eben aber auch die die Menschen öffnet und wieder stolz auf die eigene Stadt sein lässt.
00:45:43: Das würde ich mir wünschen.
00:45:44: Ja, das ist dann natürlich Infolge dessen, auch der Chemnitz da wieder lernt, natürlich mehr das Leben zu genießen, mehr auszugehen, mehr das zu schätzen, das man hat, weil wir leben in der absoluten Wohlstandsgesellschaft und wir haben jetzt gerade vielleicht eine Zeit von dreißig fetten Jahren erlebt.
00:46:01: Das wird jetzt auch nochmal auf diese Generationsthema zurückkommen, weil ich merke es ja bei Gleichaltrigen.
00:46:06: Also es ist wirklich eine Konsumgesellschaft geworden.
00:46:09: Wir konsumieren nur, aber entwickeln... zu wenig oder leisten da zu wenig selbst in diesem Bereich weil das eben einfach schon da ist und davon tut die zweite generation ja immer so ein bisschen dann einfach nur profitieren was die erste geschaffen hat und dann muss man natürlich auch wieder Gucken, dass man am Ball greift.
00:46:29: Vielleicht wird es die Nächste nach uns wieder, die dann sagt, okay, wir müssen jetzt Neues schaffen, weil die Letzten haben es einweisen lassen.
00:46:34: Wobei du ja jetzt, muss man ja auch sagen, das zeste Beispiel der jahre
00:46:37: Generation.
00:46:38: Also diese Beispiele unserer Eltern, die jetzt einfach da sind.
00:46:44: Ja, viele, viele tolle, florierende Firmen überall aufgebaut haben, die heute noch gut existieren und wo jetzt die zweite Generation dran ist, das weiterzumachen.
00:46:53: Ja, was ich immer noch glaube, ist, dass in den Medien uns auch zu viel erzählt wird über Unicorns und selbst hier in Chemnitz gibt es ja diese Geschichte mit Stuffbase, das Unicorn, dass man als Unternehmensgründer, wenn man nicht vorhat, ein Unicorn zu werden, Eigentlich schon der Verlierer ist, also dass das ein normales Einkommen schon gar nicht ausreicht.
00:47:17: Es muss schon immer ein ganz hohes Level sein.
00:47:21: Und eigentlich, wenn man nicht eine Unternehmung aufbaut, wo man sofort einen Exit mit plant, ist auch schon
00:47:27: schlecht.
00:47:28: Und ich denke so, aber hätten das unsere... Eltern oder die erste Gründergeneration so gemacht, dann gebe es doch hier da nichts mehr.
00:47:36: Also es braucht doch diesen Bodensatz erstmal und es ist ja auch was Schönes, Unternehmer zu sein, weil man was machen kann.
00:47:44: Ich finde es auch ganz schwierig und nicht positiv, dass man so, also mit dieser Angehensweise in Unternehmen gründet, dass man es irgendwann gewinnbringend einfach nur verkauft.
00:47:56: Also das entspricht allen Einzelunternehmern, also widerspricht allen Einzelunternehmern, dass man
00:48:02: so
00:48:02: was aufbaut, was Bestand hat für Zukunft.
00:48:07: Also ich wünsche dir auf alle Fälle, dass das hier bestand hat, was wirklich wunderschön ist.
00:48:11: Jetzt ist es inzwischen dunkel und wir gucken auf die beleuchtete Esse.
00:48:17: Es ist ein wahnsinnig ruhiger Ort, obwohl man eigentlich mitten in einem sehr troblichen Camnetz ist durch die Straßen.
00:48:24: Davon hört man nix.
00:48:26: Und ich... Also mich inspiriert er auch.
00:48:28: Ich freue mich, dass wir in einer Woche hier dann sind und die Leute dann so runter schauen werden.
00:48:33: Es wird, glaube ich, vielen so gehen.
00:48:34: Man sieht den Rathaus-Turm sehr gut.
00:48:38: Ihr seid sehr präsent, aber irgendwie fehlt der Impuls, das sich anzuschauen.
00:48:43: Und deshalb schaut's euch alle mal an.
00:48:45: Vielleicht am zwanzigsten Elfen, dann kommt er da immer mal wieder her.
00:48:48: Ich glaube, viele werden die Bar auch noch nicht cam.
00:48:53: Und wer noch eine Weihnachtsfeier, ihr seid ausgebucht bestimmt, ne?
00:48:56: Für Weihnachtsfeiern oder geht's noch?
00:48:58: Könntet ihr noch eine Weihnachtsfeier organisieren?
00:49:01: Könnten wir noch, es gibt den ein oder andere kleine Lücke noch, aber...
00:49:07: Das klingt jetzt nicht so.
00:49:08: Die Wochenenden sind erst mal weg, ja, das ist natürlich...
00:49:11: Es sind viele Weihnachtsfeiern am Wochenende.
00:49:14: Freitag ist zu begehrte Tag für Weihnachtsfeiern.
00:49:16: Wenn ihr sich so abschießen lässt,
00:49:18: ja... Weil es zu Ende der Woche ist, die machen Freitag alle noch einen halben Tag und dann geht es abends auf die Weihnachtsfeier.
00:49:23: Das ist ja in den meisten klassischen Unternehmen vielleicht so.
00:49:28: Da bietet ihr auch das komplette Programm
00:49:29: an?
00:49:29: Wir bieten das rund ums Oblastpaket an, wenn man das möchte.
00:49:33: Also durch unseren Katering, Kooperation und ja,
00:49:37: genau,
00:49:38: tollen Raum, tolles Personal, tolle Getränke.
00:49:41: Und ja, können natürlich auch gerne noch künstler unterhaltungsmäßig gerne Leute vermitteln.
00:49:48: Und ja, das ist so im Wesentlichen.
00:49:52: Genau.
00:49:53: Wir werden es alle dann am zwanzigsten Elften sehen, aber ich finde, ihr habt hier einen Raum geschaffen, der ein Inspirationen gibt.
00:50:01: Und ich glaube, dass euch um die Zukunft hier nicht bange sein muss.
00:50:06: Das ist, glaube ich, ein toller Ort.
00:50:09: Und auch ein beständiger Ort.
00:50:11: Ja, danke, danke.
00:50:12: Vielen, vielen Dank.
00:50:13: Wir machen jetzt noch mal ein paar Fotos, damit wir dann den Leuten das noch am Dienstag vor der Veranstaltung zeigen können, wo es hingeht, wie wir das hier gemacht haben.
00:50:21: und in diesem Sinne, ciao.
00:50:23: Ciao.
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